Fach-Ausdrücke
Aus HiFi-Classics-Wiki
(Weitergeleitet von Begriffen)
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Lexikon von Fachbegriffen aus Elektroakustik und Videotechnik
Text in Bearbeitung
[bearbeiten] A
- Abschaltautomatik => Bandendabschaltung
- Abmischung => Mischung
- Abschirmung, elektrische
- Abstandsverluste
- AB-Stereofonie => Stereofonie
- Acetylcellulose
- Achtermikrofon
- A/D-Wandler
- AES
- Aliasing-Verzerrungen
- Akustik
- akustische Rückkopplung
- Amplitude
- Amplitudenstatistik
- analog
- Angel
- Ansteckmikrofon
- Andruckrolle => Tonachse
- Anpassung
- Arbeitspunkt
- Aufladungen, elektrostatische
- Aufnahme
- Aufnahmekopf
- Aufnahmeverstärker
- aufsprechen Älterer Ausdruck für aufnehmen, insbesondere auf Tonband.
- Aufsprechverstärker Ältere Bezeichnung für den Aufnahmeverstärker.
- Aufsprechkopf Ältere Bezeichnung für den Aufnahmekopf.
- Aufzeichnung
- Ausgleichsspur
- Aussteuerung
- Aussteuerbarkeit
- Aussteuerungsinstrument
- Azimut
[bearbeiten] B
- Bändchenlautsprecher
- Bändchenmikrofon
- Band => Magnetband
- Band(end)abschaltung
- Bandandruck
- Bandbreite
- Bandfehler
- Bandgeschwindigkeit
- Bandrauschen
- Bandschlupf => Schlupf
- Bandzug
- Bandspieler
- Baßanhebung
- Baßreflexbox
- Begrenzer
- Bespurungsverfahren
- Bewertung, -sfilter
- Bezugsband
- Bezugsfilm Magnetfilm mit den Aufgaben eines Bezugsbands.
- Bezugspegel
- Bias
- binär
- Bobby ==> Wickelkern
- Brumm, -spannung
[bearbeiten] C
- Capstan ==> Tonachse
- Cartridge (Endlosband-Cassette) ==> Kassette.
- CCIR
- CEI ==> IEC
- Chromdioxid
- Cinch-Stecker/Buchse
- COMMAG ==> SEPMAG
- Compact-Cassette ==> Kassette
- Cordband ==> Magnetfilm
- Cordmaschine ==> Magnetfilm-Laufwerk
- Cutter, -in
[bearbeiten] D
- DAT, DAT-Recorder
- Datenwort ==> binär, ==> Quantisierung
- D/A-Wandler
- dB Übliche Abk. für Dezibel
- dBx ==> Rauschminderungssysteme, ==> dBx (Hersteller)
- Dezibel , Abk. dB
- digital
- Digitaltechnik, -übertragung.
- DIN-Stecker
- Diodenstecker ==> DIN-Stecker
- Distorsion ==> Verzerrung
- DNL ==> Rauschminderungssystem
- Dolby ==> Rauschminderungssysteme
- Doppelspielband (Spulen-)Tonband
- Drahtloses Mikrofon
- drop in, drop out
- Druckempfänger Wissenschaftliche Bezeichnung für ein Mikrophon mit kreis- bzw. kugelförmiger Richtcharakteristik.
- Druckgradientenempfänger Wissenschaftliche Bezeichnung für ein Mikrophon mit nierenförmiger Richtcharakteristik.
- Duoplay
- Duplizieren
- Dynamik
- dynamisches Mikrophon ==> Mikrophon
- dynamischer Kopfhörer ==> Kopfhörer
[bearbeiten] E
- Echtzeitzählwerk Eine Vorrichtung zur Längenmessung von Magnetband, die in Abhängigkeit von der Bandgeschwindigkeit unmittelbar die Spielzeit in Stunden, Minuten und Sekunden anzeigt.
- Einkanal-Aufzeichnung, -Übertragung, auch Mono-Aufzeichung/Übertragung
- Einpegeln Die Verstärkung und den Frequenzgang eines elektroakustischen Geräts (oder einer Kette von Übertragungsgeräten) nach Sollwerten einstellen.
- Einspielung Abspielen einer Tonaufzeichnung zur Begleitung einer laufenden Veranstaltung, z.B. Oper, Schauspiel, Filmaufnahme.
- Einstreuung, seitliche
- Ein-Zoll-Band Magnetband von 1 Zoll = 25,4 mm Breite. ==> Bandbreite
- Eisenoxid ==>-Fe2O3 (seltener Fe3O4), magnetisierbare Verbindungen von Eisen und Sauerstoff, Nadeln von ca. 0,5 µm Länge und 0,05 µm Durchmesser, benutzt zur Beschichtung von Magnetbändern.
- Eject Bei Kassetten- bzw. Video-Rekordern: Taste, die das Auswerfen bzw. -fahren der Kassette zur Entnahme aus dem Gerät veranlaßt.
- Elektret-Kondensatormikrofon Mikrofon, dessen Wandler aus einer Elektret-Folie besteht und nach dem elektrostatischen Prinzip arbeitet.
- elektrostatischer Lautsprecher Lautsprecher, dessen Wandler nach dem elektrostatischen Prinzip arbeitet.
- elektrostatischer Kopfhörer Kopfhörer, dessen Wandler nach dem elektrostatischen Prinzip arbeitet.
- Empfindlichkeit
- Endband Farbiges (gelbes bzw. rotes), unmagnetisches Band in der Breite des Magnetbands, signalisiert das Ende einer Aufzeichnung.
- Endlosschleife
- Endverstärker, auch Leistungsverstärker oder Endstufe
- Entmagnetisieren
- Entzerrung (engl. Equalisation)
- Ersatzlautstärke
- Equalizer
- Equalisation ==> Entzerrung
- Expander
[bearbeiten] F
- Feedback-Supressor
- Elektroakustisches Gerät zur Verhinderung bzw. Verminderung von akustischen Rückkopplungen (akustische Rückkopplung).
- Fehlerkorrektur (digital)
- Filter
- Floppy Disk
- Kreisrunde Kunststoff-Folie von z.B. 5¼ “ = 13,34 cm Durchmesser, meist beidseitig mit magnetisierbarem Material beschichtet, zur Aufzeichnung von Daten in der elektronischen Datenverarbeitung.
- Fremdspannung
- Frequenz (Akustik),
- Frequenzbereich,
- Frequenzgang, auch Frequenzkurve
- Frontlader
- Kassetten-Rekorder mit Kassettenschacht in einer senkrechten Frontplatte; ggfs. können dann auf dem Rekorder noch andere Geräte stehen. Beim „Toplader“ befindet sich der Kassettenschacht an der Oberseite des Geräts.
- Fuß (engl. Maß),
- 1 ft (foot, Mehrzahl feet) = 30,3 cm, im anglo-amerikanischen Raum übli-ches Längenmaß für z.B. Magnetbänder und Filme.
[bearbeiten] G
- Gegenkopplung
- GEMA
- Geräusch
- Im Sinn der Akustik: ein hörbares Schallereignis, unperiodisch zusammengesetzt aus verschiedenen Schwingungen.
- Geräuschabstand
- Kurzform für Geräuschspannungsabstand, ==> Geräuschspannung.
- Geräuschband
- Tonband, auf dem Geräusche aufgezeichnet sind; wird z.B. zur Tonmischung beim Film eingesetzt.
- Geräuschschleife
- Ein Stück Magnetband oder Magnetfilm, mit gleichförmigen Geräuschen bespielt und zu einer Schleife zusammengeklebt und so abgespielt, liefert vor allem Hintergrundgeräusche.
- Geräuschimitation
- Das gelegentlich artistische Erzeugen bestimmter Geräusche zur Film-vertonung oder -synchronisation, mit z.T. einfachen Hilfsmitteln (Beispiel: eine geschüttelte dünne Blechplatte imitiert Donner).
- Geräuschspannung
- Geräuschspannungsabstand ==> Geräuschspannung
- Gleichlaufschwankungen
- Gleichfeldrauschen
- Grafik-Entzerrer
- Gerät zur willkürlichen Veränderung des Frequenzgangs mit einer Vielzahl von Filtern. Die Steller sind so angeordnet, daß ihre Griffe punktweise den eingestellten Frequenzgang nachzeichnen.
- Grenzflächen-Mikrofon
- Grundgeräusch (Magnetband), ==> Bandrauschen
- Grundton, -schwingung
[bearbeiten] H
- Hall ==> Nachhall
- Hallplatte Gerät zum Erzeugen künstlichen Nachhalls, der einer „trockenen“ Aufnahme zur Klangverbesserung zugesetzt wird. Eine dünne Stahlplatte bzw. eine goldbedampfte Fo-lie werden zu tonfrequenten Schwingungen angeregt, die wegen der Elastizität des Materials nur langsam abklingen, also die Verhältnisse in einem größeren Raum nachbilden. Die „ver-hallten“ Signale werden abgetastet und nach Umwandlung dem ursprünglichen Schallsignal zugemischt.
- Hallradius Halbmesser des um eine Schallquelle herumlaufend gedachten Kreises, an dem die unmittelbar von der Quelle ausgehenden Schallwellen (direktes Schallfeld) den glei-chen Lautstärkepegel haben wie die von Wänden usw. zurückgeworfenen Schallwellen (diffuses Schallfeld). Der Hallradius hängt u.a. vom Raumvolumen und der Nachhallzeit ab.
- Hallraum Raum mit langer Nachhallzeit, z.B. mit stark reflektierenden Wänden, ausgestat-tet mit Mikrofon und Lautsprecher. Diesem wird das zu verhallende Signal zugeführt; das Mikrofon ist so angeordnet, daß es im wesentlichen nur den im Raum entstehenden Nach-hall aufnimmt, der dem ursprünglichen Schallsignal zugemischt wird.
- Harmonische In einem Klang jene Schallschwingungen, deren Frequenzen Vielfache der Grundschwingung sind. Da nach dieser Definition der Grundton selbst eine Harmoni-sche ist (1-faches), verwendet man, um Mißverständnisse zu vermeiden, besser den Begriff Oberton.
- Heimtonband
- Magnetband, das für die Tonaufzeichnung auf H.-Geräten (also nichtprofes-sionellen Geräten) gedacht ist. H. unterscheidet sich vom Studio-Tonband im wesentlichen in der Dicke der Träger- und der Magnetschicht.
- Hertz, Zahl stetig wiederkehrender Ereignisse pro Sekunde, z.B. von Schallschwingungen ( Frequenz). 1 Hertz = 1 Hz = 1 Schwingung (Ereignis) pro Sekunde; 1 kHz (Kilo-Hertz) = 1.000 Hz, 1 MHz = 1.000 kHz = 1.000.000 Hz
- Hifi, auch HiFi,
- „High Fidelity“ Allgemeiner, nicht genau bestimmter Ausdruck mit der Be-deutung „hohe Wiedergabetreue“ bei der Übertragung und Speicherung von Schallereignissen.
- highcom ==> Rauschminderungssysteme
- Hinterbandkontrolle Bei Tonbandgeräten und Kassettenrekordern mit drei Magnetköp-fen (in Bandlaufrichtung: Lösch-, Aufnahme-, Wiedergabe-Kopf) und getrennten Aufnahme-/Wiedergabe-Verstärkern kann während der Aufnahme der „Inhalt“ des Tonbands über den Wiedergabezweig praktisch gleichzeitig geprüft werden.
- Hochfrequenz-Kondensatormikrofon Seltenere Bauart des elektrostatischen Mikro-fons. Die von Schallschwingungen abhängige Mikrofonkapazität steuert die (Träger-)Frequenz eines Generators so, daß die Frequenzänderung proportional zur Schallschwin-gung ist. Der nachgeschaltete Verstärker besorgt zugleich die Abtrennung der Nutzspan-nung von der Trägerschwingung.
- Hochfrequenz-Vormagnetisierung Vormagnetisierung; 1940 eingeführtes, bisher erfolg-reichstes Verfahren zur Dynamik-Ausweitung bei der Magnetton-Aufzeichnung. Dem Ton-signal wird dabei ein Signal mit einer Frequenz von ca. 100 kHz überlagert. Gegenüber Gleichstrom-V. erhöht H. die Dynamik um etwa 30 dB. Die Aufzeichnungsqualität hängt wei-ter vom Verhältnis NF-Strom zu V.-Strom ab ( Arbeitspunkt). I.A. ist der V.-Strom 6 ... 10mal größer als der NF-Strom.
- Hochton-Lautsprecher
- Lautsprecher zur Wiedergabe des Frequenzbereichs oberhalb etwa 2 ... 4 kHz.
- Höhen Abk. für den Tonhöhenbereich oberhalb etwa 4 kHz (nicht genau definiert).
- Höhenanhebung, -absenkung
- Aus akustischen Gründen erforderliche oder geschmacks-abhängige Betonung bzw. Schwächung der Wiedergabe des Tonhöhenbereichs oberhalb ca. 4 kHz.
- Hörkopf
- Ältere Bezeichnung für den Wiedergabekopf im Tonbandgerät.
- Hörschwelle Schalldruck, der gerade eben zu einer Hörempfindung führt, abhängig von der Frequenz und den individuellen Eigenschaften jedes Gehörs; als Mittelwert bei 1000 Hz gelten 2 . 10-5 Pa.
[bearbeiten] I
- Ein magnetisches (Wechsel-)Feld erzeugt in einem Leiter elektrische Spannun-gen; Grundlage z.B. der Wirkungsweise der dynamischen Mikrofone, Lautsprecher und der Magnetköpfe.
- Intensitäts-Stereofonie ==> Stereofonie
- Interleaving
- IT-Band Abk. für internationaler Ton.
- Bildsynchron bespielte Magnetfilme oder Magnetbänder mit den zum Bildfilm gehörenden Geräuschen, jedoch ohne die (ggfs. zu synchronisierende) Sprachaufzeichnung.
[bearbeiten] J
- Jaulen ==> Tonhöhenschwankungen
[bearbeiten] K
- Kalottenlautsprecher Die Membran eines K. ist ein Kugel(mantel)abschnitt; wird als Hoch- und z.T. als Mitteltöner eingesetzt. Die Schallabstrahlung ist, wie gewünscht, wenig gerich-tet; wegen der geringen Masse der Kalotte werden auch kurze Impulse unverfälscht wieder-gegeben.
- Kassette In der Magnet-Ton- und Video-Aufzeichnungstechnik ein Behälter für das Mag-netband, der in erster Linie die Handhabung erleichtern und das Magnetband schützen soll.
- In der Tonaufzeichnung wird unter „Kassette“ i.A. die Kompakt-Kassette verstanden, entwi-ckelt 1963 von Philips. Andere (im wesentlichen veraltete) Kassettenformen sind die „8-track-Cartridge“ (Endlosband mit grafitierter Rückseite, achtspurig), „Elcaset“ sowie die pro-fessionelle Kassette „Unisette“, beide mit 6,3 mm breitem Band und der Bandgeschwindig-keit 9,5 cm/s.
- In der Heim-Videotechnik unterscheidet man drei Video-Kassetten-Systeme: VHS bzw. seine Weiterentwicklung S-VHS, beta und Video 2000. Bei den professionellen, digitalen Bildauf-zeichnungssystemen wie z.B. betacam, D1, D2 und MII ist Kassettentechnik unumgänglich. Ein älteres, verbreitetes professionelles Systeme ist „U-matic“ (analog).
- Keulenmikrofon Mikrofon mit keulenförmiger Richtcharakteristik.
- Klang Im Sinn der Akustik: ein hörbares Schallereignis, bestehend aus mehreren sinusför-migen Schwingungen verschiedener Frequenz (meist ganzzahlige Vielfache des Grund-tons), die sich zu einer periodischen Schallschwingung zusammensetzen.
- Klebeband ==> Kleben
- Klebelehre ==> Kleben
- Kleben Zusammenfügen zweier Magnetbandenden, die unter gleichem Winkel geschnitten sind, durch Aufbringen eines Stücks Klebeband auf die Trägerfolienseite. I.A. werden dazu die Bandenden in eine Klebelehre eingelegt, die die Kanten beider Bandenden parallel aus-richtet, das lückenlose Aneinanderschieben der Bandstücke an der Klebestelle und bündi-ges Aufbringen des Klebebands erlaubt. Das K. wird meist nur bei 6,3 mm breiten Tonbän-dern praktiziert, früher auch beim 50,8 mm breitem Videoband (die Montage von Videoauf-zeichnungen erfolgt fast ausnahmslos durch Kopieren).
- Klebeschiene ==> Kleben
- Klebestelle ==> Kleben
- Klinke, -nstecker Ein- oder zweipolige Steckverbindungen mit verschiedenen Kontakt-Durchmessern, vor allem in Geräten mit geringen Abmessungen. Für den Anschluß von Kopfhörern hat sich der K. mit 6,3 mm Durchmesser durchgesetzt.
- Klirrfaktor Anteil der durch Unvollkommenheiten innerhalb der Übertragungskette zum Ori-ginalsignal hinzugekommenen Schwingungen ( Verzerrungen, nichtlineare), relativ zur gesamten Ausgangsspannung, angegeben in Prozent. Je nach Zusammensetzung des fehlerhaften Anteils können K. von 0,3 ... 3 % toleriert werden.
- Koerzitivfeldstärke (veraltet Koerzitivkraft) Beim Magnetband der wichtigste magnetische Kennwert, da er wesentlich den Arbeitspunkt bestimmt. Die K. von Eisenoxidbändern liegt zwischen 25 ... 29 kA/m (kilo-Ampere pro Meter), die kobaltdotierter Eisenoxid- und Chrom-dioxid-Tonbänder zwischen 36 ... 52 kA/m, Videobänder ca. 50 kA/m, Metallpigmentbänder ca. 80 kA/m. Grundsätzlich sind Magnetbänder umso besser für die Aufzeichnung kleiner Wellenlängen geeignet, je höher die K. ist.
- Kombikopf Magnetkopf, der sowohl für Aufnahme als auch für Wiedergabe benutzt wird.
- Kompander Eine abgestimmte Kombination von Expander und Kompressor, meist zum Zwecke der Rauschminderung bei Tonbandaufzeichnungen.
- Kompatibilität „Vereinbarkeit“, i.A. die Möglichkeit, ältere Geräte nach der Einführung neu-er Entwicklungen mit gewissen Einschränkungen weiterbenutzen zu können, meist ohne die Vorteile der Neuentwicklung (z.B. Schwarz/Weiß-Fernsehgeräte nach Einführung des Farb-fernsehens; das Schwarz/Weiß- und Farbfernseh-System sind also kompatibel).
- Kompressor ==> Expander
- Kondensatormikrofon elektrostatisches Mikrofon
- Konuslautsprecher Lautsprecher, dessen Membran die Form eines Kegelstumpf(mantel)s hat. Meistgebaute Bauform des Lautsprechers, vor allem für Tiefen- und Mitten-Wiedergabe.
- Kopfhörer Paarweise von einem Tragebügel an die Ohrmuscheln anzudrückende elekt-risch-akustische Wandler; sie setzen tonfrequente elektrische Signale in Schallschwingun-gen um. Anders als der Lautsprecher strahlen K. nicht in den Raum, sondern unmittelbar in den Gehörgang ab. Daher genügen bereits geringe Leistungen (ca. 1 mW) für beachtliche Schalldruckpegel im Ohr. Die Schallabstrahlung bleibt auf kleinsten Raum beschränkt (kaum Störung der Umgebung), und hohe Wiedergabequalität wird mit geringem Aufwand (im Ver-gleich zum Lautsprecher) erreicht. K. für hochwertige Schallwiedergabe arbeiten nach dem elektrodynamischen bzw. dem elektrostatischen Prinzip:
- 1. elektrodynamisch: eine Membran ist verbunden mit einer Spule, die in einem Magnet-feld aufgehängt ist. Fließt ein Strom durch die Spule, wird sie aufgrund der elektrodynami-schen Kraftwirkung im Magnetfeld ausgelenkt; die Membran versetzt ihrerseits die Luft in Schallschwingungen. Die überwiegende Zahl der K. arbeitet nach diesem Prinzip;
- 2. elektrostatisch: Die Membran bildet die bewegliche Platte eines (ebenen) Kondensa-tors, an den eine genügend hohe Gleichspannung gelegt wird. Liegt zusätzlich eine tonfre-quente Spannung an, so ändert die Membran wegen der Kraftwirkung, die elektrische La-dungen aufeinander ausüben, ihren Abstand gegenüber der festen Kondensatorplatte. Dies geschieht im Rhythmus der tonfrequenten Spannung und versetzt die Luft in entsprechende Schallschwingungen.
- Der Membran eines Elektret-K. ist ein elektrisches Feld dauerhaft eingeprägt, er benötigt daher keine zusätzliche Gleichspannung.
- Geschlossene K. haben eine ohrumschließende, dichte, akustisch stark gedämpfte Muschel (Druckkammer). Sie schirmt zwar das Ohr von Umweltgeräuschen ab, jedoch wird der Hör-eindruck gelegentlich als verfälscht empfunden.
- Offene K. dichten den Raum vor dem Ohr nicht von der Umgebung ab, so daß kein Druck-gefühl entsteht.
- K. mit einem nach überholten Meßverfahren geradlinigen Frequenzgang klingen unbe-friedigend. Die sinnvolle Frequenzgang-Korrektur (Entzerrung) kann sich am „freien“ oder am „diffusen“ Schallfeld orientieren. Freifeld-Entzerrung berücksichtigt eher den direkten Schall, so daß der diffuse Anteil verfärbt erscheint. Diffusfeld-Entzerrung heißt: der diffuse Teil des Aufnahme-Schallfelds wird möglichst naturgetreu wiedergegeben, der Kopfhörer klingt wie ein Lautsprecher im Wohnraum. Diffusfeld-Entzerrung führt subjektiv zu einem neutralen, natürlichen Klangbild.
- Kopftrommel Beim Video- und R-DAT-Rekorder ein zylindrisches Bauelement, in des-sen Mantelfläche (je nach Bauart) ein bis vier Magnetköpfe eingelassen sind. Die K. steht schräg zu Laufrichtung des Magnetbands. Schrägspuraufzeichnung
- Kopie Ein Magnetband mit dem gleichen Inhalt wie das Originalband; in der Digitaltechnik von praktisch Original-Qualität, in der Analogtechnik meist geringe Qualitätsverluste.
- Kopierdämpfung ==> [[[Kopiereffekt]]
- Kopiereffekt Das unerwünschte „Abfärben“ der Aufzeichnung auf einer Lage eines Mag-netbands auf die benachbarten Lagen. Das Verhältnismaß der Wiedergabespannungen von Nutzaufzeichung und Störung heißt „Kopierdämpfung“; sie liegt bei Kassettenbändern zwi-schen 48 ... 60 dB, bei kopierfesten Studiobändern bis 57 dB. Der K. nimmt mit der Zeit (ca. 0,55 dB bei jeder Verdopplung der Lagerzeit) und höherer Temperatur zu; daher sind Lager-temperaturen über 20 ... 22 °C zu vermeiden.
- Kugelmikrofon Mikrofon, dessen Richtcharakteristik kugelförmig ist.
- Kunstkopf-Stereofonie Zwei Mikrofone sind im Gehörgang eines akustisch möglichst na-turgetreu nachgebildeten Kopfmodells (Kunstkopf) eingebaut. Für die Wiedergabe von K.-Aufnahmen sind Kopfhörer erforderlich, wobei der Aufnahmeraum im Kopf des Hörers abge-bildet wird (daher „kopfbezogene“ Stereofonie). Trotz prinzipieller Vorteile (präzise Ortung von Schallquellen) setzte sich die K.-St. für Musikwiedergabe bisher allgemein kaum durch. Anwendungsgebiet sind raumakustische Messungen.
[bearbeiten] L
- Langspielband Tonband mit ca. 2/3 der Gesamtdicke eines Standardbands. Auf eine gegebene Spule passen 150 % von dessen Länge, die damit bei gleicher Bandgeschwindig-keit die anderhalbfache Spieldauer ergibt.
- Laufwerk Zusammenfassende Bezeichnung für jene Baugruppen von Magnetband- bzw. Magnetfilm-Geräten, die für den Transport des Bandes sorgen (z.B. Wickel- und Capstan-Motore und ihre Regeleinheiten, Bremsen, Umlenkhebel), i. G. zu den Wandlern und Ver-stärkern.
- Laufzeit-Stereofonie ==> [[[Stereofonie]]
- Lautsprecher Elektrisch-akustische Wandler; sie setzen tonfrequente Signale in Schall-schwingungen um und strahlen sie in den Raum ab. Die eigentliche Wandlung für hochwer-tige Schallwiedergabe macht sich zwei physikalische Effekte zunutze:
- 1. den elektrodynamischen: eine Membran ist verbunden mit einer Spule, die in einem Magnetfeld aufgehängt ist. Fließt ein Strom durch die Spule, wird sie aufgrund der elektro-dynamischen Kraftwirkung im Magnetfeld ausgelenkt; die Membran versetzt ihrerseits die Luft in Schallschwingungen. Die überwiegende Zahl der L. arbeitet nach diesem Prinzip.
- 2. den elektrostatischen: Die Membran bildet die bewegliche Platte eines ebenen Kon-densators, an den eine hohe Gleichspannung gelegt wird. Liegt zusätzlich eine tonfrequente Spannung an, so ändert die Membran ihren Abstand gegenüber der festen Kondensatorplat-te (wegen der Kraftwirkung, die elektrische Ladungen aufeinander ausüben) im Rhythmus der tonfrequenten Spannung. Dies versetzt die Luft in entsprechende Schallschwingungen. Ausreichende Baßwiedergabe erfordert großflächige Membranen.
- Als L. bezeichnet man ein einzelnes System, als L.-Box eine Zusammenschaltung mehrerer L. in einem sinnvoll geformten Gehäuse, denen bestimmte Frequenzbereiche zugeteilt sind (Tiefton-, Mittelton, Hochton-L.).
- Nach der Membranform unterscheidet man bei elektrodynamischen L.: Konus-L. (Kegel-stumpf-Form; für tiefe bis mittlere Frequenzen) und Kalotten-L. (in Form einer Kugelkappe; für mittlere bis hohe Frequenzen). L. werden in den verschiedensten Größen und z.T. auch nach anderen Prinzipien gebaut (Exponentialhorn, Baßreflexbox). Für besonders hohe Lautstärkepegel werden auch Druckkammer-L. benutzt, nur bei niedrigen Qualitätsansprü-chen elektromagnetische und Kristall-Lautsprecher.
- Lautsprecher, aktiver Ein oder mehrere L. und ein Verstärker sind in einem Gehäuse (Box) zusammengebaut. Der Verstärker iist gezielt auf die Eigenschaften der einzelnen L.-Systeme abgestimmt. Leistungsverstärker und Lautsprecherweiche entfallen.
- Lautsprecherweiche Im Lautsprechergehäuse untergebrachter Schaltkreis aus Spulen, Kondensatoren und Widerständen. Die L. teilt die zugeführte Leistung so auf, daß zu jedem Lautsprecher-System nur Signale aus jenem Frequenzbereich gelangen, für die es seiner Bauart nach bestimmt ist.
- Lautstärke Subjektives Kennzeichen jeder Hörempfindung. Sie hängt mit dem Schall-druck u.a. nach dem Weber-Fechnerschen Gesetz zusammen, d.h., die L. wächst loga-rithmisch, wenn der Schalldruck linear wächst. Außerdem hängt die L. von der Frequenz des Schallereignisses ab.
- Lautstärkepegel Der Schalldruckpegel eines Schallereignisses mit der Frequenz 1 kHz, angegeben in der Einheit „phon“, der die gleiche Lautstärkempfindung hervorruft wie das zu messende bzw. zu beurteilende Schallereignis. Gewöhnlich in Form von Kurven zusammen-gefaßt, die die Lautstärke von Schallereignissen unterschiedlicher Frequenzen darstellen.
- Lavaliermikrofon Von einem Halsband gehaltenes Mikrofon, etwa auf Brustmitte getragen. Wegen dieser vergleichsweise ungünstigen Position zur „Abstrahlrichtung“ des Mundes ist eine Höhenanhebung des Frequenzgangs erforderlich. Ansteckmikrofon, drahtloses Mikrofon.
- Leerband, unbespieltes Magnetband. L.-film, unbespielter Magnetfilm.
- Löschdämpfung Maß für die Verminderung des auf einem Magnetband aufgezeichneten Magnetflusses durch das Löschen. Die L. ist (bei analoger Aufzeichnung) meist größer als 70 dB.
- Löschdrossel Gerät zum Löschen aller Aufzeichnungen auf einem Magnetbandwickel, auch innerhalb einer Kassette.
- Löschen Eine Aufzeichnung von einem Magnetband tilgen, entweder während der Auf-nahme mit dem Löschkopf oder auf den ganzen Bandwickel in der Löschdrossel. Die Möglichkeit, beliebig oft löschen und neu bespielen zu können, ist einer der Hautpvorteile der Magnetbänder.
- Löschkopf Mit hochfrequentem Wechselstrom (80 ... 100 kHz) gespeister Magnetkopf, der (entsprechend seiner Breite) Aufzeichnungen auf Magnetband, meist im Aufnahmebetrieb, löscht.
[bearbeiten] M
- Magnetband (auch Band, tape, Doppelspielb., Heimtonb., Langspielb., Studiob., Tonband, Videoband), bandförmiger Informationsträger zur Aufzeichnung von Schall- und Bildsignalen (Ton- bzw. Videoband), zur Datenaufzeichnung (z.B. Computerband) und weitere Spezial-zwecke (Instrumentationsband). Auf eine magnetisch neutrale Trägerschicht (heute aus-schließlich Polyester) ist die magnetisierbare Substanz ( Chromdioxid, Eisenoxid) auf-gegossen, eingebettet in eine Lackschicht. Die Dicke der Trägerfolie und der Schicht, Länge und Breite des M. richtet sich nach dem Anwendungszweck. Beispiele:
- Trägerdicke Magnetschichtdicke Länge Breite
- Studio 33 µm 16 µm 730 / 1500 m 6,3...50,8 mm
- Heimton 17 / 25 µm 10 µm 180 / 1200 m 6,3 mm
- Kassette 6 / 12 µm 3 / 7 µm 88 / 176 m 3,81 mm
- Computer 33 µm 10 µm 730 m 12,7 mm
- Video/VHS 12 µm (E 240) 3,5 µm 350 m (E 240) 12,7 mm
- Magnetbandgeräte Geräte zur Aufzeichnung von Informationen auf Magnetband. Je nach Art der Informationen unterscheidet man zwischen Tonbandgerät bzw. Kassettenrecorder (Schallsignale), Videorekorder (Bildsignale) usw. M. enthalten i.A. Vorrichtungen für den Bandtransport bei Aufnahme/Wiedergabe und zum schnellen Umspulen sowie die notwendi-gen Verstärker, Stellglieder und Kontrollinstrumente (Aufnahme/Wiedergabe-Verstärker, Ausssteuerungs-Steller und -Anzeigeinstrumente).
- Magnetfilm (auch Cordband) Magnetband gleicher Breite und Perforation wie ein Bildfilm, jedoch auf der ganzen Breite mit einer magnetisierbaren Schicht zur Aufzeichnung von i.A. bildsynchronen Tonaufzeichnungen beschichtet und auf besonders dicker Trägerfolie (ca. 75 µm) gefertigt. Übliche Breiten: 16 mm (einseitig perforiert), 35 mm (beidseitig perforiert) 17,5 mm (halbe Breite von 35 mm, einseitig perforiert). Die M.-Geschwindigkeit ist 19,05 cm/s (= 25 B/s) beim 16 mm-Film, 47,5 cm/s (= 25 B/s) bzw. 45,6 cm/s (24 B/s) beim 17,5- und 35 mm-M.
- Magnetfilm-Laufwerk (auch Cordmaschine) Magnetbandgerät zum Bespielen bzw. Wie-dergeben von Bildfilmen. Soweit die Perforation zum Transport des Magnetfilms benutzt wird, müssen Bandantrieb (mit Zahnrolle) und Mittel zur Verhinderung von Gleichlauf-schwankungen getrennt sein. Die Verkopplung zwischen Bild- und Magnetfilm wird i.A. durch elektronische Regelung - auch für mehrere M.e gemeinsam - erreicht.
- Magnetfilm-Maschine ==> Magnetfilm-Laufwerk
- Magnetische Aufzeichnungstechnik Die heute vielseitigste Speicherungsform für alle In-formationen, die sich in elektrische Zustandsgrößen umsetzen lassen (Schallereignisse - Mikrofon, optische Ereignisse - Videokamera usw.). Als Informationträger (Speichermedium) dient Magnetband; dementsprechend werden zur Aufzeichnung die elektrischen Zu-standsgrößen durch den Magnetkopf in magnetische umgewandelt. Zur Wiedergabe wer-den die magnetischen Zustandsgrößen auf dem Magnetband von einem Magnetkopf abge-tastet, zunächst in elektrische Zustandsgrößen und vom „Endgerät“ (Lautsprecher, Fernseh-gerät) in hör- bzw. sichtbare Ereignisse umgesetzt.
- Magnetkopf (auch Aufnahmek., Kombik., Wiedergabek.) Wandler zur Umsetzung elektri-scher in magnetische (Aufnahme) bzw. magnetischer in elektrische (Wiedergabe) Zustands-größen. Je nach Bauart und/oder Aufgabe stark unterschiedliches Aussehen bei gleicher Funktionsweise.
- Magnetplatte Eine kreisrunde, ebene Metallplatte, die mit einer magnetisierbaren Substanz beschichtet ist. I.A. in der Datenverarbeitung eingesetzt, gelegentlich auch für Videoauf-zeichnungen (Zeitlupe), neuerdings verstärkt zur Bearbeitung digital aufgezeichneter Musik-aufnahmen oder als Masterlaufwerk beim Duplizieren verwendet.
- Magnetton Speicherung von Schallereignissen auf Magnetband bzw. auf Magnettonspuren beim Tonfilm, meist i.G. zum Lichtton gebraucht.
- Magnettonkamera ==> Magnetfilm-Laufwerk; Analogon zu (Licht)Ton-K.
- Magnetrandspur ==> Bespurungsverfahren
- Masseband Tonband, bei dem Trägersubstanz (Polyvinylchlorid) und Magnetpigment (Ei-senoxid) zunächst gründlich vermischt, dann zu Folien gewalzt und diese in 6,5 mm breite Bänder geschnitten wurden (1943 ... 1954). Technisch dem Schichtband unterlegen. Magnetband
- Mehrkanal-Magnettonfilm Magnetfilm mit mehreren, nebeneinanderliegenden synchronen Tonspuren, beispielsweise zur stereofonen Klangwiedergabe, gelegentlich auch mit Effekt-kanal für besondere Aufgaben.
- Membran Schwingungsfähiges mechanisches System, meist in Platten- oder Kegelform (Konus). In der Elektroakustik zur Kopplung des Schallfelds an Wandler ( Mikrofon) bzw. von elektrischen Signalen an das Schallfeld ( Lautsprecher, Kopfhörer) benutzt.
- Memory-Effekt Fehler veralteter Magnetbandtypen. Aufgrund unerwünschter Eigenschaften des Magnetpigments wurde eine scheinbar einwandfrei gelöschte Aufzeichnung nach eini-ger Zeit wieder als Störgeräusch hörbar.
- metallbedampftes Magnetband Neue Generation von Magnetbändern, bei denen die magnetisch aktive Schicht nicht von Pigmenten gebildet wird, sondern von einer aufge-dampften Lage einer magnetisierbaren Metall-Legierung mit hoher Koerzitivfeldstärke. Vorteile sind hohe Aufzeichnungsdichte bei kleinen Bandgeschwindigkeiten, weshalb sich das m. M. für Digital- und Videoaufzeichnung besonders eignet.
- Metallpigment Magnetpigment aus reinem Eisen (im Gegensatz zum Eisenoxid), feinste, chemisch erzeugte Eisennadeln mit hoher Koerzitivfeldstärke.
- Metallpigmentband, auch Reineisenband. Magnetband für Ton- oder Videoaufzeich-nung, beschichtet mit Metallpigment. Gute Aufzeichnungseigenschaften bei kurzen Wel-lenlängen (Video- und Ton-Aufzeichnung). Als Kassetten-Tonband zeigt M. besonders hohe Aussteuerbarkeit bei hohen Frequenzen, konnte sich jedoch bisher gegen preisgünstigere Bänder ähnlicher Leistungsfähigkeit nicht durchsetzen.
- Mikrofone Akustisch-elektrische Wandler; sie setzen Schallschwingungen in proportio-nale elektrische Schwingungen um. Die Kopplung an das Schallfeld besorgt die Memb-ran. Der eigentliche Wandler in Mn. für hochwertige Schallaufzeichnung arbeitet elektrosta-tisch oder elektrodynamisch.
- 1. elektrostatische M. (Kondensator- und Elektret-M.): Eine straffgespannte, metallbe-dampfte Folie als Membran und eine feste Gegenelektrode (Abstand etwa 30 µm) bilden einen ebenen Kondensator. Bewegen Schallschwingungen die Membran, ändert sich mit dem Abstand zur Gegenelektrode die Kapazität, d.h., es strömen elektrische Ladungen aus dem oder in den Kondensator. Dieser Strom ist proportional der Schallschwingung; er wird in einem Verstärker in nächster Nähe der Membran in eine Spannung praktisch brauchbarer Größe umgesetzt (Niederfrequenzprinzip). Das Kondensator-M. erfordert eine Polarisations- oder Vor-Spannung (ca. 50 V) an den Elektroden, die meist ein separates Speisegerät lie-fert. Der Membran des Elektret-M. sind elektrische Ladungen dauerhaft eingeprägt. Die Vor-spannung entfällt, den nachgeschalteten Verstärker versorgt eine Batterie im M.-Gehäuse.
- Kondensator-M. werden wegen ihrer Kostspieligkeit meist nur im professionellen Bereich eingesetzt. Ihre klangliche Überlegenheit verdanken sie der leichten und leichtbeweglichen Membran, die auch kompliziertesten Schallimpulsen folgt und deshalb Schallereignisse be-sonders natürlich („durchsichtig“) wiedergibt.
- 2. Elektrodynamische M. (Tauchspul-M.): Die Membran ist gekoppelt mit einer Spule, die in einem Magnetfeld aufgehängt ist. Setzen Schallschwingungen die Membran und damit die Spule in Bewegung, erzeugt magnetische Induktion in der Spule eine Wechselspannung, die der Schallschwingung proportional ist.
- Die Richtcharakteristik des M. ist unabhängig vom Wandlerprinzip.
- Nur bei niedrigen Ansprüchen eingesetzte Typen sind Kohle-, Kristall- und magnetische Mikrofone. Das Kohle-M. im Fernsprecher ist noch immer die am häufigsten gebaute Ausfüh-rung.
- mil, anglo-am. Maß: 25,4 µm = 1/1000 Zoll. 1 mil-Bänder sind Langspielbänder, weil die-se Bezeichnung nur die Dicke der Trägerfolie berücksichtigt.
- minimale Anschlußimpedanz ==> Impedanz
- Mischband Tonband, auf dem verschiedene Schallereignisse in sinnvoller Mischung (Mu-sik, Sprache, Geräusche) aufgezeichnet sind.
- Mischpult Vorrichtung zum Bearbeiten und Mischen mehrerer Quellen (Ton oder Bild), die in sinnvoller Kombination gemeinsam auf ein Magnetband aufgezeichnet werden sollen. Tonmischpulte enthalten z.B. Stellglieder für Signale aus verschiedenen Tonquellen (ein oder mehrere Mikrofone, Nachhall, Playback usw.). Video-Mischpulte dienen zur Um-schaltung oder Mischung der Bildsignale verschiedener Quellen, z.B. Videokamera, Filmge-ber, Videorekorder usw.
- Mischung Das sinnvolle, i.A. nach künstlerischen oder journalistischen Gesichtspunkten erfolgende Kombinieren verschiedener Schall- und/oder Bildsignale.
- Mitschnitt Fachjargon für die Aufzeichnung eines Ereignisses, das nicht ausschließlich zum Zwecke der Aufzeichnung erfolgt (dies wäre eine „Produktion“), i.A. auf Magnetband.
- Mitteltonbereich Tonhöhenbereich zwischen etwa 800 Hz und 4 kHz.
- Modulation
- a) Fachjargon für tonfrequente Spannungen, i.A. für Prüf- und Meßzwecke;
- b) eigentlich „Formung“, in der Übertragungstechnik die Veränderung einer Trägerfrequenz (Rundfunk- bzw. Fernseh-"Welle“) durch Ton- oder Bild-Signale zum Zwecke der Ausstrah-lung (Sendung). Amplituden-M.: die Amplitude der Trägerwelle verändert sich nach Maßga-be des Signals; entsprechend ändert sich bei der Frequenz-M. die Frequenz der Trägerwel-le.
- Modulationsrauschen Eine für Analog-Magnettonaufzeichnung charakteristische, meist nur schwach hörbare Störung. Sie tritt als Rauhigkeit oder Fauchen bei der Wiedergabe auf, begleitet das Signal und verschwindet mit ihm (nicht zu verwechseln mit Verzerrungen, Klirrfaktor). Meßtechnisch schwierig zu erfassen, daher ersatzweise Messung des Gleich-feldrauschens.
- Monitor (akustisch) Eigens den Qualitätsansprüchen der professionellen Tonaufnahme-technik angepaßter bzw. dafür entwickelter Lautsprecher.
- monofon, Monofonie, Mono-Übertragung Übertragung eines Schallereignisses mit einem einzigen Übertragungs-Kanal, im Gegensatz zur Stereofonie ohne Breiten-Abbildung des Klangkörpers.
- Mono-Übertragung Stereofonie
- MS-Stereofonie ==> Stereofonie
- Mutterband Das Ton- oder Video-Magnetband mit der Originalaufzeichnung, von dem zur weiteren Bearbeitung Kopien „gezogen“ (angefertigt) werden.
[bearbeiten] N
- Nahbesprechungseffekt Tritt bei Mikrofonen mit nierenförmiger Richtcharakteristik auf. Der Frequenzgang ist so ausgelegt, daß er im ebenen Schallfeld (vereinfacht: in größerer Entfernung von der Schallquelle) auch bei tiefen Frequenzen geradlinig verläuft. Kommt das Mikrofon nahe genug an die Schallquelle, steigt der Tiefenfrequenz-gang z.T. erheblich an (wegen der hier größeren Schallschnelle), so daß das Klangbild tiefenlastig wird. Der N. wird bei entsprechenden Mikrofonen konstruktiv oder durch Frequenz-gangbeeinflussung aufgehoben.
- Nachhall Die in einem geschlossenen Raum vorhandene Schall-Energie wird nach dem „Abschalten“ der Schallquelle (z.B. eines Musikinstruments) i.A. nicht abrupt verschluckt, sondern sie baut sich nach mehrfacher Reflektion (Rückwürfe) an den Raumwänden allmäh-lich ab. Je nach Dauer dieses Abklingens haben Räume unterschiedlichlicher Größe und unterschiedlichen Baumaterials eine verschieden lange Nachallzeit; diese bestimmt im wesentlichen die „Akustik“ (besser: Hörsamkeit) eines Raums. Konzertsäle haben eine optima-le Nachhallzeit zwischen 1,5 ... 2,5 s, Sprecher-Räume ca. 0,8 s (große Kirchen bis zu 9 s).
- Nadelton Im Gegensatz zum Magnetton und Lichtton: Tonwiedergabe von der Schallplatte (nach dem mechanischen Wandler, der Abtastnadel).
- Nasskleben (beim Magnetband) Bis Mitte der fünfziger Jahre übliches Klebe-Verfahren, wobei überlappende Tonbandenden durch flüssigen Kleber verbunden wurden. Beim (Schmal-)Film z.T. noch heute üblich, jedoch werden hier stumpf aneinanderstoßende Filmenden verklebt.
- Nennbelastbarkeit Leistung in Watt, die einem Lautsprecher 100 Stunden lang zugeführt werden kann, ohne daß er Schaden nimmt. Prüfsignal ist „rosa“ Rauschen.
- Neper Veraltetes Verfahren der Pegelrechnung (Dezibel), das nicht auf dem dekadischen, sondern dem natürlichen Logarithmus basiert. 1 N = 8,686 dB; 1 dB = 0,1151 N.
- Nierencharakteristik ==> ‚’’’Richtcharakteristik’’’
- Nierenmikrofon (auch Cardioide, C.n-Mikrofon) => Mikrofon, dessen Richtcharateristik nierenförmig ist.
- Niederfrequenz (i.G. zu Hochfrequenz) Frequenzbereich zwischen etwa 30 Hz und 20 kHz, i.A. der Hörbereich.
- NTSC Namensabkürzung eines US-amerkanischen Planungsausschusses (National Te-levision System Committee), das u.a. das erste praxistaugliche Farbfernseh-Übertragungsverfahren entwickelte. Weiterentwicklungen sind u.a. die Farbfernsehsysteme PAL (W. Bruch, Deutschland) und SECAM (H. de France, Frankreich).
[bearbeiten] O
- Oberton Grundton, Harmonische
- Ohrempfindlichkeitskurve Geräuschspannung
- Ohrkurvenfilter Bewertungsfilter
- omega-() Gang Aufgrund des Induktionsgesetzes steigt in der Magnetbandtechnik die Wiedergabespannung mit der Frequenz (doppelte Frequenz ergibt doppelte, d.h., um 6 dB höhere Ausgangsspannung). Um einen geradlinigen Wiedergabe-Frequenzgang zu errei-chen, wird der O.G. vom Wiedergabeverstärker spiegelbildlich „entzerrt“ (ausgeglichen).
- Originalband Das Magnetband mit der Originalaufzeichnung (Mutterband), im Gegensatz zur Kopie.
- Originalübertragung Übertragung von Veranstaltungen bzw. Ereignissen, die nicht aus-schließlich zum Zweck der Aufzeichnung stattfinden.
[bearbeiten] P
- PCM Abk. für Puls-Code-Modulation. Verbreitetstes Verfahren zur digitalen Übertragung bzw. Speicherung sowohl für Ton- als auch Bildsignale.
- Pegel (Spannungs-)Wert des Nutzsignals in einem elektroakustischen Gerät, angegeben in dB, im Audiobereich meist gleichbedeutend mit Lautstärke.
- Perfoband Magnetfilm
- Periode Vollständiger Zyklus einer Schwingung. Die Anzahl der Perioden in 1 Sekunde heißt Frequenz.
- Periodendauer Die Zeit, in der ein vollständiger Zyklus einer Schwingung abläuft.
- Phasenverschiebung Der zeitliche oder örtliche Abstand, in dem zwei oder mehrere Schwingungen einander folgen oder den eine Schwingung an verschiedenen Orten (z.B. in einer Verstärkerschaltung) aufweist.
- phon Lautstärkepegel
- Pilotton Verfahren, um den Synchronlauf von Bildfilm und Tonband zu erreichen („magne-tische Perforation“, Magnetfilm). Bei der Aufnahme liefert die Filmkamera das Pilotsignal, meist mit doppelter Bildfrequenz (also 50 Hz), an das batteriebetriebene Tonbandgerät. Es wird auf der „Pilottonspur“ in Bandmitte parallel zur Laufrichtung aufgezeichnet, so daß es der übliche Wiedergabekopf nicht erfasst. Bei der Wiedergabe (meist Überspielung auf Magnetfilm) wertet eine Regelautomatik das Pilotsignal aus. Sie regelt die Bandgeschwin-digkeit des Abspielgeräts so, daß das Pilotsignal stets mit Sollfrequenz wiedergegeben wird. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, um Bild- und Magnetfilm synchron abzuspielen.
- Playback „Zuspielung“ eines vorher aufgezeichneten Schallereignisses, meist einer Mu-sikaufnahme. In Fernsehsendungen z.B. wegen ungünstiger akustischer Voraussetzungen erforderlich (Raumakustik, Störgeräusche durch Kameras usw., eingeschränkte Mikrofo-naufstell-Möglichkeit, Entlastung der Darsteller usw.). In reinen Tonproduktionen insbeson-dere in der Mehrspurtechnik üblich: ein Musiker bekommt über Kopfhörer (auszugsweise) das vorher und/oder andernorts bereits Aufgezeichnete zugespielt, um seine Darbietung rhythmisch und künstlerisch anpassen zu können.
- Player „Abspieler“, Bezeichnung für ein Kassetten-Tonbandgerät, das nur für Wiedergabe eingerichtet ist. Bezeichnung ist auch für einen CD-Plattenspieler üblich.
- Polyester Auch PET oder Polyethylentherephthalat. Besonders für die Trägerfolie von Magnetbändern geeigneter Kunststoff, der sich zu sehr dünnen, dabei reißfesten, form- und temperaturstabilen Folien verarbeiten läßt; übliche Dicken zwischen 6 µm (Compact Cassette C 120) ... 33 µm (Studiobänder) ... 75 µm (Magnetfilme). Auch für Bildfilme ver-wendbar.
- Polymikrofonie Stereofone Tonaufnahme mit Hilfs- (oder Stütz-) Mikrofonen zusätzlich zum Stereo-Hauptmikrofon.
- Poppstörungen Impulsartige Luftrömungen, verursacht bei Nahbesprechung eines Mikro-fons von Lauten wie p, t, k, führen zu charakteristischen tieffrequenten Störspannungen. Ab-hilfe z. B. durch Windschutz oder besondere Konstruktionen.
- Portable „Tragbares“, i.A. netzunabhängiges Gerät, meist ein Kassettenrekorder.
- Präsenzfilter Elektrischer Schaltkreis zur Anhebung des Präsenzbereichs, d.h., des Fre-quenzbereichs von ca. 2 kHz ... 4 kHz. Maßvoll angewandt, erscheint das Klangbild „aufge-frischt“.
- Pseudostereofonie Erzeugung eines in der Breite ausgedehnten Wiedergabe-Klangbilds (ähnlich der echten Stereofonie), abgeleitet aus einer Mono-Aufnahme. Bei künstlerisch wertvollen Aufnahmen fragwürdiges Ergebnis und daher nicht mehr praktiziert.
[bearbeiten] Q
- Quantisierung Wichtigste Aufgabe des A/D-Wandlers. Die dem Original entnommene Probe ( Sampling) wird mit einem gerasterten „Maßstab“ verglichen und der gefundene Zahlenwert binär weiterverabeitet. Das resultierende Datenwort hat ebensoviele Bits wie der Maßstab Rasterstufen (meist 14 ... 16). Je feiner das Raster, desto höher die Dyna-mik des Systems, aber auch der technische Aufwand.
- Quadrophonie Verfahren zur Ton-Aufzeichnung und -Wiedergabe mittels vier getrennter Kanäle (vergebliche Versuche zur Markteinführung ca. 1974 ... 1976). Ziel war, nicht nur die Breiten- und Tiefenstaffelung z.B. eines Orchesters wiederzugeben, sondern auch die Schallreflektionen des Aufnahmeraums im Wiedergaberaum reproduzieren zu können. Quadrofone Aufnahmen wurden auf Schallplatten nach den Systemen CD-4 (Frequenzbe-reich bis 50 kHz) und SQ bzw. QS angeboten.
[bearbeiten] R
- Randspur Magnetton-Spur auf dem Bildfilm, meist nach dem Entwickeln aufgebracht und bespielt.
- Rasterfilm Symmetrierfilm, ein in Laufrichtung sprossenartig beschichteter Magnetfilm (auch Tonband). Unbeabsichtigt magnetisierte Bauteile verursachen (Gleichfeld-) Magneti-sierungen des Tonträgers (ebenso asymmetrische Verzerrungen des Vormagnetisie-rungs-Stroms). Beim Abspielen des R. erzeugen die periodischen „Magnetflußstöße“ so lan-ge ein deutlich hörbares Signal, bis die Ursache der unerwünschten Magnetisierung besei-tigt ist.
- Raumton Soviel wie Stereofonie.
- Rauschen (Elektroakustik)
- a) Störung aufgrund physikalisch unvermeidlicher Fehler oder mangelhafter Fertigung, die den Übertragungsbereich nach „unten“, d.h., zu kleinen Pegelwerten hin, begrenzt; z.B. Ma-gnetband-R., Lichtton-R.
- b) „weißes“ R. als Meßsignal z.B. zur Prüfung des Frequenzgangs setzt sich aus Schwingungen aller Frequenzen und Amplituden zusammen, aus denen sich ein statisti-scher Mittelwert ergibt. Es eignet sich besonders zur gehörsmäßigen Prüfung einer Übertra-gungsanlage. „Rosa R.“ - gefiltertes „weißes“ R. - wird u.a. zur Lautsprecherprüfung einge-setzt.
- Rauschminderungssysteme Bei Tonband- und Lichttonaufzeichnung angewandtes Ver-fahren zur Herabsetzung der Rausch-Lautstärke bei Wiedergabe (Erweiterung der System- Dynamik). Grundlage sind stets Kompander, deren Arbeitsweise sowohl den Fähigkei-ten (bzw. der Toleranz) des Gehörs als auch den technischen Gegebenheiten des Tonträ-gers anzupassen ist. Ausnahme ist DNL (Dynamic Noise Limiter). Dieses vom Tonsignal gesteuerte Höhenfilter unterdrückt Frequenzbereiche, in denen nur Rauschen auftritt.
- Recorder Rekorder
- Referenzleerband Ton- oder Video-Magnetband mit z.B. durch IEC genau festgelegten Eigenschaften, das zum Einmessen der Aufzeichnungsgeräte verwendet wird ( Arbeits-punkt, Empfindlichkeit mit Auswirkungen auf Aussteuerbarkeit und Frequenzgang). Die kennzeichnenden Eigenschaften der Serienprodukte sollen denen des R. zwecks unge-hinderter Austauschbarkeit entsprechen.
- Regelautomatik Auch automatische Aussteuerung. Ein Regelkreis im Tonbandgerät, der die Aussteuerung des Tonbands bewerkstelligt. Wegen prinzipbedingter Nachteile meist nur in Geräten niedriger Qualitätsklassen und im Tonteil von Videorekordern anzutreffen.
- Rekorder Aufnahme/Wiedergabegerät für Bild (Video-R.) und/oder Ton (Kassetten-R.), wobei der Bild/Tonträger in einer Kassette untergebracht ist.
- Remanenz Der magnetische Kraftfluß, der als Ergebnis eines Magnetisierungsvorgangs in einem ferromagnetischen Material (z.B. Pigment im Magnetband) zurückbleibt.
- Reineisenband Metallpigmentband
- Resonanz (lat., Mitklingen, Mitschwingen), der aktuelle Zustand oder die Fähigkeit eines schwingungsfähigen Systems, Eigenschwingungen besonderer Stärke auszuführen, wenn es mit verhältnismäßig schwachen Impulsen oder Schwingungen einer charakteristischen Frequenz, der R.-Frequenz (oder ganzzahligen Vielfachen davon) angeregt wird.
- Richtcharakteristik Die grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen dem Aus-gangsspannungs-Pegel eines Mikrofons und der Richtung, aus der der Schall kommt (Ein-fallsrichtung). Anstelle dreidimensionaler Darstellung wird gewöhnlich nur die Hauptebene dargestellt (zweidimensionales Polardiagramm). Die höchste Ausgangsspannung wird i.A. mit 0 dB bezeichnet. Die R. verdeutlicht die Richtwirkung eines Mikrofons, das heißt, seine Fähigkeit, Schall aus bestimmten Richtungen bevorzugt oder (wie erwünscht) gedämpft zu wandeln. Die R. wird nur von der akustischen Arbeitsweise des Mikrofons bestimmt, ist also unabhängig von seinem Wandlerprinzip. Andererseits hängt die R. in gewissem Maß von der Frequenz ab. Nach der akustischen Arbeitsweise unterscheidet man
- 1. Druckempfänger, sie sprechen auf die absolute, von der Richtung unabhängige Größe des Schalldrucks an und haben eine kugelförmige R.
- 2. Druckgradientenempfänger sprechen auf Druckunterschiede an der Vorder- und Rück-seite der Membran an, ihre R. hat die Form einer 8 bzw. einer Doppelkugel. Eine Ableitung daraus ist der Druckgradientenempfänger mit Laufzeitglied (Umwegleitung für den Schall). Sie zeigen eine nierenförmige R.
- 3. Interferenzempfänger haben eine keulenförmige R. und damit die ausgeprägteste Richt-wirkung. Sie kommt dadurch zustande, daß sich Schallanteile aus der bevorzugten Richtung addieren, aus anderen Richtung auslöschen.
- Auch der Mund, Lautsprecher und Musikinstrumente strahlen Schall (frequenzabhängig) in bestimmte Richtungen bevorzugt ab; diese Eigenschaft heißt jedoch besser Abstrahlcharak-teristik.
- Richtmikrofon Mikrofon mit Richtwirkung, also einer nicht kugel-, sondern nieren-, acht- oder keulenförmigen Richtcharakteristik.
- Richtwirkung Richtcharakteristik
- Rotosynanlage Zusammengezogen aus „rotierend“ und „synchron“; eine elektro-mechanische Vorrichtung, um Fimprojektoren und Magnetfilmgeräte stets synchron starten, in Betrieb zu halten und stoppen zu können. Die Verkopplung erfolgt dabei über die Fre-quenz der Versorgungsspannung (stufenlos zwischen 0 Hz, also Gleichstrom, im Stillstand, und 50 Hz im Betrieb), die von einem rotierenden Umformer geliefert wird.
- Rückkopplung akustische Rückkopplung
- Rückseitenmattierung Feinrauhe, unmagnetische Schicht auf der von der Magnetschicht abgekehrten Seite der Trägerfolie eines Magnetbands, vor allem bei Tonbändern für den Studiobetrieb, z.T. auch bei Videobändern. Soll durch seitliches Ausströmen der mitgerisse-nen Luft erlauben und verhindert damit, daß beim schnellen Umspulen einzelne Bandkanten auf dem Wickel „schwimmen“ und daher aus der Wickeloberfläche hervorstehen (Gefahr der Beschädigung); elektrisch leitfähige R. verhindert außerdem elektrostatische Aufladungen und ggfs. daraus resultierende Störungen.
- Rückspulen Schnelles Umspulen eines Magnetbands auf Vorrats-Spule bzw. -Wickel.
- Ruhegeräuschspannungsabstand Auch Geräuschspannungsabstand. Beim Magnetband angegeben als Pegelabstand zwischen Vollaussteuerung und Ruherauschen, i.A. be-deutungsgleich mit Dynamik.
- Ruherauschen Die mittels eines Bewertungs-Filters gemessene Wiedergabespannung eines unbespielten, vormagnetisierten Magnetbandes, die aufgrund des Bandrauschens zu-stande kommt.
[bearbeiten] S
- Sampling „Abtastung“, erste Stufe der digitalen Übertragung: nach entsprechender Wandlung (==> Mikrofon, Videokamera) werden dem Signal in gleichen Zeitabständen genügend viele repräsentative Proben (samples) entnommen (vergleichbar der Filmaufnahme). Aus diesen analogen (!) Werten errechnet der A/D-Wandler ein digitales Datenwort.
- Sampling-Frequenz Die Anzahl von Proben, die einem Signal pro Sekunde zwecks Sampling entnommen wird. Die S.-F. muß nach Shannon wenigstens doppelt so hoch sein wie die höchste Frequenz des Analog-Signals, das verarbeitet werden soll. Beispiele: 44,1 kHz bei Compact-Disc, 48 kHz bei DAT.
- Schall Mechanische Schwingungen der Luft, die zu einem Hörereignis führen; der Frequenz-Bereich reicht von ca. 16 Hz bis 20 kHz, der Schalldruck-Bereich von 2 . 10-5 Pa (==> Hörschwelle) bis 1,3 . 102 Pa (==> Schmerzschwelle). Der Bereich unter 16 Hz heißt Infra-, der über 20 kHz Ultra-Schall.
- Schalldruck Der durch Schallschwingungen hervorgerufene Wechseldruck, der sich dem atmosphärischen Luftdruck überlagert. Einheit: 1 Pa (Pascal) = 1 Newton/m2 = 10 µbar, entspricht bei 1000 Hz einem mittellauten Ton.
- Schalldruckpegel (kurz Schallpegel), das in Dezibel angegebene Verhältnismaß eines als Bezugspunkt gewählten Schalldrucks (z.B. der Hörschwelle) und des aktuellen Schalldrucks.
- Schallfeld Kennzeichen für die Art und Weise, wie sich Schallwellen um eine Schallquelle herum ausbreiten. Im freien Sch. breitet sich Schall ungehindert und unreflektiert aus (den Hörer erreichen also nur direkte Schallwellen). Diffus heißt ein Sch., wie es sich in Räumen ausbildet, wo nämlich der Schall reflektiert, gebeugt oder gebündelt wird. Den Hörer erreichen Schallwellen aus praktisch allen Richtungen: zuerst die direkten, dann die re-flektierten.
- Schallspeicherung Allgemeiner Ausdruck für die Aufzeichnung und Wiedergabe von Schallereignissen, meist gebraucht i.G. zu Bildspeicherung.
- Schaltband Metallfolie oder eine z.B. mit Aluminium beschichtete Kunststoff-Folie in der Breite des Magnetbands. Läuft die elektrisch leitfähige Schicht über zwei Kontakte, werden Schaltvorgänge wie z.B. Bandstopp oder Laufrichtungsumkehr bei Endlos-Wiedergabe ausgelöst.
- Schicht (beim Magnetband) Im Gegensatz zur Trägerfolie die aktive Schicht des Magnetbands, besteht im wesentlichen aus Magnetpigment (==> Eisenoxid, ==> Chromdioxid, ==> Metallpigmentband, ==> metallbedampftes Magnetband), Gleitmitteln und Bindelack.
- Schichtband Heute ausschließlich hergestellter Magnetband-Typ, der aus Trägerfolie, magnetisch aktiver Schicht und ggfs. Rückseitenmattierung aufgebaut ist, i.G. zum Masseband.
- Schichtdicke Beim Magnetband die Dicke der magnetisch aktiven Schicht, gemessen in µm (1 µm = 1/1000 mm); zwischen 3 µm (Kassettenband C 120) und rund 15 µm beim Studioband.
- Schichtlage Bei Tonbändern oder Magnetfilmen kann die magnetisch aktive Schicht entweder zum Wickelkern (nach „innen“) oder zur Außenfläche des Wickels zeigen (Sch. „außen“). Tonbänder werden z.B. bei deutschen Rundfunkanstalten „Schicht außen“ gewickelt (das vorauslaufende Störsignal aufgrund des Kopiereffekts ist dann geringer als das nachfolgende), international üblich ist „Schicht innen“.
- Schleifenkasten Duplizieren (von Kompakt-Kassetten-Aufzeichnungen)
- Schlupf Beim Magnetband Abweichung von der Sollgeschwindigkeit, i.G. zu Gleichlaufschwankungen annähernd konstant oder nur langsame Änderung.
- Schmerzschwelle Der Schalldruck, der Schmerzgefühl verursacht; abhängig von der Frequenz und den individuellen Eigenschaften jedes Gehörs; als Mittelwert bei 1000 Hz gelten 1,5 .102 Pa bzw. 130 dB (d.h., der rund zehnmillionenfache Schalldruck der Hör-schwelle). Gehörschädigung ist bei Dauerbeschallung weit unterhalb der S. möglich.
- Schneiden
- a) Schnitt, sinnvolles Auswählen, Abtrennen und/oder Anordnen von Teilaufnahmen (Ton, Bild) zur endgültigen Reihenfolge, ==> Kleben.
- b) Produktionsschritt bei der Herstellung von Magnetbändern, wenn die ca. 50 ... 200 cm breiten „Blöcke“ zu Streifen von Soll-Bandbreite getrennt werden.
- Schnellkopieren ==> Duplizieren
- Schnürsenkel Fachausdruck für Studio-Tonband 6,3 mm, i.G. zum Magnetfilm oder Mehrspur-Tonband (z.B. Zweizoll-Band mit 50,8 mm Breite).
- Schrägspuraufzeichnung Verfahren zur Erzielung hoher Band/Kopf-Geschwindigkeiten zur Video- bzw. Digitalaufzeichnung (R-DAT) bei niedriger Bandvorschub-Geschwindigkeit. Das Magnetband wird schräg an der Kopftrommel vorbeigeführt; die aufgezeichneten Spuren liegen somit schräg zur Bandkante (je nach Umdrehungszahl der Kopftrommel und der Vorschubgeschwindigkeit des Magnetbands). Dieses Verfahren speichert hohe Frequenzen mit genügend großen Wellenlängen.
- Schwingung Ein fortlaufend wiederkehrender Vorgang, gekennzeichnet durch seine Frequenz und Amplitude. Beispiele: Pendelschwingungen, Schallereignisse und die ihnen entsprechenden Spannungs- und Stromschwankungen. In der Meßtechnik werden zu Prüfzwecken meist die besonders übersichtlichen und einfach zu erzeugenden Sinus-schwingungen gebraucht.
- SEPMAG Abk. für separater Magnetton bzw. separate magnetic sound, d.h., synchron mit dem Bildfilm wird ein Magnetfilm abgespielt, auf dem der Ton aufgezeichnet ist. Gegensatz COMMAG: der Bildfilm trägt eine oder mehrere Magnetton-Spuren.
- SMPTE Abk. für Society of Motion Pictures and Television Engineers, etwa: Gesellschaft der Film- und Fernseh-Ingenieure, Sitz USA.
- SMPTE-Code Von SMPTE vorgeschlagenes Datenaufzeichnungs-Verfahren auf Bildfilm, Videoband, (unperforiertes) Magnetband bzw. Magnetfilm. Bei einer Tonfilm-Produktion werden z.B. Datum, Zeit und Bildnummer als digitale Impulsgruppen auf dem Bild- wie dem Tonträger gespeichert, damit zusammengehörige Bild- und Tonaufzeichnung(en) beim Schnitt einander zugeordnet werden bzw. während der Vorführung synchron ablaufen können. Der S.-Code wird auf gesonderten Spuren des Films bzw. des Magnetbands aufgezeichnet.
- Sprachband Magnetband, auf dem nur Sprache aufgezeichnet ist, so bei Tonmischungen i.G. zu Musik- oder Geräuschband bezeichnet.
- S/N-Verhältnis (von signal-to-noise ratio) Der Pegelabstand vom Nutzsignal zum Störrauschen, ==> Geräuschabstand, ==> Dynamik.
- Sollfrequenzkurve Auch S.-frequenzgang, die grafische Darstellung des gewünschten oder garantierten Frequenzgangs, ggfs. mit Angabe der zulässigen Toleranzen.
- Spalt Trennfuge im Kern des Magnetkopfs, eingefaßt von der Magnetband-Lauffläche (Spiegel). Aufnahme: Ein Teil des im Kern erzeugten magnetischen Felds, das Streufeld, tritt aus dem Spalt heraus und magnetisiert die am Spiegel vorbeilaufende Magnetschicht. Wiedergabe: die Felder der auf dem Magnetband als Magnetisierungsmuster gespeicherten Information treten am Spalt in den Kern ein (und wieder aus) und induzieren in der Spule elektrische Spannungen. - Übliche Abmessungen: (AK = Aufnahme-, WK Wiedergakopf, KK ==> Kombikopf): AK Studiogeräte 7 µm ... 18 µm, WK 3 µm, Kassettenrekorder AK 4 µm, WK 0,7 µm, KK 1 µm, Video-Kopf ca. 0,3 µm.
- Spaltbreite, -ndämpfung, -nverluste Ist die Wellenlänge der Aufzeichnung auf dem Magnetband gleich der Spaltbreite, dann stehen an beiden Spaltkanten gleichnamige Magnetpole und es kommt kein Magnetfluß durch den Wiedergabekopf zustande. Damit ist die Wiedergabespannung Null. Ist die Wellenlänge doppelt so groß wie die Spaltbreite, geht die Wiedergabespannung auf ca. 63 % des Höchstwerts zurück (Spaltbreitendämpfung -4 dB). Maximale Wiedergabespannung wird nur erreicht, wenn die Wellenlänge im Vergleich zur Spaltbreite groß ist. Spaltbreitenverluste können also die Wiedergabe kurzer Wellenlän-gen beeinträchtigen. Gibt man die Verluste als Dämpfungsmaß an (also in dB relativ zum Maximalpegel), spricht man von Spaltbreitendämpfung.
- Spalteinstellung, -justierung Vereinbarungsgemäß stehen das Magnetisierungsmuster der Aufzeichnung auf Magnetband senkrecht zur Bandlaufkante (Tonaufzeichnung) oder in einem genau festgelegten Winkel dazu (Video-Schrägspuraufzeichnung). Maximale Wiedergabespannung, insbesondere bei der Abtastung kurzer Wellenlängen, wird nur erreicht, wenn Spaltlage und Aufzeichnungsrichtung genau übereinstimmen. Die entsprechende mechanische Ausrichtung des Kopfes bezeichnet man als S. Bezugsband (Teil zur Spalt-einstellung).
- Spaltschiefstellung, -sdämpfung, -sverluste Aufzeichnungen kleiner Wellenlänge liefern nur dann höchstmögliche Wiedergabespannung, wenn Aufzeichnungsrichtung und Spaltrichtung übereinstimmen. Bei nicht korrekter Spalteinstellung geht die Wiedergabespannung bei kleinen Wellenlängen zurück. Dieser Rückgang heißt Spaltschiefstellungs-Verlust, bzw. als Pegelverlust Spaltschiefstellungs-Dämpfung.
- Speicherung Die S. eines Ton- oder Bild-Signals kann als Sonderfall der Übertragung betrachtet werden, nämlich mit einem Zeitversatz zwischen Absenden (Aufzeichnung) und Ankunft (Wiedergabe) innerhalb der Übertragungsstrecke. Je nach Art des Speichers (Film, Magnetband, Schall- und Bildplatte) sind für das Einspeichern (Aufnahme) und die Entnahme aus dem Speicher (Wiedergabe) unterschiedliche Wandler erforderlich.
- Spektrum In der Akustik i.A. eine Grafik. Sie veranschaulicht, aus welchen Schwingungen, welcher Amplitude und Frequenz sich ein Schallereignis zusammensetzt.
- Spektrum-Analysator Meßgerät, das die Aufschlüsselung eines Signals in seine Frequenzkomponenten erlaubt (z.B. Obertöne, Verzerrungen, höchste und niedrigste Frequenzen usw.).
- Spitzenspannungsmesser Spannungsmesser, der den jeweiligen Höchstwert einer z.B. tonfrequenten Wechselspannung anzeigt und deshalb insbesondere für die Überwachung der Aussteuerung geeignet ist. Professionelle S. zeigen auch kurze Impulse weitgehend exakt an (Quasi-Sp.), das heißt, ihre Ansprechzeit (Anstiegszeit) ist ziemlich kurz.
- Sprechkopf Ältere Bezeichnung für den Aufnahmekopf im Tonbandgerät.
- Spurbreite
- a. beim Tonband: die Breite des für einen Aufzeichnungskanal reservierten Streifens. Beispiele: 0,6 mm beim Kompakt-Kassette, 2,75 mm bei Stereoaufzeichnung (Studiotechnik) auf Tonband 6,3 mm, 1,0 mm bei 32-Spur-Aufzeichnung auf Tonband 50,8 mm (2 Zoll). Die aus technischen Gründen erforderlichen unbespielten Streifen zwischen den Nutz-Spuren heißen auch „Rasen“.
- b. Videoaufzeichnung: die Breite des vom Videokopf bestrichenen Aufzeichnungsstreifens, z.B. bei VHS 49 µm, professionelle Aufzeichnung auf 1-Zoll-Band (C-Format, PAL) 160 µm.
- Spurlage Die Anordnung der zu den einzelnen Aufnahmekanälen gehörenden Spuren auf dem Magnetband.
- Standardband Rund 50 µm dickes Tonband, heute meist Studioband genannt. Von S. abgeleitet sind Bezeichnungen wie Langspiel-, Doppelspielband (doppelte Spieldauer bei gleicher Spulengröße, da das Band lediglich halb so dick wie Standardband ist) usw.
- Startband Soviel wie Vorlaufband.
- Startkreuz X-förmige Markierungen auf Bild- und Magnetfilm, die vor dem Start an entsprechend bezeichnete Stellen der Abspielgeräte gebracht werden. Voraussetzung für Synchronlauf zwischen Bild und Ton.
- stereofon Klangwiedergabe mit den Mitteln der Stereofonie
- Stereofonie Übertragungs-Verfahren, das mit vertretbarem Aufwand Schallereignisse so wiedergibt, daß die geometrische Struktur des Klangkörpers erkennbar ist, i.A. seine Auffächerung der Breite nach, so daß sich eine „natürliche“ akustische Perspektive ergibt. St. benötigt zwei getrennte Übertragungskanäle, die an je einem Mikrofon beginnen und an je ei-nem Lautsprecher (bzw. einer L.-gruppe) oder einem Kopfhörer enden. „Raumbezogene“ St. will die Illusion, im Aufnahmeraum anwesend zu sein, mittels der Lautsprecher im Wiedergaberaum vermitteln; die „kopfbezogene“ Stereofonie mittels Kunstkopf und Kopfhörer. St. macht sich die Fähigkeit des Gehörs zunutze, Einfallsrichtungen des Schalls aus Laufzeit- und Intensitätsunterschieden zu erkennen. Die Hautptverfahren der S. sind:
- - AB-Stereofonie: Vor dem Klangkörper sind zwei Mikrofone im Abstand von 0,6 ... 1 m (auch mehr) aufgestellt. Die stereofone Wirkung der Wiedergabe beruht darauf, daß die Schallsignale zu jedem Mikrofon unterschiedlich lange Wege zurücklegen und deshalb zu verschiedenen Zeiten ankommen, daher auch Laufzeit-Stereofonie.
- - MS-Stereofonie: Vor dem Klangkörper ist ein Koïnzidenz-Mikrofon (zwei Systeme sind in möglichst geringem Abstand zusammengebaut) aufgestellt. Das Mikrofonsystem M besitzt eine kugel- (seltener nieren-)förmige, das System S stets eine acht-förmige Richtcharakteristik. Die Acht liegt quer zum Klangkörper, das M-Mikrofon zeigt auf dessen akustischen Schwerpunkt.
- - XY-Stereofonie: Vor dem Klangkörper ist ein Koïnzidenz-Mikrofon (s.o.) aufgestellt. Die beiden Systeme haben nierenförmige Richtcharakteristiken und schließen einen Winkel von etwa 90° ein, dessen Halbierende auf den akustischen Schwerpunkt des Klangkörpers zeigt.
- Die stereofone Wirkung von Aufnahmen in MS- oder XY-S. beruht auf den richtungsabhängig unterschiedlichen Intensitäten der Schallsignale an beiden Systemen des Koïnzidenz-Mikrofons, daher auch Intensitäts-Stereofonie. MS- und XY-S. liefern ein monokompatibles Signal, d.h., ein klanglich vollwertiges Wiedergabesignal bei monofoner Übertragung.
- Stereoton Soviel wie stereofone Klangwiedergabe.
- Störabstand Die Pegel-Differenz zwischen Nutzaufzeichnung und einer bestimmten Störung, z.B. dem Rauschen eines Magnetbands.
- Studio(ton)band dient vorwiegend der professionellen Tonaufzeichnung, Standardband. S. wird meist mit der Bandgeschwindigkeit 38,1 cm/s betrieben; um gute Wickeleigenschaften zu erzielen, ist es mit einer Rückseitenmattierung versehen. Breiten: 6,3 mm (¼ Zoll), für Zweikanal-Aufzeichnung, 1 Zoll und 2 Zoll (50,8 mm) für Mehrspurtechnik.
- Störpegel Pegel eines Störsignals relativ zu einem Bezugspegel.
- Störspannung Allgemeine Bezeichnung für Störungen durch Brummen, Rauschen, fremde Signale in Bild- und/oder Ton-Übertragungsanlagen. ==> Störabstand.
- Supernierenmikrofon Mikrofon mit ausgeprägt nierenförmiger Richtcharakteristik, die also die Form einer in die Länge gezogenen Niere hat.
[bearbeiten] T
- Tape ==> Magnetband
- Tauchspulenmikrofon ==> Elektrodynamisches Mikrofon
- Telemikrofon
- Mikrofon mit stark ausgeprägter Richtcharakteristik, also eine Superniere oder ein Keulenmikrofon.
- telcom ==> Rauschminderungssysteme
- Tieftonlautsprecher
- Lautsprecher zur Wiedergabe des Frequenzbereichs von ca. 30 Hz .... ca. 800 Hz, meist als Konuslautsprecher mit großem Membran-Durchmesser (z.T. über 30 cm).
- i.S. der Akustik: eine rein sinusförmige Schallschwingung im Hörbereich; i.S. der Musik: das Schallereignis, das einer Note entspricht. Vergl. ==> Klang.
- Tonachse (auch Andruckrolle, Capstan)
- Tonaufnahme
- Aufzeichnung von Schallereignissen, meist zur Unterscheidung von der Bildaufnahme gebraucht.
- Tonband ==> Magnetband
- Tonbandgerät
- Magnetbandgerät zur Schallaufzeichnung, i.G. zum Videorecorder. Kompakt-Kassetten-Geräte sind also auch „Tonbandgeräte“.
- Tonbandmaschine ==> Magnetbandgerät
- Tonhöhenschwankungen (auch Gleichlaufschwankungen, Jaulen
- Toningenieur
- Berufsbezeichnung für den vorwiegend technisch ausgebildeten Bediener der Tonaufzeichnungseinrichtungen, besonders des Mischpults, in einem Tonstudio (==> Tonmeister).
- Tonkamera ==> Magnetfilmgerät
- Tonkopf ==> Magnetkopf
- Tonmeister
- Tonmischung
- Tonmotor
- Tontechnik
- Übergreifende Bezeichnung für alle Einrichtungen, Gegenstände und Verfahren, die zur Aufzeichnung von Schallereignissen gebraucht werden.
- Der für die Aufzeichnung des Begleittons vorgesehene „Streifen“ eines (Ton-)Films bzw. eines Videobands.
- Fachausdruck für ein Rundfunk-Empfangsgerät (zuweilen nur für den UKW-Bereich) ohne Endverstärker.
[bearbeiten] U
- Bei Schallspeichergeräten, z.B. Tonbandgerät, der Frequenzgang der gesamten arbeitsfähigen Anlage, also einschließlich aller durch Aufnahme- und Wiedergabeverstärker sowie das Magnetband erzeugten Abweichungen.
- Treffen zwei oder mehr Einzel- ==> Schwingungen aufeinander (z.B. auf einer Leitung), so bilden sie eine zusammengesetzte Schwingung, d.h., die Summe der Augenblicks-Amplituden aller erzeugenden Schwingungen bestimmt die Augenblicks-Amplitude der resultierenden Schwingung. Im Gegensatz zur Modulation lassen sich überlagerte Schwingungen i.A. leicht wieder voneinander trennen.
- Überspielen
- Soviel wie von einem Ton- oder Bildträger auf einen anderen kopieren.
- Das in Dezibel angegebene Maß für das Übersprechen zwischen zwei Speicher- oder Übertragungskanälen.
- Das unerwünschte Einstreuen von Schwingungen aus einem fremden in den gerade betrachteten Kanal, z.B. bei stereofoner Übertragung, wo eine zu geringe Übersprechdämpfung die Basisbreite einengt.
- Einen Tonträger fehlerhaft so hoch aussteuern (==> Aussteuerung), daß Verzerrungen deutlich und anhaltend hörbar sind.
- = Vollaussteuerung, die Aussteuerung eines Tonträgers bis zum Lästigwerden von Verzerrungen bzw. bis ein Klirrfaktor von 3 % erreicht wird.
- Transformator für ton- oder videofrequente Signale, insbesondere zur Impedanz]-Anpassung.
- Übertragung, elektro-akustische
- I.A. der Bereich von der niedrigsten bis zur höchsten übertragenen Frequenz, wobei auch die erlaubten Abweichungen (Toleranzen) definiert sein sollten.
- Abk. für Übertragungswagen. Fahrbares Ton- oder Fernsehstudio (etwa von Omnibusgröße) für Übertragungen außerhalb eines Studios, gelegentlich mit bordeigener Energieversorgung.
[bearbeiten] V
- Vergütung
- Verstärker
- Verzerrungen
- Videoband
- ein Magnetband, das für die magnetische Aufzeichnung von Bildsignalen optimiert ist und Tonaufzeichnungen in angemessener Qualität erlaubt.
- Viertelzollband
- 6,3 mm (+0/-0,05 mm) breites Magnetband (z.B. Studioband). ¼ Zoll ent-spricht genau umgerechnet 6,35 mm. ==> Zoll.
- Vollaussteuerung
- Vorhören
- Vorlaufband
- Vormagnetisierung
- VU-Meter, volume meter
[bearbeiten] W
- Wandler, elektroakustische Oberbegriff
- Weber-Fechnersches Gesetz Die wichtigste für Sehen und Hören kennzeichnende Gesetzmäßigkeit.
- Wellenlänge (hier: auf Magnetband)
- Wiedergabekopf
- In der Tonbandtechnik ein speziell für die Wiedergabe optimierter Magnetkopf, Spaltbreiten ca. 3 µm (Studiotechnik) bis 0,7 µm (Kassetten-Rekorder).
- Der Verstärker, der die vom Wiedergakopf gelieferte Spannung verstärkt (Ausgangsspannung ca. 700 mV ... 2 V) und gleichzeitig die Wiedergabe- Entzerrung (Ziel: geradliniger Frequenzgang) ausführt.
[bearbeiten] XY
- XY-Stereofonie ==> Stereofonie
[bearbeiten] Z
- Eine im Gegensatz zum Echtzeitzählwerk mit eher willkürlichen Einteilungen arbeitende Längen-Schätzvorrichtung für Magnetbänder, meist von einem Wickelteller angetrieben.
- Zoll (Abk. in, vom engl. inch) Anglo-amerikanisches Maß
- Zwei-Zoll-Band
- Bezeichnung für 50,8 mm = 2 in breites Magnetband. ==> Zoll.
