Autor Thema: Wie machen sich alternde Bauteile im Verstärker klanglich bemerkbar?  (Gelesen 1913 mal)

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Cassius

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Wie machen sich alternde Bauteile im Verstärker klanglich bemerkbar?
« am: Donnerstag, 03.März.2011 | 01:23:59 Uhr »
Wie wirken sich veraltete Teile im Verstärker klanglich aus? Ich meine jetzt nicht einen Zustand, bei dem der Verstärker jeden Moment durch ist, aber Teile die schon zu 2/3 auf dem Weg dorthin angekommen sind. Werden die Höhen lascher/schriller? Wird der Klang insgesamt dumpfer und man fühlt sich genötigt immer mehr Treble reinzudrehen? Wie wirkt sich das auf den Klang aus?

Offline PeZett

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Re: Wie machen sich alternde Bauteile im Verstärker klanglich bemerkbar?
« Antwort #1 am: Donnerstag, 03.März.2011 | 09:49:58 Uhr »
Hallo,

...da müsste man schon stark eingrenzen, in welcher Baugruppe die gealterten Bauteile zu untersuchen sind.
So pauschal kann man meiner Ansicht nach nicht seriös beantworten, wie sich das Signalverhalten in der Summe
verändern wird. D.h. ob sich der Klang verändert - und wenn ja, "wie?" - ist meiner Meinung nach
schwer voraussehbar, wenn man ganz allgemein von Bauteilealterung spricht. Was anderes wäre es,
wenn man sich eben einzelne Sektionen vornimmt und diese dann für sich betrachtet. Aber auch das
ist ja eigentlich müssig, weil ja nicht nur in einer Sektion die Bauteile gealtert sind, sondern überall.
Wenn also zB die Basswiedergabe "schlapp" geworden ist, können z.B. sowohl Netzversorgung (Elkos) als auch
"Endstufe" dafür verantwortlich sein. (Neben weiteren Ursachen, die z.B. im entsprechenden Eingangskreis
"vergraben" liegen).

Soweit meine unmassgebliche Sicht der Dinge...

Gruss

Peter
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Offline dcmaster

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Re: Wie machen sich alternde Bauteile im Verstärker klanglich bemerkbar?
« Antwort #2 am: Donnerstag, 03.März.2011 | 15:38:18 Uhr »
Also wenn ich da mal meinen Senf dazu geben darf.....

Alternde Bauteile können, je nach dem, wo sie im Einsatz sind sehr wohl etwas am Klanggeschehen beeinflussen. Ich denke da besonders an die Netzteile. Die Netzteilelkos werden schon ordentlich ran genommen und müssen immer wieder aufgeladen werden um dann von den Endstufen brutal schnell entladen zu werden, wenn es die richtigen Musikimpulse gibt.

Die Elkos laugen dann auch recht schnell aus und bekommen dann mit der Zeit immer höhere Leckströme, die dann ihrerseits eine zusätzliche Belastung für den Trafo darstellen. Das aber bewirkt dann in der Folge einen immer deutlicher werdenden Brumm. Das ist dann schon eine Beeinträchtigung. Hier ist dann ein Austausch durchaus auch sinnvoll und bringt wieder "Ruhe" ins Klangbild. Der Verstärker hat dann wieder größere Kraftreserven und mehr Kontrolle. Das sind klare Vorteile.

Bei Bauteilen im Signalweg dürfte das aus der Belastungssicht nicht so kritisch sein, aber neue und moderne Bauteile haben sicher auch hier ihre Vorteile. Die Technik hat in den letzten 20 Jahren nicht geschlafen und das kann man sich durchaus auch in älteren Geräten zu nutze machen. Kann! Muss aber nicht!

Rauschärmere Bauteile können auch von Vorteil werden, jedoch muss man da weit mehr aufpassen, weil z.B. mit Halbleitern auch Parameter derart verändert werden können, dass die ganze Kiste am Ende schlechter klingt oder gar Schaden nimmt. In dem Fall auf jeden Fall vorher genau prüfen, ob ein Tausch geht oder nicht.

Generell halte ich eine "Auffrischungsaktion" durchaus für sinnvoll.

Klausi
« Letzte Änderung: Donnerstag, 03.März.2011 | 17:18:38 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid