Autor Thema: Magnat All Ribbon A3  (Gelesen 3776 mal)

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Offline Omiewise65

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Magnat All Ribbon A3
« am: Dienstag, 25.Juli.2006 | 12:38:50 Uhr »
Hallo Forum
Nachdem ich im web keine vernünftigen infos zu diesen Magnat -Lautsprechern erhalte , versuche ich es mal hier, wo alles noch übersichtlicher
erscheint  8)
Wie alt sind die Boxen , was taugen die ?
Welche Mitteltöner sind verbaut und sind die noch zu beziehen ?( Eine Sicke ist beschädigt )
Außerdem wollte ich ein pdf zu den STK00 -Hybriden ( Datenblattund Schaltung) beisteuern
Ich bin aber an den 124 Kb gescheitert
Gruß Michl  ;D

MichaelB

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Re: Magnat All Ribbon A3
« Antwort #1 am: Mittwoch, 26.Juli.2006 | 18:55:28 Uhr »
Datenblätter sind am besten hier aufgehoben: http://www.tonbandinfo.com/download
Anmelden, hochladen, kurze Mail an mich, damit ich die Dateien freischalten kann.

Gruß
Michael

Michael-Otto

  • Gast
Re: Magnat All Ribbon A3
« Antwort #2 am: Donnerstag, 27.Juli.2006 | 08:55:34 Uhr »
Hallo Michl,

über eine All Ribbon A3 nichts vorhanden, höchsten über eine MIG-Ribbon 3.

Gruß

Michael-Otto

Offline hanns-d.pizonka

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Re: Magnat All Ribbon A3
« Antwort #3 am: Freitag, 28.Juli.2006 | 00:57:13 Uhr »
Hallo Michel,

wenn Du diese "ALL RIBBON 3" besitzt, dann hast Du was hübsch Altes (stell mal ein Foto ein - geht mit UPLOAD). In der Lautsprecherkonstruktion für den Consumer-Hifi-Bereich gehörte das Produkt Magnat nach meiner Erinnerrung zur den Viel-Und-Schnell-Wechslern in der Modellpolitik. Herstellungsjahr muss zwischen 1975 und 1978 liegen. Zu dieser Zeit hat auch Magnat als Boxenhersteller (nicht Chassishersteller, immer Fremdbezug) sowohl bei Isophon, Berlin als auch bei MB, Obrigheim eingekauft (vielleicht bei noch mehr anderen Herstellern?). Beide Chassishersteller sind zwar heute noch vorhanden, aber mit komplett anderem Programm und anderer Angebotsstruktur.

Runde dreissig Jahre bei Lautsprechern, das heisst, der Wechsel von der Analogen Messtechnik (mit Bruel & Kjaer Messgeräten/Schreibern vorzugsweise oder mit Hand und Kästchen-Messung) zur Digitalen Messtechnik mit MLSA-Technik (unterschiedliche Anbieter haben hier unterschiedliche Namen erfunden) mit der Impulsmessung hat dem wissenden Lautsprecherkonstrukteur vermeidbare Fehler in Weichen- und Gehäusekonstruktion gezeigt und zu positiven, musikalischeren und technisch richtigern Abstimmungen geführt. Böser Vergleich: Was hat ein Golf eins mit einem Golf sechs gemeinsam, beide haben vier Räder und ein Lenkrad. Bei Lautsprechern ist es nach meinem Wissensstand noch schlimmer. Heute kann man für weniger Geld klanglich bessere (sehr subjektiv! will sagen Geschmacksache) Boxen herstellen und anbieten.

Wenn Du den Sickenfehler/Defekt  bei dem Mitteltöner mit Kleber einstreichst (UHU Greenit oder ähnlichen Kleber, der nicht aushärtet!) kannst du Löcher von fünf bis sieben Millimeter ohne klangliche Einbussen abdichten. Du brauchst Geduld und Zeit, damit möglicherweise zwei überlappende Schichten die Fehlstelle verdecken. Ersatzlautsprecher als Original halte ich heute für ausgeschlossen und wenn doch, dann VIEL zu teuer. Ersatzteilpreise haben mit dem wahren Wert der Ware (dem Lautsprecher) dann nicht mehr zu tun.

Erfreue Dich an dem Klang (mit geklebten Löchern) und tröste Dich mit der Vergänglichkeit von Lautsprechern, sie zerfallen (die Sicken, verlieren die ursprüngliche Nachgiebigkeit, verändern damit die vom Konstrukteur angedachte Abstimmung) und können meist zwar repariert werden (die Tieftöner), sind aber dann meist nicht die, die sie vorher waren. Was heisst, die elektromechanischen Eigenschaften (Thiele/Small-Parameter VAS und fs) liegen neben der Basiskonstruktion, ein anderer Klang, ob Welten oder Kleinigkeiten, das kannst Du als Hörer bestens beurteilen. Wenn es gefällt, ist es richtig.

Hör Deine Musik und denk immer an das Original, man sollte viel öfter in ein Konzert gehen.

MFG
H A N N S -D.