Autor Thema: Thorens Td 126 MKIII Restauration  (Gelesen 154 mal)

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Offline drmAbuse

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Thorens Td 126 MKIII Restauration
« am: Montag, 09.April.2018 | 13:43:55 Uhr »
Hi Zusammen,

ich wollte als Einstieg in das Forum meinen restaurierten Thorens TD126 MKIII vorstellen.

Den Dreher hab ich vor ca. 3 Jahren zu einem relativ vernuenftigen Preis erwerben koennen (Leider finde ich keine Fotos von vor dem Umbau). Der Zustand sah auf den ersten Blick recht gut aus ein bischen verdreckt aber das kann man ja sicherlich alles schoen putzen.

Also war der erste Schritt alles fein saeuberlich auseinander zunehmen und zu reinigen. Die meisten Teile gingen auch relativ einfach reinigen... bis auf ein Fleck auf der schwarzen Frontblende (den hab ich bis heute noch nicht losbekommen). Zu guter Letzt war das Subschassis dran und das Tonarmbrett und hier startete das Projekt Komplettrestauration. Die gute alte Nextelbeschichtung war schon aeusserst Weich und klebrig, was natuerlich beim Putzen in einer Sauerei geendet ist.

Also der Nextel musste runter... als dann das Subchassis blank war wollte ich eigentlich die alte Optik nicht wiederherstellen also machte ich mir ein Plan wie ich den alten look modernisieren kann.

Nach ein paar Wochen ruhezeit, stand der Plan:

- Zarge & Tonarmbrett Weis lackieren
- Haube abmontieren und eine zum auflegen besorgen
- Subchassis mit einem Laengsschliff versehen und blank lassen
- Auf das Subchassis eine Milchglasplatte montieren
- Schalterleuchten durch LEDs ersetzen

Zarge & Tonarmbrett war schnell lackiert, haube abmontieren war ja durch das Lackieren eh schon vollbracht... Schalterleuchten gingen relativ leicht ersetzen, da es LEDs gibt welche genau in die Fassung passen. Hier musste ich also keine Widerstaende einloeten oder irgenwelche anderen Umbaumasnahmen vornehmen. Was also noch fehlte, war das Subchassis. Der Laengsschliff war mehr eine Geduldsfrage als eine Anstrengung... immerwieder war es mir nicht gleichmaessig genug und ich bin nochmal drueber (im Nachhinein haette ich mir das ganze sparen koennen weil mans eh nicht sieht).

Am Ende machte ich mich ueber das Milchglas. Um mir die Verarbeitung von echtem Glas zu ersparen machte ich mich auf die Suche nach einem schoenen Plexiglas in Milchglas Optik. Folgendes hat mich auf den Bildern im Netz ueberzeugen koennen: Acrylglas GS Glaslook. Das ganze hab ich mir dann in den Masen vom Subchassis bestellt und drauf gewartet, dass es geliefert wird.

Als es dann endlich da war machte ich mich an den Ausschnitt fuer den Innenteller und den Motor. Nachdem ich dann irgendwann aussah als ob es 3 Stunden lang geschneit hat war der ausschnitt endlich fertig. Jetzt nur noch 4 Loecher in das Glas & ins Subchassis bohren und die grobe Arbeit waere geschafft.

Ich habe das Subchassis und die Acrylglasplatte mit Gewindeschrauben und eine Mutter zusammengeschraubt. Allerdings, hab ich das ganze durch Festplattenentkopplerscheiben voneinander so gut wie es geht entkoppelt. Die Schraubenkoepfe sind in den Abdeckungen versteckt und tragen somit zur Optik des ganzen bei.

So nun war der Moment gekommen in dem man wieder alles zusammenbaut... an und fuer sich ware es ja nun mit der anstrengenden Arbeit geschafft. Allerdings machte mir da ein Gewinde des Subchassis einen Strich durch die Rechnung. Der Bolzen war wohl schon leicht angeknackst weil schon bei der ersten Umdrehung der Bolzen abgebrochen ist. Nun stand ich da und dachte... mist jetzt kannste dir ein neues Subchassis besorgen. Unbekannterweise, hab ich mal eine Mail an Captn Difool geschrieben, da mir seine Beschreibungen von seinem Umbau mir bei meinem Projekt immerwieder geholfen haben (an dieser Stelle nochmal vielen Dank dafuer) und ich dachte mir vielleicht weis er ja eine Loesung ;) Er riet mir den Bolzen nochmal mit etwas Drehversatz neueinzupressen und ggf. noch mit 2K Kleber nachzuhelfen. Nachdem ich leider nichts zum einpressen hatte, musste ich mir eine andere Loesung einfallen lassen... ich wollte ja schlieslich fertig werden und wollte nicht noch auf die Suche gehen nach jemanden der mir das einpressen kann. Letztenendes hab ich den Gewindebolzen vollkommenabgeschliffen, ein Loch in den Bolzen gebort und ein Gewinde reingeschnitten. Dort hab ich widerrum eine Gewindestange rein geschraubt und verklebt, haelt bombenfest und das Subchassis lies sich wieder einwandfrei montieren.

Endlich erstrahlte der Dreher in neuem Glanz:



Ein paar Monate spaeter tauschte ich das VM Red gegen ein Rega Exact. Am Anfang war ich ueber diese Kombi ein bischen skeptisch, da ich im Netz noch nirgendwo etwas von jemandem lesen konnte der diese Kombi mal probiert hat. Ich muss allerdings sagen... diese Kombi hat mich aus den Socken gehauen. Bei Rock macht das Rega so dermasen Dampf. Ich kann diese Kombi nur waermstens empfehlen.



Mein naechstes Projekt steht auch schon an. Ich konnte einen Koshin GST-801 ergattern und wollte ihn eigentlich gegen den TP16 tauschen. Allerdings hegen sich bei mir nun die Zweifel weil der TP16 so gut klingt mit dem Rega... Also ist mein neuer Ansatz, einen neuen Dreher um den Koshin drumherum bauen :D

Allerdings weis ich hier noch nicht so recht auf welcher Basis. Vielleicht noch ein TD126 oder doch was ganz anderes? Was sagt ihr denn hierzu, auf welchem Laufwerk macht sich der Koshin gut?



LG
Mo

Offline Lothar H.

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Re: Thorens Td 126 MKIII Restauration
« Antwort #1 am: Dienstag, 10.April.2018 | 08:38:28 Uhr »
Tach Mo,

mir gefällt das im Ansatz sogar sehr gut. Sehr gut, weil mal anders! Du hast Dir Gedanken gemacht.

Die Teller matte ist mir allerdings ein Dorn im Auge. Wenn eine Schallplatte aufliegt, sieht das sicherlich harmonischer aus.
Ergo würde ich eine schwarze Matte wählen.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung.


Tüsss
Lothar
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