Autor Thema: Eumig FL-1000 Thread  (Gelesen 156452 mal)

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Offline deep

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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #320 am: Donnerstag, 13.März.2014 | 16:32:52 Uhr »
Ja doch, mach ich !

Ich find diesen Ansatz mit dem optischen Encoder toll -  nicht nur, dass die schiere Anzahl der Striche auf der Scheibe die Messung so extrem fein auflösen, es ist auch echt eine Glanzleistung, so eine feine Abtastung (in einem Serienprodukt) ganz ohne Spezial-Optik und zuverlässig funktionierend hinzubekommen.

Auf die Gleichlaufmessungen freue ich mich schon - sollte ich den Eumel entsprechend hinbekommen.
Falls die Mechanik noch Potential bietet, hätte ich  auch für den  Ansteuer-IC TCA 955 noch die eine oder andere tuning-Idee. 


« Letzte Änderung: Donnerstag, 13.März.2014 | 16:37:48 Uhr von deep »
Michael

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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #321 am: Donnerstag, 13.März.2014 | 19:29:08 Uhr »
Da Du nun den Capstan-Antrieb geöffnet hast/mußtest:
  • Drehzahlregelplatine neu einjustieren damit LED und Fototransistor wieder fluchten (sonst funzt die Regelung wegen zu geringem Signal evtl. nicht iO)
  • Dazu: Oszi anschließen und Platine bewegen bis sich maximale Amplitude einstellt --> so festschrauben
  • Axial-Spiel Capstanwelle (Abstand zwischen Codescheibe und Codescheibensegment) einstellen
Gruß, Kuni
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #322 am: Freitag, 14.März.2014 | 05:48:20 Uhr »
Wie machst du das mit der mechanischen Justierung ?

Drehst du den Capstan von Hand und merkt / hört man dann gleich ob die Scheibe streift ?
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #323 am: Freitag, 14.März.2014 | 06:50:13 Uhr »
Da Du nun den Capstan-Antrieb geöffnet hast/mußtest:


Hab ich mich das erst getraut, nachdem ich an einem Schlachtgerät (Metropolitan in total miserablem Zustand) "geübt" hatte.
 :drinks:
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #324 am: Freitag, 14.März.2014 | 07:15:10 Uhr »
Wie machst du das mit der mechanischen Justierung ?
Drehst du den Capstan von Hand und merkt / hört man dann gleich ob die Scheibe streift ?

Bzgl. Capstan: Hab' ich nicht mehr aus dem Kopf drauf und Unterlagen sind erst mal weggeräumt - steht aber auch im SM beschrieben.
Bei der Lichtschrankengeschichte geht's einfach nur darum, daß die beiden Lichtschrankenteile genau übereinander liegen.
Deswegen Platine/Capstangehäuse so positionieren, daß max. Pegel aus der LS kommt - so festschrauben.

Hab ich mich das erst getraut, nachdem ich an einem Schlachtgerät (Metropolitan in total miserablem Zustand) "geübt" hatte.

Ist nichts wildes, nur mit der Tachoscheibe ist Vorsicht geboten. Da meinte der eine oder andere es schon zu gut und hat beim Säubern der Scheibe die Striche abgewischt  .,35

BTW:
Wie sieht die Capstanwelle aus ?
Sieht man da an der Lagerstelle Riefen ?
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #325 am: Freitag, 14.März.2014 | 23:01:56 Uhr »
Bzgl. Capstan: Hab' ich nicht mehr aus dem Kopf drauf und Unterlagen sind erst mal weggeräumt - steht aber auch im SM beschrieben.
Bei der Lichtschrankengeschichte geht's einfach nur darum, daß die beiden Lichtschrankenteile genau übereinander liegen.
Deswegen Platine/Capstangehäuse so positionieren, daß max. Pegel aus der LS kommt - so festschrauben.


Ok


BTW:
Wie sieht die Capstanwelle aus ?
Sieht man da an der Lagerstelle Riefen ?

Ist wie neu. Absolut perfekt.
Der vordere Teil, dort wo das Band läuft, ist mattiert


Ist nichts wildes, nur mit der Tachoscheibe ist Vorsicht geboten. Da meinte der eine oder andere es schon zu gut und hat beim Säubern der Scheibe die Striche abgewischt  .,35


Naja, da hatte ich wohl nicht so viel Glück.
 :cray:
Jedenfalls hat schon mal wer auch hier reichlich geölt.

In der Mitte der Encoderscheibe erkennt man einen Öltropfen - welcher sich auch unter der dünnen Stabilisierungs-Scheibe teilweise ausgebreitet hat.
Mit diesem Öl war die Filmemulsion wohl nicht so happy und hat angefangen sich aufzulösen/ verschmieren.

Erst vorsichtig abgetupft und dann alles mit Spiritus seeeeehr vorsichtig nachgereinigt um ja keinen Ölfilm zu belassen.
Muss sich erst herausstellen ob das auch hier die "richtige" Reinigungsmethode war.
Mit üblichem Filmmaterial ist das unbedenklich - aber hier ?




« Letzte Änderung: Freitag, 14.März.2014 | 23:06:18 Uhr von deep »
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #326 am: Samstag, 15.März.2014 | 09:53:16 Uhr »
Ist wie neu. Absolut perfekt.
Der vordere Teil, dort wo das Band läuft, ist mattiert

Ok,  :_good_: - d.h. das Lager ist nicht eingelaufen und das Deck hat dann auch keine 100tkm drauf  .,a095

Jedenfalls hat schon mal wer auch hier reichlich geölt.

 :wallbash

Erst vorsichtig abgetupft und dann alles mit Spiritus seeeeehr vorsichtig nachgereinigt um ja keinen Ölfilm zu belassen.
Muss sich erst herausstellen ob das auch hier die "richtige" Reinigungsmethode war.
Mit üblichem Filmmaterial ist das unbedenklich - aber hier ?

Ok. Ist halt nun wie es ist.
Hast Du eine Möglichkeit die Striche unter einer Lupe oder einem Mikroskop zu prüfen ?
Würde ich auf jeden Fall bei der gegebenen Situation machen. Wenn's nach dem Zusammenbau nicht richtig gleichlaufen sollte, dann weißt Du wenigstens ob die Scheibe iO oder niO ist und mußt nicht alles wieder zerlegen und nachschauen.

Hast Du den Capstan-Gummi schon ?
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #327 am: Samstag, 15.März.2014 | 11:43:10 Uhr »
Ok,  :_good_: - d.h. das Lager ist nicht eingelaufen und das Deck hat dann auch keine 100tkm drauf  .,a095

Offensichtlich nicht.
Das hat auch schon der praktisch neuwertige Ton-Kopf vermuten lassen. 

Nur eben die Gummi sind teilweise steinhalt und der Wurm in der Elektronik nervt.


Ok. Ist halt nun wie es ist.
Hast Du eine Möglichkeit die Striche unter einer Lupe oder einem Mikroskop zu prüfen ?
Würde ich auf jeden Fall bei der gegebenen Situation machen. Wenn's nach dem Zusammenbau nicht richtig gleichlaufen sollte, dann weißt Du wenigstens ob die Scheibe iO oder niO ist und mußt nicht alles wieder zerlegen und nachschauen.


Ja, ich habe diverse Möglichkeiten.
So wie es fürs erste aussieht, ist kein Öl bis zu den feinen Teilstrichen gekommen.
Schlimmstenfalls gibts noch ein Scheibe im Met. (bei dem isses umgekehrt: Gummis noch einigermassen, Tonkopf fast 1mm eingelaufen, kein Öl aber dafür (Bau-)Staub in rauhen Mengen - überall)


Hast Du den Capstan-Gummi schon ?

Ja.
Ich konnte bei Hr Maul ( http://www.fernseh-maul.de/ ) Riemen mit  28x5x0,8mm als Sonderbestellung bekommen.
Die von dir angegebenen Dimension leider nicht mehr.

Das aufkleben habe ich nach deinen Erfahhrungen mit einem 2h verarbeitbaren UUH-Plus vorgenommen - und ich muss sagen, ich habe sicher fast 1 Stunde daran rumgeschoben bis ich die Riemen auf geschätzt 0,1mm in Position hatte.

Jetzt werde ich noch mit einer Diamant-Trennscheibe versuchen, die Seiten perfekt und ähnlich dem originalen Winkel zu beschneiden - auch damit hier kein harter Kragen aus Kleberresten überbleibt.


Hier noch ein Bild mit den beiden frisch aufgeklebten Flachriemchen. Ich habe hier extrem sparsam Kleber verwendet.
« Letzte Änderung: Samstag, 15.März.2014 | 11:45:34 Uhr von deep »
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #328 am: Samstag, 15.März.2014 | 20:01:32 Uhr »
Yipiiii !
Der Kanalfehler ist gefunden.
Hatte an den FET der 1. Stufe  - gleich nach dem Kopf - gelegen.
 :_yahoo_:

Jetzt muss ich noch den Fehler im Aufnahmepfad finden. 
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #329 am: Sonntag, 16.März.2014 | 10:55:56 Uhr »
Schlimmstenfalls gibts noch ein Scheibe im Met.

Eine "Scheibe im Met." ?  .,a015 - Ist das 'ne Wurst ?  ;0008

Der Kanalfehler ist gefunden.

Siehst Du, wird doch  :_good_:
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #330 am: Sonntag, 16.März.2014 | 14:32:29 Uhr »
Eine "Scheibe im Met." ?  .,a015 - Ist das 'ne Wurst ?  ;0008



Ja ja
Seeehr witzig !
 ;0001
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #331 am: Sonntag, 16.März.2014 | 14:45:21 Uhr »
Siehst Du, wird doch  :_good_:

Derzeit ist sogar der Gleichlauf recht gut, da ich nicht nur die Andruckrolle sondern auch den Capstan vom Met temporär ins FL-1000 eingebaut habe - bei beiden Teilen sind auch deren Gummi schon etwas hart, gehen aber noch.

Da ich nun endlich "richtiges" Stereo habe :

Die Weite, Präzision und Stabilität der räumlichen Darstellung des FL-1000 beeindrucken mich schwer !
Und dies auch bei spektral gehaltvollem Kangmaterial, welches besonders hohe Anforderungen an sensible Signal-Verarbeitung stellt, ohne den Gesamtcharakter des Geschehens aus dem Auge zu verlieren.
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #332 am: Sonntag, 16.März.2014 | 18:49:22 Uhr »
...vom Met temporär ins FL-1000 eingebaut habe...

Aaaaaah jetzt  :;aha - meine Frage war kein Witz, ich hatte das mit dem "Met" nicht gecheckt, aber jetzt:
Met = Metropolitan  .,70
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #333 am: Montag, 17.März.2014 | 17:28:59 Uhr »
Ahh, ok - ich hatte es für ein Witzchen gehalten.
 :__y_e_s:

---


Anbei ein Bildchen von dem/n defekten FET in der ersten Stufe.
Ich hätte jetzt vermutet, dass das womöglich 2SK41 Typen sind - kann das wer bestätigen ?

So ein "richtiges" Datenblatt habe ich dafür allerdings nicht gefunden - kann mir da vielleicht wer aushefen ?
Insbesondere auch was die Zusatzbezeichnung "D8A" bedeutet ?

Die entsprechenden FET aus dem Met haben die Zusatzbezeichnung "D7B" und sind ganz offensichltich weiger steil.
Zumindest ist damit der Spannungsabfall über dem Versorgungsspannungs-RC-Filter für diese Stufe (6k8 / 100uF) um etwa 2-3V geringer. 

Als eine mögliche Ersatztype habe ich den BF245 in meinem Handbücherl gefunden, auch wenn dieser ein anderes pin out hat .
Hat irgendwer zusätzliche Vorschläge ?
 
« Letzte Änderung: Montag, 17.März.2014 | 17:37:44 Uhr von deep »
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #334 am: Montag, 17.März.2014 | 17:48:14 Uhr »
Hier gabs übrigens mal einen Artikel zur speziellen Schaltungsvariante der ersten Stufe nach dem Tonkopf:

http://www.praktiker.at/itm771627.htm

Im FL-1000 ist diese im Prinzip genau gleich übernommen worden





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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #335 am: Montag, 17.März.2014 | 18:19:43 Uhr »
So ein "richtiges" Datenblatt habe ich dafür allerdings nicht gefunden - kann mir da vielleicht wer aushefen ?

Lt. ECA zum 2SK41 (ohne Zusatz):
Silizium N-Kanal J-FET, Vdg=18V, Ig=10mA, Pd=0,15W, Idss min/max=0,6/24mA, Vpmax=-5V
Ersatztyp: BFS70, 2N3821, 2N5246, 2SK161
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #336 am: Dienstag, 18.März.2014 | 00:19:08 Uhr »
Lt. ECA zum 2SK41 (ohne Zusatz):
Silizium N-Kanal J-FET, Vdg=18V, Ig=10mA, Pd=0,15W, Idss min/max=0,6/24mA, Vpmax=-5V
Ersatztyp: BFS70, 2N3821, 2N5246, 2SK161


Ok, danke.
in meiner ECA (Ausgabe '78) waren als Vergleichstypen - mMn ziemlich willkürlich - angegeben :
BF244, BF245, BF346, 2N3822-23

Inzwischen bin ich auf den 2SK170 gestossen, für welchen es ein vielversprechendes Datenblatt aus 2003 gibt:

http://arwill.hu/downloads/2sk170.pdf

Zumindest im Rauschen scheint der recht optimal zu sein und "MC Head Amplifier" ist sogar als Anwendung angegeben.
Das Pinout ist allerdings anders als bei den 2SK41 und wie es mit der Einstellung des Arbeitspunktes sein wird, kann dz wohl nur geraten werden.
« Letzte Änderung: Dienstag, 18.März.2014 | 00:22:41 Uhr von deep »
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #337 am: Dienstag, 18.März.2014 | 21:23:30 Uhr »
Jetzt werde ich noch mit einer Diamant-Trennscheibe versuchen, die Seiten perfekt und ähnlich dem originalen Winkel zu beschneiden - auch damit hier kein harter Kragen aus Kleberresten überbleibt.


Ist gar nicht mal so schlecht geworden
 :_yahoo_:

Auch bei genauem Hinsehen ist weder ein Höhen- noch ein Seitenschlag zu erkennen
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #338 am: Dienstag, 18.März.2014 | 21:24:59 Uhr »
Der Vorbereitungsaufwand war allerdings auch nicht von schlechten Eltern !

Hier noch ein paar Bildchen zum "how to":

 :_hi_hi_:

Mit der biegsamen Welle des Proxxon  auf den leicht angestellten Oberschlitten der EMCO - den Capstan in der Lünette führen - und dann bei Vollgas (Diamantscheibe) sehr langsam zustellen.
« Letzte Änderung: Dienstag, 18.März.2014 | 21:27:44 Uhr von deep »
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #339 am: Mittwoch, 19.März.2014 | 20:19:09 Uhr »
Ich bin ja noch immer dem Fehler im Aufnahmezweig hinterher.
Soweit dass das Signal am Aufnahmekopf ankommt konnte ich bisher sicherstellen.
Trotzdem kommt bei Hinterbandkontrolle nichts vom Band

Wenn ich den Bandsorten-Wahlschalter wild betätige dann kommt sehr kurzzeitig ein Signal aufs Band (vielleicht 0,1s)


---

Dann habe ich mir das "HF"-Signal am Löschkopf angeschaut - uhhh das sieht für mich komisch aus !
Im Bild ist nur die Hüllkurve zu erkennen - das Signal selber ist ein recht sauberer Sinus mit  ca. 100kHz .

Was bedeutet das jetzt (ich habe da keine Erfahrung) ?

- sind 60V am Löschkopf nicht ziemlich viel ?
- und woher könnte die extreme Modulation kommen ? 

Hätte wer dazu vielleicht irgendwelche Tipps oder Ideen ?

« Letzte Änderung: Mittwoch, 19.März.2014 | 21:09:11 Uhr von deep »
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #340 am: Donnerstag, 20.März.2014 | 05:39:36 Uhr »
Ahhh

Die 60V könnten sogar passen - ich war nur nicht darauf gefasst so hohe Spannungen vorzufinden.
Im SM ist ein Testpunkt (15, 16) angegebenen - dort wird zwar nicht die Spannung über dem Löschkopf gemessen sondern effektiv der Strom durch den Löschkopf per Spannungsabfall über einem Widerstand (R48)  - aber mit den 60V könnte es dann schon hinkommen.

Offenbar wird über eine Logik der Oszillator bandwahlabhängig  freigeschaltet - da ist ein kleiner Rippel drauf - muss ich erst sehen ob die Modulation damit zusammenhängen könnte.
Die Stabilisierungslampe und dessen schon etwas marod ausschauender Versorgungswiderstand (680Ohm / 1W) scheinen funktional in Ordnung zu sein.
« Letzte Änderung: Donnerstag, 20.März.2014 | 05:49:28 Uhr von deep »
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #341 am: Freitag, 21.März.2014 | 23:09:36 Uhr »
Der Fehler im Löschoszillator ist gefunden

 :_yahoo_:

Der Tantal C18 (3,3uF/ 35V) war total hinüber.

Das war dann aber leider noch immer nicht der wirkliche Grund für die eigenartige Modulation - dieser hatte im R32  (180Ohm) Fusswiderstand der Glühlampe gelegen.
Eigenartiger Weise war hier ein Widerstand mit 100Ohm eingesetzt gewesen, was ich allerdings erst nach längerer Sucherei festgestellt habe - unter anderm auch deswegen, weil dieser Widerstand schlecht einsichtig in einer Ecke untergebracht ist.

Noch komischer ist, dass dieser 100Ohm Widerstand wahrscheinlich - und entgegen dem schematic - die Originalbestückung gewesen war. Jedenfalls sahen mir die Lötstellen gar nicht danach aus, als hätte hier wer schon mal rumgemacht !
 .,a015 :shok:

Wie auch immer, nun ist der Löschoszillator jedenfalls ok und perfekt eingestellt.

Dumm nur dass Aufnahme trotzdem noch nicht klappt. Am Aufnahmekopf kommt zwar die Signalspannung an, aber offebar viel zu stark abgeschwächt - nur einige 10mV.

Wieviel ist hier so üblich ?


 
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #342 am: Samstag, 22.März.2014 | 16:19:46 Uhr »
Nachtrag zur Fehlerbehebung beim Lösch-Oszillator.
Die fehlerhaften Teile summieren sich langsam !

 :_thumbdown_:
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #343 am: Samstag, 22.März.2014 | 16:42:05 Uhr »
Nächster Fehler aufgespürt

 :_yahoo_:

Das Problem bei Aufnahme hatte gar nicht so sehr an zu geringem Signal gelegen. Ich hatte nur nicht gleich durchschaut, dass die letzte Verstärkerstufe - welche den Aufnahmekopf des Eumig FL-1000 speist - etwas speziell ist

Im Prinzip besteht an der Basis des T112 (212) ein Stromsummenpunkt, wodurch dort logischerweise keine bzw nur sehr geringe Spannungshübe zu messen sind.

---

Da der Eumel mich mit reichlich verrückten Fehlern zu überraschen liebt - hier also das nächste Kapitel:

Der Biasstrom wird direkt vom Lösch-Oszillator abgezweigt und geht per Trim-Poti und Einstell-Poti des Einmess-"Computers" sowie  Bandwahlschalter auf obigen Stromsummenpunkt. Nebenbei geht dieses Signal zwei mal über geschirmte Leitungen und Steckverbinder.

Ich hatte natürlich erst mal den Bandwahlschalter in Verdacht, da bei wildem betätigen für sehr kurze Zeit Signal aufs Band aufgenommen wurde.
Also habe ich eine gröbere Waschaktion gestartet - erst mal nur mit Spiritus weil ja  "in der Nähe" Kabel etc  eingeölt gewesen waren.
Effekt gleich null.

Dann nochmal dem Bias-Signal über die geschirmten Käbelchen gefolgt - und siehe da:
An einem Ende wurde eingespeist aber am anderen Ende ist nichs herausgekommen.
 
Den Stecker zerlegt. Da war augenscheinlich alles bestens - sehr sauber verpresst inklusive Zugentlastung. Nur ein wenig Grünspan hat irritiert.

Dann doch abgekniffen und neu abisoliert und die Verpressung vorsichtig geöffnet:
Zwischen der Verpressung für die Kontaktierung und jene für die Zugentlastung hatte es einen Kabelbruch gegeben, offenbar einhergehend mit Korrosion/ Grünspanbildung
 
Probehalber frisch angelötet und hey:
Aufnehmen klappt schon mal grundsätzlich !
 


 
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #344 am: Sonntag, 23.März.2014 | 22:58:35 Uhr »
Laufwerk nun restauriert - noch etwas Einlaufen und dann den Gleichlauf vermessen - bin schon gespannt !

Kapstan Gummi neu, Andruckrolle neu, die anderen Gummis waren schon mal gegen O-Ringe getauscht worden, laufen einwandfrei und fühlen sich an wie neu, guter Grip etc.

Alles kontrolliert.
Capstan Lagerspiel nachjustiert - wäre eigentlich nicht erforderlich gewesen, war nahezu perfekt.


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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #345 am: Sonntag, 23.März.2014 | 23:01:23 Uhr »
War schon wer dran gewesen, eh klar.
Der hatte alles mit Fett und Öl eingesuppt - und das bei einem Laufwerk welches für Trockenlauf ausgelegt ist !
Auch die Freiläufe sind nur so "geschwommen"  - kein Wunder dass  auf den Prints in der Umgebung überall Öl zu finden war

Die Reinigung war eine Prozedur !
« Letzte Änderung: Sonntag, 23.März.2014 | 23:05:31 Uhr von deep »
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #346 am: Montag, 24.März.2014 | 07:43:47 Uhr »
die anderen Gummis waren schon mal gegen O-Ringe getauscht worden, laufen einwandfrei und fühlen sich an wie neu, guter Grip etc.

"State of the art" ist das aber auch nicht, mit den O-Ringen. Wenn das LW schon offen ist, dann würde ich die trotzdem tauschen.

Der hatte alles mit Fett und Öl eingesuppt

Auf Deinem Bild ist die Kurvenscheibe zu sehen. Da lasse ich immer ein wenig Fett drin.
Gruß, Kuni
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #347 am: Montag, 24.März.2014 | 15:38:35 Uhr »
"State of the art" ist das aber auch nicht, mit den O-Ringen. Wenn das LW schon offen ist, dann würde ich die trotzdem tauschen.


Wie mans macht, macht mans falsch
 .,c045


Original gibt es diese Gummiteile für die Wickelteller ja nicht mehr, jedenfalls konnte ich keine mehr bekommen.

Was ich hier habe sind Nachbauten, welche zwar passgenau sind aber offenbar aus Plattenmaterial herausgelasert wurden.
Das hat zwei Nachteile:
- einerseits ist Plattenmaterial schon von der Herstellung her in sich nicht so rotations-homogen wie es O-Ringe sind
- andererseits gibt es (kleine) Form-Unregelmässigkeiten vom Lasern

Die aufgezogenen Nachbaugummi hätte ich also mindestens nachschleifen müssen und das geht vom einspannen her einfach nicht so präzise wie es beim Capstan möglich war.

Da ich den Eindruck hatte, dass der Rundlauf der O-Ringe recht gut ist, habe ich diese also erst mal belassen.
Umspulen klappt mMn mehr als zufriedenstellend, der Lauf ist ruhig und die Wickel werden glatt


Die Geichlaufmessungen habe ich hier eingestellt:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=7273.msg156684#msg156684

Auf Deinem Bild ist die Kurvenscheibe zu sehen. Da lasse ich immer ein wenig Fett drin.


Ah, Ok,
Vielleicht versuche ich noch mit einem Zahnstocher da eine kleine Menge Fett hinzubringen.
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #348 am: Dienstag, 25.März.2014 | 08:03:18 Uhr »
Wie mans macht, macht mans falsch

Bei Eumig hat man sich damals zur Aufgabe gesetzt, etwas Erstklassiges zu schaffen. Deswegen ist dort nichts "einfach so" wie es ist, sondern man hat sich Gedanken gemacht.
In solchen Fällen würde ich persönlich immer versuchen am Original zu bleiben.
Klar, wenn's nicht geht, dann muß man improvisieren...

Original gibt es diese Gummiteile für die Wickelteller ja nicht mehr, jedenfalls konnte ich keine mehr bekommen.

Wieso nicht ? Hat Robert keine mehr ?

Was ich hier habe sind Nachbauten, welche zwar passgenau sind aber offenbar aus Plattenmaterial herausgelasert wurden.

Falls sich das auf die von Robert beziehen sollte: Die sind perfekt  :_good_:
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Re: Eumig FL-1000 Thread
« Antwort #349 am: Donnerstag, 03.April.2014 | 06:21:02 Uhr »
In solchen Fällen würde ich persönlich immer versuchen am Original zu bleiben.



Das schöne an unserem Hobby ist, dass es viele Spielarten erlaubt:

http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=7317.0
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