Autor Thema: Alles rund um's B710  (Gelesen 71942 mal)

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Offline kuni

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Alles rund um's B710
« am: Montag, 19.April.2010 | 19:17:43 Uhr »
Hi zusammen,

anscheinend gibt's für's Revox B710 noch keinen eigenen Thread, also mache ich einen auf  .,a095

Hier mal die ersten Beiträge, die aus dem B215 Thread ab hier http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5301.msg141069#msg141069 kamen:

Konnt' ich's also nicht lassen ....

... also hab' ich mir gerade mal den "alten" Bruder des B215, also ein B710 geschossen.

Würde mir wohl sonst langweilig werden  :_tease:, nachdem alle meine Decks nun wieder soweit fit sind.
Bin schon gespannt, was da so die Unterschiede zum 215 sind...

Hi Matthias,

nun willst Du es aber wissen.... :_yahoo_: ... Hast Du einen MK I oder II? Einfachstes Unterscheidungsmerkmal Dolby B oder B+C.

Hi Jürgen,

ja kann man so sagen, daß ich's wissen will ;-)

Ich habe in den letzten Tagen häufiger mal was aufgenommen und kreuz und quer durch meine Decks gehört.
Das Gardiente scheint doch noch nicht ganz fit zu sein - es leiert etwas und zwar hörbar.
Lustigerweise nur sporadisch. Ich vermute, daß das evtl. mit Wärme und sich dann lösendem Fett (oder so) zu tun haben könnte.
Mein Pioneer CT-F650 macht trotz "Idler-Kur" - die ich vor einigen Monaten gemacht habe - auch wieder Zicken und läuft nicht so richtig an.
Das Akai GXC-760D verkuddelt mir immer mal wieder sporadisch die Bänder beim Umspulen, vor allem bei sehr leichtgänigen MC's.
Da war ich auch schon oft dran, komme aber nicht drauf an was das liegt und hab' jetzt irgendwie auch nicht mehr so die Lust da Zeit zu investieren.
Ich laß' es halt nur noch abspielen und vermeide Spulereien auf dem Deck.

Das ist so einfach keine Basis und ich hab' ziemlich die Schauze voll von so "halb ausgegorener Technik", vor allem von den einmotorigen Kisten mit Idler.
Deswegen kommen mir nur noch 1a Decks ins Haus, mit hochwertiger Technik.

Längerfristig steht ein Tandberg TCD-3004/3014 noch auf dem Plan, bzw. eines der silbrigen/champagnerfarbenen ASC's, die Arnulf mal gezeigt hatte.
Für die Dinger braucht's aber noch etwas Geduld.

Das Gradiente zerlege ich nicht mehr. Das geht vrmtl. ins Kinderzimmer meiner Tochter (so bald ich dort Platz gefunden habe).
Was ich mit dem Pio und dem Akai mache weis ich noch nicht genau. Die Optik ist halt sensationell, aber mindestens eins davon wird Platz machen müssen.

Die letztens gemachten Aufnahmen vom B215 sind Klasse, hören sich aber auf dem Eumig nicht ganz so transparent an, als wenn sie auf dem Eumig gemacht wurden.
Andersrum, also Aufnahme auf dem Eumig und abspielen auf den anderen Decks, ist alles in allem etwas höhenbetonter.
Meine Abspielvergleiche, die ich hier im Thread gemacht hatte, zeigen das ja auch.
Das B215 wollte ich wegen seines universelleren Einmeßcomputers ja eigentlich als Aufnahmedeck nehmen, aber ich denke ich werde doch wieder das Eumig zur Aufnahme heranziehen.
Frequenzgänge hin oder her, das Hörergebnis ist lezten Endes entscheidend. Damit wären die Vorteile des B215 gegenüber dem B710 nicht mehr ganz so relevant.

Zudem werde ich mit dem "Kreutzworträtseldesign" des B215 nicht so ganz warm. Da muß ich mich noch entscheiden.
Zuerst mal sehen wie sich das B710 so schlägt. Ich schätze, daß es gegenüber dem B215 keine Nachteile bergen dürfte, mal abgesehen von den unterschiedlichen Ausstattungsdetails, die sich aber für meinen Anwendungsbereich nun einigermaßen relativieren.
Evtl. hatte ich mir schon mal angedacht, für das B215 eine Alublende anfertigen zu lassen (sozusagen als Einlage über die Kunststoffolie der Frontplatte), aber mit der Idee will ich auch noch nicht ganz warm werden. Bis sich hinsichtlich Tandberg/ASC dann mal was ergibt, dachte ich mir, werde ich mal noch Erfahrung mit dem B710 sammeln.

Das B710 habe ich ja erst gestern ersteigert, hab's also noch nicht hier.
Scheint ganz gut in Schuß zu sein (lt. Auktionstext). Lediglich ein leichtes Quitschen sei aus dem LW hörbar, aber das bekomme ich in Griff.
Wenn ich's recht weiß, dann hat's nur Dolby B, scheint dann also ein MK I Gerät zu sein. Eh egal, weil von Dolby bin ich geheilt.
Für 226€ habe ich wahrscheinlich auch kein echtes Schnäppchen gemacht, aber ich schätze den Preis als ok ein (auf jeden Fall dafür wieder verlustfrei zu verkaufen).

Übrigens ging mein zweites Eumig dann ja doch noch über die 300€ Schallmauer. Daß mir den Arbeitsaufwand keiner zahlt war mir eh klar, aber 300€ hatte ich mir als Minimum gesetzt - ist also schon ok.
Es wird über einen Bekannten des Käufers erst mal innerhalb D verschickt, kommt dann aber über jenen Bekannten nach Moskau. Mit dem Käufer dort hatte ich schon etwas Mailkontakt und er scheint auch ein Fan zu sein. Immerhin kommt es dann vlt. in Hände, die es auch zu würdigen wissen. Ist mir lieber als irgend ein anderer Heini.

Moin,

mit dem 710er wirst du deinen Spaß haben, es ist ein Super Tape. Ich habe nur noch zwei hier. Aber nach dem ich die Laufwerke überholt habe zicken die nicht mehr rum. Leider stehen sich diese Tapes kaputt wenn sie nicht benutzt werden.
Am besten beide Capstanwellen vorsichtig ausbauen , reinigen , mit einem Tropfen Öl versehen und alles ist schön.

Wie gesagt es sind super Tapes und optisch schöner als die 215/721er.

Gruß Heinzmen

Aufgrund dieses unseligen Bediendesigns der 215 wäre eine 710 auch meine bevorzugte Wahl. Schade, das die anderen Decks sich so unvollkommen geben, scheint als hätte ich mit meinem K-560 ein Glücksgriff gemacht, lediglich in der letzten feinsten Hochtonauflösung macht sich im Vergleich zu moderneren Decks das fehlende HX-Pro bemerkbar. Aber es läuft für seine bald 30 Jahre wie ein Uhrwerk, ganz ohne Probleme. Ich freue mich schon auf das KX-930, welches schon zur Aufarbeitung bereit steht, das wird dann mein"King". Ich wünsche Dir, das Du im 710 das findest, was Du gesucht hast.

... und gleich ein paar Anmerkungen dazu:

@Heinzmen
Daß das Quitschen aus den Capstan-Lagern kommen könnte, habe ich auch vermutet.

Da stellt sich mir eine Frage:
Das sind ja sicher Sinterlager. Im Rahmen meiner Eumig Reparatur, hatte mir mal einer gesagt, daß man Sinterlager nur mit Sinterlageröl schmieren sollte. Anderes Öl würde die "Poren" des Lagers zusetzen und das Lager dadurch längerfristig den Schmierfilm verlieren.

Nehmt Ihr da auch nur ausschließlich Sinterlageröl, oder einfach ein anderes dünnflüssiges und nicht harzendes Öl ?
Wo könnte man denn im Fall der Fälle günstig eine kleinere Portion Sinterlageröl herbekommen ?

André
Zitat
Schade, das die anderen Decks sich so unvollkommen geben.
Meintest Du damit meine ?
Ich jammere da wahrscheinlich auf hohem Niveau. Ist nicht so, daß die anderen Kandidaten sooooo jämmerlich wären.
Das Pio läuft schon an, braucht aber ein paar Wickelumdrehungen, bis es rund läuft. Zum reinen Play schon ok. Klingen tut's auch Klasse.
Das Akai zickt nur bei einigen Bändern, hauptsächlich die leichtgängigen BASF. Nachdem ich das rausbekommen hatte ist das auch kein riiieeeesiges Problem mehr. Es bekommt halt keine BASF mehr als Futter.
Was das Gradiente betrifft, so war das ja schon zu Beginn in jämmerlichem Zustand. Es läuft wieder und hat hier zulande Seltenheitsfaktor. Daß es hin und wieder jault ist natürlich so'ne Sache. Könnte man hinbekommen, aber solange ich noch andere Decks im Stall hab' muß ich mich da jetzt auch nicht noch weiter dran versuchen, zumal mein Töchterlein eh nach einem Deck gefragt hat und da käme das gerade recht (das mit dem Akai GXC-75D wird wohl doch eher nichts mehr).

Zitat
Ich freue mich schon auf das KX-930, welches schon zur Aufarbeitung bereit steht, das wird dann mein"King"

Du berichtest hoffentlich  :_hi_hi_:

Zitat
Ich wünsche Dir, das Du im 710 das findest, was Du gesucht hast.

Das Eumig und das B215 sind schon mit die heißesten Kandidaten, die ich so kenne. Das 710 ist jetzt erst mal eine etwaiige Alternative zum B215.
Irgendwas zum Basteln brauche ich einfach, sonst wird's mir langweilig  :grinser:
Was am Ende wird ... mal schauen. Eins der beiden Revoxe wird auf jeden Fall bleiben. Welches wird vermutlich nicht die Technik entscheiden (da sind die zu ähnlich), sondern eher die Ausstattung, aber bezogen auf meine Anwendung (und da hat das 710 eigentlich nichts weniger - von dem was ich brauche).

Hab' übrigens den Beitrag von Hans-Joachim im TB Forum gefunden, in dem er die Ätzerei der rechten Capstan-Welle des B710 beschreibt (http://forum2.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=9326&pagenum=2#top / Beitrag vom 03.05.2009:
Zitat
Ich habe damals zunächst gereinigt und gewienert, was das Zeug hält, allerhand Geld in immer wieder neue Andruckrollen gesteckt, erzielte aber nie den erhofften, dauerhaften Erfolg. Daraufhin sah ich mich genötigt, die Rückmeldesignale der Tonmotoren oszillografisch darzustellen, konnte dort aber keinerlei Unruhe feststellen. Damit war für mich klar, dass lediglich die polierten Tonwellen mit den hochkalandrierten Bändern Beförderungsprobleme haben konnten. Dafür sprach auch, dass die größeren Andruckrollen des MKI diesbezüglich bei längerer Laufzeit weniger Gleichlaufprobleme verursachten.

Jetzt aber war die Frage, wie bekomme ich die Wellen mattiert, ohne irgendeinen halbscharigen Sandstrahler beauftragen zu müssen, der vielleicht eher mit Lokomotiven und Gussteilen entsprechender Größe, nicht aber mit hochempfindlichen Miniaturwellen Erfahrung hat. Nun, selbst war der Mann, --- und das ohne Sand. Ich entnahm dem Gerät die Welle rechts mit der gebotenen Vorsicht, spannte sie zwischen den Lagerstellen spitzfingerig (die Aufregung sitzt mir noch heute in den Gliedern) in eine Halterung und senkte die Welle für -soweit erinnerlich- 10 bis 15 Sekunden in einen Porzellaneierbecher mit Salzsäure. Danach reinigte ich die Welle sorgfältigst, ohne die Lagerbereiche vom Sinterlageröl zu befreien, brachte die Welle zurück ins Gerät setzte die Schwungmasse auf, fixierte diese, und 'Ruhe' war.
Leider vefiel ich damals auf die unüberlegte Schnapsidee, auch die linke Welle nach diesem Verfahren zu 'mattieren', es hatte ja schon einmal so gut geklappt... Als meine Vorrichtung die Welle wieder aus der Säure hob, wurde mir klar, dass das wohl ein Fehlgriff gewesen sein könnte. Die Folgen waren zwar kaum hörbar, dennoch war der Gleichlauf wieder etwas schlechter geworden.
Für Dummheiten muss man eben bezahlen.

Bei mir erwiesen sich auch die Treiber-4136 für die Motoren als 'anfälliger', denn ich musste seit dem Erwerb des Gerätes (ca. 1983) hier zwei Male einen Austausch vornehmen, weil einer der Tonmotoren durchging.

Natürlich geriet auch ich zwischen die Tonkopffronten, was soviel Ärger auslöste (Revox bekleckerte sich dabei auch nicht gerade mit Ruhm), dass ich einige Zeit später (das dürfte etwa 1986 gewesen sein) Walter Derrer bei der Vorstellung einer Studer-Dash-Anlage in München (wo ich für einen ganzen Vormittag lang der einzige Besucher blieb...) auf diese Affäre hin ansprach. Er berichtete dann das, was ich oben erzählte.

Hans-Joachim

Ich poste das hier mal, weil's ja beim 710 noch relevant werden kann.
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Offline kuni

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #1 am: Montag, 19.April.2010 | 19:47:32 Uhr »
Hab' grad' nochmal in der Auktion geschaut:
Scheint doch ein B710 MK II zu sein (hat doch Dolby B und C).
Dann scheinen die 226€ doch vlt. sogar eher günstig gewesen zu sein  raucher01
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Offline Araso

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #2 am: Montag, 19.April.2010 | 20:19:51 Uhr »
Moin Kuni.

Herzlichen Glühstrumpf.

Es bleibt also spannend bei dir und für uns Mitleser.
Leider hab ich ja noch kein Revox, befürchte aber fast, daß mir das 710 besser gefallen könnte, da ich mich mit Bedienung und "Kreuzworträtsel-Optik" (guter Begriff) des 215 auch nicht so recht anfreunden kann. Da ich aber auf schwarz stehe, habe ich doch ein H1 im Sinn. Um so interessanter, was du am Ende herausfindest.

Sinterlageröl solltest du schon nehmen. Ist auch kein Problem. Im Modellbahnbereich wird es auch verwendet und du bekommst es in entsprechenden Läden von den bekannten Modellbahnherstellern. Es gibt sie auch in Dosierstiften, empfehle aber die Verwendung einer Spritze mit feiner Kanüle. Geht einfach besser.
Preislich zahlt man anteilig natürlich mehr in den kleinen Mengen und für den "Namen". Aber man kommt doch recht lange damit aus und für jemanden, wie dich, der öfters in die Mechanik kriecht, ist es sicher lohnenswert. 

Na dann man tau, Arnulf.

Offline PhonoMax

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #3 am: Montag, 19.April.2010 | 21:27:23 Uhr »
Angesichts meines obigen Zitates wäre es vielleicht nicht unpassend, die Ursache meiner Aktivitäten nicht zu zensieren: Mir missfielen als altem Organ- und Clavecinisten klassischer Prägung die Gleichlaufschwankungen des 710, die relativ schnell zu groß wurden, weshalb -der Antrieb an sich konnte es ja nicht sein- zunächst die Andruckrollen und dann die Tonwellen meines MKII ins Fadenkreuz meiner 'Ermittlungen' gerieten:

Ein mir bekannter Pianist mit 'naturgegeben' professionellen Ansprüchen an die Gleichlaufschwankungen besaß einen MKI, der nicht nur die Andruckrollen zunächst noch größeren Durchmessers aufwies, sondern auch im obigen Sinne beschwerdefrei lief. Erklärbar wurde mein Problem damit auch von 'der' anderen Seite her, die aber meine Annahme letztlich ungeeigneter Tonwellen stützte.
Die Ursache lag schlicht daran, dass die Reibung des Vortriebes der vorder- und rückseitig hochgradig kalandrierten und relativ harten Chrom-Bänder in vielen Situationen namentlich mit nicht absolut taufrischen Andruckrollen nicht mehr ausreichte, um einen meinen Ansprüchen gerecht werdenden Gleichlauf einzuhalten. Die Wahrnehmbarkeit der Störungen setzt aufgrund der Anlage unseres Gehörs natürlich die genannten klavierten Musikinstrumente voraus.

Ich hatte anfänglich auch noch ein anderes Problem, das wohl auf denselben Ursachen gründete, sich aber anders äußerte: Beim Starten kam es oft vor, dass trotz meiner sehr sorgfältigen Einmessung und ausschließlichen Verwendung der entsprechend eingemessenen Cassettentypen die Umschaltung vom Vor- auf den Hinterbandbetrieb böse Ergebnisse zutage förderte.
Die Ursache dessen lag in einer nach dem Starten nicht völlig satten Anlage des Bandes an den Köpfen, die sich erst nach 20 Sekunden einstellte, wenn die rechte Transportachse das Band ausreichend nachbefördert, bzw. das Rückhaltemoment der linken Welle das Band nachgespannt hatte. Die Folge war ein dramatischer Höhenabfall, der sich erst über einen viel zu langen Zeittaum ausreichend legte. Dies wurde mit meiner Mattierung der Welle rechts besser. Solange ich diese Ätzung aber nicht durchgeführt hatte, gewöhnte ich mir an, nach jedem Bandstart (vorzugsweise bei der Aufnahme) den linken Wickeldorn für einige Sekunden mit dem Finger vorsichtig zu bremsen, um sicher zu gehen, dass das Band dort anlag, wo ich es haben wollte.

Ich habe damals außerdem meinen (sehr frühen) MKII 'natürlich' gleich umgebaut, d.h. mit einer Empfindlichkeitsumschaltung des ernst zu nehmenden Mikrofoneinganges (drei Stufen) versehen, dem Line-Eingang ein zwischen Line- und Mikrofonempfindlichkeit umschaltbares Verstärkerpaar (nach 169) vorgeschaltet, das natürlich symmetriert war. Zusätzlich verpasste ich dem Serienmikrofonverstärker eingangsseitig eine transformatorische MS-Matrix (zwei Beyer-Übertrager aus den Vorräten), so dass kombinierte Aufnahmen mit vier Mikrofonen ebenso möglich waren wie ein voll symmetrischer Betrieb unter Studiobedingungen, weil der nach wie vor fortlebende Serienausgang auf zwei kleine Line-Endstufen (Typ 169) arbeitete. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Studer bereits an einer professionellen Version des Revox-B710 in Gestalt des Studer-A710 entwickelte. Ob er mir allerdings geschmeckt hätte, wäre andererseits infolge des studerspezifisch gespannten Verhältnisses zwischen Preis und Leistung derartig aufgebohrter Revox-Produkte (gemessen an meiner Kiste, die auch noch Phantomspeisung besaß) durchaus zweifelhaft gewesen.


Auffällig ist bei den Cassettenrecordern aus dem Hause Revox, dass sie mit der A700 zu den einzigen Geräten von Revox und den relativ wenigen bei Studer gehören, denen man einen Modulationstransformator für die Mischung von Hf und Nf spendierte. Der Aussteuerungsmesser der 710er nebst Geschwistern ist ein echter Spitzenspannungsmeser (mit Vollweggleichrichtung), der weitgehend nach DIN arbeitet. Er integriert über 10 ms, die Skala (Verlauf, Umfang) stimmt allerdings nicht, reicht mit -40 dB aber weit genug hinunter.

Hans-Joachim


« Letzte Änderung: Montag, 19.April.2010 | 21:31:05 Uhr von PhonoMax »

Offline Captn Difool

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #4 am: Montag, 19.April.2010 | 21:29:56 Uhr »
Öl für Sinterlager sollte nicht zu dünn sein, Modellbahnöl geht auch gut dafür, deren Motoren haben auch fast alle Sinterlager.

Es stimmt, die BASF-Cassetten zicken gern, ich habe die schon länger nicht benutzt und werden dann im KX-930 auch wieder verstärkt getestet werden.

Klaro, vom KX-930 wird es einen Bericht in der gewohnten Form geben.

BTW. Wir sollten mal bei Gelegenheit ein kleines Bandschneckentreffen machen  :drinks:


Offline Araso

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #5 am: Montag, 19.April.2010 | 23:11:31 Uhr »
Öl für Sinterlager sollte nicht zu dünn sein, Modellbahnöl geht auch gut dafür, deren Motoren haben auch fast alle Sinterlager.

Viele Loks haben schon kugelgelagerte Motore (Faulhaber, Maxon).
Vor allem sind´s die Getriebe und Achslager.
Da dort oft Haare und ähnliches reingeraten, werden die Lager dementprechend oft gereinigt. Da wären die Lager schnell ausgewaschen, wenn nicht entsprechend hochwertig und geeignet nachgeschmiert würde.

Wenn man sieht, wie fit manche alte Lok noch in den Lagern ist, obschon sie sehr viel mehr arbeiteten mußte, als ein Tapedeck, darf man der Wirkung solchen Sinteröls schon trauen.

Viele Grüße, Arnulf.

P.S. In meinem Maßstab wiegt eine Schlepptenderlok auch schon mal 7Kg. Die Kraft wird vom Motor auf eine Kuppelachse gebracht und dann vorbildgerecht mit den Kuppelstangen auf die anderen Achsen übertragen. Dazu ein 17Kg schwerer Güterzug am Haken. Mit einer Betriebsdauer, die die meisten Tapedecks nicht erreichen müssen.

Offline Captn Difool

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #6 am: Dienstag, 20.April.2010 | 08:31:06 Uhr »
OT aber Öl: Ich hatte mal eine alte Fleischmann 01 (Altbuakessel, Metall) in Wartung, die säuselte fast geräuschlos und seidenweich, ein wenig die Lager nachgeölt, die muß schon tausende von Rundenkilometern zurückgelegt haben, das war jedenfalls ein Paradebeispiel eines gut eingefahrenen Motors, da brauchte der alte Dreipoler keinen Vergleich zu einem Fauli mit Schwungmasse scheuen. Glockenankermotoren sind nur bei wenigen Modellbahnern verbreitet, die Mehrheit fuhr zu meiner Zeit mit Standardmotoren. Die Modellbahn- und Zubehörhersteller verkaufen kein schlechtes Öl. Es ist harzfrei mit einer geeigneten Viskosität für kleine Lager. Es sollte eben nur kein "Nähmaschinenöl" aus dem Baumarktregal sein. Auch im Modellbauzubehör gibt es die passenden Öle, da es dort auch viele Drehlager in allen Varianten gibt. Ich habe jedenfalls damit immer gute Erfahrungen gemacht.

Offline kuni

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #7 am: Dienstag, 20.April.2010 | 10:21:03 Uhr »
Hi zusammen,

@Hans-Joachim
Sorry, ich wollte nichts aus dem von Dir gesagten "unterschlagen" :drinks:.
Mir war es nur in erster Linie wichtig das Ätzprozedere hier zu platzieren.
Für die restlichen Hintergründe, dachte ich mir, kann der Interessierte dem von mir platzierten Link folgen.

@Arnulf/André
Danke für die Tips mit dem Öl.
Ich werde mal beim lokalen "Modellbahn-Dealer" vorbei schauen und mir ein Fläschen gönnen  prost02.

@André & all
Ein Bandschneckentreffen wäre lustig - hatte ich auch schon öfter dran gedacht.
Schade ist halt, daß wir hier sicher nur um die 5-6 Leute sind, die sich dafür interessieren (wobei man ein Treffen ja nicht grundsätzlich einschränken sollte). Ein "Stück" fahren würde ich zu einem Treffen schon auch, blos bitte nicht tausende von km quer durch die Republik...
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Offline PhonoMax

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #8 am: Dienstag, 20.April.2010 | 12:37:56 Uhr »
Lieber Kunibert,

um potenziell aufkommenden Irrtümern vorzubeugen: Es ging mir nicht ums Meckern oder die Betonung meiner 'unverzichtbaren Wichtigkeit' (hüstel), sondern eher darum, andere vor meinen Dummköpfigkeiten anno tobak zu bewahren, denn nicht nur ich bin fehlbar. Und wenn nur ein Dröppsken der Säure an die Lagerstellen der Wellen gelangt, herrscht gleichlaufmäßig Matthäi am letzten. Mich belastete es, wenn ich indirekt/direkt Anlass dazu gegeben hätte, einen Abkömmling einer Firma zu beschädigen, der Hand und Fuß, Maß und Ziel menschliches wie technisches Anliegen beim Konstruieren war.

Studer ist ja nicht deshalb Studer, weil wir den entsprechenden Kult darum veranstalten, sondern weil dort Leute am Werke waren, die sinnvoll und berechenbar ihre Arbeit auf ein 'sauberes Ziel' hin machen wollten und nebenbei auch durften bzw. konnten. Man bedenke dabei, aus welchen Bedingungen eines Weltkonzerns heraus der große europäische Konkurrent AEG-Telefunken seine Werkstraditionen aufbaute. Studer begann als Kleinstbetrieb ohne Abwerbungen bei der Konkurrenz; man schuf sich seine Kompetenz selbst. Und aus dieser vorsichtigen Handwerksmeistermentalität geschah dann nach allerhand Durstkilometern bekanntlich einiges nicht zuletzt deshalb, weil man personalpolitisch geschickt große, aber noch junge Lose gezogen hatte, die sich im Hause bis zum Ruhestand wohl, nein, mehr noch, zuhause fühlten..

Die nicht zufällig und grundlos dauernd laufenden Tonmotoren der 710er (nebst Verfolgern) begünstigen ein Auslaufen der Sinterlager, die deshalb nach 25 Jahren mehr oder minder fortlaufenden Betriebs oftmals erledigt sind. Es gibt jemanden auf deutschem Boden, der die Logistik zur Fertigung von Lagern, Tonwellen nebst dem Einpressen der Lager in den Gussrahmen angeworfen hat, um solcherart gealterte Rekorder in der Originalspezifikation wiederzubeleben. Er hat beispielsweise für Enzo di Benedetto die entsprechenden Bauteile geliefert. Das allerdings geht nicht ohne Geld (Einzelanfertigungen höchster Genauigkeit, Spezialverfahren beim Aus- und Einpressen der Lager) und Kompetenz und nochmals Kompetenz ab, weil die Lagersituation eines Cassettenrecorders an seinen physikalischen Grenzen komplizierter ist als der Gleichaufvergleich der Geräte zweier Hersteller mit ungeeigneten Signalen.

Hans-Joachim


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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #9 am: Dienstag, 20.April.2010 | 19:20:47 Uhr »
Alles klar, Hans-Joachim  .,a095.

Wißt Ihr eigentlich, ob die Andruckrollen aus dem B215 auch ins B710/II passen ?
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Offline PhonoMax

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #10 am: Dienstag, 20.April.2010 | 20:24:20 Uhr »
Verräterisch ist bereits die de facto identische Laufwerkszeichnung von 710/II und späterer 215-Serie. Und so haben denn auch beide "Pinch Roller" (L & R) in beiden Fällen dieselbe Ersatzteilnummer 710.203.00.
Identischer geht es wohl nicht.

Leider aber scheint man zu Regensdorf ehedem auch hier etwas versucht zu haben, wovon ausgehend reumütig zu alten Verfahren zurückgekehrt wurde,  denn zunächst (bis Seriennummer 20400) hatten die 215 nicht nur links und rechts unterschiedliche Andruckrollen, sondern auch solche, die vom 710/II abwichen. Ich würde mir das für beide Serien genau ansehen, ob und inwieweit sich die 215/I-Andruckrollen vom 710/II unterscheiden, wenn (nominell nicht passende) 710/II-Andruckrollen mit Sinterlagerhülse vorhanden sind. Heute erhält man auf dem klassischen Beschaffungskriminalitätsamtsweg über Villingä-Schwenningä (also keine Sonderanfertigung) ja nurmehr Andruckrollen mit Plastiklagerhülse.

Hans-Joachim
« Letzte Änderung: Dienstag, 20.April.2010 | 20:32:02 Uhr von PhonoMax »

Offline kuni

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #11 am: Mittwoch, 21.April.2010 | 00:22:42 Uhr »
Super. Ich hab' ja noch neue Rollen für's B215, die kann ich dann vlt. ins 710 einbauen (falls notwendig)  :_good_:
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Offline heinzmen

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #12 am: Mittwoch, 21.April.2010 | 09:16:32 Uhr »
Moin,

ich habe bei meinen beiden A710er die Lager mit Balistol geöl. Die beiden Tapes laufen ganz hervorragend. Ich bin damit bestens zufrieden.
Wichtig ist es das man alles zerlegt und richtig reinigt. Ohne dem gehts nicht . Dann mit einem Q-Tip die Lager ganz leicht einölen.
Wie gesagt damit habe ich die beste Erfahrung gemacht.

Gruß Heinzmen
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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #13 am: Mittwoch, 21.April.2010 | 20:59:55 Uhr »
Hi Heinzmen,

ja mit Ballistol habe ich auch schon so manches gerichtet, aber als echtes Schmieröl setze ich es eigentlich nicht ein.
Weiß gar nicht wieso, aber ich meine es stand auf der Dose, daß es dafür nicht so richtig geeignet ist.
Zum schmieren mit Öl nehme ich sonst immer ein dünnflüssiges Universalöl, praktisch sowas wie Nähmaschinenöl, nur daß meins nicht verharzt und (nach Anruf beim Hersteller) auch keine Materialen angreifen (soll).

Bei den Sinterlagern bin ich da aber seit Neuestem immer etwas vorsichtig. Hab' halt Schiß, daß die lager futsch gehen  :cray:
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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #14 am: Montag, 26.April.2010 | 20:54:22 Uhr »
Hi zusammen,

heute kam das B710 an. Auf den ersten Blick ist's ok, aber bei zwei Punkten bin ich beim ersten Check drüber gestolpert.
Wenn Ihr vlt. da mal was zu sagen könntet, ob das ok ist:

(1) Die Schalter scheinen alle zusammen nicht ganz fit zu sein. So läßt sich das Deck z.B. manchmal nicht ausschalten, d.h. die Wellen bleiben stehen, aber der Zähler bleibt an.
(2) Die LED der Lichtschranke leuchtet nicht. Beim B215 ist das ja deutlich zu sehen, beim B710 nix.
Ist das evtl. eine IR Lichtschranke ?

Das Gehäuse mieft etwas nach Nikotin:
Mit was kann man denn das Nextel putzen ?
Geht da ein Lappen mit Alkohol oder doch besser nur Spüli, nicht daß sich da die Beschichtung löst.
« Letzte Änderung: Montag, 26.April.2010 | 21:02:01 Uhr von kuni »
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Offline hifikauz

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #15 am: Montag, 26.April.2010 | 22:40:25 Uhr »
Moin Matthias!

Alkohol löst zumindest diese alten Nextelbeschichtungen ab!!!
Viele Grüße,

Käuzchen

Offline Das.Froeschle

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #16 am: Montag, 26.April.2010 | 22:43:34 Uhr »
(2) Die LED der Lichtschranke leuchtet nicht. Beim B215 ist das ja deutlich zu sehen, beim B710 nix.
Ist das evtl. eine IR Lichtschranke ?

Funktioniert die Bandabschaltung beim B 710?

Denn beim B 710 sieht man die Lichtschranke nicht (Das Licht ist nicht im sichtbaren Bereich/Spektrum).
Bei der B 215 ist sie i.d. Regel sichtbar, aber IMHO auch nicht bei allen Modellen.


Offline kuni

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #17 am: Dienstag, 27.April.2010 | 08:32:18 Uhr »
Hi Ihr beiden und danke für die Infos.

Gehäuse werde ich dann mit Wasser und Spüli abwaschen (sonst mache ich das bei Blech, Kunststoff, Folie immer mit Iso-Alkohol - sozusagen desinfiziert  :grinser:).

Die Abschaltung beim B710 funktioniert, von daher hatte ich schon vermutet, daß das eine IR Lichtschranke sein dürfte.
Allerdings stoppt mein B215 genau dann, wenn der Übergang vom Vorspann- zum Magnetband genau auf der Lichtschranke ist.
Das B710 stoppt etwas später, nämlich wenn das Magnetband schon rechts ins Gehäuse läuft.

Die Lichtschranke werde ich auf jeden Fall putzen und einstellen, aber ich denke das könnte normal sein.
Gruß, Kuni
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Offline kuni

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #18 am: Dienstag, 27.April.2010 | 21:50:41 Uhr »
So Leute,

hier mal ein paar kurze Impressionen des B710.







Der KH-Volume Knopf steht ziemlich vor, obwohl die Kappe richtig sitzt.
Hab' da heute mal nach Bildern gesucht, aber keins gefunden, bei dem der Knopf von der Seite fotografiert wäre.
Allem Anschein nach, scheint das normal zu sein, daß der so weit vorsteht ?



Habe gerade die Front weg:
Man kann da wohl die ganze Platine mitsamt den Buchsen und dem Poti mit ein paar U-Scheiben etwas nach hinten setzen, dann gibt das ein Bild  :_good_: (so sieht das ja aus, als wär's nicht richtig draufgesteckt  :_thumbdown_:

TK sieht gut aus (ist noch nicht geputzt).



Rechte Capstanwelle ist schon mattiert  :_good_:



Nextel hat seitlich und auf dem Deckel ein bischen was abbekommen, stört mich aber weiter nicht.



Den Grund des Mief habe ich auch gefunden, total verstaubt:





Gott sei Dank wirklich nur Staub und kein Nikotin  :_yahoo_:, lies sich also prima absaugen.

Hab's heute anhand der BDA komplett getestet - tut alles, bis auf den Bandstop, aber das wird wohl die Lichtschranke sein.

Die Schaltersache habe ich schon geritzt: Platinchen + Schalter ausgebaut und die Kontakte auf der Platine gesäubert - jetzt schalten sie wieder wie 'ne eins.
Laufwerk ist auch schon raus. Das hat genauso viel Staub angesetzt. Muß ich ja aber eh zerlegen, dann ist's auch nicht weiter schlimm.

Vom Aufbau kann ich im Vergleich zum B215 vlt. noch sagen, daß mir das B710 hier einen etwas wertigeren Eindruck macht.
Die Basisplatinen sind aus Pertinax und alles in allem mußte ich doch etliche Schrauben mehr öffnen um ans Innere zu kommen.
Spontan betrachtet scheinen auch die Schalter am LW (MC eingelegt und Kodierung) nicht offen zu liegen, sondern sind Mikroschalter, bzw. gekapselt.
Gruß, Kuni
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Offline Captn Difool

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #19 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 06:34:42 Uhr »
Sieht ja aus wie ein Panzerschrank, gefällt mir aber deutlich besser als die B-215. Ja, da ist eine Rundumreinigung von innen nach außen dringend fällig.
Mit fällt auf, das der rechte Führungsstift bei der Cassettenaufnahme eine Macke (Bruch?) zu haben scheint.

Offline P.Nieratschker

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #20 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 08:30:58 Uhr »
Das 'Bruchstück' ist Teil der filigranen Lichtschranke; das hat nicht jeder!

Also an dieser Stelle keine Gefahr im Verzug...

Pit

Offline Captn Difool

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #21 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 10:20:09 Uhr »
Aha, das ist auf den Bildern leider nicht so gut zu erkennen, die Fotodiode also?

Offline P.Nieratschker

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #22 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 11:42:48 Uhr »
Nein, das dürfte eher der 'Lichtleiter' hinunter zum OP500 sein, dem Fototransistor also. Die Diode sitzt auf der Gegenseite und blinzelt manchmal unsichtbar, manchmal leicht errötet aus dem Geräteinnern durch das dünne Band hindurch.

Zum Verständnis:



mfg Pit

Offline kuni

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #23 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 11:46:55 Uhr »
Moin zusammen,

Sieht ja aus wie ein Panzerschrank
:_good_:
B710 und B215 sind sooooo viel anders vom Aufbau nicht. Wie ich schon geschrieben hatte, ist das B710 alles in allem schon etwas stabiler aufgebaut - da sind z.B. einige Verstrebungen mehr und es waren mehr Schrauben zu lösen um ans Innere zu kommen.
Hat natürlich auch Nachteile, so läßt sich das B215 eindeutig mit weniger Aufwand zerlegen - aber das macht man ja auch nicht jeden Tag.

gefällt mir aber deutlich besser als die B-215.
Meine Frau ist ja hier "Master" bzgl. Design  :flööt:
Das B215 kann sie gar nicht ab - das B710 zwar auch nicht wirklich, aber fand sie dann doch etwas harmonischer - alles Geschmacksache.
Auch das B710 trifft nicht wirklich meinen Geschmack (optisch !), aber irgendwie find ich's auch gelungener.
Schade nur, daß Revox bzgl. der Haptik nicht wirklich der Bringer ist.
Die leichten Aluknöpfe fassen sich einfach "billig" an und dieser komisch hervorstehende Knopf der Kopfhörerlautstärke geht irgendwie gar nicht...

Ja, da ist eine Rundumreinigung von innen nach außen dringend fällig.
Ist schon erledigt. Ich mußte eh die ganze Front abbauen um an die Schalterplatine (zwecks Reinigung der selben) zu kommen.
Dabei lag dann alles offen und ich konnte prima absaugen. War kein größerer Siff, sondern wirklich nur lockerer Staub nur der saß halt in jeder Ritze. Die abmontierten Frontplattenteile werden noch sanft mit Spüli gewaschen, aber dann erst wenn's wieder an den Zusammenbau geht.

Jetzt ist erst mal das LW dran. Da habe ich gestern noch die Capstanwellen ausgebaut (Bilder dazu folgen noch), sauber gemacht, Lager neu geölt und wieder eingebaut.

Hat von Euch auch schon mal jemand die Wellen an dem Revox LW ausgebaut ?
Da ist am hinteren Gegenlager eine kleine braune Scheibe mit zwei Zapfen, die die Scheibe gegen verdrehen im Lagersitz sichern. Diese Scheibe ist auf der einen Seite plan, auf der anderen Seite hat sie eine ringartige Erhebung. Leider habe ich beim auseinander bauen nicht richtig aufgepaßt und weis nun nicht mehr genau, ob die plane Seite (a) in Richtung Motor oder (b) in Richtung Lager gehört.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann wär's (a), aber wäre nett wenn mir das jemand bestätigen könnte.

Mit fällt auf, das der rechte Führungsstift bei der Cassettenaufnahme eine Macke (Bruch?) zu haben scheint.
Du meinst den grauen "Stift" rechts neben dem TK ?
Das ist die Halterung für den Spiegel der Lichtschranke (sitzt darunter - unter dem Band) und hat mWn gar keine Führungsfunktion.
Der Spiegel ist ein kleines Plättchen das von unten in diesen Plastikstift eingesetzt wird und stirnseitig mit dem Kunststoff verschweißt ist.
Deswegen sieht das so aus wie abgebrochen, ist aber völlig iO.

Übrigens passen die Andruckrollen des B215 in meinem B710 Exemplar nicht. Dort sind viel kleinere (Durchmesser ca. 6mm) verbaut.
Gruß, Kuni
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Offline heinzmen

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #24 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 11:58:18 Uhr »
Moin,

wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist (a) richtig. Sei aber bitte sehr vorsichtig mit den beiden Schrauben. Zieh diese mit sehr viel Gefühl ( das was sich die Frauen wünschen ) an. Die brauchen auch nicht extrem fest zu sein. Sonst ist es ruckzuck kaputt.
Also aufpassen.

Gruß Heinzmen
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Offline P.Nieratschker

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #25 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 12:33:37 Uhr »
[...]
Das B215 kann sie gar nicht ab - das B710 zwar auch nicht wirklich, aber fand sie dann doch etwas harmonischer - alles Geschmacksache.
Auch das B710 trifft nicht wirklich meinen Geschmack (optisch !), aber irgendwie find ich's auch gelungener.
Schade nur, daß Revox bzgl. der Haptik nicht wirklich der Bringer ist.
[...]

Zugegeben: Toleranz ist nicht gleich Toleranz, und den 215-er gibt es ja in unterschiedlichen Frontversionen, aber mein 'Türmchen' hat bei der zuständigen Regierung noch immer Gefallen gefunden. Auch wenn die Sache nicht sortenrein ist und eine gewisse Mischkultur auch nicht jedermanns Sache ist:



Gruß Pit


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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #26 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 12:51:02 Uhr »
Hi Pit,

Kammerl 417, oder was will das nette Schild uns sagen? ---- Dann hast Du uns aber so einige Kammerln unterschlagen. Möcht nicht wissen was in diesen alles so rumsteht.... ;0008

Übrigens kam mir Vorgestern eine Original-BDA 285 im Neuzustand in die Finger, wenn da also Bedarf besteht? .....

Was sind das denn für hübsche Aktivweichen unter dem B-215, oder täuschen mich meine alten Äuglein?


Gruß
Jürgen

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #27 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 13:12:58 Uhr »
Hi Heinzmen,

wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist (a) richtig. Sei aber bitte sehr vorsichtig mit den beiden Schrauben. Zieh diese mit sehr viel Gefühl ( das was sich die Frauen wünschen ) an. Die brauchen auch nicht extrem fest zu sein. Sonst ist es ruckzuck kaputt.
Also aufpassen.
Du weißt welche Scheibe ich meine ?
Wenn man das hintere Capstanlager aufmacht, dann kommen der Demontagereihenfolge nach (Nummern in Klammern = Teilenummern der Explosionszeichnung im SM):
- Klemmfeder (24)
- Schwungscheibe (25)
- Gegenlager (28 + 29)
- Kupfer U-Scheibe (30)
- O-Ring (31)
- Motorplatine (32)
- Niedrigreibungs-U-Scheibe (33)
- Axial-Lager Scheibe aus Kunststoff (34)

Genau um letztere geht's mir.
Der drehbare Teil der ganzen Mimik ist ja hinten (von der Schwungscheibe her gesehen).
D.h. (33) dreht sich mit und dreht damit auf dem Lager (34). Wenn also diese ringartige Erhebung des Lagers (34) in Richtung U-Scheibe (33) gerichtet wäre, dann würde sich mMn genau diese Erhebung mit der Zeit abschleifen. Also müßte meiner Überlegung nach diese Erhebung in Richtung Lager im Gußblock zeigen, weil dort keine drehbaren Teile darauf einwirken (somit wirkt die Erhebung lediglich als Abstandhalter).
Die plane Seite von (34) müßte dann also zur U-Scheibe (33) gerichtet sein.
Ich habe leider gerade kein Bild da, aber ich hoffe ich konnte es verständlich beschreiben.

Danke auch für den Tip mit den Schrauben - kann gut sein, daß ich die dann doch etwas zu fest gezogen habe. Wenn ich's nochmal zerlege, dann werde ich die sanfter anziehen.

Nochwas, was mir gerade bei obiger Zusammenbaureihenfolge im Zshg. mit dem SM aufgefallen ist:

Obige Reihenfolge entspricht dem, was in der Explosionszeichnung im SM zu sehen ist, d.h. von hinten abbauend:
Schwungscheibe (25) -> Kupfer U-Scheibe (30) -> O-Ring (31)

Bei mir war die Reihenfolge aber ganz sicher anders (diesbezüglich weis ich es genau):
Schwungscheibe (25) -> O-Ring (31) -> Kupfer U-Scheibe (30)
=> also (31) und (30) andersherum.

Das macht mMn auch Sinn, weil in der Schwungscheibe eine kleine Nut (Dichtsitz) eingedreht ist, in die der O-Ring genau reinpaßt und dort das Lager rückseitig abdichtet.

Ich bin mir deswegen bzgl. der Reihenfolge in meinem Gerät ganz sicher, weil an einer Schwungscheibe beim abziehen der O-Ring nicht auf der Welle blieb, sondern genau in dieser Nut an der Schwungscheibe blieb.

Nun ist das aber anders als im SM und es könnte ja nun sein, daß da schon mal gefummelt und falsch zusammengebaut wurde.

Deswegen zur Sicherheit noch mal die Frage, welche Reihenfolge hier die richtige ist ?
« Letzte Änderung: Mittwoch, 28.April.2010 | 13:15:09 Uhr von kuni »
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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #28 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 13:19:16 Uhr »
[...]

Kammerl 417, oder was will das nette Schild uns sagen? ----

[...]

Was sind das denn für hübsche Aktivweichen unter dem B-215, oder täuschen mich meine alten Äuglein?




Das habe ich als einzigstes themenfremdes Objekt seinerzeit bei EMTEC abmontiert. Passt

a) wg. dem Pumuckel
b) bedeutet: Kammerl 4, Studio 1, siebter Versuch...

Die Weichen sind BSS FDS360, für 'rechts' und die Havariereserve... den 'linken Turm' habe ich tatsächlich unterschlagen...

PvS

Offline Jürgen Heiliger

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #29 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 13:48:18 Uhr »
......
b) bedeutet: Kammerl 4, Studio 1, siebter Versuch...
......

 ;0008 ;0008 :_rofl_: Passt schoo
Gruß
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Offline heinzmen

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #30 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 14:07:23 Uhr »
Moin,

der O-Ring sitz in der Nut das ist richtig. Leider ist es schon eine ganze Weile her das ich wieder mal so ein Laufwerk zerlegt habe.
Ich meine aber man kann sehen wie es zusammen gehört. Ich will natürlich jetzt ein Laufwerk zerlegen. In den nächsten Wochen bekomme ich eines das ich auch überholen soll weil einer der Motoren nicht mehr läuft. Das kann sich aber noch einige Tage hinziehen.
Ich schau mal was ich hier jetzt auf die schnelle machen kann.

Gruß Heinzmen
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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #31 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 14:34:59 Uhr »
Hi Heinzmen,

mir scheint es auch so, daß der O-Ring in der Nut sitzen muß. Zum einen von der Überlegung her und zum anderen weil ich es beim auseinanderbauen ja auch so vorgefunden hatte.

Nur: Als ich vorhin obige Reihenfolge zusammengestellt hatte und dann mit den Nummern aus dem SM "füttern" wollte, ist mir eben im Vergleich mit dem SM genau dieser Unterschied in der Reihenfolge mit dem O-Ring ins Gesicht gesprungen.

Deswegen stellt sich eben nun da die Frage, ob an meinem Deck mal einer gebastelt und es falsch zusammengebaut hat, oder ob das SM an der Stelle falsch ist. Das wäre nicht das erste Mal, daß mir solche Doku-Fehler unterkommen.

An meinem Gerät war z.B. auch an der rechten Welle nur eine Kupfer U-Scheibe, an der linken Welle aber 3 St. (vermutlich zum Ausgleich des Axialspiels). Im SM ist ja nur eine Seite in der Explosionszeichnung dargestellt, was wiederum vermuten läßt, daß beide Seiten gleichartig aussehen sollten, was bei meinem Exemplar aber eben bzgl. der Anzahl U-Scheiben nicht der Fall ist. Hier könnte es durchaus sein, daß man schon ab Werk unterschiedlich viele Scheiben verbaut hat, um eben genau das Axialspiel auszugleichen. Sowas wird ja dann typischerweise im SM auch nicht weiter erwähnt.
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Offline heinzmen

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #32 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 15:42:58 Uhr »
Ja leider geben die SMs immer zu wenig her. Ruf doch mal bei Revox an. Vielleicht habe die etwas da was genauer aussagt wie was zusammen gehört. Ich könnte mir vorstellen das es dort sowas gibt, da die Revox-Leute ja auch die Laufwerke überholen.
Vielleicht gibt es eine Interne Mittteilung.
Leider gibt das SM garnichts her, ich habe eben nochmal geschaut.

Gruß Heinzmen
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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #33 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 15:49:55 Uhr »
Leider gibt das SM garnichts her, ich habe eben nochmal geschaut.
Auf den letzten Seiten des SM gibt's die Explosionszeichnugen, daraus geht die Reihenfolge schon hervor, nur eben anders als ich es beim Zerlegen gesehen habe.
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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #34 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 16:56:57 Uhr »
Den Blick in die Explosionszeichnung habe ich noch nicht gewagt (kommt aber noch), jedoch fordern solche "grundsätzlichen Fragen" immer wieder auf's neue heraus; daher habe ich ganz pragmatisch das 'Forenlaufwerk' demontiert und frage mich nun, ob das besagte Teil noch innerhalb des rechts im Bild befindlichen 'unteren Motorlagers' zu finden sein wird? Ich brauchte es bei der intuitiven Demontage nicht abzubauen, die (übrigens noch beidseitig, also frühe MK-I) polierte Capstanwelle lies sich problemlos 'nach vorne' ausbauen... Könnte jetzt nach MUC zum Ätzen fahren, mache ich aber nicht. Soll ich weiter 'aufschrauben'? Na?




Offline heinzmen

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #35 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 17:25:51 Uhr »
Moin,


ich glaube ich muss mein Laufwerk zerlegen um dir zu helfen..... so kommen wir nicht weiter. Ich habe die Wellen immer nach hinten herausgezogen.

Ich melde mich....

Gruß Heinzmen
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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #36 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 17:49:59 Uhr »
Moin,

wenn das Bilder einfügen nicht so scheiße kompliziert wäre würde ich jetzt hier mal die beiden Bilder hinstellen...

vielleicht kann da Jürgen mal nachhelfen. Danke Jürgen.



[url=http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/DSCF1238.JPG]



So wie ich die Teile hingelegt habe; Klammer, Schwungmasse ( kleiner O-Ring drin ) , 3 dünne Kupfer Scheiben, eine grössere Stahlscheibe .
so werden die Teile eingebaut. Die Stahlscheiben liegt auf einem Plastikring auf der einen Wulst hat um die Reibung zu mindern.

Gruß Heinzmen
« Letzte Änderung: Mittwoch, 28.April.2010 | 18:04:34 Uhr von heinzmen »
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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #37 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 17:55:46 Uhr »
Laß (ein gut funktionierendes) Laufwerk lieber mal beisammen, Heinz. Nach weiterer Demontage und Vergleich mit der Explosionszeichnung kann ich definitiv bestätigen, daß die Zeichnung einen Fehler enthält.




Die Positionen 30 und 31 sind vertauscht in dem Sinne, daß der 'O-Ring' (31) positionsmäßig UNTER die Abstandsscheiben (30) muß (es waren hier übrigens 5 Stck. verbaut!), er hat sogar eine Ausfräsung in der Schwungmasse (25), wo er bei meinem vorsichtigsten Auseinanderbau auch zweimal vorgefunden wurde. Die Nut (im Capstan-Schaft) ist m.E. nicht die Lage des O-Ringes; sie (die Nut) verschwindet im mittleren Bereich der Schwungmasse, wenn man die Explosion wieder beseitigt.

Eine 'zweite' Nut (ganz ohne Ohrgehänge) befindet sich übrigens am Übergang des dünneren Capstan-Unterteils (wo letztlich die Sicherungsfeder draufgeschoben wird) und dem eigentlichen Lager-Laufbereich. Ich könnte mir vorstellen, daß es sich dabei um zwei Öldepots handelt, das ist aber nur eine Vermutung und müßte von kompetenteren Lagerverwaltern verifiziert werden.

Zum Abschluß meinerseits noch ein weiteres Q&D Foto:



sowie die Schwungmassen-Ausfräsung und ihr(normalerweise innenliegender) Ohrstöpsel (der mehr einem Abstreifer ähnelt als einem O-Ring, aber das ist Definitionssache...):


 


« Letzte Änderung: Mittwoch, 28.April.2010 | 18:11:56 Uhr von P.Nieratschker »

Offline heinzmen

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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #38 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 18:07:45 Uhr »
Habe das Tape wieder zusammen und es läuft wie es sich gehört... zur Not hätte ich noch ein zweites.....

Gruß Heinzmen
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Re: Alles rund um's B710
« Antwort #39 am: Mittwoch, 28.April.2010 | 18:13:59 Uhr »
die Lager und Wellen schön mit Spiritus und Q-Tip reinigen. Anschließend eine Tropfen Öl in jedes Lager. Dann vorsichtig die Wellen wieder in die Lager stecken. Schauen ob sie sich schön drehen lassen. Dann das Lager zusammen bauen. Vorsichtig die beiden Schrauben anziehen.Leicht anziehen. Wenn alles wieder zusammen gebaut ist muss sich die Masse mit einem kleinen Schubs 3-5 mal ohne weiteres drehen.

Wenn du das Laufwerk einschaltest und ca 30 sek laufen lässt, anschliessend aus schaltest müssen die beiden Massen aus eigener Kraft noch mindestens 4 mal ganz herum drehen. Mit Filzschreiber eine Makierung machen.

Gruß Heinzmen
« Letzte Änderung: Mittwoch, 28.April.2010 | 18:18:25 Uhr von heinzmen »
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