Autor Thema: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe  (Gelesen 11096 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« am: Freitag, 11.März.2011 | 14:00:32 Uhr »
Hallo Accuphase Liebhaber,

Mag sein, das der Eine oder Andere das hier schon mal so oder ähnlich gesehen hat. Da ich aber der Urheber bin, steht es mir frei, ob, wie und wo ich das darstelle.

Hier will ich mal versuchen, das (mein) Leben mit den Accuphase M-60 Monoblöcken in mehreren kleinen Steps zu erzählen. Die Story enthält einige Höhen und Tiefen im bisherigen gemeinsamen Leben. Ich werde hier im Rahmen dieser Story sporadisch immer wieder mal ein paar schöne Bilder mit reinnehmen, die später auch in meiner Galerie auftauchen werden, wenn sie nicht schon drin sind.


Step1
Während ich dies hier schreibe, werde ich wohl zum letzten mal die wohlig warmen und unglaublich musikalischen Klänge der Acchuphase M-60 hören und genießen. Ich hätte nie gedacht, dass ich diese göttlichen und schon längst betagten (jetzt über 35 Jahre!) Boliden jemals weg geben würde und trotzdem tue ich das nun. Ich möchte dazu sagen, dass ich das mit sehr großer Wehmut und sicher auch mit einigen Tränen mache und im Grunde weiß ich auch, dass ich das irgendwann einmal bereuen werde. Ich bin nun mal so blöd.

Es ist schon eine sehr lange Zeit her, da hatte ich von einem damaligen Freund ein Paar dieser wunderbaren Endstufen gehört und war sofort darin verliebt. Damals liefen diese M-60 noch an einer Infinity 4.5. Diese Infinitys sind sicher kein Kind von Traurigkeit und haben den Endstufen wirklich alles abverlangt. Dafür aber wurde man von einem gewaltigen Klangerlebnis dermaßen eingedeckt, das einem wirklich anders wurde. Es war äußerst beeindruckend. Obwol die 4.5er weit mehr von den Endstufen gefordert haben, als diese eigentlich liefern konnte, hat dei Accuphase M-60 das immer mit Bravour gemacht und hat sich ganz einfach nicht von den Attacken beeindrucken lassen. So ist eben Accuphase.

Bei dieser Gelegenheit habe ich zum ersten mal Accuphase und zugleich Infinity kennen und lieben gelernt. Das war für mich eine so dermaßen gewaltige Erfahrung, die bis heute und wohl auch noch in Zukunft sehr nachhaltig einen nicht unerheblichen Einfluss auf mein Leben hatte und noch haben wird. Es war von da an eigentlich nur ein Frage der Zeit und der Kohle, wann ich selbst solche Boliden bei mir haben würde. So kam es dann auch, dass ich tatsächlich ein Paar dieser Boliden vom selben besagten Freund übernommen habe, weil der 1. noch ein zweites Paar von den M-60 hatte und zum 2. er sich insgesamt umstellen wollte auf die P-600 von Accuphase.

Das war dann für mich der Startschuss in mein Accuphaseleben und ich habe damals mit stolz geschwellter Brust die 2 x 27 kg Lebendgewicht (Netto) der M-60 zu mir geschleppt. Nur vernünftige Boxen hatte ich zu der Zeit noch nicht. Und wie unten in den Bildern sah es dann am Anfang bei mir aus.



Weiter gehts in Step 2 mit schönen Erfahrungen und mehr Bildern.

Klausi
« Letzte Änderung: Freitag, 11.März.2011 | 15:19:40 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #1 am: Freitag, 11.März.2011 | 14:12:21 Uhr »
Weiter gehts mit der kleinen "Liebesgeschichte". Und hier wie versprochen der

Step2
Nachdem ich die Endstufen ca. 1 Jahr lang bei mir hatte, kam bei mir dieses Kribbeln in den Fingern hoch, doch mal wieder was Eigenes zu bauen und so hat es sich halt damals ergeben, das ich tatsächlich zwei Eigenbau Monos hin gesttellt habe und ich zu dem Zeitpunkt der Meinung war, dass ich auf die Accus eigentlich verzichten könnte. Also habe ich die M-60 in die Zeitung gesetzt (damals gab es noch kein Internet für alle) und sie nach (nicht weit von hier) GL verkauft. Fortan lebte ich ganz ohne Accus ca. 10 Jahre und glaubte auch zufrieden zu sein.

Dann aber hat es sich ergeben (inzwischen hatte auch ich Internet und ebay war auch schon da), dass ich mal so ein wenig in der Bucht rumgestöbert habe. Dort gab es eine Infinity RS1B und ich war schon, seit ich diese vom Anfang an kannte, aber das wohl für immer ein Traum bleiben sollte, darin verliebt. Nun um es kurz zu machen: die habe ich mir gekrallt und habe sie heute noch. Aber da war nun ein neues Problem: die RS1B musste teilaktiv gefahren werden und ich brauchte halt noch was ordentliches für den Bass.

Und dann entdeckte ich dort doch tatsächlich ein Paar M-60 in der Bucht, die auch noch in GL angeboten wurden, nur viel zu teuer. Ich dachte mir damals noch, dass diese Endstufen womöglich um ein paar Ecken vom damaligen Käufer meiner Enstufen weitergegeben wurden und der wollte sie nun wieder verkaufen, nur mit einem viel zu hohen Preis. Also habe ich den Anbieter in der Bucht mal ganz dumm angeschrieben und ihm gesagt, dass diese Endstufen für meinen Geschmack zu teuer seien und außerdem der Verdacht bestünde, dass genau diese Endstufen evt. mal meine eigenen früheren M-60 gewesen sind und er diese um ein paar Ecken bekommen hat.  .,a015

Das war dann aber ganz anders gelaufen, als ich mir das dachte. Nach einer halben Stunde bekam ich eine Mail per Ebay, in der dann sinngemäß folgendes stand: Hallo Klaus, Du hast aber ein gutes Erinnerungsvermögen.  :flööt: Und weiter stand dort: "Ich bin immer noch der selbe Besitzer, der sie Dir damals abgekauft hat".

PENG, da war es passiert. Ich könnte meine ehemaligen Endstufen evt. wieder zurück kaufen. Dann musste aber noch über den Preis gesprochen werden und ich hatte in dem Moment sowieso "Vorkaufsrecht" als ehemaliger Besitzer. Der Preis wurde kurz verhandelt und ich habe meine ex Endstufen wieder zu mir geholt.  :_yahoo_: Nun waren sie also wieder bei mir und fanden sich in der gewohnten Umgebung auch gleich wieder zurecht. Es waren noch die selben Steckdosen wie damals - ist doch Ehrensache. Tja nun standen sie wieder bei mir und so sahen sie dann aus:




Weiter gehts in Step 3 mit schönen Erfahrungen und mehr Bildern.

Klausi
« Letzte Änderung: Freitag, 11.März.2011 | 15:24:44 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #2 am: Freitag, 11.März.2011 | 14:17:08 Uhr »
Nun gehts weiter mit dem nächsten

Step3
Da ich nun die Endstufen wieder bei mir hatte und diese nun bei meinen RS1B im Bass ihrer neuen Bestimmung zugeführt wurden, musste ich sie natürlich auch auf ihre neue Aufgabe hin vorbereiten. Leistung genug haben sie ja. Aber gerade, weil sie hier auch sehr viel Leistung haben müssen, liegt es in der Natur der Sache, dass dort entsprechend hohe Ströme fließen und dem wollte ich nun auch Rechnung tragen.

Dazu mussten als erstes mal die LS Anschlüsse deutlich verbessert werden. Die ursprünglichen "Lüsterklemmen" waren absolut nicht mehr zeitgemäß und der geforderten Leistung gegenüber nicht ebenbürtig. So habe ich dann die komplette Anschlussplatte demontiert und sie durch eine neue Platte mit bis dahin besseren Polklemmen versehen. Zeitgleich habe ich auch gleich noch die zu dünne Verkabelung von den LS-Relais bis zur Polklemme gegen ordentliche 4 mm² Kabel getauscht. Das sah dann wie folgt aus:




Und so sieht es im Inneren der M-60 im Bereich des Steuernetzteils und dem LS_Relais aus:


Weiter gehts in Step 4 mit der Beschreibung und mehr Bildern.

Klausi
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #3 am: Freitag, 11.März.2011 | 14:30:40 Uhr »
Wär hätte das gedacht? Nun kommt

Step4
Bei der Gelegenheit, die Verkabelung zu verbessern habe ich sowieso die kompletten Endstufen naggich :Big Grin: machen müssen, um überall gut ran zu kommen. So habe ich auch gleich ein paar schöne Bilder vom Innenleben der Accuphase M-60 gemacht. Da kann man auch mal sehen, wie vor 35 Jahren bei Accuphase gearbeitet wurde. Hier eine kleine Bildersammlung dazu:






Eines muss ich aber auch sagen. Es gab damals immer wieder Probleme mit der Beleuchtung der VU-Meter. Die Sofittenlampen sind leider immer wieder mal durchgebrannt, was mich mit der Zeit schon verärgert hat. Das spielt beim Klang zwar keine Rolle, aber diese Beleuchtung war auch ein Teil der Sicherheits- und Funktionskontrolle. Hier mal Bilder vom VU-Meter (als es mal funktionierte, also noch ok war) und auch dem machtvollen Pegelsteller in Form eines echten Stufenschalters in exakten 1-dB-Schritten:



Weiter gehts in Step 5 mit zusätzlichen Änderungen und mehr Bildern.

Klausi
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #4 am: Freitag, 11.März.2011 | 14:43:12 Uhr »
Tja, nun sind wir schon beim nächsten Step angekommen.

Step5
Da mir das Lampenwechseln mit der Zeit auf den Geist gegangen ist, habe ich mir überlegt, was man da machen kann. Das Ergebnis ist ein Tausch der Sofitten gegen LED's. Die Lösung scheint recht einfach in der Idee zu sein, aber nicht unbedingt in der Ausführung. So habe ich die alten, durchgebrannten Sofitten mal nicht weg geworfen, sondern zum Umbau gesammelt. Mit Umbau meine ich die originalen Bauformen als Vorlage bei zu behalten und dort anstelle der Glühfäden im Glasrohr kurzerhand je 2 LED's samt passendem Vorwiderstand einzubauen. Die LED Farbe habe ich dann in weiß gewählt. Leider gab es zu der Zeit noch keine LED's im Farbton "warmweiß". Und so sieht das dann im Vergleich vorher / nachher aus:



Weiter gehts in Step 6 mit zusätzlichen Änderungen und noch mehr Bildern.

Klausi
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #5 am: Freitag, 11.März.2011 | 14:48:56 Uhr »
Da es mir auch weiterhin in den unruhigen Fingern gekribbelt hat und diese immer was zu tun haben wollen, war es ja auch nur eine Frage der Zeit, bis die nächsten Arbeiten an der M-60 anstanden.

Step6
Mir war es auch ein Dorn im Auge, dass die ersten Polklemmen noch immer nicht das Gelbe vom Ei waren und so habe ich mich entschlossen, diese nochmals zu tauschen. Nun sind an den M-60 genau die Polklemmen zum Einsatz gekommen, die ich auch bei meinen Lautsprecherabeiten schon sehr erfolgreich eingesetzt habe. Bei solchen Boliden, wie den Accuphase M-60 konnten und mussten nur wirklich vernünftige Polklemmen zum Einsatz kommen, die den Endstufen auch wirklich ebenbürtig waren.

Jetzt sind sowohl Bananenstecker, als auch Gabelschuhe oder lose Kabel bis zu 10 mm² Querschnitt möglich. Die Schraubkappen sind nun auch wesentlich griffiger und stabiler. Wo ich aber schon wieder dabei war, habe ich mich auch dazu entschlossen, die Eingangsbuchsen gegen vergoldete Typen zu tauschen. Wie das nun aussieht, ist in den folgenden Bildern ja gut zu sehen:




Damit waren die Umbau- oder Updatemaßnahmen beendet. Ich hatte zwar noch vor, den XLR-Eingang vom Fake zum echten symmetrischen Eingang umzubauen, aber aus Zeitgründen habe ich das immer vor mir her geschoben und dabei ist es leider bis heute auch geblieben.

So, wie die M-60 und ihr Einsatz bisher beschrieben wurde, waren sie nun bis ca. Ende 2010 am Bass der Infinty RS1B betrieben worden. Inzwischen habe ich, bedingt durch meinen Umzug die M-60 seit dem nicht mehr aus ihren Originalverpackungen geholt. Übergangsweise habe ich im Bass mal andere Endstufen ausprobiert und dabei eine erstaunliche Feststellung gemacht. Dazu aber mehr im nächsten Step.

Weiter gehts in Step 7 mit noch mehr Bildern.

Klausi
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #6 am: Freitag, 11.März.2011 | 14:53:02 Uhr »
Weiter gehts mit

Step7
Wie schon angekündigt, habe ich die M-60 auch mal durch andere Endstufen testweise ersetzt. Diese "Ersatzendstufen" haben ihren Job bisher so erstaunlich gut gemacht, dass ich mich nun fragen mustte, warum ich um alles in der Welt diese im Verhältnis doch recht "billigen" Endstufen nicht schon viel früher eingesetzt habe. Sie sind deutlich kleiner in der Bauform, haben etwas weniger Leistung und kommen in der Optik schon recht nahe an die Accuphase Geräte heran (nicht die M-60, aber die allegemein edle Erscheinung).

So kam bei mir immer mehr der Gedanke hoch, dass diese Nachfolger durchaus das das Zeug haben, im Bass den Job der M-60 zu übernehmen. Hier geht es ja nicht mehr wirklich um gute Klangeigenschaften, sondern eher um ausreichende Kraft und damit konnten die "kleinen Boliden" durchaus glänzen. Die M-60 hatten an 4 Ohm selbst gemessene 540 Watt, während die Nachfolger hier immerhin mit 480 Watt an 4 Ohm aufgetreten sind. Das ist nicht mal 1 dB weniger.

Aus der Geschichte hat sich dann bei mir der Gedanke entwickelt, dass ich somit die Accuphase M-60 im Grunde nicht mehr brauchte. Somit wurden die gar nicht erst mehr ausgepackt und angeschlossen. Also kam in der Folge auch der Entschluss, die Accuphase zu verkaufen. Bevor ich aber von mir etwas verkaufe, wird dies grundsätzlich immer erst noch mal getestet, gereingt und bei Bedarf auch noch mal justiert. Hier noch mal ein paar Bilder, wie sie vor dem Verkauf aussehen:




Da ich für die M-60 auch die Original Service Unterlagen besitze, ist es für mich auch ein leichtes, die Endstufen nochmal komplett und perfekt einzustellen und dabei auch gleich noch zu matchen. Naturgemäß wird dann bei mir auch noch mal ein ausführlicher Hörtest gemacht, damit ich auch sicher bin, keinen Murks abzugeben. Aber da hat sich sich dann noch eine unerwartete Überraschung ergeben.

Was das nun genau war, gibts in Step 8 mit noch mehr Bildern und der Abschlussbeschreibung zu lesen.

Klausi
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #7 am: Freitag, 11.März.2011 | 15:02:23 Uhr »
Der Abschluss im

Step8
Tja, nun komme ich wohl zum Abschluss dieser kleinen Story, der wie schon angekündigt, doch mit einer unerwarteten Überrauschung in Erscheinung trat. Zum Test für die klanglichen Eigenschaften habe ich sie natürlich nicht am Bass betrieben, sondern am MHT der RS1B. Am Bass hätte ich schon erwarteter Weise keinen Klang bewerten können.

Nun ist es aber so, dass die M-60 von Haus aus nur bis 4 Ohm belastet werden darf. Die MHT Panels der RS1B haben aber schon mal 2 Ohm, was für den Betrieb mit der M-60 "eigentlich" nicht erlaubt ist. Wenn man dabei aber bedenkt, dass die MHT nur Signale ab 150 Hz bekommen und somit auch nicht mehr so gewaltige Ströme, wie im Bass fließen, wird das Ganze schnell relativiert. Dennoch haben sich die M-60 mehr als wacker damit geschlagen und die Infinitys souverän kontrolliert.

Was nun aber meine Ohren an Feingeist, Präzision und Räumlichkeit aus den M-60 umschmeichelte, hat mir glatt die Sprache verschlagen und im wahrsten Sinne des Wortes die Tränen in die Augen getrieben. So hatte ich die M-60 noch nie zuvor gehört! Die spielten mit einer solchen Leichtigkeit und einer wirklich unglaublichen Bühne auf, dass ich nun allen Ernstes daran zweifelte, ob es wirklich noch eine gute Idee wäre, die Accus zu verkaufen.

Warum hatte ich diese Fähigkeiten nicht schon viel früher bemerkt? Nun, das lag mit Sicherheit auch daran, das die Monos von Natur aus eine weitaus bessere Kanaltrennung anboten. Das hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf die Räumlichkeit und eine sehr präzise Darstellung der einzelnen Instrumente und Interpreten. So aber hatte ich die Monos vorher bei mir noch nie betrieben.

Was mich aber gerade bei den M-60 am meisten verblüffte, war die Tatsache, dass es sich hier heute um immerhin 35 Jahre alte Endstufen handelt, die in der gesamten Elektronik immer noch im Originalzustand sind, wenn man mal von den Anschlüssen und der LS-Verkabelung absieht. Dass die dann aber immer noch so gewaltig und souverän aufspielen und wohl auch so manch moderne Endstufe an die Wand spielen dürften, hat mir dann doch sehr stark zu denken gegeben.

Nun weiß ich tatsächlich nicht mehr so recht, ob ich die M-60 noch abgeben soll. Ich bin mir da wirklich sehr unsicher und ich ahne mal, wenn sie denn doch noch weggehen, werde ich das wohl bitter bereuen. Das besonders vor dem Hintergrund, dass ich mir nun ob der neu erworbenen Erkenntnisse doch noch einen sinnvollen Einsatz bei mir vorstellen kann. Sie würden einen Ehreneinsatz an der RS1B im MHT als Zuspieler für die geplanten Tri-Amping-Anschlüsse bekommen und hätten dort auch keine Probleme mit der Impedanz, weil diese dann auch nach der Auftrennung sehr zivil agieren würden.

Hier nun noch einge abschließende Bilder, wie sie im (bislang) letzten Einsatz zu sehen waren / sind:





In den letzten Bildern sind die M-60 im gleichzeitigen Einsatz mit ihren Nachfolgern zu sehen. Die Nachfolger sind direkt oberhalb der M-60 zu sehen. Ach ja, für alle die sich nun fragen, was denn nun die Nachfolger sind. Es sind zwei Wangine WFA-220 Stereoendstufen, die intern als echte Dualmonos aufgebaut sind, von denen ich aber derzeit nur je einen Kanal benutze. Geplant ist hier noch eine Parallelisierung der beiden Kanäle pro Endstufe, so dass es dann echte Monoblöcke mit ca. 900 Watt an 2 Ohm werden sollen. Dieser Umbau an den Wangines steht aber noch aus und wird auch hier im Forum als eine kleine Story beschrieben werden.

Das war meine kleine Story vom Leben mit meinen bisherigen Accuphase M-60 Monoblöcken.

Klausi
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline Jürgen Heiliger

  • Rheinländer Urgestein
  • Administrator
  • ********
  • Beiträge: 8207
  • Geschlecht: Männlich
  • ©Jürgen Heiliger, Analogfan ohne Sendebewusstsein.
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #8 am: Freitag, 11.März.2011 | 22:21:13 Uhr »
Hallo Klaus,

ein Bericht der sehr schön zeigt wie man mit einem Gerät verwurzelt ist, welches man einmal lieb gewonnen hat.

Auf den Bildern ist schön zu sehen, Accuphase kocht auch nur mit Wasser raucher01
Gruß
Jürgen

>.... liebt den guten Ton und die Musik ....<
>.... die HiFi-Classiker und die Information ....<
Unsere WIKI
Skype: juergen_heiliger

Offline hifikauz

  • Lautloser Hifi-Jäger
  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 714
  • Über Hifi kauze ich nur im New Hifi-Classic!
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #9 am: Freitag, 11.März.2011 | 22:34:50 Uhr »
@ Jürgen:
Das ist doch nur, damit die Blümis mehr und besser Wasser trinekn können und damit die länger halten.

@ Klaus:
Verkaufst Du die M 60 wirklich?

Dann kaufst Du Dir bald wieder welche!
Viele Grüße,

Käuzchen

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #10 am: Samstag, 12.März.2011 | 17:26:03 Uhr »
@Käuzchen,

also ich hatte mal vor, die Accus ab zu geben. Inzwischen bin ich mir aber nicht mehr so sicher. Zum Einen wurde mir schlicht zu wenig geboten, zum Anderen weiß ich ja genau, was sie mir klanglich wert sind. Solche Qualitäten werden bei mir definitiv nicht verschleudert. Dafür sind sie mir viel zu schade. Diese alten Boliden können es auch heute noch mit so manch teurerem Gegner aufnehmen. Man muss sie einfach mal gehört haben, dann versteht man das auch. Reden kann jeder, aber selbst überzeugen ist immer noch am Besten.

Grundsätzlich stehen sie auch weiterhin zum Verkauf, aber nicht für ein Almosen. Da setze ich sie lieber in meiner ESL Anlage ein. Von der Leistung her sind sie da ganz hervorragend predestiniert, daher würden sie bei mir im Bass eingesetzt, da ich für den MH Bereich schon zwei Luxmänner M-02 habe. Sind halt alles Klassiker und daher würde die M-60 hier auch prima ins Bild passen.

Aber wenn sie jemand haben will, sollte er sich einfach melden, wir machen ein Probehören, gerne auch an den MH-Panels der RS1B, wo sie ihre wahren Klangfähigkeiten unter Beweis stellen können. Vorher jedoch will ich sie noch gründlich prüfen und ggf. justieren. Für alle, die sich nun dafür interessieren hier noch mal ein paar Kerndaten:

Zwei Accuphase M-60 Monoblöcke, OVP (etwas ramponiert, aber noch komplett und stabil), BDA deutsch. SM englisch, Satz Stromkabel.

Technische Daten:
    *  Ausgangsleistung, bei 20-20000 Hz und 0,02% Gesamtklirrfaktor
      450 Watt an 4 Ohm (540W Eigenmessung)
      300 Watt an 8 Ohm (450W Eigenmessung)
    * Frequenzgang 2Hz - 90 000Hz + 0 - 3.0dB bei voller Ausgangsleistung
    * Gesamtklirrfaktor max. 0,005% bei Nennausgangsleistung und 20Hz - 20000Hz
    * Eingangsempfindlichkeiten und Impedanzen 2,0V bei 100 kOhm
    * Fremdspannungsabstand (A-bewertet) 100 dB
    * Spannungsanstieg 25V/µs
    * Subsonicfilter 17Hz, 18dB/Oktave
    * Pegelstufenschalter in 1 dB Schritten
    * Dämpfungsfaktor 50 bei 50 Hz
    * Dämpfungsfaktor 800 bei 20-20000 Hz und 8 Ohm
    * Leistungsaufnahme 540 W bei Vollast mit 8 Ohm
    * Leistungsaufnahme 800 W bei Vollast mit 4 Ohm
    * Abmessungen BxHxT 445x182x370 mm
    * Gewicht 27kg Netto (Pro Block)

Anmerkung zu den Daten. Die M-60 sind zwar "nur" für 8 + 4 Ohm zugelassen, jedoch scheint es wieder mal eine typische Accuphase Untertreibung zu sein, dass sie das nicht so eng sehen. Sie garantieren halt die Mindestdaten. Was hier aber sehr positiv auffällt, ist die Tatsache, dass die M-60 offenbar wie ganz selbstverständlich auch mal deutlich unter 2 Ohm fressen, ohne dabei zu mucken. Wie komme ich darauf? Ganz einfach: ich hatte die M-60 jahrelang im Bass an der RS1B und die hat nun mal 2,66 Ohm. Damit aber nicht genug! Der ursprüngliche Besitzer, von dem ich sie zuersrt gekauft hatte, ließ die Monos doch kackfrech an seinen Infinity RS 4.5 "schwitzen"! Die tritt aber auch schon mal mit ca. 1 Ohm an! Die M-60 hat die beinahe zum Frühstück gefressen. Es war schon der Hammer. .,111

Naja, mit diesen Aussichten werden die schon mit so ziemlich vielen Impedanz-Tiefschlägen fertig und das geht bekanntlich ja nur mit einer mehr als ausreichenden Konrtolle. Der Trafo ist übrigens in der Lage, dauerhaft bis zu 900 Wätterchen zu liefern. Ob das die Boxen auch auf die Dauer vertragen, lasse ich einfach mal so im Raum stehen. :flööt:

Ach ja, da wäre ja noch die übliche Frage zum Preis: meine Vorstellungen sind 2200,- Eus, alles incl. Ich bin aber durchaus auch zu Verhandlungen bereit, das ganz besonders dann, wenn der Käufer auch noch meine ebenfalls angebotene Accuphase C-260 Vorstufe für 1490,- Eus dazu nimmt. Dann komme ich aber im Gesamtpaket schon deutlich entgegen.

Klausi
« Letzte Änderung: Montag, 18.Februar.2013 | 00:32:19 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #11 am: Samstag, 12.März.2011 | 17:32:21 Uhr »
@ Klaus:
Verkaufst Du die M 60 wirklich?

Dann kaufst Du Dir bald wieder welche!
Ja! warum nicht? Ich brauche sie nicht zwingend, aber wenns passt, dann geht sie auch weg.

Nö! Eigentlich nicht, weil ich schon längst was habe. Wolltest Du mir denn was anbieten? Grundsätzlich bin ich da ganz offen. Ich suche schon noch ein paar Boliden, aber der Preis muss stimmen und ich muss es ja auch noch finanzieren. Bevor also die M-60 und evt. noch die C-260 nicht weg sind, wird daraus nix.

Klausi
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline hifikauz

  • Lautloser Hifi-Jäger
  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 714
  • Über Hifi kauze ich nur im New Hifi-Classic!
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #12 am: Samstag, 12.März.2011 | 18:55:38 Uhr »
Ja! warum nicht? Ich brauche sie nicht zwingend, aber wenns passt, dann geht sie auch weg.

Nö! Eigentlich nicht, weil ich schon längst was habe. Wolltest Du mir denn was anbieten? Grundsätzlich bin ich da ganz offen. Ich suche schon noch ein paar Boliden, aber der Preis muss stimmen und ich muss es ja auch noch finanzieren. Bevor also die M-60 und evt. noch die C-260 nicht weg sind, wird daraus nix.

Klausi

Ich bin Anlagenmässig nu bald bei demrvon mir angestrebten Kombination angekommen. Aus der Experimentiererei bin ich raus.  :grinser:

Mit Bergeisterung habe ich Deinen Bericht gelesen und kann ihn voll und ganz nachvollziehen. Der grösste Feind neuer Accuphasegeräte sind nun mal alte  Accuphase!
Nach Deinem Bericht schien die Verkaufsabsicht zum Enede hin doch merklich nachzulassen.
 
Viele Grüße,

Käuzchen

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #13 am: Samstag, 12.März.2011 | 20:02:50 Uhr »
Jaja, das könnte schon sein, aber sicher bin ich da nicht. Man weiß ja nie, was da noch kommt. Wenn der Richtige mit den richtigen Absichten und der richtigen Einstellung kommt, dann könnte ich auch schwach werden. .,111

Klausi
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline Captn Difool

  • hier nicht mehr aktiv
  • HiFi-Inventar
  • *****
  • Beiträge: 2509
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #14 am: Montag, 14.März.2011 | 20:46:30 Uhr »
Schöner Bericht, solche M-60 wären auch ein Traum von mir.... :_good_:

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #15 am: Dienstag, 15.März.2011 | 06:06:10 Uhr »
Moin Andrè,

na dann erfülle Dir doch den Traum :flööt:. Welches Schwe..... hält Dich davon ab? :_55_:

Nein! Mal im Ernst. Solange die M-60 keiner nimmt, werde ich sie bis dahin in meiner ESL Anlage am Bass betreiben. Das ist zwar aus klanglicher Sicht unter meiner Würde und unter den wahren Fähigkeiten der M-60, aber da ich "nur" ein Paar davon habe, bleibt mir keine andere Wahl.

Natürlich würde ich lieber zwei Paar davon am ESL einsetzen, weil die ESL ja nun mal voll aktiv gefahren werden, aber dazu braucht man eben zwei identische Endstufenpaare. So laufen derzeit zwei Luxman M-02 daran. Die haben zwar nicht ganz so viel Power, aber es reicht vorerst mal. Da der Bass auch hier "etwas" mehr Dampf braucht, bieten sich die M-60 bestens dazu an, zumal sie von der Optik her prima in das Klassiker Bild passt, da ja sowohl die Accu M-60 als auch die Lux M-02 schöne große Zappler haben, ansonsten aber eher spartanisch an der Front bestückt sind.

Ich werde die M-60-Boliden in den nächsten Tagen noch mal auspacken, checken, justieren und dann mal mit den M-02 paaren (was für ein Wort :smile ) und das dann auch mal schön knipsen. Was kommt da wohl raus? Accuphase + Luxman = Luxphase oder Accuman oder sowas :_55_:

Ich denke, die ESL Baustelle wird bei mir noch lange ein Thema sein. Die ESL selbst sind ja auch noch ein ziemlicher Kraftakt, weil die auch noch vollständig erneuert werden sollen. Dazu gehören sowohl die Netzteile für die Hochspannungen, als auch die Chassis, und am intensivsten die Gehäuse. Das hatte ich ja schon an anderer Stelle angekündigt, siehe hier:

http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=783.msg140572#msg140572

Aus zeitlichen Gründen muss ich das Thema aber noch vor mir her schieben. Nur eines ist sicher: das wird noch ein ganz großes Projekt, von dem ich mir auch eine Menge verspreche.

Im Zuge dieses Projekts werden dann wohl auch nochmal sämtliche Endstufen gewechselt. Natürlich kommen dort alles Accus hin, wenn es nach mir geht. Das wird noch ein teurer Spaß. Und wenn ich mir das so recht überlege, dann könnte selbst die C-260 wieder einem Einsatz bei mir entgegen sehen und zwar ausschließlich in der ESL Anlage. Huuuaach, was was ein Gedankenspiel...... .,a015 aber ganz so abwegig ist der nun auch wieder nicht :flööt:

Ein C-260 als Vorstufe, zwei P-360 am MH der ESL, zwei M-60 oder evt. auch zwei P-500L (beide in Brücke) am Bass. Was für ein Gedanke .,045 . Hören wir mal mit der Träumerei auf und wenden uns wieder der Realität zu.

Klausi
« Letzte Änderung: Dienstag, 15.März.2011 | 06:14:33 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline kuni

  • HiFi-Classic-Freund
  • ******
  • Beiträge: 52783
  • Geschlecht: Männlich
  • Mini-Bandschneck'ler und "Quasi Neo-Luddite"
    • Kuni seine Homepage
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #16 am: Dienstag, 15.März.2011 | 08:41:57 Uhr »
Hi Klausi,

hatte heute mal Zeit Deinen Bericht durchzulesen - wirklich schön und mit viel "Herzblut" geschrieben  :_good_:.

Weil wir's ja neulich davon hatten:
Siehst'e es muß nicht immer eine Reparaturstory sein, um das Forum aufzupeppen.

Übrigens:
Auch von meiner Seite der Hinweis es Dir mit dem Verkauf zu überlegen.
Wenn man eine solche Odyssee hinter sich bringt, dann hat das schon was....
Gruß, Kuni
..............................
http://kuni.bplaced.net/
..............................

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #17 am: Dienstag, 15.März.2011 | 10:18:40 Uhr »
Hi Klausi,

hatte heute mal Zeit Deinen Bericht durchzulesen - wirklich schön und mit viel "Herzblut" geschrieben  :_good_:.
Tja, sorry. Bei meinen Berichten braucht man "manchmal" einen etwas längeren Atem. Dafür wird aber auch mit viel Inhalt belohnt :flööt:

Weil wir's ja neulich davon hatten:
Siehst'e es muß nicht immer eine Reparaturstory sein, um das Forum aufzupeppen.
Meine Rede. ich zerspreche  :grinser: Dir, dass von der Sorte noch mehr kommt :_55_:

Übrigens:
Auch von meiner Seite der Hinweis es Dir mit dem Verkauf zu überlegen.
Wenn man eine solche Odyssee hinter sich bringt, dann hat das schon was....
Da hassu wohl recht, aber wie das so beim Sternzeichen Waage ist, wir wissen nicht immer, was wir wollen ;0001. Was die Lala angeht, weiß ich aber genau, was ich will .,111. ich habe bei der M-60 ja zwei Optionen: 1. ich gebe sie ab und kann mich nach was Anderem umsehen, oder 2. ich behalte sie und setze sie vorläufig, wie oben schon angedeutet in der ESL Anlage ein.

Nur wenn einer kommt, der sie mit aller Gewalt haben will, sage ich auch nicht nein, weil ich ja Alternativen habe. Dann ist eben jemand anderes mit den M-60 glücklich. Auch mit dem Bewusstsein, dass ich es hinterher vermutlich bereue :_sorry: Das Leben geht aber weiter.

Klausi
« Letzte Änderung: Dienstag, 15.März.2011 | 10:23:06 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #18 am: Montag, 21.März.2011 | 05:58:08 Uhr »
So,

Kuni, Du bist schuld daran, wenn die M-60 nun erstmal nicht mehr zu haben sind! .,c045 Du hast mich - sagen wir mal - breit geredet. Am WE habe ich die Boliden wieder aus ihrem dunklen Verließ der Originalverpackung ans Tagslicht geholt. Es stand ja so oder so noch eine Prüfung an, bevor die das Haus im Falle einer Abgabe verlassen.

Also habe ich die erst mal geöffnet und innen grundgereinigt. Danach habe ich sie schön warm laufen lassen um sie dann der Justage zu unterziehen. Ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie langzeitstabil die Einstellungen sind. Früher bin ich immer davon ausgegangen, dass die Kisten einstellungseitig satt aus dem Ruder laufen und somit eben eine feine Justierung erforderlich sei. Nicht so bei Accuphase, jedenfalls nicht bei diesen betagten Boliden.

Viel gab es da nicht zum Einstellen, aber wenn ich sie schon mal auf habe, werden sie auch noch mal zwischen genommen. Da diese älteren Monos von Haus aus keine eigene DC-Kontrolle (Regelung) haben, wird das bei denen mit einem Trimmer gemacht. Na ja, da war aber nicht so viel zum Trimmen. Die Vorgabe laut SM ist +/- 50 mV, das ist mir aber nunmal nicht gut genug. Deshalb habe ich sie nun mit Hilfe von DMM und zugleich Oszi auf zurückhaltende 0,5 mV getrimmt. Das geht tatsächlich, wenn man nur genug Geduld hat.

Die Ruhestromeinstellung (Bias) gibt einen Wert von 100 mA vor, die man auch sehr exakt einstellen kann. Allerdings ist bei der Einstelllung des Ruhestroms auch die DC Einstellung wieder etwas abgedriftet, so dass diese danach noch mal nachjustiert werden musste. Nun laufen beide Monos in allerbester Manier und dürfen demnächst meine ESL Anlage im Bass unterstützen. .,111

Ja, damit sind sie bei mir einer neuen Aufgabe zugeführt worden. Das ist nun erst mal Stand der Dinge, weshalb ich die OVP's auch schon wieder auf'm Speicher deponiert habe. Ich sehe hiermit einer wunderbar genüsslichen Zeit mit den nun schon weit über 30 Jahre alten Boliden entgegen .,013. Wer nun Lust hat, diese Altertümchen mal persönlich kennen zu lernen, ist herzlich eingeladen, das bei einem Tässchen Kaffee zu tun.  .,045

Im Laufe der Woche werde ich versuchen, die M-60 in die ESL Anlage zu integrieren, wenn es mir die Zeit erlaubt. Ist halt ne mächtige Wuchterei, wenn man das alles alleine machen muss. Danach kann ich dann wieder sagen: Ich hab' Kreuz :cray:

So. Und nun wird die nächste Story aufbereitet. Ihr glaubt doch wohl nicht wirklich, dass das hier schon alles war ;0003.

Klausi
« Letzte Änderung: Montag, 21.März.2011 | 06:06:48 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

Offline dcmaster

  • HiFi-Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 955
  • Geschlecht: Männlich
  • Klassiker haben nur eine Konkurrenz: Klassiker
    • DIE Infinity Klassiker Seite in deutsch
Re: Accuphase M-60, Story einer langen Liebe
« Antwort #19 am: Montag, 18.Februar.2013 | 00:36:30 Uhr »
Update zu den M-60 in aller Kürze.

Die Teile sind tatsächlich verkauft. Und das auch noch zu einem ordentlichen Kurs. Sicher hätte ich gerne mehr bekommen, aber ich weiß jetzt auch, dass sie beim neuen Besitzer sehr gut unter gebracht sind. Der hat übrigens auch Infinity und da werden sie ihm noch viel Freude machen.

Klausi
« Letzte Änderung: Freitag, 15.März.2013 | 08:00:02 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid