Autor Thema: SAE C101 - Kurzvorstellung  (Gelesen 738 mal)

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Offline PeZett

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SAE C101 - Kurzvorstellung
« am: Montag, 02.April.2018 | 17:45:13 Uhr »
Werte Alteisenfreunde…

SAE – eine Abkürzung, die für vieles steht, wie wir wissen. Unter anderem aber eben auch für jenes kleine Unternehmen, dass in den späten 60er Jahren von zwei Enthusiasten (Ted Winchester und Morris Kessler) in Kalifornien gegründet wurde. Unter dem Logo SAE, das für „Scientific Audio Electronics“ stand, entstanden zunächst nur Verstärker (meist Pre-/Main-Kombinationen), die antraten, zu den besten Verstärkern der damaligen bekannten (US-)Welt zu gehören. Im Fadenkreuz standen so mächtige Platzhirsche wie Marantz und Scott, die ihre Produktionsstätten zu dieser Zeit bereits nach Japan verlagerten. So ist es nicht verwunderlich, dass auch der Newcomer SAE sich dieser niedrigen Fertigungslöhne bediente. Anfängliche Geräteserien mögen noch „handcrafted in California“ gewesen sein, aber spätestens im Verlaufe der 70er Jahre wich man nach Asien aus. Zu den Verstärkern kamen zunächst Equalizer, später dann Tuner/Receiver und Tapedecks hinzu, in den 80er dann auch CD-Spieler. Aktive Frequenzweichen und Rauschunterdrückungs-Units rundeten das Produktspektrum ab. Damit endet dann aber auch so langsam die Geschichte um SAE. SAE wurde in der zweiten Hälfte der 80er Jahre an die DAK Industries (ein Unterhaltungselektronik Importeur und Versandhandel, der in USA und Kanada operierte) verkauft. Diese wiederum meldete Quellen zufolge 1992 Konkurs an – SAE war damit auch Geschichte.

Das hier kurz vorgestellte „Computer Direct-Line ™ Cassette-Deck C101 wurde in den 80ern in Korea gefertigt und gehörte damit zu den späteren Produkten aus dem Hause SAE.

Die wesentlichen techn. Daten in Kürze:

3-Kopf Deck, 2 Motore, Dolby B und C, 20-20000 +/- 3 dB Hz (Typ II). Metallband-tauglich,  Wow & Flutter besser als 0,04 %, Kanaltrennung besser als 47 dB, MPX-Filter, Programmierbares Auto-Play
(Quelle: Flyer SAE C101 )

Zunächst ein paar Aussenansichten:

Deutlich der Anspruch des elektronischen Designs: alle Laufwerks- und Betriebsarten-Schalter sind mittels elektron. Tiptasten ausgeführt, was im Übrigen auch nach nunmehr über 30 Jahren noch klaglos funktioniert. Desweiteren stehen dem Nutzer wählbare Kalibriersignale (400 Hz und 10 kHz), eine automatische Aussteuerung sowie in der Charakteristik umschaltbare Aussteuerinstrumente (LED-Kette) zur Verfügung.
Ebenfalls praktisch: eine über Tape-Size wählbare Restzeit-Anzeige bei C60 und C90 Kassetten.
Was dem ambitionierten Anwender definitiv fehlt: ein Kopfhörer-Anschluß.





Die Rückseite mit Fernbedienungsanschluß und umschaltbarer Ausgangsempfindlichkeit
(540 / 270 mV).



Was im Innern auffällt…

Alle Gehäuseschrauben haben identische Maße. Das freut den Handwerker – hier muß man sich nichts merken und das Gerät ist ruck-zuck „gestrippt“.


Im Innern bedruckte Boards, wie man sie von Computern her kennt. Sauber aufgeräumt, jedes Bauteil exakt beschriftet, Kabel steckbar. Keine Enge, keine „hingebastelten“ Kleinst-Platinen, die irgendwo an die Gehäusewand „geklatscht“ sind (…was ich leider schon in „Nakas“ sehen musste…). Auch die Trimmer sind leicht zugänglich. Das entspannt das Werkeln doch sehr.






Auffällig das recht einfach gestrickte Laufwerk, das schon fast „altbacken“ daher kommt.




Singlecapstan, konventioneller Riementrieb. Nichts Spektakuläres, dafür aber recht leicht zugänglich. Reinigungsarbeiten und Riemenwechsel sind schnell erledigt.





Kurzum: ein in der Summe recht reizvolles Tapedeck, das ich eigentlich schon vor etlichen Jahren mal vorstellen wollte (Kuni wird sich vielleicht dunkel daran erinnern…). Aber – sorry- wie das immer so ist: Vieles ist wichtiger und so Manches gerät dadurch in Vergessenheit. Aber nun, da ich mir eine kleine „SAE-Ecke“ aufgebaut habe, ist es endlich soweit. (Kuni mag es mir verzeihen. Er hat in der Zwischenzeit genug spannende Tapedecks vor die Nase bekommen.)

Wenn ich Zeit habe, werde ich mich mal durch das Gerät "durch messen". Bis dahin darf es fremdbespielte Kassetten (durchaus zufriedenstellend) zu Gehör bringen. Berichte darüber sollten aber nicht zu schnell erwartet werden. :D

Bis neulich…

Peter
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Re: SAE C101 - Kurzvorstellung
« Antwort #1 am: Montag, 02.April.2018 | 20:30:44 Uhr »
Oaaah Peter bist Du fies  :shok:
Das würde so super in meine Sammlung passen und wegen dem Seltenheitsfaktor ist Dir mein Neid gewiss  :flööt:
......Aber ich gönn's Dir  .,a095
Vielleicht verrätst Du wie Du dazu gekommen bist ?
Ansonsten bin ich mords gespannt auf Deine Messungen und Höreindrücke.....
Gruß, Kuni
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Offline PeZett

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Re: SAE C101 - Kurzvorstellung
« Antwort #2 am: Montag, 02.April.2018 | 21:29:03 Uhr »
Hi Kuni,

Du erinnerst Dich tatsächlich nicht mehr. Das Deck habe ich schon seit 7 Jahren, damals in der Bucht geschossen (wir tauschten uns damals über das Gerät aus weil Du wohl auch neugierig warst), nach einigen Wochen der Nutzung aber erstmal eingemottet. Anderes war wichtiger... Mittlerweile sind einige SAE-Geräte hinzugekommen und vor ein paar Wochen habe ich es wiederbelebt, deshalb erst jetzt der kleine Vorsteller. Ich gebe zu, da etwas schluderig zu sein aber mir fehlt dafür oftmals die Zeit, vor allem aber die Muße.

Gruß
« Letzte Änderung: Montag, 02.April.2018 | 23:32:45 Uhr von PeZett »
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Re: SAE C101 - Kurzvorstellung
« Antwort #3 am: Dienstag, 03.April.2018 | 16:30:44 Uhr »
Hi Peter,

doch, jetzt wo Du's sagst dämmert mir da wieder was.
Ich glaube ich war damals uA auf der Suche nach etwas selteneren Decks und meine mich zu erinnern, daß ich mich mal auf die Lauer gelegt hatte nach einem SAE C101 und übrigens auch nach einem
Phase Linear 7000


Aber die Dinger sind so ultra selten, daß ich's irgendwann aufgegeben habe, man kann nicht alles haben  ;0003
Gruß, Kuni
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