Autor Thema: Ferrofluid  (Gelesen 5135 mal)

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Offline dcmaster

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Ferrofluid
« am: Freitag, 25.Februar.2011 | 08:17:10 Uhr »
Hallo zusammen,

was ist dran an der Aussage, dass das Ferrofluid alter Chassis mit der Zeit austrocknen? Kann das wirklich sein? Ich habe immer geglaubt, dass das Ferrofluid gekapselt ist und somit eine Veränderung der Eigenschaften nur sehr schwer möglich ist.

Ein Lautsprecherservice bietet den Austausch eben dieser "Flüssigkeit" gegen Bares an. Its das wirklich notwendig? Ich muss zugeben, ich habe mich mit diesem Thema nie so richtig beschäftigt und somit informationsseitig nicht ganz auf der Höhe.

Was sagt Ihr zu diesem Service? ist das ok oder nur Abzocke?

Klausi
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Offline wolli.doc

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Re: Ferrofluid
« Antwort #1 am: Freitag, 25.Februar.2011 | 10:50:04 Uhr »
http://de.wikipedia.org/wiki/Ferrofluid
http://www.supermagnete.de/FER-01
http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Ferrofluid-ferrofluide-FFL.html

Hallo dcmaster.
das habe ich auf die Schnelle gefunden.
Mir persönlich ist bekannt, daß sich Ferofluide, so wie sie in der Vergangenheit
eingesetzt wurden, mit der Zeit verflüchtigen.
Ob die heutigen Produkte in dieser Hinsicht besser sind ist mir nicht bekannt;
ebenfalls nicht bekannt ist, ob sie identische magnetische Eigenschaften haben.
Jetzt bist Du wahrscheinlich genau so schlau wie vorher....
Gruß
wolli.doc


Offline dcmaster

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Re: Ferrofluid
« Antwort #2 am: Freitag, 25.Februar.2011 | 11:07:19 Uhr »
Hi Wolli,

das kann man wohl sagen. Die Wiki habe ich ja auch schon bemüht, jedoch nicht mit dem erwünschten Ergebnis. Es ghet in diesem Fall ja auch nur um die Anwendung bei Hochtönern, nicht allgemein.

Die "Flüssigkeit" muss ja innerhalb des Chassis in einer Art Kapselung gehalten werden, die dementsprechend auch dicht sein muss. Wen diese Dichtung aber ihren Geist aufgibt, kommt natürlich Sauerstoff an das Fluid und damit ist dessen Ende vorprogrammiert.

Da macht es erstmal auch keinen Sinn, einen Austausch des Fluids anzubieten und genau das macht mich ja so stutzig. Eigentlich sollte an einem Chassis die Dichtung (gibts da überhaupt eine?) 100%ig funktionieren. Dann kann es auch nicht zu der angeblichen "Austrocknung" kommen.

Hmmm,.... Alles sehr mysteriös .,a015

Klausi
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Offline wolli.doc

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Re: Ferrofluid
« Antwort #3 am: Freitag, 25.Februar.2011 | 14:16:02 Uhr »
Hallo dc master
nein, da gibt es keine Dichtung  !!!
Vor Jahren habe ich das mal bei der Fa Ecouton gesehen;
Herr Fricke ( der damalige Inhaber und Lautsprecherentwickler der Fa. Ecouton hat das
Zeug ( so eine ölige Flüssigkeit ) in den Luftspalt geträufelt. Da die Brühe ja magnetisch war, blieb sie im Spalt zwischen Spule und
Magnet. Abgedichtet wurde da nichts! Nun lässt sich leicht vorstellen, daß diese Substanz im Laufe der Jahre
verdunstet/austrocknet.
Das Problem dürfte sein, die Reste des alten (magnetischen!) Fluids aus dem Magnetspalt zu entfernen -ist ja ein Permanentmagnet,
welcher sich wohl kaum überreden lässt seine magnetische Eigenschaft für den Prozess der Reinigung  auf zu geben-.
und hiernach neues Fluid in den Spalt zu geben.
In den Sternen stehen die magnetischen /dämpfenden EIgenschaften des neuen Fluids...
Alles ziemlich dubios.
Wie sich ein solcherart präparierter Hochtöner verhält, dürfte nur in aufwendigen Tests zu ermitteln sein
HT vor Reinigung, gereinigt und schließlich mit neuem Fluid. Ob der Frequenzschrieb dann noch stimmt?
Ich vermute mal, die Jungs tropfen einfach ein wenig neues Ferrofluid ind den Spalt und gut ist´s.
Was die Flüssigkeit kostet, konntest Du ja schon sehen
wolli.doc




Offline Jürgen Heiliger

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Re: Ferrofluid
« Antwort #4 am: Freitag, 25.Februar.2011 | 14:36:29 Uhr »
Hi Jungs,

ich kann nur berichten was mir ein guter Freund dazu erzählte, der sich mit der Restaurierung von Lautsprechern ziemlich gut auskennt......

Fluidbedämpfte Höchtöner haben nach Jahren einen anderen Frequenzgang als zu Zeiten der Herstellung durch die teilweise Verdampfung und dadurch Konsitenzveränderung der Fluide.
Wie Wolfgang auch schon schrieb ist eine Neubefüllung unmöglich, bzw. von dieser abzuraten, weil dadurch ja auch wieder nur eine Konsistenzveränderung ermöglicht wird..... aber niemals in den Zustand eines Neuteils.
Selbst NOS Ware ist an dieser Stelle sehr kritisch zu betrachten, weil auch diese bei Nichtbenutzung von dem Umstand der Verdampfung betroffen ist.

Im Übrigen war die Fluidbedämpfung immer nur eine Krücke um die ResoFrQ nach unten zu dürcken um so den Hochtöner tiefer ankoppeln und höher belasten zu können, wie er es eigentlich von Hause aus kann.

Bei der Restauration der teils sehr beliebten Lautsprecher machen diese Hochtöner heute immer wieder Probleme, da die Hersteller spezifischen Frequenzschriebe einfach nicht mehr gehalten werden können, bzw. richtig guter Ersatz nicht mehr zu beschaffen ist.
Gruß
Jürgen

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Offline dcmaster

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Re: Ferrofluid
« Antwort #5 am: Freitag, 25.Februar.2011 | 14:44:38 Uhr »
Hallo Wolli,

das dachte ich mir schon so in etwa. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, wie da der "Saft" ausgetauscht werden soll, ohne das Ding zu zerlegen. Das Ganze dann auch noch für 25.- Eus (Ich habe hier ja keinen Namen genannt) zu machenn ist schon eine meisterhafte Leistung. Die Rede war ja auch von einer Reinigung und in dem Zuge auch gleich dieses "Nachfüllen" der Flüssigkeit.

Naja, dann weiß ich ja, wie ich damit um zu gehen habe und was ich davon zu halten habe: Davon halte ich also nun viel, sehr viel! .... ABSTAND!

Diese ganze Erfindung ist wohl doch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aus dieser Erfahrung halte ich für mich mal fest, dass ich mit Chassis dieser Art besser gar nicht erst anfange. Wenn ich denn mal sowas unter die Finger bekomme, wird das bestenfalls äusserlich gereinigt und gut ist.

Danke für die Aufklärung.

Klausi
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Re: Ferrofluid
« Antwort #6 am: Freitag, 25.Februar.2011 | 14:47:33 Uhr »
@Jürgen,

Du sprichst mir aus der Seele. Ich danke Euch beiden .,d040. Maaal juuuht, dat mer drüvver jesprochen hann :_55_:

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