Autor Thema: Fragen zur Wartung eines Thorens TD318  (Gelesen 2767 mal)

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Offline holgi_001

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Fragen zur Wartung eines Thorens TD318
« am: Montag, 02.August.2010 | 16:28:32 Uhr »
Hallo,

ich heiße Holger und bin neu hier und habe gleich eine Frage, deren Antwort ich so direkt in diesem Forum noch nicht gefunden habe.

Ich habe so ein altes Schätzchen namens TD318 von Thorens. Er läuft gut, aber ich dachte, nach den langen Jahren könnte er mal etwas Pflege gebrauchen. Ich habe mir daher über das große Auktionshaus das Pflegekit von Joel mit den Ölen und dem Ersatzriemen bestellt.

Die Anleitung für das Tellerlager (Messing) verstehe ich: Altes Öl raus, trocknen und 0,5 bis maximal 1 ml vom Öl Nr.2 nachfüllen und Tellerlager von selbst reinrutschen lassen, richtig?

Dann ist aber noch ein winzig kleines Bildchen bei einer weiteren Kanüle Öl dabei, welches wohl den Motor zeigt. Eine schriftliche Beschreibung dazu fehlt. Muss der Motor dazu ausgebaut werden und das Öl kommt unten auf das Lager oder braucht das Modell TD318 dieses Öl gar nicht?

Also, ein bischen mehr Info kann mir nicht schaden.

Gruß Holger


Offline Jürgen Heiliger

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Re: Fragen zur Wartung eines Thorens TD318
« Antwort #1 am: Montag, 02.August.2010 | 17:34:32 Uhr »
Hallo Holger,

Zitat
Altes Öl raus, trocknen und 0,5 bis maximal 1 ml vom Öl Nr.2 nachfüllen und Tellerlager von selbst reinrutschen lassen, richtig?
Zusätzlich 1 Tropfen Öl auf den Lagerdorn(/-achse bevor dass Du die Achse wieder ins Lager gleiten lässt.... so würde ich es machen.
Wundere Dich nicht dass der Innenteller nicht direkt komplett ins Lager sinkt.... am besten den Innteller in Drehbewegung versetzen dann geht die Einsinken etwas schneller (braucht aber immer noch bis zu 1 Std.)

Dazu brauchst Du den Motor nicht ausbauen.... denn ans untere Lager des Motors kommst Du ohne eine Zerlegung des Motors nicht heran. Und dies ist nur den sehr Erfahrenen User zu raten, da der Motor nur gecrimpt und vernietet ist. An das untere Lager würde ich nur dann ran gehen, wenn der Motor Geräuche machen würde.
Es reicht in der Regel etwa einen Tropfen Öl unterhalb des Motorpulleys an die eigentliche Motorachse zu bringen und den Motor dabei laufen zu lassen..... das Öl zieht sich alsdann in die obere Motorgleitlagerbuchse.


Gruß
Jürgen

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Offline holgi_001

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Re: Fragen zur Wartung eines Thorens TD318
« Antwort #2 am: Mittwoch, 11.August.2010 | 16:09:56 Uhr »
Hallo Holger,
Zusätzlich 1 Tropfen Öl auf den Lagerdorn(/-achse bevor dass Du die Achse wieder ins Lager gleiten lässt.... so würde ich es machen.
Wundere Dich nicht dass der Innenteller nicht direkt komplett ins Lager sinkt.... am besten den Innteller in Drehbewegung versetzen dann geht die Einsinken etwas schneller (braucht aber immer noch bis zu 1 Std.)

Dazu brauchst Du den Motor nicht ausbauen.... denn ans untere Lager des Motors kommst Du ohne eine Zerlegung des Motors nicht heran. Und dies ist nur den sehr Erfahrenen User zu raten, da der Motor nur gecrimpt und vernietet ist. An das untere Lager würde ich nur dann ran gehen, wenn der Motor Geräuche machen würde.
Es reicht in der Regel etwa einen Tropfen Öl unterhalb des Motorpulleys an die eigentliche Motorachse zu bringen und den Motor dabei laufen zu lassen..... das Öl zieht sich alsdann in die obere Motorgleitlagerbuchse.



Hallo,
ich wollte Euch mal eine Rückmeldung geben, als Ermutigung für all diejenigen, die das auch zum 1. Mal machen wollen. Also, der Plattenspieler funktioniert noch.  :_good_:
Ich habe zum schnelleren Einsinken des Lagertellers den Gussteller verkehrt herum aufgelegt und das ganze in Drehung versetzt. Nach 15 Minuten war das Ding unten. Es war aber ein bischen viel Öl drin, 1 ml ist etwas zu großzügig. Also, Tellerachse nochmal raus, etwas Öl abtupfen und das Spiel von vorn. Es hat sich jetzt ein kleiner Ölring auf dem Lager gebildet. So lasse ich es.
Das Motorlager habe ich nach dem Abnehmen der Bodenwanne von unten mit einem Tropfen Öl versehen. Oben habe ich den Pulley demontiert und ebenfalls einen Tropfen Öl draufgetan.
Die Rutschkupplung ist jetzt etwas lockerer (Weiter oben mit den Madenschrauben geklemmt). Trotzdem läuft der Teller jetzt schneller an (Das Knarren der Rutschkupplung ist deutlich kürzer geworden). Die Aktion hat also was gebracht.
Klanglich hatte ich keine Offenbahrung. :_55_: Das Ding klang schon vorher hervorragend und tut es immer noch.

Gruß Holgi