Autor Thema: Tandberg TCD-3014  (Gelesen 33571 mal)

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Offline kuni

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Tandberg TCD-3014
« am: Samstag, 20.Oktober.2012 | 16:12:40 Uhr »
Hi zusammen,

diese Woche mit einigem Risiko in der US Bucht erstanden: Ein TCD-3014  :flööt:

Kontakt mit dem Verkäufer war sehr gut (hat auch über 1000 100% Pluspunkte), dennoch bleibt ein mulmiges Gefühl, wie/ob es ankommen wird und was der deutsche Zoll dazu sagen wird.

Per Mail zugesandte Bilder sind mittelprächtig:



















Also was hab' ich da (noch nicht) ?
Es scheint zumindest zu laufen. Ein Riemen wurde wohl mal neu gemacht, die anderen beiden nicht.
Die Beleuchtung der VU's ist ausgefallen und lt. Verkäufer gehen die VU's permanent an den rechten Anschlag, sind dort aber nicht blockiert, sondern zappel eben an den Anschlag.

Zudem ist es ein 110V Gerät, was aber nach einem Blick ins SM nicht so tragisch sein sollte.
Man kann es wohl intern umlöten. Hat einen Trafo mit 2 Primärwicklungen, die für USA parallel geschalten werden und für 220V in Europa dann in Reihe.

Jou, mehr weiß ich im Moment auch noch nicht. Man kann gespannt sein  :grinser:

Habe heute etwas Material zusammengetragen, und u.A. 2 Tests gefunden:
Test Stereo 11/1983
Test Audio 06/1985
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Offline Onkel Theo

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #1 am: Samstag, 20.Oktober.2012 | 18:47:18 Uhr »
Hallo Kuni, was hast Du dafür bezahlt?.
Danke für eine Antwort.
Grüße - Theo

Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #2 am: Samstag, 20.Oktober.2012 | 20:17:18 Uhr »
$625,00 + $126,00 Versand.
Dann kommt evtl. noch der Zoll dazu, man wird sehen ....
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Offline bo

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #3 am: Donnerstag, 25.Oktober.2012 | 10:28:55 Uhr »
Tolles Gerät.
Glückwunsch.

Beste Grüße,
Boris

Offline teax

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #4 am: Donnerstag, 25.Oktober.2012 | 17:19:00 Uhr »
Dann kommt evtl. noch der Zoll dazu, man wird sehen ....
...das Ergebnis würde mich dann auch mal brennend interessieren, ab und an gucke ich da auch mal und bin doch recht unsicher, was am laaaaangen Ende dann dabei ´rauskommt.

Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #5 am: Donnerstag, 25.Oktober.2012 | 21:31:52 Uhr »
Klar, ich halte Euch auf dem Laufenden was rausgekommen ist.
Bisher habe ich vom VK eine Tracking Nr. von USPS (US Post) bekommen, die es auf der USPS Seite auch gibt  :_good_: - soll heißen, da ist anscheinend was auf dem Weg. Ist ja schon mal was  :_yahoo_:

Bzgl. Zoll:
Nach meinen Recherchen kann da alles rauskommen. Von "Zoll winkt durch" bis hin zu 19% MwSt + 2% Einfuhrzoll auf Kaufpreis + Versandkosten.
Die Zollämter sind sich da wohl selbst nicht einig, was sie wollen.
Ich hatte das aber für mich worst case schon mit zzgl. 20% kalkuliert. Man - äääähmm ICH - hat da aber auch keine Chance, in diesem Fall.
Ein 3014 in D zu bekommen ist extrem selten und wenn, dann sind die typischerweise immer in top Zustand gewesen und haben dann gerne auch mal die 1000€ Marke geknackt. In USA sind die Dinger deutlich häufiger anzutreffen, obgleich auch dort selten genug. Dort wurden in der Vergangenheit auch schon öfter mal Defekte verkauft, allerdings bisher in einem für mich nicht wirklich abschätzbaren Schadenszustand. Das war diesmal etwas anders.
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #6 am: Freitag, 26.Oktober.2012 | 19:13:55 Uhr »
Gestern noch lt. USPS Tracking:
Status of Your Item: Processed Through Sort Facility GERMANY, October 25, 2012, 6:20 pm

Heute:
Status of Your Item: Customs clearance processing complete, GERMANY, October 25, 2012, 8:00 pm

Und ?
Was heißt das "Customs clearance ... complete" ?
Hat der deutsche Zoll das nun schon durchgewunken oder heißt das, daß ich demnächst Post vom deutschen Zoll bekomme ?

PS:
Bei DHL finde ich die Tracking-Nr. nun auch:
Do, 25.10.12 19:59 Uhr: IPZ-Ffm, Deutschland - Die Sendung aus dem Ausland ist im Import-Paketzentrum eingetroffen.
Fr, 26.10.12 16:25 Uhr: Rodgau, Deutschland - Die Sendung wurde im Start-Paketzentrum bearbeitet.
Nächster Schritt: Die Sendung wird zum Ziel-Paketzentrum transportiert.
« Letzte Änderung: Freitag, 26.Oktober.2012 | 19:26:58 Uhr von kuni »
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #7 am: Samstag, 27.Oktober.2012 | 13:05:59 Uhr »
Seit heute bei DHL:
Sa, 27.10.12 05:29 Uhr: Köngen, Deutschland - Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet.

Köngen ist nun nur noch ca. 30km von Stuttgart. Es kommt also näher  :_yahoo_:
Richtig spannend ist das, da jeden Tag mal die Verfolgung zu beobachten.

Bin jetzt aber schon gespannt, ob das Ding in Frankfurt/Main (Ffm) schon aus'm Zoll raus kam, oder ob die das nun auf den letzten Metern von Köngen an den stuttgarter Zoll übergeben  .,35

Nachtrag:
Sa, 27.10.12 10:27 Uhr: Die Sendung wird dem für den Empfänger zuständigen Zollamt übergeben. Der Empfänger kann die Sendung dort mit der Benachrichtigung des Zolls abholen.

Shit, also doch Verzollung  :girl_devil:
« Letzte Änderung: Samstag, 27.Oktober.2012 | 16:04:42 Uhr von kuni »
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #8 am: Mittwoch, 31.Oktober.2012 | 15:40:10 Uhr »
Sodele, ich durfte heute das Packet aus dem stuttgarter Zoll befreien.
Es waren zunächst 4,5% Einfuhrzoll fällig und zwar nur auf den Kaufpreis.
Zzgl. dann, aus dem Betrag Kaufpreis + Einfuhrzoll, nochmal 19% MwSt.

Warennummer des Zoll: 85198919
Tonwiedergabegeräte, ohne eingebaute Tonaufnahmevorrichtung (ausg. magnetische, optische oder Halbleiter-Aufzeichnungsträger verwendend, solche die durch Eingabe von Münzen, Banknoten, Bankkarten, Wertmarken oder anderer Zahlungsmittel betätigt werden, Plattenteller, Telefonanrufbeantworter, Schallplattenspieler sowie Diktiergeräte)

Lt. Auskunft des Zöllners sei es dabei vollkommen egal, wie alt das Gerät ist, bzw. ob es defekt ist oder nicht. Wird alles gleich verzollt. Ein Unterschied ergibt sich wohl erst ab 100 Jahre alter, dann geht das als Antiquität, wobei das Alter dann aber nachgewiesen werden muß.
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Offline m_ETUS_alem

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #9 am: Mittwoch, 31.Oktober.2012 | 16:52:49 Uhr »
Öha.... dann wird der Preis insgesammt schon sehr heftig.....bekommst Du da keine "Hautabschählung ohne Betäubung" von Deiner Holden ?

BTW läufts und wie wars verpackt ?

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Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #10 am: Donnerstag, 01.November.2012 | 12:06:16 Uhr »
Hi Dominik,

Öha.... dann wird der Preis insgesammt schon sehr heftig.....

Na ja, ist alles relativ. Es ist damit zwar kein Schnäppchen mehr (was auch gar nicht zu erwarten war), liegt aber durchaus im preislichen Mittel dessen, was ich in den letzten Jahren beobachtet hatte. Von daher bin ich nach wie vor recht zufrieden damit.

bekommst Du da keine "Hautabschählung ohne Betäubung" von Deiner Holden ?

Eigentlich nicht. Ich, bzw. wir habe an der Stelle eine klare Vereinbarung: Das Hobby muß "kostenneutral" laufen.
Ich verkaufe ja auch immer mal wieder was und damit füllt sich die "Spielgeldkasse", so daß dann auch wieder Money da ist, mal kräftiger zu zulangen  :grinser:

BTW läufts und wie wars verpackt ?

Verpackung war ok. Nicht dolle aber ausreichend. Waren zwei Kartons ineinander, im äußeren mit Styropor gedämmt. Hatte ich so mitgeteilt und lief auch so.
Zustand ist mittel dreckig, mit keinen Macken an der Front. Nur auf dem Deckel hat's ein paar Kartzer.

Tut auch soweit, bis auf die beschriebenen Mängel.
Hab's gestern mal an einem Stell-Trenntrafo mit 110V laufen lassen. LW geht in allen Funktionen, Ton kommt raus.

Erster Befund:
- Capstans machen Laufgeräusche, die laufen wohl trocken.
- VU Beleuchtung niO
- VU's waren am linken Anschlag. Nach Einschalten hart "klebend" am rechten Anschlag.

Hab auch Rost gefunden. Ich denke das Ding stand etwas feucht und da sind die Zeiger wohl eingegammelt.

Ich bau das jetzt erst mal auf 220V um und zerlege das LW samt Frontplatte. Riemen mache ich alle neu. Die VU's werden ausgebaut und zerlegt.
Danach sieht man weiter.

Ihr kennt das ja von mir, ich werde dann so sukzessive berichten.
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Offline m_ETUS_alem

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #11 am: Donnerstag, 01.November.2012 | 13:27:14 Uhr »


Eigentlich nicht. Ich, bzw. wir habe an der Stelle eine klare Vereinbarung: Das Hobby muß "kostenneutral" laufen.
Ich verkaufe ja auch immer mal wieder was und damit füllt sich die "Spielgeldkasse", so daß dann auch wieder Money da ist, mal kräftiger zu zulangen  :grinser:
Da bin ich weit davon entfernt.....ich kann mich doch so schlecht von meinen Teilen trennen  :cray:

Zitat
- Capstans machen Laufgeräusche, die laufen wohl trocken.
Tot und feucht gestanden ?
Achse und Buchse spühlen und mit Graphitfett einlaufen lassen

Zitat
Hab auch Rost gefunden. Ich denke das Ding stand etwas feucht und da sind die Zeiger wohl eingegammelt.
Edler AMI-Rost  ;0001

Denk an die Bilder...bin doch so lesefaul  :-handshake:

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #12 am: Donnerstag, 01.November.2012 | 15:57:43 Uhr »
Ja Dominik, die Bilder kommen noch so pö à pö...

Habe gerade mal auf 220V umgebaut:

Trafo mit 110V Beschaltung:



und mit 220V Beschaltung:



Netzkabel muß ich noch tauschen...

Ach ja, Sicherung nicht vergessen, da muß eine 315mA rein:



Das Thema mit den hängenden VU ist auch durch. Die waren mech. festgefressen.
Ich habe da die Spielschraube etwas geöffnet und wieder neu verlackt. Jetzt zappeln sie wieder wie's sein soll.

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #13 am: Donnerstag, 01.November.2012 | 19:13:21 Uhr »
Hier mal noch nachgereicht, die Trafobeschaltungen:



Wie man sieht, hat Tandberg hier bzgl. Entstörung etwas Aufwand getrieben, d.h. es sind anstatt 2 (wie mWn üblich) hier 3 Entstörkondensatoren am Netzschalter verbaut.

Hat sich gelohnt, die Schalterplatine auszubauen und zu schauen, was für Kondensatoren drauf sind:



Die bekannten RIFA Knallfrösche, hatte ich vermutet - und Risse haben sie auch schon, also gleich mal getauscht (neues Netzkabel mit Eurostecker ist jetzt auch schon dran):

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #14 am: Donnerstag, 01.November.2012 | 19:21:20 Uhr »
... und weil's grad so gut läuft, mal ein paar kurze Impressionen vom Innenleben:

Die Bias & Rec-Level Platine, an der man von außen durch Löcher in der Frontplatte einstellt:



Das ist bzgl. Aufbau ähnlich wie beim "ITT Clone" TCD-3034, nur daß man dort einfache Poti verwendet hat und hier beim TCD-3014 die hochwertigere Variante mit Keramikkörper  :_good_:

Innenaufbau links:



Hinten links das Netzteil, stehend das uC Board.
Die beiden liegenden Platinen sind wegen der Größe (Schutz gegen Durchhängen) aus Epoxydmaterial und nicht wie sonst so oft üblich aus Pertinax.



Zudem beachte man die akkurate Ausrichtung der Bauteile. Wirklich alles schön der "Reihe nach geordnet".

Hier noch die beiden stehenden Dolby-Platinen, auch hier schön ordentlich gebaut mit Laschen zum Einhängen von Messpitzen:



Toller Innenaufbau  :_good_:
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #15 am: Sonntag, 04.November.2012 | 20:10:27 Uhr »
Heute ging's an die Hinterseite des Laufwerks, also Lager, Riemen und Schwungscheiben...

Hier eine Ansicht von hinten:
- Links und rechts oben: Motoren für die Wickel (werden über je einen Vierkantriemen auf der Vorderseite angetrieben)
- Mitte oben: Der Assist-Motor, der die Kopfbrücke auf/ab bewegt.
- Mitte links: Der Antriebsmotor, verbunden mit Flachriemen zum antreibenden Capstan. Von dort geht's auf dem zu sehenden kleineren Durchmesser mit einem zweiten Flachriemen zum zweiten Capstan



Hier die abgeschraubte Alu-Guß-Traverse mit den beiden hinteren Capstanlagern:



Und die zwei wirklich monströs großen und schweren Schwungscheiben. Der Durchmesser beträgt ca. 9cm. Gewicht beim antreibenden Capstan ca. 200g.



Montiert ist das Ganze an einer massiven, ca. 6mm starken Alu-Platte. Die ist die Montagebasis des gesamten Laufwerks.

Zu machen war hier nicht viel, zumindest nichts außergewöhnliches. Einer der Riemen war wohl mal neu gemacht worden, der andere ist aber noch vollkommen ok. Die Guß-Traverse wurde dabei wohl nicht mehr richtig festgeschraubt und daher wohl auch die komischen Mahlgeräusche, die ich eingangs erwähnt hatte.

- Ich habe beide Capstanwellen ausgebaut. Sie zeigen keine Lagerabnutzspuren.
- Riemenlaufflächen und Motorpulley habe ich neu poliert und entfettet
- Riemen ebenfalls entfettet
- Dann die Capstanlager geölt und die Gegenlager gefettet und die Traverse wieder montiert
- Zum Schluß noch das Lagerspiel eingestellt

Das war soweit der rückwärtige Teil. Die Tage kommt dann die Vorderseite dran.
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Offline m_ETUS_alem

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #16 am: Montag, 05.November.2012 | 19:15:12 Uhr »
Schicke Fotos :)

Eine Bemerkung hätte ich noch:
Die Kapstanlager NIE ölen, immer ausspülen und mit Graphitfett "füttern"
Gerade bei schweren Schwungmassen, die stehend gelagert sind......frag mal Feinmechaniker umme Ecke ;)

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #17 am: Montag, 05.November.2012 | 19:48:06 Uhr »
Wieso stehend gelagert, die liegen doch ?  .,a015

Die Capstanlager nicht zu ölen (also mit Sinterlageröl) ist mir eigentlich neu. Ich dachte bislang immer, das sei der Königsweg  :flööt:
Kannst' mir das mal genauer erklären ?
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #18 am: Montag, 05.November.2012 | 19:55:40 Uhr »
... und so lange sich Dominik die Antwort überlegt  raucher01 hier noch was zu einem der "Schmankerl" des Decks.

Die Azimut-Verstellung des Aufnahmekopfs...

Da kommt links seitlich ein Knopf aus der Front, der hinten an einem Zahnriemen endet:



Dieser Zahnriemen führt hinter die Montageplatte und bewegt dort ein Schräubchen:



Dieses Schräubchen scheint lt. Herrn Schmidt vom Tandberg-Service eine kleine Schwachstelle zu sein. Sie gammelt nämlich wohl gerne ein und dann is nix mehr mit Verstellen. So auch hier. Ging zwar noch, aber schwergängig. Ein paar Tropfen Öl und etwas Bewegung, haben das Ding dann wieder fitt und leichtgängig gemacht.

Hier sieht man, daß der Aufnahmekopf an einem "Z"-förmigen Winkel befestigt ist.
Ungefähr dort wo die Achse der linken Andruckrolle ist, dort mündet das Schräubchen und bewegt den Kopf wie abgebildet:



Lagerpunkt ist die Mitte des Kopfes (die lange Linie).
« Letzte Änderung: Montag, 05.November.2012 | 19:59:14 Uhr von kuni »
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #19 am: Freitag, 09.November.2012 | 21:19:20 Uhr »
Tja die Sache mit der Azimutverstellung:
Es ergab sich bei einigem Hin- und herkurbeln, daß doch noch immer mal wieder das Ganze um einen Zahn durchrutscht.

Kam mir von Anfang an komisch vor, daß der Zahnriemen zwar nicht (gummiartig) nachgiebt, aber doch irgendwie zu locker schien:



Habe dann bei Hr. Schmidt von Tandberg Service angerufen, wegen eines neuen Riemens, worauf er mich fragte, ob denn dort ein Zapfen sei, an dem der Zahnriemen eingehängt sein solle, um ihn somit zu spannen. "Nöööö" sagte ich  :flööt: .

Er hat mich dann darauf hingewiesen, daß es da mal einen "Bugfix" gab. Sprich frühe 3014'er hatten einen solchen Zapfen nicht, später dann doch, weil sich wohl herausstellte, daß die Riemen gerne mal "einen Zahn weiter flutschen".

Also habe ich diesen "Bugfix" im DIY Verfahren mal "nachgerüstet":



Einfach ein M3 Loch in die Platte, Schraube rein, mit einer Kunststoffrolle drauf.

Feddisch  :_good_: - nix mehr mit Durchrutschen .... :_yahoo_:
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Offline teax

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #20 am: Freitag, 09.November.2012 | 22:05:15 Uhr »
...ich gebe ja unumwunden zu, daß ich nur bewundernd staunen kann...ich habe leider den falschen Beruf gewählt, sowas könnte ich alles nicht...und sieht so spielerisch elegant aus...  :drinks:

Gruß
teax

Offline m_ETUS_alem

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #21 am: Samstag, 10.November.2012 | 10:33:08 Uhr »
..und schicke Bilderchen dazu....fein  .,a095

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #22 am: Sonntag, 11.November.2012 | 11:06:12 Uhr »
Hi Frank,

...sowas könnte ich alles nicht...und sieht so spielerisch elegant aus...

das kann mMn wirklich jeder, wenn er nur ein bischen handwerkliches Geschick hat. Ich meine gerade die Überholung von Mechaniken braucht doch im Wesentlichen keine größeren Fachkenntnisse, sondern ist mehr eine Fleißaufgabe. Bei elektronischen Defekten mag das anders aussehen.

Es ist ja nun auch nicht so, daß ich ein Deck sehen würde und dem gleich ansehe was ihm fehlt. Man muß da einfach mal die Mechanik beobachten und schauen wie's funktioniert und beobachten wo, was, wie klemmt. Der Rest ist dann einfach nur das "Doing".
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #23 am: Sonntag, 11.November.2012 | 11:17:05 Uhr »
Habe gestern die Vorderseite des Laufwerk's gerichtet und es wieder eingebaut und dann mal getestet.
Hier war nur eine Reinigung der beiden Vierkantriemen notwendig und dann natürlich noch etwas Öl/Fett an der einen oder anderen Stelle.

Zudem habe ich noch die Einstellung des Assist-Motorgetriebes geprüft. Lt. SM muß die Nase an dem weißen Zahnrad von oben gesehen fluchten, mit der darunter sichtbaren Naht an der schwarzen Hülse. Das hatte soweit aber gepaßt.



Die Vorderseite des LW in der Totalen:



Hier noch ein paar Detailaufnahmen:









Zwei kleinere Probleme habe ich nun nach dem Einbau beobachtet:

(1) Mir ist eine LED am Tastenfeld abgebrochen. Das sind welche, die vorne einen ca. 5mm langen, zylindrischen "Zapfen" mit 2mm Durchmesser haben. Eine Spezialform also.
Kennt die jemand ?
Weiß jemand Ersatz, z.B. mit einer LED die über die ganze Baulänge max. 2mm dick ist, so daß man sie durch das Loch in der Frontplatte stecken könnte ?

(2) Bei einigen MC's ist mir im Betrieb folgendes aufgefallen:
Der Wickel ist auf der linken Seite.
Schaltet man von schnellem Vorlauf auf Play um, dann bleibt der linke Wickel stehen. Soweit ok.
Ohne Kassette sieht man, daß der linke Wickel sogar mit kleinem Drehmoment im UZ Sinn dreht, also aufwickelt. Soweit auch ok.
Trotzdem bildet sich in der Kassette eine Schlaufe, die manchmal nicht richtig glatt gezogen wird und es bildet sich Knitter.
Passiert nur, wenn das Band mehrheitlich auf dem linken Wickel ist.
Kann das daran liegen, daß die linke Andruckrolle später am linken Capstan in Eigriff kommt, als die rechte ?
Sonst irgendwelche Ideen dazu ?
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #24 am: Sonntag, 11.November.2012 | 11:42:26 Uhr »
zu (1):
Conrad hätte welche (Best.-Nr.: 180276 - 62)
http://www.conrad.de/ce/de/product/180276/LED-Flat-Top-rund-Kingbright-L-13ID-Rot-70-Gehaeuseart-2-mm-10-mcd/0212029&ref=list
leider hat die einen gerade Kopf, ich bräuchte rund ....  .,a015
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #25 am: Sonntag, 11.November.2012 | 15:31:33 Uhr »
du meinst den Zapfen oben in "Halbkugel " ?

Wenn Du keine Drehe hast, dann evtl einen Dr.emel oder eben einen Akkuschrauber oder Bohrmaschine ?
Dann schick mit abschmirgeln oder feilen ;)

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #26 am: Montag, 12.November.2012 | 12:21:54 Uhr »
du meinst den Zapfen oben in "Halbkugel " ?

Genau den.

Wenn Du keine Drehe hast, dann evtl einen Dr.emel oder eben einen Akkuschrauber oder Bohrmaschine ?
Dann schick mit abschmirgeln oder feilen ;)

Na ja, dann kann ich auch einfach alle 6 durch flache ersetzen, dann ist's auch wieder einheitlich....
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #27 am: Montag, 12.November.2012 | 15:29:40 Uhr »
Genau den.

Na ja, dann kann ich auch einfach alle 6 durch flache ersetzen, dann ist's auch wieder einheitlich....

...aber nedde so schööön men jung  .,a095

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Offline Studerchen99

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #28 am: Dienstag, 13.November.2012 | 00:38:48 Uhr »
Zwei kleinere Probleme habe ich nun nach dem Einbau beobachtet:

(2) Bei einigen MC's ist mir im Betrieb folgendes aufgefallen:
Der Wickel ist auf der linken Seite.
Schaltet man von schnellem Vorlauf auf Play um, dann bleibt der linke Wickel stehen. Soweit ok.
Ohne Kassette sieht man, daß der linke Wickel sogar mit kleinem Drehmoment im UZ Sinn dreht, also aufwickelt. Soweit auch ok.
Trotzdem bildet sich in der Kassette eine Schlaufe, die manchmal nicht richtig glatt gezogen wird und es bildet sich Knitter.
Passiert nur, wenn das Band mehrheitlich auf dem linken Wickel ist.
Kann das daran liegen, daß die linke Andruckrolle später am linken Capstan in Eigriff kommt, als die rechte ?
Sonst irgendwelche Ideen dazu ?

Sehe ich Richtig das das Laufwerk keine Mechanischen Bremsen hat, sondern NUR über die Antriebs-Motoren die Wickel abbremst ?

Wenn es so wäre würde Ich dort erstmal nachschauen, da muss doch was im SM zu finden sein !?!

Du sagst der Linke Wickel dreht sich im Uhrzeiger-Sinn, also aufwickelt, WANN macht er das denn, im Play-Betrieb oder
nach drücken der Stopp-Taste aus dem Schnellem Umspulen ?

BTW.: Vielleicht haben diese beiden Antriebsriemen (der Wickel) ja ein wenig "Schlupf" ?!

Ansonsten fällt mir erstmal nix ein, ausser: Schöne Fotos, Geiles Deck !  :grinser:
Rechtschreibfehler Bitte ich zu Entschuldigen.


Es gibt Gefühle die nur Musik ausdrücken kann,
deshalb ist es so schwer es mit Worten zu beschreiben.
(Ryuichi Sakamoto)

Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #29 am: Dienstag, 13.November.2012 | 09:53:48 Uhr »
Hi,

Sehe ich Richtig das das Laufwerk keine Mechanischen Bremsen hat, sondern NUR über die Antriebs-Motoren die Wickel abbremst ?

Jepp, zumindest habe ich keine Wickelbremsen entdecken können.
Die ganze Motorensteuerung läuft an diesem Deck auch, wenn keine MC eingelegt ist. Das ist Klasse um das mal alles im "Leerlauf" testen zu können.
Wenn man da in den Play- oder FF-Mode geht, dann sieht man, daß der linke Wickel mit kleinem Drehmoment rückwärts (UZS) dreht, also das Band straffen soll.
Schaltet man auf FR, dann dreht der rechte Wickel mit kleinem Drehmoment rückwärts (GUZS) und der linke Wickel schnell und mit höherem Drehmoment. Kann man gut testen, in dem man den Dorn mit dem Finger versucht abzubremsen.

Soweit sieht mir das erst mal gut aus.

Wenn es so wäre würde Ich dort erstmal nachschauen, da muss doch was im SM zu finden sein !?!

Ich schau mal, aber ich meine ich hätte nichts speziell bzgl. der Motoren gefunden. Zumindest nichts in Richtung Einstellung.

Du sagst der Linke Wickel dreht sich im Uhrzeiger-Sinn, also aufwickelt,

WANN macht er das denn, im Play-Betrieb oder nach drücken der Stopp-Taste aus dem Schnellem Umspulen ?

In beiden Fällen (s.o.), jeweils mit kleinem Drehmoment immer dann, wenn nicht schnell zurück gespult wird.
Es drehen übrigens auch beide Wickel dauerhaft, jeweils "bandspannend" mit kleinem Drehmoment, wenn das LW in "Stop" steht.

BTW.: Vielleicht haben diese beiden Antriebsriemen (der Wickel) ja ein wenig "Schlupf" ?!

Ich denke nicht, weil im Spulbetrieb mit dem Finger am Dorn beide Wickel ordentlich durchziehen (Riemen und Scheiben hatte ich sauber gemacht und Riemen hatten auch gut Spannung, waren nicht rissig).
Gruß, Kuni
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #30 am: Dienstag, 13.November.2012 | 14:41:13 Uhr »
Kurz nochmal zu der LED Geschichte:

Da gäbe es einen taiwanesischen Hersteller "Victory Electronics":
http://www.v-electronics.com

Der hätte solche LEDs im Angebot:


In rot wäre das "VT T7A6.29":
http://www.v-electronics.com/product/product-list.asp?pg=vpg&pc=859

Leider habe ich keinen Verkäufer gefunden, der an Privat verhökert, also habe ich mal höflich nach "Samples" gefragt  :grinser:
Gruß, Kuni
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #31 am: Donnerstag, 15.November.2012 | 12:55:42 Uhr »
Hi zusammen,

mit der Ursachenergründung dieser Schleifenbildung bin ich nun einen Schritt weiter, allerdings noch ohne die genaue Ursache zu kennen.

Das Problem tritt immer auf, wenn:
- Der linke Wickel mehr Band hat als der rechte (je mehr, desto schlimmer)
- In Play geschalten wird (letzten Endes egal, ob aus dem schnellen Vorspulen oder aus Stop heraus)

Passieren tut da folgendes:
- In der Situation (FFWD oder Stop) wird der linke Wickel schwach bestromt (Bandstraffung)
- Beim Umschalten auf Play wird der rechte Wickel normal bestromt und gleichzeitig der linke Motor abgeschalten
- In dem Moment zuckt dann das Band nach rechts, der rechte Wickel bekommt einen Ruck und durch die vglw. große Maße (wegen des augewickelten Bands) läuft der rechte Wickel noch etwas nach und legt dabei eine Schlaufe ins Kassettengehäuse.

Man kann das recht gut testen. Wenn man nämlich den linken Wickel an der Motorriemenscheibe etwas bremst, dann passiert das nicht.

Nun gibt es da leider mehrere Möglichkeiten wieso das so sein könnte:

(1) Der linke Motor wird einen Tick zu früh abgeschalten, und zwar früher, als die Andruckrollen im Eingriff sind.
Nun ist es aber so, daß in der Ansteuerung der beiden Wickelmotoren mMn keinerlei Kondesatoren sind (die defekt sein könnten), die den linken Motor z.B. noch etwas nachbestromen würden.
Es gibt dort auch keinerlei Einstellmöglichkeiten. Die jeweiligen Treiber Transistoren werden direkt aus dem uC heraus geschalten und sind lt. Beschreibung reine Schalter.
Die Logik an sich funktioniert, also kann man den uC mit Sicherheit ausschließen. Ansonsten sehe ich in der Schaltung nichts, was mMn irgendwie ausfallgefärdet sein könnte.
Ich schließe deswegen einen elektrischen Defekt an dieser Stelle aus.

(2) Die Andruckrollen kommen zu spät in Eingriff.
Die Andruckrollen werden zusammen mit der Kopfbrücke hochgefahren.
Mal angenommen die Rollen (vor allem die Rechte) sind noch nicht an den Wellen, wenn der linke Motor aber schon abgeschalten wurde und der rechte Motor schon angelaufen ist.
Dann würde der Ruck vom rechten Wickel direkt über das Band an den linken Wickel (der schon stromlos ist) durchgereicht werden.
Das würde bedeuten, daß die Steuerung der Kopfbrückenposition nicht 100%-ig stimmt.
Irgendwo habe ich was im SM dazu gelesen, daß man da was einstellen kann. Muß ich nochmal schauen.

(3) Die Andruckrollen kommen nicht gleichzeitig in Eingriff.
Hängt u.U. mit (2) zusammen. Im SM ist erwähnt, daß beide Rollen gleichzeitig an die Wellen fahren sollen, bzw. ggf. die rechte einen Tick früher. Wieviel früher ist leider nicht näher beschrieben.
Es gibt dazu eine Exzenterschraube, mit der man das an der rechten Rolle einstellen kann. Allerdings ist das an meinem Deck nicht auf gleichzeitige Wellenberührung beider Rollen einzustellen.
Beide Rollen sehen mir original aus, aber mir scheint da entweder die rechte im Durchmesser etwas zu groß oder die linke etwas zu klein zu sein.
Wenn ich also nun an dieser Exzenterschraube drehe und beobachte wie weit die linke Rolle noch von der Welle weg ist, wenn die rechte gerade berührt, dann sehe ich, daß ich mit der Exzentereinstellung hier zwischen ca. 1 und 1,5mm Abstand einstellen kann. Wie auch immer, jedenfalls ist die rechte Rolle als erste an der Welle.
Angenommen die rechte Rolle ist gerade an der Welle angekommen, wenn die Motoren für den Play-Betrieb umgeschalten werden, dann würde ja alleine das den unter (2) beschriebenen Ruck verhindern.
Wenn zeitgleich die linke Rolle an der Welle ankommen würde, dann würde das mMn bzgl. dieses "Rucks" nichts mehr groß ändern.
Demzufolge würde ich meinen, daß das nicht der eigentliche Grund für diese Schlaufenbildung sein kann.

Ich werde mich also mal auf den Punkt (2) fokussieren.....
Gruß, Kuni
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #32 am: Freitag, 16.November.2012 | 08:12:32 Uhr »
Moin zusammen,

die Punkte (2) und (3) habe ich nun abgeklopft. Das ist es alles nicht.

Ich habe mich da meiner "Rollen-Fundus-Kiste" bedient. Zwar alles alte Rollen, aber zum Testen sollte das ja reichen.
Wegen (2) habe ich mal rechts eine kleinere Rolle als links verbaut, ohne Änderung.
Wegen (3) zwei gleich große Rollen, auch ohne Änderung.

Kommt dann wohl vlt. doch aus der Elektronik, bin aber da im Moment ehrlich gesagt ziemlich ratlos  .,a015
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #33 am: Samstag, 17.November.2012 | 12:00:18 Uhr »
Moin zusammen,

bin einen Schritt weiter, bräuchte nun aber mal Eure kompetente Schaltungshilfe...

Folge dieser Schleifenbildung im Kassettengehäuse war ja, daß anschließend das Band verknittert wurde. Wie ich gestern herausgefunden habe, lag das auch daran, daß der Löschkopf samt Bandführung verstellt war. Das habe ich jetzt mal so gut wie möglich eingestellt. Schön wäre es, hierzu eine Bandpfadlehre (sowas -> http://www.willyhermannservices.com/whsf_011.htm) von jemandem ausleihen zu können.

Das ist aber noch nicht alles. Ich habe mal die "Back Tension" im Play-Betrieb gemessen und die liegt bei 0gcm. D.h. also, daß der linke Wickel keinerlei Bremsmoment mitbringt. Ob das so sein soll/darf, weiß ich nicht genau, ich meine aber nicht.

Im Schaltplan findet man einen Teil der mit "Back Tension" beschriftet ist. Kann gut sein, daß da der Wurm drin steckt.
Leider verstehe ich die Schaltung an der Stelle so rein gar nicht und es sind dort auch keine Spannungsangaben zu finden.

Hier mal der Auszug:



und die Schaltungsbeschreibung, die aber leider den "Back Tension" Teil nicht erwähnt:



Für erklärende Hilfe und Tips wäre ich hier wirklich sehr dankbar...  :_hi_hi_:

Hier mal die Spannungen die ich zur Kontolle direkt an den Motoren gemessen habe:


Mode

Motor links

Motor rechts
Release
0V
0V
REW
9,7V
-0,3V
WIND
-0,26V
9,7V
Stop
2,14V
2,14V
Play
-0,28V
7,3V

Man sieht also, daß in Play, der abwickelnde Motor kein Bremsmoment erzeugt.

Anm.:
Release = Kopfbrücke unten, beide Motoren aus
Bei den kleinen Spannungen um 0V stehen die jeweiligen Motoren
« Letzte Änderung: Samstag, 17.November.2012 | 13:38:19 Uhr von kuni »
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #34 am: Samstag, 17.November.2012 | 20:26:12 Uhr »
Noch eine Anmerkung:
Lt. Plan sollte in der "Back Tension" Schaltung R1122 = 22 Ohm und R1124 = 18 Ohm haben.
Bei mir ist aber beide Male ein 18 Ohm Widerstand drauf, R1122 wäre demnach also falsch und sieht zudem auch anders aus als alle anderen im Gerät

Hier ein Bild:



Gruß, Kuni
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #35 am: Sonntag, 18.November.2012 | 11:48:28 Uhr »
Moin zusammen,

zuerst mal an Hans-Joachim:
Ich hoffe Du liest das, bevor Du Dir die Mühe machst, weitere Nachforschungen in der Schaltung zu betreiben.
Vielen lieben Dank aber trotzdem, daß Du Dich der Sache annehmen wolltest. Hatte mir Jürgen am Tel. erzählt  :_hi_hi_:

@All:
Es hat sich erledigt, d.h. Problem ist gefunden.

Ich hatte gestern mal noch mit der Sony TW-2131 "Torque Meter" Kassette geprüft, wie den eigentlich die Momente im Stop Mode sind:
Links ~50g-cm, rechts ~60 g-cm -> rechts also höheres Moment

D.h. mein oben skizziertes Szenario (2) (siehe -> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=6869.msg153619#msg153619) stimmte im Prinzip schon, nur daß die Ursache elektrischer Natur war.

Es lag an genau jenem R1122. Der war eben mit 18Ohm falsch bestückt, was ein Bremsmoment von annähernd 0 g-cm bei Play ergab.
Den habe ich zunächst ausgelötet und etwas mit unterschiedlichen Werten gemessen:

R1122 = unendlich -> 10g-cm
R1122 = 100 Ohm -> 10g-cm
R1122 = 56 Ohm -> ~8g-cm
R1122 = 33 Ohm -> ~5g-cm
R1122 = 22 Ohm -> ~2g-cm

22 Ohm und 3g-cm erschien mir dann etwas zu wenig, also habe ich jetzt 56 Ohm eingelötet.

Damit hat sich nun auch die Momentensituation im Stop Mode verändert. Nun ergeben sich da, je nach Versuch:
Links ~50-60g-cm, rechts ~50 g-cm -> nun also links tendenziell mit höherem Moment

Das mit der Schlaufenbildung beim Umschalten von Stop auf Play ist damit nun auch vom Tisch und das Geknittere hat auch aufgehört.

Nun hat sich Ulrich gemeldet und schickt mir seine Bandpfadlehre:


Dann kann ich den Löschkopf noch korrekt einstellen, dann sollte das Thema Bandpfad gegessen sein  :_good_:.

Ich danke allen Beteiligten recht herzlich, weil das war 'ne harte Nuß  :_hi_hi_:
« Letzte Änderung: Samstag, 09.März.2013 | 17:33:33 Uhr von kuni »
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #36 am: Sonntag, 18.November.2012 | 12:46:53 Uhr »
Noch ein Nachtrag:

Was ist von einem Aufwickelmoment bei Play von 90 g-cm zu halten ?
(üblicherweise hatte ich immer ca. 30-60 g-cm)
Das Manual des 3014 schweigt sich hierzu leider aus.
Gruß, Kuni
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #37 am: Montag, 19.November.2012 | 22:04:33 Uhr »
'n Abend zusammen,

bzgl. der Frage "Aufwickelmoment bei Play von 90 g-cm ?" erreichte mich über Jürgen ein Statement von Friedrich Engel, daß das nicht ok sei.
Ja, stimmt. Nach einigen Versuchen vo gestrigen Abend hat's mir nämlich glatt das Band aus dem Wickelkern gefetzt.
So also nicht  ;0006

Ich beziehe mich nochmal auf den Schaltungsauszug von oben.
Jürgen meinte, daß der Wert von R1124 (Moment des rechten Wickels) auch den linken Wickel beeinflussen könnte. Dem ist definitiv nicht so.
Hab' da etwas rumlaboriert, wodurch mir Q1122 sein Köpfchen entgegengesprengt hat  :0keule .
Mangels pinkompatiblem Ersatz in meiner Kruschtelkiste ist da jetzt ein BC640 drin, zwar nicht pinkompatibel, hat aber eine höhere Vce und paßt lt. ECA auch.

Dann nochmal etwas im Plan gestöbert, wobei ich über R1175 im P/REC Treiber gestolpert bin.
Also mal auf der Platine nachgeschaut und da sprang mir dann das folgende halbamtliche Konstrukt ins Auge:



Ist mir von Anfang an aufgefallen, aber solche Ersatzreihenschaltungen sieht man ja öfter, also nichts weiter bei gedacht.
Nun aber, da unter Verdacht, mal genauer hingeschaut: 10 + 12 = 22 Ohm und eben keine 33 wie im Plan.

Alles klar -> getauscht gegen 33 Ohm und schon sind's nur noch 70g-cm im Play Betrieb.

Das Ganze habe ich nun etwas feingetunt, mit:
R1122 = 33 Ohm (anstatt 22) um im Play ein Abwickelmoment um die 5g-cm (anstatt ~2g-cm) hinzubekommen.
R1124 = 18 Ohm (wie im SM) - kann da keine negativen Auswirkungen finden
R1175 = 39 Ohm (anstatt 33) um im Play ein Aufwickelmoment < 60g-cm, nun ~57g-cm hinzubekommen.

Damit bleibt das Momentenverhältnis im Stop (beide Wickel drehen gegenläufig, bandstraffend) bei ca. 60g-cm links zu 50g-cm rechts.
Links also nach wie vor tendenziell mit höherem Moment als rechts. Somit bildet sich auch nach wie vor keine Bandschlaufe mehr im Gehäuse, beim Wechsel von Stop auf Play. Knitter bleibt ebenfalls aus.

Damit sollte nun das Thema Motorsteuerung und Momente an den Wickeln wirklich erledigt sein.

« Letzte Änderung: Montag, 19.November.2012 | 22:11:23 Uhr von kuni »
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #38 am: Sonntag, 25.November.2012 | 17:40:51 Uhr »
Hi zusammen und ein kleines Update:

Nach etlichen Tests erschien mir nun das Abwickelmoment bei Play doch noch etwas zu niedrig.
Ich habe R1122 also nun doch noch auf 56 Ohm erhöht, womit sich nun um die 8g-cm am linken Wickel ergeben.

Dann habe ich die Höhe der Köpfe eingestellt, mit Ulrich's toller Lehre:







Dann den Azimut, im Folgenden gemessen mit der König BFC-41.

Bei 6,3kHz



und bei 10kHz:



Ich muß sagen, das sind mit die besten Azimut Lissajous-Figuren, die ich bekommen habe. Der ganze Aufwand in der Mechanik scheint sich gelohnt zu haben (bei Tandberg und bei mir  :grinser:).
« Letzte Änderung: Sonntag, 25.November.2012 | 18:31:32 Uhr von kuni »
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Re: Tandberg TCD-3014
« Antwort #39 am: Montag, 26.November.2012 | 09:44:08 Uhr »
Moin zusammen,

folgende Einstellung aus dem SM verstehe ich nicht:
Nach messen der BIAS Oszillatorfrequenz (80-85kHz) geht es um die Einstellung der BIAS traps:


Encoder
- Set the audio signal generator to read oscillator frequency and connect the signal to the record sockets.
- Set monitor/test selector to tape position and turn down the master control.
- Adjust to minimum signal in TP2 on both Dolby NR boards with L581/L681.


Hier ist die Rede von einem "generator", dann "read" und wieder "connect the signal".
Was denn nun ? - Ein Generator generiert und misst doch nichts.
Bei den BIAS traps geht's doch um Notch Filter, die die BIAS Frequenz aus der Aufnahme raushalten sollen.

Ich würde das so interpretieren, daß man die zuvor gemessene BIAS Frequenz (je nach Messung 80-85kHz) an den Record-Eingängen einspeisen soll und dann am Testpunkt TP2 auf den Dolby Platinen messen und auf Spannungsminimum abgleichen soll.

Richtig ?
Wie hoch speist man ein, wenn der Aufnahmeregler dann noch runter gedreht sein soll ?
Evtl. 0dB nach Anzeige und dann hinterher den Aufnahmeregler runter drehen ?

Das Ganze soll bei Hinterbandkontrolle ("Set monitor/test selector to tape position") geschehen.
Einfach so, oder während einer laufenden Aufnahme ?


Decoder
- Set the monitor/test selector to tape position and turn down the master control.
- Set the deck to record.
- Adjust C356/C456 to minimum bias on the play sockets.


Hier soll offenbar nichts eingespeist werden.
Deck im Aufnahmemodus und dann an den Wiedergabebuchsen messen und auf Spannungsminimum abgleichen.
Da geht es offenbar darum, daß nur noch ein Minimum der BIAS Frequenz bei Wiedergabe rauskommt.

Richtig ?

Dann noch was zum Playback Level:
Da ist im SM die Rede von einer "Tandberg Test Cassette No.24".
Mit der sei bei 1kHz auf 750mV an den Line-Out einzustellen.
Wenn eine Dolby NR Pegelkassette Verwendung fände, dann sei auf 580mV an TP4 der Dolby Boards abzugleichen.

Ok  .,a015 - welcher Bandfluß liegt dem dann zu Grunde ?
Bei 200nWb/m müßten das die 580mV im Dolby Kreis sein, dann aber ja auch 775mV (und nicht 750mV) an den Line-Out

Diese Testkassette No. 4 wird in vielen Tandberg SM's erwähnt.
Mit welchem Bezugsbandfluß hat also Tandberg ansonsten gearbeitet, z.B. bei TCD-330, 440 etc. ?
« Letzte Änderung: Montag, 26.November.2012 | 12:49:09 Uhr von kuni »
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