Autor Thema: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt  (Gelesen 24182 mal)

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Offline MartinJ

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Re: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt
« Antwort #40 am: Sonntag, 26.April.2009 | 08:23:34 Uhr »
1.Bei Ersatz der oben erwähnten Sicherungswiderstände sollte beachtet werden das es sich um sicherheitsrelevante Bauteile handelt.
Der Ersatz sollte also geeignet sein.
Die oben erwähnte 3Watt Typen sind ungeeignet.
Hat der Sicherungswiderstand die Aufschrift 10 Ohm und 220mA sind das 0,484Watt (~0,5W) Typen.


Hmmm... Yamaha sieht das anders. Es gibt ein Service-Bulletin zum Thema, nachzulesen hier:http://www.kallhovde.com/yamaha/cr-2020-servbull1.pdf. Das bezieht sich zwar auf den CR-2020, ist aber (dank praktisch identischer Schaltung) auch auf den CR-1020 anzuwenden. Der CR-2020 ist thermisch noch mehr belastet, da 2*60V Versorgung statt 2*50V (aus denen die Spannungen für die Vorstufen gewonnen wird) und der zusätzlichen MC-Vorstufe, ansonsten geben sich die beiden nicht viel.

Der erwähnte 10 Ohm-Typ sitzt in der Erzeugung der -91V und ist wirklich nur Sicherung. Spannender sind die 22 Ohm-Typen in der +/-25V Versorgung, die mit 150mA auch noch merklich unterdimensioniert sind (bei drei gemessenen CR-1020 lagen die echten Ströme bei 190mA, bei zwei CR-2020 bei 240mA... ohne erkennbare Defekte in den Vorstufen). Da wird's echt warm bei dem Spannungsabfall und dann auch noch der besch***denen Einbaulage ohne Kühlluft.

Auf Audiokarma kann man erschöpfende (Photo-) Berichte und Diskussionen zum Thema nachlesen... 

Martin

Offline uk64

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Re: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt
« Antwort #41 am: Sonntag, 26.April.2009 | 12:47:16 Uhr »
Wenn das eine “offizielle” Yamaha Modifikation ist ziehe ich meinen Einwand natürlich zurück.

Gruß Ulrich


Offline the ocean

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Re: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt
« Antwort #42 am: Sonntag, 26.April.2009 | 13:16:59 Uhr »
Von Yamaha deutlich empfohlen sogar  .,111
 :drinks:

Offline Agger

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Re: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt
« Antwort #43 am: Sonntag, 26.April.2009 | 19:58:56 Uhr »
... und es spricht nichts dagegen einen 3W Widerstand einzubauen, solange der Platz reicht.
Gruß, Holger
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Offline uk64

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Re: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt
« Antwort #44 am: Sonntag, 26.April.2009 | 21:39:38 Uhr »
Hallo zusammen,
bevor hier jetzt noch weitere Kommentare folgen, da es eine Yamaha Mitteilung war ist mein Einwand, ich wie ich schon einmal schrieb, ohne Bedeutung ( Fehl am Platze).

Allgemein gilt aber das ein Sicherungswiderstand wie jede andere Sicherung ein definiertes Auslöseverhalten haben muss. Da dieses Auslösen wie bei jeder anderen Schmelzsicherung mit freiwerden von Wärme verbunden ist muss er auch noch ein definiertes “Abbrandverhalten” besitzen, er muss “nicht Brennbar” sein.
Auch ein Ersatz muss diese Eigenschaften haben.
Ein Sicherungswiderstand ist halt kein “normaler” Widerstand. Er soll durch seine Eigenschaften andere Teile der Schaltung schützen, falsch berechnet kann er diese Aufgabe nicht erfüllen.
Mein diesbezüglicher Einwand war daher so eine Art Reflex.
Wenn empfohlen würde für eine ausgelöste 1A G-Sicherung einfach eine 2A Sicherung zu verwenden kämen ja auch berechtigte Einwände.

Noch eine kurze Bemerkung zu der weiter oben erwähnten Strommessung direkt an dieser Stelle.
Da diese Widerstände hier zwischen Gleichrichter und Ladeelko sitzen fließt durch sie kein reiner Gleichstrom und  der Wechselstromanteil hat keinen Sinusförmigen Verlauf.
Daher ist er nicht leicht hier den korrekten Effektivwert des Stromes mit normalen Mitteln zu messen.
Das was man d ort mit handelüblichen Multimetern misst ist nicht der korrekte Effektivwert des Stromes, das gilt auch für die über dem Widerstand abfallenden Spannung.

Gruß Ulrich



Offline MartinJ

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Re: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt
« Antwort #45 am: Montag, 27.April.2009 | 06:49:28 Uhr »
Noch eine kurze Bemerkung zu der weiter oben erwähnten Strommessung direkt an dieser Stelle.
Da diese Widerstände hier zwischen Gleichrichter und Ladeelko sitzen fließt durch sie kein reiner Gleichstrom und  der Wechselstromanteil hat keinen Sinusförmigen Verlauf.
Daher ist er nicht leicht hier den korrekten Effektivwert des Stromes mit normalen Mitteln zu messen.
Das was man d ort mit handelüblichen Multimetern misst ist nicht der korrekte Effektivwert des Stromes, das gilt auch für die über dem Widerstand abfallenden Spannung.

Gruß Ulrich

Du hast da völlig recht, an der Stelle hat man einen pulsierenden Gleichstrom, der mit den üblichen auf Sinus kalibrierten Meßgeräten nur ungenau gemessen werden kann.

Zum Glück gibt es auf der Netzteilplatine in der Nähe der beidem gekühlten TO-220 jeweils einen 15 Ohm-R in Reihe zum Längsregler, an dem man wunderbar die Ströme der stabilisierten +/-25V messen kann. Da kann man auch gerne mal recht hochfrequentes beobachten, die Kerkos in der Ansteuerung der Längsregler sind nicht zum Spass da (und gerade bei den CR-1020/2020 gerne mal problematisch, man soll sie ja auch beim Service tauschen).

Martin

Offline Jürgen Heiliger

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Re: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt
« Antwort #46 am: Freitag, 06.August.2010 | 16:36:33 Uhr »
Hi Jungs,

irgendwie war ich Euch doch da noch was schuldig......
Nun ja lange stand er in der Warteschleife im Büro und harrte der Dinge ..... immer war was wichtiger zum reparieren.....
Und immer haperte es an den beiden Hauptelkos, die irgendwie nicht mehr so richtig wollten.... so meinten wir.

Dabei war es einer der Verbindungen auf dem zweiten Teil des Netzteilprints die uns den Ärger bereitete... war dort doch ein Kabelbruch, der nicht zu messen war.... Weiß der Geier da kam immer noch was durch, aber nicht genug. Somit liefen unsere Messungen immer wieder ins Leere, bezw. wir maßen falsches.

Dani meinte nun in seinem Urlaub, jetzt will ichs aber wissen..... und wie dies meist so ist, wenn man mal längere Zeit sich eines Problems nicht bemüht hat..... man findet den Fehler direkt. Es war eine der von uns zum Testzweck angebrachten Federkontakten der Hochohmig war.... weiß der Geier warum. .,35

Nachdem nun Dani alle Leitungen wieder angelötet hatte, lief der Yamaha auch wieder einwandfrei.....

Der eigendliche Fehler war also mit der ersten Auswechslung der kleineren Elkos auf dem Teil zwei des Netzteilprints und der Nachlötung der Transen an den Kühlkörpern nebst anbringen frischer Wärmeleitpaste behoben.


Trotzdem haben wir die beiden kleinen Elkos auf dem unteren Teil des Netzteilprints gewechselt..... waren diese doch auch nicht mehr ganz so wie sie sein solten.... und bevor sie dann in näherer Zukunft hopps gehen.... dann lieber doch neu.


Nun steht noch die äußere Endreinigung an und dann darf er zeigen was er kann.....

 



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Offline Captn Difool

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Re: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt
« Antwort #47 am: Freitag, 06.August.2010 | 19:03:19 Uhr »
Geht mir auch so, komme ich nicht mehr weiter, stehen lassen. Später ist dann alles "klar wie Kloßbrühe  :;aha", warum nicht gleich drauf gekommen?  .,c045  :drinks:

Offline Jürgen Heiliger

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Re: CR-1020, sollte entsorgt werden ---- Endstufendefekt
« Antwort #48 am: Mittwoch, 18.August.2010 | 13:22:50 Uhr »
Hier noch ein paar Bilder zum äußeren Jetztzustand.....
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Jürgen

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