Autor Thema: Welche Bandmaschine für den Einstieg?  (Gelesen 11204 mal)

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Offline beldin

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Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« am: Samstag, 26.Juli.2008 | 16:58:52 Uhr »
Moin, Moin!

Seid langem schwirrt mir schon der Gedanke im Kopf rum, mal eine Bandmaschine besitzen zu wollen. Ein Großspuler, also 26,5 cm Spulen.
Aus Bandkostengründen würde ich eine Maschine Viertelspur und Bandgeschwindigkeiten von 9,5 und 19 cm/s bevorzugen wollen. Aber vielleicht gibt es ja ahndefeste Argumente für eine andere Variante!

Welche Maschinen wären für einen "Anfänger" bei Tonbändern geeignet?

Hifi- Semi-Profi oder Profi-Maschine?

Ich nehem gern gleich was "Richtiges" anstatt lange über dverse Typen meine Erfahrungen zu sammeln und viel Geld zu verpulvern.

Wie sieht es mit der Ersatzteilversorgung aus?

Welcher Hersteller besitzt eine gute Ersatzteilversorgung?

Wo liegen Stärken und Schwächen der Maschinen?

Liebe Grüße

von beldin .,73

Offline PeZett

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #1 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 18:54:02 Uhr »
Hallo Beldin,

mein Senf zum Thema: Anfänger- und Fortgeschrittenen-Maschinen kenne ich eigentlich gar nicht.
Sie alle sind mehr oder weniger altersbedingt mit kleineren Macken versehen, bzw. können diese
leicht haben. Semi-Professionellen Ansprüchen werden ohnehin nur 2-Spur oder 4-Kanal Maschinen
mit 38 cm / s gerecht. Eine richtige Profimaschine sieht dann aber meist auch wieder anders aus
(als Hobby-Hifi-Enthusiast kannst Du die grösstenteils beiseite legen...).

EDIT - Anmerkung: "HiFi" und "Profi" zusammen in einem Gerät gibt es so eigentlich nicht!
Aus Sicht eines professionellen TB-Geräte-Nutzers sind die HiFi-Maschinen, so wie wir sie kennen,
alles Spielkram! Nicht das eine Telefunken M15 nicht auch die HiFi-Norm erfüllen würde.. ...nein, der
ursprüngliche Verwendungszweck ist ein anderer. Das drückt sich in vielen Details aus (...auch
beim Gewicht!!!) EDIT ENDE

Die Ersatzteilsituation sieht (was Neuteile angeht) noch am besten bei Revox, Teac und Uher aus,
(wobei von Uher nur ein 26,5er Modell am "Start" war.... und die ist recht selten erhältlich...).
Eine Revox A77 (ab MKII wg. der Bandführung) wäre also eine gute Wahl, so die Tonköpfe noch i.O. sind. Ihre hohe Verfügbakeit
bei deutlich günstigerem "Handelspreis" gegenüber der neueren Schwester B77 (...die im Grundprinzip
auf der A77 gründet...) macht sie auch für den "Anfänger" (= Jemand, der noch nicht weis, ob ihm
Tonbandeln Spass macht...) interessant.
Aus dem Hause Teac wäre die A3300 oder (neueren Datums) die X10 eine bezahlbare Alternative.
Darüber hinaus wird´s teuer... ...ob man das "für den Anfang" ausgeben will?
Unter den Maschinen, deren E-Teil-Situation bezügl. Neuteilen nicht so rosig aussieht, die aber
in so grossen Massen am Markt sind, dass auch mal eine Schlachtmaschine das nötige Teil
liefern kann, weis ich Akai und Sony zu nennen. Dem kostenbewussten Anfänger seien
hier die Sony TC755 oder die Akai GX630 angeraten. Beiden Maschinen sind verschleissärmere
Tonköpfe zu eigen, als sie in Revox- oder Teac-Geräten verbaut sind.

Natürlich gibt es noch viele andere Modelle und wenn man Spass gefunden hat, könnte ich mir
auch andere Empfehlungen vorstellen, aber...
...wer erst mal testen möchte, ohne direkt ein kleines Vermögen auszugeben, kann sich mit den
genannten Geräten ja mal auseinander setzen.

Soweit meine ganz persönliche Meinung....


Gruss

Peter
« Letzte Änderung: Samstag, 26.Juli.2008 | 19:03:43 Uhr von PeZett »
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Offline Jayk.

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #2 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 19:45:11 Uhr »
Nabend,

vielleicht kannst Du Dir bei einem Forianer hier aus Deinem näheren Umfeld ja mal eine Maschine für 1-2 Monate ausleihen, um ein "Gefühl" für diese Technik zu bekommen, und ob das überhaupt etwas für Dich ist, wenn Du noch total "unbeleckt bist.

Vielleicht ergibt sich daraus so etwas wie ein "Foren-Rundband" - Jürgen kann ja mal erklären, was das ist  :pleasantry:

Gruss

Jonny

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Offline Erich

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #3 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 19:55:04 Uhr »
Jonny, das ist gar keine schlechte Idee, nur Marc sitzt mitten in Deutschland  :smile, und hat überall hin einige km zu fahren um eine zu testen.

Ich z.B. könnte ihm mal weiterhelfen, nur ich wohne halt auch mindestens 150 km von ihm entfernt  .,70
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Offline Jürgen Heiliger

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #4 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 20:27:44 Uhr »
Hi Jungs, Marc,

Die Idee von Jonny hat was..... nur wäre meine Frage was möchte der Marc erreichen mit einer Bandmaschine..... Denn über eins sollte er sich im Klaren sein.....
will er Qualität bei der Aufnahme kommt er um 19/38 cm/s und ½-Spur-Stereo nicht herum....
will er sich bei den Kaufbändern in der Bucht umsehen, kommt er nicht um eine 9,5/19 cm/s ¼-Spur-Stereo nicht herum.....
will er die beides nicht missen, sollte er sich nach einer Otari MX-55 mit VUs umsehen.... diese Maschine bietet 9,5/19/38 ½Spur Aufnahme/Wiedergabe und zusätzlich ¼-Spur Wiedergabe. Kostenpunkt etwa bei 600-700€ bei zuverlässiger Quelle. Zusätzlicher Vorteil ist die Abspielmöglichkeit von 30er Offenwickel, ein nicht zu verachtender Kostenfaktor.... Die Erreichbarkeit ist auch gut zu nennnen, wurden sie doch des häufigerem in den Studios als Zuspieler genutzt. Ersatzteilversorgung ist auch nicht schlechter wie bei TEAC.

Nun etwas zu den von Peter empfohlenen Maschinen.....
ReVox, ob A-77 oder B-77 sind in großer Anzahl in der Bucht vertreten, aber dabei ist auch viel Mist unterwegs...... wirklich in gutem Zustand befindliche Maschinen haben ihren Preis.... Reversionen auch! Alles in Allem in meinen Augen überteuert....
Nun zu den restlichen von Peter genannten....
Sony und Akai würde ich in der Ersatzteilbeschaffung als schlecht einschätzen, denn offiziell gibt es für diese nichts mehr, also bleibt größtenteils nur das Ausschlachten eventuell vorhandener Ersatzteilspender.... ob dies der Richtige Weg für einen Einsteiger mit den Ansprüchen von Marc ist....
bei Teac sieht es schon wieder etwas besser aus..... hier besitz zumindestens die Fa. Triplex noch einiges an Ersatzteilen.... auch AES in Solingen soll noch einiges haben.... doch die der Profisparte zugehörigen Tascam würde ich persönlich vorziehen....

Eine Fa. fehlt meiner Meinung in der Aufzählung.....
Tandberg ..... mit der TD-20A, ihrer bekantesten Vertreterin, sie gibt es, der Zeit üblich, in allen angesprochenen interessanten Varianten..... 9,5/19 oder 19/38 in ½ oder ¼ Spur Stereo. Die Ersatzteilversorgung ist als sehr gut zu bezeichnen, Jochen Schmitt (Tandberg-Zentralservice) ist noch im Besitz sämtlicher Ersatzteile, die Preise noch als angemessen zu benennen. Reverdierte Maschinen mit Garantie bietet er auch an....
Die TD-20A SE ist als wesentlich seltener an zu sehen..... sie gibt es auch fast nur in der Version 19/38 cm/s ½-Spur-Stereo..... die Preise auch noch als preiswert - angemessen zu nennen.

« Letzte Änderung: Sonntag, 27.Juli.2008 | 03:38:51 Uhr von Jürgen Heiliger »
Gruß
Jürgen

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Offline Erich

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #5 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 20:35:21 Uhr »
Stimmt eine Tandberd TD-20A ist nicht so teuer und trotzdem gut :_good_:
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Offline Erich

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #6 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 20:38:09 Uhr »
Ich habe zwar eine TEAC 2000 R und eine TEAC 2000 M und kann vergleichen zwischen einer 2-Spur (TEAC 2000 M) und einer 4-Spur Maschine (TEAC 2000 R - Reverse-Betrieb) mit 9,5, 19, und 38 Geschwindigkeit, sind sehr gut, aber sehr teuer.
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Offline PeZett

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #7 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 20:53:18 Uhr »
Hallo Jürgen, halle Erich,

...alles zuvor genannte ist unumstritten richtig.
Aber will Marc wirklich 600-700 € ausgeben? (Ich persönlich habe ihn nicht so verstanden)
Und will er wirklich den Topklang (der natürlich unweigerlich zu Halbspur und/oder 38 cm/s führt)? (Ich persönlich
habe ihn nicht so verstanden).

Die von mir genannten Maschinen sind in der Regel und mit etwas Sorgfalt bei der Suche im Bereich um 200,-
zu kaufen (Eine Tandberg TD20A, die noch in Schuss ist, gibt es dafür nicht... ...sie liegt i.d.R. auf Revox-B77
Niveau, die ich in meiner Aufzählung wg. des üblichen "Handelskurses" auch bewusst bei Seite gelegt habe.
Und alle Teile für die Tandberg gibt es leider auch nicht mehr in "neu" - glaubt es mir! Vor allem enige der
typischen "Problemteile" sind nicht mehr neu zu bekommen).
Dass in der Bucht viel Mist (nicht nur von Revox...) unterwegs ist, ist ebenfalls unzweifelhaft - es gibt auch andere Quellen.

Bezügl. Sony und Akai: Neuteile gibt es nicht - richtig! Aber Firmen wie z.B. die zitierten AES können da
auch mal mit guten gebrauchten E-Teilen aushelfen. Und ein solches Unternehmen würde Marc (wahrscheinlich
jedenfalls) ohnehin aufsuchen, wenn es denn zum Rep.-Fall kommt (Ich persönlich habe ihn jedenfalls so verstanden).

However... ..."TB-Sharing" ist vielleicht wirklich ein nachdenkenswerter Gedanke...

Viele Grüsse

Peter
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Offline Erich

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #8 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 20:58:37 Uhr »
Ja gut, aber eine halbwegs gute Tandberg gibt es mindestens für 300 Euro schon.
Mein Bruder hat eine gute Tandberg TD 20A schon für 280 Teuronen bekommen - Zufall oder Glück - aber immerhin
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Offline PeZett

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #9 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 21:14:51 Uhr »
@Erich,

da hast Du sicher Recht - meine TD20A habe ich für den gleichen Kurs bekommen. Und meine B77 sogar für
deutlich unter 250. Aber das sind Glückstreffer und nicht unbedingt die Regel! Die von Jürgen genannte Tascam ist
auch im Bereich 200-250 zu bekommen, z.B. eine Tascam 32, aber das ist eine 1/2-Spur-Maschine mit 19/38
und das möchte Marc nun mal nicht! Die Tascam 34 ist (wie die Teac 3440) eine 4-Kanal-Maschine, ebenfalls
19/38 cm/s.
Lässt man den Faktor Glück mal aussen vor und schränkt den Kostenrahmen etwas ein (so wie ich es
frecherweise tat, ohne Marcs Budget zu kennen... ...Marc entschuldigt das hoffentlich) dann ist da im Lager der
Grosspuler nicht so eine Riesenauswahl. Ein knappes Dutzend Gerätemodelle vielleicht, das war´s dann...
Und einige, wie z.B. eine Pioneer 1050 oder eine Dokorder 1020, fallen da von vornherein als "zu selten" aus dem Rennen -
für diese Typen ist selbst die Suche nach gebrauchten Teilen äusserst schwierig.


Gruss

Peter
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Offline beldin

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #10 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 22:03:00 Uhr »
Uups!
Ich hätte auch schreiben können, was mir vorschwebt! Es sind in der Tat die industriell bespielten Kaufbänder, die mich reizen würden. An Eigenaufnahmen in 1/2 Spur und 38 cm/s habe ich mangels geieigneter Quellen, das ist die CD in meinen Augen ausdrücklich nicht, kein Interesse! Wir machen leider keine Hausmusik, und Kindergeschrei, dafür reicht auch die Compact-Cassette, Typ I -Band ohne Rauschunterdrückung.....

Eigentlich war ber die Intention Euch Bandfreaks mal zu locken und alles vorzustellen, auch gern bildlich, was es so gibt. Ich habe anläßlich desTreffens bei Jürgen ein bisschen Tonband hören können. Das war schon interessant. Daher auch mein prinizpielles Interesse an dieser Technik. Die Krönung war natürlich die lange Unterhaltung mit Hans-Joachim am 2.Tag!

Gibt es den professionelle Geräte, die auch interessant wären?
Wie sieht eine B67 aus?
Wie die oben angesprochene Otari?

Da liessen sich noch weitere Fragen stellen. Also keine hemmungen! Postet ruhig, was Ihr zu den Maschinen wißt! Meine Vorstellungen bzgl. Spurlage und Geschwindigkeit sollten hier nur eine extrem untergeordente Rolle spielen!
 
Liebe Grüße

von beldin .,73

Offline Erich

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #11 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 22:11:11 Uhr »
Marc, erstmal, wieviel willst du denn für eine Maschine überhaupt ausgeben, nur danach können wir mal entscheiden was es für diese Preisklasse gibt.
Es nützt nix wenn du sagst du hast nur meinetwegen 200 Euro übrig - da gibts halt keine Profimaschine wie du sie gerne hättest.
So können wir nur spekulieren.
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Offline Jayk.

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #12 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 22:24:09 Uhr »
Zitat
Ich hätte auch schreiben können, was mir vorschwebt! Es sind in der Tat die industriell bespielten Kaufbänder, die mich reizen würden.
  Genau dafür hatte ich mir auch schonmal etwas vorgestellt - kein Grossspuler, davon hab ich schon ReVox A700 u. Studer A812, sondern 18cm-Spule wie die meisten Kaufbändern, z.B. die kleine Pioneer RT-707 Reverse-Betrieb od. Akai GX-irgedwas... Sind aber doch etwas teuer, befürchte ich...

Jonny
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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #13 am: Samstag, 26.Juli.2008 | 22:56:44 Uhr »
Uups!
Ich hätte auch schreiben können, was mir vorschwebt! Es sind in der Tat die industriell bespielten Kaufbänder, die mich reizen würden. An Eigenaufnahmen in 1/2 Spur und 38 cm/s habe ich mangels geieigneter Quellen, das ist die CD in meinen Augen ausdrücklich nicht, kein Interesse! ......
Gibt es den professionelle Geräte, die auch interessant wären?
Wie sieht eine B67 aus?
Wie die oben angesprochene Otari?
......

Hi Marc,

da hatte ich doch fast den richtigen Riecher..... was Dich hauptsächlich interessiert....

Die B-67 kennst Du doch von meinem Treffen..... ja die gabe es auch als Viertelspurer, doch sie dürfte zu finden schwerer sein wie die Stecknadel im Heuhaufen.

Nun zu der Otari MX 55...... Bei Christoph Rose findest Du einige BIlder nebst eines kurzen Textes und hier bei Schidttronic stehen gerade zwei zum Verkauf, eine für 250€ und eine für 350€
Gruß
Jürgen

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #14 am: Sonntag, 27.Juli.2008 | 09:46:50 Uhr »
Hallo Marc,


Zitat
...Ich hätte auch schreiben können, was mir vorschwebt! Es sind in der Tat die industriell bespielten Kaufbänder, die mich reizen würden. 

Ja, das wäre in der Tat besser gewesen... ...hilft Misverständnisse und überflüssiges Geschreibsel zu vermeiden. Dass Jürgen und Du schon einmal
beim Klönschnack über TBs zusammengesessen habt, konnte ich natürlich nicht ahnen! Egal...

Zurück zum Thema: welche Art "bespielter Kaufbänder" meinst Du denn? Die alten Bänder (vornehmlich in 18 cm Durchm.) aus den 70ern
oder die neu angefertigten Masterkopien (von der "Association")?

Gruss

Peter
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Offline Jürgen Heiliger

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #15 am: Sonntag, 27.Juli.2008 | 10:14:49 Uhr »
Moin Peter,

Marc meint damit hauptsächlich die in den 70/80er industriell bespielten Kaufbändern, die teils mit richtig seltenen Aufnahmen und in sehr gutem Zustand seiend zu bekommen sind. Zudem meist auch wesentlich preiswerter wie die jeweiligen Platten. Deshalb auch sein Wunsch nach 9,5/19 cm/s und ¼-Spur-Stereo. Kaufbänder in ½-Spur waren die absolute Ausnahme.

Bei Masterbandkopien, wie z.B. von der AAA, müsste er ja 19/38 cm/s und ½-Spur-Stereo Köpfe haben..... Zumindestens wenn er den Anspruch hat, die bestmögliche Qualität heraus zu holen....
Natürlich sind die auch in ¼-Spur abspielbar, ohne Verluste in der Linken Spur (etwa 6-10 dB leiser und mehr Rauschen) aber nur wenn diese mittels 0,75er Rasen (Trennspur) erstellt wurden.


PS
Aber mal etwas anderes, wie wäre es denn mal eine Exel-Sheet zu erstellen in dem man die Großspuler zusammen fasst mit ihren Daten und auf die jeweiligen Besonderheiten hinweißt?
Interesse mit zu machen Peter?
Gruß
Jürgen

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #16 am: Sonntag, 27.Juli.2008 | 10:36:49 Uhr »
Hallo Jürgen,

dass die AAA-Bänder in 1/2 Spur sind, ist mir natürl. bekannt... ...habe trotzdem nachgefragt, um nicht wieder
Sätzeweise Überflüssiges zu schreiben und dann lesen zu müssen, was ich alles für einen Sch... geschrieben habe.

Spass beseite...  ...bei der genannten Zielrichtung von Marc ist mir als Empfehlung auch noch die Tandberg
10XD-4 eingefallen. Sie ist mechanisch etwas robuster wie die TD20A, hat einige der nicht langzeitstabilen Teile noch
nicht verbaut (Tastensatz....) und bietet den Vorteil dreier Bandgeschwindigkeiten (9,5/19/38). Die Konzeption ist
natürlich noch etwas älter (sh. Kreuzfeldkopf), muss aber kein Nachteil sein.

Übrigens: die Otari ist natürl. schon eine echte "Nummer" - aber vom Service her auch eher was für einen
Vollelektroniker, oder? Und nur Fertigbänder auf einer Otari ? Also ich weis nicht... .,a015
Die Otari "schreit" doch nach mehr...

Zum PS: Excel-Tabelle ? Ja, warum nicht... Wenn ich da etwas Sinnvolles zu beitragen kann, gerne.

Gruss

Peter
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Offline BlueAce

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #17 am: Sonntag, 27.Juli.2008 | 10:53:57 Uhr »
Auch wenn ich mich sicher NICHT zu den Tonband-Profis in diesem Forum zählen darf, würde ich Dir aufgrund der dargestellten Einsatz-Präferenzen auch mal eine kleine Akai ans Herz legen: die GX-265D zum Beispiel. Über die kann ich mich auch äußern, weil ich eine habe. 18er Spulen, Viertelspur, Autoreverse (auch bei der Aufnahme, falls es doch mal in den Fingern juckt), robuste GX-Köpfe und keine Riemen, nur fürs Zählwerk. Sieht auch hübsch aus, fürs Auge falls es mithört. Die mangelnde Ersatzteilversorgung ist sicher ein Thema, aber bei Maschinen dieser Preis-/Leistungsklasse und dem derzeitigen Preisgefüge m.E. nachrangig - ich hab meine für 70 Euro gekauft und irgendwann mal noch nen komplett besetzten neuwertigen Kopfträger in der Bucht, für alle Fälle. Gute Exemplare sollten im Schnitt nicht viel mehr als 100-150 kosten. Da bleibt auch gleich Budget für Bänder über. Die meisten meiner Kaufbänder spiele ich auf der Akai, weil ich auch einige 9,5er dabei habe - und das kann meine Teac nicht. Für die hab ich etwas mehr bezahlt, aber die Entscheidung konnte ich auf Grundlage meiner dann bereits gemachten ersten Tonband-Erfahrungen dann auch ganz beruhigt treffen. Auch waren die Kaufgründe etwas anders gelagert - damit mache ich tatsächlich Aufnahmen.

Offline Jürgen Heiliger

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #18 am: Sonntag, 27.Juli.2008 | 11:03:06 Uhr »
Hi Peter,

ich lasse mir im Bezug auf die Tabelle mal etwas durch den Kopf gehen.....

Meises Wissens ist der Vorteil bei der Otari, ihre auch als gut zu bezeichnende Ersatzteilsituation. Klar schreit sie nach mehr..... zumindestens bietet sie ½ und ¼ Spurtechnik zum unschlagbaren (Gebraucht) Preis. Das Problem der Vollelektronik wird sich von der Reparierbarkeit, seine wir doch einmal ehrlich, bei den meisten Hobby-Tonbandlern nicht stellen, da diese ihre Maschinen bestenfalls einmessen können (wenn Equipment vorhanden), aber reparieren trauen sich doch die wenigsten. Da sind dann eher gute Werkstätten gefragt.

Ja die 10 XD die hat einige nicht von der Hand zu weisende Vorteile..... z.B. ihr eingebautes Dolby B, einige der Kaufbänder sind auch dolbysiert bespielt. Sollte man nicht außer acht lassen.

Nur eine Frage am Rande, wie kommst Du darauf, dass die TD-20A, so wie Du schreibst, einige nicht langzeitstabile Teile verbaut habe..... Peter meine an Rudi verkaufte TD-20A hatte außer einem in Steuerungs-IC für die Andruckrolle, bzw. für deren "Liftmotor", keinerlei Fehler und ich war Erstbesitzer. Drei weitere TD-20As, die ich besessen habe, hatten auch keinerlei Probleme mit ihrem Tastenfeld..... auch meine SE zeigt keine Fehlfunktionen.....


Gruß
Jürgen

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #19 am: Sonntag, 27.Juli.2008 | 11:44:47 Uhr »
Zitat
z.B. ihr eingebautes Dolby B, einige der Kaufbänder sind auch dolbysiert bespielt. Sollte man nicht außer acht lassen.


...aber äusserst selten, oder? Zudem wieder zusätzliche Elektronik, die auch entsprechend "eingemessen" sein will. Arbeiten Com- u. Expander nicht wirklich spiegelbildlich und ist der Pegel normgerecht? Ich weisss nicht - deshalb nochmals nachgefragt:

Welchen Qualitätsanspruch hat Marc? Wie / wo will er eine Mschine in seine Anlage integrieren? 19"-Rack? Wohnzimmer? Rollwagen?

Gruss

Jonny



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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #20 am: Sonntag, 27.Juli.2008 | 11:52:10 Uhr »
Hi Jonny,

Dolbysierte Bänder selten? Nein, so denke ich bei etwa 25% aller Kaufbänder..... vornehmlich bei Klassik und Jazz, also der Musikrichtung die Marc vornehmlich hört.

Deine Einwände betreff des Betreibens und Einmessens einer Bandmaschine sind durchaus berechtigt, aber ist es nicht so dass ich um eine Bandmaschine wirklich optimal betreiben will, dies immer machen muss, selbst wenn ich nur innerhalb einer Herstellungskarge wechsel. Somit sind in meinen Augen nur ein paar Regeln mehr zu beachten während des Einmessens. Deshalb ein Mehraufwand, meiner Meinung nach nicht.
Gruß
Jürgen

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #21 am: Sonntag, 27.Juli.2008 | 11:56:06 Uhr »
...
Nur eine Frage am Rande, wie kommst Du darauf, dass die TD-20A, so wie Du schreibst, einige nicht langzeitstabile Teile verbaut habe.....
...

OK... ...hier ein bischen OT...

Ich war wg. meiner TD20A beim Tandberg Central Service (...deswegen ist mir vom Chef persönlich auch die
E-Teile Situation einigermassen bekannt....). Grund meines Besuches war die verschlissene Rastkulisse des Reel-Size-Umschalters.
Und genau um diese Schalter/Taster-Type geht es... ...dieser Tastertyp ist im Netztaster, im Reel-Size- und im Geschwindigkeits-
Umschalter verbaut (natürlich mit unterschiedlicher Pin-Paar-Anzahl ....) Die Rastkulisse verschleisst gerne mit der Zeit
(ein häufiger anzutreffender Effekt, wie mir sowohl J.Schmidt als auch etliche Beobachtungen im iNet bestätigten...). Dann
rasten die Tasten nicht mehr in der gewünschten Position ein, springen schlimmstenfalls während des Betriebes heraus und
dann hat man "den Salat". Desweiteren gelten die Dreizacks als mit der Zeit bruchempfindlich (Versprödung) , was aber
viel seltener anzutreffen ist. Last-but-not-least ist die Mechanik rund um den Bandfühlhebel im Auslauf etwas "kapriziös" - sie
will korrekt eingestellt und gängig gehalten werden (...sonst "zittert" der Arm beim Bandlauf...). Letzteres ist aber auch nicht so
dramatisch. Die Taster tun indes schon weh... ...Neuteile sind nur noch mit Einschränkungen erhältlich und der Wechsel
ist recht arbeitsintensiv. (Dazu muss nämlich das Mainboard heraus... ...und an dem sind sämtliche Strippen direkt angelötet, da
ist  leider nichts gesteckt  :cray:)

Aber nicht dass der falsche Eindruck entsteht: die TD20 ist eine prima Maschine, ich mag sie sehr und von den Maschinen, die
"sounden" (d.h. nicht 100%ig reproduzieren, sondern ein bischen klingen... ...was realistisch betrachtet ja viele Bandmaschinen tun, obwohl
dies dem "Schönheitsideal" nicht ganz entspricht) soundet sie in meinen Ohren am besten (im Vergleich zu anderen, die hier bei mir so "herumspulen").

Genug der Worte...

Gruss


@Jonny

Dolby-Pegel und "normgerecht"? Das ist ohnehin (leider) nur ein Wunschgedanke. Wer´s nicht
glaubt, solle mal testweise mit  Gerät A dolbyisierte Aufnahmen auf Gerät B wiedergeben. Bei den
alten Geräten gibt es (im Schaltungsweg und in der Mechanik) mit der Zeit so viele Parameter, die
sich verändert haben können, dass mit der Austauschbarkeit von Bändern ohnehin Einschränkungen
akzeptiert werden müssen. Die bekommt man auch durch bestmögliche Einstellung nie ganz weg.
(Behaupte ich hier mal ganz frech! ). Und auch das industriell bespielte Band, an dem Marc augensch.
interessiert ist, ist ja gut 25 Jahre alt - das darf man auch nicht vergessen.

Gruss
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (F.Kafka)

Offline beldin

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #22 am: Sonntag, 27.Juli.2008 | 13:47:25 Uhr »
Bitee, dass soll doch keine Kaufberatung für meinen speziellen Fall sein!
Dann müssten wir auch darüber braten, wie wir an der  hier  :_nudelholz_: mit ihren eindrucksvolllen Argumenten  :smile vorbeikommen  .,73.... 

Meine Intention für diesen Thread war eine Übersicht der Bandmaschinen zu bekommen, die am Markt erhältlich sind bzw. waren und diese mit ihren spezifischen Eigenschaften vorweg kennen zu lernen. Damit sollen auch andere Mitleser einen Überblick erhalten, um sich zu orientieren.

Zu meinem Anspruch: Durchaus hoch, mit Rücksicht auf die Kompatibilität und die Kosten.
Eine Tonbandmaschine üßte entweder im Büroo stehen, oder in einer individuelleen, dem restlichen Mobiliar angepassten Roll-Regl-Konstruktion mobil  werden.

Wie schätzt Ihr denn die Geräte von Saba ein?
Liebe Grüße

von beldin .,73

Offline PeZett

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Re: Welche Bandmaschine für den Einstieg?
« Antwort #23 am: Montag, 28.Juli.2008 | 09:51:57 Uhr »
Hallo,

...na wenn Du aber doch schreibst
Zitat
Seid langem schwirrt mir schon der Gedanke im Kopf rum, mal eine Bandmaschine besitzen zu wollen.
was erwartest Du dann, wenn nicht ein Stück weit eine Kaufberatung?

Deine Frage zu SABA:  ...hatte meines Wissens nach nie eine Maschine mit 26,5er Spulengrösse.

Gruss

Peter
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