Autor Thema: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien  (Gelesen 122871 mal)

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #40 am: Montag, 29.Juni.2009 | 10:10:06 Uhr »
Bin halt nur schon gespannt wie das Teil letztendlich spielt ... :__y_e_s:.
Ich schon auch, aber ich hab' mich bei der Suche nach so manchem Gerät auch schon bis zu 2 Jahren gedulden müssen, daß ich da schon etwas "konditioniert" bin  :_tease:
Gruß, Kuni
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #41 am: Montag, 29.Juni.2009 | 10:34:38 Uhr »
...auch schon bis zu 2 Jahren gedulden müssen, daß ich da schon etwas "konditioniert" bin  :_tease:

 :shok: Mein lieber Schwan - da wäre selbst ich als eigentlich doch sehr geduldiger Mensch "auf Abwegen" geraten  :__y_e_s:.

MfG

Andreas

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #42 am: Montag, 29.Juni.2009 | 11:55:14 Uhr »
....nicht nur Du  :drinks:

Ich warte auch noch ( will ja nicht drängeln)...gut Ding braucht weile...oder so

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AndreasTV

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #43 am: Montag, 29.Juni.2009 | 13:00:34 Uhr »
... oder ANders ausgedrückt -> In der Ruhe liegt die Kraft  :drinks:, oder auch "Alles wird gut"  :give_rose:.

MfG

Andreas

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #44 am: Mittwoch, 01.Juli.2009 | 16:58:03 Uhr »
Hi zusammen,
 
kleines Update bzgl. Instandsetzung meines kleinen Brasilianers:
Das Laufwerk habe ich nun gestern gesäubert, neu gefettet/geölt, neue Riemen aufgezogen und wieder zusammen- und eingebaut. Dabei auch alle Idler und Gummiräder peinlichst mit Isoprop gereinigt.
Schnurrt nun wieder wie am ersten Tag.
 
Nach der Ankunft in D hatte es mir ja auch einige alte/schrottige Testkassetten gefuttert, weswegen ich dann gleich noch einen mehrstündigen Testlauf gestartet hatte - ohne weitere Probleme.
Vermutlich war da die Andruckrolle zu stark verdreckt (klebrig) und hat mir so immer wieder das band um den Capstan gewurschtelt.
 
Das o.g. Problem mit dem Dolby ist nun auch behoben.
Armin hatte mir zusammen mit den neuen Riemen einen LM1011 (ausgelötet aus einem Schlachtgerät) geschickt, den ich nun verpflanzt habe.
Beide Kanäle tun nun wieder - auch mit Dolby.
 
Es bleiben nun noch Kleinigkeiten:
Neues Netzkabel (das alte hat einen Wackelkontakt), Frontplatte "schrubben" und Gehäusedeckel neu lackieren (ist total gammelig und verkratzt).
 
Anschließend dann noch der komplette Abgleich, der übrigens hier diskutiert wird:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4674.0
 
To be continued .....
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Offline m_ETUS_alem

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #45 am: Mittwoch, 01.Juli.2009 | 17:28:30 Uhr »
......und wann kommen endlich Bilder ........ .,70

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #46 am: Mittwoch, 01.Juli.2009 | 17:34:05 Uhr »
Wenn's komplett feddisch is  :_tease: (will ja keine Schmutz-Frontplatten-Baracke präsentieren  :shok:)
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #47 am: Mittwoch, 01.Juli.2009 | 19:52:30 Uhr »
Moin, moin,

toll, hier auch mal etwas über solch einen Exoten zu lesen. Mehr davon!

Eigentlich seltsam, dass Gradiente (http://www.google.com/finance?q=SAO:IGBR3) hier nicht mehr bekannt ist. Immerhin war Gradiente Electronica seit 1979 Eigentümer von Garrard, hat 1989 von Damler die Telefunken Radio e Televisao übernommen und baut Gradiente zusammen mit Nokia in Brasilien Telefone. Es gibt also gute Beziehungen nach Europa.

Hier gibt es den üblich dürftigen Überblick zur Geschichte der 1964 gegründeten Firma:
http://www.gradiente.com/site/empresa/us/linhadotempo.asp

Tschüß, Matthias
"Den guten Tonabnehmer erkennt man daran, daß er bei einem Auflagegewicht von höchstens zehn Gramm auch bei stärksten Bässen nicht entgleist und nicht klirrt." (Fono Forum 3/53)

Offline kuni

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #48 am: Mittwoch, 01.Juli.2009 | 20:03:55 Uhr »
Eigentlich seltsam, dass Gradiente (http://www.google.com/finance?q=SAO:IGBR3) hier nicht mehr bekannt ist.

"Nicht mehr bekannt" ?

War Gradiente in D überhaupt schon mal bekannt  .,a015

Immerhin war Gradiente Electronica seit 1979 Eigentümer von Garrard,
Deswegen gibt's so viele Gradiente Plattenspieler mit Garrard Innenleben  :;aha
Ich dachte immer, di hätten evtl. von Garrard zugekauft, aber womöglich gehört ihnen der ganze Laden  :smile
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Offline Matthias M

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #49 am: Mittwoch, 01.Juli.2009 | 21:27:57 Uhr »
Moin, moin,

grausam; wer suchet, der findet auch noch:

1964 wurde Gradiente gegründet.
1965 brachte Gradiente den ersten transistorisierten Verstärker Brasiliens auf den Markt
1970 würde Gradiente von Emile H. Staub übernommen. (Emile H.Staub war ein aus der Schweiz eingewanderter Elektronik-Importeur, der seit 1965 in Brasilien eine eigene Fabrikation unterhielt. Die Firma ging 1969 an den Kapitalmarkt und kaufte 1970 die Gradiente, die von Freunden seines Sohnes gegründet worden war, der bald die Geschäftsführung der Gradiente übernahm.)
1972 Übernahme der Selectrix Company
Im HiFi-Bereich verkauft Gradiente Einzelkomponenten und verzichtet auf Mehrwege-Kombinationen
1979 führt Gradiente das Konzept des Konzept des "Audio System" auf dem brasilianischen Markt ein: Es werden Receiver, Boxen und ein Quellgerät im Paket verkauft (das sparte Steuern). Außerdem übernimmt Gadiente Polyvox und Garrard. Unter dem Label Garrard sollen Gardiente-Produkte exportiert werden. Das bringt 18Mio $ Verlust und endet mit der Lizensierung der Marke Garrard an Loricraft Audio 1997. Unter dem Label Polyvox sollten einfach Radiorecorder und Mehrwege-anlagen verkauft werden. Die Marke wurde eingestellt.
1982 Gradiente führt das "Combo"-Design ein. Alle HiFi-Komponenten passen in Größe und Design zusammen und können beliebig kombiniert werden
1983 beginnt der Vertrieb von Atari 2600 Videospielen. Atari wollte unauthorisierte Clone vom südamerikanischen Markt vertreiben
1984 bringt Gradiente den ersten brasilianischen CD-Player auf den Markt
1985 wird Gradiente zur AG und der Expert MSX-PC erscheint
1988 erscheint der erste Gradiente Videorecorder
1989 bringt Gradiente den ersten brasilianischen CD-Wechsler heraus und kauft mit der brasilianischen Telefunken ein eigenes TV-Geräte-Werk von Daimler.
1990 kommen die ersten Gradiente Großbild-Fernseher auf den Markt. Die PC-Produktion wird eingestellt.
1993 produziert Gradiente das erste brasilianische mobile Funktelefon (Festnetz), ein Spielkonsolen-Clone, das Phantom-System erscheint
1994 beginnt Gradiente als erster Hersteller außerhalb Japans mit der Produktion der Nintendo Spielkonsole und vertreibt das System für zehn Jahre.
1995 bringt Gradiente den ersten portablen CD-Ghettoblaster Brasiliens heraus und erhält die ISO9001-Zertifizierung
1996 stellt Gradiente das erste Satelliten TV-Set vor und die Star Playtronic Konsole kommt heraus.
1997 stellt die NG Industrial Ltda, ein Joint Venture zwischen Gradiente und Nokia das erste brasilianische "Handy" vor.
1998 stellt Gradiente den ersten in Brasilien gefertigten DVD-Player vor. Der Umsatz erreicht 1 Mrd. $
1999 stellt Gradiente den ersten MP3 Brasiliens vor. Das Video-Werk erhält die ISO 14001-Zertifizierung
2000 Gradiente versucht in Partnerschaft mit Hollywood das Medium DVD zu verbreiten. Die NGI-Anteile werden an Nokia verkauft
2003 zieht sich Gradiente aus dem Spielkonsolen-Markt zurück.
dazwichen: Joint Venture mit JVC: Gradiente produziert für JVC do Brasil und verarbeitet JVC-Vorprodukte
2005 übernimmt Gradiente Philco und erhält damit einen Anteil von zusammen 18% am heimischen TV/Video/DVD-Markt (Philco 10%, Gradiente-Telefunken 8%)
2007 Gradiente ist in der Krise, verliert 280Mio. $. Philco wird an einen chinesischen Investor verkauft, der Name für zehn Jahre an die Britania Paranaense Company lizensiert

Die Entwicklung eigener Konstruktionen in Brasilien wird als schwierig beschrieben. Daher hat Gradiente frühzeitig OEM- und Vorprodukte eingesetzt. So kamen zum Beispiel die Videokameras von Sony, so wurden Kassettendecks aus JVC-Teilen zusammengebaut beziehungsweise wurden JVC-Decks für den brasilianischen Markt modifiziert. Es sollen sogar Konsturktionen, beispielsweise von Aiwa-Tapedecks, abgekupfert und für eigene Geräte verwendet worden sein.
So soll es sich bei den Tapedecks der Serie CD-xxxx um modifizierte JVC, bei den C-xxx der Achtziger Jahre um abgekupferte Aiwa handeln.
Als wichtigste Technologie-Partner werden JVC (Types und Tapedecks, Verstärker, Touch-Video-Discs), Funai (Video Cassette Recorder V-11 und SV-21), Pioneer (Plattenspieler, Ring-Disc DD1), Yamaha (CD-Player LDP 636), Alpine (Tapedecks, z.B. C484) und Sherwood (Audio-/Video-Receiver) genannt.

Eine nette Übersicht von Gradiente-Produkten gibt es hier:
http://www.audiorama.com.br/gradiente/
Weitere Infos u.a. hier: http://pt.wikipedia.org/wiki/Gradiente_(empresa)

Gradiente, das sind heute: Gradiente Eletrônica SA, Audio & Video gradient LTDA., Gradiente Telecom SA, Gradient Enterteinment Ltda., Gradient Security, Gradient Services, Gradient in Motion

Tschüß, Matthias

P.S.: "nicht mehr bekannt..." nicht bekannter ist! nicht nicht vergessen :)
Garrard? Eben.
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #50 am: Mittwoch, 01.Juli.2009 | 22:22:39 Uhr »
Hi zusammen,
 
kleines Update bzgl. Instandsetzung meines kleinen Brasilianers:
...
 Das o.g. Problem mit dem Dolby ist nun auch behoben.
Armin hatte mir zusammen mit den neuen Riemen einen LM1011 (ausgelötet aus einem Schlachtgerät) geschickt, den ich nun verpflanzt habe.
Beide Kanäle tun nun wieder - auch mit Dolby.
 ....


Guten Abend zusammen  :_hi_hi_:.
Das freut mich doch zu lesen .,a095 :_good_:.
Dann wünsche ich viel Spaß mit dem "Einwanderer"  :__y_e_s: :drinks: - auf Das er lange halten möge.

MfG

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #51 am: Mittwoch, 01.Juli.2009 | 23:38:40 Uhr »
merci 4 Info, man lernt nie aus :)

Der Link ist ja klasse, insbesondere da ich da wieder was entdeckt habe
(Könnte eigentlich auch zum "Vertical CD Thread" stehen)

Ein OEM von MicroSeiki als Gradiente Prototype:


Also, Du fährst da noch mal hin und bringst mir den Proto mit ;)   :flööt:


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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #52 am: Donnerstag, 02.Juli.2009 | 09:29:36 Uhr »
@Matthias M
Vielen Dank für die Aufstellung - wirklich nette Hintergrundinfo zur Firmengeschichte.
Man kann da mal sehen, daß die bras. Industrie gar nicht soooo weit hinter'm Mond lebt.

Dann wünsche ich viel Spaß mit dem "Einwanderer"  :__y_e_s: :drinks: - auf Das er lange halten möge.
Na, es wartet ja noch drauf, daß der Abgleich getan wird, aber dann ....

Also, Du fährst da noch mal hin und bringst mir den Proto mit ;)   :flööt:
Nächstes Jahr im Sommer wieder.
Ich nehme da gerne Eure "Bestellungen" (im Ernst) auf  :shok:, aber lies Dir mal meinen ersten Beitrag nochmal durch:
Ich war zwei Mal auf dem Flomi und es sprang mich eigentlich nur das eine Gerät an, d.h. es ist dort auch nicht so, daß einem an jeder Flomi-Ecke das Wunschgerät entgegenhüpft.

Für Interessierte:
E-Bucht gibt es in BRA nicht, aber so was ähnliches. Dort heißt das "Mercado Livre" (einfach mal gockeln).
Bei Vorabkontakt (falls der VK engl. kann) und Übernahme der Portokosten, kann ich mir schon vorstellen, daß die auch nach D verschicken.
Aber Obacht, das Porto für Packete aus BRA ist gesalzen. Andrerseits werden auf der Mercado Livre Seite etliche nette Klassiker angeboten, auch Teile die man bei uns kennt, aber eben auch des öfteren Gradiente. Ich habe mir da bisher nur deswegen nichts gekauft, weil mir einfach das Porto zu teuer war.
Bzgl. Sicherheit ist Mercado Livre nicht sicherer/unsicherer als unsere dt. E-Bucht - Risiko ist also vergleichbar und nicht alle Brasilianer sind Hallodri.
Ggf. einfach mal versuchen.
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #53 am: Donnerstag, 02.Juli.2009 | 10:32:14 Uhr »
Da der V-CD ja ein Prototype ist, denke ich nicht, das Gradiente ihn auf den Markt gebracht hatte.
Es ist nur so, das es mir die MicroSeiki-Derivate angetan haben.

Naja, schick wäre es schon, sowas zu haben :)

nu aber BTT  raucher01

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #54 am: Dienstag, 14.Juli.2009 | 23:47:47 Uhr »
So Leute, der "Brasilianer" ist fast fertig  :_yahoo_::
Gesäubert, geschmiert, Gehäuse neu lackiert und tut erst mal soweit.
Was noch fehlt ist der hier im Forum beschriebene Abgleich.

Nichts desto trotz, weil ich das Deck gerade zusammengeschraubt habe, erst mal ein paar Impressionen.

Die letzten beiden Bilder zeigen:
- Das Laufwerk nach Riemenwechsel und Schmierung
- Die Klappenmechanik nach Schmierung

Nächstes Thema wird also der Abgleich sein.

To be continued .....
« Letzte Änderung: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 00:04:50 Uhr von kuni »
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #55 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 05:48:33 Uhr »
Guten Morgen  :drinks:.
Na Das sieht doch zumindest Optisch schon mal dehr schön aus  :_good_:.
Vor Allen die analogen VUs finde ich optisch sehr ansprechend u. bei diesem Gerät "aufteilungstechnisch" (Anordnung, Größe im Verhältnis zum "Rest") gut gelöst.
Wenn auch das Elektrische i. Ordnung sein wird - der an- / besprochene Abgleich - wirst Du bestimmt viel Freude an diesem Gerät haben  :__y_e_s:.

MfG

Andreas

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #56 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 08:56:16 Uhr »
Moin moin,

das war (bis jetzt) doch schon eine heiden Arbeit.
Mal abgesehen von den anfänglichen elektrischen Problemchen, war das Säubern ein echter Kraftakt.
Sowas von versifft habe ich schon lange nicht mehr gehabt.

Die Front mit Knöpfen und Pi-Pa-Po (wie schreibt man das eigentlich ?) gingen an einem Sonntag zum einweichen erst mal für ein paar Stunden ins Spülibad.
Dann mit weichem Küchenschwamm den ganzen Schmonz "ausgerubbelt". Beim Zusammenbauen denke ich mir dann noch, wieso denn eigentlich die Plexischeibe vor den VU's so milchig ist ???
Ein Blick gegen's Licht brachte Klarheit (bei mir, nicht bei der Scheibe). Da hat mal eine eifrige "Empregada" (Putzfrau) das Scheibchen "gewienert".
Also Front wieder ab und die Scheibe mit Lackpolitur bearbeitet. Bei der Gelegenheit kam das Kassettensichtfenster dann auch noch gleich dran.
Funzt übrigens prima, mit der Lackpolitur, zumindest bei so ganz leichten Scheuerspuren. Benutze ich immer für die Hauben von Plattenspielern.

Zu guter letzt bekam dann der Deckel letztes WoE noch einen neuen Anstrich, weil der alte Lack total vermackt war.

Der Oberhammer war aber gestern abend noch:
Als Vorbereitung für den Abgleich wollte ich mir nur mal kurz, eben so, die Positionen der Potis notieren, die für die ganze Abgleicherei notwendig sind.
Nun ist ja der Schaltplan nicht von bester Qualität, d.h. man kann meißt die Bauteilenummern nicht lesen.
Also hat mich das geschlagene 4h gekostet, mittels Platine, Nachverfolgung der Leiterbahnen und Schaltplan die Potis eindeutig zu identifizieren.
Die Dinger sind zwar bzgl. Funktion auf der Platine beschriftet, aber derer gibt tlw. mehrerer, z.B. beim BIAS sind es 4 St. (Normal L + R, CrO2 L + R).

Den Schaltplanzeichner gehört bei dieser Gelegenheit auch eine an die Backe.
Da zeichnen sie der Einfachheit halber nur einen Kanal. Soweit ok.
Das Bauteil VR101 (nach Plan linker Kanal) findet sich im rechten Kanal als VR201.
Super denke ich mir, also Nummer 1xx = links und 2xx = rechts. Denkste. Manchmal ist dann links = 4xx und rechts = 5xx und beim BIAS sind alle 4 Potis durchnummeriert mit 501,502,503,504. Lustigerweise sind auch alle BIAS Potis für linken und rechten Kanal im Plan, obwohl der sonst nur den linken Kanal zeigt.

Jetzt gehst Du also her und verfolgst die Poti-Pins zum nächsten Bauteil, dessen Nummer du im Plan nicht lesen kannst und auf der Platine steht das Bauteil auf der Beschriftung - da bekam ich dann schier einen Anfall und hatte Lust mal mit Gradiente in Brasilien zu telefonieren.....

However. Ich habe meinen Plan jetzt.
Ich brauch noch die Ref.Kassetten und 'ne Drossel, dann wird abgeglichen....
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #57 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 09:26:44 Uhr »
....

 ;0008 Diese deine Schilderung betreffend Schaltbild u. tatsächlicher Verbauung - Köstlich  :_good_:.

Davon ab war der Entwickler / Planzeichner da wohl teilweise zu "innovativ"  :flööt: bei der Arbeit.
Schön das du Dir die Mühe mit dem Plan - nachzeichnen gemacht hast -> So hast Du jetzt zuimdest ein zuverlässiges Exemplar  .,a095.
Heut´ abend steht hier auch noch ein Ableich nach Riemen - / Andruckrollenwechsel an (Da hier aber bis auf 1 Poti Alles überwiegend "vollautomatisch" geht dauert´s nur knapp eine Zigarettenlänge  :_sorry:).

Auf gutes Gelingen - and then let´s play the music  :Band:.

MfG

Andreas

PS: ... die Drossel in der Bucht nicht erwischt  .,a015, der Kurs war doch OK?

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #58 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 11:23:07 Uhr »
Davon ab war der Entwickler / Planzeichner da wohl teilweise zu "innovativ"  :flööt: bei der Arbeit.
Tja, so sind sie halt die Brasilianer, man nennt das dort "jeitinho".
Läßt sich schlecht übersetzen, aber bedeutet ungefähr soviel, daß man dort gerne für jedwelches Problem irgendeine Lösung findet, sei sie auch noch so "gepfrimelt", hauptsache es tut erst mal.
Keine Ahnung was den Zeichner da geritten hat, bei der Nummerierung - vlt. das Motto "Namen sind Schall und Rauch" - oder beim tlw. zeichnen beider Kanäle ....

PS: ... die Drossel in der Bucht nicht erwischt  .,a015, der Kurs war doch OK?
Schon, lief aber So morgens aus. Ich dachte ich würde mit einem Vorabgebot von 12€ recht gut im Rennen liegen, war dann aber nicht  .,35
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #59 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 15:47:52 Uhr »
... nun ja - Du hast´s  ja elegant gelöst  :_good_:.
Die Drossel welche ich beobachtet hatte (Die mit der Schachtel im Hintergrund) ging doch für etwas über 11 Euronen weg  .,a015 - hättest mir ma `ne PN schreiben sollen -> Ich bin auch am WE immer früh auf (=ca. ab halb Fünf ).
Beim nächsten frühem Angebot Bescheid geben - ich biete dann für Dich  :__y_e_s: :zwinker:.

MfG

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #60 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 18:30:43 Uhr »
Weis nicht mehr genau, wieviel ich geboten hatte. Vlt. waren's auch 10,99 oder so. Egal, die kommen ja ständig vorbei.
Ich hätte da auch nochmal rein geschaut, nur war ich mir soooo sicher, daß da keiner drüber geht  :wallbash.

Das nächste Mal hänge ich die "Latte" etwas höher  .,a020

 :drinks:
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #61 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 19:00:01 Uhr »
...

`n Abend  :drinks:.
Hast ja schon eine PN von Meinereiner  :zwinker:.
Im Zweifelsfall tätigst Du eine Forenspende und Meine wird Deine (Wie ich schon schrieb tut´s m. "HD-30" ja sehr gut  :_good_:.

MfG

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #62 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 19:39:58 Uhr »
Mußte doch jetzt den Brasilianer doch auch noch kurz anschließen - hab' schon soooo lange gewartet....

Auf die Schnelle einen 250Hz Ton von CD mit 0dB ausgesteuert aufgenommen und wiedergegeben.
Lt. VU Anzeige ergibt sich dann:
Ohne Dolby: L = -1dB / R = +1dB
Mit Dolby: L = -5dB / R = -1dB (außerdem sehr dumpf)

Da liegt also der Hase wohl schon gewaltig im Pfeffer .....
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #63 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 19:45:05 Uhr »
...
Da liegt also der Hase wohl schon gewaltig im Pfeffer .....

Nicht zwingend - bei Dolby B wird doch auch schon ab ca. 200 Hz "eingegriffen - allerdings nicht bei "0 dB"  .,70.
Da ist dann halt wirklich ein kompletter "Grundabgleich" fällig.

MfG

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #64 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 19:52:37 Uhr »
Vor allem aber auch die Kanalungleichheit ....
Wegen dem dumpfen Klang mit Dolby hoffe ich ja schwer auf den Azimutabgleich und die Entdrosselung  :grinser:
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #65 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 20:09:56 Uhr »
.. mal ´ne "doofe" Frage: Du hast das Signal aber auch mit Dolby aufgenommen, oder?
Ansonsten - also bei Aufnahme ohne Dolby und anschließendem Abspielen mit Dolby - ist Es logisch das das Signal abgeschwächt wird  raucher01.

MfG

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #66 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 20:13:09 Uhr »
Aber Andreas  .,c045, bitte schön .... klar war das mit Dolby aufgenommen und auch mit Dolby abgespielt..... .,111
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #67 am: Mittwoch, 15.Juli.2009 | 20:30:49 Uhr »
...,111

 :_sorry: War aus deiner "Ansage" so nich zu entnehmen - deshalb frug ich lieber nach ...; hätte ja sein könne -> Ist mir auch schon passiert  :give_rose:.
Hier besteht erst ab ca. - 4 dB - Anzeige kein Unterschied eines ohne Dolby aufgezeichneten Signals beim Abspielen "Mit / Ohne".
Da wird aufgrund fehlerhafter Einstellung und / oder Bauteilealterung wohl auch der Arbeitspunkt der Schaltung verschoben sein und dadurch diverse Diskrepanzen hervor rufen.

MfG

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #68 am: Donnerstag, 16.Juli.2009 | 11:50:40 Uhr »
 ;0008....machst mich fertig... ;0008

Der Brasilianer ist ja wirklich schick geworden  :_good_:...nur noch der Abgleich
und ich denke Du wirst ihn mehr lieben als anderes (evtl höherwertige) HiFiech  :__y_e_s:
So gehts mir immer...wenn was zerlegt und kpl neu aufgebaut, sind das alles meine "Kinder".  .,70

BTW
Welche Politur benutzt Du denn da für die Scheiben ?

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #69 am: Donnerstag, 16.Juli.2009 | 12:40:36 Uhr »
;0008....machst mich fertig... ;0008
;ich?

... und ich denke Du wirst ihn mehr lieben als anderes (evtl höherwertige) HiFiech  :__y_e_s:
So gehts mir immer...wenn was zerlegt und kpl neu aufgebaut, sind das alles meine "Kinder".  .,70
Ooooooh ja  :flööt: - kenne ich.
Seitdem ich mir (des Preises wegen) nur noch "Halbschrott" kaufe, steigt der Instandsetzungsaufwand natürlich, verbunden mit der "Beziehung".
Vlt. ist das der Grund wieso sich immer mehr zu Hause anhäuft  :shok: ... (und fast ncihts mehr geht)...

Welche Politur benutzt Du denn da für die Scheiben ?
Das ist ganz ordinäre Kfz.Lackpolitur. Also nicht diese Art "Scheuercreme" (die macht Plexi blind), sondern von der Konsistenz eher wie "Body-Lotion".
.... man wenn das einer liest  :_rofl_: -> Body-Lotion zum einreiben von Hifi  :flööt:

Well, halt eine Lackpolitur, wie man sie verwendet um stumpfen Autolack (ohne Kratzer) wieder aufzupeppen.
Das tut's bei Plexi prima, nur Kratzer kann'ste damit nicht rauspolieren, aber eben die berühmten "Staubwischspuren" bei den Plattenspielerhauben.
Gruß, Kuni
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #70 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 14:44:43 Uhr »
Andreas, diese Pegel-Fummelei macht mich noch ganz wuschig.....

@ "rcstorch ": Die "400 Hz" an sich sind im Prinzip "Schnuppe" da der ursprüngliche "richtige" Dolbyton ein gewobbeltes 400 Hz - Signal ist welches nur noch auf wenigen heute irgendwo in schlummernden Messkassetten Verstecken lagert ... .,111; Grundig, Teac u. Phillips hatten Die seinerzeit im Angebot.
Ein Ton von 250 Hz / 315 Hz tut´s genauso -> Es geht eh nur um eine simplen Pegelabgleich, welcher bei Dolby quasi exakt - 1,94 dB (200 nWb / m)unter dem Bezugspegel (315 Hz / 250 nWb / m) angesiedelt ist  .,70.

Also zum Dolby-Pegelabgleich:
Wir nehmen an, ich habe ein Deck mit 200nWb/m auf 0dB = 775mV Playback abgeglichen.
Nun nehme ich also den +/-400Hz Ton und gleiche dann mit eingeschaltenem Dolby ebenfalls auf 775mV ab ?

Wenn die Dolby-Marke an der Aussteuerungsanzeige auf 0dB "sitzt" (wir hatten mal postuliert, daß das dann mit größter Wahrscheinlichkeit einem "200nWb/m Gerät" entspricht), dann müßte die Anzeige ebenfalls 0dB anzeigen (wenn sie richtig kalibriert ist).

Korrekt ?

Wenn ich nun einen +/-400Hz Ton mit 0dB = 775mV einspeise und eine Eigenaufnahme mit eingeschaltenem Dolby mache.
Was müßte ich dann idealerweise hinterband messen, bei
(a) Dolby ein (vermutlich 0dB ?)
(b) Dolby aus (vermutlich ca. +2dB ?)
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #71 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 15:45:41 Uhr »
 :shok: Huch - jetzt werde ich auch "Wuschig"  :flööt:.

Mahlzeit zusammen  :_hi_hi_:.
Also:
Du hast ja die "BFC - 41" mit 315 Hz / 250 nWb / m, demzufolge musst Du dein Gerät auf + 2 dB => 975 mV am LineOut abgleichen; oder hast Du mittlerweile eine 400 Hz / 200 nWb / m - Kassette?

Und: Warum möchtest Du 775 mV am LineIn einspeisen  :shok: - da wäre doch das Deck schon im Eingang wahrscheinlich übersteuert - oder hat dein "Brasilianer" da andere Eingangsempfindlichkeiten (Habe da jetzt ein SM nicht parat  :_sorry:.

Beim Eumig waren´s doch z. Bspl. 100 mV / 100 kOhm - Diese jeweils in der BDA oder im SM angegebenen Eingangsempfindlichkeiten beziehen sich immer auf eine zu erzielene Vollaussteuerung bzw. "0 dB" :zwinker: (Beim Eumig also 775 mV am LineOut).

"... + / - 400 Hz ..."  .,a015, Was ist damit gemeint; der sog. "Wobbelton"?

Du musst ja Das nehmen Was zur Verfügung steht  .,a095.

Und: Beim Abgleich des Wiedergabepegels niemals das Dolby aktivieren!!

Habe ich jetzt vergessen auf etwas zu antworten ...

Edit: Hatte ich vorhin doch glatt vergessen zu schreiben ->
                Bei Geräten mit regelbarer Ausgangsspannung ist in der Nähe des - so Es sich denn um ein
                Dolbygerät handelt - Dolby - ICs ein Trimmer mit dem an einem definiertem Testpunkt (TP am
                "RecOut" des ICs) die jeweile Ausgangsspannung des Bausteines für "0 dB" des unencodierten
                Signals der Bezugskassette anstehen muss / soll (Bei Sony - ICs meist 300 mV, bei Hitachi
                580 mV etc.) - erst danach wird dann die endgültige Ausgangsspannung am LineOut mit
                einem seperatem Trimmer eingestellt.         

MfG

Andreas

« Letzte Änderung: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 19:09:42 Uhr von AndreasTV »

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #72 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 19:34:56 Uhr »
:shok: Huch - jetzt werde ich auch "Wuschig"  :flööt:.
Wusch-wusch  :_good_:

Du hast ja die "BFC - 41" mit 315 Hz / 250 nWb / m, demzufolge musst Du dein Gerät auf + 2 dB => 975 mV am LineOut abgleichen;
Playback-mäßig, jepp .. ich wollte ja nun aber auf den Dolby-Pegel raus...

oder hast Du mittlerweile eine 400 Hz / 200 nWb / m - Kassette?
No Sir - brauch' ich ja nicht, weil ich kann Dreisatz rechnen  :grinser:

Und: Warum möchtest Du 775 mV am LineIn einspeisen  :shok: - da wäre doch das Deck schon im Eingang wahrscheinlich übersteuert
Au weia, es geht schon wieder los mit der Verwirrung  :_tease:
... also ich dachte für den Dolby-Pegel Abgleich müßte das so ....  .,a015, d.h. 315Hz einspeisen mit 0dB nach Aussteuerungsanzeige ?

oder hat dein "Brasilianer" da andere Eingangsempfindlichkeiten (Habe da jetzt ein SM nicht parat  :_sorry:.
Laß mal den Brasilianer beiseite - es geht zwar um den (weil das Eumig hat ja kein Dolby  :_good_:) - aber ich habe ja kein SM von dem Teil.
Wir nehmen einfach mal an, es wäre mit 200nWb/m = 775mV = 0dB Playback abgeglichen.
Das hatte wir damals im "Brasilianer-Thread" als erste Testbasis festgelegt.

Ok, ich nehme also kein LineIn Signal, sondern von den Referenzkassetten.
Dann also den 315Hz/0dB Ton ?
Aber auf welche Ausgangsspannung gleiche ich dann den Dolby-Pegel ab ? - Doch wohl auf die gleichen 775mV (bzw. 975mV weil's ja 250nWb/m Ref.Kassetten sind), oder ?
Und wenn ich den Dolby-Pegel abgleiche (also nicht den Play-Pegel) dann muß doch Dolby an sein ?

"... + / - 400 Hz ..."  .,a015, Was ist damit gemeint; der sog. "Wobbelton"?
Nein kein Wobbel, sondern einfach irgendwas um die 400Hz für den Dolby-Abgleich.

Und: Beim Abgleich des Wiedergabepegels niemals das Dolby aktivieren!!

Ja da nicht, aber für den Dolby-Pegel dann wohl doch.

Habe ich jetzt vergessen auf etwas zu antworten ...

Ja:
Zitat von: PhonoMax
Der nächste Schritt wäre dann der Dolby-Pegelabgleich ... in der Weise, dass man über Band bei Vollpegel (315 Hz) und "Dolby off" vs. "Dolby on" dieselben Pegel am Ausgang erlöst.
Das verstand ich so, daß man ein 315Hz Signal mit 0dB nach Anzeige (bzw. Zeiger auf dem Dolby-Symbol) einspeist und eine Eigenaufnahme macht.
1x mit, 1x ohne Dolby und das wieder abspielt, wobei sich je im Vergleich Vorband/Hinterband, bzw. mit/ohne Dolby wieder 0dB an der Anzeige ergeben müßten.

Gruß, Kuni
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #73 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 20:35:21 Uhr »
Hi Matthias,

ich denke da geht einige überkreuz......

also nochmal von Vorne......

die BC-41 in das Kassettendeck..... und den Playback-Level-Poti so abgleichen dass beim 315 Hz Vollpegelton am Ausgang eines "200 nWb/m Deck" 975 mV rauskommen..... (Output-Regler, wenn außen vorhanden, komplett aufziehen!)
Ob Du diesen Vorgang mit einem 300-400 Hz Ton machst ist völlig unerheblich für den eigentlichen Vorgang.

Danach für den Dolby Pegel "Abgleich" einen 300-400 Hz Ton mittels Tongenerator so einspeisen, dass am Ausgang des Decks (Outputregler komplett aufziehen, Eingangsregler (wenn nicht anders bekannt, auch komplett aufziehen!), ein einem 200 nWb/m Deck am Ausgang 775 mV anliegen. Tapeschalter auf Vorband!.
Nun die Aufnahme starten..... Tapeschalter auf Hinterband!
Nun am REC-Level-Poti so einstellen dass kein Pegelsprung zu sehen ist bei der Umschaltung Vor- <=> Hinterband.

Damit ist das erledigt, was Du als Dolbyabgleich bezeichnest.....
Einen richtigen Dolbyabgleich kannst Du nur erstens bei diskret aufgebauten Dolbykreisen machen und zweitens fehlt Dir dazu eine Dolby Messkassette mit 400 HZ Wobbelton!

Gruß
Jürgen

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #74 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 20:42:48 Uhr »
@ Jürgen: Soweit ich mich erinnere - finde den Thread grade nicht - war im seinerzeit gepostetem Schaltbildauszug ein Trimmer direkt vor dem Dolbykreis => Damit wird dann der Dolbypegel eingestellt und erst dann die endgültige Ausgangsspannung des Gerätes :zwinker:.

MfG

Andreas

 :shok: Wo ist denn mein Post vor Deienm (Jürgen) geblieben ....

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #75 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 21:00:43 Uhr »
Hi-Ho und guten Abend  :_hi_hi_:

also nochmal von Vorne......
I'm sorry  :_sorry:

die BC-41 in das Kassettendeck..... und den Playback-Level-Poti so abgleichen dass beim 315 Hz Vollpegelton am Ausgang eines "200 nWb/m Deck" 975 mV rauskommen.....
= Playback-Abgleich, soweit ist's mir klar.
Wobei es 969mV heißen müßte (theoretisch .,111), weil die König = 250nWb/m, 250/200 = 1,25 und 775mV * 1,25 = 969mV
[/KLUGSCHEISSMODE]
... aber man will's ja genau wissen  :give_rose:

Danach für den Dolby Pegel "Abgleich" einen 300-400 Hz Ton mittels Tongenerator ...
= REC-Level-Abgleich, soweit auch klar.

Damit ist das erledigt, was Du als Dolbyabgleich bezeichnest.....
Leider nicht, weil
war im seinerzeit gepostetem Schaltbildauszug ein Trimmer direkt vor dem Dolbykreis => Damit wird dann der Dolbypegel eingestellt und erst dann die endgültige Ausgangsspannung des Gerätes :zwinker:.
Jepp, genau das meinte ich.

Thread war der hier:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.0

Wobei wir die Einmesserei hier
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4674.0
fortgesetzt hatten.

Schaltplan hier:
http://www.abload.de/img/gradientecd-3500schaltm5r0.tif
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #76 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 21:04:27 Uhr »
Danke  :_good_: - sofort gucken (Erinerte mich deshalb an das Trimmerle weil Hans - Joachim doch auch Was in der Richtung geschrieben hatte)  :_55_: ...

Bevor der Wiedergabekanal nicht "steht" brauchen Wir an den Aufnahmeabgleich keien Gedanken verschwenden, auch nicht an  ;0001 ... :flööt:

MfG

Andreas

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #77 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 21:08:05 Uhr »
Genau der Kommentar von Hans-Joachim brachte ja damals die Erläuchtung.
Ich hatte ihn auch deswegen vorher zitiert.

Also vlt. nochmal zurück zu meinem Post von gerade eben:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4886.msg135508#msg135508
Gruß, Kuni
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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #78 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 21:27:40 Uhr »
.. ist das verbaute Dolby - IC nicht kompatibel mit dem "NE645"  .,a015 ...
Dann müssen beim Abspielen einer 200 nWb / m - Dolbykassette an den "RecOut" - Pins des ICs je 580 mVeff eingestellt werden - bei / mit der "BFC - 41" dementsprechend => 730 mV  an Pin 3:__y_e_s: .,a095.
Das Poti dort ist doch das "Dolby Ajuste ...".

MfG

Andreas
« Letzte Änderung: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 21:31:16 Uhr von AndreasTV »

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Re: Tapedeck Mitbringsel aus Brasilien
« Antwort #79 am: Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 23:15:26 Uhr »
.. ist das verbaute Dolby - IC nicht kompatibel mit dem "NE645"  .,a015 ...
Soweit ich weis schon.

Dann müssen beim Abspielen einer 200 nWb / m - Dolbykassette an den "RecOut" - Pins des ICs je 580 mVeff eingestellt werden
Und wie kömmt er da drauf ?

Das Poti dort ist doch das "Dolby Ajuste ...".
Jepp, genau das.
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