Autor Thema: se "sound" of se "Kondensator"  (Gelesen 1469 mal)

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Offline deep

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se "sound" of se "Kondensator"
« am: Dienstag, 18.Februar.2014 | 17:04:15 Uhr »
Hi

Würde hier gerne eure Tricks zu euren bevorzugten Modifikationen bezüglich Kondensatoren erfahren.
 :_hi_hi_:

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Ich fange mal bei der Kopplung von Stufen an wo es seit dem universalen Einzug der solid state Schaltungen mit ihren geringen Versorgungsspannungen das "Problem" gibt, dass hier eher Ströme als Spannungen zu übertragen sind (mal vereinfacht ausgedrückt)

Damit im Zusammenhang werden hohe Kapazitäten erforderlich, welche praktisch nur noch in prinzipiell "weniger geeigneter" Bauart - nämlich polarisiert - erhältlich bzw unterbringbar sind.

Noch viel "weniger geeignet" bei op-amp Schaltungen (gegenüber singel rail Schaltungen), weil hier üblicherweise keine nennenswerten Spannungsdifferenzen zwischen den Stufen zu überbrücken sind und die Dinger ohne "Vorspannung" nicht wirklich gut funzen.
Gleiches gilt oft ganz genauso für die IN/ OUT AC-Kopplung.


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Meine Erfahrung ist, dass sich zB. mit Elko-tweaking - ausgehend von 08/15 Dingern in 08/15 Schaltung - im Wesentlichen folgendes erreichen (bzw korrigieren) lässt:

- allgemein besserer Fluss ohne Ansatz zu Hast oder eingeschlafenen Füssen
- wer push oder lag im Tempo innerhalb von Essembles macht, wird besser unterscheidbar
- die Höhen weniger desparat rumschwirrend
- Grundtonbereich mehr life like
- der Bass konturierter und klarer
- die gesamte Präsentation insgesamt prägnanter, farbiger und plastischer im räumlichen Aufbau
- spezielle, tonal subtile sound Signaturen nach Gusto



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Mein long time Favorit  - speziell bei dual rail Stufen Kopplung - sind Tantals in der üblichen Tropfenform.

Zwei Stück gegen-seriell mit biasing über ein paar hundert kOhm zur plus Versorgung der entsprechenden Stufe.

Da mir Tantals zwar in den tiefen Lagen alles bieten was ich mir nur wünsche, aber oben rum zu sehr ihre eigene Signatur aufbauen, werden sie bei mir zusätzlich mit einem normalen MKT Folienkondensator im Bereich von ca. 10-100nF und weiters mit einem MICA  im Bereich von ca 100-1000pF gebrückt.
« Letzte Änderung: Dienstag, 18.Februar.2014 | 17:28:22 Uhr von deep »
Michael

Offline deep

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Re: se "sound" of se "Kondensator"
« Antwort #1 am: Mittwoch, 19.Februar.2014 | 23:09:49 Uhr »
Interessanter Weise klappt der Trick mit dem Kondensator modding in Maßen auch bei Stützkondensatoren und - eigentlich unglaublicher Weise - sogar für op-amps, welche ja üblicherweise PSRR's jeneseits von gute und böse haben und darüberhinaus oft an sehr gut geregelten rails hängen.

Solche Kondensatoren "Konglomerate" können dann - je nach Beengtheit der Platzverhältnisse zB so aussehen :
(Links Stützkondi / rechts Koppelkondi mit Bias-Abgriff)
« Letzte Änderung: Mittwoch, 19.Februar.2014 | 23:18:05 Uhr von deep »
Michael

Offline deep

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Re: se "sound" of se "Kondensator"
« Antwort #2 am: Donnerstag, 20.Februar.2014 | 16:08:36 Uhr »
Bei den "grossen Jungs" - den solid state Endverstärkern - klappts mit dem umsatteln auf Tantals leider nicht mehr wirklich, jedenfalls kenne ich keine, welche die dort üblichen Spannungslagen und Kapas aufweisen würden und nebenbei bezahlbar wären.

Dort funzt - zumindest mit graduellem Erfolg - ein parallelschalten von MP Kondensatoren im zweistelligen uF Berich. Diese steinalte Bauweise  (Papier-Isolator) bekommt man oft für 'n Appel und 'n Ei im Surplus, weil die nach wie vor als "Phasenschieber" für Wechselstrom-Motoren in Verwendung sind.

Auch hier nehme ich Folie / MICA zuhilfe, wenn deren Signatur zu sehr "vorschmeckt".
« Letzte Änderung: Donnerstag, 20.Februar.2014 | 16:14:04 Uhr von deep »
Michael

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Re: se "sound" of se "Kondensator"
« Antwort #3 am: Donnerstag, 20.Februar.2014 | 16:14:17 Uhr »

Und was taugt euch so ?
Michael