Autor Thema: Yamaha M60 M65 Mx70 etc.  (Gelesen 7556 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Christof

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 1
Yamaha M60 M65 Mx70 etc.
« am: Freitag, 18.November.2011 | 16:55:10 Uhr »
Hallo ihr Spezialisten! ich brauche einen schweren Verstärker bzw. Endstufe mit um die 400 W Sinus pro Kanal. Meine Fragen:
1. was ist bei Yamaha der Unterschied zwischen M und MX ?
2. welche der Yamahas sind Mono-brückbar (wenn überhaupt)?
3. von welcher Marke außer Yamaha und Uher (habe die Uma-2000 selbst) gibt es noch günstige gute schwere Endstufen?
DAnke und Gruß, Christof

Offline PeZett

  • HiFi-Inventar
  • *****
  • Beiträge: 1090
Re: Yamaha M60 M65 Mx70 etc.
« Antwort #1 am: Dienstag, 29.November.2011 | 10:28:31 Uhr »
Hallo Christof,

willkommen im Kreise der Alteisenfreunde.

Ein Spezialist bin ich nicht - habe nur ein wenig Überblick über die
Yamaha- und sonst. zahlbare Endstufen.

Grundsätzlich: 400W Sinus pro Kanal leistet keine der aufgelisteten Yamaha-Endstufen.
Sie liegen alle bei 2 x250 (255) Watt an 4 Ohm (Herstellerangabe).

Zu 1. Die M60 ist die Vorgängerin der M65 und ist meines Wissens nach identisch, d.h. 2 x 255 W Sinus / 4 Ohm,
Auto-Class-A bis 20 Watt (abschaltbar).
Bei der MX70 hat Yamaha die Class-A-Schaltung weggelassen. Sie leistet im üblichen AB-Betrieb
2 x 250 W an 4 Ohm. Warscheinlich liess sich dabei das NT etwas kleiner dimensionieren - sie wiegt
gut 1 Kilo weniger als die M60/M65. Noch etwas mehr auf die Bank "drückt" die M85.


Zu 2.
Brückbar sind diese o.a Yamaha-Endstufen meines Wissens nach alle nicht.
Auch die sehr schönen B6 und M2 sind m.W. nicht Mono betreibbar.

Es gab von Yamaha Disco/PA-Endstufen der  Serie "P", z.B. die P2200. Je nach
Typ sind sie brückbar (die P2200 nur mit Netzteil-Upgrade), leisten etwas mehr
(P2200 2 x 270 W Sinus an 4 Ohm) haben aber einen höheren Klirrfaktor.

Zu 3. Was verstehst Du unter günstig?
 (Kleiner/ Gleich 500 € ?)
Mir fiele in dieser Preisregion noch die Sony TA-N77ES ein
(2 x 270 W Sin. an 4 Ohm, Mono brückbar).
Oder eine Hitachi HMA8300 (ob die brückbar ist, weis ich nicht).
Oder eine Technics SE-A100 (die aber selten ist).

Aber in der Leistungsklasse jenseits der 300W - Marke
(Sinus pro Kanal) wird es schon dünn, wenn man unter 500 € bleiben möchte.
Darüber gibt es natürlich noch Denon, DBX, SAE, Ampzilla, Accuphase...  ...aber die kosten natürl.
meist mehr.

Mir ist noch nicht ganz klar, was genau Du eigentlich mit einem solchen
dicken Brocken anstellen willst. Wenn es Dir darum geht, kostengünstig
viel Druck zu machen (zB Partybeschallung) dann rate ich zu einer Disco-Endstufe.
 Dann aber was Solides und nicht so ein leichtgewichtiges "1000W P.M.P.O"-Spielzeug.


Weiteres  fällt mir dazu im Moment nicht ein - andere wissen sicher mehr.

Gruß

Peter
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (F.Kafka)

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Yamaha M60 M65 Mx70 etc.
« Antwort #2 am: Dienstag, 29.November.2011 | 20:42:00 Uhr »
Hallo Christof,

Auweia, Du forderst hier relativ viel Leistung. Brauchst Du die Leistung wirklich? 400 W an 4 oder 8 Ohm? Leistung ist in dieser Leistungsklasse nicht unbedingt für kleines Geld zu haben! Darüber solltest Du Dir im Klaren sein. Solche Leistungen wirst Du mit einigermaßen Stabilität nicht von den Yammis bekommen. Die sind in der Regel eher schwach im Netzteil konzipiert.

Peter hat es im Grunde schon auf den Punkt gebracht. Dem kann ich auch kaum noch was hinzu fügen. Die vorgesehene Verwendung bestimmt aber letztlich, was nun wirklich zum Einsatz kommt.

Wenn Du relativ stabile Endstufen mit hihgendigen Ambitionen brauchst, kommst Du im unteren Preissegment sicher nicht hin. Da bewegst Du Dich schnell im 4stelligen Bereich. Ich denke da z.B. an die M-60 von Accuphase. Die liefert laut Papier 2 x 300/450 W an 4/8 Ohm Sinus, tatsächlich aber gibts hier 450/540W Sinus. DAS ist Stabilität gepaart mit verdammt gutem Klang. Ich habe die Dinger hier und sie haben auch schon Jahrelang eine Last von 2,6 Ohm zum schwitzen gebracht.

Also das sind wirklich keine Schlaffis. Dafür ist hier aber der Preis entsprechend hoch. Die Dinger, wenn Du sie überhaupt bekommst, liegen bei 2000-2500 Eus das Monopaar. Das ist nach über 30 Jahren ein eher erstaunlicher Preis und für mich ein Zeichen dafür, wie wertvoll solche Klassiker Panzer tatsächlich sind.

Ich habe die Dinger hier stehen und wenn der Preis stimmt, bin ich auch bereit, mich davon zu trennen. Wenn Dir danach ist, kannst Du mich anpingen. Es gibt genug Wege, mich zu erreichen (siehe Profil).

Klausi
« Letzte Änderung: Samstag, 21.Januar.2012 | 23:32:28 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline heinzmen

  • HiFi-Verrückter
  • ***
  • Beiträge: 230
  • Geschlecht: Männlich
  • Studer Fan und Bastler
Re: Yamaha M60 M65 Mx70 etc.
« Antwort #3 am: Freitag, 20.Januar.2012 | 22:18:26 Uhr »
Moin,

wenn es denn nicht dringend eine Yamaha sein muss.... guckst du hier...

http://www.ebay.de/itm/AMERICAN-AUDIO-PA-ENDSTUFE-VLP-1500-2-x-750-WATT-RMS-/290575939508?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item43a7acf7b4

ich betreibe die kleine Endstufe von dieser Firma und bin mit den Preis-Leistung Verhältnis sehr zu frieden... ich habe bei meiner die Lüfter abgeklemmt und noch NIE
Probleme gehabt...

Gruß Heinzmen
Studer A820, A816, A810 ,B67 , A710, A764, Pult 901 , Pult905
Revox B771 Prototyp und sonstiges Studer-Zeug
und andere schöne Sachen
guckst Du --- www.heinzmen.de