Autor Thema: Grundig TS 925, TS 945 warum so kompliziert ?  (Gelesen 916 mal)

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Offline andeejark

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Grundig TS 925, TS 945 warum so kompliziert ?
« am: Freitag, 24.Mai.2019 | 00:21:02 Uhr »
Grundig TS 945 warum so kompliziert ?
Habe eine Gundig TS 945, die rechts bei Wiedergabe nicht aufwickelt, sieht aus wie ein Wackelkontakt.

Aber wozu die ganze Mimik mit dem Steuerzahnrad, unendlichen Mengen an Transistoren.. Wenn das Zahrad kaputt ist, kann ich ja für 30 Euro ein Neues kaufen, nur wozu das Ganze ? Was haben die sich dabei gedacht ? Die Andruckrolle wird auch nicht einfach per Hebel ans Band gelegt, nein, sie wird zusätzlich noch in der Tiefe versenkt.
Der aufwendig geregelte Motor ist nicht etwa der Capstan-Motor, sondern ist der Motor der das Steuerzanhrad ein bischen dreht

Philips hat mit den N4418..N4419 usw vorgemacht, das man mit ein paar Flips-Flops alle Funktionen steuern kann.

Hat man da einen Motor mit komplizierter Ansteuerung reinkonstruiert, was man mit einigen wenigen Transistoren auch hätte haben können ?

Jetzt braucht nur noch ein spezielles Grundig IC kaputtgehen und das war's, die Maschine gefällt mir nicht mehr :-((

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Re: Grundig TS 925, TS 945 warum so kompliziert ?
« Antwort #1 am: Donnerstag, 08.August.2019 | 06:29:12 Uhr »
Hallo,

um zu ergründen, was es mit der Regelung des Stellmotors auf sich hat, müsste man mal das Gesamtkonstrukt durchdringen/verstehen. Das habe ich mir bisher noch erspart... ...wenn mal Zeit ist, versuche ich da mal, Zeit zu investieren. Man wird ja nicht dümmer dadurch.
Was das Absenken der Capstanrolle angeht, dürfte der Grund darin liegen, das Einfädeln des Bandes zu erleichtern. Gleiches hat Philips im übrigen bei den Modellen N7150 u. 7300 getan. Da wird die Rolle nahezu komplett "versenkt". Man schuf sich damals allerdings ein Problem, welches langfristig zum Bruch eines "Mitnehmers" führen kann (mit den Jahren eintretende Materialversprödung eines mechanisch relativ stark belasteten Kunststoffteiles). Fairerweise muss man zugestehen, dass bei der Konstruktion eines solchen Consumergerätes niemand an eine Nutzung nach > 30 Jahren denkt. Man sollte nicht vergessen, dass solche Zeiträume aus Sicht eines Herstellers ungeheuer groß sind. Der in vielen Foren dann geäusserte Vorwurf, es mit einem Konstruktionsfehler zu tun zu haben, ist also eigentlich ungerechtfertigt.

Gruß
Peter
« Letzte Änderung: Donnerstag, 08.August.2019 | 06:34:27 Uhr von PeZett »
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (F.Kafka)