Autor Thema: Die 20 gesuchtesten, angesagtesten und besten Tonabnehmer aller Zeiten (nur gebraucht erhältlich)  (Gelesen 33761 mal)

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be.audiophil

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Moin,

immer wieder tauchen verschiedene Pretiosen der Tonabnehmerfertigung auf und manche werten auch nur als solche verkauft ... Namen wie Koetsu, Kiseki, Sugano, Ikeda und Co. werden in den verschiedenen Verkaufsanzeigen schön genutzt, um höhere Verkaufspreise zu erzielen ...

Deshalb würde ich gerne versuchen, hier eine Liste der "echten" Top 20 des Tonabnehmerbaus zu sammeln, die Systeme kurz - vielleicht auch mit einer kleinen Klangbeschreibung - vorzustellen und zu diskutieren ... die Liste hat sozusagen vier separate Spalten á 20 Platzierungen ... also ...

- die Top 20 der Monoabtaster
- die Top 20 der MM-Abtaster
- die Top 20 der MC-Abtaster
- die Top 20 der MI und Co.-Abtaster (also MI, Elecret etc.)

Ich will gerne auch gleich einige Abtaster nennen ...

Top 20 der Monoabtaster

- Fairchild 225A ... als Ortofon mit seinen SPUs das Licht der Welt erblickte konnte Fairchild bereits auf eine lange Bauerfahrung zurückgreifen ... das 225A ist eines dieser sagenumwobenen Monoabtaster aus dem Anfang der Nadeltontechnik.
- General Electric RPJ, RPX und VR sowie VRII, wobei die Systeme RPX und VR/ VRII die Hochtonentzerrung nach RIAA A bereits integriert haben.
- Fonofilm/ Ortofon SPU ... spielt sehr druckvoll, dynamisch und rund ...

Top 20 der MM-Abtaster

- Shure M3D ... eines der ersten Stereoabtaster mit spährischem Nadelschliff
- ELAC STS2xx ... ebenfalls eines der ersten Stereoabtaster mit wechselbarem Nadeleinschub ... zudem auch wohl das erste Baukastenprinzip; man konnte aus einem STS222 durch Nadeltausch auf die größeren Systeme updaten ... spielt sehr vollmundig, druckvoll und erstaunlich sauber ... allerdings auch eher vintage rund.
- AKG P8ES Super Nova ... mit vdH-I Nadel ... der High-End-Klassiker unter den MMchen aus den Achtzigern ... spielt leicht süßlich, mit einer leichten Mitteltonüberhöhung ... hatte aber relativ hohe Probleme mit der Serienfertigung ... nicht wenige Systeme erlitten nach wenigen Betriebsstunden den Spulentod = Kanalausfälle ... oder war das das normale P8ES im durchsichtigen Gehäuse?
- ELAC 796 HSP ... ein weiterer Vertreter der Achtziger und deren Hype um schärfste Nadelschiffe ... nicht ganz so süßlich, wie das AKG, aber eher brillanter bis leicht glasiger Hochton ...


Top 20 der MC-Abtaster

- Ortofon SPU ... wohl der Klassiker schlechthin, mehr oder weniger unverändert und mit verschiedenen Nadelschliffen bis heute gebaut ... Markeneichen sind die festen Headshells der A- und G-Serie ... klanglich harmonisch bis vintage rund, wahrlich kein echtes Auflösungswunder, dafür aber eine sehr harmonische, nie nervige Wiedergabe.
- Supex SDX-1000 ... die Weiterentwicklung des SD-900 Super, allerdings wohl bereits ohne Sugano entwicklet ... nochmals leichtere Spule, dynamisch eine echte Wucht, sehr saubere Wiedergabe, tonal sehr ausgewogen ...
- Supex SD-900 Super ... klanglich vergleichbar mit dem alten Koetsu Black ... angeblich eine Sugano-Schöpfung ... klanglich ein echtes Auflösungswunder, aber kein Staubkornsuchgerät, sehr sauberer Hochton mit richtig Energie und Dynamik
- Fidelity Research FR-1MK3F ... das weltweit erste System mit Silbersulen, extrem niederohmig (6 Ohm Spulenwiderstand) und leise (0,14mV), richtig abgeschlossen oder über den passenden Übertrager betrieben eine echte Wucht in Punkto Feindynamik und tonale Farbigkeit, die Klangfarben/ das Timbre ist fast unerreicht ...
- Fidelity Research MC-44 ... sozusagen der Nachfolger des FR-1MK3F ... im Vergleich dazu reduzierte Masse der Spule, absolut unkritisch in Sachen Abschlußwiderstand, klanglich dem FR-1MK3F sehr ähnlich, aber etwas dynamischer, kommt allerdings nicht ganz an die Klangfarben des FR-1MK3F heran.
« Letzte Änderung: Samstag, 07.Februar.2009 | 12:19:08 Uhr von be.audiophil »

Offline Captn Difool

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Das ist ein schwieriges Feld.

Bei MM würde ich noch gern das VMS 30 von Ortofon hinzufügen, einfach schön anzuhören. Das VMS 30 braucht sich gegen ein Shure V 15 nicht verstecken, welches wohl immer noch als eines DER MMs zählt.

Bei MC wenigstens noch das Sony XL 55 Pro, auch wenn es relativ wenig Verbreitung hatte. Ein bahnbrechnender Klassiker war 1976 das Ortofon MC 20, welches erstmals einen anpsruchsvollen Nadelschliff in Form von Fineline bekam und lange Zeit beim DHFI Referenz war. Es gab auch noch eine Variante SL20 Q mit Shibatanadel für Quadrofonie. Gepaart wurde es mit dem dazu entwickelten PrePre MCA76, welches in Kombination schon State of the Art war und nicht für jeden leistbar. Das MC20 war sehr ausgeglichen, neutral und feinzeichnend bis an die Auslaufrille. Hatte nur einen Schwachpunkt: Als Aufhängung nahm man einen Nylonfaden statt Stahlsaite und dieser leierte nach einigen Jahren aus, so daß der TA begann, tiefer zu hängen, bis er kurz vor Berührung der Plattenoberfläche hang. Ungeachtet dessen für mich ein Klassiker.
« Letzte Änderung: Samstag, 07.Februar.2009 | 11:51:57 Uhr von Captn Difool »

Offline beldin

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Bei den MC-Abtastern würde ich EMTs Tondose TSD 15 inkl. ihrer Derivate nennen wollen.
Als deren Derivate sehe ich z.B. das Thorens TMC / MCH 63.
Liebe Grüße

von beldin .,73

Offline Captn Difool

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Auch das DL 103 samt Derivaten, es gibt wohl nur wenige, die nicht eines davon daheim haben.

Offline TB-Dani

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Hi,

Mono:
Es gab da mal was von Tannoy, MM oder VR... ziemlich selten und gesucht, daher noch nie gehört,
Denon DL-102, Mono-TA mit Stereorillenverschonender Nadelaufhängung (= Nicht nur vertikal beweglich und horizintal fast steif, sondern in beide Richtungen beweglich). War für amerikansiche MW-Sender gedacht und ist mbMn absolut gehypt. Gibt´s dafür bis heute

MM:
Shure M44 ! Gibt es seit den 60ern und ist heute noch als DJ - System auf dem Markt. Die alten Modelle waren richtig gut.
Shure M75. Standartabtaster der 70er Jahre. Es gab zig verschiedene Bodys und Nadeln, manche waren absolut grauselig, andere extremst gut.
Shure V15 ! Legendär in allen Ausführungen, Qualität zwischen Mittelklasse und phänomenal.
Garrott Brothers: Zwei australische Brüder, die anfangs Decca Systeme revidierten und tunten, dann auch selber Tonabnehmer bauten. Die 77er Serie (Spitzenmodell P77) ist bis heute unheimlich beliebt. Nachdem die Brüder 1990 bei einem Flugzeugabsturz starben war erstmal Stille - mittlerweile gibt es Ihre TA´s wieder, sowohl die 77er als auch z.B. Das neue Topmodell Elys.
Kleiner Tip am Rande: Wenn auf einem P77 nicht Garrott Brothers drauf steht (Quietscheroter Nadelträger) sondern A&R (= Arcam Cambridge, komplett schwarz mit goldenem Body) ist es absolut bezahlbar.

MC:

Van den Hul: Der erste große Kracher war mW das alte DDT, heute sind wir bis zum Colibri Vorgedrungen. Am bekanntesten sind DDT und The Frog (Die Farbe macht dem Namen leider alle Ehre). Allesamt typische Oberklasse MC´s: Analytisch, teilweise bis ins Extreme, dynamisch und relativ neutral.
Takeda Myabi: Japanisches Kontenschröpfer MC-System. Sieht aus wie eine Sushirolle mit Signatur des Küchenchefs. Phänomenal.
Kiseki: Japanische HighClass Tonabnehmer. Am bekanntesten ist das Blue (Erste Version "Blue", danach gab es Blue Silver und Gold Spot - mit entsprechendem Pünktchen auf der Front), am berüchtigsten die Agaat (Zwei Versionen, ich glaube, einmal Roter Achat, einmal grüner), am gesuchtesten das in homöopathischen Dosen verkaufte Lapislazuli. Ich kenne nur das Blue. Hochauflösend, seidig, irgendwie perfekt...
Koetsou: Sowas wie Kiseki, nur ne Klasse drunter.... (gehe ja schon in Deckung)

Andere:
RFT MS 16/17/Nochwasundzwanzig: Tonabnehmer aus der DDr, wurden da in den Studiotrümmern verbaut. Keramisches Piezo-System. Sollen teilweise extrem gut sein.
Decca: Legendäre Briten. Extremst dynamisch, dazu rund wie aus dem Vollen geschnitzt. Bitte keine Hochtonbestimmten Instrumente wie Streicher damit hören, macht die ganze Legende kaputt.

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Offline Jayk.

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Moin,

ihr habt Audio Technica vergessen. Hier mal in Kürze....

MM: AT-ML180/OCC - das war und ist nunmal Legende - hat bei mir Shure V15IV MR abgelöst. Spielt hier immer noch...

MC: ART-1 - wohl der Begründer der AT-MC-Legende (wie auch das erste "preiswerte" MC überhaupt - AT-OC9)

Meine Empfehlung heute: AT-33 PTG u. Derivate (auch Mono) / AT-OC9 II/ML - mögen schwere Arme, dann vermisst man auch keinen Bass...

Gruss
Jonny

Zitat von Wilhelm Busch [1832-1908]: > Musik wird oft nicht schön empfunden, Weil sie stets mit Geräusch verbunden. ...Dideldum! <

Offline *mondvogel*

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Auch das DL 103 samt Derivaten....

Aber auf jeden Fall, das wäre auch mein Vorschlag gewesen! 
 
Zu den MM's fällt mir da noch das AT20Sla ein, mit Shibata-Schliff, für Stereo- und Quadrophonie. Immer noch hoch im Kurs und noch heute bei Tests in Fachzeitschriften als Vergleichsgröße herangezogen. Feine Sache!  :_good_:
Gruß!
Mario

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be.audiophil

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Moin Dani,

Shure V15 ! Legendär in allen Ausführungen, Qualität zwischen Mittelklasse und phänomenal.

...  .,a015 ... ok, aber dann bitte erst ab dem V15IV mit der MR-Nadel ... davor war jedes Philips GP412 besser ... insofern verstehe ich den Hype nicht ganz ... ;0001

Van den Hul: .... Analytisch, teilweise bis ins Extreme, dynamisch und relativ neutral.

...  .,a015 ... also erstmal ist das "eigentlich" kein eigenständiges System, da der Generator und das Joch vom EMT übernommen wurde ... es sind also eher EMT-Ableger ... und dann sind die vdHs recht kritisch in Punkto Phonostufe ... erst wenn die restliche Kette wirklich linear ist, dann spielt es ohne Überhöhung im oberen MT und HT ... dann aber wirklich richtig gut. Das wird aber wohl eher der Verdienst des von EMT übernommenen Generatorsystemes sein ...  ;0001

Koetsou: Sowas wie Kiseki, nur ne Klasse drunter.... (gehe ja schon in Deckung)

... darfst in Deckung bleiben ...  :flööt: ...  :_55_:

... sowohl Kiseki als auch Koetsu gehört garantiert zu den Spitzenabtastern ... aber speziell bei Koetsu sollte man bitte unterschieden ... vor Allem, wenn man diese direkt mit den Kisekis vergleichen will ...

... die Kisekis gehören zur Garde der Achtziger Jahre Abtaster ... also wirklich sehr hochauflösend, leicht japanisch abgestimmt ... sehr viel HT-Energie ... ähnlich den japanischen Verstärkerboliden der Achtziger ... und damals waren die Koetsu eigentlich die TA-Kreationen, die eher auf dem Klangideal der Siebziger basierten ... also stimmig, harmonisch, sehr rhythmisch ... mit hoher Auflösung, aber nicht ganz so hochauflösend wie die Kisekis oder ein Monster Cable Alpha, welches dann übrigens auch in die Liste gehört, und auch eine nicht annähernd so hohe Farbsättigung wie ein Fidelity Research...

... die heutigen Koetsu folgen eher dem Shindo-Ansatz ... also ein sehr geschlossenes Klangbild, sehr schöne Klangfarben und tonale Balance ... sozusagen eher der Breitbändlautsprecher unter den Hochpreis-TAs ...

Decca: Legendäre Briten. Extremst dynamisch, dazu rund wie aus dem Vollen geschnitzt. Bitte keine Hochtonbestimmten Instrumente wie Streicher damit hören, macht die ganze Legende kaputt.

... auch hier muß man eher zwischen den beiden großen Baureihen unterschieden ... die Blechgehäuse Decca sind eher die stürmischen, hemdsärmeligen Dynamik- und Rhytmus-Performer, mit gigantischer Grobdynamik, aber etwas zu ungestüm, um wirklich eine saubere feindynamische Vorstellung abzugeben ...

... und auf der anderen Seite die alten Decca ffss in ihren verschiedenen Bauformen ... also für den alten Decca-Arm (mittels SME-Adapter auch an modernen Armen betreibbar) oder als C4E mit 1/2"-Befestigung ...

... diese spielen deutlich feinsinniger, mit zwar etwas weniger Dynamik, dafür aber mit sehr viel Feindynamik und Auflösung ... schon fast detailverliebt, aber trotzdem schnell und ansatzlos ... auch ist die Farbsättigung bei diesen alten Decca deutlich höher als bei denen mit Blechgehäusen ...

... das war übrigens auch der einzige Grund, weshalb ich mein frisches Len Gregory Blechgehäuse Decca verkaufte und das alte ffss Stereo behalten habe ...

... wobei es hier auch eine Ausnahme gibt ... die von den Garrott Brother umgebauten Blechgehäuse Deccas kommen fast an die alten ffss heran - kein Vergleich zu den normalen Blechgehäuse Deccas also ...
« Letzte Änderung: Samstag, 07.Februar.2009 | 20:57:59 Uhr von be.audiophil »

Offline TB-Dani

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Immer muss er mir widersprechen.

Achja, Ergänzungen:

MM:
Philips nicht ganz grundsätzlich sondern ab GP412 aufwärts. Danke, Rolf.
Elac ESG796 und 896 in allen Ausführungen, besonders natürlich HSP Jubilee und 896
Grado: Schön warm klingende Teilchen ab Mittelklasse aufwärts und mittlerweile sehr belieb und verbreitet - ebenso
Goldring, auch, wenn ich von denen kein wirklich der Oberklasse angehörigen TA kenne.

MC:
Elac EMC1 und EMC V.d.Hul
Yamaha MC9 (und aufwärts, natürlich) ist ein sehr gut klingendes System für den MC-Einsteiger, dass Konkurrenten aus höheren Preisklasse gut Paroli bieten kann. Ist bleistiftsweise ein tolles Match mit den Thorens Standartarmen TP11 und TP16 (am besten mbMn mit deren MK I Varianten, da etwas schwerer)
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Offline Felice

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Ob der in die Zwanzig fällt .,a015
AKG P8ES
Super Nova
 VdHII S
Hab nur gestaunt was das Ding kann auf einem schnöden TD 320 MKI . Schade gibt's sowas nimmer.
Gruss
Felix

Offline beldin

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Ich fürchte, dass wenn alle hier Ihr Favoriten genannt haben, die Listen per Abstimmung auf je 20 gekürzt werden müssen....  .,a020
Liebe Grüße

von beldin .,73

Offline Jayk.

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Ich fürchte, dass wenn alle hier Ihr Favoriten genannt haben, die Listen per Abstimmung auf je 20 gekürzt werden müssen....  .,a020

... wobei sich mir die Frage stellt, ob wir statt Legenden (nicht mehr als neu erwerblich) nicht lieber heute neu zu kaufende TA's in die Liste aufnehmen sollten,

Jonny
Zitat von Wilhelm Busch [1832-1908]: > Musik wird oft nicht schön empfunden, Weil sie stets mit Geräusch verbunden. ...Dideldum! <

Offline Kappa8.2i

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Genau Jonny,damit könnte auch ich was anfangen. :_good_:

Offline Heinz-Werner

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Moin Moin.

Tja, wie soll man da einen Dreh drann bekommen??

Hier müßten mal 2 unterschiedliche Themen aufgenommen werden:

a) einmal die "alten" nicht mehr erhältlichen Systeme die mal Top waren

B) neue, moderne Systeme die noch zu erwerben und im Handel verfügbar sind.

Eines ist sicher; Die Zeit hat vor der Entwicklung der Systeme, genauso wie in anderen Branchen, nicht hat gemacht.

Heinz-Werner

be.audiophil

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Moin,

... wobei sich mir die Frage stellt, ob wir statt Legenden (nicht mehr als neu erwerblich) nicht lieber heute neu zu kaufende TA's in die Liste aufnehmen sollten.

...  .,a015 ... ich wollte eigentlich eine Liste erstellen, die diese alten Pretiosen beleuchtet und für diese eine kleine Hilfestellung gibt ... also auch mit so manchen Meriten, Märchen und Fehleinschätzungen zu den angesagten klassischen TAs aufräumt ...

... aber Ihr habt recht, daß eine Liste mit guten TAs aus moderner Produktion ebenfalls Sinn macht.

Was haltet Ihr davon, wenn wir entweder für die heute noch erhältlichen TAs einen eigenen Thread eröffnen?

Zusätzlich ist mir aufgefallen, daß ich noch einige alte MC-Systeme vergessen habe für die Liste vorzuschlagen ...  :flööt:

MC-Abtaster

- Coral MC-8er Serie und hier speziell das MC-81 mit Shibata-Nadel ... oder das MC-82 mit vdH-Nadel ...

... beide erschienen zu einer Zeit, als sich Ortofon anschickte mit dem MC20 den ersten "echten audiophilen Abtaster" auf den markt zu schicken. Das war die Zeit nach der Umstellung der Gazetten von einer ehrlichen Testplattform auf Werbefinanzierung und die Zeit, als Frequenzgänge und die Ohren der Tester nebensächlich wurden und man sich auf Herstellerangaben wie Kanaltrennung bei für einen TA aberwitzigen 30 dB einschoß ... die High-End-Szene wechselte damals reihenweise auf das MC20 ... ich auch ... nur kam ich von MC-81 und war davon maßlos enttäuscht ... so wechselte ich wieder zurück ... ok, hätte ich die Herstellerangaben vor dem Kauf gecheckt, so wäre mir wahrscheinlich auch vorher aufgefallen, daß die damals beworbenen 30 dB Kanaltrennung kein Alleinstellungsmerkmal des MC-20 waren, sondern von der MC-8-Serie schon lange vorher erreicht wurden ...  :flööt:

Das MC-81 ist Corals erster Wurf mit einer scharfen Nadel und Berryllium-Nadelträger ... ein MC-System mit geringem Innenwiderstand und geringer Ausgangsspannung, das Aussehen und die Konstruktion des Generators erinnert an verschiedene andere und hochpreisige japanische Abtaster ... es spielt sehr sauber, produziert bei richtiger VTA- und VTF-Einstellung annähernd keine Rillengeräusche und punktet mit einer schier fast urgewaltigen tonalen Farbsättigung ... ist die Darstellung mit einem MC-20 eher pastellgelb, so ist diese mit dem Coral MC-81 ein sattes, leuchtendes RAL-Gelb ... es spielt in dieser Beziehung also dem FR-1MK3F oder FR MC-44 sehr ähnlich ...

... das MC-82 war die Variante mit der vdH-Nadel und extrem leichtem Boron-Nadelträger ... es spielt prinzipiell dem MC-81 sehr ähnlich, vielleicht im oberen Mittelton und Hochton etwas süßlicher, mit einer leichten Überhöhung in diesem Bereich, es macht imho auch nicht mehr Auflösung als das MC-81 ... ist aber trotzdem ein toller Abtaster ...

Dann fehlt in der Liste der MC-Systeme sicherlich noch der Ehrlkönig unter den Abtastern ... das Grace F-11 ... da im Abschluß äußerst kritisch, scheint es nur sehr selten verkauft worden zu sein und auch nur sehr selten den Weg über den großen Teich nach Europa gefunden zu haben ...

MM-Abtaster

Hier fehlen dann noch die verschiedenen Versionen des Grace F-9 ...

... und das Fidelity Research SMM-1 ... ein erstaunlicher Abtaster, der rein optisch betrachtet einen den alten ELACs sehr ähnlichen Body besitzt, aber bereits mit der elliptischen Nadel bewaffnet den Familienklang der FRs nicht verleugnen kann ... also sehr hohe Farbsättigung, ausgezeichnete tonale Balance und sehr saubere Auflösung ... gefällt mir persönlich besser als die verschiedenen angesagten alten AT-MMs wie AT180, AT20SLa und die anderen Ableger mit Shibata-Nadel von AT oder jedes V-15.

be.audiophil

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Moin Heinz-Werner,

Eines ist sicher; Die Zeit hat vor der Entwicklung der Systeme, genauso wie in anderen Branchen, nicht hat gemacht.

... da sagen mir meine Ohren allerdings etwas ganz anderes ...

... so einige der alten sagenumwobenen Abtaster schlagen ohne große Mühe die meisten der modernen Neuschöpfungen .... die Benz-Systeme haben für meine Ohren z.B. alle ein rhythmisches Problem ... die vdHs funktionieren nur in extrem linear abgestimmten Ketten, andernfalls ist die Überhöhung im oberen MT und HT deutlich zu viel ...

... das ist aber auch eine Frage des persönlichen Hörgeschmacks ... so sind viele der modernen TA-Konstruktionen klanglich eher wie Silberlingsverwerter abgestimmt, die alten Systeme agieren weicher, mitunter präziser, also mit mehr Feindynamik und homogener ...

... und es fehlen in der Liste der MC-Abtaster noch zwei weitere Kandidaten ...

- Ortofon 7500 Status ... spielt sehr ausgewogen, mit sehr hoher Auflösung, schon fast analytisch, aber mit hoher Farbsättigung und ausgezeichneter tonaler Balance ...

- Ortofon Rohmann ... dieses System ist sozusagen "problematisch" ... von den hier in München vorhandenen knapp fünf Systemen spielen mindestens drei sehr unterschiedlich und nur zwei wirklich auf den Punkt und sehr berauschend ... hier scheint die Serienkonstanz nicht wirklich gut zu sein.

Offline Jürgen Heiliger

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Moin,

...  .,a015 ... ich wollte eigentlich eine Liste erstellen, die diese alten Pretiosen beleuchtet und für diese eine kleine Hilfestellung gibt ... also auch mit so manchen Meriten, Märchen und Fehleinschätzungen zu den angesagten klassischen TAs aufräumt ...

... aber Ihr habt recht, daß eine Liste mit guten TAs aus moderner Produktion ebenfalls Sinn macht.

Dann lass uns hier die Überschrift ändern oder den Zusatz geben "nur gebraucht erhältlich"
Den neuen benennen wir zusätzlich mit "aktuell erhältlich"

Gruß
Jürgen

>.... liebt den guten Ton und die Musik ....<
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Offline Jayk.

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Zitat
...und eines kann ich Dir sagen, nachem wir die Kombination mittels des Ortofon Einmeß-Comp. eingestellt haben...

Hallo Heimz-Werner,

magst Du da in einem gesonderten fred genauer drauf eingehen? Das würde mich sehr interessieren...

- Wo, bei welchen Einstellungen gab es Unterschiede und in welche Richtung?

Gruss
Jonny
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Offline TSAR

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Wurde schon Sony genannt?

Einmal das VC 8E (für die beiden Spitzenreiter Arme PUA-286 und 237

und später dann das XL55 bzw. XL55Pro welches an den großen Esprit-Drehern montiert wurde..
konnichi-wa^^

baka ni tsukeru kusuri wa nai sore wa  shoganai

Offline Jürgen Heiliger

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Hi Jungs,

die beiden Beiträge zu dem Ortofon T-3000 und Adjust+ habe ich mal abgetrennt....
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4102.0



=> TSAR,

hast Du die schriftliche Erlaubnis der Avatarerstellerin, dieses auch hier zu verwenden?
Wenn nein, entferne dies bitte sofort......
Gruß
Jürgen

>.... liebt den guten Ton und die Musik ....<
>.... die HiFi-Classiker und die Information ....<
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Offline Heinz-Werner

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@ Jürgen, Danke!


H-W
« Letzte Änderung: Sonntag, 08.Februar.2009 | 20:49:01 Uhr von Heinz-Werner »

Offline Jayk.

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... das Rohmann ist noch im Programm und kann neu erworben werden....

http://www.ortofon.dk/index.php?option=com_content&view=article&id=190&Itemid=57

Jonny
Zitat von Wilhelm Busch [1832-1908]: > Musik wird oft nicht schön empfunden, Weil sie stets mit Geräusch verbunden. ...Dideldum! <

Offline Heinz-Werner

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... das Rohmann ist noch im Programm und kann neu erworben werden....

http://www.ortofon.dk/index.php?option=com_content&view=article&id=190&Itemid=57

Jonny

Natürlich!
Leider habe ich erst eben gelesen, daß hier schon zwischen erhältliche und nicht mehr erhältliche Systeme unterschieden wird und da ein neues "Postfach" besteht  :cray:
Darum hatte ich es noch hier reingepostet.

Heinz-Werner

Hi Jungs, Anmerkung von mir, ich habe die Beiträge zum Rohmann mal in den aktuell erhältlich Thread verschoben.
Jürgen
« Letzte Änderung: Montag, 09.Februar.2009 | 09:04:40 Uhr von Jürgen Heiliger »

be.audiophil

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Moin Unbekannter Nummer6,

... und später dann das XL55 bzw. XL55Pro welches an den großen Esprit-Drehern montiert wurde..

... wobei das XL55Pro eigentlich nur für den PUA-9 und demzufolge auch nur für den PSX-9 bestimmt war ...

Übrigens .... ich bin neugierig ...  :flööt: ... bezieht sich Dein Nickname auf die Tsarpa-Tradition oder auf die größte jemals von Menschenhand gezündete Wasserstoffbombe RDS-220?
« Letzte Änderung: Montag, 09.Februar.2009 | 11:15:08 Uhr von be.audiophil »

Offline carawu

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Moin,

mein MM Tip: Rata RP40. Kostete in den 80ern ~450,-DM. Aufarbeitung alter Nadeleinschübe ist derzeit in GB möglich.
Es gab auch die Ersatz-/Alternativ-Nadeleinschübe RP20 (um die Vorurteile aller Rundnadelhasser zu bestätigen) und RP60 oder 70 (um die Vorurteile aller zu-scharfer-Nadelschliff-Hasser zu bestätigen).

http://new-hifi-classic.de/Gallery/thumbnails.php?album=50

LG Carsten
LG Carsten

Es gibt Menschen und Foren, die man einfach meiden sollte, bis sie in sich selbst zusammenfallen, verpuffen und keiner sie vermisst.

Offline dcmaster

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Dachte ich mir das doch. Ist zwar schon eine Weile her, das hier was geschrieben wurde. Nachdem ich jetzt alles von Euch gelistete durchforstet habe, musste ich fest stellen, das noch ein oder genauer gesagt drei interessante MC Systeme fehlen: Accuphase AC-1, -2, -3. Letzteres habe ich selbst auch heute noch. Die anderen beiden kenne ich klanglich nicht.

Das AC-3 war und ist für mich schon eine Offenbarung. Unglaublich dynamisch, linealglatter Frequenzgang, wuchtige Bässe, aber auch allerfeinste Höhen. Die Stimmlage ist so oder so über jeden Zweifel erhaben. Wer es einmal gehört hat, wird mich verstehen. Leider sind / waren die Accus auch schweineteuer. Ich habe mir trotzdem den Luxus gegönnt und bereue es bis heute nicht.

So, das musste ich noch nachtragen...... Bildchen? Hier: http://www.klaus-pohlig.de/audiohistory/analogdrives/accuphase%20ac-3/Kopie%20von%20ac3fs.jpg

Klausi
« Letzte Änderung: Freitag, 23.September.2011 | 20:36:35 Uhr von dcmaster »
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid