Autor Thema: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)  (Gelesen 30054 mal)

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Offline kuni

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Hi zusammen,
 
schon seit längerem bin ich (bis die Tage erfolglos) auf der Suche nach einer Bandzug-Prüfkassette und einer Spiegel-Kassette gewesen.
Dank Jürgen's Vermittlung wurde ich nun fündig und mußte feststellen, daß ich bisher - mangels genauerer Bezeichnung - nicht fündig geworden bin.
 
Das hat mich nun dazu bewogen, hier mal einen Sammelthread zu eröffnen, in dem wir entsprechende Kassetten zusammentragen können, gerne auch z.B. mit den Einstellehren o.ä.
Wünschenswert wäre es, wenn dies mit Bild, Typenbezeichnung und kleiner Erklärung geschehen würde, damit man einen kleinen Überblick bekommt.
 
Was hier nicht rein sollte (dafür haben wir einen anderen Thread) sind Referenzbänder für's Einmessen, bzw. die diversen Bänder mit allerlei Testtönen.
D.h. ich würde mich hier gerne auf die "mechanischen" Prüf- und Einstell-Kassetten beschränken.
 
Ich mache dann mal den Anfang mit meinen Neuerwerbungen:
 
Sony TW-2412 (Driving Power Meter) Bandzug-Prüfkassette für Aufwickelseite (Sony TW-2422 ist baugleich aber für die Abwickelseite):



No-Name Bandzug-Prüfkassette für Auf- und Abwickelseite:


 
Matsushita QZZCRD Spiegel-Kassette:

Gruß, Kuni
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Offline Araso

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #1 am: Montag, 20.September.2010 | 18:24:05 Uhr »
Moin.

Also die obere Bandzugcassette ist dafür gedacht, den Bandzug beim Spulen zu messen.
Bei Play liegen die Werte im Bereich zwischen 0 und dem Anfang der Skala. Oder anders gesagt, man wird wohl genau genug "schätzen" können, aber für die Bandzüge bei Play gibt es eine andere.

Die Noname ist auch witzig. Ich hatte so eine mal von König (?). Die konnte man von 5 Seiten ablesen!!
Gar nicht mal so ungenau und bei z.B. Autoradios auch sehr praktisch.

Wenn ich jetzt wüßte, wie ich hier Bilder hochlade......

Viele Grüße, Arnulf.

Offline kuni

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #2 am: Montag, 20.September.2010 | 18:52:41 Uhr »
Wenn ich jetzt wüßte, wie ich hier Bilder hochlade......

Lies Dir mal hier http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=478.0 den ersten Beitrag durch, da steht eigentlich alles drin.
Hört sich komplizierter an, als es ist (hab' sogar ich gerafft  :grinser:).
Gruß, Kuni
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Offline Araso

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #3 am: Montag, 20.September.2010 | 21:15:11 Uhr »
Ich will´s mal versuchen, glaube aber, daß ich das nie kapieren werde.

Drehmoment-Cassette mit den benötigten Skalen für "Play".



Auf der Abwickelseite sind meist Werte um 8 bis 10 g*cm einzustellen.
Bei der Aufwickelseite um 50 g*cm (40 bis 60 je nach Gerät / SM).
Diese Bauart ist sehr genau und langlebig, wenn man sie pfleglich behandelt.

Grundig Spiegel Cassette 459.



Es gibt mehrere verschiedene von Grundig. Diese hier hat für Geräte mit Kassettenklappe wenig Nutzen. Den benötigten Blickwinkel kann man nicht einnehmen. Und wenn, ist immer etwas vom Halterahmen für die Cassette im Weg.
Sie ist aber gut geeignet für Toplader, oder die alten Japaner mit dem "Backofenschacht", in dem die Cassette schräg liegt. Der Spiegelwinkel ist deutlich über 45°.
Die Spiegelfläche unter dem Bandfenster hat keinen weiteren Sinn. Der Spiegel ist ein gebogenes Blech, was zum Kopfbereich hin durchgesteckt sitzt und unter dieser Frontfläche mit dem Gehäuse verklebt ist.
Dieses Servicetape konnte ich eigentlich noch nie sinnvoll einsetzen.

Selbstbau-Spiegelcassette.



Hier ist der Spiegel genau 45°. Ich hatte mir in der Jugend schonmal ähnliches gebastelt. Als ich mir die wieder rausholte, hab ich lieber mal eine bessere gebaut  :flööt:
Die Spiegelfolie ist bedampftes ABS aus dem Kreativmarkt (Puppenstube). Ist relativ dick, aber geht wunderbar, wenn man die Kanten 45° anfast. Der tote Winkel wird sonst zu groß. Gibt auch dünneres, besseres Material was man aber kaum bekommt (Manch sinnloser Elektro/Plastik-Bausatz enthält sowas).

Mit der kann man wunderbar arbeiten. Der Bandwickel darf nicht zu groß sein, damit er nicht am Spiegel klemmen kann und nicht jedes Gehäuse ist für solch einen Umbau geeignet. Da müßt ihr etwas gucken und überlegen. Dann klappt´s aber und ist eine nette Abend-Bastelei.

Für ganz verbaute Laufwerke, wie z.B. in manchen Auto Cassettenradios zu finden, habe ich dieses "gesägt".



Man stelle sich ein Blaupunkt Bremen SQR 49 vor (Autoreverse). Die Cassette wird mit ihrer Schmalseite voran in einen Blechkäfig geschoben. Der senkt sich dann ab und Köpfe und Andruckrollen fahren an. Die sitzen also in der unteren Laufwerksebene  ;0003. Alles ist total verbaut und man müßte die halbe Mimik entfernen, um Zugang für die Reinigung zu bekommen. Diese halbe Mimik ist in etwa doppelt soviel, wie man sich jetzt vorstellt  :0keule.
Tricks helfen nicht, da man ohne eingelegte Cassette keinen Betrieb simulieren kann. Der Versuch wird mit dem Geräusch der Zahnradvergewaltigung belohnt. Anschließend kann man dann noch die verschobenen Endlagen der Steuermechanik des Schlittens justieren (Die Mimik ist wenigstens handhabbar). Tolle Wurst.

Die Allsop 3 entpuppte sich dann als ideale Basis, da entsprechende Sägeschnitte möglich waren, ohne daß das Gehäuse auseinander fällt. Außerdem überlistet die Zahnradverbindung der Wickelkerne die Abschaltautomatik.
Nun hat man Ruhe und Platz, alles sorgfältig zu reinigen. Ohne ist es nahezu unmöglich. Was für ein perfektes Gerät war doch der Vorgänger SQR 45/46.

Nicht jede Service-Cassette muß man kaufen, und nicht jede kann man kaufen. Aber für jedes Problem gibt´s eine Lösung.

Viele Grüße, Arnulf.

Edit: Heureka, ich hab´s geschafft. Geht tatsächlich recht einfach. Ab dem Moment, wo ich nichts mehr verstehe, einfach alles ignoriert und so gemacht, wie ich es erhoffte. Ist aber trotzdem fürchterlich umständlich.
« Letzte Änderung: Montag, 20.September.2010 | 21:22:27 Uhr von Araso »

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #4 am: Montag, 20.September.2010 | 21:33:58 Uhr »
Eine Spiegelcassette wollte ich mir auch noch bauen, aber später, jetzt kommen erstmal andere Sachen, die Decks laufen gut.

Offline Araso

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #5 am: Montag, 20.September.2010 | 21:39:30 Uhr »
Nachtrag.

Die oben gezeigte Sony zeigt bei Play gar keinen Aufwickelzug an. Der Bremsmoment am Abwickel ist auch faktisch nicht ablesbar. Sie dient wirklich nur für das Spulen, wobei bei Vorspulen noch der Bremsmoment abgezogen werden müßte. Sicher wird aber erst Play justiert und dann der benötigte Ablesewert beim Spulen im SM angegeben.
Eigentlich müßte sie für beide Richtungen brauchbar sein, obwohl es eine zweite gibt, die zur gezeigten symmetrisch ist.

Die Noname ist recht universal, da man sie beidseitig benutzen kann und die Ableseskala grundsätzlich geeignet ist.
Ungleichmäßige Drehmomente sind mangels genauem Mechanismus aber kaum sichtbar. Zur Wartung noch geeignet, zum Finden von vertrackten Fehlern aber nicht.

So, nu aber.....

Offline kuni

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #6 am: Dienstag, 21.September.2010 | 09:35:17 Uhr »
Hi zusammen,

es tut sich was hier  :_yahoo_:

Edit: Heureka, ich hab´s geschafft. Geht tatsächlich recht einfach. Ab dem Moment, wo ich nichts mehr verstehe, einfach alles ignoriert und so gemacht, wie ich es erhoffte. Ist aber trotzdem fürchterlich umständlich.

Das Bilder einstellen hier ist in der Tat etwas "ungewöhnlich". Wenn man's aber einmal "gepackt" hat, dann ist es eigentlich nicht schwierig und letzten Endes auch nicht arg viel aufwendiger als bei den ganzen Free-Hostern. Einen riesigen Vorteil hat das aber, wenn die Bilder auf dem Forenserver hochgeladen werden, aml abgesehen davon, daß die Ladezeiten flotter sind:
Vielleicht habt ihr das auch schon mal erlebt, daß man auf der Suche nach irgendeiner Anleitung auf irgendeinen Forenthread stößt, der alle Fragen beantworten würde, aber die verlinkten Bilder hat der Free-Hoster mittlerweile gelöscht und die ganze Anleitung bringt einem dann nur noch die Hälfte.
Das kann bei der hiesigen Lösung nicht passieren. Ich persönlich finde das extrem wichtig, wenn man sich schon die Mühe macht ausführliche und bebilderte Anleitungen zu publizieren, daß sie eben auch noch nach Jahren zur Verfügung stehen und zwar vollständig. Nur aus diesem Bewußtsein heraus mache, zumindest ich mir die Mühe auch zu bebildern.

Zurück zum Thema:

Diese Art Prüfkassetten sind für mich totales Neuland. Hatte ich zwar immer mal wieder irgendwo gesehen, aber mich nie mit den Details und Unterschieden befasst. Deswegen recht interessant das alles hier  :give_rose:

Die oben gezeigte Sony zeigt bei Play gar keinen Aufwickelzug an. Der Bremsmoment am Abwickel ist auch faktisch nicht ablesbar. Sie dient wirklich nur für das Spulen, ...
Eigentlich müßte sie für beide Richtungen brauchbar sein, obwohl es eine zweite gibt, die zur gezeigten symmetrisch ist.

Bezieht sich sicher auf meine gezeigte Sony TW-2412.

Daß die nur für's "Spulmoment" (und dann speziell für's Vorspulen) geeignet ist, hatte ich auch erst gemerkt, als ich sie schon gekauft hatte.
Ist aber egal. Die zweite wollte ich eh auch, vor allem weil mir die auch universeller erschien, aber nicht so "professionell" wie die Sony.
Deswegen habe ich kurzerhand beide genommen.

Wenn man mal die typischen Aufwickelmomente im Play-Betrieb von ca. 50g*cm hernimmt und sich dann die Skalenteilung der Sony TW-2412 anschaut, dann wird ja eigentlich gleich klar, daß die in diesem Bereich nicht recht brauchbar sein kann. Dafür hätte ich aber dann die andere No-Name.

Wieso die Sony TW-2412 nicht auch andersherum verwendbar sein sollte erschließt sich mir auch noch nicht (hab sie noch nicht hier). Ich vermute aber, daß das schon geht, nur daß auf der Rückseite die Skala fehlt und so eben nichts ablesbar ist. Dem kann ja vlt. abgeholfen werden, wenn es eine Möglichkeit gibt dort eine Skala "aufzumalen".
Die Noname ist recht universal, da man sie beidseitig benutzen kann und die Ableseskala grundsätzlich geeignet ist.
Ungleichmäßige Drehmomente sind mangels genauem Mechanismus aber kaum sichtbar. Zur Wartung noch geeignet, zum Finden von vertrackten Fehlern aber nicht.

Für das "Play-Moment" scheint es von Sony auch eine Kassette zu geben (habe ich vorgestern in Ebay gesehen), die der ersten, von Arnulf gezeigten, recht ähnlich sieht.

Die Noname ist recht universal, da man sie beidseitig benutzen kann und die Ableseskala grundsätzlich geeignet ist.
Ungleichmäßige Drehmomente sind mangels genauem Mechanismus aber kaum sichtbar. Zur Wartung noch geeignet, zum Finden von vertrackten Fehlern aber nicht.

So hatte ich sie auch eingeschätzt. Wenn ich die Dinger mal hier habe und dann mal wieder Leerlauf herscht, dann werde ich mir die Mechnik der beiden Kassetten mal genauer anschauen. Vlt. gibt's ja 'ne Möglichkeit mit geeigneten Federn was gutes aus 'ner alten Kassette zu frickeln  raucher01

Zu den Spiegelkassetten:
Dei Bild der selbst gebastelten BASF hatte ich im Analog-Forum schon mal gesehen. Der entscheidende Tip aus was der Spiegel ist hatte dort aber mEn gefehlt.
Die Matsushita, die ich gekauft habe, hat wohl einen leicht stumpfen Spiegel. Das bietet nun die Möglichkeit hier auch mal was eigenes zu bauen.
Beispiele zum "abkupfern" gibt's ja dann  :grinser:

Übrigens:
Wenn man aktuell in Ebay nach "Sony TW-2412" sucht, dann findet man einen chinesischen Verkäufer (irgendwas mit coolp.... osä.).
Der hat aktuell einen ganzen Satz diverser Prüfkassetten und Einstellbänder. Versand hält sich in Grenzen und die Preise - meine ich - gehen noch ok.
Falls also jemand aktuell was sucht, dann wäre das eine Option.

Meine Kassetten sind von Axel Heinemann, der mich übrigens gebeten hat auf ihn hinzuweisen. Er hat auch noch einige Prüf- und Einmesskassetten.
Bei Bedarf kann ich seine Email per PN weiterleiten.
Gruß, Kuni
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Offline Araso

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #7 am: Dienstag, 21.September.2010 | 16:27:00 Uhr »
Moin Kuni.

Deine Sony könnte man im Prinzip umdrehen. Aber hinten ist eine Gleitfolie, so daß du mit der aufgemalten Skala nichts wirst. Wenn du sie mal vorsichtig öffnest wirst du wahrscheinlich sehen, daß man sie auch nicht weglassen kann.
Zwischen dem drehenden Wickel und der Skalenscheibe sitzt eine filigrane große, aber sehr dünne Ringfeder, die einen genau definierten Reibwert aufweißt. Dadurch funktioniert das ganze. Ich würde sie zusammenlassen. Ich hatte meine anfangs mal aufgemacht, weil die Neugier mich trieb. Ich war froh, daß ich bei solchen Dingen immer sehr sorgsam vorgehe und sie wieder zusammen bekam. Ich habe sie nur geöffnet, zerlegen tut sie sich dann selbst.

Der Mann bei ebay müßte dicoolx1988 sein.
Woher er diese Massen hat weiß ich nicht. Die Preise, die er aufruft, werden heute oft auch in Auktionen erzielt.
Aaaber. Ich habe mir im Juni bei ihm ein TDK Alignment Tape MA, Typ IV Metal für recht teuer gekauft. Nun ja, manchmal muß es halt mal sein. "Opened, but never used". Das Ding war schon zig-fach gebraucht. Es ist ein Leer-Referenzband, mit dem man die Aufnahme justiert. Gedacht um es Stück für Stück mit den Testaufnahmen zu bespielen. Wenn es einmal komplett rum ist, ist´s eigentlich durch. Danach macht man seine Justagen schon mit überspielen. Von daher war es statt neu ausgebraucht. Ich habe mich schon lange nicht mehr so geärgert. War schließlich mit allen Nebenkosten (EUST, Porto und EUST auf das Porto) teuer. Ich habe die Kröte geschluckt, weil es in erster Linie zu Sammlungszwecken dient und erstmalig in der Bucht auftauchte (letzte 3 Jahre).
Eine Woche später hat er wieder welche eingestellt, nur nochmal 10$ teurer. So gesehen war´s schon eine Gelegenheit für einen TDK-Sammler.
Eine Meßcassette, deren Präzision mir wichtig ist, würde ich bei dem aber nicht mehr kaufen.

Nur um vorzubeugen. Es gibt in China auch noch den coollpe, der auch ab und zu mal Service-Cassetten anbietet. Meistens aber interessante Sammler-Tapes. Bei dem habe ich noch nicht gekauft, aber den Eindruck, daß er ein solider Verkäufer ist.

In den Buchtsparten Service & Tuning und für Bastler (Kassettengeräte) habe ich seinerzeit immer beobachtet. Da haben jahrelang immer wieder 2 Leute Service-Tapes angeboten. Die schienen mir mit gebrauchten Studio, Meß und Werkstatteinrichtungen zu tun zu haben. Die Sachen waren immer anständig und sachkundig beschrieben. Meine Drehmomentmeßcassette habe ich auch daher. Für 15,-€ Sofortkauf  :flööt:
Der eine hieß, glaube ich Fahrradaxel und der andere so ähnlich wie Karatekämpfer, oder -Tiger. Einer war Ösi.
Wenn ich jetzt mal in den Sparten gucke, tauchen die immernoch unregelmäßig auf. Ich weiß nur jetzt gar nicht mehr, ob es diese Sparten so noch gibt, oder woanders zu finden sind.

Mensch, da will man nur kurz was schreiben und es ist schon wieder ein Roman, Arnulf.

Offline kuni

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #8 am: Dienstag, 21.September.2010 | 18:41:49 Uhr »
Nur um vorzubeugen. Es gibt in China auch noch den coollpe, der auch ab und zu mal Service-Cassetten anbietet.

Den hatte ich eigentlich gemeint  :drinks:
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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #9 am: Dienstag, 21.September.2010 | 19:01:18 Uhr »
Die Drehmomentwerte von 50 Gramm  (40 bis 60 Gramm) für Wiedergabe halt ich bei moderneren Geräten für zu hoch.
Mein persönlicher Richtwert war hier immer ca. 35 Gramm, die empfohlenen Bandzüge variieren aber zwischen den Geräten und den Herstellern.
Bei geringeren Bandzügen danken einem aber dünnere (längere) Bänder und die Gleichlaufwerte.



Gruß Ulrich
« Letzte Änderung: Dienstag, 21.September.2010 | 19:09:11 Uhr von uk64 »

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #10 am: Dienstag, 21.September.2010 | 19:20:38 Uhr »
Da Ulrich gerade diese Grundig Kassette eingeworfen hat:

Ich überlege mir, ob ich mir bei einem der o.g. Ebay anbieter nicht noch eine "Play" Kassette hole.

Im Moment hätten die beiden folgende Modelle im Angebot:
ABEX SRK CT-100M
SONY TW-2131

Sieht für mich alles verdammt gleich aus. Gibt's da qualitative Unterschiede, bzw. welche der beiden wäre zu bevorzugen ?

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Offline Araso

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #11 am: Dienstag, 21.September.2010 | 19:45:55 Uhr »
Moin.

@ Ulrich.
Schön, daß du gerade diese zeigst. Die ist sozusagen ganz universal, weil auch Autoreverse tauglich.

Spulmomente sind natürlich noch eine andere Sache, aber in der Praxis der Revision der Geräte, die uns so unterkommen, hat man selten Probleme, daß man Spulzüge wirklich messen muss. Wenn da was im Argen liegt, erledigt sich das meist durch Reinigung und Wartung. Die Play-Züge sind da schon sehr viel wichtiger.

Wenn jemand also so eine Version bezahlbar entdeckt, sollte er zuschlagen.

@ Kuni.
Bist du sicher, daß du den coollpe meinst? Deine zitierten Service-Tapes gehören nämlich zum Standardangebot des anderen. In welcher Bucht steht das Angebot denn?

Offline kuni

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #13 am: Dienstag, 21.September.2010 | 20:31:40 Uhr »
Die beiden Cassetten sehen zumindest nicht schlecht aus.

Apropos Einstelllehren, diese Angefertigte hier ist an die Revoxlehre angelehnt.
Die Auflagefläche entspricht der unteren Bandkante und  ist Referenz für die Senkrechtstellung, die Schieber haben Bandhöhe.
Die Länge der Schieber gegen die obere Kante ergibt die Eintauchtiefe des Kopfes.

 

Gruß Ulrich

Offline Araso

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #14 am: Dienstag, 21.September.2010 | 20:55:26 Uhr »
Hi Kuni.

Du hast gesehen, daß die Angebote von beiden Verkäufern sind?

Unabhängig davon würde ich die Sony kaufen. Da weiß man, was man hat. Die ABEX mögen nicht schlechter sein, aber von der Marke habe ich noch nie gehört. Da sind 80,-$ + + einfach viel zu viel.

Der bessere VK verkauft die bessere Cassette zum besseren Preis  :drinks: Wenn´s dir das Geld wert ist.
Von der Machart entspricht sie der von Ulrich gezeigten. Bremszug muß man dann etwas sorgfältiger ablesen, aber mit der kannst du noch das meiste machen.

Die ABEX misst das gleiche, aber wie ich schon wieder "Never used" gelesen habe........ .,c045

Vielleicht solltest du zuschlagen. Unter 50,-€ habe ich schon lange keine der interessanten Drehmocas weggehen sehen. Und selbst das kann dauern und muß sein Geld nicht wert sein. Wie gesagt, der coollpe geniest einen guten Ruf. Den dicoolx laß mal lieber weg.

An solchen Preissteigerungen sehe ich aber mit Wohlwollen, daß sich immer mehr Leute dem Erhalt der Technik hingeben. Wer weiß, ob nicht bald schon 100,-€ für gute Stücke gezahlt werden.

Edit. Meine Lieferungen aus / über Shanghai waren bisher nach ca. einer Woche hier. Ebenso schnell, wenn ich dort was hingeschickt habe. Ob´s immer so ist? Bin aber jedesmal wieder beeindruckt. Zur Zeit auch gerade wieder. Die Tapes aus USA und Ostblock habe ich vorher gekauft und sind immer noch nicht hier (also im Zoll). Die Sachen aus China gibt´s oft ohne Zoll direkt in den Briefkasten. Vom dicoolx landete es auch im Zoll. Hängt vom Versendungsort ab. Ist aber immer ein kleines Glücksspiel.
« Letzte Änderung: Dienstag, 21.September.2010 | 21:08:18 Uhr von Araso »

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #15 am: Mittwoch, 22.September.2010 | 09:13:07 Uhr »
Moin Jungs,

Apropos Einstelllehren, diese Angefertigte hier ist an die Revoxlehre angelehnt.

Da hat sich der Thread hier schon wieder gelohnt: Diese Lehren habe ich noch nie in natura und noch nicht mal auf vernünftigen Fotos zu Gesicht bekommen. Kannt ich nur von vagen Berichten, bzw. Erwähnungen in den SM's.

Ulrich, Du schreibst "diese Angefertigte": Ist die gezeigte Lehre ein Eigenbau ?

---------------------
Beim heutigen Drüberlesen bin ich über folgende Passagen von Euch gestolpert:
Sicher wird aber erst Play justiert ...

Mein persönlicher Richtwert war hier immer ca. 35 Gramm, ...
Bei geringeren Bandzügen danken einem aber dünnere (längere) Bänder und die Gleichlaufwerte.

Kann ich daraus folgern, daß es Decks gibt, bei denen sich der Bandzug in irgendeiner Weise einstellen läßt ?
Bin bislang immer davon ausgegangen, daß sich die Bandzüge konstruktionsbedingt eben auf einem bestimmten Wert ergeben, wenn bzgl. den beteiligten Teilen alles iO ist. Von daher hatte ich diese Bandzugkassetten immer eher als "Kontrollinstrument" (bzw. zur Fehlersuche) gesehen, aber weniger als "Meßmittel" zur Einstellung.

---------------------

Du hast gesehen, daß die Angebote von beiden Verkäufern sind?
...
Unabhängig davon würde ich die Sony kaufen.
...
Der bessere VK verkauft die bessere Cassette zum besseren Preis  :drinks: Wenn´s dir das Geld wert ist.

Hab' gestern nochmal detailliert die Angebote der beiden Anbieter durchgeforstet - da streuen die Preise schon recht ordentlich.
Bei genauerem Hinschauen kann man auf den Bildern ganz gut erkennen, daß die Kassetten vom "dicoolx1988" nicht "never used" sein können, weil sie beschriftet wurden. Die Beschreibung stimmt also schon mal nicht, wobei das ja nicht heißen muß, daß man Schrott bekommt.
Vorsicht ist jedoch die Mutter der Porzelankiste, also habe ich mir im "Kaufrausch" noch die eine Sony TW-2131 vom "coollpe" geordert.
Die war als "gebraucht" deklariert, aber auch in einwandfreiem Zustand. Rund 50€ gehen mMn gerade noch so iO.

Die ganzen Kassetten und die angezeigten Werte kann ich ja dann mal miteinander vergleichen - mindestens eine wird dann wieder verkauft.
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Offline Jürgen Heiliger

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #16 am: Mittwoch, 22.September.2010 | 14:56:53 Uhr »
Hi Jungs,

zwei habe ich auch noch bei zu tragen......







Und hier einmal das Kassettenprogramm von König

Gruß
Jürgen

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #17 am: Mittwoch, 22.September.2010 | 18:45:54 Uhr »
Hallo Kuni,
die oben gezeigte Lehre ist von irgend jemanden selbst angefertigt worden, nur nicht von mir.
Ich habe sie mal mit einem B710 erworben.

Bandzüge kann man bei einigen (wenigen) Geräten tatsächlich einstellen, manchmal durch verstellen der Federspannung, wie hier  mit einer Blattfeder



oder auch elektronisch bei Geräten mit getrennten Wickelmotoren ohne Rutschkupplung.

Gruß Ulrich

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« Antwort #18 am: Donnerstag, 23.September.2010 | 09:08:20 Uhr »
Moin Ulrich,

ich glaube so'ne Feder konnte ich neulich in meinem Pioneer CT-F650 sichten.

Ich meine mich auch zu erinnern, daß ich in irgendeinem SM mal über eine elektrische Einstellung gestolpert bin. Ich weis nicht mehr genau ob's bei einem Revox (B215/B710), beim Eumig FL-1000 oder bei sonst was war.

Bei den Revoxen kann ich mir das noch vorstellen (wegen Direkttrieb), aber bei den üblichen Laufwerken à la Rutschkupplung ist doch eigentlich mit elektrischen Einstellungen nichts zu machen, oder ?

Ganz allgemein ist doch bzgl. Bandzügen bei 95% aller Tapedecks wohl eher nichts einzustellen, oder liege ich da falsch ?
Gruß, Kuni
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Offline kuni

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« Antwort #19 am: Freitag, 24.September.2010 | 08:45:33 Uhr »
Moin zusammen,

gestern kamen die eingangs gezeigten 3 Kassetten von Axel an.

Die Matsushita Spiegelkassette braucht einen neuen Spiegel, der alte ist leider angelaufen und das gerade dort wo man's bräuchte.
Bei der Gelegenheit muß ich auch den Spiegelwinkel verändern, weil der für Frontlader ungeeignet ist.

Diese No-Name Bandzugkassette scheint absolut identisch mit der von Jürgen gezeigten König DMC-100 zu sein. Leider sieht man auf den Bildern von Jürgen wegen der Kassettenaufkleber nicht wie die Kassette innen aufgebaut ist. Laut der König'schen Beschreibung sollte die DMC-100 ja auch für den Spulbetrieb bis 100 geeignet sein.
Meine No-Name ist das zumindest im Moment noch nicht. Wie man auf meinen Bildern erkennen kann, wird dort das Band mehrfach umgelenkt um dann schlußendlich an einem Schieber + Feder zu ziehen. Dieser Schieber läuft in einer Kunststofführung. Im Spulbetrieb schlackert der ganze Mechanismus im Gehäuse derart umher, daß ich schon Angst hatte das Band könnte reißen. Die ganze Mimik läuft in meiner Kassette halt nicht ganz ruckelfrei. Das werde ich mal zerlegen, säubern und mit einem Tröpfchen Öl versehen.

Die Sony scheint mir defekt zu sein, die werde ich wohl wieder an Axel zurückgeben.
Ich kann's mir zwar nicht vorstellen, aber vlt. mache ich ja auch was falsch.
Kassette eingelegt und auf Vorspulen gedrückt, dann bleibt der Zeiger unter 50. Auf allen meinen Decks immer an ca. der gleichen Stelle. Im Play Betrieb geht der Zeiger lustigerweise etwas höher.
Der linke Anzeigewickel scheint mir frei zu laufen (zeigt an, wenn man mit den Fingern am Band zieht). Das Problem scheint mir im rechten Wickel zu liegen. Man kann auf meinem Bild erkennen, daß der Wickel zweigeteilt ist und das Zugband am äußeren Ring befestigt ist. Der innere Teil ist mit dem äußeren Teil verbunden über eine Art Feder (kann man nicht exakt erkennen ohne sie zu öffnen), was zusammen wohl so'ne Art Rutschkupplung darstellen soll. Jedenfalls dreht der innere Teil bei kleinen Momenten schon durch und kann deswegen den äußeren Teil nicht mit voller Kraft mitnehmen und so kommt es auf der linken Seite zu einer viel zu kleinen Anzeige.

Bevor ich das bei Axel reklamiere, wollte ich nur nochmal mit Eurer Hilfe sicher gehen, daß ich nichts falsch mache, bzw. falsch verstanden habe - sprich die Kassette auch wirklich hinüber ist.
Gruß, Kuni
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Offline uk64

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #20 am: Freitag, 24.September.2010 | 14:13:43 Uhr »
Meinst du die Sony von ganz oben, die mit dem Endbereich 300g?
Die Anzeige macht doch nur Sinn, wenn hier ein “Kurzschlussdrehmoment” des Antriebs gemessen werden soll. Das heißt nicht im Betrieb sondern mit blockiertem Wickelteller auf der Gegenseite ohne Rutschkupplung.

Im normalen Betrieb, egal ob Wiedergabe oder Spulen, dürfen solch hohe Kräfte doch gar nicht auftreten, das dünne Cassettenband würde das doch gar nicht verkraften.
Im Grundigbeispiel von oben wird der Aufwickeldrehmoment bei Wiedergabe gemessen, also wie stark der Aufwickelteller bis zur Andruckrolle am Band “zehrt”.   

Im Nachbarforum hat Friedrich Engel vor nicht allzu langer Zeit mal diese Tabelle (für Senkel) veröffentlicht:



Hier sieht man empfohlenen Bandzüge in Abhängigkeit der Bandstärke.

Gruß Ulrich
« Letzte Änderung: Freitag, 24.September.2010 | 15:01:14 Uhr von uk64 »

Offline Jürgen Heiliger

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #21 am: Freitag, 24.September.2010 | 14:24:28 Uhr »
Hi Matthias,

wenn man nun bedenkt.......
C 60 = 18 µ
C 90 = 12 µ
C-120 = 8-9 µ

kannst Du Dir denken welche Bandzüge die richtigen wären......
Gruß
Jürgen

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Offline Araso

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #22 am: Freitag, 24.September.2010 | 15:27:54 Uhr »
Moin Leute.

So eine Einstellehre für die Eintauchtiefen hätte ich auch gerne noch.
Die muß aber entsprechend genau hergestellt werden. Mag mit einer Fräsbank recht überschaubare Arbeit sein.
Aber ohne? Wenn man parallel plane Metallstücke der benötigten Dicken findet, könnte man die "Umrisse" mit Laubsäge und Feile bearbeiten.
Sollte ich da aktiv werden, berichte ich hier.

Der Hintergrund. Man findet identische Geräte mit den gleichen verbauten Köpfen, die aber bei Draufsicht ins LW sowohl nach links geneigt, als auch nach rechts geneigt montiert wurden. Bei Kombiköpfen mit Hinterbandkontrolle könnte man sich da noch theoretisch was erklären. Wenn man in der Praxis die Winkelunterschiede sieht, kann man sich solche Streuungen in der Serie aber nicht mehr vorstellen. Es wäre also interessant herauszufinden, ob der Grund Nachlässigkeit, oder tatsächlich optimale Einstellung war.

Ein sehr schönes Beispiel für solche Decks sind die Marantz Compudecks (z.B. SD 9000, 9010, 7)
Die stehen oft in der Bucht mit guten Bildern. Den Tonkopfwinkel kann man meist sehr gut sehen.
Habe mich darüber schon mit Marantz-Fans ausgetauscht, aber den meisten war es nichtmal aufgefallen.

Zu den Rutschkupplungen.
Die elektronischen Regelungen wird man nur bei Geräten finden, die je Wickel einen eigenen Motor besitzen. Solche Decks haben keine mechanische Abwickelbremse. Die Bandzüge werden durch die unterschiedlich geregelten Motoren erzeugt. Auch beim Spulen, da man solche Geräte eigentlich nur in Qualitätsklassen findet, wo die verbauten Wickelmotore gute Leichtläufer sind. Schon wegen des Ansprechverhaltens der Regelung, würde man hier eine Schwergängigkeit mit dem benötigten Gegenzug nicht tolerieren. Es würde auch viel vom betriebenen mechanischen Aufwand ad absurdum führen. Es sind mir bislang auch nur direktgetriebene untergekommen, also nicht mit Riemen zum Wickel. Und am besten dort dann eine Rutschkupplung  ;ich?.

Bei den "Räder"-Laufwerken möchte ich behaupten, daß eher 95% einstellbar sind. Also alles, was nicht der "Wegwerfklasse" angehört.
Zum einen findet man oft die von Ulrich gezeigte Blattfederlösung. Zum anderen auch eine Druckfeder, deren Gegenhalt auf der Welle klemmt, aber mit sanfter Kraft verschoben werden kann, um die Vorspannung zu verändern. In den entsprechenden SMs ist dann auch eine Federkraft angegeben und der Abstand, den die Feder füllt.

Wenn bei "Play" der Aufwickel nicht durch ein separates Reibrad angetrieben wird, sondern auch durch das beim Spulen aktive Reibrad, gibt´s oft Zweierlei.
Einmal die starke Rutschkupplung im Reibrad. Bei Play muß der Bandzug ja gegen den Capstan aufgebaut werden. Der nun frei laufende Abwickel hat dann meist unter der Radscheibe noch eine Rutschkupplung zum festen Teil des LW-Chassis. Hier kann man dann den Bremszug einstellen. Entweder auch mit drehbarer Blattfeder, oder mit Druckfeder, die zur Einstellung mit verschieden dicken Anlaufscheiben gespannt wird. In ganz einfachen Decks findet man dort auch nur eine Feder, die dann auf dem LW dreht und kratzt, bis sie stehenbleibt und anfängt, den Wickeldom einzufräsen. Also es gibt selbst in der Wegwerfklasse solche Lösungen. Durch verbiegen der Feder im Prinzip auch einstellbar. Gibt´s auch einfach mit Ringfeder und Filz, der außen gegen die Radscheibe drückt. Dort wird die Ringfeder in verschiedene Stufen eingehängt.

Bei "Rückspulen" wird der linke Dom dann auch über die starke Kupplung angetrieben. Die schwache eigene Bremsung des Doms wird dann "überlagert". Es gibt also dauernd eine Belastung der Mechanik. All diese Dinge zusammen funktionieren schon gut. Sie sind aber heute meist der Grund, weshalb man lieber das ganze Laufwerk überholt, obwohl eigentlich nichts wirklich "kaputt" ist.

Wenn es ein extra Rad für den Antrieb des Aufwickeldoms bei Play gibt. Habe ich auch schon folgende Lösung gesehen.
Der Motor des Zwischenrades besitzt einen kleinen Pulley. An einem Arm ist die Achse des Zwischenrades angebracht. Den Kraftschluß besorgt eine Zugfeder, die das eine Reibrad über den Arm an den Pulley zieht. Bei Motorstillstand pendelt der Arm dann in die Mitte, so daß er die Wickeldome nicht berührt.
Soweit ist alles normal.
Es gibt aber auch einen Mechanismus, wo die kleine Zugfeder nicht in Höhe der Motorachse sitzt, sondern deutlich darüber. Das bewirkt, daß das Reibrad an den Pulley gezogen wird und seitlich dann vorbei möchte. Das geht aber nicht, weil es sich an einen der Wickeldome anlegt. Durch die Drehrichtung bei Play will der Abwickel jetzt das Zwischenrad noch weiter dazwischen zwängen, da der Gummibelag des Reibrades genug Grip hat und elastisch ist. Der Motor des Zwischenrades bleibt weiter stehen, da die Übersetzung viel zu hoch ist und der Motor genug gegenhält.
Das Gummi des Zwischenrades wird also als Bremsbelag mißbraucht  ;0006
Die Bremskraft wird dann dadurch verändert, daß der Aufhängepunkt der Feder ein angeschraubtes Blech ist, was sich im "weiteren Kreis" verschieben läßt. Dadurch kann man sogar rechts / links im Verhältnis ändern.
Der definierte Lagepunkt des Reibrades zur benötigten Funktion (Play / Autoreverse Play) wird durch einen kurzen Stromimpuls erzeugt.
Zu finden in moderneren Mittelklasse Decks, die über eine "Bandstraffung" verfügen und trotz des Komforts von Logicsteuerung und anderen Prozessoren nicht teuer sein durften. Die Doppelverwendung der Impulse, gepaart mit dem "Bremsgummi"-Verschleiß, ergibt eine wunderbare Einsparung von Produktionskosten bei gleichzeitiger Profitmaximierung durch kurze Standzeiten.

Ich habe mir überlegt, ob ich hier so einen langen Roman schreiben soll. Aber dann habe ich gedacht, daß eine reine Listung oder Bebilderung wenig aussagt. Hintergrunderklärungen und Nutzungsanweisungen würden das wohl eher praxistauglich abrunden.
Ich hätte mir am Anfang jedenfalls schon viele Infos zur Benutzung, die ich mir erst "erschrauben" mußte, gewünscht.
Und natürlich habe ich auch eine Reihe Servicecassetten am Bedarf vorbei gekauft. Durch das geduldige Beobachten der Buchtangebote bin ich vor Kauf darauf gestossen, daß die Drehmo-Tapes verschieden sind. Sonst hätte ich davon jetzt auch mehrere  :_aggressive:
Was meint ihr dazu? Wir stehen ja noch am Anfang des Threads. Schwerpunkt Listung oder Schwerpunkt Anwendung.

Viele Grüße, Arnulf.

P.S. Kuni. Nach meinem Verständnis sollte in deiner Sony links eine Federwirkung entsprechend der Skala vorhanden sein. Rechts sollte eigentlich eine Kupplung mit Kraftschluß in dem Bereich sein. Diese Kupplung sollte bei ca. 50% über dem höchsten Skalenwert links auslösen. Wenn die Cassette durchgelaufen ist, würde die "Meßfeder" sonst über Gebühr belastet. Ebenso beim Rückspulvorgang.
Meine wickel´ ich deshalb auch mit der Hand zurück, wenn die Messung nur kurz war. Ansonsten drehe ich sie lieber um und lasse sie mit play zurücklaufen.

Zu Ulrich. Drehmo-Tapes um den Spulmoment zu messen, haben meist Skalen bis über 200. Habe jetzt aber keine Sollangaben der Hersteller im Kopf.

Zu Jürgen. Bei diesen Dingen kannst du kaum von Tonbändern auf Cassetten schließen. Die Entwicklungen sind doch früh in eigene Richtungen gegangen.

Offline Jürgen Heiliger

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #23 am: Freitag, 24.September.2010 | 15:35:56 Uhr »
Arnulf,

die daten für die Banddicke der Cassetten stehen teils in den Technischen Merkblättern......
zu lesen hier....
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4698.0
schau mal unter BASF und RMG
Gruß
Jürgen

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Offline Araso

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #24 am: Freitag, 24.September.2010 | 15:54:41 Uhr »
Hallo Jürgen.

Ich habe mich da zu ungenau ausgedrückt. Die Banddicken mögen stimmen. Die Bandzüge sollte man aber bei Tapedecks gerätespezifisch einstellen, nicht Cassettenspezifisch.
Dazu kommt, daß eigentlich immer Drehmomente angegeben sind und keine Zugkräfte. Also Kraft mal Hebelarm. Da ist die Tabelle nicht so hilfreich.

Viel Spaß, Arnulf.

Offline Captn Difool

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #25 am: Freitag, 24.September.2010 | 16:43:10 Uhr »
Im Zweifelsfall mag so eine Cassette helfen, ich mache das ganz pragmatisch nach Gefühl, wenn ich mit Fingerkraft den Wickel genügend abbremsen kann, ist es ok. D.h. nicht mit Gewalt würgen müssen (dann zu stark) aber auch nicht schon bei leichter Berührung stoppen (zu schwach). Selbst mein 30 Jahre altes K-560 wickelt einwandfrei.

Offline uk64

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #26 am: Freitag, 24.September.2010 | 18:03:21 Uhr »
Hallo Arnulf,
Ich verzichte mal auf Zitate, da meine Antwort gleich auf mehrere Sachen eingeht.

Es gibt durchaus Geräte ohne Motor für jeden Wickel mit elektronisch geregeltem Bandzug.
Als Beispiel das Sony Deck TC-K808ES, es hat einen Wickelmotor mit Idler.



Hier sieht man auch die von Sony empfohlenen Drehmomente für alle Betriebsmodi.
Auch beim Umspulen darf der Bandzug die Belastbarkeitsgrenze des Bandes nicht überschreiten.
Ich habe zwar extra ein paar Sony Manuals durchgeschaut um Kunis Cassetten zu finden, aber bis jetzt kein Erfolg.
Es kommt halt immer drauf an was wie gemessen wird.
Das sollte man auch auf die Einheiten achten, in Friederichs Tabelle wird ein Bandzug in Pond (bzw. Gramm) angegeben.
Drehmomentcasseten messen ein Drehmoment, Kraft mal Strecke.
Die SI Einheit ist Nm (Newtonmeter), bei den Messcassetten ist es g*cm (Gramm * Zentimeter)
So passt alles zusammen.

PS: Ich "fühle" meist auch nur, erst wenn es kritisch wird fange ich an Drehmomente zu messen.

Gruß Ulrich


Offline uk64

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #27 am: Freitag, 24.September.2010 | 18:28:23 Uhr »
Das wer mir doch jetzt fast untergegangen.

Zum anderen auch eine Druckfeder, deren Gegenhalt auf der Welle klemmt, aber mit sanfter Kraft verschoben werden kann, um die Vorspannung zu verändern.

Das ist genau das bzw. die Stelle auf die ich bei besagtem FL900 hinauswollte.

Gruß Ulrich


Offline Araso

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #28 am: Freitag, 24.September.2010 | 18:57:37 Uhr »
Hi Ulrich.

Zu deinem letzten Posting. Das habe ich mir gedacht. Als ich das vorhin schrieb, habe ich automatisch weiter zum FL 900 Thread weitergeschrieben. Da mußte ich erst nachgucken, in welchem Thread ich bin.  .,a015
Das holen wir nach, wenn Kuni den Filz eingebaut hat.

Auf die Unterschiede zwischen Drehmoment und Zugkraft hatte ich auch hingewiesen. Das ist mir also schon bewußt.
Allerdings wundert mich das mit dem Sony 808 jetzt etwas. Ich habe mich über 6 Sonys mit dem LW bis zu denen, die heute hier sind, geschraubt. Eins habe ich auch behalten.

Der Abwickel wird bei denen durch eine Rutschkupplung gebremst. Zusätzlich ist im Hohlraum zwischen Wickeldom und Kunststoffachse! eine Fettfüllung, die ruckdämpfend wirkt. Wenn trotz tadellosem Zustand Cassetten gefressen werden, ist meist nur diese Ruckdämpfung wieder herzustellen.
Bei Play wird der Dom durch eine Ringfeder mit Filz gebremst, die beim Hochfahren des Kopfschlittens gespannt wird.
Beim Aufwickeldom müßte ich erst wieder nachgucken, aber eigentlich war das alles konventionell aufgebaut. Vielleicht hat der Motor für die Play-Funktion ja eine Lastregelung.
Aber es gibt keinen Bandzug in den LWs, der nicht auch mechanisch (mit-) geregelt wird.
Bei elektronischer Bandzugsregelung verstehe ich das so, daß auch nicht mechanisch "gegen gebremst" wird.

Arnulf.

Offline kuni

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #29 am: Freitag, 24.September.2010 | 18:58:10 Uhr »
Ui ui ui Jungs, einiges zusammengekommen hier  .,d040

Dann fange ich mal an:

Zur Sony:
Meinst du die Sony von ganz oben, die mit dem Endbereich 300g?

Genau die meine ich.

Die Anzeige macht doch nur Sinn, wenn hier ein “Kurzschlussdrehmoment” des Antriebs gemessen werden soll. Das heißt nicht im Betrieb sondern mit blockiertem Wickelteller auf der Gegenseite ohne Rutschkupplung.

Das kann schon sein, aber sie zeigt, egal ob mit oder ohne blockiertem linken Wickel, bei FF immer das gleiche an, also irgendwas unter 50, weil eben die Rutschkupplung im rechten Wickel früher durchrutscht  .,a015

P.S. Kuni. Nach meinem Verständnis sollte in deiner Sony links eine Federwirkung entsprechend der Skala vorhanden sein.

Bei händischem ziehen am Band (also Bandzug nicht über den rechten Wickel) kommt das gefühlsmäßig schon hin.

Rechts sollte eigentlich eine Kupplung mit Kraftschluß in dem Bereich sein. Diese Kupplung sollte bei ca. 50% über dem höchsten Skalenwert links auslösen.

Und genau das scheint nicht der Fall zu sein. Wenn ich z.B. händisch am rechten Wickel der Kassette drehe, dann rutscht die Kupplung am rechten Wickel auch gleich durch - ohne daß sich der Zeiger links nennenswert bewegt.

Wenn die Cassette durchgelaufen ist, würde die "Meßfeder" sonst über Gebühr belastet. Ebenso beim Rückspulvorgang.

An der Kassette ist nichts mit Rückspulen. Der linke Wickel hat gar keine Zacken und greift also im Dorn des Decks gar nicht ein.
Aus das vorhandene Band vom rechten Wickel zur linken Seite ist nur ganz kurz, also praktisch nur um die Feder in der linken Seite zu spannen.

Was mir gerade noch aufgefallen ist:
Im Play Betrieb zeigt sie deutlich mehr an, also z.B. um die 50-80, je nach Tapedeck.
Das Ganze scheint mir dann doch irgendwie noch abhängig von der Drehgeschwindigkeit des rechten Wickels abzuhängen.

Wenn ich nun aber die Angebote bei Ebay lese, dann wird ja tlw. deutlich darauf hingewiesen, daß die TW-2412 nicht für den Play-Bandzug gedacht ist.
Dem echten Play-Bandzug kann das aber mMn auch nicht wirklich entsprechen, weil dann alle meine Decks viel zu hohe Play-Bandzüge hätten.

Ich kapier's jedenfalls nicht  :_sorry:

Habe jetzt aber keine Sollangaben der Hersteller im Kopf.

z.B. beim Eumig FL-900:
Play: 30-60g/cm
FF/RWD: 70-120g/cm

Ich habe zwar extra ein paar Sony Manuals durchgeschaut um Kunis Cassetten zu finden, aber bis jetzt kein Erfolg.

Wenn Du was findest, wäre das uU echt hilfreich. Leider ist in der Hülle der Kassette keine Anleitung abgedruckt, wie es z.B. wohl König gemacht hat.

Zur Thread-Gestaltung:

Wir stehen ja noch am Anfang des Threads. Schwerpunkt Listung oder Schwerpunkt Anwendung.

Ich meine wir können hier durchaus beides vereinen, oder ?

Zu den Bremsenkonstruktionen:
Die diversen Erläuterungen waren mal wieder richtig interessant  :_good_: - der Teil der LW'e war mir bisher noch nicht so sehr bewußt.
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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #30 am: Freitag, 24.September.2010 | 22:12:13 Uhr »
Jungs, es hat mir keine Ruhe gelassen, die Sache mit dieser Sony Kassette und der Tatsache, daß sie bei Play wenigstens "irgendwas" anzeigt.
Gestutzt habe ich, weil sie gar nichts anzeigt, wenn man den rechten Wickel mal von Hand dreht.
Ich dachte mir, es muß doch einen Unterschied geben, wieso sie bei Play was anzeigt, bei "Handbetrieb" und FF aber nicht.

Also habe ich mir das Teil mal genauer angeschaut:



Rot = Drehender Teil des Wickels
Grün = Ring, an dem das Zugband befestigt ist / mit einer Feder (= Rutschkupplung) vom roten Ring entkoppelt.
Blau = Bandführung

Nun ist es so, daß diese Rutschkupplung nur ganz wenig Kraft aufbringt und sich roter und grüner Ring praktisch kraftlos gegeneinander verdrehen lassen.
Nur im Play-Betrieb zeigt sie was an und das ist (wenn man die Bandführung betrachtet) ganz einfach der Zug, der alleine von der Kombination Capstan zu Andruckrolle aufgebracht wird  :;aha.

Um diese Kraft "solo" messen zu können ist die Rutschkupplung so kraftlos ausgelegt, damit das Aufwickelmoment nicht (bzw. nur minimal) in die Messung mit eingeht.

Das erklärt auch, wieso ich "vermeintlich" meinte den Aufwickelbandzug mit 50-80g viel zu hoch zu messen.
Es ist schlicht nicht das Aufwickelmoment, sondern eben der Bandzug des Antriebs.
Schaut man genau hin, dann sieht man auch die Maßeinheit in "g" (= Kraft) und nicht als Drehmoment in "g * cm".

Im Gegensatz dazu ist die Sony TW-2131 (Drehmomentkassette für Play) in "g * cm" beschriftet, also als Drehmoment.

Also was haben wir letzten Endes mit der Sony TW-2412 ?
-> Schlicht eine Kassette mit der sich der Zustand des Antriebs (Capstanwelle + Andruckrolle) prüfen läßt

Ich find's geil  :_yahoo_: - aber dazu muß man wohl so'n freakiger Minispuler - wie meiner einer - sein  :grinser:
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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #31 am: Samstag, 25.September.2010 | 10:19:25 Uhr »
Ist ja sehr interessant.

Da war ich ja völlig auf dem Holzweg.
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, muß der "zackenlose" Wickelkern links dann fest mit dem Gehäuse verbunden sein?

Sinn würde ich nicht als Zustandsprüfung von Capstan und Andruckrolle bezeichnen, sondern einfach um zu messen, ab wann das Band dort durchrutscht. Und natürlich macht die Messung der Zugkraft (g) dann mehr Sinn. War mir auf der Skala zuerst gar nicht aufgefallen.

Ich denke, das messen zu können, wird manchmal sehr nützlich sein. Ich hatte auch schon ein Deck, was nach halber Spielzeit anfing zu leiern. Es lag am zu geringem Anpreßdruck, sodaß der Aufwickelzug am Anfang ausglich, mit größer werdendem Aufwickel aber nicht mehr genug Zugkraft aufbrachte und das Band am Capstan durchzurutschen begann.
Wäre der Fehler nicht schnell erkennbar gewesen (von Hand verbogene Feder an anderer Stelle), hätte man sicher viel Zeit für die Suche reingesteckt.

Ich würde sie behalten.

Wieder was dazugelernt, Arnulf.
« Letzte Änderung: Samstag, 25.September.2010 | 10:27:09 Uhr von Araso »

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #32 am: Samstag, 25.September.2010 | 11:06:15 Uhr »
Moin Arnulf,

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, muß der "zackenlose" Wickelkern links dann fest mit dem Gehäuse verbunden sein?

Jepp  :_good_:.

Evtl. ist die innen auch ganz anders aufgebaut, als die Drehmomentkassette TW-2131.
Zudem wird mir nun auch klar, wieso es von der Sony TW-2412/2422 (Driving Power Meter) eine linke und rechte Variante gibt.
TW-2412 -> für Capstan rechts
TW-2422 -> für Capstan links

Ich denke, das messen zu können, wird manchmal sehr nützlich sein.
...
Ich würde sie behalten.

Auf jeden Fall bleibt die. Antriebsprobleme die auf Capstan oder Rolle zurückzuführen sind, wird man damit recht schnell entlarven können, z.B. auch dadurch, daß der Wert nicht konstant angezeigt wird, sondern schwankt (könnte ich mir zumindest so vorstellen).

Habe gestern dazu auch den "coollpe" befragt. Er hat das letzten Endes bestätigt, hier seine Antwort:

As for your question about TW-2412, this equipment is not a torque meter, and it's used for measuring the traction power of motor. Different models may have different standard readings for the traction power (not necessarily documented in the service manual). Any questions let me know. Thanks.
-coollpe
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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #33 am: Freitag, 01.Oktober.2010 | 18:45:15 Uhr »
So, gestern kam also die Sony TW-2131 Torque-Meter-Kassette vom "coollpe" an.
Übrigens exakt wie beschrieben neuwertig. Kommunikation lief auch prima. Den Mann könnte ich also durchaus empfehlen.

So sieht das Teil aus:


Die Kassette ist gedacht, für Aufwickel- und Abwickeldrehmoment (bis 100g*cm) im Play-Betrieb.
Für's Drehmoment beim Umspulen ist sie nicht geeignet, weil sich die Skalen mitdrehen und dann "etwas zu schnell sind"  :grinser:.

Alles in allem macht die Sony einen professionellen Eindruck und die Anzeige ist relativ ruhig, ruckelt also nicht.

Im Vergleich dazu nochmal die "No-Name" Kassette, die mir baugleich zur oben gezeigten König DMC-100 scheint:


Diese Kassette zeigt praktisch den gleichen Wert an, scheint also praktisch genauso gut zu sein, auch wenn sie irgendwie "billiger" aufgebaut erscheint.
Unterschied ist, daß sie ruckeliger anzeigt, weil wohl das Band durch die Umlenkungen nicht so recht jeder Bandzugsänderung folgen will.
Auch die ist ungeeignet für's Umspuldrehmoment, weil's da eben genau wegen der Bandführung in der Kassette ruckelt, rupft und rappelt im Karton.

Für "normale" Anwendungen/Prüfungen aber vollkommen ausreichend.
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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #34 am: Dienstag, 19.Oktober.2010 | 23:38:58 Uhr »
Hi zusammen,

die oben schon mal gezeigte Matsushita QZZCRD Spiegelkassette hatte ja leider einen unbrauchbaren Spiegel.
Arnulf's selbstgebaute BASF Spiegelkassette (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5743.msg143623#msg143623) hat mich dann drauf gebracht, mich auch mal an sowas zu versuchen (dazu morgen mehr).

Jedenfalls habe ich so'ne Spiegelfolie (wie er's verwendet hat) nirgend auftreiben können, zumindest nicht in einer Qualität, die man auch als Spiegel bezeichnen könnte.

In einem Tiffany-Glas-Center bin ich dann fündig geworden, d.h. die haben mir 2mm starken Spiegel auf den Millimeter zugeschnitten. Die Gelegenheit habe ich genutzt und mir für die Matsuhita auch gleich einen machen lassen (Kostenpunkt 3€ pro Spiegel).

Hier wie's vorher aussah:



und hier hinterher:



Gruß, Kuni
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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #35 am: Mittwoch, 20.Oktober.2010 | 18:57:07 Uhr »
Hi zusammen,
 
noch eine kleine Fortsetzung "Wir basteln eine Spiegelkassette":
 
(1) Ausgangspunkt ist eine alte Kassette mit noch brauchbarer Mechanik. In meinem Fall eine TDK C60 mit Umlenkrollen auf Metallachse:
 

 
(2) Aus der Vorderseite habe ich einen Sichtausschnitt "ausgedremelt".
Dabei ist folgendes zu beachten:
- Seitlich nicht zu weit ausschneidenm daß man nicht in den Teil reinkommt, wo die Umlenkrollen laufen. Als Anhaltspunkt kann die breiteste Stelle dieser trapezförmigen Verdickung der Kassette genommen werden.
- Nach unten hin so weit wie möglich ausschneiden, aber aufpassen, daß der noch übrigbleibende Steg nicht zu dünn wird und dann bricht. In meinem Fall blieben noch ca. 3mm Steg stehen.
- Nach oben hin ebenfalls nicht zu viel ausschneiden, weil sonst u.U. die Bandwickel nicht mehr über ihren kompletten Durchmesser im Gehäuse geführt werden können. Ich habe hier den halben Abstand zwischen "trapezförmigen Verdickung" und Sichtfenster genommen.
 
Die Einlegefolie muß dann entsprechend passend abgeschnitten werden.
 

 
(3) Als Spiegel dient ein 2mm starker Spiegel, den ich in einem Tiffany-Glas Laden millimetergenau zugeschnitten bekommen habe (für 3€).
Abmessungen in meinem Fall: Länge = 67mm, Breite = 10mm
 
Rein rechnerisch ergibt sich bei 45° Einbauwinkel und der gegebenen Einbautiefe in der ausgesägten Kassette eine Breite von 9,9mm.
Breiter als 10mm bringt dann nicht mehr viel, weil:
(a) Der Spiegel dann u.U. zu weit übersteht und die Kassette dann ggf. nicht mehr in jeden Schacht eingeführt werden kann.
(b) Ein hervorstehender Spiegel keinen weiteren Sichtgewinn mehr bringt (man will ja schließlich in der Kassette schauen und nicht an der Kassettenoberfläche vorbei.
 
Anmerkung:
In meiner Matsushita Kassette war der Spiegel 65 x 9 mm. Das ist mir eigentlich einen Tick zu kurz und zu schmal (leicht eingeschränktes Sichtfeld).
 

 
(4) Den Spiegel habe ich dann zunächst mit Knete im 45° Winkel fixiert und mit 2 Punkten UHU Acrylit fixiert.
Nach Aushärten des Klebers die Knete entfernt und dann nochmals mit UHU Acrylit den hinteren 45° Winkel etwas aufgefüllt, damit's besser hällt.
 

 

 
(5) Auf dem nicht ausgeschnittenen Kassettenteil müssen im Bereich der Bandführung alle Teile weggedremelt werden, die die Sicht auf das Band behindern würden.
Ebenso muß natürlich auch das Abschirmblech und die Filzfeder raus.
 

 
(6) Das Band muß anschließend ordentlich gekürzt werden, weil wegen des Spiegels nun nur noch kleinere Bandwickel in die Kassette passen.
 

 
(7) Hier dann das fertige Ergebnis:
 

 
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Offline frank1391

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #36 am: Freitag, 13.Januar.2012 | 13:45:55 Uhr »
Hallo, dann laß ich den Freddy mal wieder aufleben:

Mir fällt in letzter Zeit ein gehäuftes Auktionsangebot von Einmess-/Einstellkassetten aus China auf. Hat da jemand Erfahrung mit ? Wo kommen die auf einmal alle her, wenn es keine Plagiate sind ?

Gruß
Frank

Offline kuni

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #37 am: Montag, 16.Januar.2012 | 09:11:57 Uhr »
Hast Du mal 'nen Link ?
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Offline frank1391

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #38 am: Montag, 16.Januar.2012 | 10:01:21 Uhr »
Ja Kuni z.B. hier:

e..y alignment tape, weltweit

http://www.ebay.de/itm/TEAC-Test-Tape-MTT-25705-for-Azimuth-and-Frequency-Response-Alignment-/110808585089?pt=BI_Blank_Media&hash=item19ccb4d381

Die alignment tapes kommen mehr oder weniger aus einer Quelle, meist TEAC oder ABEX. Diese Quelle versiegt aber seit Monaten nicht. Das Angebot ist in der Menge fast immer gleich, keines fällt weg.

und auch hier will sich jemand ein goldenes Näschen verdienen:

http://www.ebay.de/itm/Alignment-Tape-Set-Frequency-Response-50-Hz-15-kHz-70us-/220929220878?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item337068610e

Gruß
Frank
« Letzte Änderung: Montag, 16.Januar.2012 | 10:32:45 Uhr von frank1391 »

Offline kuni

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Re: Prüf-/Einstell- und Test-Kassetten (mechanisch - keine Referenz-/Einmess-Bänder)
« Antwort #39 am: Montag, 16.Januar.2012 | 18:43:13 Uhr »
Aha,

also beim "coollpe" hatte ich auch mal gekauft, wenn ich mich recht erinnere - waren glaube ich die Bandzugkassetten.

Ich vermute, daß die Sachen aus irgendwelchen fernöstlichen Werkstätten/Produktionen stammen könnten.
Dort wurden Kassettengeräte ja (ähnlich wie in Südamerika) noch lange, teils bis heute, rege eingesetzt. Ich könnte mir schon vorstellen, daß da noch deutlich mehr Bestände verfügbar sind, als bei uns in Europa.

Von solchen Bändern würde ich aber trotzdem die Finger lassen, weil man nicht weiß wie es da mit dem Zustand und dem zugrundeliegenden Bandfluß nach den Jahren noch aussieht.

Das mit dem "immer wieder auftauchen" kann man aber auch relativ sehen. Als ich solche Kassetten noch beobachtet hatte, habe ich gemerkt, daß die monatelang die Runde drehen, weil so wirklich der Verkaufsrenner ist sowas nicht (mehr). Da gibt's nur noch eine Hand voll Freaks auf der Welt, die überhaupt noch für sowas Verwendung haben. Zudem ist der Preis auch nicht ohne - man muß da also schon "Fan" sein  :_rofl_:
Gruß, Kuni
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