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Hifi-Oldies und HiFi-Klassiker bis in die Moderne ---- Hier der technische Bereich.... => Sonstige internationale Firmen und Spezialisten => Eumig => Thema gestartet von: kuni am Donnerstag, 07.Mai.2009 | 19:32:07 Uhr

Titel: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 07.Mai.2009 | 19:32:07 Uhr
Hi zusammen,

als Fortführung meines Such-Threads http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4438 (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4438) möchte ich hier gerne einen Sammelthread aufmachen, in dem alle wissenswerten Informationen zum Eumig FL-1000 Kassettendeck zusammengetragen werden können.

Ich denke an alles mögliche, wie
Halt alles was man zu diesem Gerät so alles wissen muß.

Ich fange also mal mit der Doku an:

Bedienungsanleitung (top Qualität): http://wegavision.pytalhost.com/eumigFL1000/ (http://wegavision.pytalhost.com/eumigFL1000/)
Service Manual (top Qualität): http://rapidshare.com/files/189350726/Eumig_FL1000_qp.pdf (http://rapidshare.com/files/189350726/Eumig_FL1000_qp.pdf)
Prospekt (top Qualität): http://wegavision.pytalhost.com/eumigFL1000p (http://wegavision.pytalhost.com/eumigFL1000p)

Hier gibt's inhaltlich nochmal alternativ die gleichen Dokumente, aber in schlechterer Scanqualität:
http://www.schori.info/eumig/eumig.htm (http://www.schori.info/eumig/eumig.htm)
Eine technische Beschreibung zur "PC zu Tape Connection" gibt's auch auf der Seite.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 07.Mai.2009 | 19:45:26 Uhr
Auch noch aus dem Vorgängerthread, bzgl. meiner Frage zum Theam Dolby vs HighCom:

Btw: Ich habe mir gestern mal die BDA durchgelesen, weil ich nun doch im Detail neugierig geworden bin, was das Teil so alles kann.
Dabei kam ich zur Vermutung, daß es beim FL-1000 gar keine reine HighCom Variante gegeben haben könnte, sondern
(a) eine mit solo Dolby und
(b) eine mit Dolby und HighCom
Liege ich da richtig ?

Telefunkens Highcom hatte meines Wissens nach immer die Möglichkeit integriert, auch Dolby B-Kassetten decodieren zu können. Es gab also vom Eumig eine reine Dolby B-Variante, mit der man dolbysiert aufnehmen und wiedergeben konnte, und eine Highcom-Version, mit der man mit Highcom aufnehmen und wiedergeben konnte. Interessanterweise gibt es beim Highcom-Eumig - im Gegensatz zu den anderen Highcom-Decks, die ich kenne - keine Schalterstellung oder Beschriftung, die auf Dolby hinweist. Ich kann mir allerdings schwerlich vorstellen, daß der FL 1000 µP einen modifizierten Highcom-Baustein besitzt - was zu überprüfen wäre. Ausprobiert habe ich es noch nicht: Dolby B benutze ich seit Jahrzehnten nicht mehr :) hatte also keinen Test-Bedarf (war mir bisher garnicht aufgefallen!). Vielleicht eine Lizenz-Frage?

Ich denke meine Frage hat sich erledigt:
In oben verlinkter BDA ist auf S. 3 "Wiedergabe" beschrieben, wie man auf einem HighCom Deck Kassetten abspielen kann, die mit Dolby-B aufgenommen sind:
Falls Ihr Gerät mit dem HighCom-Rauschunterdrückungssystem ausgestattet ist, so stellen Sie den Schalter (15) für die Wiedergabe dolbysierter Cassetten auf die Position "-9dB", bei HighCom-Cassetten auf die Position "on".

HighCom hat also wohl eine Art "Kompatibilitätsmodus" zum Abspielen von Dolby-B MC's.
Dem Satz zuvor in der BDA kann man entnehmen, daß es ein FL-1000 nur mit Dolby und eins nur mit Highcom gab, wobei das HC Deck dann von Haus aus schon Dolby-B MC's wiedergeben kann.

Zumindest mir persönlich war das neu, aber ich hatte auch nie mit HighCom zu tun (erst jetzt  :_tease:).

@Matthias M: Die Schalterposition "-9dB" müßtest Du an Deinem Deck ja dann auch haben, es sei denn es gab doch noch mehrere Varianten.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 08.Mai.2009 | 20:35:54 Uhr
So, das Eumig kam heute an - soweit unverletzt.
Leider ist das Laufwerk nicht in ganz so gutem Zustand wie versprochen, d.h. es macht Mucken.

Vor allem am Kassettenanfang, direkt nach drücken der Play-Taste bewegen sich beide Wickel gegenläufig rückwärts, mit ca. 1/2-1 Umdrehung und legen so eine Bandschlaufe in die Kassette. Wenn das Deck dann starten möchte, dann erkennt es wohl sofort auf "Bandsalat" und schaltet mit "End" im Display ab.
Das Gleiche passiert auch (etwas seltener) bei >> und <<. Bei Play irgendwo in der Mitte der Kassette scheint's überwiegend zu funktionieren.

Wenn da Tips vorhanden wären, was man probieren kann, dann immer her damit  :flööt:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 09.Mai.2009 | 16:08:24 Uhr
Ich habe das Bandproblem heute mal gefilmt. Ist zwar nicht besonderss gut geworden, aber ich denke man kann es erkennen:
http://www.uploadyourfiles.de/download.php?file=632Eumig_Bandproblem_01.mpeg (http://www.uploadyourfiles.de/download.php?file=632Eumig_Bandproblem_01.mpeg)
http://www.uploadyourfiles.de/download.php?file=815Eumig_Bandproblem_02.mpeg (http://www.uploadyourfiles.de/download.php?file=815Eumig_Bandproblem_02.mpeg)
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 07.Juni.2009 | 16:08:15 Uhr
Hi Leute,

war ein paar Wochen im Urlaub in Brasilien und konnte hier nicht online mitlesen.
Man kläre mich bitte auf was hier in meinem Thread abging (es scheinen einige Posts zu fehlen)  .,a015.
So stehen die Beiträge von Compu-Doc irgendwie etwas zusammenhangslos hier drin  .,73

PS: Was ich so alles an Hifi in Brasilien eingesackt habe kommt dann demnächst in einem gesonderten Thread  :grinser:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 07.Juni.2009 | 21:49:36 Uhr
Hallo Leute,

die Beiträge um die Editierungen / Löschungen habe ich einmal abgetrennt und verschoben.....
Ich denke dort passen sie besser...
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4598.0

Die nun allein stehenden Beiträge von Robert werde ich heutigen Tages auch noch abtrennen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: henreif am Sonntag, 07.Juni.2009 | 22:27:23 Uhr
Hallo,

ich hatte seiner Zeit lediglich geschrieben, dass ich ein paar Geräte diesen Types (FL1000µP) hatte,
und bei 75% der Geräte der gleiche Fehler auftrat, wie er von Kuni beschrieben war.

Des weiteren schrieb ich, dass dieser Fehler meiner Erfahrung nach daher kommt,
wenn man die geräte längere Zeit nicht benutzt.

Da ich die Anzahl der Geräte angegeben habe, wurde mir vorgeworfen dieser Beitrag sei
völlig sinnlos gewesen und hätte nichts mit dem Thema zu tun,
vielmehr sollte er wohl dazu dienen, das Forum zu benutzen um mit der Angabe der Menge zu prahlen.

Ich weiß nicht, aber es war nicht meine Absicht dies zu tun und es war mir auch völlig unbewusst.

Ich wollte lediglich mit dem Beitrag ausdrücken, wie hoch die Fehlerquote bei diesen Geräten ist.


Gruß
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 07.Juni.2009 | 22:39:39 Uhr
Hallo Henry,

was Du seinerzeit geschrieben hast und wie der Thread dann weiter verlaufen ist, kann man hier nachlesen (nachdem ich die Beiträge wieder zusammen geführt habe!).
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4534.0
Ich denke dies wieder aufzuwärmen führt zu Nichts außer Verdruß. Deshalb genug der Worte!
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: henreif am Sonntag, 07.Juni.2009 | 22:45:19 Uhr
Wahrscheinlich wirst Du da Recht haben, Jürgen.

Dennoch werde ich mir sehr stark überlegen hier noch etwas zu solch einem Thema zu schreiben.

Gruß

Henry
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 07.Juni.2009 | 22:50:29 Uhr
Hallo Henry,

wir kennen uns ja nun auch schon länger..... deshalb sehe ich die damalige Sache als unglücklicher Verlauf.

Schwamm drüber und bitte weiter zum Thema.... :;106
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 07.Juni.2009 | 23:03:16 Uhr
Hallo Henry,

an anderer Stelle stand auf Deinen Beitrag eine Anwort..... Aufgrund des Zusammenhangs kopiere ich ihn mittels Zitat hier rein.

Hallo :drinks:

Ich mach Dir das jetzt nicht zum Vorwurf, wenn man die Möglichkeit hat, dann kann man das auch demjenigen nicht anlasten, wenn er es nutzt.
Ich kenne die Diskussion von damals auch nicht.

Nein - ich meine das grundsätzlich, war halt durch Zufall nun in dem Thread, weil es mir durch Jürgens Beitrag auffiel ....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 08.Juni.2009 | 11:16:50 Uhr
Hi Henry,

ich hatte seiner Zeit lediglich geschrieben, dass ich ein paar Geräte diesen Types (FL1000µP) hatte,
und bei 75% der Geräte der gleiche Fehler auftrat, wie er von Kuni beschrieben war.

Des weiteren schrieb ich, dass dieser Fehler meiner Erfahrung nach daher kommt,
wenn man die geräte längere Zeit nicht benutzt.

Zitat von: henreif
Ich habe noch 3 von ehemals 6 Geräten.
Bis auf 2 hatten damals alle die Macke mit dem Laufwerk. Und wenn man 1mal ein solches Ding zerlegt hat, dann weiß man was man gemacht hat.
Wichtig bei diesen Geräten ist wirklich, dass man diese auch benutzt. Ansonsten stehen sie sich wirklich kaputt.

Deinen Aussagen entnehme ich, daß Du evtl. auch schon mal eins repariert hast:
Hatten Deine denn wirklich das gleiche Problem oder das mit dem permanenten "END" (meins läuft ja im Prinzip - also ohne gleich "END" anzuzeigen) ?
Was hast Du denn genau dran gemacht um es wieder in Schuß zu bekommen ?
Hast Du Tips zum Zerlegen des LW ?
Ich gehe mal davon aus, daß das Problem letzten Endes seine Ursache im Verdrecken der Mechanik hat, also das LW zerlegt, gereinigt und geschmiert werden muß. Habe mir mal das SM angeschaut, nur da sind sehr wenig Infos zum Zerlegen drin (nur die Explosionszeichnung).
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 30.Juli.2009 | 19:21:08 Uhr
Hi zusammen,

will mal wieder die Taktzahl der Tapedeck Beiträge anheizen  :grinser:

Mein brasiliansiches Gradiente Deck liegt ja immer noch und wartet bzgl. Abgleich auf adäquate Kassetten, da ergab es sich mal an der Eumig Baustelle weiter zu machen.

Viel Infos waren im Netz nicht zu finden. Lediglich Hinweise darauf, daß praktisch alle Laufwerksprobleme jedwelcher Coleur (Wickelprobleme, Abschaltungen mit "END" Meldung) mit größter Wahrscheinlichkeit auf verdreckte, verharzte und abgenutzte Teile im LW selbst zurückzuführen sind.

Zudem wurde (vor allem im engl. Sprachraum) davor gewarnt, die falschen Schrauben am LW zu lösen, da "es sich sonst gar nicht mehr reparieren ließe"  .,a015
Sowas macht mich immer stutzig, weil sooooo kompliziert kann's ja nun auch wieder nicht sein  .,70

How ever, vorsichtig war ich schon. Hab' also mal ein paar Abende gegoggelt und alles und jeden angemailt, der irgendwo was im Netz zum Thema FL-1000 hinterlassen hat. Was soll ich sagen  .,a015 - nun drei Wochen später 0,0000 Reaktion. Vermutlich alles alte und vergangene Mailhinterlassenschaften.

Lediglich vom Förderverein Eumig Museum in Guntramsdorf bekam ich eine Mail zurück, leider mit der Aussagen, daß sie mir da auch keinen Tip geben könnten und selbst auch einige reparaturbedürftige Geräte hätten.

Ich dachte mir also, daß es das ja wohl nicht sein kann: GIBT ES DA DRAUßEN WIRKLICH KEEEEEEINEN DER SICH MIT DEM TEIL AUSKENNT ?  :cray:

Also machte ich mit Explosionszeichnung bewaffnet am Di Abend dran, das LW auszubauen und zu zerlegen.

Ich muß sagen, es ist wirklich ein feinmechanisches Kleinod. Einige Details sind wirklich - sagen wir mal - "für ein Tapedeck ungewöhnlich". Dazu aber evtl. später noch mal mehr.

Insgesamt läßt sich das LW wirklich ohne weitere Probleme zerlegen. Nach Zeichnung kann man sozusagen "Schicht um Schicht" abtragen und sich so in Richtung Boden des Alu-Druckguß-Chassis (in dem das LW beheimatet ist) vorarbeiten.

Wichtig ist dabei, wirklich bei jedem Schritt, vor jeder einzelnen U-Scheibe ein Foto zu schießen und die ausgebauten Teile nach entnommenen Baugruppen zu sortieren. Nach kompletter Demontage hat man nämlich einen ziemlichen "Schraubenhaufen" beieinander. In der untersten Lage des LW befinden sich dann eine Kurven- und Nockenscheibe, Zahnräder und Freiläufe. Deren Position und "Verzahnung" zueinander gilt es peinlichst genau zu dokumentieren, sonst ist es eine ziemliche Fummelei hinter her raus zu bekommen, wie die richtig zu einander eingebaut gehören.

Wenn man diese "Sezierung" in Ruhe macht, dann wird die Funktion der einzelnen Teile fast selbsterklärend klar - zumindest hoffe ich, daß ich die Funktion kapiert habe  .,d040

Als also alle Teile raus waren, habe ich alles erst mal gesäubert - die Kunststoffteile mit Spüli und Zahnbürste, die Metallteile mit Iso-Alc.
Dann der Reihe nach wieder eingebaut, dabei gefettet und geölt. Die erste "Lage" Teile ist schon drin, der Rest folgt in den nächsten Tagen.

Ich meine entdeckt zu haben, wo der von mir oben beschriebene LW-Defekt zu finden war.
Dazu aber dann erst mehr, wenn's wieder komplett zusammeengebaut ist und dann wirklich tut........

Bis dahin sind natürlich alle Tips und Tricks zum FL-1000 weiterhin willkommen......  :_hi_hi_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Kappa8.2i am Donnerstag, 30.Juli.2009 | 20:44:37 Uhr
Zerlegen,reinigen fetten wär auch mein erster Tip. :_55_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 30.Juli.2009 | 21:11:25 Uhr
Ja ja schon, aber wenn das nicht ausreicht, dann muß man ja schon etwas die Funktion der Mechanik verstehen um raus zu bekommen wo's hakt. Mitunter sind ja auch mal kleine Zapfen o.ä. abgebrochen und das sieht man nicht unbedingt auf Anhieb.

Habe gerade nochmal den unteren Teil des LW nochmal zerlegt und wieder zusammengebaut, um Fotos zu machen von den neuralgischen Stellen, an denen es auf das richtig "zusammenstecken" ankommt.

Dabei ist mir noch ein "Kugellager" aufgefallen, das bei genauer Betrachtung kein Lager sondern ein Klemmrollen-Freilauf ist.
Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Freilauf_(Mechanik) (http://de.wikipedia.org/wiki/Freilauf_(Mechanik)) (ich werde da evtl. später nochmal Bilder einstellen).

Das Ding lebt davon, daß sich die Kugeln leicht in den Vertiefungen hin und her bewegen können. Nur so ist die Klemmwirkung gegeben.
Wenn da drin nun das Fett verhärtet ist, dann tun die Kugeln das nicht und die Freilauffunktion ist weg.

Von den Dingern habe ich zwei gefunden und ich habe die beiden stark im Verdacht, daß die das gegenläufige Verhalten der beiden Wickel verursacht haben, weil die Wickel in der Gegenrichtung (durch den inaktiven Freilauf) nicht mehr "verklemmt" wurden.

Genaueres dann wenn es wieder komplett zusammengebaut ist.

Wenn man nun aber eine "gewöhnliche" Reingungsaktion am LW durchführt (ohne weitere Hinweise), dann wäre zumindest ich nicht auf die Idee gekommen, diese beiden Dinger aufzumachen, weil ich schlicht von einem Kugellager ausgegangen wäre.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 03.August.2009 | 17:56:45 Uhr
So Leute, ich darf dann mal Vollzug melden  :_yahoo_:
Das Problem mit den rückwärtslaufenden Wickeln hat sich erledigt. So wie es aussieht, waren da wohl doch blockierte Freiläufe verantwortlich.

Die Dinger sehen geöffnet so aus:

In Freilaufposition:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_Freilauf_frei.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Freilauf_frei.jpg)

In Blockierposition:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_Freilauf_block.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Freilauf_block.jpg)

Die Ursache kann man sich ganz gut vorstellen, wenn man sich die Blockierfunktion mit den sich nach außen verspreizenden Rollen mal vorstellt.
Wenn das Fett da drin mal leicht verharzt ist, dann sprechen die Kugeln nicht mehr so spontan an, sondern brauchen "etwas mehr Schwung" um sich nach außen zu verkeilen und das ist dann genau die Umdrehung zu viel am Wickel.

Das gesamte Laufwerk habe ich nun (verursacht durch blöde Fehler und Vergesslichkeiten meinerseits) schon 4 Mal zerlegt und wieder zusammengebaut, d.h. ich bin jetzt "per Du" mit den Rädchen  raucher01 und möchte hier gerne noch ein paar Tips geben, falls mal jemand auch mal in die Verlegenheit kommt, so'n Eumig LW zu zerlegen.

Dabei möchte ich zunächst nicht unerwähnt lassen, daß ich mit dem Leiter des Heimatmuseums (Förderverein Eumig Museum) in Guntramsdorf telefonieren konnte, der mir auch noch die folgenden Tips mit auf den Weg gegeben hat, die ich aber nicht alle exakt so befolgt habe (siehe meine Anmerkungen unten):

In der Tat sieht man, daß die Achsen alle poliert sind. Auch bei genauer Betrachtung konnte ich nirgends Abnutzungserscheinungen an den Kunststoffteilen feststellen.

Hier nun meine Tips und Tricks, bzgl. des Laufwerks (wer mal Fragen hat, darf sich gerne an mich wenden):

Dokumentation
Wie ich schon in meinem Vorgängerbeitrag sagte, läßt sich das LW leicht zerlegen und es ist auch nicht weiter schwierig (entgegen dessen was man in so manchem Forum lesen kann). Allerdings ist es mechanisch schon aufwendig gebaut und man muß sehr viele Teile demontieren, vor allem Kleinzeugs.
Im SM gibt es eine Explosionszeichnung, die für die grundsätzliche Reihenfolge sehr gut zu gebrauchen ist, allerdings sind die Details dort nicht soooo gut zu erkennen.

Ich kann da also nur ausdrücklich dazu raten:

Wickel mit Lochblende
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_Wickel_mit_Lochblende.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Wickel_mit_Lochblende.jpg)

So bald der Kassettendeckel runter ist, kann man das LW zwar betreiben, aber es schaltet dann immer nach 2s auf "End".
Das liegt daran, daß (auf dem Bild) rechts darunter eine Lichtschranke sitzt, die über Lichtleiter am Kassettendeckel "Oberlicht" sehen möchte.
Ein vollständiger Test ist also nur möglich, wenn der Kassettendeckel aufgesetzt wird.

Motorritzel und Zahnrad
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_Zahnrad.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Zahnrad.jpg)

Motorritzel und Zahnrad haben nur winzig kleine Zähnchen. Im SM ist die Rede davon, daß beide auf 0,22-0,01mm genau aufeinanderpassen müssen.
An der Motorbasis gibt es Schrauben mit Sicherungslack, die vermutlich der Einstellung des Spiels dienen, die ich aber nicth verdrehen wollte (braucht man auch nicht, wenn's soweit paßt).
Beim Ausbau des großen weißen Zahnrads paßt man also besser auf, die Achse nicht "zu verbiegen". Das Zahnrad also peinlichst genau senkrecht nach oben abziehen.
Ist das Spiel der beiden zueinander zu klein, dann läuft das Motörchen nicht mehr (wird blockiert), ist es zu groß, dann raspeln die Zähne übereinander.

Wickeltrieb
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_Wickeltrieb.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Wickeltrieb.jpg)

Den oberen Federring mit leichtem Spiel aufsetzen, sonst wird der ganze Stapel darunter blockiert und es dreht sich gar nichts mehr.

Schmierung
Trotz der Empfehlung habe ich die einzelnen Teile doch etwas geschmiert.
An allen Achsen nur ein kleines Tröpchen Öl.

Die Kurvenscheibe
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_Kurvenscheibe.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Kurvenscheibe.jpg)

die Nockenscheibe
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_Nockenscheibe.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Nockenscheibe.jpg)

und die beiden Freiläufe
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_Freilauf_frei.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Freilauf_frei.jpg)

habe ich leicht eingefettet (mit dem Kugellagerfett aus meinem "Schmierthread").

Idler-Gummis und Riemen
Riemen besitzt das LW keine.

Die Idler-Gummis waren in meinem LW zwar verhärtet, es läuft und spult aber trotzdem prima.

Ob man neue bekommt weis ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, daß es passende Kantriemchen gibt. Die alten Gummis könnte man dann abkratzen und die neuen aufkleben. Evtl. könnte es auch funktionieren, aus einem Kantriemen (dessen Querschnitt paßt) ein Stück heraus zu schneiden und das dann auf Stoß aufzukleben.

Das sind soweit mal die größten Stolperstellen und mit obiger Doku sollte man das LW wieder in Schwung bekommen.

Ich habe leider (mangels sorgfältiger Fotos) noch zwei U-Scheiben übrig, von denen ich nicht weis wohin sie gehören.
Habe mir aber am WoE ein zweites FL-1000 geschossen, auch mit LW Defekt und werde das auch zerlegen und instandsetzen. Da wird sich dann schon rausstellen, wo die Dinger hin gehören.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 03.August.2009 | 20:52:54 Uhr
Also, wenn ich mal ein Eumig FL-1000 hätte....gut gmacht, Kuni  :_good_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 04.August.2009 | 09:15:55 Uhr
André, willst'e eins ?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 04.August.2009 | 11:28:38 Uhr
Danke, ich bin mit meinen Yamahas bestens bedient.  :give_rose:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 12.August.2009 | 19:12:46 Uhr
Hi zusammen,

das zweite FL-1000 kam letzte Woche an.
Wie beschrieben, hat es jegliche LW-Tätigkeit nach ca. 2s mit einer "End" Meldung im Display eingestellt.
Dieses Abschaltverhalten ist ja bekannt und kommt von der LW-Überwachung, wenn sich die Wickel nicht so bewegen wie sie sollen, d.h.:
- Gar nicht laufen
- Nicht mit der richtigen Geschwindigkeit oder unrund laufen

Also wurde es gestern einer "LW-Kur" unterzogen, wie auch bei meinem ersten Exemplar.

Es stellte sich heraus, daß die "kranken" Stellen ähnlich gelagert sind und eine Instandsetzung nicht weiter schwierig ist.
Dennoch hatte das zweite Eumig gleich mehrere Problemchen.

Zunächst habe ich festgestellt, daß irgendein Hansel sich da schon mal dran versucht hat und wohl meinte, wenn man das LW gut mit Öl "zusuppt", dann wird's was werden  :wallbash.
In Folge waren also alle Gummis erst mal ohne Grip und mußten gründlich entfettet werden.

Die Freiläufe waren hier zwar noch funktionstüchtig, aber auf Grund des verharzten Fetts auch schon eher "grenzwertig".

Der Idler-Gummi (sitzt auf dem Grundkörper = Reibrad, in einer Nut) rutschte auf seinem Untergrund durch, so daß der Antrieb schon an der Stelle ohne jegliche Funktion war. Nach entfetten hielt er immer noch nicht, also habe ich ihn kurzerhand festgeklebt.
Half leider auch nichts, weil er (a) so versprödet war, daß kein Grip mehr entstand und (b) auch vom Durchmesser schon so abgenudelt war, daß der Anpreßdruck nicht ausreichend war. Letzteres konnte ich durch Einbau des Idlers aus meinem ersten Deck bestätigen.
Als Provisorium kam da nun erst mal ein zurecht geschnittenes Stück Dichtgummi eines Wasserhahns zum Einsatz.
Funktioniert soweit, nur laufen die Wickel damit nicht richtig rund. Muß also noch was besseres rein.

Weiß jemand wo man so kleine Idler-Gummis (vierkant, Innen-D = 11mm, Außen-D = 16mm, Dicke = 2,5 x 2,5mm) her bekommen kann ?

Nach Reinigung liefen auch alle Teile auf ihren Achsen wieder und zu guter letzt konnte ich feststellen, daß es wieder tut....

.... zumindest sah es zunächst so aus, bis es sporadisch wieder Zicken machte.

Ursache war dann die Kassettenfachbeleuchtung, die u.A. das Oberlicht für die Lichtschranke des Überwachungswickels (mit darunter liegender Lochblende) macht. Wenn da die Lampe zu alt und nicht mehr hell genug ist, dann reicht offensichtlich das Licht für die korrekte Funktion der Lichtschrankenüberwachung nicht aus. Auch hier half erst mal das erste Deck mit einer "Spenderleuchte" aus.

Fazit:
Es läuft.....  :drinks:

Jetzt kommen die Kleinigkeiten, wie Capstan säubern, einstellen etc.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Compu-Doc am Freitag, 14.August.2009 | 01:35:01 Uhr
Moin Kuni,

mit einem 11er und einem 16ner Locheisen könntst Du versuchen, die Idler-Gummis aus einer 2,5mm-Gummimatte herauszu.........locheisen.

Für meine MARANTZ-Compu-Decks habe ich mir vor jahren einmal Idler-Gummis fertigen lassen.

Die Firma heisst von Cleff (http://www.cleff.de/dbw/public_cleff/Homepage/$frameset/cstart), in Kriftel bei Ffm.

Ich musste damals eine Mindestmenge von 100 Stück abnehmen; da reicht exakt für 50 Decks  .,35, aber weniger wollten die Stanzer nicht herstellen => Werkzeuge einrichten u.s.w.

Der Preis war so um die 40-50 DM


Dort gibt es übrigens auch die O-Ringe für den THORENS-STABILIZER für kleines Geld  :drinks:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 15.August.2009 | 16:02:19 Uhr
Hi zusammen,

das Problem mit dem Idler Gummi hat sich erledigt.
Ich konnte einen passenden Gummi aus einer Quetschdichtung für ein Eckventil aus dem Baumarkt basteln.

Hier
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4804.msg132677#msg132677
habe ich beschrieben, wie es für das Eumig FL-1000 zu machen ist.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 15.August.2009 | 19:46:01 Uhr
Super "Kuni" - Das kann man eventuell auch mal für andere Geräte gebrauchen  :_good_:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 16.August.2009 | 19:15:30 Uhr
Jepp, Andreas.
Die Versorgungslage solcher Ringe scheint eher dünn zu sein, deswegen auch die "Bauanleitung"...
 :drinks:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Sonntag, 16.August.2009 | 20:08:40 Uhr
"... eher dünn ..." halte ich da noch für geschmeichelt  :flööt:.
Aber mit deiner Methode wird dhingehend wieder Einiges möglich  :drinks:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 18.August.2009 | 23:47:39 Uhr
Hi zusammen,

wieder mal ein kleines Update:
Das Deck 2 ist seit heute wieder voll funktionsfähig, zusammengebaut und läuft in allen Belangen wieder einwandfrei.
Abgleich fehlt dann noch, wenn die Kassetten da sind.

Habe also heute mal ein bischen mit rumgespielt und verstehe die Funktion des Einmeßcomputers nicht  .,a015

Hier mal ein Link auf die Bedienelemente:
(http://wegavision.pytalhost.com/eumigFL1000/_tn_EumigFL1000BDA_02.jpg) (http://wegavision.pytalhost.com/eumigFL1000/EumigFL1000BDA_02.jpg)

Man beachte:
Ich habe die High-Com Version, bei der im "Computest"-Bedienfeld (mitte rechts im Bild) der Schalter "test" nur mit "off / on" (= 1 Stellung) beschriftet ist !
Der Schalter an meinen beiden Decks hat aber definitiv zwei Stellungen.
Bei der Beschriftung dort steht dann neben bias auch noch "400Hz / 14kHz"  .,a015

Schaut man nun in die BDA, zum Thema "Testprogramm Computest"
(http://wegavision.pytalhost.com/eumigFL1000/_tn_EumigFL1000BDA_05.jpg) (http://wegavision.pytalhost.com/eumigFL1000/EumigFL1000BDA_05.jpg)
dann ist dort die zweite Stellung für die High-Com Version nicht weiter beschrieben (nur für die Dolby Version).

Wenn ich nun den BIAS Abgleich mache, dann funktioniert das wie in der BDA beschrieben in der ersten Stellung.
In der zweiten Stellung tut sich nichts.
Nur wenn ich bei eingelegter CrO2 Kassetten und Bandwahlschalter auf "Metall" am BIAS Regler für Metallband drehe, dann tut sich was an den beiden LED's.
D.h. Funktion ist also irgendwie gegeben.

Habe dann mal abgehört, was das Deck denn bei dem Prozedere auf's Band aufnimmt.
In Stellung 1 scheinen das 400Hz zu sein und in Stellung 2 auch, aber lauter.

Kann sich da von Euch einer einen reim drauf machen  .,a015
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 19.August.2009 | 00:15:01 Uhr
Hallo Kuni,

beide Decks arbeiten einwandfrei, sie tun was sie sollen.....

Zur Erklärung:
Dolby arbeitet nur ab einem bestimmten Frequenzbereich (ab etwa 800Hz und höher) und somit muss der Aufnahmepegel justiert werden damit Dolby bei der Wedergabe spiegelbildlich arbeiten kann.
HighCom ist eine Vollbereichs-Rauschunterdrückung, also über den gesammten Frequenzbereich werden alle Pegel reduziert und bei der Wiedergabe wieder expandiert. Somit ist bei dieser Rauschunterdrückung der Pegelabgleich nicht nötig.

Wenn Du Dir in Deiner BDA den Text richtig durchliest steht dies auch in der rechten Spalte 3. Absatz.....

Zur Pegeljustage dient der 400 Hz Ton des Osziliators (deshalb auch Dolbyton genannt), die 14 kHz sind zur Einstellung des Bias-Wertes (14 kHz halte ich bei Cassette schon für unglücklich, weil dieser Wert auf den Merkblättern nicht angegeben). Deshalb ist ersterer auch beim HighComdeck außer Betrieb.

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 19.August.2009 | 00:36:08 Uhr
Hi Jürgen,

Zur Erklärung:
Dolby arbeitet nur ab einem bestimmten Frequenzbereich (ab etwa 800Hz und höher) und somit muss der Aufnahmepegel justiert werden damit Dolby bei der Wedergabe spiegelbildlich arbeiten kann.
HighCom ist eine Vollbereichs-Rauschunterdrückung, also über den gesammten Frequenzbereich werden alle Pegel reduziert und bei der Wiedergabe wieder expandiert. Somit ist bei dieser Rauschunterdrückung der Pegelabgleich nicht nötig.

Wenn Du Dir in Deiner BDA den Text richtig durchliest steht dies auch in der rechten Spalte 3. Absatz.....

Jepp, soweit ist mir das klar.

Zur Pegeljustage dient der 400 Hz Ton des Osziliators (deshalb auch Dolbyton genannt), die 14 kHz sind zur Einstellung des Bias-Wertes (14 kHz halte ich bei Cassette schon für unglücklich, weil dieser Wert auf den Merkblättern nicht angegeben). Deshalb ist ersterer auch beim HighComdeck außer Betrieb.

Hier hast Du was falsch verstanden:
Der besagte Umschalter schaltet eben nicht 400Hz auf 14kHz um. Das müßte man ja hören, wenn man die Testaufnahme abhört.
Außerdem wäre doch dann anzunehmen, daß der Schalter auch entsprechend beschriftet ist, es steht aber nur "off / on" dran  .,a015

Edit:
Habe gerade nochmal einen Vor-/Hinterbandvergleicht gemacht.
Stellung 1 ist ein 400Hz Ton mit ca. -6dB (nach Anzeige bei Vorband) und Stellung 2 ist ein 400Hz Ton mit ca. 0dB.
Hilft das irgendwie ?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 19.August.2009 | 00:45:18 Uhr
Hi Kuni,

wenn Du obiges Bild Dir ansiehst, siehst Du in der Mitte links das Bild des Dolby Osziliators, rechts das des HighCom.
Links siehst Du auch deutlich das der Schalter ein Umschalter ist, recht ist es nur ein Umschalter. Rechts ist der Schriftzug 400 Hz / 14 kHz irre führend, weil das rechte Deck nur 14 kHz kann per Osziliator.

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 19.August.2009 | 09:06:33 Uhr
Moin Jürgen,

wir reden irgendwie aneinander vorbei  :flööt:

wenn Du obiges Bild Dir ansiehst, siehst Du in der Mitte links das Bild des Dolby Osziliators, rechts das des HighCom.
Jepp.

Links siehst Du auch deutlich das der Schalter ein Umschalter ist,...
Nochmal jepp.
In der Dolby-Version (Beschriftung "Dolby NR 400Hz") hat der Umschalter 3 Positionen "off - bias Einstellung - Dolby Einstellung", die auch alle drei beschriftet und in der BDA beschrieben sind.

... recht ist es nur ein Umschalter.
In der HighCom-Version (Beschriftung "bias 400Hz/14kHz") hat der Umschalter aber ebenfalls 3 Positionen , aber nur 2 sind beschriftet.

Rechts ist der Schriftzug 400 Hz / 14 kHz irre führend, weil das rechte Deck nur 14 kHz kann per Osziliator.
Eben nicht, es macht auf den 2 "on" Stellungen beide Male 400Hz, nur mit anderen Pegeln.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 19.August.2009 | 10:51:46 Uhr
Hallo Kuni,

das macht aber keinen Sinn, denn HighCom braucht keine Einstellung des Aufnahmepegels. Für mich liegt da eine Fehlfunktion vor des Decks.
Es muss zumindestens der 14 kHz Ton für die Biasfunktion gegeben sein.

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 19.August.2009 | 14:46:15 Uhr
Hi Jürgen,

ich glaube eben nicht an eine Fehlfunktion des Decks, da ich wie gesagt zwei HighCom FL-1000 habe und sich beide diesbzgl. gleich verhalten.
Hören tue ich definitiv 400Hz und keine 14kHz (ohne das jetzt explizit gemessen zu haben).

Könnte es evtl. sein, daß auf die 400Hz noch 14kHz aufmoduliert werden (die man dann nicht soooooo gut hört) ?

Wie auch immer, der Abgleich scheint ja an sich auch zu funktionieren:
Wenn ich z.B. den BIAS Regler jeweils an Links/Rechts-Anschlag drehe und dann nochmal in der korrekten Einstellposition, das Ganze dann abhöre, dann hört man deutliche Unterschiede zwischen den Maxima und der korrekten Einstellposition (dort ist der Klang am besten, nicht zu dumpf und nicht zu zischelig, wie an den beiden Maxima).
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 19.August.2009 | 17:58:08 Uhr
Nachtrag:
Scheint wirklich zu stimmen, das mit den 2 Positionen des Schalters. Im Schaltplan sieht das auch so aus  .,a015
Dort wird in der einen Stellung das Signal vor und in der anderen Stellung nach einem Spannungsteiler abgegriffen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: PhonoMax am Mittwoch, 19.August.2009 | 18:51:48 Uhr
Lieber Kuni,

Jürgen sagte mir eben, dass du in der Lage seist, mir die Serveradresse von Schaltbild/Service-Anleitung (und ggflls. Bedienungsanleitung) deines Eumig-Flaggschiffes mitzuteilen, damit ich mir die Materialien zur 'gefl. Kenntnisnahme' herunterladen könnte. Jürgen war der Speicherort derzeit nicht aus der hohlen Hand erinnerlich.
Vielleicht kann ich ja zur Landsuche betragen.

Hans-Joachim
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 19.August.2009 | 19:03:38 Uhr
Hi Hans-Joachim,

hast schon per PN  :drinks:

Vielen Dank für Deine Unterstützung....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 19.August.2009 | 19:42:01 Uhr
Update, da ist mir gerade noch eine INfo per Mail "zugeflogen":
Zitat
Zum Einmeßcomputer:
 
Es hat seine Richtigkeit und ist kein Fehler, die Antwort im Forum ist richtig.
 
Die eingebaute Hauptplatine, auf der die Bedienelemente sitzen, wurde in beide Varianten eingebaut, ohne einen anderen Drehschalter an dieser Stelle zu verwenden, aus Kostengründen...? Lediglich sind die Rauschunterdrückungsplatinen verschieden bestückt. Diese nicht beschriftete Position hat keine weitere Funktion - also ignorieren. Denke, die haben einfach die freien Pins des Schalters definiert irgendwohin gelegt, damit sie im Falle dieser Stellung nicht unkontrolliert irgend etwas anstellen...! Beim Dolby hat sie natürlich eine Funktion, bei diesem ist auch die -9dB-Stellung des on/off-Schalters für die Rauschunterdrückung durch eine Blende in der Frontplatte gesperrt. Dolby-Kassetten auf der HC-Variante und -9dB klingen aber beschissen, da ja kein echtes Dolby..also besser einen Dolby-Fl1000 anschaffen...!

Bin gespannt, ob sich das mit Hans-Joachim's Investigationen deckt  :__y_e_s:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: PhonoMax am Mittwoch, 19.August.2009 | 19:56:23 Uhr
Lieber Kuni,

die Schaltung habe ich -auch wegen des ja gesunden Augenpulvers eines PDF ab JPG- noch nicht annähernd durch. Zudem muss man sich an österreichische Sorgfalt ebenso gewöhnen wie an solche aus der Schweiz nebst angrenzendem Schwarzwald oder aus dem Rundfunktechnischen Zentralamt der DDR.

Nichtsdestoweniger ließ sich immerhin soviel klären, dass nach Ausweis der beiden PDF-Seiten 137 und 139 (wer da nun "Dolby" und wer "HC" ist, konnte ich einstweilen auch noch nicht klären) die Signale beider Generatoren primär und unauflöslich gemischt werden. Das erfolgt über den von dir oben irgendwo schon einmal angesprochenen Spannungsteiler aus je einem 12-k-Entkopplungswiderstand (R23 und R24), deren Verbindungspunkt mit einem 1-k-Widerstand  (R25) zur möglichst weitgehenden Nebensprechdämpfung auf Masse gelegt ist. Der Mess- /Betriebsumschalter nimmt nun einmal (in Position 3 den eben beschriebenen Knotenpunkt mit dem gemischten Signal ab, gestattet aber auch in Position 2 vor dem Entkopplungswiderstand auch direkt auf das 400-Hz-Signal zuzugreifen.
Es werden also beide Testinformationen 400 Hz und 14 kHz in der Position 3 ausschließlich in gemischter, 'modulierter' Form (Addition wie bei der Vormagnetisierungs-Nf-Zusammenführung ohne Trafo) ausgegeben. Das sollte man bei Aufnahme eines Testsignals auf eine (sicherheitshalber) hochwertige Cassette bei wiedergabe des Aufnahmeproduktes im am Deckausgang angeschlossenen Oszilloskop auch schön sehen können. Was das nun im Einzelnen zu Pegeln und Indikator-Anzeigeverhalten für die "HC"- bzw. "Dolby"-Version bedeutet, müsste ich bei weiterem Studium des oben angesprochenen Augenpulvers der Anleitung zu eruieren suchen. Übrigens begegnete mir bei der kursorischen Durchsicht keine Eingeneratorplatine.

Jürgens Hinweis oben, dass das HighCom 'eigentlich' keinen 400-Hz-Abgleich benötige, teile ich so nicht, denn Frequenzganglinearitätsangaben (oder -anzeigen) benötigen ja einen Eichpunkt zum Nachweis einer Pegellinearität, der durch irgendetwas definiert sein muss, damit man auf 'unzulässige' oder 'zulässige' Abweichungen schließen kann. In der Funktion ist ein HighCom natürlich bezüglich der Rekonstruktionsfehler im Signal sehr viel weniger pegelempfindlich als das etwa gleich stark wirkende Dolby C. Pegelabweichungen von der normalen Gerätelinearität (zwischen Aufnahme und Wiedergabe) werden aber auch bei HighCom -wie bei allen Kompressorverfahren- um die Kompressions- bzw. Expansionsrate verstärkt ausgegeben (Fehler nehmen also gegenüber einer Aufnahme ohne Prozessoreinwirkung zu), weshalb sich eine solide Einmessung eines solchen Bandgerätes allemal empfiehlt. Das gilt für die an sich abgleichfreie, große HighCom-Schwester TelcomC4 ganz genauso. Nachdem Amateurgeräte aber grundsätzlich nur Höhenequalizingsteller aufweisen (wenn überhaupt), reicht der Abgleich im niedrigeren und im hohen Frequenzbereich zu: 400 Hz und (10 bis) 15 kHz.

In Anbetracht der 400 Hz ist die aufmodulierte 14-kHz-Freqeunz unter normalen Umständen nicht zu hören. Also Nachweis mit Oskar.

Hans-Joachim
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 19.August.2009 | 21:00:33 Uhr
Hallo Hans-Joachim,

na das ging ja mal fix  :_hi_hi_:

Lag ich mit meiner Vermutung eines aufmodulierten Signals also gar nicht mal so falsch.

Zusammenfassend:
(a) Schaltposition 4 entspräche dann zunächst mal "Test off".
- Das würde dann auch die Frontplattenbeschriftung erklären, bzw. mit Sinn versehen.

(b) Schaltposition 3 gibt das Mischsignal 400Hz/14kHz aus (lt. BDA für den BIAS Abgleich)
- Auch ok (?)
- Messung werde ich nach meinem Urlaub mal noch machen

© Schaltposition 2 gibt das reine 400Hz Signal aus (effektiv verwendet nur in der Dolby Version)
- Paßt dann wieder zum Dolby-Abgleich, wie wir ihn kennen.
- In der HighCom Variante nicht verwendet, weil es keinen Sinn macht.
- In der Dolby Variante sinnvoll und in der BDA auch beschrieben.
- Dann scheint obiges Zitat (Gleichbestückung der Platine für HighCom und Dolby Variante) auch richtig zu sein.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 04.September.2009 | 12:27:38 Uhr
So Leute, nächstes Problem  .,73

Bin heute auch noch in etlichen Geschäften auf der Suche nach Soffitten 12V/3W mit den Abmessungen 6x36mm (DxL) gewesen.
Die gehören zur Kassettenfach- und LW-Steuerungsbeleuchtung des FL-1000.
Es muß leider genau diese Type sein, weil alle anderen Versuche mit kleineren Soffitten, bzw. Pilotlampen die LW-Steuerung nicht genügend ausleuchten.

Die wurden auch mal im Kfz als Innenraumbeleuchtung eingesetzt, sind aber heut nicht mehr üblich, weßhalb die einschlägigen Kfz.Teilehändler (ATU, Bosch Dienst, Baumärkte) diese Bauform nicht mehr haben.

Ein Hersteller der Lampe ist auf jeden Fall Philips und Barthelme, das habe ich schon rausgefunden.

Nun ist es dooferweise so, daß die einzigen Lieferanten (die ich finden konnte - z.B. www.Hinkel-Elektronik.de) nur an Gewerbliche verkaufen.
Alle anderen Shops haben diese Bauform nicht im Sortiment.

Kennt da einer noch eine Bezugsquelle, von der man privat beziehen kann ?

Edit:
Nach nachmittäglicher Suche habe ich nun einen einzigen Vertrieb gefunden, der die Soffitte in kleiner Stückzahl abgibt:
Illi GmbH (www.illi.ws) Art. 06361203
Allerdings verkaufen die auch nur an gewerblich, da die aber bei mir um die Ecke sind, kann ich dort bar bezahlen und abholen.

Eine weitere Quelle wäre: http://www.fes-online.com/products/Gluehlampen/12V/Soffittenlampen/Sofitte-12V-3W2.html
Dort aber nur ab min. 10St.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 04.September.2009 | 16:50:30 Uhr
... die leider sehr oft unerkleckliche Angelegenheit mit der Beschaffung von bestimmten Bauteilen  :flööt:.

ANdererseits: Sei froh das Du ein Gerät hast welches Herausforderungen stellt - bei meinen Kisten ist´s fast langweilig weil nicht wirklich Exotisches benötigt würde  :_sorry:.

Wenn hinterher Alles wieder richtig funzt wird die Freude darüber um so größer sein  :_good_: :__y_e_s:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 07.September.2009 | 18:56:53 Uhr
Ich war heute morgen mal bei der Fa. Illi und habe die Lämpchen abgeholt. Passen und tun's prima  :grinser:

Die Firma wäre übrigens ein Eldorado für unser eins.
Abgesehen von Leuchtmitteln aller Art haben die praktisch alle Birnchen, die man in den Klassikern so braucht, auf Lager.
Leider - wie schon erwähnt - verschicken sie nicht auf Rechnung an privat (schlechte Erfahrungen mit Bezahlung und zu hoher Aufwand mit der Rechnungsstellung). Evtl. müßte ein bestimmter Mindestwert zusammenkommen.

Wer aber aus dem Großraum Stuttgart kommt und dort abholen kann, dem wird auch an privat verkauft - ist ja schon mal was.

ANdererseits: Sei froh das Du ein Gerät hast welches Herausforderungen stellt - bei meinen Kisten ist´s fast langweilig weil nicht wirklich Exotisches benötigt würde  :_sorry:.
Herausforderung beim FL-1000 ist schon gut gesagt  raucher01.
Ich habe da in den letzten Wochen praktisch nur Infos zusammengetragen, damit das zweite Gerät (welches ja noch auf Reparatur wartet), ein wirkliches Schmuckstück wird - nicht nur optisch, sondern auch technisch.

Etliche Laufwerksteile, die Motoren und das Aussteuerungsdisplay konnte ich als NOS Ware besorgen und die Gummis als neuen Nachbau.
Alles gar nicht mal so teuer.

Jetzt müssen die NOS Teile nur noch kommen, dann baue ich das zweite LW zusammen.

Morgen folgen dann noch Bilder vom BIAS Signal (siehe Hans-Joachim's letzten Beitrag).
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Montag, 07.September.2009 | 19:14:56 Uhr
Guten Abend  :_hi_hi_:.
Da freu´ ich mich mal schon "im Voraus" für Dich auf die Fertigstellung  :__y_e_s: :_good_:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 07.September.2009 | 21:01:33 Uhr
IIli in Ostfildern? Ist nicht gerad ums Eck aber auch nicht ewig weit. Danke für den Tip, auch wenn ich derzeit keine Lämpchen brauche.  :_good_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 08.September.2009 | 08:56:20 Uhr
Moin André,

das ist das Ostfildern zwischen Stuttgart und Esslingen.
Die Leute dort sind wirklich nett und hilfsbereit. Ich war ja dort wegen "nur" 5 Soffitten und wurde wirklich nett bedient.
Normalerweise gehe ich da immer von aus, daß man bei so kleinen Mengen eher gar nicht (oder nur widerwillig) bedient wird, was ich ja auch verstehen kann, wenn's kein wirklicher Laden ist. Bei Illi hatte man mir am Tel. gesagt, daß Rechnung eben wegen des geringen Betrags nicht in Frage käme. Der Mitarbeiter hat dann aber schon am Tel. sichtlich nach einer Lösung gerungen und mir dann eben angeboten, die Birnchen direkt abzuholen.

Irgendwie schon schade, daß die keinen Versand machen, weil dort hätte man mal eine Quelle, die alle benötigten "Klassiker-Birnchen" im Sortiment hätten und muß nicht einen Teil bei Hü und einen anderen bei Hott bestellen.....

Edit:
Sehe gerade, daß Du aus dem Remstal bist  .,a095.
Ich meine, da ist der Weg über den Berg, rüber über's Neckartal und den Buckel auf der anderen Seite hoch doch auch nicht teurer als das Porto, wenn Du im Web bestellst.....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 08.September.2009 | 11:36:20 Uhr
Na ein bisl schon, aber manchmal ist der persönliche Kontakt besser, besonders bei "schwierigen Fällen" wenn man sich des benötigten Birnchens nicht ganz sicher ist. Am Versandhandel verdienen sie vielleicht zu wenig, das Raussuchen und Verpacken den Gewinn wieder fressen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 09.September.2009 | 00:45:51 Uhr
Kleiner Nachtrag noch zu später Stund' bzgl. der Signale die das FL-1000 von sich gibt, wenn der (BIAS) Computest Schalter auf Pos 1/2 geschaltet wird:

Hierzu hatte Hans-Joachim ja den Schaltplan analysiert: http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4459.msg132826#msg132826

Vermutung war:
ON Pos1 (Schaltposition 3 im Schaltplan) = Mischsignal 400Hz/14kHz
ON Pos2 (Schaltposition 2 im Schaltplan) = reines 400Hz Signal

Das Ganze habe ich nun mal wie versprochen am Oszi angeschaut:

ON Pos1 (Mischsignal 400Hz/14kHz):
Grundfrequenz: 400 Hz, 420 mVss
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_CompuTest_On_Pos1.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_CompuTest_On_Pos1.jpg)

ON Pos1 (Mischsignal 400Hz/14kHz gezoomt):
Aufmodulierte Frequenz: 13,89 kHz, 200 mVss
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_CompuTest_On_Pos1_Zoom.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_CompuTest_On_Pos1_Zoom.jpg)

ON Pos2 (reines 400Hz Signal):
384 Hz, 2,5 Vss
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/thumb_Eumig_FL1000_CompuTest_On_Pos2.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_CompuTest_On_Pos2.jpg)

Ist also alles wie Hans-Joachim vermutet hatte. Pos2 scheint also ein "Überbleibsel" der Dolby Version zu sein (ohne Nutzfunktion bei der High-Com Version).
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 22.September.2009 | 09:55:24 Uhr
Kleines Update an alle FL-1000 Besitzer und solche die es werden wollen:

Ich hatte es schon mehrfach geschrieben - sei aber trotzdem nochmal gesagt - daß die Hauptursache für nicht funktionierende 1000'er üblicherweise Laufwerksdefekte/Probleme auf Grund von Alterung sind. Das LW ist - entgegen den Stimmen in etlichen Foren - zwar vglw. aufwendig zu zerlegen, aber die Reparatur ist eigentlich unproblematisch, wenn man den einen oder anderen "Fallstrick" kennt.

Die häufigsten Defekte (wenn es nicht verharztes Fett ist) dürften verhärtete Gummis darstellen.
Evtl. noch gebrochene Kappen der Freiläufe und sicher ganz selten weitere Defekte im LW.

Während meiner Odyssee durch die "Eumig Szene" habe ich nun Ersatzteile für alle wesentlichen Laufwerksteile.

Neue Gummis (für Capstan, linken + rechten Wickel, Freilauf) sind neu zu bekommen.
Weitere Geräteteile (für LW, Elektronik, Gehäuse etc.) sind NOS zu bekommen und in absolut brauchbarem Zustand.

Die Preise dafür sind jeweils äußerst moderat.

Falls also jemand diesbezüglich mal Bedarf haben sollte, dann kann ich gerne die jeweiligen Ansprechpartner per PM mitteilen.
Zudem gibt es in Wien noch einen Ex.-Eumig Mitarbeiter, der in seinem RF-Betrieb wohl Reparaturen und Einstellungen macht (selbst Kontakt hatte ich mit ihm aber noch nicht).

Sollte sich jemand nicht in der Lage fühlen das LW selbst zu reparieren, dann darf er sich aber gerne auch an mich wenden.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 22.September.2009 | 18:27:11 Uhr
´n Abend, Kuni / Foristi  :_hi_hi_:.
Das ist eine gute Idee - ich überlege mir ernsthaft mir mal so ein Deck "zu schießen"  :flööt: (Man muss ja auch mal markenübergreifend tätig werden bzw. seine "Horizont" erweitern ...).
Wenn Es mal soweit sein sollte werde ich mich mit Sicherheit daran erinnern bzw. Dich kontaktieren  .,a095.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 22.September.2009 | 18:40:49 Uhr
Hi Andreas,

da darfst Du natürlich gerne auf mich zu kommen  .,a095.
Eins hätte ich ja noch über. Das ist das Zweite das ich gekauft hatte und das jetzt schon funktioniert.
Technisch ist es top, allerdings hat die Frontplatte eine Macke.

Früher oder später wird das wieder gehen müssen, da ich es ja nur gekauft hatte, um ein Zweitgerät zum abkupfern zu haben.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 22.September.2009 | 18:54:21 Uhr
...

Hallialöle  :drinks:.
Ahh - da muss ich mal schauen  :zwinker: - wäre ja schon nicht schlecht.
Morgen hole ich erstmal ein Sony - Deck aus der Nachbarstadt; ein Geschenk eines Fotokollegen welcher keine Verwendung dafür hat (Ist wohl max. viermal gelaufen, Modell noch unbekannt).
Wenn deine "Reserve" eh wieder "gehen" muss / soll wäre ich da wohl ein Kandidat dafür  .,a095; ich melde mich diesbezüglich aber noch via PN).

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 22.September.2009 | 19:15:30 Uhr
Jepp, PN ist gut und dann  ;0009 wir mal  raucher01
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 22.September.2009 | 19:21:52 Uhr
 :_good_: Super - genau So machen Wir Das  .,a095; hoffentlich werden meien "Technixen" dann nicht eifersüchtig  :shok: :_sorry: ...

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 22.September.2009 | 19:27:20 Uhr
Du wirst den Japansch....ß dann gar nicht mehr wollen, wenn Du mal so'nen Rolls-Royce gesehn hast  :smile
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 22.September.2009 | 20:15:51 Uhr
 :shok: Das tut m. Japsen aber auch weh  .,70 ...

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 23.September.2009 | 00:26:34 Uhr
War nicht so gemeint  :_hi_hi_:, aber Du mußt da echt mal so'nen Eumig Vollmetall-Kassettenpanzer dagegen gesehen haben.
Keine Ahnung wer noch solche Aludruckguß-Chassis im LW verbaut (Revox, ASC.. ??), aber alleine das hat schon was.
Wobei mein Akai GXC-760D schon auch recht massiv aufgebaut ist, aber klanglich gegen das Eumig nicht anstinken kann....  :_rofl_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 23.September.2009 | 08:59:03 Uhr
Zwischendurch mal wieder etwas BTT:

Das Laufwerk von Deck1 (das erste gekaufte, weswegen ich diesen Thread mal gestartet hatte) ist seit gestern wieder zusammengebaut. Dort sind nun alle Gummis des Antriebs (d.h. die beiden unter den Wickeltellern und der vom Idler) neu (kein NOS).

Im Deck2 (das zweite gekaufte, welches nur zum Abkupfern dienen sollte - @Andreas: Das wäre das betreffende für Dich  :flööt:) läuft ja schon länger, hat aber tlw. noch die alten Gummis drin (die beiden unter den Wickeltellern). Den Gummi vom Idler im Deck2 hatte ich ja mal aus einer Rohrdichtung selbst gebastelt (siehe http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4804.msg132677#msg132677 (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4804.msg132677#msg132677)).

Diese 3 Gummis haben nun mit dem Capstanantrieb nichts zu tun, sondern sind lediglich für den Wickeltrieb (Umspulen etc.) zuständig.

Nun war natürlich gestern noch die spannende Frage, wie gut denn nun meine selbstgebaute Idler-Dichtungsgummi-Version im Vergleich ist  .,a015 :

Deck1 läuft (d.h. spult) mit den neuen Gummis "natürlich" absolut geschmeidig, wobei es auch nicht 100% frei ist von kleinen Unwuchten.
Soll heißen, daß an den Wickeln natürlich nicht "gerupft" wird, aber man hört so leichte "Schwebungen", also ein leichtes surrendes Auf und Ab, im Geräusch (kann man verstehen was ich meine ?).

Gleiches Deck dann mal kurz umgebaut und die originalen NOS Wickel (inkl. NOS Gummis) drauf gemacht. Da läuft das Deck absolut genau gleich.
Die nachgekauften Gummis sind also nicht schlechter, als die Originalen.

Dann Deck2 mit dem Dichtgummi-Idler und den noch originalen/nicht getauschten Wickeltellergummis. Läuft fast genauso geschmeidig, wobei dieses surrende Auf und Ab beim Umspulen deutlicher ist. Der Idler-Gummi scheint also nicht ganz so rund zu laufen, wie mit einem neuen Gummi.
Verwundert ja eigentlich auch nicht, schließlich ist der Neugummi geschliffen und diese Dichtgummis ja vermutlich nicht.

Was mich aber erstaunt hat - und deswegen schreibe ich das hier - ist, daß der Rundlauf erstaunlich nah am Original liegt.
D.h. die Dicken-Genauigkeit dieser Dichtgummis - auch wenn sie nicht geschliffen sind - ist doch gut genug, daß man sie für solche Umspul-Anwendungen einsetzen kann.

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 23.September.2009 | 09:35:45 Uhr
"Mahlzeit"   :shok: :_55_: ...
Also ich persönlich bin da nicht so empfindlich Was das Aufspulen anbelangt - solange der Kassettenwickel danach nicht aussieht wie eine "Wuschelfrisur"  :drinks:.
Als Erstes wäre bei mir eh eine Gleichlaufüberprüfung (Wow & Flutter) angesagt - dann in aller Ruhe "der Rest" (Pegel etc.).
Da das Teil ja ein Direkttriebler ist sollte Es da keine allzugroßen Überraschungen geben  .,a095.

MfG

Andreas

PS: Davon ab: Ein Aligusschassis macht m. "Leichtmatrosen" hier nicht wirklich Angst -> Solange die Betriebswerte stimmen bin ich da "schmerzfrei"  :_good_:.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 23.September.2009 | 11:25:58 Uhr
Als Erstes wäre bei mir eh eine Gleichlaufüberprüfung (Wow & Flutter) angesagt - dann in aller Ruhe "der Rest" (Pegel etc.).
Da das Teil ja ein Direkttriebler ist sollte Es da keine allzugroßen Überraschungen geben  .,a095.

Das FL-1000 ist angegeben mit +/- 0,5%.

Direkttrieb ist richtig ... und zudem drehzahlgeregelt, mit Tachoscheibe und Lichtschranke.

Muß halt funktionieren, d.h.:
- Reibradgummi des Capstan in gutem Zustand und mit ausreichend Grip
- Messinghülse des Capstanmotors sauber
- Tachoscheibe iO und nicht verdreckt
- Dito die Lichtschrankenoptik
- Die Eumig eigene V-Lagerung der Capstanwelle darf nicht eingelaufen sein

Der Trick im Konzept ist, daß Unrundheiten/Abnutzungen im Gummi/Messinghülse des Motors (und Dreck im Antrieb, welcher den Gleichlauf beeinträchtigen könnte) großzügig von der Regelung ausgeregelt werden.
Wenn das also einmal grundüberholt und eingestellt ist, dann läuft das Jahrzehnte.

Meine beiden Decks hatten erheblichen Dreck zwischen Gummi und Motor des Capstanantriebs angehäuft. Richtige Krusten waren das.
Dennoch war gehörmäßig kein W&F zu hören. Messen konnte ich nicht, weil ich immer noch keine Ref.kassetten habe.

Wenn auch der Capstan-Gummi vom Deck2 erneuert ist, dann mache ich auch mal eine Freq.gang-Messung.
Da bin ich schon gespannt....  :flööt:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 24.September.2009 | 08:24:55 Uhr
Nachtrag:

Direkttrieb ist richtig ... und zudem drehzahlgeregelt, mit Tachoscheibe und Lichtschranke.

DD ist natürlich nicht ganz richtig:
Auf der Capstanwelle sitzt ein kleiner Alu-Teller mit Gummi und dahinter die Tachoscheibe.
Der Motor treibt dann den Alu-Teller (Reibrad) an.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Donnerstag, 24.September.2009 | 17:19:58 Uhr
Hallo  :_hi_hi_:.
Da kann man doch quasi mal sehen wie wenig Leute das Deck wirklich richtig kennen - ansonsten wird doch sofort wiedersprochen  .,a015.
Aber egal - Danke für die Richtigstellung  .,a095.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 24.September.2009 | 20:07:01 Uhr
Mal ein paar Bildchen zum anködern und anfüttern  :_tease: ....

... we proudly present  :foto01 - THE CAPSTAN - nackig

Kompletter Capstan Antrieb (mit Motor) von hinten
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Antrieb.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Antrieb.jpg)

hier nur die Welle, mit dem Reibradgummi (hier noch der Alte - aber schon gesäubert)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Antrieb_Gummi.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Antrieb_Gummi.jpg)

und das Kernstück, die Welle von hinten mit der Tachoscheibe
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Welle_hinten.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Welle_hinten.jpg)
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Donnerstag, 24.September.2009 | 21:03:07 Uhr
... erinnert mich irgendwie an "Bremsscheiebnmontage am LKW"  :flööt:  :_55_:.
Aber Danke für die Pics  :_good_: - dagegen haben ja m. Technicse "fliegende Verdrahtung"  :cray: - und löppt trotzdem  .,a020.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 24.September.2009 | 22:20:32 Uhr
So - DU - Du willst also mehr  :foto01 ...

...  :_good_:

Das komplette Laufwerk eingebaut von innen:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig-FL1000_Laufwerk_hinten.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig-FL1000_Laufwerk_hinten.jpg)

Und der ganze Panzer von innen:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig-FL1000_Innen.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig-FL1000_Innen.jpg)

- Links stehend die uC Platine
- Rechts 2x stehend die beiden High-Com Plät(in)chen L/R
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 25.September.2009 | 06:10:40 Uhr
Moin moin  :_hi_hi_:.
 :_good_: Danke für die Pics  :__y_e_s:.
Sieht in etwa so aus wie bei meinen "Platebombern"  :_55_: - ausgenommen natürlich das LW  .,a095.
Werde ja in den nächsten Tagen versuchen meine "Flotte" etwas auszudünnen und dann sehe ich weiter ...

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 25.September.2009 | 08:24:25 Uhr
Wollte für den anderen Thread eh heute abend nochmal den F-Gang meiner Soundkarte messen und posten.
Bei der Gelegenheit messe ich auch mal den F-Gang des Eumels....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 25.September.2009 | 09:54:21 Uhr
....

Moin moin zusammen  :_hi_hi_:.
Das gibt bestimmt gute Einblicke in das jeweilige Gerät  :__y_e_s:.
Wenn zuvor die Soundkarte "geeicht" wurde bzw. deren FG in der SW angepasst wurde dann ist Das schon ein sehr gutes Mittel dem Gerät "Auf den Zahn zu fühlen" - zumal bei so einem Durchgang gleich - so vorhanden - entsprechende Trimmer zur Wiedergabeentzerrung eingestellt werden können (Dank Jürgens Multi -F - Kassette ist Das damit Ruck - Zuck erledigt  :_good_:).

Lets go - just do it  :__y_e_s: .,a095.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 25.September.2009 | 10:33:47 Uhr
(Dank Jürgens Multi -F - Kassette ist Das damit Ruck - Zuck erledigt  :_good_:).

... die mir leider noch fehlt .... (der Jürgen ist einfach zuuuuuu gefragt) ...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 25.September.2009 | 10:48:02 Uhr
... eventuell sind auch z. Zeit alle Kassetten "On Tour"  .,a015; Okay, meine nicht da seinerzeit sofort dazu  :_tease:.
Ansonsten mit einem bekannt gut eingestelltem Deck ein solches Signal generieren, aufnehmen, eventuell vorhandene Abweichungen protokollarisch festhalten und dann "Ab dafür"  :_good_: (Dann würde ich Das aber gleich mit Weißem Rauschen machen - da ist Alles drin und kann dann mit einer vorhanden FG - Kassette evaluiert werden).

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Freitag, 25.September.2009 | 11:30:29 Uhr
... die mir leider noch fehlt .... (der Jürgen ist einfach zuuuuuu gefragt) ...

Hi Kuni,

siehe bitte.....
Hi Pit,

das Gleichlaufband befindet sich bei mir und am Wochenende werde ich den Kasettenwickler anwerfen......

Andreas und auch Kuni bekommen dann entsprechend der Absprachen Ihre Messkasetten.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 25.September.2009 | 12:50:37 Uhr
Jürgen, das hört sich soooo guuuuuuut an  .,d040
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 25.September.2009 | 21:32:39 Uhr
Hi,

wie versprochen, hier die Frequenzgänge des Eumig (Deck1).
- Pegel vor Band: 0dB = 775mV (mit MVM geprüft)
- F-Gang Hinterband gemessen
- Sweep: 20Hz-20kHz
- vorher entmagnetisiert und BIAS mit Einmesscomputer eingestellt

1.) mit NR = off
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_entmagn_NR_off_20Hz_20kHz.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_entmagn_NR_off_20Hz_20kHz.jpg)

2.) mit NR auf -9dB Stellung
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_entmagn_NR_-9dB_20Hz_20kHz.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_entmagn_NR_-9dB_20Hz_20kHz.jpg)

3.) mit NR auf High-Com Stellung
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_entmagn_NR_HC_20Hz_20kHz.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_entmagn_NR_HC_20Hz_20kHz.jpg)
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Freitag, 25.September.2009 | 21:37:18 Uhr
Hi Kuni,

wird der Frequenzgang nicht bei -20dB Vollaussteuerung gemessen? ---- Also bei 77,5 mV Eingangsspannung ----
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Freitag, 25.September.2009 | 21:38:51 Uhr
Hallo,
bitte noch mal bei -20dB.
Bis auf den zu hohen Aufnahmepegel sieht das gar nicht so schlecht aus,

Gruß Ulrich
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 26.September.2009 | 12:43:04 Uhr
Shit, hab' nicht aufgepasst.
Die Aussteuerungsregler dann auch voll aufgezogen, korrekt ?

Mach' ich nochmal, aber im Moment geht erst mal gar nichts mehr:
Irgendwie geht seit gestern nach der Messung der BIAS Ableich mit dem Einmeßcomputer nicht mehr ....  .,a015
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 26.September.2009 | 15:22:59 Uhr
...ja - Eingangspoti voll auf  :__y_e_s:.

Mahlzeit erstmal  :_hi_hi_:.
Also Eines steht schon mal fest: Der Einmesscompi funzt einwandfrei  :_good_: - wenn jetzt noch der Wiedergabe - FG annähernd (+ / - 3 dB) so aussieht mit einer Bezugskassette => 1  .,a095.

Das mit dem Nicht - funktionieren des Compis hatte ich hier auch mal kurz:
Lag an einem leicht korrodiertem Taster  :flööt: ...
Eventuell "spinnt" dein Schalter da etwas rum.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 30.September.2009 | 20:11:10 Uhr
n'Abend zusammen ....

habe gestern mal wieder einen Reparaturabend eingelegt  .,045, nun tut die BIAS Einstellung mit dem Einmeßcomputer wieder  :_yahoo_:

Die Einstellung selbst schien zu tun, zumindest habe ich beim Verändern des BIAS auch eine Änderung in den Höhen im Freq.gang gesehen.
Die beiden Anzeige LED's ("Balance Scope"), die das Gerät dazu an der Front hat, sollten bei optimal eingestelltem BIAS beide leuchten oder beide gleich flackern. Bei mir leuchtete aber nur die linke LED durchgehend (kein Flackern, egal was ich tat) und die rechte LED ging gar nicht.

Nach einigen Stunden Suche (ich hatte den Fehler nicht so offensichtlich vermutet) fand ich das Problem.

Hier mal der relevante Schaltungsauszug der LED Ansteuermimik aus dem SM:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Scope_LED_Ansteuerung.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Scope_LED_Ansteuerung.jpg)

Die Treiber T16/T17 und der OP-Amp IC03 sind für die rechte LED relevant.

Der Low-Side-Switch T15 mußte ok sein, weil die linke LED ja funktionierte.
Zunächst zeigte der Ausgang Pin6 des IC03 keine Reaktion (im Gegensatz zu IC04) - d.h. kein Signal, DC ~0V.

Folgendes hatte ich also zunächst geprüft:
- LED's gecheckt, ebenso das Verbindungskabel zur Platine und den Stecker
- IC03 getauscht
- T16 + T17 ersetzt

Alles ohne Erfolg  .,a015.
Also scharf nachgedacht (um ca. 2:30  .,35):
Es sah doch eigentlich ganz danach aus, daß der Pin 6 irgendwo gegen Masse gezogen wird, aber wo ?

Also Widerstand von Pin6 gegen Masse gemessen = 100k  .,a015, dann nochmal kathodnseitig an D08 (Meßpunkt 10) ... und siehe da ... niederohmig.
C19 (Tantal) war durch.

Also heute mal ersetzt und jetzt tut's wieder.

Jetzt kann's also mit neuen Freq.gang-Messungen weitergehen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 30.September.2009 | 20:32:01 Uhr
´n Abend zusammen  :_hi_hi_:.
Immer diese verka...n Tantals  ;0006 ... - Die gehören wohl zu den Fehlentwicklungen.

Jetzt würde quasi "nur noch" der FG vom Bezugsband interessieren  .,a015.
Wenn Der bei ca. 35 Hz - 12,5 kHz / 14 kHz innerhalb + / - 3 dB wäre / ist, dann =  :_good_:.
Wie ich ja selbst genug beobachten konnte gleicht so ein Einmesscompi allerhand aus  :flööt:, was dann auf dem aufzunehmendem Deck dann 1 A klingt, auf Fremdgeräten dann im Zweifelfall aber eine Art "Höhenkoller" hervorruft  :_sorry: :_55_:.

Ansonsten: Gefahr erkannt - Gefahr gebannt  .,a095.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 30.September.2009 | 20:47:22 Uhr
Ich hatte noch nie in einem Gerät einen defekten Tantal - obwohl ich schon von deren Schwäche gehört habe.
Wenn ich nur dran denke, was es bedeuten könnte auf der Logikplatine des Eumig (mit dem uC) einen Fehler zu suchen, dann könnte ich ... ko....  ;0001
Womöglich dann alles nur wegen so'nem Kurzschließer.

Bin deswegen gerade am überlegen, ob ich nicht alle Tantal-C's pauschal tausche - sind gar nicht mal sooooo viele - ca. 60 St  .,a015
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 30.September.2009 | 20:57:22 Uhr
Da ich zu m. aktiven R / F - Technikerzeit nur mit Video - u. Fernseh"zeugs" zu tun hatte und da das "Tantal - Suchspiel" bekannt war stehe ich dieser Art Bauform sehr skeptisch gegenüber  :flööt: ...
Zum Glück waren bei den jeweiligen Geräteherstellern diese "Tantal - Ausfälle" teilweise schon bekannt und in den entsprechenden Servicezusatzbroschüren vermerkt (Lustig wenn ich an die Zeit denke -> Da wurden Serviceinfos teilweise noch über BTX abgerufen  :shok: .,43).

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Mittwoch, 30.September.2009 | 21:14:19 Uhr
Tantals sind besser als ihr Ruf, lass sie drin.

Gruß Ulrich

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Donnerstag, 01.Oktober.2009 | 05:37:07 Uhr
Tantals sind besser als ihr Ruf, lass sie drin.
...

Moin moin, Ulrich  :_hi_hi_:.
Das mag eventuell auf die moderneren Baureihen zutreffen, aber bei so alten Exemplaren; seinerzeit war zumindest die Ausfallrate gegenüber "normalen" Elkos doch signifikant .,a095.
Natürlich spricht Nichts dagegen abzuwarten u. erst beim Defekt zu wechseln.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 01.Oktober.2009 | 20:09:22 Uhr
n'Abend Leute,

heute war nun mal Meßtag, also alle beiden Eumig Decks durch die Frequenzmühle gedreht, dieses Mal mit -20dB (77,5mV am Eingang).

Kurze Erklärung vorneweg:
- Deck1 = erstes gekauftes Deck (linke Bilder)
- Deck2 = zweites gekauftes Deck (rechte Bilder)
- NR = Position des Rauschunterdrückungsschalters an der Front
- BIAS = BIAS Einsteller an der Front

Also, here we go ..

Als erstes mit einer neuen TDK SA, wie es sie aktuell im Laden gibt:

NR = off
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_off.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_off.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_off.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_off.jpg)

NR = -9dB
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_-9dB.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_-9dB.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_-9dB.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_-9dB.jpg)

NR = High-Com
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_HC.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_HC.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_HC.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_HC.jpg)

Zunächst mal sehr interessant, daß beide Decks fast identische Freq-Gänge haben.
Was mich aber wunderte, war dieser lustige Knick bei 9kHz.

Also mal eine andere MC ausprobiert...

Als zweites also mit einer billig Kassette (CrO2), Modell CX-90 von Kaufland:

NR = off
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg)

NR = -9dB
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_-9dB.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_-9dB.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_-9dB.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_-9dB.jpg)

NR = High-Com
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_HC.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_HC.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_HC.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_HC.jpg)

Da sieht man nun, daß der Einbruch, entweder gar nicht mehr (Deck1, NR off) oder nur noch auf einem Kanal zu sehen ist  .,a015
Läßt sich das erklären ?

Hier noch zwei Messungen, zum einen mit BIAS Einstellung am Linksanschlag (min)

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_min.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_min.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_min.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_min.jpg)

und mit BIAS Einstellung am Rechtsanschlag (max)

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_max.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_max.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_max.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_max.jpg)

So, das wär's gewesen... Meinungen dazu ?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Donnerstag, 01.Oktober.2009 | 20:14:55 Uhr
Meine Meinung?
Irgendwas falsch gemacht.
Wieder nicht bei –20dB?
Was hat denn die Aussteuerungsanzeige des Gerätes angezeigt?

Gruß Ulrich
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 02.Oktober.2009 | 06:34:46 Uhr
Guten Morgen zusammen  :_hi_hi_:.
Diesen teilweise recht heftigen Einbruch bei 9 kHz finde ich doch "eigenartig"  .,a015 - als wenn ein falsch justiertes MPX Filter (eigentlich 19 kHz) "im Weg" wäre; doch selbst dann sollte der Abfall erst um ca.12 kHz beginnen ...

@ Ulrich: Laut Matthias´ Post Oben -> Eingangsspannung 77,5 mV => - 20 dB, die Software scheint allerdings nicht in ihrer Anzeige geeicht worden zu sein  :flööt:.

Mal schauen Was dazu kommt.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 02.Oktober.2009 | 11:18:37 Uhr
Moin zusammen ...

Irgendwas falsch gemacht.
Na ja, und dann so einen Einbruch hinzubekommen - den dann aber wiederum bei einigen Messungen dann doch wieder nicht  .,a015
(z.I. alle Messungen habe ich gemacht, ohne irgend etwas im Aufbau zu verändern).
Da beide Decks das gleiche Verhalten zeigen, vermute ich viel eher, daß die SW da noch Murks macht.

Wieder nicht bei –20dB?
Doch, definitiv. Habe das Signal vom PC mit dem MVM gemessen und per Soundkartenregler auf ~77mV eingestellt.
Dann den Sweep einmal mit angeschlossenem MVM durchlaufen lassen = hällt die 77mV über den F-Bereich bis 18kHz.
Danach nichts mehr verändert und alle Messungen durchgezogen.

Was hat denn die Aussteuerungsanzeige des Gerätes angezeigt?
Aussteuerungsregler war voll aufgezogen. Instrumente habe ich nicht durchgängig beobachtet, lagen aber so bei ~ -5dB.

Diesen teilweise recht heftigen Einbruch bei 9 kHz finde ich doch "eigenartig"  .,a015 - als wenn ein falsch justiertes MPX Filter (eigentlich 19 kHz) "im Weg" wäre; doch selbst dann sollte der Abfall erst um ca.12 kHz beginnen ...
Aber bei beiden Geräten in gleicher Weise  .,a015 - ne, dann schon eher ein Meßfehler.

die Software scheint allerdings nicht in ihrer Anzeige geeicht worden zu sein  :flööt:.
Eigentlich schon, d.h. ich habe sie spannungsmäßig kalibriert.
Wenn die SW die dB aber im Bezug zum Referenzsignal (also 77mV) berechnet, dann kann die Anzeige auch nicht bei -20dB liegen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Freitag, 02.Oktober.2009 | 12:13:14 Uhr
Ist die Aussteuerungsanzeige Frequenzkompensiert oder linear?

Ignoriere mal den Voltwert der Eingangsspannung.
Speise das Signal mit 0 dB und 400 Hz ein.
Die Aussteuerungsregler  werden dann so eingestellt das die Aussteuerungsanzeige des Eumig 0 dB! anzeigt.
(Wenn du möchtest kannst du das Programm  Vorband auch wieder auf 0dB Eichen)
Danach reduzierst du (bzw. das Programm) die Eingangsspannung um 20 dB, die Aussteuerungsanzeige muss das entsprechend anzeigen, wenn sie nur bis - 20 dB geht eventuell auch gar nichts mehr.
Wenn die Anzeige linear arbeitet darf sie während der Messung nichts anderes anzeigen.
(Hast du das Programm geeicht landen die Kurven auch bei -20dB)

Nachtrag: Der Fehler lag eventuell an dem voll aufgezogenen Aussteuerungsregler.

Gruß Ulrich


Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 02.Oktober.2009 | 12:41:57 Uhr
Mahlzeit zusammen  :_hi_hi_:.
Mmhh - jetzt weiß ich spontan nicht ob beim Eumig diese 77,5 mV für Vollaussteuerung angegeben sind ...  .,a015.
"- 5 dB" auf der Anzeige des Tapes deutet aber darauf hin  :__y_e_s:.
Die Anzeige bei ca. - 20 dB Eingangssignak müsste dann - wie bei m. Decks hier - bei ca. - 25 dB zu liegen kommen, nie nicht aber bei lediglich - 5 dB  :flööt: (Für gerade solche Fälle bin ich immer wieder froh um meinen Abschwächer hier -> Einen Schalter umlegen und sofort fix - 20 dB; gesamt - 141 dB  :shok:).

Also irgendwo ist der Wurm drin ...

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Freitag, 02.Oktober.2009 | 12:58:20 Uhr
Vergesst doch erst mal die Verknüpfungen eines Spannungswertes mit den relativen Werten für die Vollaussteuerung bei Heimgeräten.
Der Vollaussteuerungswert (Bandfluss)  wird doch bei der Einmessung festgelegt und entspricht dann irgendeinem! (oder je nach Herstellerangaben auch bestimmten) Spannungswert am Ausgang! des Gerätes.
Dieser Vollaussteuerungswert ist mit der Aussteuerungsanzeige des Gerätes verknüpft.
Die Eingangsspannung variiert dabei in Abhängigkeit der Stellung des Aussteuerungsreglers, er ist schließlich dafür da unterschiedliche Eingangspegel auszugleichen.
Die Vollaussteuerung kann daher Geräteabhängig auch schon  bei einer Eingangsspannung von
100 mV erreicht werden.

Gruß Ulrich
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 02.Oktober.2009 | 17:25:21 Uhr
....

Moin moin  :_hi_hi_:.
Ist schon richtig Was Du schreibst, sollte ja nur heißen das sich Kuni eventuell vertan hat / Spannungswerte verwechselt hat bei der An - / Aussteuerung für den FG  :give_rose: .,a095.
Davon ab sollte - laut Allen mir bekannten Herstellern - immer bei voll aufgezogenem Aussteuerungsregler eingespeist werden  :__y_e_s:.
Leider habe ich im Moment keien Zugang zum SM des Eumig ...

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 02.Oktober.2009 | 17:43:16 Uhr
Hi Ulrich,

Ist die Aussteuerungsanzeige Frequenzkompensiert oder linear?
Scheint mir frequenzabhängig zu sein.
Wenn ich bei 400Hz/775mV dei Anzeige auf 0dB aussteure, dann die Frequenz erhöhe, dann geht die Aussteuerungsanzeige in den +dB Bereich.

Ignoriere mal den Voltwert der Eingangsspannung.
Speise das Signal mit 0 dB und 400 Hz ein.
Die Aussteuerungsregler  werden dann so eingestellt das die Aussteuerungsanzeige des Eumig 0 dB! anzeigt.
(Wenn du möchtest kannst du das Programm  Vorband auch wieder auf 0dB Eichen)
Danach reduzierst du (bzw. das Programm) die Eingangsspannung um 20 dB, die Aussteuerungsanzeige muss das entsprechend anzeigen, wenn sie nur bis - 20 dB geht eventuell auch gar nichts mehr.
Wenn die Anzeige linear arbeitet darf sie während der Messung nichts anderes anzeigen.
(Hast du das Programm geeicht landen die Kurven auch bei -20dB)

Nachtrag: Der Fehler lag eventuell an dem voll aufgezogenen Aussteuerungsregler.
Gesagt getan ...

... mein Fehler war, daß das Gerät noch einen Master-Regler hat.
Der war auch voll aufgedreht und damit war die Anzeige bei 775mV weit im Plusbereich.
Den Master habe ich nun auf Mitte gestellt, 775mV bei 400Hz angelegt und den Aussteuerungsregler des Eingang1 auf max.
Damit zeigt die Anzeige (Vorband) dann brav 0dB.
Dito bei -20dB = 77,5mV am Eingang, zeigt sie das unterste -20dB Segment.
Das sollte somit nun passen.

Im Audio-Tester Programm habe ich nun auch nochmal kalibriert und die Darstellung auf dBu umgeschalten.
Damit decken sich die dB Werte der Grafik nun auch mit dem MVM.

Dann neue Messungen gemacht (folgt gleich), die nun auch plausibel aussehen....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 02.Oktober.2009 | 17:59:53 Uhr
 :shok: Was meßt "Ihr" da  :shok:Habe mir garde mal das SM angesehen ->
Gemessen wird der FG dort bei - 26 dB unter VA = 5 mV ! (Eingangsspannung bei voll geöffnetem Eingangsregler) - und Nienicht Was mit 775 mV => VA bei 100 mV Eingangssignal - Die stellen "nur" das Ausgangssignal bei "0 dB" <-> VA dar.
Sehr merkwürdig Das ...

Edit: Statt 50 mV muss Es natürlich 5 mV heißen.

MfG

Andreas

PS: ... ist schon etwas eigenartig verfasst das SM ...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 02.Oktober.2009 | 18:02:04 Uhr
So, jetzt nochmal die neuen Frequenzgänge:

Links wieder das Deck1, rechts das Deck2.

1. Wieder die Messungen mit der TDK-SA Kassette

NR = off
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_off.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_off.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_off.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_off.jpg)

NR = -9dB
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_-9dB.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_-9dB.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_-9dB.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_-9dB.jpg)

NR = High-Com
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_HC.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_TDK-SA_NR_HC.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_HC.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_TDK-SA_NR_HC.jpg)

2. Die Messungen mit der Kaufland CX-90 Kassette

NR = off
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg)

NR = -9dB
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_-9dB.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_-9dB.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_-9dB.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_-9dB.jpg)

NR = High-Com
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_HC.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_HC.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_HC.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_HC.jpg)

NR = off, BIAS auf min
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_min.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_min.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_min.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_min.jpg)

NR = off, BIAS auf max
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_max.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_max.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_max.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck2_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_BIAS_max.jpg)
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 02.Oktober.2009 | 18:09:45 Uhr
.. da wird´s aber Zeit den Dolby - Kreis abzugleichen  :_55_:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Freitag, 02.Oktober.2009 | 18:42:55 Uhr
.. da wird´s aber Zeit den Dolby - Kreis abzugleichen  :_55_:.

Welchen Dolbyabgleich?
Das HighCom Eumig hat doch nur Wiedergabedolby, passt also.

Für mich sieht das jetzt alles gut aus.

Gruß Ulrich
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 02.Oktober.2009 | 18:46:13 Uhr
.. da wird´s aber Zeit den Dolby - Kreis abzugleichen  :_55_:.

Nix gibt's ... dat Dingens hat nämlich kein Dolby  :_rofl_: - die Delle muß so sein  :shok: .

Hintergrund ist, daß das FL-1000 in der High-Com Version keinen echten Dolbykreis hat, sondern nur diese -9dB Absenkung zum abspielen "dolbysierter" Kassetten (wie das in BDA heißt).

Diese Absenkung soll einfach nur die Anhebung kompensieren, die man erhalten würde, wenn man eine MC mit Dolby B abspielen würde - also sozusagen spiegelbildlicher Frequenzgang.

Um diese Funktion korrekt testen zu können, bräuchte man ein Kassette auf der der F-Gang mit Dolby aufgenommen wurde.
Bei der Wiedergabe würde das FL-1000 dann die Anhebung um -9dB korrigieren und es müßte sich wieder ein annähernd linearer F-Gang ergeben.

Daß das nur in der Theorie paßt, hört man beim abspielen von Dolby MC's auf der 1000'er HC Version mit -9dB Einstellung:
Klingt erbärmlich höhenkastriert  :_thumbdown_:

Das ist aber bekannt, weswegen man sich - wenn man Wert drauf legt - ggf. besser die Dolby-Variante anschafft.
Mich stört's nicht, weil meine Dolby MC's eh schon einen gewissen Höhenverlust aufweisen und ich die auch in anderen Decks mittlerweile ohne Dolby abspiele.

Nochmal zu den obigen F-Gängen, was mir dazu auffällt, bzw. fraglich ist:

1.) Interessant ist ja, daß beide Decks annähernd gleich laufen.
Die F-Gänge bei NR off sehen für mich ok aus.
Ich sehe da deswegen eigentlich erst mal keinen Bedarf etwas abzugleichen, oder ?

2.) Die billige Kaufland Kassette 99Ct/St. schlägt sich im Vergleich zur TDK-SA da doch recht wacker.
Die TDK bringt da nur rund 2dB mehr Pegel und einen etwas glatteren F-Gang.

3.) Was mich wundert ist lediglich, daß bei beiden Decks der rechte Kanal ~ 2dB schwächer ausfällt.
Ich kann da eigentlich nicht an ein Einstellnugsproblem glauben, weil's eben auf bedien Decks ist.
Andrerseits kann ich's mir aber auch nicht erklären  .,a015
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 02.Oktober.2009 | 19:03:12 Uhr
Welchen Dolbyabgleich?
Das HighCom Eumig hat doch nur Wiedergabedolby, passt also.
...

@ Matthias & Ulrich:  :_sorry: "NR = -9dB" - Das vergess´ ich leider immer wieder da nicht so gängig  :give_rose:.
Wie schon vom Matthes festgestellt ist der FG o. "Dolby" doch recht ausgewogen bzw. OK  :__y_e_s:.

Tja - in so einer Billigkassette muss nicht zwingend immer auch ein Billigband drin sein - ich denke das viele Hersteller (so Viele gab´s ja nun wirklich nicht) ihre Senkel auch unter anderem Brand in den Handel gebracht haben wie Es heutzutage verstärkt mit allem Möglichem genacht wird  .,a015.

Bleibt die kuriose identische Pegeldifferenz von 2 dB an beiden Decks  .,a015 ...
Das müsste man mit einer relativ frischen Bezugskassette nachprüfen um auf mögliche Ursachen zu schließen.

Mach doch bitte eventuell später nochmal so eine FG - Schrieb mit den von mir weiter Oben angegebenen ca. 5 mV - Einganhsspannung = - 26 dB (Kanaldifferenzen mit Balanceregler ausgleichen); welche ja laut SM empfohlen / vorgesehen werden / sind  :give_rose:.

MfG

Andreas

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 02.Oktober.2009 | 19:23:14 Uhr
Wie schon vom Matthes festgestellt ist der FG o. "Dolby" doch recht ausgewogen bzw. OK  :__y_e_s:.
Gelle  :_good_: - und das bei beiden Decks nach zig Jahren  :grinser:
Ich vermute nicht, daß da mal einer was gemacht hat, weil beide derart verstaubt waren als sie ankamen und nirgends "Wischspuren" im Staub zu sehen waren.
Ich meine, das spricht doch auch für sich, wenn nach so langer Zeit die Einstellung immer noch stimmt  :-handshake:

Tja - in so einer Billigkassette muss nicht zwingend immer auch ein Billigband drin sein - ich denke das viele Hersteller (so Viele gab´s ja nun wirklich nicht) ihre Senkel auch unter anderem Brand in den Handel gebracht haben wie Es heutzutage verstärkt mit allem Möglichem genacht wird  .,a015.
Sowas hatte ich vermutet, als ich die MC's im Kaufland mal mitnahm - an Qualität glauben konnte ich aber dennoch nicht.
Wenn man aber mal bedenkt: So viele Bandhersteller wie früher gibt's ja nun auch nicht mehr und schon gar nicht für Cro" Band.
Kann also daher schon gut sein, daß das Band aus einer renomierten Schmiede stammt.
Die F-Gänge oben sprechen mMn dafür.

Bleibt die kuriose identische Pegeldifferenz von 2 dB an beiden Decks  .,a015 ...
Das müsste man mit einer relativ frischen Bezugskassette nachprüfen um auf mögliche Ursachen zu schließen.
Jepp, vlt. spielt Jürgen auf die Kassetten, die er schicken will, noch einen F-Gang Teil drauf ?

Mach doch bitte eventuell später nochmal so eine FG - Schrieb mit den von mir weiter Oben angegebenen ca. 5 mV - Einganhsspannung = - 26 dB (Kanaldifferenzen mit Balanceregler ausgleichen); welche ja laut SM empfohlen / vorgesehen werden / sind  :give_rose:.
Mach' ich...  :drinks:
Btw.: Vorband-Kanaldifferenzen hatte ich auch bei obigen Messungen mit dem Aussteuerungsregler ausgeglichen, allerdings hat die Anzeige am Gerät keine so gute Auflösung, als daß man da 2dB wirklich ablesen könnte.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 02.Oktober.2009 | 19:33:07 Uhr
 :drinks:
Auf die Anzeigen meiner Decks gebe ich bei Messungen Nichts - da schaue ich immer auf´s MVM und nutze den dafür vorgesehenen Balanceregler (Habe bei m. Decks lediglich Eines wo die Kanalbalance in der Mittenposition stimmt - bei den Anderen Unterschiede bis knapp 2 dB  :flööt:).
Ja - schreib´ den Jürgen mal an bzw.  ;0009 ob er da Was zur überschlägigen Überprüfung "basteln" kann  :__y_e_s:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Freitag, 02.Oktober.2009 | 20:05:39 Uhr
Hi Andreas,

bevor geschrieben hast war der Jürgen am ;0009
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 02.Oktober.2009 | 20:14:59 Uhr
...

"Mahlzeit", Jürgen  :_hi_hi_:.
Ist ja teilweise wie Telepathie hier  :flööt: ...
Davon ab könnte man den FG auch via "Induktionsschleife" bzw. das Einspeisen entsprechender Frequenzen / Pegel damit am TK überprüfen - Das wäre dann aber eine andere "Baustelle" (zu Der ich mal den Pit "anfunken" müsste  :__y_e_s:).

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 02.Oktober.2009 | 21:57:16 Uhr
Andreas, der Jürgen lauscht gespannt auch hier mit, hat meinen kleinen Nebensatz flux aufgeschnappt (wir hatten gerade miteinander  ;0009) und macht 'ne passende Kassette  :give_rose:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 03.Oktober.2009 | 04:08:16 Uhr
Andreas, ...

Guten Morgen zusammen  :_hi_hi_:.
 :shok:... und noch kein Kaffee fertig ...  :_55_: - OK, etwas früh für die Meisten  :_sorry:.

Jepp - hatte Das schon vernommen kurz nach m. Post  :_good_:.
Dann geht´ ja in die "Abschlussrunde"  .,a095.

MG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 03.Oktober.2009 | 15:40:26 Uhr
Dann geht´ ja in die "Abschlussrunde"  .,a095.
Fast...
Ich muß noch den Gummi vom Capstanantrieb ersetzen, dann wären die beiden Eumigs soweit fertig.

Abgleichen werde ich daran erst mal nichts. Die F-Gänge sehen mir so gut aus, daß ich da erst mal keinen Bedarf sehe.

Sobald die Kassetten von Jürgen da sind, wird erst mal das brasilianische Gradiente abgeglichen - als Übung.
Da kommt sicher noch der eine oder andere Fehler (den man machen kann) hoch.
Soweit habe ich das nun mit den F-Gang-Messungen gelernt  .,a095
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 03.Oktober.2009 | 15:51:36 Uhr
Noch was:

Die 2dB Abweichung lassen sich nun ganz einfach erklären:

Auf die Anzeigen meiner Decks gebe ich bei Messungen Nichts - da schaue ich immer auf´s MVM und nutze den dafür vorgesehenen Balanceregler

Genau das war der Punkt.
Das Vorbandsignal am Ausgang geht ja auch über die Aussteuerungspotis und die haben einfach einen Gangfehler von ca. 2dB zueinander.
Wenn man also vor der Messung zunächst 400Hz bei -20dB einspeist, das MVM anschließt und dann Vorband mit den Aussteuerungspotis beide Kanäle auf -20dB am Ausgang abgleicht, dann ist diese 2dB Differenz nachher im F-Gang weg.

Hier mal zum Vergleich:
- Links die alte Messung (Kaufland Kassette und NR = off) ohne diesen Kanalabgleich
- Rechts die neue Messung (Kaufland Kassette und NR = off) mit diesem Kanalabgleich

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGangV2_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_L&R_Vorband_ausgeglichen.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FreqGang_Deck1_-20dB_Kaufland-CX_NR_off_L&R_Vorband_ausgeglichen.jpg)

Der 2dB Kanalunterschied ist nun also weg.
Ich habe das am anderen Deck auch noch probiert, mit gleichem Ergebnis.

Die Messung bei 50mV werde ich mir dann sparen, ich denke das bringt nichts neues.

Fazit: Die Potis sind vlt. nicht optimal, aber aufnahmetechnisch sind beide Decks zumindest bzgl. Kanalunterschieden iO.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 03.Oktober.2009 | 17:01:12 Uhr
... und wieder bei der Arbeit, der Matthes  :_good_:.
Na Das sieht doch nun wirklich sehr gut aus  :__y_e_s: .,a095 :_yahoo_: - Was möchte man da mehr.
Die Messung bei 50 mV kannst du Dir wirklich sparen -> wenn dann nimmste 5 mV  :_tease:  :_55_:.

Das Gradient wird bestimmt nach einem richtigem Grundabgleich auch wieder zaubern, warum auch nicht - nd dann kannst du dich entspannt zurück lehnen und das Deck mit Kassetten "quälen" (So wie ich gerade ein "TR - 575" mit zwei 90ern bestückt habe und den Kopfhörerausgang in den nächsten drei Std. "zum Wahnsinn" treibe - und m.Ohren  :flööt:; aber die neuen Riemen müssen ja "eingefahren" werden  ;0008).

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 03.Oktober.2009 | 21:28:29 Uhr
... und wieder bei der Arbeit, der Matthes  :_good_:.
Wir hatten Do und Fr "finanzkriesenbedinkte" Schließtage in der Firma, da blieb mal richtig Zeit wieder was zu tun.
Trotz aller Erleichterung durch die SW, sind diese F-Gang Messungen doch recht zeitintensiv  :_thumbdown_:

Was möchte man da mehr.
Ich nix mehr - aber DU - nämlich auch einen Eumel  :_hi_hi_:

wenn dann nimmste 5 mV  :_tease:  :_55_:.
Also elektrostatische Mückenfürze messen  :_yahoo_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 03.Oktober.2009 | 22:20:30 Uhr
...aber DU - nämlich auch einen Eumel  :_hi_hi_:
Also elektrostatische Mückenfürze messen  :_yahoo_:

 :_rofl_: - Der ist Gut  :_good_:.

 .,a015 Jepp - ich "befürchte" das ich bald "Dran" bin  :flööt: ...

Aber warum sind FG - Messungen zeitintensiv  .,a015 - da die Kanäle sich bei gleichzeitigen Messdurchläufen immer etwas gegenseitig beeinflussen (HF - Strom in den Kopfpaketen etc.) und deshalb im optimalstem Fall (Aber natürlich etwas praxisfremd) nacheinander angegangen werden dauert Es halt Alles in Allem so ca. 20 Minuten, inkl. Vorbereitungen  :zwinker: - da würde ich jetzt nicht wirklich von zeitaufwendig sprechen wollen.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 04.Oktober.2009 | 17:56:08 Uhr
Aber warum sind FG - Messungen zeitintensiv
(a) weil ich mir auf dei Fahne geschrieben habe im ersten Durchlauf alle 8 FG's einheitlich und auf beiden Decks zu messen (=16 Messungen) um eine verläßliche Ausgangsbasis für alles weitere zu haben.
(b) weil mir er Audio-Tester auf meinem Win98 Rechner immer wieder abkackt und die Kiste neu gebootet werden müssen, dann die Pegel nicht mehr stimmen ....
 .,35
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Sonntag, 04.Oktober.2009 | 18:11:34 Uhr
...auf meinem Win98 Rechner immer wieder abkackt und die Kiste neu gebootet werden müssen, dann die Pegel nicht mehr stimmen ....
 .,35

Hast Du m. PN nicht bekommen - bei m. Vorschlag wärst Du diese Sorge los  :flööt:. :zwinker:.

MfG

Andreas

PS: Du bist ja noch pingeliger als Ich  :give_rose:.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 04.Oktober.2009 | 18:41:53 Uhr
Doch, hab's PN'le bekommen, aber ich will kein XP auf meinem PC, wenn sich's vermeiden läßt ....  :_good_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Sonntag, 04.Oktober.2009 | 19:25:26 Uhr
...

Okay  :_sorry: - hab´ aber d. Antwort schon gelesen :zwinker:.
Dann bin ich mal gespannt auf die Lösung des "Problems" durch d. Autor ...
Alles wird gut  :_good_:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 04.Oktober.2009 | 21:02:45 Uhr
Hi Kuni,

was spricht dagegen XP auf eine zweite Partition oder Festplatte auszuspielen, dann kanst Du entscheiden mit welchem System der Rechner bootet. Mache ich beim Bürorechner auch so.... da läuft eine FP sogar nur unter DOS 6.22    .,d040
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 08.Oktober.2009 | 21:04:52 Uhr
So Leute,

wie schon erwähnt hier nun die Bilder der vorerst letzten mechansichen Aktion am Eumig #1:

Die Operation am offenen Herzen, sprich Erneuerung des Antriebsgummis am Capstan.

Hier zunächst einmal die Vorderseite der Capstan-Achse:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Welle_vorne_gereinigt.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Welle_vorne_gereinigt.jpg)
Wie man sieht keinerlei Einlaufspuren (der kleine Ring am Alu, der nach "Abrieb" aussieht, ist nur eine Spiegelung).

Hier dann der alte Gummi nachdem ich ihn heraus gerupft hatte:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Gummi_alt_Lauffl%C3%A4che.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Gummi_alt_Lauffl%C3%A4che.jpg)

und von der Innenseite:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Gummi_alt_innen.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Gummi_alt_innen.jpg)

Die nackte Aluscheibe nach entfernen des Gummis:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Welle_ohne_Gummi.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Welle_ohne_Gummi.jpg)

Und der Wiederaufbau mittels zweier, mit Uhu+ übereinander geklebter, Riemen (Gummi-Meyer Artikel-Nr. 27004 D=28,0 x 0,80 x 5,00 mm).

Hier der erste Riemen drauf:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Welle_mit_neu_Gummi1.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Welle_mit_neu_Gummi1.jpg)

und der zweite Riemen drüber:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Welle_mit_neu_Gummi2_Stirnseite.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Welle_mit_neu_Gummi2_Stirnseite.jpg)

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Welle_mit_neu_Gummi2_Laufseite.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Welle_mit_neu_Gummi2_Laufseite.jpg)

Leichte Unrundheiten sind kein Problem, da die Geschwindigkeitsregelung das ausgleicht.

Obacht nur mit der darüber liegenden Tachoscheibe, hier hinten das "graue Dingens"
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Welle_hinten.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Welle_hinten.jpg)

Die sollte mit Vorsicht behandelt werden, weil davon die ganze Regelung abhängt.

Ich hätte es mir hier ja beinahe versaut, weil ich beim Zusammenbauen nach dem Kleben die Scheibe mit den Fingern gepackt habe.
Dabei hatte ich noch etwas nicht abgetrockneten Kleber an den Fingern, was natürlich sofort einen Abdruck ergab.
Gott sei Dank  .,d040 hatte ich sie in der Mitte gegriffen und nicht dort, wo die Striche sind ....  .,a020
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 09.Oktober.2009 | 18:12:40 Uhr
Hi zusammen,

es ist für mich ja immer wieder interessant, was man alles so zwischen den Zeilen eines Datenblatts oder SM's herauslesen kann.
Ich hatte z.B. neulich Andreas gefragt, wie er denn eigentlich daurauf kam, daß der F-Gang des Eumig bei -26dB gemessen werden sollte.

Evtl. ist das ja von allgemeiner Bedeutung, weßhalb ich die PN Diskussion gerne hier fortführen möchte (ich hoffe Andreas spielt mit ;-):

Zitat von: AndreasTV
Was wird als Eingangsempfindlichkeit angegeben   => 100 mV an 100 kOhm .
Das ergibt im Normalfall eine Ausgangsspannung von 0,775 V = 0 dB.

Könntest Du diese Umrechnung "Eingang mV @ kOhm -> Ausgang mV = dB" etwas erläutern ?

Zitat von: AndreasTV
Das Gerät benötigt eigentlich eine Bezugskassette "MB III" - Das könnte noch eien 160 nWb / m - Kassette sein

Das erschließt sich einem aber nicht wirklich, oder ?
Steht "MB III" für eine irgendwie erklärbare Abkürzung, oder woher kommt Deine Vermutung mit den 160nWb/m ?

Zitat von: AndreasTV
Die Spannungen für den Wiedergabefrequenzgang sind mit - 26 dB unter Bezugspegel angegeben im SM.
Ergo:Vollaussteuerung -> 0,775 V -> - 26 dB = 38,75 mV für die Frequenzgangmessung ->
Ue = Ua = 38 mV (Die paar Millivolt ...).
Diese Daten stehen einmal sofort bei den technischen Daten am Anfang sowie bei den Beschreibungen etwas weiter bei den Messkassettenbeschreibungen  .

Ok, hab's gefunden:
(a) SM "Technische Daten": Line-Out (fix) 775mV / 0dB / 100Ohm
(b) SM Abgleichanleitung S.4: Für CrO2 333Hz -26dB
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 10.Oktober.2009 | 07:00:34 Uhr
Guten Morgen, "Kuni" / Forenten  :drinks:.
Gestern hatte ich nur morgens kurz hier rein geschaut  :_sorry: - und natürlich "spiele" ich hier gerne mit :zwinker:.

Also zu Deienr ersten Frage -> DA muss Nichts ungerechnet werden da einfach die Eingangsempfindlichkeit für Vollaussteuerung (0 dB ) nebst Eingangswiderstand am Line In angegeben ist im SM; bei mir hier wäre Es beispielsweise 100 mV / 47 kOhm für 0 dB.

Die Bezeichnung "MB III" im SM wird sich auf eine "firmeneigene" Bezeichnung für die Bezugskassette beziehen - so wie bei mir "CZFFCM" oder bei Sony "P - 4 - L300" ... ; und zu der Zeit wurden teilweise eben auf 160 oder aber 200 nWb / m abgeglichen, wobei +2 dB eigentlich von jeder Schaltung zu bewerkstelligen sein sollten  :flööt: - probiere Es also ruhig sofort mit einer Einstellung entsprechend 200 nWb / m.

Die Aufstellung bezüglich der zu verwendenden Messkassetten hast Du ja gefunden  .,70 - also erübrigt sich da eine Erklärung ...

So - das SM habe ich erstmal von diesem dafür wenig geeignetem TIF - Format in ein PDF gewandelt.
Bis später - jetzt werd´ ich erstmal einkaufen (Ja - der erste Laden öffnet um 7:00 Uhr  :_good_:).

MfG

Andreas



Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 10.Oktober.2009 | 09:28:13 Uhr
Edit zu Der von "Kuni" geposteten Passage ->
Ue = Ua natürlich nicht 38,75 mV => Das ist die Ausgangsspannung der 0,775 V - 26 dB.
Die Eingangsspannung für den FG muss natürlich Ue / Vollaussteuerung ( 100 mV) minus 26 dB sein = 5 mV  :give_rose: ...

Bei den ganzen dBs kommt man ja in´s Schleudern  :_sorry:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 12.Oktober.2009 | 10:46:26 Uhr
Moin Andreas,

die eingangs- und ausgangsseitigen Spannungsverhältnisse für 0dB und -26dB sind mir jetzt klar geworden - Danke  :_good_:

Die Bezeichnung "MB III" im SM wird sich auf eine "firmeneigene" Bezeichnung für die Bezugskassette beziehen
Jepp, genau das hatte ich auch vermutet...

und zu der Zeit wurden teilweise eben auf 160 oder aber 200 nWb / m abgeglichen
... und genau diese Folgerung erschließt sich ja nun so nicht aus dem SM.
Soll heißen man kann die geforderten Bandflüße letzten Endes aus dem Eumig SM nirgends ablesen/berechnen, sondern Du vermutest sie bei 160 bzw. 200nWb/m.

Muß ja nicht schlimm sein, ich hatte mich nur gefragt, wie Du aus dem SM Daten den Bandfluß rückgerechnet hast.
Du hattest ihn aber vermutlich nicht gerechnet, sondern den typ. Wert anhand des Baujahrs zu Grunde gelegt.
Das war mein Verständnisproblem....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Montag, 12.Oktober.2009 | 13:49:15 Uhr
Hallialöle zusammen  .,a020 .. (Spaß muss sein  ;0001).

Matthias: Richtig - den Bezugspegel hatte ich vermutet aufgrund des Herstellungsjahres; obwohl das nicht zwingend Was heissen muß, da z. Bspl. die Japaner gerne anders einpegeln als der gemeine Europäer zu der Zeit  raucher01.

Pegel das Deck ruhig auf 200 nWb / m ein - Das packt der HF - Oszillator schon  :drinks: :_good_:; Was ja auch den "Vorteil" hat das auf diesem Gerät aufgenommene Kassetten dann auf einem "160 nWb / m _ Deck" trotz Dolby dann etwas höhenbetonter klingen - umgekehrt (160 nWb / m aufgenommen und auf einer "200 nWb / m - Maschine" aufgenommene Kassetten klingen natürlich etwas dumpf da der Dolbykreis ja bei den niedrigeren Signalpegeln auch entsprechend stärker "zurückfährt").

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 12.Oktober.2009 | 18:32:32 Uhr
Alles klar Andreas, da ist die Welt jetzt wieder in Ordnung für mich  :_good_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Montag, 12.Oktober.2009 | 19:11:28 Uhr
Alles klar Andreas, da ist die Welt jetzt wieder in Ordnung für mich  :_good_:

´n Abend  :_hi_hi_:.
Das freut mich - bei mir hier hab´ ich allerdings seit vorhin wieder "Gewitter" mit ein paar Decks -> Trotz Verwendung der gleichen Bezugskassette sind die Kassetten nicht austausbar, dolbyrisiert schon mal garnicht  ;0006 ...; da muss ich gleich mal schauen in welche Kategorie ich Das reinsetze  .,a015.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 14.Oktober.2009 | 00:05:14 Uhr
'n Abend Männers,

die neuen Referenz-MC's durften sich gerade eben mal am Eumig Deck1 beweisen.

Hier der Wiedergabe F-Gang mit der CrO2:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Deck1_FGang_RefKass_Cr.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Deck1_FGang_RefKass_Cr.jpg)

So wie das aussieht, gibt's da doch noch was zu tun:
Ziemliche Delle zwischen 4-8kHz um ~4dB  ;0003 oder ist sowas in Toleranz ?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 14.Oktober.2009 | 00:52:39 Uhr
Hi Matthias,

das sieht doch garnicht so schlecht aus, wie Du meinst......
Zu dieser Zeit des µ1000PC war es nicht möglich mehr heraus zu holen..... Ich kenne nicht die Spezifikationen des Eumig (stehen im SM), aber im Vergleich dazu das Tandberg TCD-330 (auch aus dieser Zeit) bennent den FrQ auch mit ±3 dB im Bereich von 20-20.000 Hz (immer bezogen auf 1KHz) ..... und dann sieht's doch recht normal aus.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 14.Oktober.2009 | 04:57:18 Uhr
... ihr verwirrt mich, Männers  .,a015 ...

Guten Morgen erstmal  :_hi_hi_: :drinks:.
Dem Wiedergabefrequenzgang wird üblicherweise die Wiedergabe der 315 Hz zugrunde gelegt ( 1 kHz nur bei wenigen Fabrikaten wie z. Bspl. Teac?), der FG bei Eigenaufnahmen dagegen auf die 1 kHz (Hat wohl mit der "Bandgeschwindigkeit zu tun  .,a015) ->
Sie Messkassetteninhalt im Eumig - SM, dort sind´s die seinerzeit noch üblichen 333 Hz :zwinker:.
Ansonsten hat Jürgen völlig recht: Der Wiedergabe - FG ist besser als die erlaubte Toleranz von + / - 3 dB.

Aber: Wurde zuvor schon der Wiedergabepegel abgeglichen?
Denn -> Kaum vorstellbar das die Geräteempfindlichkeit derart "niedrig" ist - um die - 4 dB bei 315 Hz  .,a015 ...

Aber wie schon geschrieben ist der FG an sich doch eigentlich noch sehr gut für "die alte Dame"  :__y_e_s:
.,a095.

EDIT: ... grade mal schnell einen Blick in´s SM geworfen -> Laut Serviceschrift wird bei der Eumig auf beim Aufnahme - FG (Eigenaufnahme) 315 Hz (Original 333 Hz) als Bezugsfrequenz genommen und nicht die ansonsten üblichen 1 kHz =>
Ferro: Insgesamt 4 dB im Bereich von 40 Hz bis 16 kHz, bei Chrom bei 18 kHz + 1,5 dB / - 2,5 dB (Einzustellen mit der Equalisation); auf den entsprechenden Seiten unten Rechts steht wohl "3" bzw. "4" für die Seiten ...
MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 14.Oktober.2009 | 06:55:44 Uhr
Die Bezugsfrequenz liegt immer deshalb um die 300Hz, damit BIAS-Fehler weitgehend ausgeschlossen werden können.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 14.Oktober.2009 | 07:18:05 Uhr
Die Bezugsfrequenz liegt immer deshalb um die 300Hz, ...

Guten Morgen, André  :_hi_hi_:.
Aber "nur" beim Wiedergabe - FG mit Normkassette - ansonsten beziehen sich merkwürdigerweise fast alle Hersteller beim Eigenaufnahme - Wiedergabe - FG auf 1 kHz; Das hatte ich schon mal in einem anderem Thread "moniert" da mir Das so nicht eingeht bei Kassettengeräten -> Wiedergabe = 315 Hz <-> Aufnahme = 1 kHz  :Frage.
Das wäre eventuell einen eigenen Thread wert.

MfG

Andreas

... kurz weg ...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 14.Oktober.2009 | 10:54:52 Uhr
Hi zusammen,

das sieht doch garnicht so schlecht aus, wie Du meinst......
.... Ich kenne nicht die Spezifikationen des Eumig (stehen im SM) ....

Stimmt, das kam mir gestern abend auch noch in den Sinn - immer auch mal die Spec zu Rate ziehen, was denn sein darf.
SM (techn. Daten) sagt bei CrO2: +/- 3dB im Bereich 30Hz - 20kHz

Ich war eigentlich bisher immer der Meinung, daß es bei F-Gang Angaben keine Bezugsfrequenz gäbe, sondern über den angegebenen F-Bereich (hier eben 30Hz - 20kHz) der "Schlauch" zwischen Min- und Max-Wert - in diesem Fall - 6dB sein darf.
Strenger genommen (wenn man die -26dB des Eumigs noch mit einrechnet) dürfte der F-Gang im Bereich 30Hz - 20kHz den Max-Wert von -23dB nicht überschreiten und den Min-Wert von -29dB nicht unterschreiten.

Liege ich da falsch ?

Damit läge der oben gemessene F-Gang dann absolut innerhalb der Spec.

Aber: Wurde zuvor schon der Wiedergabepegel abgeglichen?

Nein, wurde er nicht.
Ich wollte (a) nur mal testen, ob ich die manuelle F-Gang-Messung gebacken bekomme und (b) einfach mal prüfen, ob an dem Deck überhaupt was zu tun wäre.

Denn -> Kaum vorstellbar das die Geräteempfindlichkeit derart "niedrig" ist - um die - 4 dB bei 315 Hz  .,a015 ...

Genau. Das müßte ich mir ggf. nochmal genauer anschauen...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 14.Oktober.2009 | 11:08:19 Uhr
Hallo  :_hi_hi_:.
Aber klar doch -> Dein Deck liegt aber sowas von in den Specs  :__y_e_s: :_good_:.

Dieser "Schlauch" im Toleranzfeld nach DIN gilt nur in einem begrenztem Bereich bis - 6 dB, sind das Vordere u. hintere "Ende; die "Trennferequenzen" habe ich grade nicht im Kopf  :_sorry:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 14.Oktober.2009 | 14:29:24 Uhr
Dieser "Schlauch" im Toleranzfeld nach DIN gilt nur in einem begrenztem Bereich bis - 6 dB

Na ja, DIN hin oder her .... ich würde mich da nun mal ganz platt an die technischen Daten halten.
Wenn da also steht: Für Cr  +/- 3dB im Bereich 30Hz - 20kHz
.. dann würde ich meinen, daß das Deck mindestens die Herstellerangabe erfüllen können müßte, also in dem F-Bereich alles innerhalb eines 6dB "Schlauchs" liegt.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 14.Oktober.2009 | 17:17:50 Uhr
Horrido  :_hi_hi_:.
Da würde ich mir keine großen Gedanken machen, da an den Decks so wohl noch Nie gewerkelt wurde und die Werte so schon / noch OK sind dürfte das optimale Einstellen gut von der Hand gehen  :__y_e_s:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 15.Oktober.2009 | 12:26:59 Uhr
Hi zusammen,

um eine Überlegung mal zu zitieren...

Mal angenommen, ein Deck sei bei 200nWb/m auf 775mV bei 0dB (ideal) eingestellt, dann entsprechen -20dB = 77,5mV.
Entzerrung und Pipapo sei alles optimal.
Wenn dann der F-Gang gemessen wird, mit dem Frequenzgangteil einer 200nWb/m Referenzkassette, dann würde sich wieder 77,5mV ergeben, also ein linearer F-Gang auf der -20dB Linie.

Wenn man nun die F-Gang-Messung wiederholen würde, mit einer 250nWb/m Referenzkassette, dann wäre die gemessene Spannung um Faktor 1,25 höher, läge also bei 96,8mV. Ergebnis wäre dann ein linearer F-Gang auf der ~ -18dB Linie.

... und nun etwas weiter zu spinnen:
Der gemessenen F-Gang mit der CrO2 250nWb/m Kassette liegt ja ca. 4dB zu tief.
Wenn man mal annimmt, daß das Eumig mit 200nWb/m eingemessen gehört, dann liegt somit der F-Gang nochmal um 2dB zu hoch, würde sich also mit einer 200nWb/m F-Gang-Kassette irgendwo bei -6dB wiederfinden, ganz zu schweigen wo die Kurve liegt, wenn das Deck mit 160nWb/m eingemessen wurde.

Da scheint dann wohl doch was im Argen zu liegen  ;0003

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Donnerstag, 15.Oktober.2009 | 12:46:17 Uhr
 .,a015 ... über diesen Post muss ich erstmal sinnieren gleich  :_sorry: ...

Stell doch einfach die Wiedergabe entsprechend 200 nWb / m ein und dann schauen wir Alle in Ruhe weiter Was sich ergibt  .,013.
Bei einer nötigen Anhebung der Wiedergabeverstärkung wird
1. der Wiedergabe - FG auf normale "Höhen" - im Sinne von Pegeln - kommen und
2. wird nach dann zu erfolgenden Aufnahmepegeleinstellung / - entzerrung auch dieser FG in normale Spähren steigen :zwinker:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: PhonoMax am Donnerstag, 15.Oktober.2009 | 22:30:42 Uhr
Lieber Kuni,

Andreas' Ratschlag solltest du beherzigen, denn in Abhängigkeit von irgendwelchen Pegeln "250 oder 200 nWb/m" wird sich dein '2-kHz-Kleiderbügel' nicht geradebiegen lassen. (Diesbezüglich würde ich die Schaltung examinieren, ob da von Eumigs Korrekturglieder vorgesehen sind. Wenn nicht, wäre vielleicht die Beschäftigung mit der Entzerrung angebracht.)

Sieht man sich die Daten und Ambitionen des Eumig-FL-1000 an, sollte man eine Vollaussteuerung von 250 nWb/m gar nicht erst diskutieren. Der Klirrfaktor gerät bei 250 nWb/m hörbar zu hoch, weil man ja doch immer wieder mit leichtem Überschreiten der 0 dB-Marke beim Aussteuerungsmesser rechnen muss und sollte. Ich weiß zwar nicht, welche Integrationszeit die Pegelmesseinrichtung des Eumig besitzt, möchte aber annehmen, dass das um die 10 ms sein werden. Wenn du das genauer überprüfen möchtest, solltest du meine einschlägigen Prüfdateien verwenden.

Bei einer Elektronik wie der des Eumig gibt es nicht den richtigen und falschen Pegel einer Aussteuerung, sondern nur eine sachbezogene Entscheidung entlang der qualitativen Möglichkeiten des Gerätes. Nachdem hier HighCom oder -vor allem- Dolby Verwending finden, das FL-1000 "Studioqualität" vorstellen will, sollte man mit Bandsättigungen zurückhaltend sein, also in jedem Falle die angezeigte Vollaussteuerung mit 200 nWb/m korrelieren lassen. Darüber hinausgehen kann man dann im praktischen Betrieb durch kalkuliertes Überschreiten der 0-dB-Marke am Aussteuerungsmesser immer noch.


Nun aber zum Pegelproblem:
Woher stammt deine Bezugscassette? Ist der Frequenzgangteil wirklich mit -20 dB auf 200 nWb/m aufgenommen? Von Eumig waren weiland offenbar -das besagt die Serviceanleitungstabelle auf S. "Werkzeuge-Tools-Outils"- Cassetten erhältlich, die Frequenzgangprüfungsabschnitte enthielten, die mit -26 dB auf eine nicht angegebene Vollaussteuerung ausgesteuert waren. Solltest du solch eine Cassette verwenden, wäre das obige Ergebnis (hinsichtlich des Absolutpegels bei 1 kHz) normal. Die Abweichungen lägen auch weitestgehend in der von Eumig auf ± 3 dB eingeengten Frequenzgangspezifikation, deren Achse je nach Norm 315/330, 400 Hz oder 1 kHz sein kann.

Ist die VA eines Gerätes bei 200 nWb/m so eingerichtet, dass am Nf-Ausgang 0,775 V (mit der Anzeige "0 dB" korrelierend) anstehen, so liegt bei wiedergabe eines 250 nWb/m-Bezugsbandes der Ausgangspegel um 1,9 dB höher, also bei 0,97 V; genauso, wie du das oben schreibst. Sollte der Frequenzgangteil dieses 250 nWb/m-Bandes mit -20 dB ausgesteuert sein, müsste der natürlich im Pegel bei 97 mV liegen. -26 dB entsprächen dann zwangsläufig gut 48 mV.

Würde das Gerät so eingerichtet, dass 250 nWb/m mit einer Aussteuerungsanzeige von "0 dB" und einer Ausgangsspannung von 0,775 V korrelieren, so fällt die Ausgangsspannung bei Wiedergabe eines 200-nWb/m-Bandes um die besagten 1,9 dB auf 620 mV (bzw. auf 62 mV bei Wiedergabe eines -20-dB-Frequenzgangteiles).

Nachdem aber selbst Dolby-Bezugsbänder allerorten auf 200 nWb/m gründen, würde ich in Richtung 250 nWb/m keinerlei Gedanken mehr veschwenden, sondern schön auf 200 nWb/m entsprechend VA-Anzeige "O dB" abgleichen. Übrigens spricht auch die Einmessanleitung der Eumigs (in meiner PDF-Version auf S. 102) dafür, die VA-0-dB-Anzeige (Nennpegel) bei 200 nWb/m anzusiedeln, weil bei Chromband die definitive Vollaussteuerung (von Eumig klassisch mit K3= 3% definiert) auf ca. +3 dB und bei Eisenoxidband auf ca. + 6 dB über 0-dB-Anzeige spezifiziert wird.
Auf der Basis von 250 nWb/m wären diese Werte bei einem 4,75-cm/s-Cassettenrecorder prinzipiell nicht mehr einzuhalten.


Hans-Joachim
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Donnerstag, 15.Oktober.2009 | 23:15:13 Uhr
Lieber Hans-Joachim, Matthias,

die Krux an der Geschichte ist halt folgende, beide Kassetten, die ich zur Einmessung (-stellung) des Wiedergabeteils an Matthias überlassen konnten arbteiten halt mit 250 nWb/m als Vollaussteuerungsbezug.....

das ist zum Einen eine König BC-41 Bezugsbandkassette für Fe (mit allen zugehörigen Ansagen....) .......

und eine CO² Bandkassette der Emtec selber, die aber nur den Frequenzgangsteil enthält. Leider gibt es bei dieser keine direkten Angaben zum Bezug Vollaussteuerung. somit blieb mir nur übrig, diese Kassette mittels eines frisch eingestellten ASC AS-3001 deren Pegel unter Zurhilfenahme des RTW 1206D zu eruieren und von Andreas gegenmessen zu lassen.
An beiden Decks, meines und des von Andreas, ergab sich der Bezug -20 dB zu Vollaussteuerung = 250 nWb/m. Somit ist, so denke ich der Genauigkeit zunächst einmal Genüge getan.
Die Frequenzen der CO² habe ich mittels Frequenzzählers eruiert....


Meine Vorgehensweise wäre nun die 250 nWb/m der Messkassetten in den für das Eumig gehörigen Bezug, durch Umrechnung, zu setzen und diese als dann zur Justage zu nutzen.

Also zuerst einmal den Playback-Level auf entsprechende Spannung am Ausgang zu bringen..... also auf 0,97 V für die 250 nWb/m..... dabei darauf achten was die "VU-Meter" anzeigen, richtig wären +1,9 dB (ob diese bei der Wiedergabe oder während der Einmessprozedur der Aufnahme justiert werden ist erst mal egal....)
anschließend den Azimuth nach "Azmuthprüfteil" einzustellen....
Zum Schluss den Frequenzgang für Fe zu überprüfen......
Danach dann den Frequenzgang für CO² überprüfen.....

Bei der Einmessung des Aufnahmeteils dann nach Eumigvorschriften weiterarbeiten....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: PhonoMax am Freitag, 16.Oktober.2009 | 11:16:51 Uhr
Lieber Jürgen,
lieber Kuni und werte Mitleser,

grundsätzlich geht natürlich 'alles für jedes', weil man bekanntlich mit einem 185er-Bezugsband ein 320er-Magnetofon hinsichtlich des Bezugspegels ebenso einmessen kann wie ein 514er oder eines von irgendwelchen japanischen Gnaden, das mit einem nochmals anderen Bezugspegel arbeitet (um den Geräuschspannungsabstand zu Lasten des Klirrfaktors in die Höhe zu treiben).


250 nWb/m entsprechen in unserem Falle (Bezugsband EMTEC 250 nWb/m mit Frequenzgangteil bei - 20 dB, also 25 nWb/m) damit definitiv einer Anzeige von + 1,9 dB plus Zeigerbreite, sofern es sich bei der Pegelmesseinrichtung des Eumig FL-1000 Pegel genau um kein VU-Meter handelt, das ja die Situation nochmals um den Vorlauf, also meist sechs dB, kompliziert. Ich habe oben deshalb den Terminus VU-Meter bewusst umschifft und auch noch meine Testsignale ins Spiel gebracht. Nachdem Eumig dem SL-1000 einen Fluoreszenzanzeiger spendiert hat, nehme ich die oben bemühten 10 ms (oder weniger) einmal an, weshalb wir vermutlich keinen Lead zu berücksichtigen haben. Kunis Umsicht lässt allerdings ebenso sicher annehmen, dass er bei seinen diversen Messungen grundsätzlich auf die Verwendung des geräteinternen Anzeigers verzichtet hat.

Ich interpretierte die Fragestellung oben so, dass Kuni sich Gedanken zum Woher seines Messbefundes machte und ob das gegebenenfalls für den Kleiderbügel verantwortlich sei. Zum Woher sagte ich oben noch nichts.
Die -26 dB, an denen sich seine seine Frequenzgangkurve orientiert, deuten auf nach Eumigs Vorgaben realisierte Einmessbedingungen und deren Bezugsband hin, das offenbar auf 200 nWb/m bezogen war, den Frequenzgangteil aber auf -26 dB laufen hatte. Wenn ein Kuni vorausgehender Einmesser nun auf seinem -nicht von Eumig stammenden- Bezugsband einen -20-dB-Frequenzgangteil (20 nWb/m) hatte, den aber auf -26 dB einstellt, käme solch ein Phänomen, aber auch eine saftige Vollaussteuerung (20 nWb/m + 26 dB = 400 nWb/m) zustande. Das sähe man natürlich auch bei der kontrollierenden Wiedergabe des auf dem Bezugsband befindlichen Nennpegeltons, der bei einer solchen Fehlinterpretation eines gegebenen Bezugsbandes auch mit - 6 dB anrollen müsste. Ob das nun so war und dieser weiland Einmesser das nicht ausreichend erkannte, wissen wir nicht. Ich mutmaße lediglich.

Wenn der Aussteuerungsmesser (oder wenn er nicht) zu den VU-Metern gehört, gibt es dabei -wie angedeutet- natürlich auch Verlaufensmöglichkeiten, weshalb man vielleicht einmal schauen sollte, was das Fluoreszenzmeter des Eumig wirklich anstellt. Meine leicht mailversendbaren Dateien (einmal Spitzenspannung und einmal VU) enthalten ihrerseits neben den Pulsen nach DIN auch noch eine Frequenzgang- und eine Umpolfehlerprüfung für den Messgleichrichter, die in einem Aufwasch Klarheit über dessen Qualität und Beschaffenheit (Einweg oder Doppelweggleichrichtung) veschaffen.
Vorsichtig sollte man mit diesen Signalen ebenso wie mit denen der Bezugsbänder im VA-Fall grundsätzlich sein: Es handelt sich um stehende Vollpegelsignale, die Lautsprecher und Ohren gleichermaßen ruinieren können, wenn der Lautstärkesteller nicht ausreichend weit zurückgedreht wird. Ich pflege derlei Messarien grundsätzlich lautlos durchzuführen.


Zum Abschluss noch eine Sache, die zu selten bedacht wird: Spurbreiten und Trennrasen sind beim  Stereocassettenrecorder grosso modo und gleichermaßen jeweils 0,5 mm breit. Das stellt immense Ansprüche an den bzw. die Tonköpfe, die nicht recht zum Billigprodukt Cassettenrecorder passen wollen. Bei einer Abweichung von 0,05 mm in der Spurlage  (übrigens oft genug auch Spurbreite) hat man schon 1 dB Pegelabweichung, zu der Pegelfehler sonstigen Ursprungs noch hinzukommen. Und davon gibt es beim Cassettenrecorder unterhalb der Eumig-Nakamichi-Revox-Ebene so allerhand. Man muss auch die Ansprüche an die ja gängig gewesene Tonkopfmassenfertigung( !!), die kritische Kopfeinstellbarkeit, die Beschaffenheiten der beim Cassettenrecorder ja von Schoenmakers Gnaden beweglichen Tonkopfbrücken denken, was angesichts der obendrein niedrigen Bandgeschwindigkeit einer hochwertigen Reproduktion fast unüberwindliche Hindernisse in den Weg legt und zu Wiedergabefehlern führt, die der Konstrukteur J. Schoenmakers natürlich unzweifelhaft im Blick hatte. Er dachte damals aber an etwas völlig anderes als an HiFi-Wedergaben im heimischen Wohnzimmer.

Hans-Joachim
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Freitag, 16.Oktober.2009 | 12:21:18 Uhr
.. der Hans - Joachim ist wieder da  :_good_:, schön.

Mahlzeit zusammen erstmal  :_hi_hi_:.
Oh ja - diese Testsignale können Einen schon sehr erschrecken so man Oben getätigte Aussagen nicht beherzigt  :flööt:.
Mal abwarten Was Matthias da noch verlautbaren läßt bezüglich der Einmessarbeiten ...

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 19.Oktober.2009 | 19:18:25 Uhr
Hi Hans-Joachim (und alle anderen),

Zitat von: PhonoMax
Andreas' Ratschlag solltest du beherzigen, denn in Abhängigkeit von irgendwelchen Pegeln "250 oder 200 nWb/m" wird sich dein '2-kHz-Kleiderbügel' nicht geradebiegen lassen. (Diesbezüglich würde ich die Schaltung examinieren, ob da von Eumigs Korrekturglieder vorgesehen sind. Wenn nicht, wäre vielleicht die Beschäftigung mit der Entzerrung angebracht.)

Jepp. Wie schon mehrfach gesagt, möchte ich mich bzgl. Einmessen erst mal noch an meinem anderen Deck (dem "Brasilianer") versuchen, bevor ich mir womöglich durch Unachtsamkeit das Eumig vollkommen verkurble. Derweil stelle ich dann z.B. o.g. "Hirnverrenkungen" an...

Zitat von: PhonoMax
Sieht man sich die Daten und Ambitionen des Eumig-FL-1000 an, sollte man eine Vollaussteuerung von 250 nWb/m gar nicht erst diskutieren.

Könntest diese Schlußfolgerungen noch etwas genauer erläutern ?

Zitat von: PhonoMax
... sollte man mit Bandsättigungen zurückhaltend sein, also in jedem Falle die angezeigte Vollaussteuerung mit 200 nWb/m korrelieren lassen.

Darüber waren wir uns ja weitestgehend einig, d.h. das Deck erst mal von 200nWb/m ausgehend einzumessen.
Das deckt sich ja nun auch mit Deiner Überzeugung und werde ich auch so angehen.

Zitat von: PhonoMax
Von Eumig waren weiland offenbar -das besagt die Serviceanleitungstabelle auf S. "Werkzeuge-Tools-Outils"- Cassetten erhältlich, die Frequenzgangprüfungsabschnitte enthielten, die mit -26 dB auf eine nicht angegebene Vollaussteuerung ausgesteuert waren. Solltest du solch eine Cassette verwenden, wäre das obige Ergebnis (hinsichtlich des Absolutpegels bei 1 kHz) normal.

Nein, die originalen Eumig Kassetten habe ich nicht, sondern eben die von Jürgen überlassenen (s.o. -> Jürgens Erläuterungen).
Ich hatte aber vor geraumer Zeit das Glück, einen Kontakt zu einem Eumig Kenner in Wien herstellen zu können.
Den hatte ich dieser Tage mal angeschrieben, ob er da was weis. Er hat daraufhin Kontakt aufgenommen zu einem Ex-Eumig Mitarbeiter, welcher wiederum die FL-1000 Decks mit 250nWb/m einmisst, jedoch die Werte der Eumig'schen Originalkassetten auch nicht kannte.
Zudem bekam ich gesagt, daß die, mit 250nWb/m eingemessenen FL-1000, klanglich top seien.
Ich würde deswegen also mal annehmen, daß die Originale entweder 200 oder tatsächlich sogar 250nWb/m haben, wir aber die 160nWb/m ausschließen können.

Zitat von: PhonoMax
Kunis Umsicht lässt allerdings ebenso sicher annehmen, dass er bei seinen diversen Messungen grundsätzlich auf die Verwendung des geräteinternen Anzeigers verzichtet hat.
Jepp, genau so ist es.
Nachdem ich anfänglich genau hier Fehler gemacht hatte (siehe meine ersten F-Gang-Messungen mit den komischen "Soich"-Kurven, wie man im Schwäbischen sagt), habe ich danach immer alles mittels MVM "geeicht", bzw. überprüft.
Das MVM ist übrigens selbst auch erst vor ca. 6 Monaten kalibriert worden und ich habe es zusätzlich nochmal mit kalibriertem Meßequipment aus der Arbeit gegengeprüft. Von der Seite befinde ich mich mit Sicherheit im grünen Bereich.

Zitat von: PhonoMax
Ich interpretierte die Fragestellung oben so, dass Kuni sich Gedanken zum Woher seines Messbefundes machte und ob das gegebenenfalls für den Kleiderbügel verantwortlich sei.

Nicht ganz.
Die Delle (ich denke das meinst Du mit "Kleiderbügel") rührt sicherlich von einer nicht ganz optimalen EQ Einstellung, läge aber ansonsten auch im +/- 3dB "Schlauch". Das ist eine Sache, auf die ich vor der erneuten Einmessung noch gar nicht abheben will.
Ich hatte mir lediglich Gedanken darüber gemacht, woher die Offsetverschiebung der F-Gang-Kurve nach unten kommen könnte.

Theoretisch, wenn alles passen würde, müßte der F-Gang ja bei -20dB liegen, liegt aber real bei ca. -24dB und das bei einer 250nWb/m Kassette.
Wie das Deck eingemessen ist, ob es mal verstellt wurde - kurz gesagt: Die ganze Historie - kenne ich ja nicht (will also auch gar nicht behaupten, daß heute schon alles passen müßte).

Wenn wir also annehmen, daß das Deck mal mit 200nWb/m eingemessen wurde, dann liegt der F-Gang real eben nochmal um ca. 2dB tiefer und damit um ganze 6dB zu tief (dann bei -26dB), im Bezug auf das -20dB Signal von Jürgen's Kassette.

Zunächst sah uns das ja nicht sooooo dramatisch aus, wobei wir aber auch die Bandflüsse nicht berücksichtigt hatten.
Deswegen also meine nochmalige Nachfrage, ob meine Überlegungen richtig sind, daß der F-Gang eigentlich noch tiefer zu suchen wäre.
Das alles hat sich ja erst mal geklärt.

Ich denke wir sollten hier tatsächlich mal eine kurze Zäsur machen und abwarten, was rauskommt, wenn das Teil eingemessen ist.
Wir reden ja evtl. gar nicht über einen Fehler, sondern ggf. nur um ein verkurbeltes Gerät.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 20.Oktober.2009 | 06:23:37 Uhr
Guten Morgen zusammen  :_hi_hi_:.
Okay - der "Eumig - Mensch" mißt die Geräte mit 250 nWb / m ein ...  .,a015.
Das setzt schon einen einwandfreien TK voraus sowie einen einwandfrei einstellbaren Equalizer da der Frequenzgang ansonsten bei den üblichen - 20 dB wohl nicht so gerade "gebogen" werden könnte  :flööt:.
Mit / bei zunehmender Aussteuerung wird Es ja bekanntermaßen nicht wirklich einfacher höherfrequente Spannungen linear zu übertragen bei der kleinen "Bandgeschwindigkeit".
Zumindest ich habe Hans - Joachims Anmerkungen dahingehend verstanden.

Hättest Du jetzt ein reines Dolby - Gerät wären Wir da schnell mit "durch" ->
Der Bandfluss wäre dann 200 nWb / m, die dafür erforderliche Ausgangsspannung ließe sich entsprechend dem verbautem Dolby - IC "entnehmen" bzw. sich daraus herleiten und Alles weitere soweit auch ...  :drinks:.
So aber sollte wirklich erst der nun wirklich zu nutzende Bandfluss in Erfahrung gebracht werden.

Bezüglich der Spannungshöhe für die FG - Messungen:
Meiner bisherigen Erfahrung nach nutzen da so einige Hersteller "etwas abwegige" Werte abseits der Uns so vertrauten - 20 dB, einfach oft um die Angaben "besser aussehen" zu lassen  .,70; 6 dB darunter sind ja schon eine "Hausnummer".

Auch noch immer wieder für unnötige Verwirrung des Technikers unter Uns sorgend kommt sehr oft hinzu die eigenen Bezeichnungen / Sonderanfertigungen der zu benutzenden Bezugskassetten mit ihren aus den SMs selten herauszulesenden Werten ...
Ab u. an lassen sich Die im Netz recherchieren - doch wenn nicht  :shok:.

Nicht zuletzt durch das "Analysieren" verschiedenster SMs der unterschiedlichen Hersteller und praktische Vergleiche sehe ich mittlerweile die Austauschbarkeit vorhandenem Kassettenmaterials als auch neu Aufgenommenes sehr kritisch - bei überschlägig gemittelten "Werten" ist Es dahingehend oft schon egal ob z. Bspl. ein dolbyrisiertes Kassettenband ebenso wiedergegeben wird oder aber man sich generell nicht auf halbwegs identisch klingende Reproduktionen einstellen sollte  :_sorry: :Mundzh:.
Das "verlässt" jetzt das Kernthema" - wollte ich aber kurz angerissen haben.

MfG

Andreas

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread, hier: Daten und Ambitionen
Beitrag von: PhonoMax am Dienstag, 20.Oktober.2009 | 11:22:04 Uhr
Lieber Kuni,

die "Daten und Ambitionen" bezog ich auf die von Eumig mehrfach dezidiert angesprochene "Studioqualität" dieses Gerätes, zu der für mich auch der Klirrfaktor zählt, auch wenn der in den m ir zugänglichen Tabellen NICHT auftaucht (er wird allerdings in den Einmessanweisungen recht straff festgelegt.

Cr-Bänder sind nun nicht so hoch aussteuerbar wie Fe-Bänder, die aber bei HiFi-Verwendung eigentlich nicht unter der Dolby-Schwelle betrieben werden können, weil sonst der Geräuschspannugnsabstand mit Riesenschritten in die Musik funkt, solange die nicht nur 3 dB Dynamikumfang hat.

Sättigungen sind daher beim wohl überwiegenden Cr-Band schon ab 200 nWb/m schrittweise nachweisbar. Nachdem immer Abweichungen im elektrischen Verhalten des jeweilig aktuelöl eingesetzten Bandes gegenüber dem Normal auftreten, das man für die Einmessung verwendet hat, kann auch das Dolby-B, das ja nur im Höhenkanal arbeitet, bereits von den anlaufenden Sättigungserscheinungen betroffen sein und fehlerhaft dekodieren, selbst wenn seine Wirkung erst ab etwa -10 dB deutlicher einsetzt.

Wenn der Aussteuerungsmesser nicht umgeschaltet wird -und das ist der Regelfall-, würde ich mich an die allgemein gängige 200 nWb/m-Praxis halten, die ja auch den -bei MC nicht unproblematischen- Programmaustausch erleichtert. Mit den 250 nWb/m liegt Eumig im Dolby-Zeitalter etwas neben der Kapp'. Natürlich verzichtet man so auf 2 dB Geräuschaspannungsabstand, die allerdings den Kohl nicht fett machen werden. Außerdem kann man, so man partout will, ja bei Fe bis + 6 dB und bei Cr bis + 3 dB aussteuern (Revox spricht das zur Cassettenfrage irgendwo beim 710 einmal an), wenn der Aussteuerungsanzeiger so weit hinaufreicht. Der von mir als 'echt' ("5-12 ms") vermutete Spitzenspannungsmesser des FL-1000 legt das ja seinerseits nahe. Dieser Verfahrensweise stünde lediglich ein Riesenarchiv dolbysierter 250 nWb/m entgegen, die man bei der von mir empfohlenen Ummessung nicht mehr geräteadäquat wiedergeben könnte.  Dann und nur dann würde ich auf 250 nWb/m einmessen.

Alle meine Hinweise sind alledings für die Katz', wenn die Einmesselektronik des FL-1000, deren Stratgie ich nicht kenne, mit den 200 nWb/m Probleme hat. Dann muss man Eumig folgen oder -mir aus akustischen Gründen lieber- auf den Einsatz der Einmessanlage verzichten.

Hans-Joachim
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 20.Oktober.2009 | 11:56:46 Uhr
Das kann ich für die TDK SA bestätigen. Das Yamaha KX-670 wird nach SM auf 250Nw eingemessen. Bei 0dB geht das gerade so gut, schon bei +2dB Übersteuerung sind Verzerrungen sicht- wie hörbar. Darf bei Musik also maximal auf "0dB" anschlagen.

Wenn ich Hans-Joachim richtig verstanden habe, sollte die Anzeige also so eingestellt werden, das sie bei 200Nw 0dB anzeigt? Sorgfältig aussteuern ist auch bei der Cassettentechnik sehr wichtig.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 20.Oktober.2009 | 12:22:06 Uhr
Mahlzeit  :_hi_hi_:.
Der Matthias hat doch zwei "Eumelinchen" - Eins auf 200 nWb / m u. das Andere auf 250 nWb / m einmessen  :flööt:.
So hab´z. Bspl. ich Das hier bei meien Decks gemacht da
1. noch wirklich relativ viel älteres Kassettenmaterial vorhanden ist und
2. bei "meinem" Fabrikat die Geräte anscheinend auch teilweise mal so, dann mal so eingemessen wurden im Laufe der Produktion  :girl_devil:; bei den "Einen" Geräten wird mit Dolby +1 dB zuviel, bei den "Anderen" knapp - 1dB "zu wenig" Gas gegeben  :shok:.

Alles manchmal nicht so einfach.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Dienstag, 20.Oktober.2009 | 13:25:51 Uhr
Hallo Leute,

ich möchte zu der Problematik 200 oder 250 nWb/m und Aussteuerung auch mal einiges sagen.....
wemm man denkt man hat ein Deck, welches ziemlich genau anzeigt und dafür auch in den damaligen Test auch sehr gelobt wurde (Onkyo TA-2070), so bleibt doch trotzdem eine gewisse Unsicherheit..... Ich will mal mit einem Beispiel dienen...... da ich eine MessCd habe mit einem Aussteuerungsprüfteil, habe ich diese denn damals in den Player gelegt und somit mal sämtliche Schätzeisen bei mir überprüft.....
Einzig das RTW zeigte die Werte korrekt an..... Alle anderen lagen daneben, bzw. zeigten darunter an! Nur meine Endstufe mit ihren großen Peakmetern (Zeigerinstrumente) kam noch annähernd in den brauchbaren Bereich..... der 10ms Tonburst (auf 0dB Burst an den Eingangsreglern mittels 1s Tonburst eingepegelt) brachte an der Endstufe -3 dB laut Anzeigeinstrumenten, an den Zeigern/LED-Ketten der Tapedecks und Bandmaschinen aber nur bestenfalls -16 dB. Beim 3 ms Tonburst war es sogar noch schlimmer.... -5 dB an der Endstufe an den Bandgeräten -20 dB und geringer bis zu keinen Ausschlag... :shok:

Von daher hielte ich es fast für unverantwortlich, ein Deck welches in der Einmessung auf 200 nWb/m ausgelegt ist dieses mit 250 nWb/m ein zu messen. Meine persönliche Meinung.


Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 20.Oktober.2009 | 18:48:57 Uhr
@Hans-Joachim
Danke für Deine zusätzlichen Erläuterungen  .,a095

@Andreas
Der Matthias hat doch zwei "Eumelinchen" - Eins auf 200 nWb / m u. das Andere auf 250 nWb / m einmessen  :flööt:.
Aber  .,111 ... eins davon geht wieder  :_sorry: (früher oder später  :flööt:)....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 20.Oktober.2009 | 19:09:58 Uhr
´n Abedn zusammen  :_hi_hi_:.
Also Jürgen -> "... fast unverantwortlich ..." ist aber hart  ;0001, bei deinen Geräten welche mit dem Tonburst getestet wurden bzw. deren Anzeigegenauigkeit hast Du einfach "Pech"  .,a020 - da sind / waren dann halt einfach wirklich Schätzeisen bzw. "Möchte - gern - VUs" verbaut  :flööt: ...
Davon ab: So ein Tonburst suche ich noch - obwohl, ich hab´ ja die Prüfdateien vom Hans - Joachim (und damit "sagen" mir meine Anzeigen"Jawollja - ich bin ein echter Spitzenspannungsmesser mit entsprechend kurzer Reaktions - / Anstiegszeit").

Bleibt also das Einmessen des Eumigs auf 200 nWb / m :zwinker:.

Davon mal ab: Eigentlich galt Chromband doch als gut hoch aussteuerbar  .,a015; habe mal spaßeshalber eien Ferro - u. eine Chromkassette eines Herstellers jeweils bis + 4 dB "gejagt" ->
Ist wohl etwas "Schrill", bei bassbetonter Musik aber durchaus noch "genießbar"  :_55_:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 09.November.2009 | 19:01:53 Uhr
Hi Leute,

schaut Euch mal diese Tonkopfbrücke an:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=260502596247&ssPageName=STRK:MEWAX:IT (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=260502596247&ssPageName=STRK:MEWAX:IT)

Kann die wirklich neu sein ?
Scheint mir so, als ob die Kabel schon mal angelötet waren, oder sehe ich das falsch....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Montag, 09.November.2009 | 19:41:22 Uhr
"Mahlzeit"  :_hi_hi_:.
Och - die Litzen sind halt verzinnt, muss deshalb nicht zwingend "Nicht neu" bzw. unbenutzt sein (Schließlich sind Kabel eh zu 99 % verzinnt - oder gabe ich da jetzt etwas nicht / falsch verstanden?).

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 09.November.2009 | 19:47:32 Uhr
Na ja, die Kabel sehen nicht einfach nur nach verzinnt aus, sondern scheinen so Lötbatzen zu haben, wie sie halt manchmal entstehen, wenn man ablötet...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Montag, 09.November.2009 | 20:08:17 Uhr
... dann schreibe doch einfach mal den VK an und bitte um andere Pics ;-) - dann weißt Du eventuell mehr  :__y_e_s:
MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 09.November.2009 | 20:09:44 Uhr
Jepp, Mail ist schon raus...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 11.November.2009 | 10:15:07 Uhr
Hi zusammen,

kleiner Nachtrag zu der Kopfbrückenauktion:

Nicht daß ich da ernsthaftes Interesse dran hätte (schließlich gibt es nachweislich echte/funktionierende original NOS Brücken noch bei einem Ex-Eumig Mitarbeiter in Wien) aber die Auktion hat mich halt neugierig gemacht. Jener Eumig Fan aus Wien (liest hier auch mit) hatte mich nochmal darauf hingewiesen, daß die Brücke aus der Auktion vermutlich keine neue Brücke ist, da die ab Werk ohne Andruckrollen geliefert wurden.

Die ganze Auktion hatte mich ja stutzig gemacht, erst mal wegen der scheinbar abgelöteten Käbelchen und dann auch, da es sich um einen VK mit nur 2 Bewertungen handelt.
Dem Anschein nach eine Frau (was natürlich nicht weiter was zu sagen hat).

Nur frage ich mich schon, woher denn überhaupt neue Brücken herkommen sollen ? - Ich meine sowas für ein FL-1000 hat ja wohl nicht jeder zuhause rumliegen.
Wenn denn einer eine NOS bei dem Ex-Eumig'ler gekauft hat, dann ja wohl am Ehesten, weil eine andere kaputt war.
Andrerseits dürfte die Zahl derer, die sich FL-1000 Teile privat ins Lager legen (ich gehöre dazu) mMn verschwindend gering sein.
Ein Unbedarfter, dürfte zudem bei reinen Anschauen des Teils gar nicht wissen, zu welchem Gerät es gehört.

Ohne dem VK hier Böswilliges unterstellen zu wollen, aber ich denke daß die TK's der Brücke futsch sein dürften und deswegen mal ausgebaut wurden.

Eine Antwort auf meine Mail habe ich übrigens bekommen, mit dem Versprechen, daß Detailbilder nachgeliefert werden. Bisher ist aber noch nichts passiert....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 11.November.2009 | 11:04:42 Uhr
... dann warten Wir mal ab bzw. lassen Uns überraschen - oder auch nicht  :flööt:.

Stay tuned  :drinks:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 11.November.2009 | 11:32:38 Uhr
Hallo Matthias,

so ungewöhnlich ist das nun auch wieder nicht mit der Ersatzkopfbrücke...... mal zugunsten nur angenommen, der Mann hat als R&F-Techniker gearbeitet und im Betrieb eine solche Brücke liegen gehabt.
Oder wie ich der zu äußerst fairen Preisen zu solchen Brücken für meine M-20/15 von Telefunken gekommen ist....
Da legt man sich solches schon auf Reserve.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 11.November.2009 | 12:46:22 Uhr
Aber Jürgen: Wieviele solcher Ersatzteile derartiger Exoten schwirren wohl noch in der Weltgeschichte rum ?

Klar kann's sein, wie Du sagst, aber die abgelöteten Kabelenden machen mich immer noch mißtrauisch.

Also ich will da mal jetzt nicht weiterbohren, entweder es kommen noch Bilder auf denen was zu erkennen ist, oder eben nicht.
Ich würde auf jeden Fall Abstand halten. Ich weis nicht, was in Wien für die echte NOS Brücke verlangt wird, aber arg viel mehr als 20€ kann das auch nicht sein.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 18.November.2009 | 20:50:39 Uhr
Hi zusammen,

kleines Update, weil wir uns ja schon mehrfach gefragt hatten, mit welchem Bandfluß denn wohl das FL-1000 einzumessen sein ...

.... also da sprang mir doch heute zufällig beim durchstöbern der BDA die folgende Fußnote im Kapitel "Einstellung des Aufnahmepegels" auf S.5 ins Gesicht:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig-FL1000_Bandfluss_aus_BDA.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig-FL1000_Bandfluss_aus_BDA.jpg)

Na also, da steht's doch 200nWb/m sollen's also sein.
Männer, Respekt, da hattet ihr vollkommen richtig gemutmaßt  :_hi_hi_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 18.November.2009 | 21:39:14 Uhr
Mir ist kürzlich aufgefallen, man muß nur sehen, wo das DD-Symbol steht:
Rechts von 0db, sind es meist 160nW/m bei 0db
"Auf Null" wie von Kuni beschrieben 200nW/m
Links von 0dB die jüngere "Norm" von 250Nw/m bei 0dB.

Letztere muß so ab Mitte-Ende 80er eingeführt worden sein, um dem höhren Dynamikumfang der Metalcassetten gerechter zu werden. Die 160nW/m stammen noch aus der guten alten Eisenoxydzeit.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Donnerstag, 19.November.2009 | 07:26:09 Uhr
"Mahlzeit" zusammen  :_hi_hi_:.
Ahh - Das ist dochmal ´ne Nachricht  :-handshake:.

Bezüglich der "Lage" des "DD" - Symbols könnte Das schon hinkommen, André  :__y_e_s: - mal abwarten ob diesbezüglich Jemand eventuell Was weiß ...

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 19.November.2009 | 08:24:18 Uhr
Jepp, daß es einen Zshg. zwischen der Dolby-Marke an der Aussteuerungsanzeige und dem Bandfluß geben könnte, hatte Andreas ja schon mal in anderem Zshg. erwähnt. Wurde uns aber leider von sonst niemandem bestätigt, wobei ich das mittlerweile eigentlich auch so sehe (aus der "noch" geringen Erfahrung heraus)...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 28.Dezember.2009 | 16:51:44 Uhr
Hi Leute,

man hat ja drmaßen viel Zeit "zwischen den Tagen", daß mal wieder richtig was vom Acker kommt  :grinser:.

Gestern konnte ich mich mal wieder meiner Eumig Baustelle wiedmen und mal das eine Deck abgeleichen, welches dann im neuen Jahr in den Verkauf geht.
Das ist jenes, welches ich als zweites gekauft hatte und welches noch nicht die aufwendige Gummierneuerungsaktion durchgemacht hat, sondern lediglich die Aufbereitung.

Mit dem Abgleich wollte ich seinerzeit ja noch warten, bis das brasilianische Gradiente rennt und dann war ja noch lange Zeit der Referenzbandfluß unklar.
Nun, das hatte sich ja dann alles geklärt, so daß es hier also auch weiter gehen konnte.

Zunächst mal W&F kontrolliert, da ja die Gummis sauber gemacht wurden:
Drift liegt bei +0,24% (nach SM max. 0,5%) also OK.
Flutter liegt bei +/- 0,14% (nach SM max. 0,07%). Da hat das Alter also seine Spuren hinterlassen, wobei 0,14% zwar nicht mehr nach SM ok sind, aber absolut gesehen immer noch einen guten Wert darstellen. Da bin ich mal gespannt wie sich das andere Deck dann schlägt, bei dem die ganzen Gummis neu rein kamen.

Der nachfolgende Abgleich ging nach Anleitung und "Schema F" eigentlich recht unproblematisch, nur daß man die Meßpunkte tlw. ziemlich suchen muß.
Eingestellt ist es jetzt auf 200nWb/m bei 775mV = 0dB.

Hier mal der F-Gang bei Eigenaufnahme mit einer neuen TDK SA vor dem Abgleich (High-Com aus):
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FG_Deck2_Urzustand_CrO2_HighCom_aus.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FG_Deck2_Urzustand_CrO2_HighCom_aus.jpg)

und hier nach dem Abgleich:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FG_Deck2_nach_Abgleich_CrO2_HighCom_aus.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FG_Deck2_nach_Abgleich_CrO2_HighCom_aus.jpg)

Aalglatter FG, wie man sieht, lediglich ca. 1dB Abfall ab 10kHz, der sich dann aber dank REC-EQ wieder etwas berappelt
Seit heute darf's dann etwas spielen und zeigt wie schon das andere Deck einen exzellenten, vollen und transparenten Sound  :_good_:.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: beldin am Montag, 28.Dezember.2009 | 17:38:18 Uhr
Moin Kuni!

Ist das zufällig jenes Tape, welches aktuell in der Bucht zum Sofortkaufen schwimmt?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 29.Dezember.2009 | 11:05:33 Uhr
Hi-Ho und guten Morgen zusammen.

Nein, jenes welches da für 469€ angeboten wurde ist nicht meins.
Meins wurde ja gerade erst fertig und zudem würde ich nie über Feiertage und Ferien hinweg was in der Bucht einstellen.

Die "Anmerkung", daß meins zum Verkauf stehen wird, war eigentlich auch eher an die Forengemeinde gemünzt, falls hier einer gesteigertes Interesse habe sollte (hatte ich aber im Verlauf des Threads ja schon mehrfach erwähnt, daß dauerhaft nicht beide bleiben werden).

 .,a095

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 10.Januar.2010 | 19:14:21 Uhr
'n Abend zusammen,

der Thread hier neigt sich seinem Ende - so scheint es  :-handshake:

Die Tage hatte ich Gelegenheit auch das andere Eumig abzugleichen.
Es ist das erste welches ich gekauft hatte, also auch das bei dem ich das Laufwerk komplett zerlegt hatte und auch die ganzen Gummis neu gemacht hatte.

Wegen der ganzen Gummiwechslerei war ich natürlich gespannt, ob das was bringt im Vergleich zur reinen Aufbereitung (die ich am zweiten Deck gemacht hatte):
Drift liegt nun bei -0,12% (beim Deck2 waren's +0,24%, nach SM max. 0,5%) also OK.
Flutter liegt bei +/- 0,14% (beim Deck2 waren's auch +/- 0,14%, nach SM max. 0,07%).

Der Flutter liegt also auch hier außer Spec, aber immer noch bei einem guten Wert.
Es scheint also hier so zu sein, daß bzgl. Flutter die Gummierneuerung im Vergleich zur reinen Aufbereitung nicht wirklich was gebracht hat.
Vlt. war ja auch meine Aufbereitung soooooo gut  :grinser:

Abgleich lief wie schon beim anderen Deck nach Eumig Anleitung und genauso unproblematisch. Die (tlw. schwer zu findenden) Meßpunkte waren ja nun bekannt. Eingestellt ebenfalls auf 200nWb/m bei 775mV = 0dB.

Hier der zuerst ermittelte F-Gang bei Eigenaufnahme mit einer neuen TDK-SA (High-Com aus):
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FG_Deck1_nach_Abgleich_Master_Mitte_CrO2_HighCom_aus.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FG_Deck1_nach_Abgleich_Master_Mitte_CrO2_HighCom_aus.jpg)

Im Vergleich zum anderen Deck
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FG_Deck2_nach_Abgleich_CrO2_HighCom_aus.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FG_Deck2_nach_Abgleich_CrO2_HighCom_aus.jpg)
fallen ja gleich diese 2dB Kanalungleichheit auf.

Das konnte ich so nicht auf mir sitzen lassen und habe also den ganzen Abgleich nochmal durchgeführt und dem linken Kanal 2dB mehr "Schmackes" gegeben.
Lustigerweise mit eher mäßigem Erfolg. Also alles wieder zurück eingestellt wie's war, also stur und penibel nach Eumig'scher Abgleichanleitung.

Hätte ich mir alles sparen können, weil mir irgendwann mal einfiel, daß wir das im Verlauf dieses Threads schon mal hatten und ich herausgefunden hatte, daß das Gleichlaufunterschiede der Potis sind.

Das Deck hat ja getrennte Aussteuerungsregler für Line-In 1 & 2 und dann noch einen Masterregler. Bei obigem FG war der Master in Mitte und der Line-In auf max. Man kann ja nun auch den Master auf 100% stellen und pegelt dann mit dem Line-In Regler ein. Der Line-In steht dann nicht mehr auf max. sondern irgendwo rechts der Mitte (Uout immer Vorband mit MVM gemessen  .,111).

So also ergab es sich, daß ich den folgenden FG messen konnte (wieder Eigenaufnahme mit neuer TDK-SA und High-Com aus:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FG_Deck1_nach_Abgleich_Master_Links_CrO2_HighCom_aus.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FG_Deck1_nach_Abgleich_Master_Links_CrO2_HighCom_aus.jpg)

Daraus folgt eine meiner ersten Fragen:
Sind Gangfehler um die 2dB eigentlich "normal" bzw. akzeptabel ?


Nun zur Interpretation der FG's:
Eumig spezifiziert für CrO2 30-20000Hz mit +/- 3dB.
Mal abgesehen davon, daß meine Messungen (wegen meiner Soundkarte) nur bis 18kHz gehen, sehe ich die FG's beider Decks somit in Spec.  :_good_:

Zudem ähneln sich die FG's beider Decks, was ja durchaus positiv zu sehen ist (im Sinne, daß sich Chargenfehler bei der Produktion wohl kaum ausgewirkt haben). Bei beiden Decks fällt der FG ab 3kHz um ca. 2dB bis 18kHz ab. Diese Charakteristik sehe ich übrigens so oder so ähnlich mit mehreren Bandtypen (natürlich immer vorher per Einmesscomputer eingemessen).

Das lies mir natürlich keine Ruhe und ich habe etwas mit REC-EQ und BIAS getüfftelt, um diese 2dB noch wegzubügeln - Leider ohne Erfolg.
Wie man aus der Eumig'schen Abgleichanleitung schon sehen kann, werden REC-EQ und BIAS bei 18kHz abgeglichen. Deren Veränderung bewirkt also eine erneute Anhebung bei 18kHz. Ich habe leider keine Messung gespeichert, aber man kann sich das so vorstellen, daß der FG ab 3kHz um 2dB absackt und in Richtung 18kHz dann wieder um 2dB steigt. Man erzeugt so also eine Delle bei ca. 10kHz.

Ich habe da also nun keinen Weg gefunden das besser hinzubekommen.

Dazu meine zweite Frage(n):
Was meint Ihr grundsätzlich zu jenem 2dB Abfall in den FG's oben (tolerabel oder eines Top-Decks nicht würdig) ?
Was wäre besser ? - So lassen wie oben zu sehen, oder doch wieder so einstellen, daß der FG zu 18Khz hin wieder ansteigt ?


Zum Schluß noch ein paar allgemeine Anmerkungen:
So einiges ist mir beim Abarbeiten der Abgleichanleitung aufgefallen, was u.U. einige Fragen aus dem Verlauf des Threads (so man sich noch erinnert  :flööt:) klärt.

Es scheint mir so, als ob man dem Deck mit dem üblichen Abgleichvorgehen nicht so recht beikommt. So werden wie gesagt BIAS und REC-EQ nicht bei 10kHz sondern bei 18kHz abgeglichen. Zudem gibt es etliche Schritte, an denen interne Verbindungen aufgetrennt werden müssen und den jeweiligen Verstärkern kein Signal von Band, sondern vom F-Gen zugeführt wird. damit lassen sich zweifelsohne die Einstellungen in reproduzierbarerer Weise machen und "Dreckeffekte" vom Band werden ausgeschlossen  :_good_:.

Überhaupt gibt es im eigentlichen Sinne keine BIAS Einstellung. Soll heißen, daß die Potis Fe/Cr/Met an der Front natürlich den BIAS einstellen, aber immer per "Balance Scope" Anzeige, also jener beiden LED's die vom Einmeßcomputer gesteuert werden und die bei optimalem Abgleich dann beide gleich blinken sollen (was übrigens nachgemessener Weise tatsächlich optimale Ergebnisse erbringt). Zentraler Punkt beim Abgleich ist also sozusagen die "Kalibrierung" des Einmeßcomputers, bzw. der beiden "Balance Scope" LED's.

Hier wird dann auch klar, wieso der "Test" Schalter (Aktivierung des Einmeßcomputers) der High-Com Version jene zweite Raststellung besitzt. Der eine oder andere wird sich erinnern, wir hatten das hier mal über etliche Tage diskutiert. Wir kamen zum Schluß, daß die Position lediglich ein Überbleibsel der Dolby Version ist und bei Decks mit High-Com der Einfachheit halber wohl mitbestückt wurde.

Ich sehe das heute anders und meine, daß eine Absicht dahinter steckte, die zweite Rastposition bei der High-Com Version aktiviert zu lassen.
Man braucht sie nämlich um mittels des so erzeugten Testsignals den Einmeßcomputer und das zugehörige "Balance Scope" korrekt einzustellen.
Ohne diese Einstellungen funktioniert das Einmessen per Einmeßcomputer auch in der High-Com Version nicht optimal.

Übrigens glaubte ich immer, daß das eine Poti R244 (Abgleichanleitung S.7) dem BIAS Abgleich dient. Dem ist aber nicht so. Vielmehr stellt man damit die BIAS Symmetrie zwischen linkem und rechtem Kanal ein. Zu sehen ist das in entsprechenden FG-Schrieben in ausgeprägten Kanalunterschieden um die 18kHz herum. Ich bin ja nun nicht wirklich erfahren im Deck/TB einstellen, aber eine derartige, kanalbezogene BIAS Symmetrieeinstellung kam mir noch nie über den Weg.

Noch kurz was zum Azimut. Den wollte ich auch einstellen, habe dann aber gemerkt, daß da nichts zu optimieren ist. Der massiven TK-Brücke aus Aludruckguß sei hier Dank  :_good_: und auch der Tatsache, daß sich der Mechanismus hier im Laufe der Zeit (evtl. auf Grund seiner robusten Konstruktion) nicht verstellt hat, bzw. verstellen konnte  .,d040.

Alles in Allem kann ich zusammenfassend sagen, daß der Abgleich (etwas Grundwissen vorausgesetzt) gut zu machen ist, allerdings dauert es, bis man durch die 12 Seiten durch ist. Mich hat das jetzt 2 volle Tage (abzgl. der Abgleichirrtümer) gekostet und der Abgleich des High-Com steht noch an.

In diesem Sinne  :drinks:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Sonntag, 10.Januar.2010 | 22:57:29 Uhr
Moin Kuni.

Schön, was du dir für Mühe machst.
Meins arbeitet zwar gut, aber irgendwann wird dein Geschriebenes mal für große Hilfestellung sorgen.
Für mich ist das nicht gerade Alltagsarbeit und beim Lesen des SMs wird mir fast schwindelig. Da machen andere Geräte weniger Aufwand, bzw. sind durchschaubarer für mich.

Nur über eines bin ich wieder gestolpert. Und zwar deine zweite Raststellung des Test-Schalters. Ich habe ja auch die High-Com Version, aber bei mir gibt´s nur An und Aus. Keine weitere Stellung. Da kann ich versuchen, was ich will. Da ist keine und da war keine.
Hat jemand schonmal Unterschiede in den SM´s festgestellt? Eigentlich gibt es doch nur eine Version, oder?

Viele Grüße, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 11.Januar.2010 | 11:29:27 Uhr
Hi Arnulf,

Schön, was du dir für Mühe machst.

Na ja - ich meine, entweder man betreibt das Hobby mit Leidenschaft oder eben nicht.
Für mich persönlich gehört die technische Auseinandersetzung auf jeden Fall mit zum Hobby dazu.
Wenn ich dann schon mal so ein Topgerät habe, dann sollte es mMn auch in einen Topzustand versetzt werden (was natürlich auch für alle anderen Geräte - gemessen an ihren Möglichkeiten - gillt).

... aber irgendwann wird dein Geschriebenes mal für große Hilfestellung sorgen.

Aus diesem Grund schreibe ich hier. Zum FL-1000 gibt es im Netz (außer einem Thread im HF) keine weitere Quelle, in der brauchbare Reparaturtips abzugreifen wären. Wenn jemandem dann die hier zusammengetragenen Tips helfen, dann ist ja das Ziel erfüllt  :_good_:

Für mich ist das nicht gerade Alltagsarbeit und beim Lesen des SMs wird mir fast schwindelig. Da machen andere Geräte weniger Aufwand, bzw. sind durchschaubarer für mich.

Da hast Du absolut recht. Das Eumig ist von vorne bis hinten schon sehr speziell. Ich hatte das ja oben schon gesagt, daß man bei dem Deck mit den üblichen Abgleichschritten zwar auch ans Ziel kommt, aber bessere Ergebnisse erhällt, wenn man nach Eumig Abgleichvorschrift vorgeht.
Daß das Deck so anders ist wie alle anderen liegt in der Natur der Sache, bzw. der Entwicklung. Eumig hat ja mit dem Deck wohl ganz absichtlich eigene Wege beschritten und das merkt man eben auch an so mancher Stelle.

Wenn Du übrigens dann mal Tips brauchst, dann kannst Du Dich gerne an mich wenden...

Nur über eines bin ich wieder gestolpert. Und zwar deine zweite Raststellung des Test-Schalters. Ich habe ja auch die High-Com Version, aber bei mir gibt´s nur An und Aus. Keine weitere Stellung. Da kann ich versuchen, was ich will. Da ist keine und da war keine.

Ja, ich meine das hatten wir hier im Thread an der entsprechenden Stelle (müßte man in den zig Seiten mal raussuchen) auch schon gemerkt, daß es High-Com Geräte gibt, die nur eine Stellung haben. Meine beiden FL-1000 sind absolut identisch und haben beide 2 Stellungen (was aber natürlich nicht heißen muß, daß es nicht noch andere Varianten gab).

Nun ist es aber so, daß meine beiden Decks auch intern identisch bestückt sind. Dabei fällt auf, daß einige Potis auf dem Hauptprint 01 (802 1703 High-Com) fehlen. Bei genauerem Hinsehen merkt man, daß das diejenigen sind, die ausschließlich für's Dolby verwendet werden.
Daraus schlußfolgere ich, daß Eumig nicht einfach nur drauf los bestückt hat, sondern nur das bestückt wurde, was in der Gerätevariante auch notwendig ist.

Das wiederum bringt mich dazu Dir folgendes zur Klärung vorzuschlagen:
Schau mal in die Abgleichanleitung und such' dort die Punkte, bei denen der Testschalter auf Dolby (also Stellung 2) gestellt werden soll.
Das wäre z.B. auf S.5 "TEST OSZILLATOR", dort werden die Potis R21 und R137 auf dem Hauptprint 01 verwendet.
Dann suchst Du die Position der beiden Potis auf dem Hauptprint 01 (ggf. mittels der Gesamtverdrahtungsseite aus dem SM).
Sind die Potis bei Dir nicht bestückt, dann würde ich meinen, daß Du tatsächlich eine andere Variante hast.

Sind die Potis aber bestückt, dann würde ich meinen, daß es an dem Umschalter (hinter dem "Test" Knopf) eine mechanische Verriegelung der zweiten Psoition gibt. Hier könnte man dann vermuten, daß eine freigegebene 2. Stellung ja irreführend ist, weil nirgends beschrieben (so ging's mir ja anfänglich auch). Eumig hat dann evtl. irgendwann mal die Position für den Normalbetrieb geblockt, da sie nur für den Service relevant ist.

Ich hoffe Du berichtest hier, was dabei rauskam  .,d040 - würde mich stark interessieren.

Hat jemand schonmal Unterschiede in den SM´s festgestellt? Eigentlich gibt es doch nur eine Version, oder?

Also ich habe nur eine Version des SM vorliegen. Kann also dazu nichts sagen.
Da ich tlw. schlechte Scans habe, wollte ich mir schon mal ein "offizielles" SM zulegen, aber bei Lange gibt's das nicht und seitdem wurde es auch in der Bucht nicht mehr angeboten.

Abgesehen davon: Ob man die einzelnen Unterschiede dann aus dem SM rauspfriemeln kann  .,a015, keine Ahnung.
Ich würde nicht erwarten, daß die jeweiligen Versionsunterschiede im SM irgendwo dokumentiert sind ....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Montag, 11.Januar.2010 | 16:32:23 Uhr
Moin Kuni.

Mein SM habe ich als Scan bekommen. Das dürfte derselbe Österreicher gewesen sein, mit dem du auch kommuniziert hast.

Als ich bei meinem beiging, gab´s im Netz eigentlich noch nichts. Im HF war ich damals noch unterwegs. Kann sein, daß ein paar Beiträge, von denen du schreibst, sogar von mir stammen.

Nun, ein Hobby ist es für mich eigentlich nicht. Ich will halt Musik hören können und als Technikfreak begeistere ich mich dadurch mehr für tolle Geräte, als für "irgendwie". Da ich gerne bastel und die von mir favorisierte Technik schon älter geworden ist, ist es für mich unumgänglich, selbst Hand anzulegen. War es früher nur Wartung, ufert es mittlerweile auch mal aus.
Ich gebe aber zu, daß mir - bei Erfolg - das Ganze auch hobbymäßig Spaß bringt. Aber wenn ich´s mir aussuchen könnte, würde ich lieber nur Nutzer sein.

Ansonsten, verändere ich aber gerne Dinge, die mich nerven und nicht notwendig sind. So habe ich seinerzeit in mein Eumig schon 50 Stunden Arbeit reingesteckt. Ein Teil entfiel dabei auf die blaue Beleuchtung, damit die Kassettenklappe nicht mehr wie eine Fahrstuhltür aussieht.
 Im Moment arbeitet es zwar, aber ich habe da so ein Gefühl..... 2 Sachen müssen aber erst vorhanden sein, bevor ich da wieder bei gehe. Zum einen ist die Andruckrolle nicht mehr gut gewesen und meine Maßnahmen entsprechen nicht der Qualität des Gerätes. Da hätte ich gerne nochmal was originales, oder einen 2ten Halter zum Umbau auf 2 mm Achsen. Zum 2ten hat meine foto-optische Scheibe einen etwas dickeren Strich, als die anderen. Das wirkt sich dann auch meßbar auf den Gleichlauf aus. Auch würde ich gerne eine bessere Capstanwelle haben. Durch den Umbau auf Kugellager wirkt sich der (leicht) verschlissene Teil nicht mehr aus, aber das war Kampf genug. Ich hatte zuerst immer einen Jitter-Effekt, der dann durch ein drittes Kugellager zu beseitigen war. Wenn ich da also beigehe, will ich wirklich alles machen. Das LW funktionierte bei mir auch so schon einwandfrei, wird aber sicher nicht ewig so bleiben. Ich hatte es zwar gewartet, aber bis zu den Freiläufen mußte ich nicht vordringen.

Ich habe zwar leider seinerzeit keine Fotos gemacht, aber ich glaube nicht, daß ich bei meinem Test-Schalter eine 2te Stellung entriegeln kann. Die Kupplung der Betätigungsachse hat etwas Spiel. Deshalb habe ich mir das sehr genau angeguckt, um vielleicht Abhilfe zu schaffen. Nun das Spiel ist konstruktiv bedingt und stört auch nicht. Ich habe es so gelassen.

Wie gesagt, ich werde da absehbar noch nicht dran gehen. Der Eumig ist dann doch wohl mehr Hobby. Als Arbeitstiere habe ich 2 ASC und ein Sony. Nur, wenn ich Cassetten zum mixen am Mischpult brauche, ist der Eumig nötig. Das kommt aber eher nur theoretisch vor, ist aber das Alibi dafür, daß er unabdingbar ist  .,70. Schließlich hat er entsprechend doppelte Ein- und Ausgänge.

Wenn es soweit ist, werde ich mich hier aber mit Sicherheit melden.

Viele Grüße, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 11.Januar.2010 | 19:59:42 Uhr
Hi Arnulf,

Mein SM habe ich als Scan bekommen. Das dürfte derselbe Österreicher gewesen sein, mit dem du auch kommuniziert hast.
...
Als ich bei meinem beiging, gab´s im Netz eigentlich noch nichts. Im HF war ich damals noch unterwegs. Kann sein, daß ein paar Beiträge, von denen du schreibst, sogar von mir stammen.

Stimmt, jetzt kommt's mir - Du warst der aus dem HF Thread, der auf Kugellager umgebaut hatte.
Dann reden wir vom selben "Österreicher", dem Robert eben  :_good_: - ganz schöner Eumig Crack, der Robert.
Hat mich mit etlichen neuwertigen Gummis aus seiner "In-Auftrag-Gabe" versorgt.

So habe ich seinerzeit in mein Eumig schon 50 Stunden Arbeit reingesteckt.

50h habe ich allein im Abgleich versenkt  :flööt: - dazu kommen noch zig Abende, an denen ich das LW komplett zerlegt und wieder gerichtet hatte.

Zum einen ist die Andruckrolle nicht mehr gut gewesen
...
Zum 2ten hat meine foto-optische Scheibe einen etwas dickeren Strich, als die anderen.

Andruckrollen gibt's noch bei Herrn Windisch - alte zwar, aber die die ich bekommen habe waren vom Gummi her noch nicht sooooo sehr verhärtet.
Die Tachoscheibe ist nicht mehr zu bekommen, da müßtest Du Dir wohl oder übel ein Schlachtgerät besorgen....

...ich glaube nicht, daß ich bei meinem Test-Schalter eine 2te Stellung entriegeln kann.

Dann schau doch mal, ob bei Dir die Potis R21 und R137 auf dem Hauptprint 01 sind  .,73

Wenn es soweit ist, werde ich mich hier aber mit Sicherheit melden.

Kannst'e gern machen  :_hi_hi_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 11.Januar.2010 | 20:04:44 Uhr
aaaah, hab' was vergessen:

.... fallen ja gleich diese 2dB Kanalungleichheit auf.
.... daß das Gleichlaufunterschiede der Potis sind.

Hierzu hat mir Robert noch ein Mail geschickt und bestätigt, daß die Potis nicht die Besten sind.
Er hat mich zudem dran erinnert, daß das Eumig ja aus (fast) lauter Standardteilen aufgebaut ist, was die (in diesem Bezug) etwas mangelnde Potiqualität bestätigt.

Nun gut. Beruhigt mich insofern, als daß ich mir da keine größeren Sorgen machen muß, daß was Größeres futsch sein könnte.
Evtl. schau ich mal, ob man die Potis nicht durch bessere ersetzen kann...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Montag, 11.Januar.2010 | 20:36:34 Uhr
Hi Kuni.

Mit nach R21 und R137 gucken, meinst du im Gerät? Das ist nämlich das Problem. Das ist nicht mal eben rausgeholt aus seinem Standplatz. Außerdem liegen hier gerade diverse geöffnete Blaupunkt Autoradios, um die Anzahl mal auf funktionierende überholte zu begrenzen. Ich habe immer weitere Bremen u.ä. gekauft, ohne zu wissen, ob ich überhaupt noch welche brauche. Es ist vielleicht kein Hobby, aber doch eine Leidenschaft, die Leiden schafft.

Der Herr Windisch sagt mir nichts. Ich habe bei meiner Rolle den Gummibelag vorschnell zerschnitten, um den Rollenkern mit seinen hohen Seiten nicht zu beschädigen. Leider wusste ich da noch nicht, daß die Gummis aus den einschlägigen Rep-Sets nach dem Aufziehen einen derben Höhenschlag haben. Ich habe zwar eine Drehbank, aber den Originalkern mit 1,3 mm Achsloch kann ich einfach nicht brauchbar spannen. Das kann auch stark in die Hose gehen. Dann stehe ich ohne E-Teil dumm da. Der Versuch mit Hohlachse auf 2 mm-Rollen zu gehen, war in seiner Senkrechtstellung nicht präzise genug. Was meinst du mit Roberts "In-Auftrag-Gabe"? Im Prinzip würde ich ja nur das Rollengummi brauchen.

Mit der Tachoscheibe kann ich leben. Hören tut man´s eh nicht. Es ist halt meßbar. Und da ich es weiß und danach von den Papst-LW der ASC so verwöhnt wurde, wäre es halt schön. So hätte ich beim Eumig gerne den Gleichlauf der ASC und andersrum würde ich gerne bei den ASC den "Sternenstaub" im Klang des Eumig nachrüsten. Man hat ja nie wirklich Ruhe, wenn man weiß, daß man noch was verbessern können müsste.

So, nun muss ich wieder an ein Blaupunkt LW, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 11.Januar.2010 | 20:56:45 Uhr
Mit nach R21 und R137 gucken, meinst du im Gerät?

Ja klar - anders bekommst Du das nicht raus ....
Aber eilt ja nicht - vlt. nimmst Du's mal aus'm Schrank zum Abstauben  :_55_:

Herr Windisch sagt mir nichts.

Ist ein Ex-Eumig Mitarbeiter, schon im Rentenalter, aber er hat den Keller voll mit E-Teilen die er wohl beim Konkurs erstanden hat.
Da habe ich mich mit Antriebseinheit, Motoren, Rädern, Wickelteller, Anzeige etc. für die Zukunft eingedeckt, falls mal was kaputt gehen sollte.
Ganz wichtig dabei die HF-Oszillator Glühbirne, weil das eine Spezialanfertigung ist und durch nichts anderes zu ersetzen ist.
Einzig die TK-Brücke war mir dann doch zu teuer (nur komplett zu bekommen).
Wenn die mal fällig wird, dann kommt ein komplettes Schlachtgerät her.

Falls Du da mal was brauchst, gebe ich Dir die Adresse (will ich hier nicht öffentlich posten, weil ich nicht weis ob er das gut finden würde).

Ich habe bei meiner Rolle den Gummibelag vorschnell zerschnitten, um den Rollenkern mit seinen hohen Seiten nicht zu beschädigen. Leider wusste ich da noch nicht, daß die Gummis aus den einschlägigen Rep-Sets nach dem Aufziehen einen derben Höhenschlag haben.

Ich habe mal für ein Akai GXC-760 ein Rolle zurecht geschliffen.
Hier -> http://kuniseins.ku.funpic.de/AkaiGXC760PinchRoller/AkaiPinch_d.html (http://kuniseins.ku.funpic.de/AkaiGXC760PinchRoller/AkaiPinch_d.html) ist die Beschreibung.

Ist zwar auch nur ein etwas "gemurkster" Versuch, hat aber zumindest ohne hörbare Effekte ganz gut gewirkt.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Montag, 11.Januar.2010 | 22:53:00 Uhr
Habe mir eben beim Essen deine Anleitung durchgelesen.
Da kommt mir einiges bekannt vor.
Ahnlich bin ich dann auch vorgegangen. Nur habe ich die Rolle auf ein passenden Dorn aus einem geschlachteten Fotoapparat gesteckt, da Schrauben in der Größe nicht dafür taugen. Die Mitnahme hat dann eine Vorspannfeder besorgt, die mittels Gummischeibe als Anlauf, seitlich an die Rolle drückte. Das Ganze dann in die Standbohre mit penibel auf 90° ausgerichteten Tisch gespannt. Statt Dremel habe ich ein Prisma mit Schleifpapier drauf benutzt. Die meiste Arbeit war der Höhenschlag selbst, da ich im Gegensatz zur Durchmesserverkleinerung ja nicht mit gleicher Andruckkraft arbeiten konnte. Deswegen und wegen der geringeren Kraft der Mitnahmefeder mußte ich gaaaaaanz langsam mit der Hand für Vorschub sorgen, bis soweit Rundlauf vorhanden war. Dann kamen die Feinarbeiten. Das wäre jetzt auf der Drehbank natürlich einfacher. Zu der Zeit hatte ich sie aber nicht hier zur Verfügung.

Ja, das Ganze hat sehr lange gedauert, ist aber, soweit ich es an deinen Bildern beurteilen kann, sogar besser geworden. Nicht deutlich, aber vielleicht stelle ich mich auch zu sehr an. Wenn du mit deinen Rollen seitdem zufrieden bist, schafft das bei mir Vertrauen. Ich weiß oft nicht, wann es gut genug ist, wenn ich der Meinung bin, es ginge noch besser.

Was mir bei deinem Versuch, die Gummis auf die Sinterkerne zu ziehen aufgefallen ist, ist folgendes. Ich habe mal bei einem Tandberg-Kleinspuler eine neue Rolle gebraucht. Sie war eigentlich noch sehr gut, aber bei der Reinigung des Bandpfades hat sie leider bei dem geringsten Kontakt mit Alkohol, ein neues "Leben" begonnen. Da kamen merkwürdige chemische Prozesse in Gang, die zur Zerstörung führten. Denke bitte daran, falls du ein Tandberg-Deck kaufst. Vielleicht gibt es da auch dieses Material. Na, jedenfalls habe ich dann auch einen Rollenbezug auf den alten Kern gezogen. Das Überschleifen und alles, klappte gut. Beim Benutzen walkte sich das dann aber so, daß die Geometrie der Rolle sich ständig änderte. Vielleicht war das bei dir auch, nur daß man es nicht so, wie bei einem Tonband mit ansieht und merkt. Abhilfe hat am Schluß ein spezieller Sekundenkleber für 30,-€ von Würth gebracht. Es gibt mittlerweile aber von Pattex einen Kleber namens "Repair extreme" (ja, selbst Henkel setzt jetzt auf BSE). Ich habe ihn zwar noch nicht dafür benutzt, aber für ein paar andere bisher unlösbare Klebeprobleme (Echtgummi). Das Zeug ist sagenhaft und übertrifft meine Erwartungen bisher deutlich. Werde ihn in Zukunft noch häufig als erste Wahl versuchen. Kostet ca. 7,-€. Wenn du die Kerne noch hast und zwei Gummis, kannst du das ja mal ausprobieren. Den Kleber kann ich eh nur empfehlen, zu kaufen. Wird dich sicher auch begeistern, da du ja wohl auch an vielem rumbastelst.

So, nun muß ich wieder, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 12.Januar.2010 | 09:26:19 Uhr
Moin Arnulf,

ja, diese meinige Anleitung stellt halt auch "nur" anfängliche Versuche dar. Heute würde ich da auch einiges noch etwas besser / anders machen.
Z.B. ist es mir nicht so gut gelungen, die Rolle auf 90° abzuschleifen, sie wurde also leicht konisch. Das lag klar an meiner "improvisierten" Einspannung mit der Bohrmaschine. Der Aufbau war denke ich schon ok, aber ich hätte mir da mehr Mühe geben sollen beim Ausrichten.

Wichtig bei meinem Verfahren ist, daß der Schleifzylinder und die Rolle gegenläufig und der Schleifzylinder sehr viel schneller als die Rolle laufen muß. Ansonsten ist das A & O, daß man mit wenig Kraft ("Vorschub") arbeitet, weil sonst der Gummi zu sehr verformt wird.

Ich denke, wenn man das penibel genau macht, dann bekommt man ganz gute Rollen hin. Wie gesagt, die Beschreibung bezieht sich auf mein Akai GXC-760 und dort sind die Rollen bis heute im Einsatz ohne für mich hörbares Jaulen. Wenn ich mit dem Eumig und meinem anderen brasilianischen Deck fertig bin, dann will ich mir eh das Akai mal meßtechnisch vorknöpfen. Mittlerweile habe ich ja auch ein W&F Meter und da wird sich dann die Spreu vom Weizen trennen  :flööt:

Übrigens, bzgl. des Klebers:
Beim Eumig habe ich ja den Capstan-Gummi neu gemacht, mit zwei übereinander geklebten Gummis. Als Tip von Robert kam damals, das mit UHU+ zusammenzukleben. Allerdings gibt es zwei mit unterschiedlicher Aushärtezeit. Ich hatte den schneller abbindenden genommen (ich meine 5min) - entgegen des Rats von Robert (weil ich's immer nicht erwarten kann  :flööt:). Das war ein Fehler. 5min können ganz schön kurz sein, wenn man den Gummi auf der Rolle noch aufziehen und (genau) ausrichten muß  :_tease:. Also lieber den länger abbindenden UHU+ nehmen. Eignet sich hervorragend zum Aufkleben von Gummi auf eine harte Rolle.

Zum Tandberg:
Danke für den Tip, aber da gibt's ja noch den Zentralservice. Mit Herrn Schmidt habe ich nun schon zwei mal telefoniert. Zum TCD-3004/3014 hat er wohl alle Ersatzteile da. Da würde ich mir also nicht die Arbeit mit den selbstgebauten Rollen machen.

Die Arbeit mit dem Rollenschleifen würde ich übrigens heute sowieso nur noch dann machen, wenn gar keine anderen zu bekommen sind.
Nicht weil's so schlecht geworden ist, sondern weil das schon auch ein paar Stunden Arbeit sind, wenn man's richtig machen möchte.
Aus diesem Grund war das Schleifen soz. auch nur ein Versuch rauszubekommen, ob man's selbst auch hinbekommt.

So'dele.
Nach dem kleinen Exkurs, würde ich gerne nochmal die Allgemeinheit auf meine (noch unbeantworteten) Fragen zurück lenken wollen  .,73 welche da wären:

Eumig spezifiziert für CrO2 30-20000Hz mit +/- 3dB.
...
Das lies mir natürlich keine Ruhe und ich habe etwas mit REC-EQ und BIAS getüfftelt, um diese 2dB noch wegzubügeln - Leider ohne Erfolg.
Wie man aus der Eumig'schen Abgleichanleitung schon sehen kann, werden REC-EQ und BIAS bei 18kHz abgeglichen. Deren Veränderung bewirkt also eine erneute Anhebung bei 18kHz. Ich habe leider keine Messung gespeichert, aber man kann sich das so vorstellen, daß der FG ab 3kHz um 2dB absackt und in Richtung 18kHz dann wieder um 2dB steigt. Man erzeugt so also eine Delle bei ca. 10kHz.

Dazu meine zweite Frage(n):
Was meint Ihr grundsätzlich zu jenem 2dB Abfall in den FG's oben (tolerabel oder eines Top-Decks nicht würdig) ?
Was wäre besser ? - So lassen wie oben zu sehen, oder doch wieder so einstellen, daß der FG zu 18Khz hin wieder ansteigt ?

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 12.Januar.2010 | 10:21:31 Uhr
Bei welcher Bandsorte war denn der gemessene Abfall? Ich muß noch schauen, wie ich den analogen Hochtonfrequenzgang meiner Notebooks verbessern kann, dann kann ich von meinen Geräten auch mal Messungen machen....

@Arnulf,
danke für die Tips und Hinweise. Ich hatte bislang keine Probleme, die Gummirollen meiner Yamahas scheinen da noch recht resistent zu sein, aber man weiß ja nie...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 12.Januar.2010 | 11:17:00 Uhr
Das war mit CrO2...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: hifikauz am Dienstag, 12.Januar.2010 | 18:12:27 Uhr
Die Eumigs µ FL-1000 fand ich schon immer Fazinierend.

Klasse, wie Kuni diese Geräte wieder gebrauchstüchtig macht!  :_good_:

Respekt!

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 12.Januar.2010 | 20:12:38 Uhr
Hi "Käuzchen"  .,a095

nicht so viel Lob, sonst werd' ich übermütig  :flööt:.
Gehört für mich einfach zum Hobby und wenn schon, dann mag ich meine Geräte wenn's irgendwie geht in top Zustand.
Also muß man manchmal erfinderisch sein...

Die Eumigs µ FL-1000 fand ich schon immer Fazinierend.

Da muß ich doch gleich mal Werbung in eigener Sache machen und in den Biete Bereich verweisen
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5185.0
;0001
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 12.Januar.2010 | 21:12:34 Uhr
Noch ein Nachtrag von Robert bzgl. Bezugsquelle für maßgefertigte Andruckrollen (bei Anlieferung der Kerne):

TGW
Technische Gummi-Walzen GmbH
Am Elzdamm 38
DE-79312 Emmendingen
Deutschland

Telefon/Phone ++49 (07641) 9 16 60
Telefax ++49 (07641) 5 44 78
e-mail info@typ-gummi-tgw.ch

Kosten ca. 30€/St.

Die stellen wohl auch für ReVox her und bringen auf einen alten Kern eine neue Rolle nach Angaben (Muster) auf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 12.Januar.2010 | 21:37:11 Uhr
Ist ja günstiger als die Nachbauten in der Bucht, die nehmen 45€ + Versand.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: hifikauz am Mittwoch, 13.Januar.2010 | 10:28:56 Uhr
Ist ja günstiger als die Nachbauten in der Bucht, die nehmen 45€ + Versand.

Vielleicht verkauft jemand in der Bucht diese Nachbauten mit Aufschlag.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 16.Januar.2010 | 15:11:52 Uhr
Hi zusammen,

das Problem

Dazu meine zweite Frage(n):
Was meint Ihr grundsätzlich zu jenem 2dB Abfall in den FG's oben (tolerabel oder eines Top-Decks nicht würdig) ?


konnte ich nun gestern auch noch klären, nachdem es mir keine Ruhe gelassen hat, wieso und warum ich da 2dB Verlust im FG bei 18kHz bekomme.

Genauer gesagt messe ich manuell (mit MVM ohne Meßbox, zuvor bei 400Hz auf -20dB eingepegelt) z.B. bei 18kHz keinen nennenswerten Pegelunterschied.
Mache ich eine Frequenzgangmessung mit Meßbox, dann fallen mir die FG's zu hohen Frequenzen um z.B. 2dB ab.

Nach eingehender Analyse habe ich nun festgestellt, daß das Poti in meiner Meßbox den Fehler verursacht, wenn es nicht auf den max. Anschlag gedreht ist.

Details zu meiner Untersuchung finden sich im folgenden Thread, der meine Meßbox betrifft. Dort hängt auch im Anhang das detaillierte Analyseprotokoll (für alle diejenigen, die's genauer wissen wollen):
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4921.msg138258#msg138258

Es ist also nun so, daß jenes Abschwächungspoti in meiner Meßbox immer größere Abschwächungen produziert, je weiter es vom max. Anschlag weg ist.
Anders gesagt ist die Meßbox für FG Messungen nur zu gebrauchen, wenn das Poti am max. Anschlag steht !

Hier also nochmal der FG, mit dem 2dB Abfall bei 18kHz, den ich neulich gemessen hatte (Poti war nicht in max. Stellung):

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FG_Deck1_nach_Abgleich_Master_Links_CrO2_HighCom_aus.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FG_Deck1_nach_Abgleich_Master_Links_CrO2_HighCom_aus.jpg)

und hier der nochmal neu gemessene FG mit Poti in max. Stellung:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_FG_Deck1_nach_Abgleich_Master_Links_Poti_max_CrO2_HighCom_aus.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_FG_Deck1_nach_Abgleich_Master_Links_Poti_max_CrO2_HighCom_aus.jpg)

Wir sehen nun also, daß der FG meßtechnisch nur noch um ca. 1dB abfällt.

Dieses 1dB stellt für meinen Meßaufbau nun offensichtlich die "Meßtoleranz" dar und setzt sich (ungefähr) wie folgt zusammen:
0,2dB tatsächlicher Abfall (Einstellungenauigkeit) + 0,5dB Abfall der Soundkarte.

Damit bin ich nun mehr als zufrieden, da ich wegen der manuellen Messung nun weis, daß es den Abfall real nicht gibt und sich der gemessene 1dB Abfall nun meßtechnisch auch begründen läßt.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 16.Januar.2010 | 16:27:50 Uhr
Das sieht gut aus.  :_good_: Wahrscheinlich wird das Poti kapazitiv beeinflußt?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 16.Januar.2010 | 16:34:03 Uhr
Ulrich hat das hier (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4921.msg138261#msg138261) noch begründet.

Zitat
Das verwendete Poti ist zu hochohmig.
Dadurch wird der Innenwiderstand deiner neuen (Ersatz) Quelle zu hochohmig wenn sich das Poti vom Anschlag (egal welchem) entfernt.
Dieser Innenwiderstand bildet mit der Kabel- und der Gerätekapazität einen Tiefpass dessen Grenzfrequenz zu niedrig ist.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 16.Januar.2010 | 16:35:47 Uhr
Habe ich gerade gelesen   :-handshake:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 20.Januar.2010 | 09:43:29 Uhr
Moin zusammen,

nun ist es vollbracht  :_yahoo_:.

... und der Abgleich des High-Com steht noch an.

Gestern habe ich noch die letzten Seiten der Abgleichanleitung (High-Com, Balance-Scope/Einmeßcomputer Einstellung für Fe Band. Limiter etc.) abgearbeitet und Frequenzgänge für alle Bandsorten und den diversen Stellungen des Rauschunterdrückungsschalters protokolliert.

Alles nun problemlos  :_good_:

Danach durfte das Eumig zurück ins Regal und wurde natürlich gleich in einer zweistündigen Hörsession mit allen möglichen alten und neu aufgenommenen Kassetten ausprobiert. Ich bin nach wie vor begeistert.

Arnulf hatte da so 'nen schönen Ausdruck:

... "Sternenstaub" im Klang des Eumig ...

Das trifft's. Es ist wirklich beeindruckend, was das Eumig auch aus älteren Aufnahmen noch rauskitzelt. Tlw. wußte ich gar nicht, welcher Detailreichtum auf so manchem Band abgespeichert schlummert.

Nunmehr 9 Monate nach Eröffnung dieses Themas, kann ich also das (die) Projekt(e) Eumig zu den "Akten legen" und mit dem eigentlichen Hörgenuß beginnen (tja, Geduld war mal wieder gefragt, wie so oft in diesem Hobby  :_tease:).

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei allen Beteiligten und Mithelfern bedanken, die mir bei dieser Baustelle so viele nützliche Infos und Tips geliefert haben und erkläre hiermit die Reparatur als offiziell beendet  :_hi_hi_:.

Ich hoffe, daß dieser FL-1000 Thread trotzdem auch in Zukunft Anlaufstelle für alle Fans des Geräts bleibt und hin und wieder mit frischen Infos aufwarten kann...

So long  :_55_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 20.Januar.2010 | 10:15:00 Uhr
Klasse, Kuni, das freut mich, daß das Gerät endlich richtig läuft und wieder Spaß macht, so soll es sein  :_good_:  :drinks:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Donnerstag, 21.Januar.2010 | 13:01:32 Uhr
Moin, moin.

Ja, herzlichen Glühstrumpf.
Allein schon das Mitlesen ist Begeisterung.

Zum "Sternenstaub", der übrigens auch Freunden von allein aufgefallen ist, ohne daß man gerade über dieses oder andere Geräte gesprochen hätte, gehen mir nicht enden wollende Gedanken durch den Kopf.

Im Vergleich komme ich zu dem Ergebnis, daß es nicht so ist, daß der Eumig 100% liefert und andere, wie die ASC nur 98%.
Es ist vielmehr so, daß der Eumig da irgendwas "zaubert". Das ist aber kein Voodoo, oder von Gerätebegeisterung erzeugter Glaube.
Ich möchte diesen "Sternenstaub" jedenfalls gerne auch in die ASC einstreuen. Nun ist es so, daß ich beim Einmessen der ASC Anleitung gefolgt bin, also alles richtig gemacht habe. Dort wird die Einmessung auf Typ III Tapes gestartet und die anderen Sorten dann darauf bezogen. Da liegt der Hase im Pfeffer. Es gibt keine Typ III Bänder, die heute noch die geforderten Werte erreichen. Deshalb möchte ich mich beizeiten über diese Einmessanweisung hinwegsetzen (wird dann hier noch Thema werden). Ich glaube aber nicht so wirklich, daß man damit den Sternenstaub einfangen kann.

Bei dem Eumig war mir aufgefallen, daß der Kopf - wenn man auf den Spiegel guckt - anders ist, als alle anderen Tapedeckköpfe, die ich kenne (so einige sind es ja schon). Ich weiß nicht, ob es ein sogenannter Schmetterlingskopf ist. Für Kopftechnik bin ich auch nicht der Fachmann.

Kann der Sternenstaub von dem (besseren?) Kopf herrühren? Also im Vergleich zu anderen Topgeräten, die auch keine elektronischen Schwächen haben. Es will mir in der Theorie jedenfalls nicht in den Kopf, warum man das nicht auch mit einem ASC reproduzieren kann, es sei denn, daß konstruktiv irgendwas anders ist, was es verhindert.

Viele Grüße, Arnulf.

P.S. Ich habe leider kein Bild vom Eumig Kopf. Vielleicht kann das jemand ergänzen?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Donnerstag, 21.Januar.2010 | 14:24:08 Uhr
Köpfe können schon die Wiedergabe beeinflussen. Ich meine das z.B. die Sendustköpfe von Yamaha wirklich sehr gut klingen, da kommen die Standardpermalloyköpfe des an sich guten KX-670 nicht ganz mit. Wie sich das mit den amorphen Köpfen des KX-930 verhält, werde ich noch eruieren. EInmessen tue ich beim K-560 mit einem Testtrack, den ich aus der DHFI Nr.9 gezogen habe, nämlich mit dem Verhalten bei 18 und 20kHz. Da komme ich zu weit verlässlicheren Ergebnissen als bei 10 oder 12kHz. Also auch abweichend der Vorgabe im SM. Dann höre ich auch auf dem Band alle Details wie ich sie von der Platte kenne. Durch die meist zwangsweise geringe Anhebung von 16-18kHz mit einem leichten "Glanz" im Hochtonbereich, der aber nicht lästig oder unnätürlich ist.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 21.Januar.2010 | 19:28:22 Uhr
'n Abend zusammen,

ist ja doch noch Leben hier bei den wenigen Eumig Freaks  :_yahoo_:

Ein Bild der TK'e war gewünscht ?
Bitte schön:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Tonkoepfe.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Tonkoepfe.jpg)

Kenn mich mit TK'en auch nicht aus, aber vlt. können unsere TB Experten was sagen ?
Vlt. ist's ja ein TK à la Tonband ?

Zum "Sternenstaub" (ich hoffe da können sich alle - die das Eumig noch nicht gehört haben - was drunter vorstellen  .,a015):
Ich hatte mich da auch schon gefragt, an was derlei Geräteunterschiede wohl liegen können. Sicher kann ich da natürlich auch nichts sagen, aber hier mal meine Gedanken dazu.

Ob dieser feinzeichnende, transparente und detailreiche Klang für das Eumig spezifisch ist, oder auch bei anderen Top-Decks zu entdecken wäre, kann ich ja aus eigener Erfahrung nicht sagen. Das FL-1000 ist das beste/höchstwertigste Deck was ich aktuell besitze (respektive je besessen habe). Ich kann mich also nicht auf vergleichbare Geräte aus eigener Erfahrung beziehen. Was ich noch hier habe ist ein Wega 301, Panasonic CT-F650, Gradiente CD-3500 und ein Akai GXC-760. Bis auf das Akai alles Mittel- bis Oberklasse. Aber selbst verglichen mit dem Akai ist der Unterschied frappierend. Nicht daß das Akai irgendwie dumpf klingen würde, aber es ist als ob man den "Grauschleier" wie in der Werbung wegziehen würde. Das ist vrmtl. das was wir hier mit "Sternenstaub" bezeichnen.

Aber wo kommt's her ?

Eins ist mir klar - und zwar daß der Klang nicht aus dem Aufnahme- sonder aus dem Wiedergabezweig kommt.
Grund: Meine MC's sind alle vor mehr oder weniger langer Zeit mit dem Wega 301 aufgenommen (die letzten vor ca. 3 Monaten).
Dennoch ergibt sich dieser "Sternenstaub" nur auf dem Eumig. D.h. also daß aufnahmeseitig was aufgenommen wurde, was andere Geräte nicht mehr zu 100% reproduzieren können. Aufnahmeseitige Einstellungen scheiden also mMn auch als Ursache aus. Im Wiedergabezweig gibt's meißtens nicht wirklich viel einzustellen, daß ich da auch nicht wirklich die Ursache vermuten würde.

Daß das ASC mti Typ III eingemessen wird und alle anderen Bandsorten sich darauf beziehen ist doch prinzipiell nicht so ungewöhnlich.
Das Eumig wird wiedergabeseitig mit Typ I Band eingestellt und Typ II /IV beziehen sich auch auf die Einstellung.
Aufnahmeseitig sieht das natürlich anders aus, aber die Aufnahmeseite schließe ich hier ja auch mal aus.

Kann es nun evtl. sein, daß gute Wiedergabeköpfe schwieriger zu fertigen sind als Aufnahmeköpfe ? - Die Ursache also evtl. in höherwertigen Wiedergabeköpfen liegt, die einfach mehr aus der Bandmagnetisierung "rausfischen" (obwohl, dann müßte ja uU eigentlich auch das Rauschen steigen) ?

Auf meinem Weg durch das Eumig ist mir (außer im LW) praktisch kein Spezialteil untergekommen.
Einzig die 2 Motoren, diese schwarze Glübirne des Löschoszillators und evtl. die TK'e (da weis ich's nicht) sind OEM Spezialfertigungen. Dann ist da natürlich noch die SW des uC von Eumig. Alle anderen el. Bauteile scheinen nichts wirklich besonderes zu sein.
Diese Glühbirne kann man sicher ausschließen, da Wiedergabezweig. Die SW vrmtl. auch - soweit ich weis bedient die die Logik und den Einmeßcomputer.
Blieben die TK'e und die Schaltung als solche.

Weiter wissen wir ja, daß die große Krux bei Tapedecks (im Vrgl. zum TB) die Bandführung ist.
Bzgl. der Bandführung haben mMn viele Hersteller Potential verschenkt zu Gunsten einer preiswerteren, aber eben schlechteren, Lösung.
Evtl. ist diese beim Eumig besser/präziser gelöst ?

Die Azimut-Justage sehe ich ganz allgemein als einen der essenzielsten Punkte beim Abgleich an (mein brasilianisches Gradiente hat nach penibler Justage und Modifikation der Azimut-Schraube einen Quantensprung im Klang gemacht).
Bei der Azimut-Justage ist mir beim Eumig aufgefallen, daß die TK'e schon/noch perfekt justiert waren. AndreasTV hatte mal erwähnt, daß es viele Hersteller hier ab Werk nicht so ernst genommen haben. Evtl. war das bei Eumig anders, bzw. die ganze Kopfkonstruktion wurde einfach mehr auf Langzeitstabilität und Präzision ausgelegt.
Wie auch immer. Wenn dem so wäre müßte man auch einem ASC bei penibler Justage die letzten 2% des "Sternenstaubs" einhauchen können.

Ich bin zwar grundsätzlich kein Fan davon, Messungen und klangliche Unterschiede gleichzusetzen. Muß aber schon sagen, daß der Freq.Gang des Eumig (und zwar meiner beiden Decks) schon ultra linear ist. Da würde mich zum Vergleich wirklich mal ein selbst gemessener FG, z.B. von einem ASC oder Revox interessieren.
Mit meinem Equipment kann ich halt nur bis 18kHz messen, aber wenn der FG des Eumig tatsächlich (wie in der Spec. beschrieben) bis 22kHz reicht, dann wäre das schon ein Grund für den "Sternenstaub" (angenommen, daß ein ASC oder Revox real nur bis ca. 18kHz käme). Die dann fehlenden hohen Frequenzen wären schon ein plausibles Argument.

Noch ein Wort zu André's Einmeßverfahren bei 18kHz:
Das wird beim Eumig übrigens auch bei 18kHz gemacht - hatte mich anfangs gewundert.
Nachträglich meine ich auch, daß das Sinn macht, aber nur wenn das Deck auch Potential hat bis 18 oder 20kHz wiederzugeben.

Im Prinzip bin ich beim Einmessen des Gradiente Decks ähnlich vorgegangen wie Du, André.
Bei dem Gradiente gibt es kein REC-EQ und der FG geht auch nur bis ca. 16kHz.
Also habe ich erst mal mit 10kHz abgeglichen und dann per leichtem verringern des BIAS den FG so hingetrickst, daß er in Richtung 16kHz um ca. 2dB höher liegt. Das ergab auch ein hörbares Mehr an Höhenbrillianz, aber trotzdem dem nicht jenen "Sternenstaub".


Mann, ich glaube "Sternenstaub" wird noch zum Wort des Jahres  ;0008
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Donnerstag, 21.Januar.2010 | 20:09:19 Uhr
Hehe, Sternenstaub kenne ich eher aus der Astronomie. Das ist schwarzer Kohlenstoff, aus dem so ziemlich alles besteht was wir um uns haben, einschließlich uns selbst, wurde alles schon mal in Sternen gebrannt...

Ich messe auf das am von mir am meisten verwendete Band ein, als die TDK SA, gleich was im SM steht. Allerdings bin ich so spinnert, das ich jede Cassette vor der Aufnahme einmesse, ist umständlich, aber wenn ich das Ergebnis höre kann ich einfach nicht anders. Kosmisch.  :_yahoo_: Natürlich geht nur die Frequenz als Bezug, die Gerät und Band noch mitmachen, ganz klar.

Der Kopf schaut gut aus, und auch hochwertig.  :_good_:

Meine "Spezialteile" sind die von mir angebrachten Brückenkondis. Kleine Kapazitäten können schneller die Ladung wechseln, das hört man auch. Das wäre vielleicht noch was, auch das Eumig den Sternen noch etwas näher zu bringen...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Freitag, 22.Januar.2010 | 03:05:10 Uhr
Moin, moin.

Kenn mich mit TK'en auch nicht aus, aber vlt. können unsere TB Experten was sagen ?
Vlt. ist's ja ein TK à la Tonband ?

>Kuni, auf dem Bild ist leider nicht zu sehen, was ich meine. Die "Linien", die den aktiven Teil abgrenzen, sind wie ein halber Schmetterlingskopf (?) und daneben dann sozusagen der Blindteil der Rückspur. Das bräuchte man mal eine Nahaufnahme.

Zum "Sternenstaub" (ich hoffe da können sich alle - die das Eumig noch nicht gehört haben - was drunter vorstellen  .,a015):

>So ungreifbar solche Begriffe auch sind, wenn man an Poesie denkt (siehe Andre´s Definition), passt das Wort am besten.

Ob dieser feinzeichnende, transparente und detailreiche Klang für das Eumig spezifisch ist, oder auch bei anderen Top-Decks zu entdecken wäre, kann ich ja aus eigener Erfahrung nicht sagen. Das FL-1000 ist das beste/höchstwertigste Deck was ich aktuell besitze (respektive je besessen habe). Ich kann mich also nicht auf vergleichbare Geräte aus eigener Erfahrung beziehen. Was ich noch hier habe ist ein ...... und ein Akai GXC-760. Aber selbst verglichen mit dem Akai ist der Unterschied frappierend. Nicht daß das Akai irgendwie dumpf klingen würde, aber es ist als ob man den "Grauschleier" wie in der Werbung wegziehen würde. Das ist vrmtl. das was wir hier mit "Sternenstaub" bezeichnen.

>Genauso ist´s. Das Gegenteil vom Sternenstaub ist der Grauschleier. Das ist "FAKT"  :-handshake:

Aber wo kommt's her ?

Eins ist mir klar - und zwar daß der Klang nicht aus dem Aufnahme- sonder aus dem Wiedergabezweig kommt.
Grund: Meine MC's sind alle vor mehr oder weniger langer Zeit mit dem Wega 301 aufgenommen (die letzten vor ca. 3 Monaten).
Dennoch ergibt sich dieser "Sternenstaub" nur auf dem Eumig. D.h. also daß aufnahmeseitig was aufgenommen wurde, was andere Geräte nicht mehr zu 100% reproduzieren können. Aufnahmeseitige Einstellungen scheiden also mMn auch als Ursache aus. Im Wiedergabezweig gibt's meißtens nicht wirklich viel einzustellen, daß ich da auch nicht wirklich die Ursache vermuten würde.

>Es scheint wirklich so zu sein. Alle meine alten Tapes, die ich mit verschiedenen Decks aufgenommen habe und in + auswendig kenne, erlebe ich auf dem Eumig nochmal völlig neu.

Daß das ASC mit Typ III eingemessen wird und alle anderen Bandsorten sich darauf beziehen ist doch prinzipiell nicht so ungewöhnlich.

>Vielleicht nicht ungewöhnlich, aber äußerst hinderlich.

Kann es nun evtl. sein, daß gute Wiedergabeköpfe schwieriger zu fertigen sind als Aufnahmeköpfe ? - Die Ursache also evtl. in höherwertigen Wiedergabeköpfen liegt, die einfach mehr aus der Bandmagnetisierung "rausfischen" (obwohl, dann müßte ja uU eigentlich auch das Rauschen steigen) ?

>Ob´s so einfach ist? Die Köpfe der ASCs und auch anderer Decks, die ich habe / hatte, glänzen durch ihre besonders Gute Qualität.

Auf meinem Weg durch das Eumig ist mir (außer im LW) praktisch kein Spezialteil untergekommen.

>Das issas ja. Die kochen auch nur mit Wasser.

Weiter wissen wir ja, daß die große Krux bei Tapedecks (im Vrgl. zum TB) die Bandführung ist.
Bzgl. der Bandführung haben mMn viele Hersteller Potential verschenkt zu Gunsten einer preiswerteren, aber eben schlechteren, Lösung.
Evtl. ist diese beim Eumig besser/präziser gelöst ?

>Dazu kann ich nichts sagen. Der grundsätzliche Unterschied zu den anderen von mir angeführten Decks ist der Single-Capstan gegenüber Doppel-Capstan.

Die Azimut-Justage sehe ich ganz allgemein als einen der essenzielsten Punkte beim Abgleich an.

>Dazu kann ich auch nichts sagen. Da habe ich noch nicht gemessen / gedreht. Allerdings klangen meine bisherigen 3 ASCs alle gleich und auch gleich im Bezug auf den Eumig. Also ein schwarzes Schaf, das aus der Reihe fällt, wird nicht die Ursache sein.

Bei der Azimut-Justage ist mir beim Eumig aufgefallen, daß die TK'e schon/noch perfekt justiert waren. AndreasTV hatte mal erwähnt, daß es viele Hersteller hier ab Werk nicht so ernst genommen haben.

>Das Gefühl hatte ich auch. Beim Eumig wollte ich da deshalb auch gar nicht dran drehen. Ansonsten dürfte Andreas mit seiner These recht haben.

Wie auch immer. Wenn dem so wäre müßte man auch einem ASC bei penibler Justage die letzten 2% des "Sternenstaubs" einhauchen können.

>Will es hoffen. Ich kann mich darum leider jetzt nicht kümmern, hoffe es aber absehbar (und mit eurer Hilfe) zu schaffen.

Ich bin zwar grundsätzlich kein Fan davon, Messungen und klangliche Unterschiede gleichzusetzen. Muß aber schon sagen, daß der Freq.Gang des Eumig (und zwar meiner beiden Decks) schon ultra linear ist. Da würde mich zum Vergleich wirklich mal ein selbst gemessener FG, z.B. von einem ASC oder Revox interessieren.

>Den werde ich wohl auch nicht nachreichen können. Rechner und Anlage sind bei mir nicht verbunden und dienen verschiedenen Zwecken. Und das ist auch gut so. (sonst brauche ich ihn gar nicht mehr auszuschalten)

Wenn der FG des Eumig tatsächlich (wie in der Spec. beschrieben) bis 22kHz reicht, dann wäre das schon ein Grund für den "Sternenstaub" (angenommen, daß ein ASC oder Revox real nur bis ca. 18kHz käme). Die dann fehlenden hohen Frequenzen wären schon ein plausibles Argument.

>Der Eumig ist zwar Spitze, aber die ASC liegen nur ganz knapp drunter. Bei Revox weiß ich nicht.

Mann, ich glaube "Sternenstaub" wird noch zum Wort des Jahres.

>Das habe ich beim Lesen auch gedacht. .,70 Aber warum nicht.  .,d040

Schönen Gruß, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 22.Januar.2010 | 11:13:06 Uhr
Moin zusammen,

Ich messe auf das am von mir am meisten verwendete Band ein, als die TDK SA, gleich was im SM steht. Allerdings bin ich so spinnert, das ich jede Cassette vor der Aufnahme einmesse, ist umständlich, aber wenn ich das Ergebnis höre kann ich einfach nicht anders.

Nimmst Du da alte TDK SA oder die, die's aktuell noch gibt ?

Ich hatte ja mal im Kaufland diese CX-90 von SK gefunden, getestet und für eigentlich ganz gut befunden.
Da wollte ich letzte Woche mal 10 St. kaufen und was sehe ich  :shok: - ein leeres Regal....
Sagt mir doch die Dame an der Info, daß die Kassette aus dem Sortiment genommen worden sei  :wallbash - Shit ...

Mir scheint so, als ob die TDK SA die einzige Typ II MC ist, die man neu zu kleinem Preis bekommen kann.

Falls mal einer einen heißen Tip hat, wo man noch gute neue MC's bekommen kann (für mich wäre nur Typ II interessant), dann könnten wir ja vlt. mal wieder einen der alten Threads reanimieren und das für alle "Mangelleidenden" etwas sammeln:
"Empfehlungen für neue Kassette im Jahre 2009 A.D." --> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4349.0
oder
"Qualität von Cassetten neu und alt - Band und Gehäuse" --> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4641.0

Allerdings bin ich so spinnert, das ich jede Cassette vor der Aufnahme einmesse, ist umständlich, aber wenn ich das Ergebnis höre kann ich einfach nicht anders.

Also wenn dann richtig, oder ?
Ich mach' das aber auch so, allerdings nur, wenn ich außen am Gerät eine Einmeßmöglichkeit habe.
Auf allen anderen fest abgeglichenen Geräten verwende ich ansonsten immer das gleiche Band, heute nur noch die aktuelle TDK SA, auf die eingemessen wurde.

>Kuni, auf dem Bild ist leider nicht zu sehen, was ich meine. Die "Linien", die den aktiven Teil abgrenzen, sind wie ein halber Schmetterlingskopf (?) und daneben dann sozusagen der Blindteil der Rückspur. Das bräuchte man mal eine Nahaufnahme.

Arnulf, dann weis ich leider nicht genau was Du meinst.
Ne richtige Nahaufnahme geht bei mir nun auch nicht mehr wirklich (Geräte sind alle wieder zu), weil ich mit der Kamera dann vrmtl. nicht so nah an den Kopf rankom - bei guter Beleuchtung.

Eins ist mir klar - und zwar daß der Klang nicht aus dem Aufnahme- sonder aus dem Wiedergabezweig kommt.
...
>Es scheint wirklich so zu sein. Alle meine alten Tapes, die ich mit verschiedenen Decks aufgenommen habe und in + auswendig kenne, erlebe ich auf dem Eumig nochmal völlig neu.

Ha  :_yahoo_: - steh' ich mit dem Eindruck auch nicht alleine da  :_good_:

Daß das ASC mit Typ III eingemessen wird und alle anderen Bandsorten sich darauf beziehen ist doch prinzipiell nicht so ungewöhnlich.

>Vielleicht nicht ungewöhnlich, aber äußerst hinderlich.

Vlt. besorgst Du Dir einfach mal die passende aus der Bucht, dann halt rein für Einmeßzwecke ...

>Dazu kann ich nichts sagen. Der grundsätzliche Unterschied zu den anderen von mir angeführten Decks ist der Single-Capstan gegenüber Doppel-Capstan.

Das kann's auch nicht sein, schließlich kommt das Eumig ja auch nur mit einem Single-Capstan daher.

>Dazu kann ich auch nichts sagen. Da habe ich noch nicht gemessen / gedreht. Allerdings klangen meine bisherigen 3 ASCs alle gleich und auch gleich im Bezug auf den Eumig. Also ein schwarzes Schaf, das aus der Reihe fällt, wird nicht die Ursache sein.

Ganz so kannst Du das nicht sehen.
Daß alle Deine ASC's gleich klingen glaube ich Dir gleich. Was aber wenn die Azimut-Einstellung im Werk für alle Geräte gleich gemacht wurde und deswegen für alle etwas daneben liegt ?
Um ehrlich zu sein glaube ich bei so Herstellern wie ASC, Revox etc. selbst nicht ganz an sowas, schließlich sind das ausgesprochene Bandexperten gewesen und die wußten deswegen ganz sicher um den Effekt eines unsauber eingestellten Azimut.
Aber 'ne Möglichkeit wär's trotzdem.

Schade übrigens, daß das mit Vergleichsmessungen des FG bei einem ASC oder Revox nichts wird. Das wäre sicher spannend gewesen  :_sorry:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Freitag, 22.Januar.2010 | 13:01:50 Uhr
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Daher läuft bei mir in Sachen Azimuth immer eine Testcassette und am Oszi die Lissajous-Figur. Nur die bestimmt, ob der Schraubendreher anrückt oder nicht, in 98% der Fälle hilft ein wenig nachdrehen.

Mein K-560 ist eigentlich nur für eine einmalige Einmessung gedacht, die Potis liegen alle auf dem Board. Ich muß dazu also jedesmal den Deckel abnehmen, daher habe ich ihn erst gar nicht wieder verschraubt. Allerdings suche ich nach einer Lösung. Ich werde vielleicht eine kleine Platine basteln, die ich hinten befestige. Wo die 4 Potis für Rec-Level und Bias dann von aussen einstellbar sind. Viel einfacher wird es dadurch aber auch nicht, das ständige Rückspulen zum Überprüfen bleibt. Wie komfortabel ist da doch ein Dreikopferter...erst recht mit Autoeinmessung.  :wallbash

Ich nehme alte wie neue TDK SA, daneben habe ich auch noch SA-X und einige XL II -S. Die SA alt/neu unterscheiden sich nur ein wenig im Pegel, klanglich sind sie alle gleich gut. Das K-560 harmoniert auch besonders gut mit Einschichtbändern. Eine XL-II klingt z.B. nicht weniger als eine SA-X, beim KX-670 können die Zweischichter schon ein wenig Vorteile rausholen, aber beim K-560 klingen die Einschichtbänder schon so gut wie beim KX-670 die Zweischichtbänder... In der Bucht bekommst Du immer wieder zu moderaten Preisen originalverschweißte SA und XL, einfach ein wenig dranbleiben. Ich habe bereits einen guten Vorrat und meine Frau schimpft schon, das ich die Bänder doch nie alle bespielen würde, aber mich juckts dann immer wieder, wenn ich noch ein gutes Angebot sehe... :flööt:

TypIII finde ich als Bezugsband zu exotisch. Es braucht bei Typ-I Aufnahmeeinstellung sehr wenig BIAS, dann paßts, aber als Standard wie gesagt die SA. Dann kann man auch mal einen Spontanmitschnitt machen, ohne erst piepen und kurbeln zu müssen. Da lobe ich mir wieder das KX-670...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Freitag, 22.Januar.2010 | 15:16:32 Uhr
Moin, moin.

Meine Decks hier haben alle eine Einmessmöglichkeit. Bei Neuaufnahmen messe ich wirklich jedes Band ein.
Vielleicht ist es nicht immer nötig, aber wenn man die Möglichkeit schon hat?
Außerdem ist es ja keine Arbeit. Zum Gutteil ist es sicher der Spaß am Gerät.

Den Kopf müßte man dann bei Gelegenheit mal fotografieren. Mit einem Spiegel, einer Lupe und dann die Digiknipse mit der dritten Hand gehalten, wird bei mir wohl nichts brauchbares herauskommen. Mal sehen.

Zu den Typ III Tapes. Ich sammle ja eh Cassetten. So habe ich von jedem (Marken-) Modell ausgesucht gute zur Verfügung. AGFA und BASF fallen eigentlich schon durch Alterung aus. Manche BASF geht noch. Die einzigen, die soweit noch brauchbar sind, sind die Sonys. Aber ich soll 2 Trimmer auf 1000 mV am Ausgang abgleichen. Voll aufgedreht (Anschlag) komme ich auf ca. 900 mV.
Das schmeckt mir alles ganz und gar nicht. Da muß man anders vorgehen (können).

Beim Capstan meinte ich, allein mein Eumig hat Single Capstan, der Rest hat Doppel Capstan. Das ist der grundsätzliche Unterschied. Der wird aber nicht für den "Sternenstaub" verantwortlich sein.

Manche Sachen kann ich nicht mal eben machen. Ich habe zwar mittlerweile einen kompletten Meßplatz, bin aber im Umgang nicht routiniert. Ich will es nicht nur richtig machen, sondern anschließend auch wissen, daß ich es richtig gemacht habe.
So würde ich dann mal mit eurer Hilfe hier, das in Ruhe abarbeiten. Also eben auch, daß man nicht nach SM geht. Die ASC-Einmessung abzuarbeiten ist da deutlich schneller und braucht weniger Platz.
Ich will von daher nicht, daß hier alles aufgebaut und zerlegt steht und 2 Tage später alles halbfertig erstmal wieder weggeräumt werden muß, weil ich den Platz brauche.
Wenn gewisse Baustellen abgearbeitet sind, werde ich mich in Ruhe und konzentriert daran setzen.
Es wird absehbar soweit sein, aber ich bin gezwungen (Selbstdisziplin), da noch Geduld zu haben.

Dem Azimut werde ich mich dann natürlich auch widmen, aber wie du schon sagst, die anerkannten Top-Geräte wären nicht immer so erfolgreich getestet worden, wenn die Hersteller da geschludert hätten. Ich erwarte da jedenfalls keine Abweichungen, die das Phänomen der "Weltraumpartikel" erklären.

Ich will mich insgesamt dann so tief durch die ASCs wühlen, bis wirklich jeder Punkt geklärt ist. Da wird also auch viel des Probierens bei sein. Eben so, wie ich es hier auch von "euch" schon gelesen habe. Allerdings ohne Rechnerunterstützung, sondern komplett Oldschool, wie man heute wohl schon sagen muß.

Zu "neuen" Tapes zum Aufnehmen. Ich bevorzuge da eine bestimmte Serie (SE) von TDK. Wurde von ca.1991 - 94 verkauft.
Ich habe mir aus der Bucht während der letzten 2 Jahre einen Vorrat von ca. 30 St. SA 90, 50 St. SA-X 90, 30 St. SA-XS 90 und ein paar MA / MA-X 90 geschaffen. Zusammen 120 Stück. Das wird wohl ausreichen.

Wenn mann die alle einzeln kaufen würde, wäre das viel Geld. Aber man ist ja geduldig. So bekommt man dann z.B. 52 SA 90 für 74,-€ (m.Porto). 20 verkauft man dann etwas geschickter und hat die eigenen 30 fast schon raus. Oder 40 St. SA-XS für 140,-€. Für die 2 5er Packs, die ich wieder verkauft habe, habe ich 70,-€ bekommen. Die andere Hälfte haben dann 5 10er Packs Maxell XL II 90 erwirtschaftet, die ich bei einem Händler hier als Restbestand fand und vorher als mein Vorrat fungierten.
Ihr erkennt das Prinzip.
Auf diese Weise habe ich meinen ganzen Vorrat, die ganze Sammlung original verpackter TDK-Tapes (140 St.) und auf dem Gerätesektor auch alle Tapedecks refinanziert. Weil man ja nur auf der Lauer liegen und nicht zwanghaft kaufen muß, klappt das müheloser, als man denkt. Hat auch viel Spaß gebracht.

Schönen Tag noch, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Freitag, 22.Januar.2010 | 16:23:45 Uhr
Hi Arnulf,

lass uns mal zur Problematik der Einmessung ASC einen gesonderten Thread machen (in der ASC Rubrik), da wird bestimmt Hans-Joachim helfend zur HAnd gehen, der wie ich meine zu wissen ebenfalls ein oder sogar zwei AS-300x bei sich hat.

Hier in diesem Thread verschwinden die Dinge zum ASC zu sehr und verwässern den Eumig-Thread. :zwinker:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Freitag, 22.Januar.2010 | 16:43:22 Uhr
Moin Jürgen.

Da gebe ich dir recht. Ich hatte sie zum Vergleich angeführt.

Die Beschäftigung mit meiner Problematik gehört hier nicht her und wird, wie gesagt auch später erfolgen.

Viel Spaß, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 22.Januar.2010 | 19:13:16 Uhr
Die SA alt/neu unterscheiden sich nur ein wenig im Pegel, klanglich sind sie alle gleich gut.

Aaah interessant.
Meine alten SA sind ja alle bespielt so daß ich keine alten zum Vergleich mit den neuen nehmen kann.
Deswegen schön zu hören, daß wenigstens bei TDK die gute alte Qualität erhalten blieb.

Den Kopf müßte man dann bei Gelegenheit mal fotografieren. Mit einem Spiegel, einer Lupe und dann die Digiknipse mit der dritten Hand gehalten, wird bei mir wohl nichts brauchbares herauskommen. Mal sehen.

Vom Robert (liest hier mit) hat mich heute noch ein Bild erreicht, vlt. ist da drauf was Du uns zeigen möchtest ?
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Tonkoepfe1.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Tonkoepfe1.jpg)

Ich will von daher nicht, daß hier alles aufgebaut und zerlegt steht und 2 Tage später alles halbfertig erstmal wieder weggeräumt werden muß, weil ich den Platz brauche.

Ooooch, die Eumigs lagen hier die ganzen 9 Monate so als "mahnende Objekte" auf'm Tisch  :grinser:

Dem Azimut werde ich mich dann natürlich auch widmen, aber wie du schon sagst, die anerkannten Top-Geräte wären nicht immer so erfolgreich getestet worden, wenn die Hersteller da geschludert hätten. Ich erwarte da jedenfalls keine Abweichungen, die das Phänomen der "Weltraumpartikel" erklären.

Jepp, sehe ich eigentlich auch so...

Ich will mich insgesamt dann so tief durch die ASCs wühlen, bis wirklich jeder Punkt geklärt ist. Da wird also auch viel des Probierens bei sein. Eben so, wie ich es hier auch von "euch" schon gelesen habe. Allerdings ohne Rechnerunterstützung, sondern komplett Oldschool, wie man heute wohl schon sagen muß.

Das Vorhaben ist  :_good_: - ich kenne das Eumig nach der Aktion nun auch in- und auswendig  :_yahoo_:
Auch wenn ich zu den ASC's nicth viel sagen kann, ich werd' den Thread im Auge behalten  :grinser: und helfen so's geht.

Ihr erkennt das Prinzip.

Oh ja - ich kenne das Prinzip. So haben sich meine ganzen Gerätschaften finanziert.
Mal g'schickt einkaufen, hübsch aubrezeln, 'ne Weile laufen lassen und dann ggf. wieder g'schickt verkaufen.
Da blieb bisher immer was hängen. Mein Prinzip ist es auch, daß das Hobby finanziell weitestgehnd neutral sein muß, sonst würde da ja zig tausende € irgendwohin verdampfen. Das will ich meiner Familie dann auch wieder nciht zumuten.

Übrigens - ich sagte es ja schon - hat sich der Robert bei mir per Mail gemeldet, u.A. auch mit Interessantem zum Thema TK'e und Azimut:
Zitat
Hallo Matthias,
 
lese mit und zu den Köpfen: das waren extra für dieses Deck entwickelte und angefertigte Köpfe - genau so wie beim CCD.
 
Zum Azimuth: Eumig hat jahrelang Grundlagenforschung betrieben, um an diesen Standard heran zu kommen - klar, dass bei dem schmalen Band und der geringen Bandgeschwindigkeit der Azimut eine wesentliche Rolle spielt! Die haben sich was überlegt, was Haltbarkeit betrifft, aus gleichem Grund wurde keine Schieber- sondern eine Schwenkeinheit für die Kopfbrücke konstruiert...!
 
Übrigens: die Lampe sitzt weder im Aufnahme- noch im Wiedergabezweig, die sitzt im Löschgenerator!
 
TDK SA und Maxell XLII waren die einzigen Bänder, die man auch im Auto verwenden konnte - die Maxell besonders. Ich habe heute noch Bänder im Auto, die bald 20 Jahre dort sind, und spielen immer noch ohne Probleme! Hitze und Kälte - nie ein einziges Problem gehabt...!
 
Doppelcapstan: braucht kein Mensch, keine Ahnung wozu. Gibt es ja auch bei keiner Bandmaschiene... Es ist praktisch unmöglich, zwei exakt gleich laufende Antriebe zu bauen - ein Bekannter von mir, Musiker - Gittarre, hat in den 80er und 90er-Jahren Demobänder aufgenommen - auf Eumig Metropolitan CCD und auf ReVox, das ReVox machte ständig Probleme mit dem Gleichlauf, war oft beim Service, die haben das nie hinbekommen - der Eumig dagegen problemlos. Gut, das Laufwerk hat die ewige Hin- und Herspulerei nicht ewig überlebt, aber der Capstan war nie defekt...
 
Liebe Grüße
 
Robert
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Freitag, 22.Januar.2010 | 20:29:17 Uhr
Auf den ersten Blick sieht der Kopf

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/KopfPhilipsCass.jpg)

dem des Eumig doch sehr ähnlich.

Gruß Ulrich
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 23.Januar.2010 | 12:11:39 Uhr
Hi Ulrich,

ist das ein Schmetterlingskopf  in Deinem Bild ?
Wegen dem "Links/Rechts Pfeil" auf der "Leerspur" ?

Also dieses Dingens auf der Leerspur hat der Eumig Kopf nicht.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 23.Januar.2010 | 12:17:26 Uhr
Gerade entdeckt:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=120521407166

Ein FL-1000 in Gold  ;0008 - das ist mal was für den Proll von neben an  ;0001, wie diese häßlichen vergoldeten Nak's  :_55_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: beldin am Samstag, 23.Januar.2010 | 12:31:21 Uhr
Proll oder nicht, wer hochwertige Komponenten hat, die serienmässig diese Farbe haben (Accuphase), der hat es schwer bei der Suche nach einem optisch passenden Deck.
 

Allerdings, wenn das Deck ungespielt ist, dann auch dort vermutlich erstmal eine Wartung erforderlich. Ausgehärtete und spröde Gummiteile sind zu ersetzen. Ggf. muß auch das eine oder andere Elektronikteil ausgetauscht werden. Ach ja, und dann wieder einmessen....  :_55_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 23.Januar.2010 | 12:41:35 Uhr
Ich finde Gold/Messing gar nicht mal so schlecht. Besser als jenes arg gebeutelte "Profi-Schwarz". Mein Denon CD ist auch Gold und sieht damit sehr chic aus.  Anhand der Bewertungen würde ich aber von diesem Ebaykäufer nichts erwerben wollen, Ärger scheint vorprogrammiert.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 23.Januar.2010 | 12:57:34 Uhr
Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden  :_hi_hi_:.

Das "Gold" der Accuphase ist dann doch aber wohl eher ein "dunkel champagner" als wirklich golden .... das finde ich auch wieder gar nicht so schlecht.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Samstag, 23.Januar.2010 | 15:23:26 Uhr

...ist das ein Schmetterlingskopf  in Deinem Bild ?
Wegen dem "Links/Rechts Pfeil" auf der "Leerspur" ?


Die Pfeile haben nichts mit Schmetterlingsköpfen zu tun, die gibt es bei Kassettenrecordern in diesem Sinne nicht.
Auf dem Foto sind die “Pfeile” übrigens wesentlich besser zu erkennen als mit bloßem Auge.

Kannst du mal ein Foto in ähnlicher Größe des Eumig- Kopfes machen?
Die Ähnlichkeiten halte ich doch für so hoch, das die Köpfe aus der selben Quelle stammen sollten.

Gruß Ulrich

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Samstag, 23.Januar.2010 | 16:47:58 Uhr
Moin, moin.

Also ich habe jetzt noch nicht ins Eumig kriechen können. Aber meiner Erinnerung nach (2 Jahre), sieht mein Kopf doch anders aus. Vor allem sehr markant. Habe schon überlegt, ob ich es zeichne und den Zettel fotografiere.

Zum goldenen Eumig aus der Bucht.
Er schreibt ja nur Sondermodell und man sieht da irgendwelche KS-Embleme, die ich nicht kenne.
Ich bin mir gar nicht sicher, ob das gold- oder nikotinfarben ist  :flööt:

Der Preis ist natürlich albern, vor allem bei seinem Profil, aber es würde mich doch nicht wundern, wenn.......

Schönes Wochenende, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: beldin am Samstag, 23.Januar.2010 | 16:56:02 Uhr
Danke!

Das ist ja auch ein KS = Kücke Select C72

Ist schon was seltenes....


EDIT:
Gerade in der Galerie MO geschaut, aber nichts gefunden.

Anderswo aber auch nicht!
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 23.Januar.2010 | 17:28:29 Uhr
Hi zusammen,

Kannst du mal ein Foto in ähnlicher Größe des Eumig- Kopfes machen?

Ulrich, ich glaube im eingebauten Zustand komm' ich da mit Kamera und Beleuchtung nicht richtig ran.
Der Robert liest ja aber hier mit und ich meine er hat noch eine ausgebaute komplette Brücke.
Vlt. schießt er noch ein Foto.

Ich bin mir gar nicht sicher, ob das gold- oder nikotinfarben ist  :flööt:

 :_good_: an Nikotin mußte ich zunächst auch denken, erst als ich's gelesen hatte habe ich gemerkt, daß das wohl golden sein soll.
Selten dürfte es schon sein, aber wegen des Profils und des Preises (und des Proll-Aussehens  ;0001) wegen ....  :_thumbdown_:

Kücke hat ja wohl damals irgendwie mit Eumig kooperiert (war nicht der T-1000 von Eumig intern ein Kücke ?).
Vlt. gab's da mal ein spezielles Ausstellungsstück o.ä. ....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Samstag, 23.Januar.2010 | 17:54:22 Uhr
Ich habe mal mein und Roberts Bild auf ungefähr gleiche Größe gebracht und die Farbe entfernt.
Den einzigen Unterschied den ich definitiv erkennen kann ist das die Bandführung auf der anderen Seite sitzt.

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/KopfPhilipsCass2.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/EumigKopfRobertausschnitt.jpg)

Gruß Ulrich
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: beldin am Samstag, 23.Januar.2010 | 18:32:46 Uhr
Ich kann auf dem unteren Bild kaum etwas erkennen, mehr erahnen....

Kann man das Bild auch noch mal scharf bekommen? (Blümchentaste!)
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Samstag, 23.Januar.2010 | 18:53:43 Uhr
Also jetzt habe ich wenigstens mal reingeguckt.

Es ist genau, wie bei dem von Ulrich gezeigten Kopf. Ich habe auf dem Bild nur die 2 kleinen schrägen Trennlinien, rechts der Mitte im Wiedergabeteil übersehen. Vom "Paketaufbau" her, ist mir sowas bisher unbekannt (bei Tapedecks).

Ulrich woher stammt dein Kopf? Und weißt du, was dahinter steckt?

Zur Auktion nochmal.
Auf Nikotin bin ich gekommen, weil das irgendwie eine sehr stumpfe Oberfläche zu sein scheint.
Hätte ich wie bei den schwarzen oder silbernen erwartet.
Sieht so matt nun doch wirklich nicht schön aus.

Viele Grüße, Arnulf.

Edit: Ich habe mir eben die Auktionsbilder nochmal angeguckt. Bei dem Gerät sind die Knöpfe und die Cassetten-Klappe nicht blank angefast. Vielleicht wirkt es ja deshalb so matt.
Siffig ist es jedenfalls und auf dem dritten Bild ist auch eine derbe Delle im Deckel zu sehen. Man müßte es wohl nach aller nötigen Arbeit beurteilen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 23.Januar.2010 | 19:09:43 Uhr
Kann man das Bild auch noch mal scharf bekommen? (Blümchentaste!)

Ne leider nicht, da's ja nicht von mir ist. Da müßte evtl. der Robert nochmal ein besseres schießen  :foto01

Ulrich woher stammt dein Kopf? Und weißt du, was dahinter steckt?

Jepp - Ulrich, kläre uns auf  .,d040
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Samstag, 23.Januar.2010 | 20:51:42 Uhr
Hi Jungs,

nein dies ist kein Nikotin, der da an dem KS-Kücke umgelabelten Eumig Deck ist..... so waren in der Farbe alle KS-Kücke Geräte!
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Samstag, 23.Januar.2010 | 23:24:18 Uhr
Jepp - Ulrich, kläre uns auf  .,d040

Da kann ich nicht  viel mehr verraten als schon im Bildnamen steckt, Philips.
Die genaue Gerätebezeichnung weiß ich leider nicht mehr, der Kopf steckt seit über 20 Jahren nicht mehr im Originalgerät.
Wer jetzt der wirkliche Kopfhersteller war, wer wo eingekauft hat,  keine Ahnung.
Ich kann also nicht sagen “was dahinter steckt”, mir ist nur die Ähnlichkeit mit dem Kopf aus meinem Besitz aufgefallen.
Da einzige was sicher ist, meine Quelle war (berufsbedingt) Philips und nicht Eumig.

Gruß Ulrich

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Sonntag, 24.Januar.2010 | 14:13:42 Uhr
Moin Ulrich.

Dem darf ich dann entnehmen, daß er in einem Philips Tapedeck für die Heimanlage verbaut war?
Sicher dann wohl nicht in den billigeren Geräten? Welche kämen in Frage?

Zu den beiden schrägen Trennlinien. Kannst du was zu der Kopf-Konstruktion sagen?
Ist die Paketanordnung irgendwie so besonders, daß vielleicht andere Eigenschaften erreicht wurden?

Viele Fragen als Wort zum Sonntag, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 25.Januar.2010 | 11:59:31 Uhr
Moin Jungs,

hier sind Neuigkeiten von Robert zu dem güldenen Deck in der Bucht und den TK'en:

Zitat
Hallo Matthias,
 
ja Eumig hat für einige Unternehmen den 1000er in Sonderoptik produziert, und die waren dann gold - eigentlich glänzend, hab so ein Deck mal beim Windisch damals gesehen, allerdings mit schräg gestellter Beschriftung in kurrent oder latein oder so. Aber ohne Eumig-Schriftzug. Das Deck um 800 Euro (ein wenig wahnwitzig der Preis - besonders der zum sofort kaufen...!) in der üblichen Beschriftung ohne Logo und eigener Bezeichnung schaut mir auch nicht unbedingt neu aus, da sieht man ja alle möglichen Fingerabdrücke rund um die Potiknöpfe...
 
Die gesamte 1000er-Serie wurde von Eumig entwickelt, nur der Recorder von Eumig in Wiener Neudorf gebaut. die restliche Serie von einer kleinen Werkstatt in Japan, die solche Aufträge annahm.
 
Die Köpfe wurden, meines Wissens nach, nach Eumig-Angaben in Japan produziert. Von Alps, denke ich. Die vom CCD wurden von Eumig bei Wölke entwickelt und dann auch produziert, wenn ich mich recht erinnere.
 
Die Unterhaltungen mit den ehemaligen Eumig-Leuten sind schon so lange her, bald an die 25 Jahre, daß ich mich da vielleicht irre...!
 
Zum Bild: ich versuche ein besseres zu machen - nur vom Kopf!
 
LG
 
Robert
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: beldin am Dienstag, 26.Januar.2010 | 21:11:39 Uhr
Es ist schon erstaunlich, zu beobachten wie nach diesem Thraed Eumigs FL- 1000µ angeboten wird. Derzeit sind 4-5 DEcks in der Bucht. Alle angeblich Topzustand. Alle in etwa in der gleichen Preisliga. Auch ein FL 900 schwimmt ziemlich nahe an der FL 1000er Preisoberfläche.....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 26.Januar.2010 | 21:44:22 Uhr
Das ist der "Mitzieheffekt" habe ich schon öfters bei verschiedenen Gerätetypen beobachtet. Geht ein seltenes, gesuchtes "Kultgerät" für gutes Geld weg, folgen sogleich mehrere weitere Angebote, in der Hoffnung auch schnell noch absahnen zu können. Danach ist wieder lange "Funkstille".
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 27.Januar.2010 | 00:01:31 Uhr
Ich habe die 1000'er ja auch ständig in Beobachtung  .,73.
Als ich damals gesucht hatte, gab's alle 3 Monate mal eins und in letzter Zeit fluppen die fast wöchentlich auf, das ist mir auch schon aufgefallen.
Vlt. sollten wir hier nicht so viel Know-How diskutieren  :flööt:
 :_55_:

PS:
Keine gute Zeit, mein zweites zu verkaufen, aber ich kann warten ....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Mittwoch, 27.Januar.2010 | 09:01:14 Uhr
Moin, moin.

Ja, im Moment ist es fast inflationär. Ich beobachte die Eumigs in der Bucht seit fast 3 Jahren. Es haben zwar regelmäßig welche dringestanden, aber mittlerweile kann man sich ja schon "sein Modell" aussuchen.

Standen sie früher meist defekt drin, sind sie jetzt natürlich (fast) alle heil.
Am meisten nerven aber die Auswüchse in den Formulierungen.

Da gibt es Laufwerke, die letztendlich aus dem Hause Papst stammen, um auch dieses "Zauberwort" mit drin zu haben.
Es wird erklärt, daß nur Geräte, die komplett fachgerecht überholt wurden, ein guter Kauf sind, was natürlich beim angebotenen der Fall ist.
Beim nächsten Angebot wird dann betont, daß dies Gerät immer noch perfekt funktioniert und der bessere Kauf ist, weil überholt mit Bastelgerät gleichzusetzen ist. Merke: Geräte, die noch keine Überholung nötig hatten, werden ewig funktionieren.
Der ehemalige Neupreis steigt auch schon teilweise enorm.

Kuni, man merkt schon sehr deutlich den Einfluß deiner Arbeit. Eigenartigerweise verweist niemand in seinen Auktionen auf diese Infoquelle  :0keule . Wahrscheinlich hat die halbe Nation in letzter Zeit Eumigs überholt, will meinen, auf die Strasse gelegt und dran vorbeigefahren??    :flööt:  :_55_:

Sicher haben einige gute Arbeit geleistet, aber ich glaube nicht, daß es gerade die Anbieter mit dem "Listenpreis" von ca. 460,-€ Sofortkauf sind. Die Auktionstexte decken sich teilweise auch schon so, daß man das Gefühl hat, die Geräte wären noch standardmäßig neu erhältlich.

Toll sind auch die verbalen Aufwertungen der FL 900er, um sie in die direkte Nähe der 1000er zu rücken.....vor allem preislich.

Naja, so ist das eben. Immerhin wurde offenbar auch das Interesse an diesen Geräten gesteigert, so daß sie mehr geachtet und erhalten werden. Ist ja auch schon was.

Viel Spaß, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 27.Januar.2010 | 12:23:41 Uhr
Vielleicht sollte man solche speziellen Technikthemen ähnlich anderer Themenbereiche nur für registrierte Mitglieder zugänglich machen, das mal an Jürgen, Axel und Rolf... :flööt:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 27.Januar.2010 | 19:00:57 Uhr
Hi zusammen,

Zitat
Standen sie früher meist defekt drin, sind sie jetzt natürlich (fast) alle heil.

Das ist auch auffallend.
Seinerzeit, als ich nach einem suchte, hatte ich Schiß wegen des komplexen Laufwerks und wollte eigentlich eins, das iO ist.
Leider war dem dann aber nicht so und es kam so wie es kam - sprich in diesem Thread nachzulesen ist.
Damals hatte ich auch lange in der Bucht beobachtet aber da war nicht ein einziges dabei welches funktioniert hätte.

Und nun schießen lauter funktionierende FL-1000 aus dem Boden und bei allen wurde das LW angeblich überholt.

Da fallen mir einige Gedanken zu ein:
Ich bin mir nicht 100%-ig sicher, aber u.U. gibt es noch EINEN EINZIGEN Servicebetrieb in Wien, der evtl. so eine LW-Überholung macht (ich weis aber wirklich nicht ob er auch LW'e instandsetzt, aber könnte sein). Wenn die also kostenpflichtig repariert wurden, dann würde mMn eine solche Reparatur einige hundert Euro kosten, weil auch ein Spezialist da mMn etliche Stunden dran sitzt. Damit wäre für mich (als Verkäufer) aber auch ein Preis um die 400-500€ zu wenig um die Ausgaben wieder einzuspielen.

Selber machen geht natürlich, ist (wie ich ja schon mehrfach erwähnt hatte) auch kein Hexenwerk, aber man braucht schon viel handwerkliches Geschick, Zeit und man muß die Funktion des LW kapieren. Ich will damit sagen, daß sowas für einen einigermaßen erfahrenen Klassikerbastler kein Problem sein sollte. Manche Buchtverkäufer stellen sich ja aber als weitestgehend unwissend dar und da möchte ich bezweifeln, daß die Fähigkeiten vorhanden sind (oder es ist alles erstunken).

Übrigens kam mein erstes FL-1000 (das als iO deklariert war) im Prinzip schon mit funktionierendem LW an, nur beim Stoppen des Bands hat sich eine Bandschlaufe in die Kassette gelegt (siehe Anfang des Threads). Ich will da jetzt gar nicht diskutieren, ob sowas "beschreibungstechnisch" noch als "funktionierendes LW" durchgehen kann oder nicht.

Übrigens dreht mindestens eins der aktuell angebotenen Gerät nun schon die 2te oder 3te Runde, obwohl angeblich verkauft und LW iO  .,a015

Zitat
Am meisten nerven aber die Auswüchse in den Formulierungen.

Na das kennen wir doch und ist doch eigentlich nichts Neues. Schließlich kann man - den Texten folgend - gaaaaaanz viiiiieeeeel High-End kaufen  ;0008

Zitat
Kuni, man merkt schon sehr deutlich den Einfluß deiner Arbeit.

Na ja, viele wertvolle Infos habe ich im Laufe der Instandsetzung halt von Robert bekommen - stammt also auch nicht alles von mir.
Wobei man sich um die entsprechenden "Connections" eben auch bemühen muß und sie einem nicht einfach so in den Schoß fallen.

Zitat
Eigenartigerweise verweist niemand in seinen Auktionen auf diese Infoquelle.

Vlt. sollte ich das mal anregen und dann nebengewerblich einen 1000'er Reparturservice aufmachen  :flööt:

Zitat
Sicher haben einige gute Arbeit geleistet, aber ich glaube nicht, daß es gerade die Anbieter mit dem "Listenpreis" von ca. 460,-€ Sofortkauf sind.

Würde meins in der Bucht stehen, dann würd' ich's auch so hoch reinsetzen. Erfahrungsgemäß findet sich immer einer .....

Zitat
Toll sind auch die verbalen Aufwertungen der FL 900er, um sie in die direkte Nähe der 1000er zu rücken.....vor allem preislich.

Eumig = Eumig und Äpfel = Birnen  .,111

Zitat
Vielleicht sollte man solche speziellen Technikthemen ähnlich anderer Themenbereiche nur für registrierte Mitglieder zugänglich machen, das mal an Jürgen, Axel und Rolf...

Ich wollt's nicht gesagt haben, aber manchmal ärgern mich solche Trittbrettfahrereien schon.
Soll heißen, daß gerade hier im Forum in vielen Beiträgen unglaublich viel Detail-Know-How vergraben ist.
Daß sich die (auch nur einigermaßen) regelmäßigen User des Forums aus diesem Pool bedienen ist absolut ok, weil ja jeder von jenen Usern irgendwo irgendwas an Infos auch zurückgeben kann (Stichwort: Jeder hat so sein "Fachgebiet"). Daß wieder andere aber einfach nur absahnen, das wurmt mich halt manchmal, grad' wenn mal wieder so'n Hype-Eindruck wie beim FL-1000 entsteht.

Wobei so ein Absperren für nicht registrierte User dann natürlich auch den Traffic von der Forumsseite nimmt und damit natürlich das Forum an sich auch wieder an Bekanntheitsgrad verliert - ich weis aber auch nicht wie Jürgen dazu steht. Ggf. können wir das ja mal in einem weiteren Thread bequatschen....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: beldin am Mittwoch, 27.Januar.2010 | 20:03:20 Uhr
Es bleiben doch einge Dinge festzustellen:

Kunis Eunig funktioniert und schwimmt derzeit NICHT in der Bucht!

Wer sich eines der aktuellen, in der Bucht schwimmenden, angeblich funktionierenden oder frisch reparierten EUMIG FL-1000 Tapes kauft, DER FÄHRT VOLLES RISIKO!

Da 900er ist viel zu hoch angesetzt! Hier soll vom derzeitigen 1000er Hype profitiert werden!
 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Mittwoch, 27.Januar.2010 | 20:58:53 Uhr
Moin, moin.

Für meinen Geschmack sind da zu viele "Fachgerecht generalüberholt". Bei einem Anbieter habe ich das Gefühl, daß der ein erfahrener Eumig-Schrauber und Liebhaber ist. Der hat in den letzten Jahren immer mal schubweise ein paar hintereinander verkauft. Da kann ich mir vorstellen, daß Idealismus gepaart mit der Zeitersparnis, mehrere LWs gleichzeitig zu überholen der Hintergrund ist. Die Geräte haben meist auch schon 400,- gebracht. Demotivierend war das sicher nicht. Ein defektes ging ja oft bei 120,- über den Tisch.

Dann mögen da auch vereinzelt Geräte angeboten werden, in denen wohl Arbeit steckt, aber vielleicht nicht 100%ig geworden sind. Nach dem Lesen hier - mit den Freiläufen - kann ich mir sehr gut die folgende Reaktion vorstellen. Nee, nicht nochmal ganz auseinander. Dann kommt´s in die Bucht, bringt ja gerade hohe Preise und da ich was dran gemacht habe, ist es überholt (ohne zu Lügen). Der Rest ist dann Transportschaden.

Wenn da Geräte bei wären, die dein angesprochener (Bezahl-) Service überholt hätte, würden die Anbieter doch mit der großen Fahne die "beiliegende Rechnung" herausstellen.
Genau deshalb habe ich auch einen schalen Geschmack, daß keiner auf diesen Fred verweist. Das würde doch belegen, daß man nur 2 gute Hände und Geduld zu haben braucht. Die Anleitung gibt´s ja schon. Man würde damit "als Kenner" Vertrauen erwecken können. Wer sich ernsthaft ransetzt, wird ja auch recherchieren.
Die Texte glatt, ohne auf die Knackpunkte einzugehen. Im Prinzip bleibt alles offen. Ihr dürft bei mir kaufen, ich bin Gott und sag´s nicht, weil´s auf der Stirn steht?
Das würde jemand, der mit Liebe viel Zeit geopfert hat, viel begeisterter beschreiben.

Das manches Gerät offenbar mehrfach seine Runden dreht, scheint mir eher eine Standardauktion mit gleichen Bildern zu sein, wo das jeweils aktuell "gezogene" und gereinigte Deck dann geliefert wird. Der Begriffsinhalt "funktioniert" wird in der Tat oft sehr gedehnt, wenn´s ums Geld geht.

Kuni, wenn du deins verkaufst musst du es auch so hoch ansetzen. Die Leute wollen´s ja bezahlen. Deins wäre ja auch das, was du beschreiben würdest. Warum solltest du also weniger Geld für (wahrscheinlich) mehr Deck nehmen.

Diesen Fred würde ich schon öffentlich lassen. Als ich damals meinen bescheidenen Senf geschrieben, bzw. Hilfe bekommen habe (HF), gab´s auch einen gewissen Anstieg der Preise. Ich habe eine ganze Zeit lang immer wieder mails von wildfremden Leuten bekommen, die sich eins gekauft hatten und Fragen stellten. Sie bezogen sich dann immer auf meine postings. Offenbar habe ich (und die anderen Beteiligten) einigen Leuten geholfen, über ihren Schatten zu springen.
Damit steigt die Nachfrage und für "schnelle Mark-Macher" bleibt weniger Platz.
Daß aktuell keiner hierher verweist, heißt für mich, daß die meisten Anbieter das solange ausweiden wollen, wie möglich.
So schließt sich der Kreis.

Mit diesem Thread steht ja nun so ziemlich alles wichtige zur Verfügung. Dafür werden sicher in Zukunft immer mehr wirklich interessierte Leute dankbar sein. Für Geschäftemacher wirds damit weniger lukrativ.
Man kann solche Effekte eh nicht verhindern. Sowas muß man aushalten.

Ich für meinen Teil bin für die Hilfe, die ich so in Foren erfahren habe, äußerst dankbar. Das war auch die Motivation, selber Gerätevorstellungen / Revisionen zu verfassen. Wenn man nimmt, so will man auch geben. So funktioniert Gemeinschaft. Es ist im dritten Jahrtausend schon ärmlich genug, daß es nur auf Ebene kleinerer Foren funktioniert. Wenn man das einschränken würde, würden sehr viele Leute ausgeschlossen. Das Finden von solchen Problemthemen über Google ist doch meist der erste Kontakt. Nicht jeder meldet sich deshalb gleich an, aber noch viel weniger mißbrauchen das.

Aktuell sorgt dieser Fred bei mir auch wieder für einen Begeisterungsschub. Ich schreibe also gerade mit standesgemäßer Musikberieselung. Wie mag es dann Fans ergehen, die noch nicht gewohnt sind einfach Power und Play drücken zu können? .,70

So, nun muß ich wieder ASC schrauben  :flööt: Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Donnerstag, 28.Januar.2010 | 01:14:23 Uhr
Ich durchbreche mal diese Buchtdiskussionen und komme zu einem Beitrag Arnulfs.


Zu den beiden schrägen Trennlinien. Kannst du was zu der Kopf-Konstruktion sagen?


Mir sind vorher eigentlich keine schrägen Trennlinien aufgefallen, auf meinem alten Foto sind sie auch nicht zu sehen.
Mir ist dann nachträglich aufgefallen, das meine  Kamera nicht auf voller Auflösung stand, daher ein neues Foto.

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/KopfPhilipsCass2%7E0.jpg)

Wenn es sich um diese Linen handeln sollte, keine Ahnung.
Da ich Blut gelegt habe werde ich  am Wochenende den Kopf ausbauen und ein Aufnahme bei hoher
Vergrößerung anfertigen.

PS: Alps macht Sinn, ich meine nach dem der Name Alps gefallen ist diesen Kopf in einem alten Alps Katalog gesehen zu haben.

Gruß Ulrich


Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 28.Januar.2010 | 08:37:29 Uhr
Moin zusammen,

kurzes Wort noch zu unserem Buchteinschub:

Arnulf, ich stimme Dir 100%-ig auf'n Punkt zu  :_good_:

Diesen Fred würde ich schon öffentlich lassen.
....
Mit diesem Thread steht ja nun so ziemlich alles wichtige zur Verfügung.
Dafür werden sicher in Zukunft immer mehr wirklich interessierte Leute dankbar sein.
...
Ich für meinen Teil bin für die Hilfe, die ich so in Foren erfahren habe, äußerst dankbar.
...
Es ist im dritten Jahrtausend schon ärmlich genug, daß es nur auf Ebene kleinerer Foren funktioniert.

Bei genauerer abendlicher Überlegung meinerseits, bin ich nun auch wieder zu einer etwas anderen Einstellung gekommen.
Sinn war ja eigentlich mit diesem Thread die FL-1000 spezifischen Punkte zusammenzutragen. Auch wenn man hieraus die Anleitung zur Reparatur erlesen kann, am Ende schafft die Reparatur doch wieder "nur" derjenige, der sich auch die Mühe macht. Das allein schließt vermutlich die unambitionierten, reinen Geldmacher schon wieder aus.

Foren sind ja nun schlußendlich nicht nur dazu da Gleichgesinnte zu treffen und gleichgesinnte Probleme zu bequatschen, sondern durchaus auch um dem weniger Ambitionierten Hilfe zu geben, ohne sich ggf. in tausenden von Foren erst anmelden zu müssen. Mir geht's ja letzten Endes auch nicht anders, wenn es z.B. um Computerthemen geht. Da wollte ich mich auch nicht erst anmelden müssen, um dann nachlesen zu können an welchem Registry Key ich nun was einstellen muß.

Also, lassen wir's wie's ist (also offen) und freuen uns (ich hoffe Ihr seht das ähnlich) daß dieses Forum in seiner Summe evtl. als fachkompetenter wahrgenommen wird als andere Foren. Ich freue mich immer wieder, wenn gute Leute aus den Quatschecken anderen Foren hierher "übersiedeln".

Arnulf, Dein Thread und die Unterhaltung mit Robert im HF war seinerzeit auch ein super Einstieg in diese FL-1000 Story.

Noch ein Wort zu Deinem Kommentar bzgl. "kleiner Foren" - vrmtl. habe ich Dich da irgendwie mißverstanden.
Ich finde dieses Forum genau deswegen für mich passend, weil es klein ist und sich viel mehr auf's Wesentliche in dem Hobby konzentriert. Vor allem auch deswegen, weil es ohne diese immer wiederkehrenden "Standardthemen" ("Welches ist der beste Bla-Bla-Bla..." etc.) auskommt.

---------------------

Sodele, nun wieder btt:

Ulrich,

au weia, diese Linchen sind ja nun wirklich fast gar nicht zu erkennen  .,a015.

PS: Alps macht Sinn, ich meine nach dem der Name Alps gefallen ist diesen Kopf in einem alten Alps Katalog gesehen zu haben.

A propos Alps: Sind das Alps'ler mit den Potis ? (Is ja lustig, daß die auch mal TK'e gemacht haben  :__y_e_s:)
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Donnerstag, 28.Januar.2010 | 12:57:31 Uhr
Moin, moin.

@ Ulrich.
Ja, genau diese Trennlinien meinte ich. Das muß doch einen Sinn haben. Vielleicht ist´s ja wirklich der "erklärende" Unterschied.

@ Kuni
Mein Statement war pro "kleine Foren". Bin als Neuling erst ins HF gekommen. Ab einem gewissen Grad, kam ich nicht weiter. Wie du schon sagst, zuviel Gequatsche und zu wenig Ernsthaftigkeit. Auch der Umgang miteinander lässt oft zu wünschen übrig.
Ich bin dann auf das Bandmaschinen Forum gestossen. Dort wehte doch ein ganz anderer Wind. Darüber bin ich dann auch hier gelandet. Diese beiden Foren ergänzen sich wunderbar, sind für mich Schwestern. Es gibt natürlich auch noch andere, aber ich sitze so schon zu viel am Rechner. Fazit: die Qualität scheint mit der Größe abzunehmen.

Viel Spaß heute, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 30.Januar.2010 | 20:43:23 Uhr
Hi zusammen,

Robert hat mir heute noch eine Nahaufnahme des 1000'er Kopfs geschickt (neu, montiert und optisch justiert original von Eumig, Bandlaufrichtung von rechts nach links):
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Tonkopf_nah.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Tonkopf_nah.jpg)

Zum Vergleich nochmal Ulrich's Kopf:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_KopfPhilipsCass2%7E0.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/KopfPhilipsCass2%7E0.jpg)

Also wenn das mal keine eineigen Zwillinge sind ....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: beldin am Montag, 08.Februar.2010 | 08:30:20 Uhr
Aktuell Wird nur noch das "goldene" FL-1000µ angeboten.
Zu einem stark gesunkenen Preis: 500,- Mindestgebot und 550,- Sofortkauf.
Immer noch ganz schön stolz, für angeblich ungebraucht mit reichlich Tappsen auf der Front....

Die Trittbrettfahrenden angeblich ebenfalls frisch revidierten 1000er sind verschwunden....
 
Nur das sich an die Preise anhängende 900er schwimmt immer noch zu einem weit überzogenen Preis!!!  :wallbash
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 08.Februar.2010 | 09:15:05 Uhr
Das güldene 1000'er hat mich nach dem Preissturz doch auch in den Fingern gejuckt.
Reparatur würde mich ja nicht abschrecken und ultra selten dürfte es schon sein. Da finde ich die 500€ jetzt mal gar nicht so übertrieben, schließlich gab's auch schon silbrige, die zu dem Kurs weggegangen sind.
Die "Tappsen" dürften wirklich nur Fingerabdrücke sein - auch bei meinen beiden silbrigen 1000'ern sieht man fast jeden Fingerabdruck.

Trotz allem will mir zu viel Gold an Hifi-Geräten aber einfach nicht so richtig gefallen und ich habe mir noch nie Geräte hingestellt, nur weil sie selten sind, mir aber nicht gefallen....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: beldin am Samstag, 13.Februar.2010 | 20:11:08 Uhr
Hat das Güldene nun jemand gekauft?

Derzeit sucht man die Preise für die 900 er...  :_55_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Samstag, 13.Februar.2010 | 21:16:50 Uhr
Nein, das ist einfach ausgelaufen.
Wird sicher bald wieder auftauchen.

Übrigens der Jugu mit seinem Sofortkauf 900er hat so schön öfters mal welche an den Mann gebracht. 300,-€ wurden da schonmal bezahlt, auch vor ein, zwei Jahren.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Sonntag, 14.Februar.2010 | 02:54:24 Uhr
Guten Morgen, ihr "Bonsai - Bandschnecken"  :_hi_hi_:.
Wie Es aussieht muss man(n) jetzt wohl ein "Güldenes" haben  :flööt:.
Hat sich ja Einiges getan ... .,73 hier  :_good_:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Sonntag, 14.Februar.2010 | 10:54:25 Uhr
Hallo Andreas,
welcome back to the show that never ends....  :_good_:  .,a095  :drinks:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: hifikauz am Sonntag, 14.Februar.2010 | 11:06:15 Uhr
Aktuell schwimmt ein schwarzes 1000er Dolby....
Angeblich perfekt überholt und eingemessen....
Verkauft von privat ohne Garantie!

Dafür gibt es einen Riesen-Schwall-em-Al...

Traumpreis! Man darf für diesen Preis kaufen, oder anfangen zu bieten...  :wallbash
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 14.Februar.2010 | 12:11:39 Uhr
Moin zusammen,

erst mal Hi Andreas - WELCOME und schön daß es Dich wieder hier her gezogen hat  :-handshake:

Hat das Güldene nun jemand gekauft?

Isch nit  ;0003 - ist ja eigentlich auch nur für den "ambitionierten" Sammler, wegen der Spezialausführung halt.

... Sofortkauf 900er ... 300,-€ wurden da schonmal bezahlt, auch vor ein, zwei Jahren.

Meine Liste (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) sagt zum 900'er:
27.01.08 €61,00
04.05.09 €69,00 (Probleme bei der Wiedergabe und Spulen)
24.05.09 €67,00 (Pinch-Control defekt)
11.10.09 €155,99 (mit neuen Riemen)
31.01.10 €106,55
13.02.10 €199,00 (0 Gebote)

Um die 100€ sind mMn realistsich.
Eines der gerade dümpelnden silbrigen 900'er habe ich mir auch schon überlegt  :flööt:
Nicht weil's ans 1000'er dran kommt, aber ist ja immerhin ein Alpine und von daher gehört's sicher nicht zu den schlechtesten Decks (aber natürlich auch nicht zu den Besten). Schick find ich's schon.

Nun scheint sich aber über die private Schiene auch ein Revox B215 anzubahnen. Vlt. stelle ich das 900'er dann doch erst mal zurück, bis der Hype wieder abgeklungen ist. Die kommen ja auch regelmäßig mal vorbei  :grinser:

Aktuell schwimmt win schwarzes 1000er Dolby....
Angeblich perfekt überholt und eingemessen....
Verkauft von privat ohne Garantie!

Dafür gibt es einen Riesen-Schwall-em-Al...

Traumpreis! Man darf für diesen Preis kaufen, oder anfangen zu bieten...  :wallbash

Der hat in letzter Zeit schon ein paar 1000'er verkauft. Ist immer ein ähnlicher Text. Gute Bewertungen hat er bekommen, scheint also nicht unseriös zu sein, nur das Textgeschwurbel müßte nicht sein (wobei ich da ja auch immer gewinnbringend labere  raucher01).

Mit der Dolby-Version habe ich auch schon geliebäugelt, aber ich glaube ich gehe mehr und mehr dazu über ohne jegliches NR aufzunehmen.

Übrigens - wir werden ja sehen - aber den geforderten Preis wird er bekommen, spätestens im 2. oder 3. Anlauf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Sonntag, 14.Februar.2010 | 13:35:33 Uhr
Moin, moin.

@Kuni.
Da wurden in den letzten 2 Jahren aber bedeutend mehr verkauft. Beim 900er schreibe ich leider aber nicht mit.
Es scheint in Auktionen zu 120,- bis 150,- € zu tendieren.
Bei Sofortkauf sind 200,- bis 250,- häufiger vorgekommen. Manchmal auch 300,-. Darüber habe ich keins in Erinnerung.

Man darf auch nicht vergessen, daß gute Tapedecks insgesamt am Steigen sind. Vor drei Jahren las es sich beim gurgeln noch so, daß alte Mechanik nur was für (ausgestorbene) Fachleute ist. Mittlerweile findet man zu den meisten interessanten Geräten soviel Erklärendes Material, daß immermehr absehen können, daß sie selbst damit klarkommen.
Auf der anderen Seite werden auch immer mehr eins haben wollen, denen sonst die Erinnerung daran genügte.

Für 100,-€ ein gutes 900er zu bekommen, ist eigentlich noch ein "Geheimtip", wenn man die Preise für andere Decks vergleicht. Z.B. ein defektes Marantz SD 9020 für ca. 150,-, oder Pio CT-1250 für "nach oben offen".

Ich freue mich für jedes teuer verkaufte Deck bei ebay. Ich mach jedesmal eine Nadel in meine virtuelle Karte. "Da sitzt also noch ein ernsthafter Kämpfer der Cassettenfront". Sonst wäre es ihm ja nicht soviel wert. Insgesamt lebt das ja nicht von uns "organisierten", sondern vom Durchschnittsbedarf, der doch noch überall vorhanden ist.

Beim aktuellen Dolby 1000er hab ich fast gelacht. Bei den Highcom Versionen betont er immer die Überlegenheit dieses Systems gegenüber Dolby.
Hier hat er seinen Standardtext dann geändert und beweihräuchert die besonders wertvolle Dolby-Version gegenüber dem unterentwickelten "pumpenden" Highcom. Vielleicht weiß er nicht, daß man es bei Aufnahme und Abspielen benutzen muß... :_tease:
Der VK ist der, der schon seit ca. 2 Jahren überholte verkauft. Zuerst immer mit der Begründung, daß er der totale Liebhaber war, aber nun seine Sammlung verkauft (ich hatte damals schon gedacht, es wäre Robert). Seit einiger Zeit nun mit dem neuen "Geschwafeltext", in dem dann nur seine Geräte empfehlenswert sind. Trotzdem bin ich der Meinung, daß er seine Geräte tatsächlich soweit überholt. Die anderen um Weihnachten waren Trittbrettfahrer.

Schoin Sünndach noch, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: hifikauz am Sonntag, 14.Februar.2010 | 13:53:30 Uhr
Wenn er die Decks überholt, dann mögen die Preise passen.
Aber in der Bucht sind so viele Trittbrettfahrer und schlichtweg auch Betrüger unterwegs, dass man grundsätzlich mißtrauisch sein muß!
Würde er für das Gerät ein Rückgaberecht oder gar eine kurze Funktionsgarantie übernehmen, so wäre das etwas anderes!
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 14.Februar.2010 | 19:24:09 Uhr
Hi Arnulf, "Käuzchen",

Es scheint in Auktionen zu 120,- bis 150,- € zu tendieren.

Kann schon sein. Ich habe das 900'er auch immer nur sporadisch in Beobachtung.
Ich finde halt, daß es schön aussieht. Ist auch sicher kein schlechtes Deck, aber letzten Endes gelüstet es mich mittlerweile schon mehr nach den richtig guten Teilen, weil durchschnittliche Decks bekommt man ja eh wie Sand am Meer.

Bin gespannt wie sich das Revox B215 schlagen wird. Ich hatte es ja vor einigen Posts hier mal erwähnt, wegen der Frequenzgangvergleiche uA auch zum ASC. Die Möglichkeit da nun zumindest zum Revox mal vergleichen zu können ist ja dann demnächst vorhanden.

Hast/hattest Du eigentlich mal ein 900'er und kannst mal berichten was es so kann/nicht kann ?

Für 100,-€ ein gutes 900er zu bekommen, ist eigentlich noch ein "Geheimtip"
Ohne eines besseren belehrt zu werden bzgl. der Qualitäten des 900'ers wäre es mir momentan halt einfach nicht mehr wert.

Bei den Highcom Versionen betont er immer die Überlegenheit dieses Systems gegenüber Dolby.
Hier hat er seinen Standardtext dann geändert und beweihräuchert die besonders wertvolle Dolby-Version gegenüber dem unterentwickelten "pumpenden" Highcom.

Ja, da mußte ich auch schmunzeln und nochmal die alte High-Com Auktion ausgraben. Aber - ich bin da wirklich ehrlich - ich mach' das auch immer so  :_rofl_:
Es ist einfach eine Erfahrung: Die Leute die sich auskennen lesen über solche Texte hinweg und suchen gezielt nach Andeutungen von bekannten Defekten und können dann abschätzen was sie erwartet. Alle anderen bringen gute Preise für den Verkäufer  :grinser: und da gehören wir doch alle auch immer wieder mal zu.

Der VK ist der, der schon seit ca. 2 Jahren überholte verkauft. Zuerst immer mit der Begründung, daß er der totale Liebhaber war, aber nun seine Sammlung verkauft (ich hatte damals schon gedacht, es wäre Robert). Seit einiger Zeit nun mit dem neuen "Geschwafeltext", in dem dann nur seine Geräte empfehlenswert sind. Trotzdem bin ich der Meinung, daß er seine Geräte tatsächlich soweit überholt.

Ich denke auch, daß an seinen Decks was gemacht wurde. Schließlich liest man im Text (zwischen dem Zeugs mit dem Papst Laufwerk) auch Teile, die man eigentlich nur wissen kann, wenn man's mal zerlegt hat, oder zumindest weis wie es intern aufgebaut ist.

Trotz allem wäre ich persönlich aus heutiger Sicht vorsichtig mit einem solchen Gerät, wenn ich nicht weis was wirklich genau dran gemacht wurde.
Man kann an dem LW so einiges tricksen, daß es erst mal läuft, aber eben nicht längerfristig.
Sollte da einer Geld mit der Überholung machen wollen und überholt es richtig, dann steckt da so viel Zeit drin, daß es sich eigentlich schon nicht mehr rechnet. Ich würde zumindest keine 1000'er für ca. 250€ ankaufen, komplett überholen nur um sie dann für 500€ wieder zu verkaufen. Da stecken einfach zu viele Studen drin. Deswegen meine ich, daß (wenn schon) das LW nur oberflächlich gewartet wurde.
However, in die Rubrik "Betrüger" gehört der Gute mMn absolut nicht.

Mich wundert nur, wo er die ganzen Geräte herbekommt....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Sonntag, 14.Februar.2010 | 22:51:44 Uhr
Naja, Geheimtip war jetzt nicht als Kaufempfehlung gemeint.
Es gibt aber noch soviele schöne, oder interessante Decks der gehobeneren Klasse, die man gerne mal gehabt hätte. Ohne den Anspruch zu erfüllen, absolute Spitze zu sein.

Ich beobachte, daß man solche Geräte noch vor 3 Jahren mit wenig Geduld in der Bucht günstig bekommen konnte.
Mittlerweile haben viele schon das 150,- € Niveau erreicht. Da hinkt das 900er dann schon noch etwas hinterher.
Das wird sicher am großen Bruder liegen. Wenn man schon Geld ausgeben will, dann lieber das 1000er. Für die Leute, die Pio, Marantz, Alpine u.ä. haben müssen, wird eumig dagegen ein zu belangloser Name sein.

Persönlich gehe ich immer davon aus, daß ich ein gekauftes Deck erstmal selber überarbeite. Wenn es schon überholt ist, will ich es sehen und mache noch irgendwas. Wenn es "zweifelhaft" überholt ist, lass ich lieber die Finger davon. Nichts ist schlimmer, als wenn Hau-Ruck Bastler schnell was in Gang gebracht haben. Wenn ich ein unberührtes defektes Deck vor mir habe, weiß ich wenigstens, daß alles so ist, wie es gehört.
Deshalb nehme ich mit Vorliebe defekte Geräte, da es sich ja meist nur um die Arbeit, die im "Alter nun mal notwendig" ist, handelt. Meiner Erfahrung nach hat man damit immer noch die wenigsten Risiken.
Außerdem liegt man preislich im unteren Bereich. Die Geräte, die ich interessehalber kaufe, gehen nach einiger Zeit ja wieder. Da ist ein gewisser Gewinn schon schön, um die Kriegskasse aufzufüllen. Sonst könnte ich mir das garnicht leisten.

Aber genau deswegen fallen mir die steigenden Preise auf. Ich krieg nämlich selten was ab. Ich bin nicht geizig, aber die anderen mittlerweile gierig.

Bei dem "Überholer" aus der Bucht denke ich, daß er das Gehäuse komplett und gut säubert. Oft haben die LWs ja auch nur Macken, wie eine defekte Kassettenschachtbeleuchtung (watt´n Wort). Ich schätze mal, daß meist eine bessere Wartung ausreicht und er vielleicht 2 von 10 dann weiter zerlegt. Da er sich auf die Dinger eingeschossen hat, wird er sie wohl noch neu einmessen. Wie komplett, sei dahingestellt.
Sicher nicht verkehrt, bei ihm zu kaufen, aber mir wäre das höchstens 250,- wert. Sozusagen das doppelte eines optisch schönen defekten, wenn man abwartet.

Allerdings um "Arbeit" für die Zukunft habe ich noch keine Angst.  :flööt: raucher01

Achso, ein 900er hatte ich noch nicht. Würde es aber auch nur billig kaufen wollen. Bisher läuft einem ja immer ungefragt was über den Weg. Eine Reihenfolge gibt´s gottseidank nicht. Vielleicht ist eines Tages mal eins dabei.

Viele Grüße, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 15.Februar.2010 | 11:53:39 Uhr
G'rad drüber gestolpert:
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=84&thread=6426&postID=55#55 (http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=84&thread=6426&postID=55#55)

Sieht so aus, als hätte das goldene 1000'er doch ein neues Zuhause gefunden  .,045
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: hifikauz am Montag, 15.Februar.2010 | 12:06:47 Uhr
Das scheint dann wohl so, dass der Blechprofessor dieses Tape gekauft haben könnte...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Montag, 15.Februar.2010 | 13:51:41 Uhr
Moin, moin.

Da würde mich ja mal interessieren, was er bezahlt hat.
Die Auktion stand am Ende nur auf beendet. Wahrscheinlich hat es ein Angebot um ebay herum gegeben, auf das der VK eingegangen ist. Ein drittesmal hohe Einstellgebühren waren wohl zu riskant.

Viel Spaß, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 15.Februar.2010 | 14:07:54 Uhr
Ich konnt's nicht lassen (Neugier siegt) und habe den "Professor" gerade mal vom HF hier hin eingeladen ...
Werden wir ja dann sehen, ob wir die Diskussion zu dem goldenen Exemplar hier noch vervollständigen können  :_good_: .

Arnulf, ich vermute auch, daß der Deal dann privat abgewickelt wurde. Preis wird ja dann vrmtl. unter 500€ gelegen haben.
Wenn das Deck läuft, dann kann man da mMn nichts sagen. Halt was für Sammler/Liebhaber.

Interessieren würde mich vor allem was es mit den "Flecken" der Front auf sich hat und vor allem ob es tut.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Dienstag, 16.März.2010 | 20:09:26 Uhr
Noch einmal zum Kopf.
Nachdem ich im Bandmaschinenforum diesen

http://forum2.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=10699&time=1268765810&s=6a051bc46fbb8ce987b34888bca5368f

hervorragenden Bericht von Matthias M gelesen habe, meine ich mich zu erinnern das der Grundig CF5500 auch diesen ALPS Kopf verbaut hatte.

Gruß Ulrich
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 17.März.2010 | 18:41:36 Uhr
Hi Ulrich,

Mann o Mann, das ist mal ein Bericht  :_hi_hi_:. Da hätte man ja fast schon ein Buch mit füllen können.
Hab's mir heute mal durchgelesen und muß sagen, das macht richtig Lust sich doch auch mal mit den Geräten zu beschäftigen, die so'n bischen als "Mauerblümchen" verschrien sind. Vlt. schau ich das nächste Mal doch ein bischen Richtung Grundig, Dual etc.  :grinser:

Das mit dem Alps Kopf im CF-5500 hat er erwähnt, aber nur daß der Hersteller der gleiche ist, heißt ja nicht, daß es auch der gleiche Kopf ist.
Leider sind keine Nahaufnahmen des Kopfes gepostet, daß wir (zunächst) wohl nicht schlauer werden  :_sorry:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Mittwoch, 17.März.2010 | 18:48:12 Uhr
Kopf Grundig CF5500.

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/GundigCF5500Kopf.jpg)

Das sieht mit doch sehr ähnlich aus.

Gruß Ulrich

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 17.März.2010 | 18:49:47 Uhr
Jepp, schon - aber den "Gag des Kopfes" hatten wir doch in diesen "ominösen Linien" vermutet....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 17.März.2010 | 19:29:38 Uhr
Alps hat wohl für die meisten Decks die Köpfe hergestellt, so sehen sie auch bei Kenwood wie bei Yamaha aus. Allerdings denke ich auch, gab es verschiedene Spezifikationen und Güteklassen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Mittwoch, 17.März.2010 | 22:02:18 Uhr
Jepp, schon - aber den "Gag des Kopfes" hatten wir doch in diesen "ominösen Linien" vermutet....

Der Einfüllstutzen für den “Sternenstaub” :)?
Scherz beiseite, diese “ominösen Linien”, eigentlich die Formgebung der Kopfpakete, können ja nur der Unterdrückung von Kopfspiegelresonanzen dienen und  wirken sich daher nur im unteren Frequenzbereich aus.
Ich gehe mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, das auch der Grundig diese Linien hat.

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/alpskopfnah.jpg)

Eine dieser Linien in Nahaufnahme, man erkennt hier auch das typische Problem dieser Ferritkopfe.

Gruß Ulrich

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 17.März.2010 | 22:05:27 Uhr
man erkennt hier auch das typische Problem dieser Ferritkopfe.

Die Schleifspuren ?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 17.März.2010 | 22:49:52 Uhr
...und sehr brüchige Kanten -  Ferrit ist sehr spröde :flööt:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Freitag, 18.Juni.2010 | 19:54:17 Uhr
Hallo allerseits.

- Thread aufwärmen
- dem TE auf Knien danken   .,d040
- Mitteilen, das mal wieder eine FL-1000 in die "Restaurierung" geht.

Hab heute eine in Silber und Dolby aufgegriffen.

Spulen sieht perfekt aus, aber schon beim kurzen Probehören (beim Vorbesitzer) hörte man einen fiesen "Jitter" bei der Aufnahme-Mithör-Kontrolle. Das wusste ich allerdings bereits, dass ich da einen "Problemfall" bekomme.

Einzige wirklich böse Sache: von den drei "Aussteuerungspotis" fehlen bei zweien die (aufgeklebten) Metallkappen.

Naja, morgen wird sie auf geöffnet und sich des Laufwerksproblems angenommen.

Gruss,
Matthias

PS zum Sternenstaub: Da bin ich drauf gespannt.  :__y_e_s:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Freitag, 18.Juni.2010 | 20:05:31 Uhr
Jitter, das scheinen die Andruckrollen zu sein, aber da weiß der andere Matthias (kuni) besser Bescheid. Viel Erfolg.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 18.Juni.2010 | 21:57:45 Uhr
Hi Namensvetter alias "termman"  :drinks:,

und weiter geht's im Thread  raucher01

ist das das 1000'er aus den Ebay Kleinanzeigen, welches mal unter dem Link http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/eumig-fl-1000-cassettendeck-high-end/8133547 (http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/eumig-fl-1000-cassettendeck-high-end/8133547) zu finden war ?

Wenn's beim Spulen nicht mit "END" abschaltet, dann ist das LW schon mal iO  :_good_: - zumindest noch ...
Mit "Jitter" meinst Du wohl wahrscheinlich etwas schnellere Tonhöhenschwankungen, oder ?
Die langsameren Tonhöhenschwankungen (Jaulen) kämen wohl von der Andruckrolle, wenn es schnellere Tonhöhenschwankungen hat, dann würde ich meinen daß der Reibantrieb des Capstans nicht richtig greift.

Dort ist ein Gummi, der vom Motor angebtrieben wird. Geschw. wird über eine Tachoscheibe auf der Capstanwelle abgegriffen und der Motor damit geregelt.
Hat Motor und Gummi keinen Grip, dann "schrabbelt" der Motor auf dem Gummi und die Geschw.regelung tut noch ihr übriges dazu.

Soweit mein Tip. Andruckrollen säubern kann natürlich auch nicht schaden, dito die Capstanwelle (ist die mattiert ?).
Also Capstan ausbauen, neuen Gummi drauf, einbauen und gut ist  :_55_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Freitag, 18.Juni.2010 | 22:58:11 Uhr
Danke für die nette Begrüssung.  raucher01

Da ich die Anzeige noch im Cache hatte - ja, genau diese Anzeige war es bis heute nachmittag.  :_55_:

Und Spulen tut er (noch) super.

Meine letzten Kassettenrecorderreparaturerfahrungen sind zwar noch aus der DDR-Zeit, aber die Grundlagen sind unvergessbar.  :grinser:

Ich geh auch von Andruckrolle bzw. Capstanantrieb aus.
Ich hoffe inständigst, dass das Gerät nicht jahrelang mit an die Andruckrolle gedrückter Tonwelle rumstand (falls das Laufwerk dies zulässt), und diese deshalb leicht krumm ist.

Für die Gummirestaurierung hab ich mir grad was ausgedacht: Mit Walzenreiniger die Oberfläche anweichen, die entsprechende Rolle (nicht im Laufwerk) auf Touren bringen und mit Schleifpapier sanft die oberste angeweichte Schicht abschrubbeln. Mal sehn...

Noch steckt das Gerät in dem Koffer, worin ich es nach Hause geschleppt habe (ausgerechnet jetzt ist mein Auto bisschen im Eimer) - morgen nachmittag gehts los.

An Kuni hab ich gleich ne kleine Frage:

Ist es wirklich so, dass der Tonkopf eine unverrückbare Einheit mit dem Träger bildet?

Dann hätte ich nämlich endlich ein Gerät für die Erstellung einer Tonkopfeinstellungsreferenzkassette, bin grad aufm Ghettoblaster-Sammeltrip und da brauchts hier und da ne TK-Justage. Eigentlich sollte man dafür zwar industriell gefertigten Musikkassetten trauen können, aber naja - was selbstgemachtes ist mir doch lieber (vor allem für den letzten Tick, den ich hoffentlich mit paar in Mono + Dolby aufgenommen höhenlastigen Rauschminuten rausholen kann).

Erinnert sich noch jemand an 80er Jahre Icehouse-Mucke? Ich weiss nicht, obs damals künstlerische Absicht oder Schlamperei war, aber bei mindestens einem Titel von denen zuckte meine Hand immer automatisch zum TK-Schraubendreher.  :shok:

Falls der Kollege mit dem im HF (ja, ich war heute fleissig) geschilderten LED-Umbau hier noch mitliest:
Du hättest es mit einer IR-LED (z.B. aus ner geschlachteten Fernbedienung) als Sender für die Shutterabtastung probieren sollen.  :;aha

Jetzt ist erstmal Schlafenszeit, ich meld mich wieder.

Gruss,
Matthias
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Freitag, 18.Juni.2010 | 23:14:57 Uhr
Moin Matthias

Ja, der liest noch mit.  .,045
Kann sein, daß es mit einer IR LED gehen würde. Mir hat seinerzeit nur jemand erklärt, daß die Wellenlängen von Lämpchen und LED zu weit auseinander liegen. Aber da es ja seit Jahren funktioniert und ich gleich Ersatz-Soffitten besorgt hatte, habe ich das nicht weiter verfolgt.

Aber wo du den alten Bericht im HF gelesen hast, hast du auch gelesen, daß ich auch einen Jitter hatte, und woran es lag?

Viel Spaß, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Samstag, 19.Juni.2010 | 10:21:31 Uhr
Moin Arnulf,

Ja genau das Ding mit der Wellenlänge, für die Lichtschranke wird nur das Glühbirnenlicht-Abfallprodukt Wärmestrahlung (Infrarot) genutzt.

Natürlich habe ich auch Deine Berichte bezüglich der Capstan-Lagerung gierig aufgesogen.  :_good_:


Viele Grüsse,
Matthias
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 19.Juni.2010 | 12:25:53 Uhr
Moin zusammen,

steppt ja wieder der Bär in diesem Thread  :_good_:...

Danke für die nette Begrüssung.  raucher01

Man hilft wo man kann  :_hi_hi_:

Da ich die Anzeige noch im Cache hatte - ja, genau diese Anzeige war es bis heute nachmittag.  :_55_:

Aha - auf die Anzeige wurde ich sozusagen "aufmerksam gemacht"  :grinser:.
Wollt' ich dann aber doch nicht, weil die fehlenden Kappen für mich ein "No-Go" gewesen wären.
Schön daß das Gerät weitestgehend zu funktionieren scheint, dem optischen Zustand nach hätte ich "intuitiv" auf mehr Defekte getippt - so kann man sich täuschen.

Und Spulen tut er (noch) super.

Das ist schon mal die halbe Miete, d.h. das LW (ohne Capstan) und seine "Innereien" sind dann wohl mal soweit ok = mächtiges Stück Arbeit weniger.

Meine letzten Kassettenrecorderreparaturerfahrungen sind zwar noch aus der DDR-Zeit, aber die Grundlagen sind unvergessbar.  :grinser:

...nicht jahrelang mit an die Andruckrolle gedrückter Tonwelle rumstand (falls das Laufwerk dies zulässt)

Sollte kein Problem sein. Im Ruhezustand haben Rolle und Capstan keinen Kontakt - also eher kein "Standplatten".

Für die Gummirestaurierung hab ich mir grad was ausgedacht: Mit Walzenreiniger die Oberfläche anweichen, die entsprechende Rolle (nicht im Laufwerk) auf Touren bringen und mit Schleifpapier sanft die oberste angeweichte Schicht abschrubbeln. Mal sehn...

"Versuch macht kluch" - sagt man ja.
Probieren kannst Du's ja, weil an was kaputtem ist im Ernstfall nicht mehr kaputt zu machen. Du berichtest hoffentlich ob's geklappt hat. Derlei Tips sind immer Gold wert, wenn man mal keine andere Chance als die Aufarbeitung hat.

Ist es wirklich so, dass der Tonkopf eine unverrückbare Einheit mit dem Träger bildet?

Kann mich nicht mehr erinnern, wie die TK an der Brücke festgemacht sind.
Mit "unverrückbare Einheit" meinst Du aber sicher, daß die TK auch nicht verstellbar wären.
Dann muß uch verneinen, d.h. klar kann man die TK auf der Brücke einstellen (Azimut) und ich meine auch daß man sie von der Brücke abschrauben könnte.
Eumig hat halt die TK wohl nicht einzeln verkauft, sondern nur als komplett eingestellte Baugruppe mit der Brücke zusammen.
Das aber sicher nur deswegen, weil dem Reparateur damit die TK-Einstellung erspart bleibt.

Aber wo du den alten Bericht im HF gelesen hast, hast du auch gelesen, daß ich auch einen Jitter hatte, und woran es lag?

Arnulf, gibst'e mir nochmal ein Stichwort ?
Waren's bei Dir nicht die Capstanlager ?

Nochwas zur Lichtschranke:
Ich würde da gar nicht lange rummachen. Einfach passende Soffitte rein und gut ist.

PS:
Die Tage hat mich ein netter Herr aus Graz kontaktiert, der sein 1000'er Schätzchen komplett revidieren lassen möchte (LW Komplettüberholung wegen "END" Abschalter), neue Capstangummis und dann falls notwendig komplett neu einmessen/einstellen). Bin mal gespannt was mich da erwartet.
Er schickt's die nächsten Wochen mal zur Begutachtung.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Samstag, 19.Juni.2010 | 13:57:07 Uhr
Moin, moin.

Für die Gummiauffrischung des Capstans bin ich einen ähnlichen Weg gegangen. Nur habe ich "Weichmacher" aus dem Slotcarbereich benutzt. Denke aber, daß sich dahinter das Gleiche, wie beim Walzenreiniger verbirgt. Mein Zeug ist auf Petroleumbasis.
Zum Abziehen des Gummis habe ich das Schleifpapier über ein Prisma gelegt, so daß ich auf dem Tisch der Standbohre exakt 90° ausrichten konnte. Außerdem konnte ich mich dann ganz vorsichtig der Oberfläche nähern. Wenn man nicht aufpasst wie ein Schießhund, trägt man nämlich sofort unterschiedlich stark ab. So gab´s beim ersten Versuch ohne Prisma eine derbe Unwucht, die dann für reichlich Mehrarbeit sorgte. 

Mein Jitter war in der schlechten Qualität der Conrad-Kugellager begründet, mit denen ich zuerst die ausgeschlagenen Bronzelager ersetzt hatte. Das kann bei gerade erst trockengelaufenen Bronzelagern genauso auftreten.
Eine Neuschmierung halte ich eh für sehr wichtig. Die scheint bei den eumigs generell früher nötig, als bei anderen Decks.
Vielleicht geht´s dadurch ja gerade nochmal weg.

Meine mich auch zu erinnern, daß die Originallager gar nicht kreisrund gerieben sind, sondern leicht "quadratisch", so daß die Welle nur auf 4 Punkten aufliegt. Sowas verliert natürlich schneller seinen Ölvorrat und schlägt trockengelaufen auch eher aus, da weniger Material abgetragen werden muß, um Spiel erreichen.

Mit den extra bestellten Präzisionskugellagern von hoher Qualität, war dann bei mir Ruhe. Und ist es auch immer noch.

Schön, daß sich mal wieder jemand ein eumig zur Brust nimmt. Da hüpft einem gleich wieder das Herz  :__y_e_s:

Viel Spaß, Arnulf.

P.S. Habe eben auf´m Flohmi einen Sony WM D 3 profesional geschossen  raucher01. Komplett mit Tasche und wie neu...und so funktioniert er auch  .,70................für 10 €  .,a020. Also immer  .,73
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Samstag, 19.Juni.2010 | 16:12:42 Uhr
Glückwunsch zum Walkie - da steckt noch richtig ordentliche Technik drin.  :_good_:

Danke @Kuni für den Verzicht.   :grinser:

Ob Walzenreiniger ein guter Tip für Andere ist, weiss ich nicht, da ich annehme, dass es das Zeugs nicht mehr zu kaufen gibt.

Aber die Andruckrolle selbst ist noch ok.  raucher01

So, erste Ergebnisse...

1. Der Jitter deckt sich mit einem Laufwerksgeräusch, ein kräftiges 2 bis 4 Hertz "TockTockTock"
2. Meins läuft auch mit abgenommenem Laufwerksdeckel (oder hab ich was missverstanden und es läuft nur nicht ohne Kassettenschacht?).
3. Azimutschraube ist wirklich vorhanden und sogar (mit leicht schräg angesetztem Schrauber) gut zugänglich, wenn Kassette läuft.  :_good_:
4. Hab noch kein Muster gefunden, aber mal läuft nur die untere Levelanzeige und mal beide (kann ja nicht viel sein).

5. Nachdem ich das Gerät bisschen zwecks Verkabelung rumgerückt und probehalber an der Tonwelle rumgezuppelt habe und die ersten 45 Minuten durchgelaufen sind, ist das TockTock viel leiser geworden und der Jitter anscheinend (fast) weg.  ;0008

Hier mein schneller Versuchsaufbau (Ganz aussen jeweils eine Soundquelle und obendrauf die Abhöre (über "Phono"  :wallbash , da kein DIN-Cinch-Adapter vorliegt)
(http://loggi.de/studio.jpg)

Und hier nochmal zur Auffrischung die Kopfbefestigung mit Azimutschraube
(http://loggi.de/koepfe.jpg)

Für die Schmierung werd ich eventuell (scheint nicht nötig zu sein, LW funktioniert perfekt - Yello läuft grad dank "Repeat" vollautomatisch das zweite Mal) einen eventuell ungewöhnlichen Weg probieren:
Teslanol Oszillin T6
http://www.elektronixx.de/teslanol-T-6-oszillin-kontakt-tuner-spray.php

Natürlich sprühe ich das nicht ins Gerät, sondern vertupfe es nur aus einem Gefäss - und zwar, nachdem ich es erstmal an anderen Gerätschaften probiert habe.

Thema "Soffite & Co.":
Falls ich es schaffe, das Gerät behalten zu dürfen  :_sorry: , denk ich über eine stärkere Computerisierung nach, welche neben der (must have) IR-Fernbedienbarkeit und PC-Anbindung für Sound & Control im Fahrstuhlfenster einen Bandstandsanzeiger per durchleuchtetem LCD-Bildschirm beinhalten könnte.

Ich hoffe, ich krieg irgendwo die Reglerkappen aufgetrieben (und vielleicht ne NOS-Frontplatte *träum*), sonst muss ich leider mit Fremdmaterial oder gar einem Neuguss (falls ich jemand finde, der sowas macht) experimentieren.

Gruss,
Matthias
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Samstag, 19.Juni.2010 | 16:36:44 Uhr
*lol*
Ich bin grad mal wieder zum Gerät gewandert und hab den Ton leise gedreht - TockTockTock ist wech...  :_yahoo_:

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Samstag, 19.Juni.2010 | 16:56:42 Uhr
Hi.

Na, das ist ja schön.
Aber ich kann dir nur dringend raten, die Capstanlager zu schmieren. Noch geht´s, aber durch die Benutzung jetzt wieder dürfte es absehbar Schaden nehmen. Ist für mich so sicher, wie das Amen in der Kirche.
Dazu mußt du die Abchlußscheibe, wo der Capstan rauskommt entfernen. Ist wahrscheinlich mit Siegellack fast überpinselt und sieht auf den ersten Blick aus, wie das Lager. Die verhindert jedenfalls, daß das Öl sonst an das Lager gelangt.

Und natürlich nur mit Sinterlageröl neu schmieren !!!!!!!!!!

Bei dem Jitter meinst du wirklich 2 bi 4 Hz? Das wäre dann auch keiner. Meiner lag so bei "gemeinten" 8 kHz.

Was mich jetzt immer noch madig macht, sind deine Reglerkappen. Welche meinst du? Ich kann mit dem Begriff Kappe nix anfangen. Da ist doch alles massiv aus feinstem "Flugzeug"-Alu.
Übrigens müßt ihr euch dazu mal den Luxus geben, eine LW-Taste auszubauen. Wenn man die mal in die Hand nimmt......... .,d040

Wenn das hier so weiter geht, werde ich mich wohl nie von meinem trennen können.  ;ich?

Und weg, Arnulf.

P.S. Ich glaube auf dem einen Foto sehe ich, was du mit den Kappen meinst.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Samstag, 19.Juni.2010 | 17:05:21 Uhr
HA, noch was.
Dein "Jitter" wird direkt von der ausgehärteten Gummioberfläche des Capstans hervorgerufen worden sein.
Ich gehe mal davon aus, daß du den noch nicht überarbeitet hast.

Solltest du aber machen. Dann kannst du auch gleich besser schmieren. Man kann den Capstan tatsächlich ausbauen, ohne das LW herauszunehmen. Dazu braucht man nur ein "geeigneten" Blechstreifen, mit dem man die "Schlitz-Hülsen-Mutter" lösen und stückweise drehen kann. Ist mit dem Blech etwas Fummelei, aber als ich wegen meines Lagerproblems ein paar Mal daran musste, habe ich das schon als Lacher gegenüber der Lötarie mit den Kopfkabeln empfunden.

so, nu aber...

P.S. Walzenreiniger bekommt man noch, aber schwer. Gibt´s bei dir einen "Renncenter" für Slotcars?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Samstag, 19.Juni.2010 | 17:34:03 Uhr
Also erstmal:

Hinterbandkontrolle (heisst das so?) ist voll endgeil!!!

Hab grad bisschen rumgespielt und vom Synthie 8 Oktaven diverser Instumente durch ne (Metal)Kassette gejagt und dabei am BIAS-Regler gepielt, bis In- und Output identisch ausschlugen - SUPER!  :grinser:
Bis auf ein gaaanz leichtes Grundgeräusch (Quelle unbekannt, möglicherweise Bandqualität oder Motoreinstreuungen) klingt die Aufnahme (subjektiv, klaro) identisch zur Quelle.

Nachschmieren kommt noch dran, versprochen. :-)
Bisher habe ich an dem Gerät noch nichts überarbeitet (noch nichtmal das Gehäuse geöffnet), ausser kurzer TK- und Capstan/Andruckrollen-Putzung (hab ne Packung Desinfektionspads für Spritzenanwendung liegen, damit geht das gut)

Renncenter für Slotcars gibts bestimmt, aber sicherlich hat auch Conrad sowas (dort bin ich sowieso Stammgast).

Die fehlenden Reglerkappen...

Hier das Foto aus der Anzeige:

(http://loggi.de/eumig.jpg)


Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Araso am Samstag, 19.Juni.2010 | 19:12:38 Uhr
Ja, schade das mit den Kappen.
Vielleicht meldet sich ja mal jemand, der ein Gerät geschlachtet hat. In der Bucht scheint der Golixet regelmäßig zu restaurieren. Vielleicht kann der ja helfen? - zu verträglichen Preisvorstellungen -.

Walzenreiniger?.....Weichmacher?......Conrad? Nee, da kannst du wohl schon froh sein, wenn du jemand findest, der weiß, was du meinst. Mein Weichmacher kommt von AJP aus USA. Nötigenfalls kann ich dir den sonst hier besorgen.
Walzenreiniger habe ich in Druckereien, bzw. Werkstätten für Druckmaschinen nicht bekommen können. Die sagen, daß die modernen Werkstoffe das nicht brauchen und sich keiner mehr die Dämpfe antut. Gereinigt wird "handelsüblich" auf Wasserbasis.

http://www.internorm.de/sites/Gummiwalzen.html

Diesen Link habe ich mal bekommen, bevor mir "mein" Weichmacher wieder einfiel.

Viel Spaß und ja, Hinterbandkontrolle ist megageil, Arnulf.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Samstag, 19.Juni.2010 | 19:53:19 Uhr
Damit kein Missverständnis aufkommt, ich hab noch Walzenreiniger.   :__y_e_s:

Ich meinte nur, dass positive Erfahrungen meinerseits mangels Verfügbarkeit nicht unbedingt für jemand anderen hilfreich sind.


Und auf Conrad kam ich, weil die doch auch ne Menge Modellfahrzeugzeugs + -zubehör haben.

Dein Link ist ja geil - links lauter technisches Zeugs uuuuund "Schweinebeschäftigung". *g*
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 19.Juni.2010 | 20:13:00 Uhr
2. Meins läuft auch mit abgenommenem Laufwerksdeckel (oder hab ich was missverstanden und es läuft nur nicht ohne Kassettenschacht?).

Deckel abnehmen ist kein Problem, aber sobald die Lampe ausfällt oder ggf. zuviel Fremdlicht reinkommt, dann kann's sein, daß das LW abschaltet.

Für die Schmierung werd ich eventuell (scheint nicht nötig zu sein, LW funktioniert perfekt - Yello läuft grad dank "Repeat" vollautomatisch das zweite Mal) einen eventuell ungewöhnlichen Weg probieren:
Teslanol Oszillin T6
http://www.elektronixx.de/teslanol-T-6-oszillin-kontakt-tuner-spray.php

Um Gottes Willen (!!!!), blos kein Öl oder Fett ins LW  .,111.
Im LW gibt's einige Räder die nur per Reibung mitgenommen werden und dann prima geölt sind  .,a020 - LASS ES !
Da wärst Du nicht der Erste, der ein FL-1000 gehimmelt hat, weil er breitbandig Öl im LW verteilt hat.

Die Lager vom Capstan sind was anderes. Da gehört Sinterlageröl rein und nix anderes und auch nur ein bischen.
Das Sinterlageröl bekommst Du u.A. im Modellbahnzubehör, z.B. von Faller:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Faller_Sinterlageroel.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Faller_Sinterlageroel.jpg)

Natürlich sprühe ich das nicht ins Gerät, sondern vertupfe es nur aus einem Gefäss

No Sir - im LW selbst gibt's keinen Grund zu ölen

Aber ich kann dir nur dringend raten, die Capstanlager zu schmieren. Noch geht´s, aber durch die Benutzung jetzt wieder dürfte es absehbar Schaden nehmen. Ist für mich so sicher, wie das Amen in der Kirche.
Dazu mußt du die Abchlußscheibe, wo der Capstan rauskommt entfernen. Ist wahrscheinlich mit Siegellack fast überpinselt und sieht auf den ersten Blick aus, wie das Lager. Die verhindert jedenfalls, daß das Öl sonst an das Lager gelangt.

Dem kann ich nur zustimmen, wobei ich diese hintere Lagerschraube (wegen Lagerspiel) zu lassen würde und lieber den ganzen Capstan ausbauen würde.
Das wird eh fällig wegen des Gummis.

Dein "Jitter" wird direkt von der ausgehärteten Gummioberfläche des Capstans hervorgerufen worden sein.

Dito - meine Rede  :grinser:.
Das ist dort ein Reibradantrieb, hier mit Motor
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Antrieb.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Antrieb.jpg)

und mit demontiertem Motor
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL1000_Capstan_Antrieb_Gummi.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL1000_Capstan_Antrieb_Gummi.jpg)

Wenn der Gummi rissig ist, dann stolpert der Motorpulley da drüber und es gibt so'n "Tock-Tock" Geräusch  :smile

Meine mich auch zu erinnern, daß die Originallager gar nicht kreisrund gerieben sind, sondern leicht "quadratisch", so daß die Welle nur auf 4 Punkten aufliegt.

Ich meine man hätte mir mal gesagt, sie seien dreieckig (Prismenlager). Die Welle läuft also auf zwei Flanken.
Deswegen wackelt die Welle übrigens, wenn die Andruckrolle weggefahren ist. Erst mit andrückender Rolle wird die Welle ins Prismenlager gedrückt und läuft dann prinzipiell spielfrei (clever, gelle  :grinser:).
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Samstag, 19.Juni.2010 | 22:53:40 Uhr
.,a015 Never change a running system...  ;0003

Ich bau vorläufig gar nix am Laufwerk und beobachte die Sache erstmal ne Weile.  :flööt:
Bzw. warte ich ab, bis sich der Fehler erneut zeigt (falls überhaupt) und dann kann ich immer noch aktiv tauschen.  raucher01
So halte ichs auch beim Auto, wo ich sporadische Problemchen solange gezielt ignoriere, bis sie eindeutig einem Bauteil zuzuordnen sind und dann wird dies getauscht (statt vorher auf Verdacht für viel Kohle alles Mögliche durchzutauschen).


Von wegens dem Levelmeter und dem leichten Nebengeräusch bei Wiedergabe (könnte ne leicht vermieste Masseverbindung sein) ist höchstens nach halbkalten Lötstellen (oder Steckkontakten) suchen angesagt.

Zitat
aber sobald die Lampe ausfällt ..., dann kann's sein, daß das LW abschaltet.
Wenn die Lampe ausfällt, ist definitiv Schicht im Schacht, da ja dann die Lichtschranken tot sind.

Zitat
Da wärst Du nicht der Erste, der ein FL-1000 gehimmelt hat, weil er breitbandig Öl im LW verteilt hat.
*hust* - wenn ich was feinmechanisches öle, dann punktgenau mit kleinsten Mengen (mit einer Nähnadelspitze oder mit einem "Ohrputzer" aufnehmen und an die zu ölende Stelle bringen).
Und Oszillin hinterlässt nur einen hauchfeinen Schmierfilm. :_good_:

Zitat
Deswegen wackelt die Welle übrigens, wenn die Andruckrolle weggefahren ist. Erst mit andrückender Rolle wird die Welle ins Prismenlager gedrückt und läuft dann prinzipiell spielfrei (clever, gelle  ).
Danke für die anschauliche Erklärung, jetzt hab ich das endlich geschnallt.  :-handshake:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 20.Juni.2010 | 12:46:39 Uhr
*hust* - wenn ich was feinmechanisches öle, dann punktgenau mit kleinsten Mengen (mit einer Nähnadelspitze oder mit einem "Ohrputzer" aufnehmen und an die zu ölende Stelle bringen).
Und Oszillin hinterlässt nur einen hauchfeinen Schmierfilm. :_good_:

Das LW braucht trotzdem weder Öl noch Fett, lediglich die Capstanlager sollte man ölen.
Obiges hatte ich nur gesagt, weil es wohl schon Leute gab, die mit WD40 ins LW gehalten haben und dann ging gar nichts mehr  :wallbash.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Sonntag, 20.Juni.2010 | 13:14:49 Uhr
... weil es wohl schon Leute gab, die mit WD40 ins LW gehalten haben und dann ging gar nichts mehr  :wallbash.

Ist das nicht strafbar?  :0keule

Zu meinem anfänglichen Problem vermute ich vorsichtig in die Richtung, dass vielleicht eine Kugel des (ich komm grad nicht auf den korrekten Namen) "richtungsabhängigen Kugellagers" (Ihr wisst, was ich meine) der Abwickelspule an einem alten Fettkrümel gehakt hat und deshalb der Abwickeldorn leicht am Band rupfte.

Denn da seit gestern (und nach 12 Stunden Ruhe immer noch) alles perfekt und ohne Nebengeräusche läuft, schliesse ich einen Riss oder Unebenheiten im Gummi des Capstanantriebs kategorisch aus - sowas heilt nicht (spurlos) von allein. :-)
Man behauptet im Kollegenkreis zwar immer, dass ich Computer per Handauflegen heilen könne, aber bei kaputten Gummis ist das wohl auszuschliessen  - habsch einfach Schwein gehabt.  :flööt:

Vielleicht wurde das Laufwerk ja schonmal von einem der Vorbesitzer (gummimässig) gewartet, leider kenn ich die Historie des Gerätes nicht.
Der letzte Besitzer hat mir versichert, dass er zwar den Deckel abhatte, aber sich ans Laufwerk nicht rangetraut hat.

Viele Grüsse,
Berlin-Matthias
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 20.Juni.2010 | 18:33:47 Uhr
Ist das nicht strafbar?  :0keule

Ja, wird geahndet mit FL-1000 Entzug von bis zu 10 Jahren  :grinser:

Zu meinem anfänglichen Problem vermute ich vorsichtig in die Richtung, dass vielleicht eine Kugel des (ich komm grad nicht auf den korrekten Namen) "richtungsabhängigen Kugellagers" (Ihr wisst, was ich meine) der Abwickelspule an einem alten Fettkrümel gehakt hat und deshalb der Abwickeldorn leicht am Band rupfte.

Das Dingens nennt sich "Freilauf".
Kann gut sein, Deine Vermuttung. Diese Freiläufe sind mit Hauptverursacher für nicht mehr funktionierende Laufwerke.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Sonntag, 20.Juni.2010 | 19:55:32 Uhr
Jepp, vorhin in der Badewanne fiel es mir auch wieder ein, das mit dem Freilauf.  :;aha

Gleich noch zwei kleine Fragen:

- Ich wollte heute Nachmittag mal anfangen, die grossen Knöpfe zur Reinigung (und Achsenvermessung) abzuziehen, da rührte sich allerdings nix.
Gibts da nen Trick oder sitzen die einfach nur so fest auf den Achsen?

- Man kann ja seitlich bisschen unter die Frontplatte schauen, und da konnte ich gar keine Befestigungen entdecken. Wie ist die denn festgemacht?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 21.Juni.2010 | 08:47:17 Uhr
Hi,

die Knöpfe sind nur gesteckt. Werden also wohl einfach nur festsitzen.
Die Frontplatte ist oben (Schrauben evtl. unter den Gummiklebern) und unten mit dem Rahmen verschraubt - ganz so wie man es kennt...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Montag, 21.Juni.2010 | 10:20:10 Uhr
Hi,

die Knöpfe sind nur gesteckt. Werden also wohl einfach nur festsitzen.
Die Frontplatte ist oben (Schrauben evtl. unter den Gummiklebern) und unten mit dem Rahmen verschraubt - ganz so wie man es kennt...

Danke.  :_good_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 21.Juli.2010 | 17:33:57 Uhr
Hi zusammen,

ich meine es war Arnulf, der mal sagte, er würde kein Gerät mehr reparieren an dem schon mal gebastelt wurde. Das brachte mich auf die Idee, im Folgenden mal ein recht abschreckendes Beispiel vorzustellen, welches einigermaßen deutlich macht, wie man ein Gerät "kaputt basteln" kann...

Auf Nachfrage hat mir der Besitzer (der's sicher NICHT war) übrigens erzählt, daß er das Teil mal bei einem "Fachbetrieb" hatte. Es sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn ich mir vorstelle, was da so mancher der "Jungs" anstellt", aber der Reihe nach...

Vor etlichen Wochen hat mich ein Pensionär aus Graz kontaktiert und mich gebeten, sein FL-1000 wieder flott zu machen. Fehlerbeschreibung lautete, daß es nicht umspule. Einige Tage später erreichte mich dann das Gerät, zwar verstaubt, aber in optisch gutem Zustand.

Bei einem ersten Test zeigte sich dann, daß das Gerät nicht abspielt ("END" Meldung nach 3s) und nicht zurück spult.
Vorspulen ging. Also alles alte Bekannte beim FL-1000. Zudem "ratschte" das Gerät beim rückspulen, ganz so als ob Zahnräder keinen "Grip" mehr haben - und das obwohl das FL-1000 am Wickeltrieb gar keine Zahnräder hat ... ?

Es war also schon mal klar, daß mit größter Wahrscheinlichkeit die Gummis an den Wickeltellern und der Zwischenradgummi zu erneuern sind. Bei dieser Gelegenheit bot es sich zudem an, das LW gleich komplett zu zerlegen und zu reinigen. Altes und verharztes Fett findet man da auf jeden Fall ;-)

Nach erster Sezierung zeigten sich tatsächlich abgenudelte Gummis:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_01_FL-1000_Rep1_Wickel_Gummi_oben_alt.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/01_FL-1000_Rep1_Wickel_Gummi_oben_alt.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_02_FL-1000_Rep1_Zwischenrad_alt.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/02_FL-1000_Rep1_Zwischenrad_alt.jpg)

Auch zu erkennen:
Die Erklärung für das "Ratschen". Da hat das geriffelte Gegenstück zum Zwischenrad seine Spuren im Gummi hinterlassen und jenes zum "quasi Zahnrad" transformiert ;-)

Auf dem Weg dorthin begegnet einem dann schon mal die eine oder andere Merkwürdigkeit, die im Laufe der Reparatur dann auch behoben wurde:

"Lötklopse" die wohl daher rühren, daß die Kabel mal abgerissen wurden und man dann keinen Nerv hatte das wieder vernünftig dran zu löten:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_03_FL-1000_Rep1_Tonkopfkabel.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/03_FL-1000_Rep1_Tonkopfkabel.jpg)

Noch einige Schmankerl, die ich gar nicht alle fotografiert habe:
- Komplett verbogene Zungenschalter (wieso um alles in der Welt ?) zum Abtasten der Löschschutzkerbe, so daß Aufnahme nicht mehr möglich war.
- Etliche Schrauben, U-Scheiben, Sicherungsringe haben gefehlt.
- Fast überall wurden fehlende U-Scheiben durch kleine Sicherungsringe aus Kunststoff ersetzt (wieso hat sich der Erfinder wohl gedacht, daß da eine U-Scheibe rein soll ?).
- An allen Ecken und Enden habe ich verbogene und verbeulte Bleche gefunden, was nur daher rühren kann, daß da einer mit dem Schraubenzieher dran gewuchtet hat und das selbst an so empfindlichen Stellen wie der Tonkopfabdeckung (!)
- Azimut-Schraube ohne Lack und Kopf war (natürlich) verstellt.
- Etliche Lötbrutzeleien inkl. verfärbtem Platinenmaterial durch zuviel Hitze.

Gut. Zurück zum Thema:
Nach der Gummiaktion ging das Spulen also wieder in beide Richtungen.
Eine Geschw.messung zeigte eine Abweichung von 1,5% und schlimmer, Schwankungen um 3% (Soll nach SM wäre 0,08%), also eben mal Faktor 37 too much.

Also ran an den Capstan:
Dessen Gummi sah erst mal optisch noch ganz ok aus.
Der Pulley vom Motor hatte aber ordentliche Korrosionspickel (Gerät lag wohl mal eine Zeit lang in einem nicht besonders trockenen Keller ?)

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_04_FL-1000_Rep1_Antriebsmotor_alt.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/04_FL-1000_Rep1_Antriebsmotor_alt.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_05_FL-1000_Rep1_Antriebsmotor_neu.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/05_FL-1000_Rep1_Antriebsmotor_neu.jpg)

Die Capstan-Welle zeigte deutliche Lagerspuren und Spuren durch Bearbeitung mit Schmirgelpapier. Da stellte sich mir dann endgültig die Frage, wie bekloppt (sorry) man eigentlich sein muß um an so'nem Teil "spanabhebend" tätig zu werden.
Die Welle war also endgültig "gehimmelt" und wurde durch eine neuwertig aufbereitete Welle von Robert ersetzt:

Alt:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_06_FL-1000_Rep1_Capstanwelle_alt3.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/06_FL-1000_Rep1_Capstanwelle_alt3.jpg)

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_07_FL-1000_Rep1_Capstanwelle_alt4.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/07_FL-1000_Rep1_Capstanwelle_alt4.jpg)
Neu:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_08_FL-1000_Rep1_Capstanwelle_neu.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/08_FL-1000_Rep1_Capstanwelle_neu.jpg)

Nächster Punkt im Kabinett war die Andruckrolle:
Auch hier hat unser "Fachmann" ganze Arbeit geleistet und in das alte Gehäuse eine neue Rolle eingesetzt. Die war nicht breit genug, weßhalb er seitlich wieder mit seinen "geliebten" Kunststoffsicherungsringen unterlegt hat. Die Achse der original Rolle war dünner, als das Loch der neuen Rolle. Also hat er eine neue Achse verbaut und das Loch am Gehäuse mußte größer werden. Das aber nicht mit einer sauber gesetzten Bohrung sondern er hat irgendwie mit einem Messer oder Lötkolben das Loch "erweitert" und die Öffnung anschließend wieder mit dem Lötkolben "verschweißt".

Resultat:
Die Achse steht nicht senkrecht zum Band, die Rolle läuft also nicht parallel - Kopfschüttelnde Ungläubigkeit....

Wieso er dann noch am Gehäuse (dort wo am Chassis der kleine Zapfen sitzt) eine Aussparung mit dem Lötkolben "ausgeschmolzen" hat, habe ich bis heute nicht kapiert. Hätte vlt. Sinn gemacht, wenn er eine zu kleine Rolle genommen hätte, hat er aber nicht - sprich der Durchmesser dieser Ersatzrolle hätte schon gepaßt. Wahrscheinlich "kam er halt beim Brutzeln dran...."

Diese Rolle habe ich dann also auch mal gegen eine NOS Rolle ersetzt:

Alt:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_09_FL-1000_Rep1_Andruckrolle_alt1.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/09_FL-1000_Rep1_Andruckrolle_alt1.jpg)
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_10_FL-1000_Rep1_Andruckrolle_alt4.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/10_FL-1000_Rep1_Andruckrolle_alt4.jpg)
Neu:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_11_FL-1000_Rep1_Andruckrolle_neu.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/11_FL-1000_Rep1_Andruckrolle_neu.jpg)

Eine erneute Gleichlaufmessung förderte nun aber zu Tage, daß immer noch ~ 2-3% Schwankung vorhanden ist.

Robert gab mir dann noch einige Tips, die ich abgearbeitet habe:
- Optik + LED + Fototransistor reinigen (Geschwindigkeitserfassung an der Codescheibe der Capstan-Welle)
- Axiales Spiel der Capstan-Welle justieren
- Abstand Codescheibe zu Capstan-Gehäuse justieren (damit die Optik die Codescheibe besser "abtasten" kann)
- Lichtstrecke LED -> Fototransistor auf maximales Signal justieren

Besser ging's nun nicht mehr, aber der Aufwand wurde belohnt:
Schwankungen liegen nun bei akzeptablen 0,15%. Das ist zwar nicht ganz spezifiziertes Niveau, aber immerhin weitestgehend nicht mehr hörbar, was auch ein Hörtest bewies.

Frequenzgangkontrollen habe ich auch noch gemacht. Screenshots lasse ich hier aber mal außen vor.
- Wiedergabepegel ist +/- 0,5dB iO
- Frequenzgang bei Eigenaufnahme ist ohne und mit Dolby-B fast identisch und bewegt sich ein einem Schlauch von ca. 3-4dB.
- Lediglich mit Metallband sind die Kanalungleichheiten mit 2dB etwas höher als mit Fe/Cr Band (1dB).

Die elektrische Seite scheint sich hier also nicht besonders verschlimmert zu haben.

Das Gröbste ist also geschafft, ein paar Kleinigkeiten wären noch zu machen.
Ansonsten wäre wieder ein FL-1000 vor dem "Verschrottungstod" gerettet ;-)))
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: hifikauz am Mittwoch, 21.Juli.2010 | 19:27:06 Uhr
Hallo Kuni!

Soll das heissen, dass Du nun ein Eumig Nr. 3 restautriert hast?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 21.Juli.2010 | 19:46:57 Uhr
Jepp  :_good_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 21.Juli.2010 | 19:54:51 Uhr
Au mannoman, was macht man da nicht wieder alles mit  .,35 Na wenigstens geht es wieder halbwegs  :_good_:

Ich hatte da noch Glück, meine Yammis waren zwar angegammelt aber wenigstens nicht verpfuscht, ich glaube da hätte ich nur noch den Tonnendeckel gehoben... :wallbash

Aber an meinem TD126Mk2, den ich gerade aufbaue, hat auch einer etwas dilletantisch daran rumgemurkst, glücklicher Weise alles behebbar, das Lager hat er in Ruhe gelassen.  :flööt:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 22.Juli.2010 | 08:53:08 Uhr
Na wenigstens geht es wieder halbwegs  :_good_:

Ne ne, nix "halbwegs" .,111 - das Eumig tut's wieder prima.
Die 0,15% Gleichlauf sind für ein gealtertes FL-1000 schon mal nicht ganz schlecht, meine ich.
Mein eigenes bringt's auch "nur" auf 0,12% und das zweite, das ich hatte, lag auch um den Dreh.

Daß die Frequenzgänge an diesem Deck 3 etwas schlechter sind als an meinem eigenen liegt ja schlicht daran, daß hier halt (noch) nichts abgeglichen wurde.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Sonntag, 25.Juli.2010 | 07:37:10 Uhr
Guten Morgen  :_hi_hi_:.
 :_good_: Prima, Matthias  :drinks: - wieder ein Teil gerettet bzw. restauriert.
Lasse Dir doch - soweit nicht schon Kassetten des Besitzers mit im "Gepäck" waren - Welche vom Auftraggeber zusenden von wegen einer der Kopfjustage ...
So Der noch genug vormals aufgezeichnete Kassetten hat so könnte ja ein Neuabgleich dahin gehend doch den Klang seiner Stücke negativ beeinflussen und mit der "Mono - Methode" ließe sich Das kontrollieren  :flööt:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 25.Juli.2010 | 08:40:09 Uhr
Morgen Andreas.

magst Du mir die "Mono-Methode" mal näher erklären.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Sonntag, 25.Juli.2010 | 09:03:20 Uhr
Guten Morgen, Jürgen / Gemeinde  :_hi_hi_:.
Diese "Methode" hatten Wir - so ich mich nicht völlig vertue - in einm Thread bezüglich der Abgleicharbeiten ( Generell ) an Kassettenrekordern schon mal erörtert:

Dazu nimmt man - so keine spezielle Azimuthkassette vorhanden ist - eine bekannt "Gut" aufgenomene Kassette und legt Diese in´s betreffende Gerät ein.
Nun werden die Line - Outs via einem sogenanntem Y - Kabel erst mal auf "Mono" geklemmt / zusammengeführt.
Dann via Chinch - Kupplung ein weiteres Y - Kabel an diese Kupplung angeschlossen und somit das durch das erste Y - Kabel entstandene "Mono - Summensignal" wieder auf zwei "Leitungen" afgesplittet und so einem Verstärker zugeführt (Modernere Verstärker haben ja sehr selten die Möglichkeit der Mono / Stereo - Umschaltung bei deren Ausgängen) ...

Nun wird via Kopfhörer ein möglich hochtonhaltiges Musikstück von der Kassette wiedergegeben und mittels der Azimuth - Einstellschraube am TK auf max. Hochtonwiedergabe abgeglichen  .,a095 = Fertig.

So der Azimuth des zuvor zur Aufnahme der Kassette verwendeten Rekorders optimal justiert war so liegt die nun so hergestellte Abweichung im Bereich von ca. +/- 30 ° Grad max.  :drinks: -> Ein spannungsmäßiger Höhenabfall dürfte so bei max. 1 dB liegen und ist somit "verschmerzbar".

MG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Sonntag, 25.Juli.2010 | 10:56:40 Uhr
Kontrastprogramm gegen die depri-verbreitenden Pics der misshandelten Maschine   raucher01

(http://loggi.de/kopf480.jpg)

Bei meiner Maschine siehst so aus, dass nach paar Tagen Standzeit das "Fluttern" (oder wie auch immer der Fehler zu beschreiben wäre) wieder da ist und nach ca. 10 Minuten Laufzeit verschwindet.

Hab das Ding aber noch immer noch nicht geöffnet.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Sonntag, 25.Juli.2010 | 10:59:46 Uhr
Das habe ich rein gehörmäßig damals bei meinem Toshiba Aurex ähnlich gemacht, nur Stereo. In Mono ist man natürlich etwas sensibler auf Hochtonänderungen. Geht aber nur näherungsweise mit vielen Anläufen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: termman am Sonntag, 25.Juli.2010 | 11:19:44 Uhr
Nicht nur auf die Höhen achten, sondern auch auf (wenns Material es hergibt) Phasenverschiebungen, die in Monostellung Signalteilauslöschungen bewirken.
War jedenfalls früher mein Hauptkriterium, als dank mieser Technik mit Höhen sowieso nicht viel los war.

Mein mir seit meiner Jugend verhasstes Musterbeispiel für "verstellter Tonkopf": Icehouse mit "Hey little girl".

http://www.youtube.com/watch?v=OKDYyFf1s0I&feature=related (http://www.youtube.com/watch?v=OKDYyFf1s0I&feature=related)

Hab keine Ahnung, obs ein Studiounfall war oder künstlerische Absicht, jedenfalls zuckt bei dem Song seit Jahrzehnten meine Hand zum Tonkopfschraubendreher.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 25.Juli.2010 | 15:10:28 Uhr
Bei meiner Maschine siehst so aus, dass nach paar Tagen Standzeit das "Fluttern" (oder wie auch immer der Fehler zu beschreiben wäre) wieder da ist und nach ca. 10 Minuten Laufzeit verschwindet.

Kannst Du mal einen 3150Hz Ton aufnehmen und dann das "Fluttern" mit folgender Aufnahme (erste 4s) vergleichen ?
http://uebergabe-daten.new-hifi-classic.de/kuni/Gleichlaufschwankungen.mp3 (http://uebergabe-daten.new-hifi-classic.de/kuni/Gleichlaufschwankungen.mp3)

Dann drückst Du bitte mal leicht mit dem Nagel gegen die Spitze der Capstanwelle. Wenn's dann besser wird (vrgl. letzte 4s aus obigem MP3), dann muß das Axialspiel an der Welle neu eingestellt werden.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: AndreasTV am Montag, 26.Juli.2010 | 08:22:53 Uhr
Nicht nur auf die Höhen achten, sondern auch auf (wenns Material es hergibt) Phasenverschiebungen, die in Monostellung Signalteilauslöschungen bewirken.
...

Guten Morgen  :_hi_hi_:.
Bei anderen Frequenzen als den Höhen wird ein "Raushören" wohl schon etwas problematisch ...  :flööt:.
Zumal schrieb ich ja extra das für diese Methode hochtonreiche Musikstücke zu bevorzugen sind - ansonsten macht Das ja nicht wirklich Sinn  :_tease:.

Alles in Allem eine doch recht praxisnahe Möglichkeit so ohne entsprechendes Referenzmaterial in Form z. Bspl. einer Azimuth - Einstellkassette den TK innerhalb doch akzeptabler Grenzen zu justieren ...

Sicherlich lediglich ein Behelf - doch Allemal besser als Nüscht  :drinks: ...; zumal z. Bspl. ich mir dann hinterher von den "Kunden" nicht anhören muss und in "Erklärungsnot" komme wieso denn auf einmal alle vorhandenen Kassetten den "Biss" vermissen lassen  .,73.

MfG

Andreas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: raphael am Montag, 19.September.2011 | 15:24:42 Uhr
Hallo Kunii!

Habe nun wieder einen Flohmarkt- FL 1000, der mackt.
"Was soll´s?", dachte ich mir, als er beim Erproben daheim alle Mätzchen machte, von END bis einseitig spulen, mit der Zeit wurde es aber besser, dann ging auch rechts spulen gut, das Abspielen verzerrte allerdings noch grässlich.  Ich ließ den schwarzen Kerl ohne Ton laufen (er ist auch so laut genug...) und siehe da, nach ca. 10 Minuten in Play-Funktion kamen nach einem Dreh am Volume-Poti unverzerrt Töne und Musik erstrahlte!

Worauf deutet dieses Verhalten hin?
Sind es jene von dir beschriebenen Freiläufe, die Bewegung brauchen, damit das verharzte Fett wieder etwas weicher wird?
Übrigens mackt er mal nach dem Einschalten, mal nicht, doch wenn man hartnäckig am Spiel bleibt, fügt sich der Eumig irgendwann.


Mit freundlichen Grüßen
Raphael


Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 19.September.2011 | 21:51:27 Uhr
Hi Raphael,

Worauf deutet dieses Verhalten hin?

Du meinst das mit den Laufwerkszicken und der END Meldung ?

Sind es jene von dir beschriebenen Freiläufe, die Bewegung brauchen, damit das verharzte Fett wieder etwas weicher wird?

Jou. Die LW Probleme werden wohl daher kommen. Meiner Erfahrung nach sind alle LW Probleme beim 1000'er darauf zurückzuführen.
Aber nicht nur auf verharzte Freiläufe alleine, sondern auf ein generell, komplett zu überholendes LW. Muß man eh zerlegen um an die Freiläufe zu kommen. Also kann man auch gleich alles auf einmal machen. D.h. Teile reinigen, Achsen leicht (!) ölen, Kurvenscheiben etwas fetten, alle Gummis erneuern.
Das Ganze gewissenhaft gemacht, erledigt normalerweise alle diese Zicken auf einen Schlag.

Bzgl. der Hinweise wie das alles zu machen ist, habe ich hier im Forum ja schon viel geschrieben.
Kurz gesagt: Alles kein Hexenwerk, aber man muß gewissenhaft arbeiten und es wird etliches an Zeit dauern.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: raphael am Dienstag, 20.September.2011 | 08:13:58 Uhr
Hallo Kuni!

Danke für deine Antwort!
Ja, dein Threrad ist lesenswert und behandelt umfangreich alles, was mit dem FL 1000 zu tun hat.
Als ich den Eumig am Flöohmarkt sah, wollte ich halt wieder einen haben, im Prinzip genügt es mir ja, den Gesellen mit seinen 31 Knöpfen und Reglern einfach im Rack anzusehen, doch werde ich mich vielleicht an einem ruhigen Tag ans Laufwerk wagen.
Früher hatte ich ja schon einige Metropolitans bearbeitet, meist mit zweifelhaftem Erfolg, doch da war von Hilfe aus dem Netz noch keine Rede.
Vom Bauhof habe ich unlängst ein Metropolitan CC heimgeschleppt, an dem kann ich mich in die Materie wieder einarbeiten. Die Gummierheuerung habe ich nämlich noch nie durchgeführt, da schadet ein bisschen Üben nichts.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 20.September.2011 | 09:43:19 Uhr
Hi Raphael,

wenn Du schon mal am Metropolitan CC zu Gange warst, sollte das 1000'er LW kein Problem sein. Kenne das Metro zwar nicht, aber die beiden LW'e sollen ja ziemlich gleich sein - zumindest prinzipiell.

Die Gummisache ist kein Problem, man muß nur die richtigen haben (bei Badarf schick mir eine Mail - siehe Profil - und ich gebe Dir einen Kontakt in Österreich). Die beiden Gummis unter den Wickeltellern dann mit UHU+ verkleben, am Freilauf reicht die Klemmung in der Nut. Den Gummi am Capstan ebenfalls verkleben - wobei es da auch ein Angebot gibt, die Welle samt Gummi im Austausch zu bekommen. Dann hast Du das Problem mit der Verklebung dort nicht - ist kritisch, weil wenn das nicht richtig sauber gemacht ist, dann leierts hinterher.

Ansonsten wollte ich zu den LW Problemen gestern noch sagen, daß die meißtens nicht auf genau ein Problem im LW zurückzuführen sind, sondern eher eine Kombination sind aus Dreck, verharztem Fett und ausgehärteten Gummis. Deswegen meine Devise: Wenn schon LW Zerlegen, dann gleich alles richten. Damit ist dann für die nächsten 20 Jahre wieder Ruhe.

Ein FL-1000 in den Scharnk zu stellen ist irgendwie schon schade, weil das Teil hat's drauf, braucht aber initial ziemlich viel Zuwendung.
Meins läuft nun nach etlichen Reparatur- und Einstellanläufen wie neu. Hat aber auch insgesamt nun auch ein paar Jahre gedauert, bis es soweit war.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: raphael am Dienstag, 20.September.2011 | 16:53:30 Uhr
Hallo Kuni!

Danke für deine Antwort!
Verwende derzeit einen Eumig A 500 mit dem FL 1000, der Verstärker funktioniert perfekt, leider habe ich mich schon von der FL 900 und dem Tuner T 500 getrennt, doch die FL 1000 sieht auch gut aus im Rack mit dem Amp und einen T 500 könnte ich wieder bekommen.
Da wäre es doch wünschenswert, dass das Deck auch wieder fehlerfrei funktioniert, den Verstärker (Endstufenschaden) habe ich ja auch hinbekommen.
Allerdings flößt mir das FL 1000 schon mehr Respekt ein.
Ja, die Metropolitans  haben das gleiche Laufwerk, allerdings andere Köpfe.
Laut war dieses Laufwerk von Anfang an, ich hatte schon vor mehr als 30 Jahren eines.

Wenn ich mich ans Deck mache, nehme ich dein nettes Angebot, mir bei den Reibradgummis mit Rat beizustehen, gerne an.
Danke für deine Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 20.September.2011 | 19:40:42 Uhr
Die 500'er Serie war mWn sowohl mit dem FL-900 als auch mit FL-1000 kombinierbar - vom Design her.
Das FL-900 hatte ich mal zur Rep. hier - kein Vergleich zum 1000'er und ist ja auch kein Eumig, sondern ein Alpine.
Zudem ist das sowas von verbaut, das glaubt man kaum. Im Vergleich dazu ist das 1000'er LW wirklich einfach zu warten, obwohl's zeitaufwendig ist.

Daß das LW des FL-1000 vglw. laut ist, ist absolut normal. Konstruktionsbedingt.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: werner am Donnerstag, 06.Dezember.2012 | 23:32:38 Uhr
Hallo Kuni,
habe den Bericht über das Eumig gelesen, und hätte eine Bitte.
Habe ein Eumig Metropolitan CCD und suche ein SM. Wo kann ich das bekommen.Mein Gerät spielt noch ein wenig, habe es vor ein paar Tagen aus dem Dornröschenschlaf geweckt, Wiedergabe o.k. Aufnahme nicht.Wundere mich nicht hatte das letzte Mal vor 20 Jahren oder so ähnlich ein Service bekommen. Ist aber Erstbesitz und ich will es wieder flott machen.

Grüße Werner.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 07.Dezember.2012 | 10:14:41 Uhr
Hi Werner,

zum CCD habe ich leider keine Unterlagen.
Im Tonbandforum gab's mal einen Thread dazu:
http://forum2.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=4210
Vlt. funkst Du dort mal den "Matthias_M" an, der scheint zumindest damals ein SM gehabt zu haben.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: werner am Freitag, 07.Dezember.2012 | 18:27:34 Uhr
Danke Kuni,
werd's dort versuchen.
Grüße Werner.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Montag, 03.März.2014 | 22:40:18 Uhr
Jetzt weiss ich nicht ob ich hier anhängen oder einen eigenen Thread aufmachen soll ?

Nachdem Kuni so einen Narren an den Eumig gerfressen hat, wollte ich mir auch so ein Sternenstäubler zu Gemüte führen und habe mit etwas Glück ein bezahlbares FL-1000 Exemplar gefunden.

Das Gute zuerst:

- sehr schöner Zustand vom optischen her
- Laufwerk funktioniert grundsätzlich
- Wiedergabe funktioniert grundsätzlich ebenfalls
- und vor allem: der Tonkopf schaut aus wie neu - absolut keinerlei Verschleiss ersichtlich

Wo das Alter sich dann doch bemerkbar macht:

- Aufnahme klappt nicht - es kommen von beiden Inputs nur Störgräusche beim Tonkopf an ("Source" klappt zumindest bei dem einen Input)
- Gleichlauf leiert wie ein alter Orgelkasten (Andruckrolle hart)
- Schlaufenbildung wie weiter vorn beschrieben (Freilaufproblem)

Zudem sind  sind nicht mehr alle  Gehäuseschrauben Original, da hat sich offenbar schon mal wer versucht
Aus dem Deck sind mir ein paar Teile entgegengefallen (Halteschwämmchen, Schräubchen, Plastikscheibe)
Dafür scheint derjenige von den Innerein eher wenig angegriffen zu haben, jedenfalls sind alle Stecker noch verklebt (so das O-Zustand war ?), und Lötaktionen sind fürs Erste keine feststellbar, was mich schon mal eher beruhigt.

A pro pos löten: da sind ja hunderte goldene Antik-Frakos und blaue Antik-Tantals zu tauschen, "wenn ich mich nicht irre, hihihi"
 .,111
Uff - das werde ich erst mal vertagen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 03.März.2014 | 23:35:13 Uhr
Da wollte ich grad runterfahren und dann das ....  :shok:

Jetzt weiss ich nicht ob ich hier anhängen oder einen eigenen Thread aufmachen soll ?

As you like...

...und habe mit etwas Glück ein bezahlbares FL-1000 Exemplar gefunden.

Nach allem was Du geschrieben hast, dürfte das in dem Zustand nicht mehr als 100€ gekostet haben.
...es hat schon seinen Grund, wieso die in nachweißlichem iO Zustand so teuer gehandelt werden  :grinser:

- sehr schöner Zustand vom optischen her
- und vor allem: der Tonkopf schaut aus wie neu - absolut keinerlei Verschleiss ersichtlich

Schon mal was, weil Gehäuseteile und Kopfbrücken totale Mangelware sind.

- Aufnahme klappt nicht - es kommen von beiden Inputs nur Störgräusche beim Tonkopf an ("Source" klappt zumindest bei dem einen Input)

Erst mal Schalter reinigen und dann vor allem alle Steckverbinder. Die sind gerne mit Schrumpfschlauch überzogen, sehen drunter total gut aus, sind aber trotzdem marode. Einen Kanalaussetzer habe ich über 1 Jahr lang gesucht und dann war's sowas  .,35

- Gleichlauf leiert wie ein alter Orgelkasten (Andruckrolle hart)

Komplette Rollen sind auch Mangelware. Ab Sommer weiß ich dazu mehr. Ggf. mußt Du da aber was passendes basteln.
Kann aber auch vom Motor kommen. Ist ein speziell für Eumig gefertigter Motor, evtl. noch vorhanden.
Oder die Tachoscheibe ist futsch - dann geht gar nichts mehr. Gibt's nicht mehr - auch nicht für viel Geld.

- Schlaufenbildung wie weiter vorn beschrieben (Freilaufproblem)

Und/oder besagte Gummis. Das Problem haben 99,9% der 1000'er.
Früher oder später kommst Du eh nicht drum herum. D.h. LW zerlegen, reinigen, Gummis erneuern, zusammenbauen.
Nicht fetten/ölen, vor allem nicht an den Zahnrädern. Wenn, dann nur ein klein bischen Öl an den Achsen.
Das sind schnell drehende Teile drin, die alles super verteilen  :grinser:

Zudem sind  sind nicht mehr alle  Gehäuseschrauben Original, da hat sich offenbar schon mal wer versucht

Auch normal  :grinser:

Aus dem Deck sind mir ein paar Teile entgegengefallen (Halteschwämmchen, Schräubchen, Plastikscheibe)

Bild1:
Das Schwämmchen kann ich nicht genau zuordnen. Kann der Halter der schwarzen Birne (Mainboard vorne links) sein - nicht so wichtig.
Das zerbrochene Plastikgedöns ist die Scheibe hinter dem Eject Knopf (kann man mit U-Scheiben ersetzen)

alle Stecker noch verklebt (so das O-Zustand war ?)

Ja, ist original. Ansonsten s.o.

A pro pos löten: da sind ja hunderte goldene Antik-Frakos und blaue Antik-Tantals zu tauschen, "wenn ich mich nicht irre, hihihi"

Jepp  :_good_:

Fazit:
Mach Dir Gedanken was damit werden soll. Reparieren lassen wird schwierig und selbst machen kostet enorm viel Zeit.
Ich meine ich habe an meinem ersten über 1 Jahr gedoktert, bis es lief. Ab dem zweiten geht's flotter  raucher01

Evtl. ist es da eine Überlegung wert es gleich wieder zu versenken und auf ein besseres Exemplar zu hoffen.
Ansonsten hilft nur "Durchwühlen"
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Dienstag, 04.März.2014 | 06:00:45 Uhr
Da wollte ich grad runterfahren und dann das ....  :shok:


Tja "unverhofft kommt oft"
 :drinks:

Nach allem was Du geschrieben hast, dürfte das in dem Zustand nicht mehr als 100€ gekostet haben.


Ähem, ich meinte eher "bezahlbar" - nicht "preiswert"
 :flööt:

Fazit:
Mach Dir Gedanken was damit werden soll. Reparieren lassen wird schwierig und selbst machen kostet enorm viel Zeit.
Ich meine ich habe an meinem ersten über 1 Jahr gedoktert, bis es lief. Ab dem zweiten geht's flotter  raucher01

Evtl. ist es da eine Überlegung wert es gleich wieder zu versenken und auf ein besseres Exemplar zu hoffen.
Ansonsten hilft nur "Durchwühlen"


Du hast es echt drauf einem Mut zu machen !
 .,70


---

Ok, ich muss das alles erst mal sacken lassen.
Das Schwämmmchen scheint wirklich von der schwarzen Lampe zu kommen  (im Bild oben Rechts beim Laufwerk), dort gibts noch Reste davon auf der Platine und das Loch passt in der Grösse. Dürfte als Vibrationsdämpfung gedient haben.   
Was tut diese Lampe eigentlich ?
Mann o mann, 150 Seiten Manual sind auch nicht ohne !

Die Schraube sieht so aus wie jene mit welchen die Platinen festgeschraubt sind - da scheint aber nichts zu fehlen - wird sich schon finden.

Wie bist du die Schalter angegangen ?
Nur Alkohol oder mit Kontaktspray ?

Bei den Steckkontakten hatte ich schon ein blödes Gefühl als ich bei dir das erste Mal davon gelesen hatte - nachdem ich nun die Schneidklemm-Verbinder für die Bandkabel gesehen hatte war sowieso alles klar.

Hatte erst einen Schrecken wegen dem fühlbaren Lagerspiel des Capstan, habe mich dann aber erinnert dass es bei irgendeinem Deck diese Lager gab, welche erst in Betrieb spielfrei werden - dann deinen Thread durchforstet und bingo !
 :;aha
Dass der Capstan Motor was hat, scheint mir eher nicht so - jedenfalls schnurrt der ganz zufrieden vor sich hin. Möglich, dass der Gummi vom Reibradgetriebe nicht mehr gut ist - da sehe ich dz. nicht gut genug dazu.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 04.März.2014 | 08:23:10 Uhr
Ähem, ich meinte eher "bezahlbar" - nicht "preiswert"

Dann war's zu teuer, weil das doch so aussieht, als ob überdurchschnittlich viel dran zu machen wäre.
Ich habe im Laufer der Zeit ~8 Eumels wieder flott gemacht und idR ging's nur um Gummis und Kleinigkeiten (wenn man weiß wo man suchen muß -> z.B. diese doofen Stecker)
Lediglich ein verbasteltes Exemplar hatte ich mal, das wäre beinahe auf dem Schrott gelandet, ließ sich dann aber doch noch retten.

Du hast es echt drauf einem Mut zu machen !

Na ja, ist eigentlich alles nicht sooo schwierig. Es gibt einige Teile, wenn die komplett hin sind, dann geht gar nichts mehr - z.B. Tachoscheibe am Capstan oder das V-Lager.
Alles andere läßt sich machen, aber man muß halt basteln und ggf. improvisieren oder im Ernstfall ein Schlachtgerät besorgen.

Fakt ist, daß das Eumig keines von der Sorte "mache ich mal am WoE" ist.
Sieh das mal - wie ich - von der positiven Seite:
Wenn Du da mal durch bist und wirklich wieder alles frisch ist, sich die Werte auf spezifiziertem Niveau reproduzieren lassen, dann hast Du eines von gaaaaanz wenigen Geräten auf dieser Welt.
Vor allem in Österreich und USA gibt es noch viele 1000'er, aber was ich bislang auf'm Tisch hatte war alles ziemlich abgeratzt.
Ich kenne dann noch einen aus Wien, der hat sich auch mal zwei 1000'er fit gemacht. Die beiden dürften sogar bis auf die letzte Schraube in den Mode "neuwertig" versetzt worden sein.

Das Schwämmmchen scheint wirklich von der schwarzen Lampe zu kommen  (im Bild oben Rechts beim Laufwerk), dort gibts noch Reste davon auf der Platine und das Loch passt in der Grösse. Dürfte als Vibrationsdämpfung gedient haben.

Jepp. Ist ja eine Glühbirne, ebenfalls Spezialanfertigung. Technische Details dazu sind nicht bekannt.

Was tut diese Lampe eigentlich ?

Weiß ich nicht mehr genau, ich meine die dient als VDR (??) in der Erzeugung der Lösch-HF - müßte ich in meinen Unterlagen nachkramen, da hab' ich's mal eroiert.

Mann o mann, 150 Seiten Manual sind auch nicht ohne !

Das Original ist - soweit ich mich erinnere - mehrsprachig und hat glaube ich auch einige Doppelscans drin. Dann noch die Unterlagen für Dolby, High-Com Version.
Wenn man das lichtet, wird's weniger.

Die Schraube sieht so aus wie jene mit welchen die Platinen festgeschraubt sind - da scheint aber nichts zu fehlen - wird sich schon finden.

Jepp, findet sich beim auseinander- und wieder zusammenbauen.

Wie bist du die Schalter angegangen ?
Nur Alkohol oder mit Kontaktspray ?

Da will ich eigentlich gar nicht's mehr zu sagen, weil da wird man gerne für gesteinigt  :flööt:
Ich mache das immer nach Schema "F": Erst Kontaktspray, bewegen, wiederholen, dann gut ausspülen, trocknen lassen, dann etwas Ballistol rein.

Bei den Steckkontakten hatte ich schon ein blödes Gefühl als ich bei dir das erste Mal davon gelesen hatte - nachdem ich nun die Schneidklemm-Verbinder für die Bandkabel gesehen hatte war sowieso alles klar.

Die Kabel an die links stehende Platine sind unproblematisch (LW Logik). Auf dem links liegenden Board ist - soweit ich mich erinnere - alles gelötet (Kabel zu den TK'en).
Problematisch sind die Steckverbinder in erster Linie auf dem liegenden Board rechts, vor allem das Flachband in der Mitte (zentrale Signalschnittstelle).
Das auf keinen Fall verlöten, weil man dort zum Abgleich auftrennen können muß. Ich habe dort vergoldete Pfostenstecker samt vergoldetem Gegenstück verbaut.
Dann gibt's noch ein paar kleinere 1-/2-/3-fach Kabel, die kann man auch festlöten.

Hatte erst einen Schrecken wegen dem fühlbaren Lagerspiel des Capstan, habe mich dann aber erinnert dass es bei irgendeinem Deck diese Lager gab, welche erst in Betrieb spielfrei werden - dann deinen Thread durchforstet und bingo !

Ja, ist normal. Das ist kein normales rundes Sinterlager, sondern ein V-förmiges Sinterlager, wobei das "V" quer liegt. Unter Last zieht's dann die Welle ins Lager und wird so spielfrei.
Das ist einer der genialen Kniffe in diesem Deck.
Wenn man mal scharf nachdenkt, dann kommt man drauf wieso ....  :;aha

BTW:
Damit erübrigt sich dann auch die Frage nach der Schmierung dieses Lagers. Einfach so mit Öl geht nicht, ist ja offen.
Wenn, dann müßte man das Lager auspressen und unter Druck neu "betanken". Braucht's aber eigentlich nicht, weil das Lager sehr verschleißarm ist.
Klärung bringt hier zu gegebener Zeit der Ausbau der Capstanwelle und Begutachtung auf Abriebsriefen.

Dass der Capstan Motor was hat, scheint mir eher nicht so - jedenfalls schnurrt der ganz zufrieden vor sich hin.

Am Capstanantrieb ist in der Tat der Motor nicht unbedingt das Problem, sondern eher (in absteigender Reihenfolge):
- Gummi
- Verdreckte Lichtschranke (der Geschw.regelung über die Tachoscheibe im Capstangehäuse)
- El. Teile der Regelung
- Tachoscheibe selbst (= Super-GAU)

Good luck und "immer aufrecht kämpfend, mit erhobenem Schwert untergehen"  :_55_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Dienstag, 04.März.2014 | 15:47:57 Uhr
Dann war's zu teuer, weil das doch so aussieht, als ob überdurchschnittlich viel dran zu machen wäre.


Ja, so isses halt: "wer zu spät kommt den bestraft das Leben"
 :0keule  :_thumbdown_:

Dabei hatte ich eh noch einen gewissen Verhandlungserfolg - aber da hier ja von einigen der "Kultstatus" des ollen Eumels kultiviert wird ...
 :grinser:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Dienstag, 04.März.2014 | 16:08:16 Uhr
so dann geh ich mal an den Kabeln respektive Steckern zupfen.
Mal sehen ob sich die Aufnahmeprobleme damit schon mal etwas eingrenzen lassen.

Wenn ich Signal einspeise, dann habe ich am VU Ausschlag und auch beim Kopfhörer kommts an, nur eben auf dem Band (bzw bei Hinterband) ist nur Mist.
Der zweite Eingang ist extrem leise, der dürfte vielleicht "nur" ein Problem mit den Eingangskondensatoren haben.


Das allerwichtigste ist aber erst mal die Mechanik bzw die Andruckrolle.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Mittwoch, 05.März.2014 | 06:20:22 Uhr
Zwischenergebnis einer ersten visuellen Inspektion:


Die rote Litze am Laufwerkskäbelchen (Posten 14/15/16) war ab.
Nach anlöten ist es interessanter Weise mit dem Gleichlauf um Häuser besser geworden - aber aufgrund der verhärteten Andruckrolle natürlich nach wie vor unbefriedgend.
Leider kann ich auf diesem Teil des Schaltplanes nichts identifizieren da grad dort die scan-Qualität nicht optimal ist.
Könnte also auch ein Zufall sein durchs hin und her Drehen des Deck.

Ein weites geschirmtes Käbelchen welches am Laufwerk vorbei zum Pfostenstecker ST11 führt war ölig. Bei leichen Bewegungen hat sich im Kophörer was getan und das Käbelchen hatte sich etwas ölig angefühlt.
Nach ablösen der Verklebung / Sicherung hat sich auf der Unterseite des Stecker ebenfalls Öl gezeigt -  das Öl ist also durch die Steckerkontakte nach unten gelaufen und diese wurden damit zwangsläufig eingesuppt. War eher wenig Öl, möglicherweise nur ein paar abgespritzte Tröpfchen von schnelldrehenden Teilen des Laufwerks.   
Auf dem Bild sind die Doppel-Poti mit den langen Achsen jene fürs Einmessen.




 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 05.März.2014 | 08:30:50 Uhr
Die rote Litze am Laufwerkskäbelchen (Posten 14/15/16) war ab.

Diese Verbindungen an der Stelle (Bild1) sind immer gefährlich. Wenn man das LW ausbaut und aus dem Gehäuse heben will, kommt man gerne an die Dinger und reißt was ab.

Nach anlöten ist es interessanter Weise mit dem Gleichlauf um Häuser besser geworden

Ist eigentlich das dicke Massekabel am LW Gehäuse richtig dran ?

Ein weites geschirmtes Käbelchen welches am Laufwerk vorbei zum Pfostenstecker ST11 führt war ölig.

Der Steckertyp (Bild2) ist genau der, der gerne innen drin marode ist.

möglicherweise nur ein paar abgespritzte Tröpfchen von schnelldrehenden Teilen des Laufwerks.   

Nochmal: Im LW hat Öl nichts verloren. Wurde ab Werk auch nirgends geschmiert.
Wenn, dann allerhöchstens nur an den Achse der einzelnen Rädchen ein kleiner Tropfen.
Ich habe vor Jahren in den diversen Foren leider schon ein paar Mal lesen müssen, daß es verzweifelte Kandidaten gibt, die ein nicht mehr funktionsfähiges 1000'er LW gerne mal mit Öl behandeln, nach dem Motto "da wird verharztes Fett drin sein". Das 1000'er LW ist aber ganz anders aufgebaut als alle anderen Decks und deswegen ist das dort eben nicht so.
Da ist kein Fett drin, also kann kein's verharzen und Öl bringt demnach auch nichts.
Das stellen die Reparateure dann auch fest und geben auf....
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Mittwoch, 05.März.2014 | 17:23:44 Uhr
Diese Verbindungen an der Stelle (Bild1) sind immer gefährlich. Wenn man das LW ausbaut und aus dem Gehäuse heben will, kommt man gerne an die Dinger und reißt was ab.

Ok.
Soweit bin ich noch nicht

Ist eigentlich das dicke Massekabel am LW Gehäuse richtig dran ?

Ja, ist OK

Der Steckertyp (Bild2) ist genau der, der gerne innen drin marode ist.

Ok, mal sehen wie ich das anpacken möchte, muss ich noch etwas umschauen was passen könnte und erhältlich wäre. Falls ich hier austausche (sehr wahrscheinlich) dann muss es was ordentliches, vergoldetes sein, mit Industrie-Goldkontakten hatte ich noch nie Probleme

dz kann ich noch keinen "echten" Wackler feststellen,
Allerdings hat sich zwischenzeitlich  auch bei der Wiedergabe ein gravierender Fehler eingeschlichen.
Im einen Kanal habe ein Geräusch stark überlagert - wie das tiefe Fauchen und Grumeln eines offenen Feuers  - kein höherfrequentes Rauschen oder sonst was.
Entweder ist am Kopf ein Käbelchen ab (glaube ich weniger)  oder es ist irgend eine Elko Geschichte .
Ähhh, langweilig wird einem mit dem Eumel jedenfalls nicht.
 ;0006  :_tease: .,a015  .,c045


Nochmal: Im LW hat Öl nichts verloren. Wurde ab Werk auch nirgends geschmiert.
Wenn, dann allerhöchstens nur an den Achse der einzelnen Rädchen ein kleiner Tropfen.
Ich habe vor Jahren in den diversen Foren leider schon ein paar Mal lesen müssen, daß es verzweifelte Kandidaten gibt, die ein nicht mehr funktionsfähiges 1000'er LW gerne mal mit Öl behandeln, nach dem Motto "da wird verharztes Fett drin sein". Das 1000'er LW ist aber ganz anders aufgebaut als alle anderen Decks und deswegen ist das dort eben nicht so.
Da ist kein Fett drin, also kann kein's verharzen und Öl bringt demnach auch nichts.
Das stellen die Reparateure dann auch fest und geben auf....

Ok,
Dann bin ich mal gesspannt was mich im Laufwerk erwartet
 :flööt:

Bis zur Andruckrolle bin ich vorgedrungen, diese muss ja definitiv erneuert werden.
Da war jedenfallls die Achse des Schwenkträger ebenfalls geölt worden.
Das Öl war logischer Weise auch in Richtung Gummirolle gekrochen gewesen.
 
Am "Scharnier" des Kasettenfaches (da ist oben so ein "Teller") findet sich gut Fett. Etwas Fett hatte auch in der Mitte an den langen Achsen der Doppelpoti gehaftet - aussen ! - wozu sollte das denn wohl gut sein?!


Das stellen die Reparateure dann auch fest und geben auf....

Diesen Weicheiern hat wohl noch keiner das "mit dem senkrechten Schwert im unergründlichen Sumpf des Unbekannten versinken und so" erklärt
 :_55_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 05.März.2014 | 17:50:30 Uhr
Bis zur Andruckrolle bin ich vorgedrungen, diese muss ja definitiv erneuert werden.

Sieht mMn aber noch gar nicht sooo übel aus.

Da war jedenfallls die Achse des Schwenkträger ebenfalls geölt worden.
Das Öl war logischer Weise auch in Richtung Gummirolle gekrochen gewesen.

Am "Scharnier" des Kasettenfaches (da ist oben so ein "Teller") findet sich gut Fett. Etwas Fett hatte auch in der Mitte an den langen Achsen der Doppelpoti gehaftet - aussen ! - wozu sollte das denn wohl gut sein?!

Der Teller (2 schwarze Plastikscheiben) sind der Dämpfer. Da gehört wirklich Fett rein.
Wenn das verharzt ist, dann geht die Klappe langsam auf, bei warmem Gerät dann schneller.

Fett an den potiachsen kann auch ein Versuch gewesen sein, die leichtgängiger zu machen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Mittwoch, 05.März.2014 | 18:10:50 Uhr
Sieht mMn aber noch gar nicht sooo übel aus.

Das Ausgschau ok -  allerdings hart wie Stein.
Und auch rissig bei genauerem hinschauen.


Der Teller (2 schwarze Plastikscheiben) sind der Dämpfer. Da gehört wirklich Fett rein.
Wenn das verharzt ist, dann geht die Klappe langsam auf, bei warmem Gerät dann schneller.

Ahhh, ok !
Bei mir schnappt das Kassettenfach bei Raumtemperatur gefühlt ohne jegliche Dämpfung auf.


Fett an den potiachsen kann auch ein Versuch gewesen sein, die leichtgängiger zu machen.

Wäre eine logische Erklärung - da war wohl ein "Spezialist" am Werk.
Da das Werkel aber - abgesehen von den bereits beschriebenen Mängeln - zumindest grundsätzlich zu laufen scheint, will ich nicht meckern.

Ich lasse das Eumig viel laufen und schon nach den wenigen Tagen jetzt, setzt der Ton bereits Fleisch an.
Ich muss sagen, auch wenn ich durch Gleichlaufprobleme und tieffrequentes Rauschen durchhören muss - das FL-1000 zeigt für mich bereits jetzt echtes Potential.
Sehr motivierend indeed !
 :_good_:

Bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis wenn mal alles laufen sollte und kann durchaus bereits jetzt verstehen, was an diesem Gerät klanglich fasziniert !
 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 05.März.2014 | 20:36:16 Uhr
Bei mir schnappt das Kassettenfach bei Raumtemperatur gefühlt ohne jegliche Dämpfung auf.

Dann sind die beiden Scheiben zu gut geschmiert, vlt. zu viel Öl anstatt Fett dazwischen ?

... und kann durchaus bereits jetzt verstehen, was an diesem Gerät klanglich fasziniert !

Ja ja, macht süchtig  :grinser:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Mittwoch, 05.März.2014 | 21:23:51 Uhr
Ja ja, macht süchtig  :grinser:


Ich sag mal so:

"Seasons They Change"  (The Incredible String Band) in einem Zug durchgehört, detto "Relics" (Pink Floyd)
Wegen Kanaldefekt nahezu Mono und starkem Störgeräusch und Gleichlaufproblemen  - also "eigentilch" in voll indiskutabler Qualität

Beide Alben völlig "aus der Zeit" - auch aus meiner - ewig nicht mehr gehört.
Der damals gebräuchlichen Holzhammer-Aufnahme-Mentalität geschuldet, zudem beide Alben mMn ganz allgemein nicht sooo leicht darzustellen.
Wenns mir  trotzdem passiert, dass ich da nicht loskomm, ok dann lass' ich mir das dann schon gefallen.  :_good_:

Das faszinierende am Eumig FL-1000 ist - soweit ich das bisher sagen kann - dass es den Zusammenhang und die Schönheit der Intention bewahrt.   
Das kann noch längst nicht jedes Audio Kisterl, das sind mMn die Ausnahmegeräte, damals wie heutzutage. 

Meine tiefe Verbeugung, dass du mich aufs Eumig aufmerksam gemacht hast.
 :_hi_hi_:


---

So, jetzt isses aber genug gesülzt !
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Donnerstag, 06.März.2014 | 18:11:49 Uhr
Bei mir schnappt das Kassettenfach bei Raumtemperatur gefühlt ohne jegliche Dämpfung auf.
Der Teller (2 schwarze Plastikscheiben) sind der Dämpfer. Da gehört wirklich Fett rein.
Wenn das verharzt ist, dann geht die Klappe langsam auf, bei warmem Gerät dann schneller.

Habe die Teller nun gereinigt aber eine fühlbare Dämpfung des Kassettenfaches will sich trotzdem nicht einstellen.

Sollte das Fach "soft" aufschwenken?
Dann müsste ich vielleicht mit einer Filzzwischenlage experimentieren, möglicherweise sind die beiden Teller minimal ballig, so dass am Aussenumfang der Teller (dort wo es am "wirksamsten" wäre) keine ausreichende Reibung zustandekommen kann.

Im SM habe nichts dazu gefunden - ist mir auch nicht sooo wichtig aber wenns besser ginge - warum nicht !
Die Feder ist / war bereits beim Loch mit dem kürzeren Hebelarm eingehängt

Das Fett welches drin war, war extrem weich.
Vielleicht sollte ich es mit was festerem Fett - wie zB Polfett - versuchen?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 06.März.2014 | 18:50:23 Uhr
Sollte das Fach "soft" aufschwenken?

Ja, so ist das bei mir.

Vielleicht sollte ich es mit was festerem Fett - wie zB Polfett - versuchen?

Wahrscheinlich. Bei mir ist da ein total zähes Zeugs drin. Evtl. auch wegen des Alters.
Ich habe das drin gelassen und mit ein bischen Öl verdünnt, weil das anfänglich fast gar nicht aufging.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Donnerstag, 06.März.2014 | 19:20:34 Uhr
Ok, danke !
Das würde für mich Sinn ergeben.

Mal schauen ob ich von Polfett noch was rumliegen habe.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Donnerstag, 06.März.2014 | 20:28:35 Uhr
Ich hatte - in bester Qualität - Jahrzehnte abgelagert
Für die Fisch.


----

Etwas vom festesten was mir noch einfällt ist das Curil T - eigentlich eine nicht-polimerisierende Dichtmasse.
Kennst du das Zeugs ? Ist eigentlich fast schon ein Kleber und mal wo drauf, eher schwer wieder abzubekommen.  Könnte das als Dämpferschmierung hinkommen?

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: lukas am Freitag, 07.März.2014 | 11:19:42 Uhr
Ich würde eher auf Silikonfett zurückgreifen, da es Kunststoffe nicht angreift, bei Fetten auf Mineralölbasis kann man sich nie sicher sein. Mittelviskose Baysilone-Paste von Bayer könnte hinkommen, ist aber auch schon ziemlich klebrig.

Viele Grüße
Lukas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Freitag, 07.März.2014 | 17:09:02 Uhr
Das höchstviskose Silikonzeugs welches ich auf die Schnelle erhalten konnte war das OKS 1110 Silikonfett  (9500 mm2/s)
http://www.oks-germany.com/ecomaXL/get_blob.php?mid=31456&PHPSESSID=131293d62a13f65fab9140ee290e08a4

geht einigermassen wenn ich die Feder möglichst schwach stelle. was noch zäheres wäre allerdings noch besser geeignet.


----

Sorry ich muss doch schon wieder sülzen
 :give_rose:

beim oberen Teller wurde ein zentrales Fettreservoir vorgesehen und auf halbem Durchmesser eine Verteilernut.
Da wurde entworfen und gebaut wie im feinsten Maschinenbau.
 :_hi_hi_:
 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Samstag, 08.März.2014 | 07:47:33 Uhr
Auf der Suche nach dem Kanaldefekt beim Eumig und in Ermangelung eines lesbaren Schematic, habe ich "ins Blaue" angefangen die Tantal Koppelkondensatoren zu tauschen.
Und zwar ausgehend von der ersten Stufe (jene unter dem Abschirmgehäuse)  und auch jene der folgenden Stufe (soweit ich das bisher identifizieren konnte)

Die schlechte Nachricht:
Der Kanalfehler besteht noch immer.



Die gute Nachricht:
Ganz umsonst war die Aktion nicht (was für mich von vornherein klar war :) ) :

Gemessene Werte für die ausgebauten - blauen -  68uF/ 3V Tantal
78uF
3,7uF
16uF
76uF

Gemessene Werte für die ausgebauten - blauen -15uF/ 25V Tantal (made in West Germany)
3,8uF
16uF



 :foto01
Hoppala !

Gemessen wurde mit einem hochpräzisen Eigenbau-Meter, welches nach dem Rampenverfahren misst.
Dies hat den Vorteil, dass auch Kondensatoren mit erhöhten Leckströmen gnadenlos aufgedeckt werden, was insbesondere auch bei Tantal Typen durchaus ein Thema ist.

Dass -  und warum - ich bei mir Tantals im Signalpfad üblicherweise entsprechend modde, hatte ich ja schon beschrieben:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=7285.0
 
 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Samstag, 08.März.2014 | 11:41:34 Uhr
Nachtrag / Korrektur
Das schematic ist eh "einigermassen" lesbar - beim Layoutplan happerts allerdings

Demnach könnten die ausgebauten 68uF/ 3V Tantals der AC-Überbrückung der DC-Gegenkopplungswiderstände im source der Ausgans-FET zu dienen.

Die 15uF / 25V Tantals könnten demnach die Stützkondensatoren - nach Plus ! - für den DC-Arbeitspunkt der nachfolgenden IC Stufe sein. 

Die "wirklichen" Koppelkondensatoren wären demnach die bisher noch nicht ausgebauten 3,3uF/ 35V
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Samstag, 08.März.2014 | 18:29:28 Uhr
Die blauen Philips 47uF / 10V Elkos in der ersten Stufe - welche der AC-Überbrückung der DC-Gegenkopplungswiderstände im source der Eingangs-Doppel-FET dienen - hatte ich als nächstes schwer in Verdacht.
War aber völlig unbegründet,da sich diese "wie neu" messen.


---

Dann hatte ich auf der Lötseite geglaubt den Fehler gefunden zu haben. Der UA301ATC (LM301) IC der Nachfolgestufe - laut Plan sollte das eigentlich ein TCA0748 sein - war völlig schief eingelötet und die Beinchen der einen Seite hatten kaum noch aus dem Print herausgeschaut. Zudem waren Risse im Lot ersichtlich.

Diesen also ebenfalls mal auf Verdacht ausgetauscht - der Kanaldefekt ist und bleibt wie er war.


---

Dann jenen ST25 Stecker auf dem Digitalprint gelöst zu welchen die Käbelchen (grün + blau) nach der zweiten Stufe zu gehen scheinen - zusammen mit jenen (schwaz + gelb) aus der entegengengesetzten Ecke des AW Print.

Uff - das sah übel aus.
Der Sicherungs-Kleber war komplett bis zu den Kontaktstellen vorgedrungen.

Reinigen war ein hoffniungsloses Unterfangen und nachdem sich beim Wiederaufstecken rasch einmal das Laufwerk mit END abgemeldet hatte, blieb nur noch den Stecker abzukneifen und die Käblechen direkt anlöten.

- der Kanaldefekt ist und bleibt wie er war.


---

Heutiges Fazit:
Der doofe Eumel kann mich mal ! 
 ;0006 :_aggressive: :0keule

Grmmmpff





Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: uk64 am Samstag, 08.März.2014 | 22:31:55 Uhr
Warum nicht einfach Signale messen?
Blinder Kondensatortausch ist doch keine echte  Lösung.

PS: Rampenumsetzer bzw. Doppel oder Vierfachrampenumseter (einem Fachmann geht der Begriff Wandler nicht über die Tastatur) sind 0815 AD Umsetzer die in Feld, Wald und Wiesenmultimetern eingesetzt werden, sie sind alles Andere als ein Qualitätsmerkmal für Kapazitätsmessungen.

Gruß Ulrich
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Sonntag, 09.März.2014 | 07:38:41 Uhr
Warum nicht einfach Signale messen?


Hallo Ulrich
Ich gebe dir recht. Etwas mehr Systemmatik könnte nicht schaden
:)

Ich fahre dz mehrgleisig
Die letzten Signalmessungen (FFT per Minilyser um das Sinus-Signal vom Band und die niederfrequente Rauschstörung vom Gerät gleichzeitig darstellen zu können) scheinen drauf hinzudeuten, dass das Problem bereits beim Kopf bzw bei den Verbindungskäbelchen liegen könnten.

Da ich das Laufwerk jedoch noch nicht ausbauen wollte und zu den Lötstellen am  Kopf daher noch keinen Zugang hatte, muss die Aufklärung dieser Fährte noch warten.



---

Blinder Kondensatortausch ist doch keine echte  Lösung.


Wer spricht denn hier von "blind"?
Die Tantals kommen bei mir sowieso raus und werden durch neue Tantals ersetzt - bei den alten Typen hatte ich schon zu viele Probleme.


---

PS: Rampenumsetzer bzw. Doppel oder Vierfachrampenumseter (einem Fachmann geht der Begriff Wandler nicht über die Tastatur) sind 0815 AD Umsetzer die in Feld, Wald und Wiesenmultimetern eingesetzt werden, sie sind alles Andere als ein Qualitätsmerkmal für Kapazitätsmessungen.

Nix "0815 AD Wandler".
Mein Eigenbau geht zurück auf einen Vorschlag im "Praktiker" aus dem Jahr 1975 - da war "Digitalisieren" in der heute gebräuchlichen Art  noch nicht IN  - jedoch das bauen von eigenen Messgeräten.
:)
Nur wollte ich keinen Klopper wie dort vorgestellt, sondern habe mir ein feines  7 digit Handmessgerät gebaut.

Da mit 7 Stellen und einer Grundauflösung von 1pF die grösseren Sieb-Elkos nicht zu messen wären, gibts noch eine Umschaltung auf eine 1nF Auflösung.
Damit decke ich also faktisch alles ab was für mich bislang von Interesse war.

Wichtig ist bei Eigenbauten - und für mich insbesondere - die Wiederholgenauigkeit und Langzeitkonstanz, da ich es vornehmlich fürs Kanal-matchen verwende.
Mit einer realen Messsicherheit von 4-5 Stellen - entsprechend ca. 0,01% - 0,1% - liege ich da besser als alles was ich je brauchen könnte. Die Grundgenauigkeit (absolut) dürfte unter ca 1% liegen - könnte ich bei Bedarf  auch noch besser kalibrieren.

Das besondere Schmankerl allerdings liegt in dem simplen Messverfahren selber begründet.
Dass mir defekte Kondensatoren bei der Messung durchrutschen ist mir damit noch nicht passiert .

Wie gesagt ist die Empfindlichkeit des Messverfahrens auf  Kondensator-Leckströme hier ein Vorteil.

Andere hatten damit schon Probleme (andere Messverfahren), Kondensator gemessen und für gut befunden - wieder eingebaut und trotzdem Geräte/ Schaltungs-Fehlverhalten.
So ein Messverfahren brauch ich eigentlich nicht.

Und falls aus irgendeinem Grund doch, nehme ich einfach dieses Teil hier aus der Lade:
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/100000-124999/101443-an-01-de-Handmessgeraet.pdf

:)


Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Montag, 10.März.2014 | 05:46:21 Uhr
So, nun hat sich auch die Herkunft des letzten Teiles geklärt, welches mir beim erstmaligen Zerlegen entgegengekommen war.

Das kleine Schräubchen mit dem kurzen Gewinde hätte eigentlich eines jener drei Befesigungsschräubchen sein sollen, welche das Abschirmblech unterhalb der Poti für den Einmesscomputer halten.
Anstelledessen war dort eine Senkkopfschraube eingeschraubt worden.
 :shok:


Beim Eject-Knopf zu welchem das zerbröselte grüne Scheibchen gehört - danke Kuni - fehlte leider auch noch die Hülse. Wohl deshalb muss der Knopf recht weit eingedrückt werden damit das Kassettefach auslöst. Nicht so schlimm und vielleicht kann ich hier sogar einen Ersatz basteln.
 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Mittwoch, 12.März.2014 | 22:56:57 Uhr
Laufwerksausbau
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Mittwoch, 12.März.2014 | 22:59:43 Uhr
und weiter
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 13.März.2014 | 07:32:45 Uhr
Paß bloß mit dieser Tachoscheibe auf !!!!! - nicht drüber wischen, einfach lassen und mit Samthandschuhen anfassen  :grinser:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Donnerstag, 13.März.2014 | 16:32:52 Uhr
Ja doch, mach ich !

Ich find diesen Ansatz mit dem optischen Encoder toll -  nicht nur, dass die schiere Anzahl der Striche auf der Scheibe die Messung so extrem fein auflösen, es ist auch echt eine Glanzleistung, so eine feine Abtastung (in einem Serienprodukt) ganz ohne Spezial-Optik und zuverlässig funktionierend hinzubekommen.

Auf die Gleichlaufmessungen freue ich mich schon - sollte ich den Eumel entsprechend hinbekommen.
Falls die Mechanik noch Potential bietet, hätte ich  auch für den  Ansteuer-IC TCA 955 noch die eine oder andere tuning-Idee. 


Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 13.März.2014 | 19:29:08 Uhr
Da Du nun den Capstan-Antrieb geöffnet hast/mußtest:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Freitag, 14.März.2014 | 05:48:20 Uhr
Wie machst du das mit der mechanischen Justierung ?

Drehst du den Capstan von Hand und merkt / hört man dann gleich ob die Scheibe streift ?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Freitag, 14.März.2014 | 06:50:13 Uhr
Da Du nun den Capstan-Antrieb geöffnet hast/mußtest:


Hab ich mich das erst getraut, nachdem ich an einem Schlachtgerät (Metropolitan in total miserablem Zustand) "geübt" hatte.
 :drinks:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 14.März.2014 | 07:15:10 Uhr
Wie machst du das mit der mechanischen Justierung ?
Drehst du den Capstan von Hand und merkt / hört man dann gleich ob die Scheibe streift ?

Bzgl. Capstan: Hab' ich nicht mehr aus dem Kopf drauf und Unterlagen sind erst mal weggeräumt - steht aber auch im SM beschrieben.
Bei der Lichtschrankengeschichte geht's einfach nur darum, daß die beiden Lichtschrankenteile genau übereinander liegen.
Deswegen Platine/Capstangehäuse so positionieren, daß max. Pegel aus der LS kommt - so festschrauben.

Hab ich mich das erst getraut, nachdem ich an einem Schlachtgerät (Metropolitan in total miserablem Zustand) "geübt" hatte.

Ist nichts wildes, nur mit der Tachoscheibe ist Vorsicht geboten. Da meinte der eine oder andere es schon zu gut und hat beim Säubern der Scheibe die Striche abgewischt  .,35

BTW:
Wie sieht die Capstanwelle aus ?
Sieht man da an der Lagerstelle Riefen ?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Freitag, 14.März.2014 | 23:01:56 Uhr
Bzgl. Capstan: Hab' ich nicht mehr aus dem Kopf drauf und Unterlagen sind erst mal weggeräumt - steht aber auch im SM beschrieben.
Bei der Lichtschrankengeschichte geht's einfach nur darum, daß die beiden Lichtschrankenteile genau übereinander liegen.
Deswegen Platine/Capstangehäuse so positionieren, daß max. Pegel aus der LS kommt - so festschrauben.


Ok


BTW:
Wie sieht die Capstanwelle aus ?
Sieht man da an der Lagerstelle Riefen ?

Ist wie neu. Absolut perfekt.
Der vordere Teil, dort wo das Band läuft, ist mattiert


Ist nichts wildes, nur mit der Tachoscheibe ist Vorsicht geboten. Da meinte der eine oder andere es schon zu gut und hat beim Säubern der Scheibe die Striche abgewischt  .,35


Naja, da hatte ich wohl nicht so viel Glück.
 :cray:
Jedenfalls hat schon mal wer auch hier reichlich geölt.

In der Mitte der Encoderscheibe erkennt man einen Öltropfen - welcher sich auch unter der dünnen Stabilisierungs-Scheibe teilweise ausgebreitet hat.
Mit diesem Öl war die Filmemulsion wohl nicht so happy und hat angefangen sich aufzulösen/ verschmieren.

Erst vorsichtig abgetupft und dann alles mit Spiritus seeeeehr vorsichtig nachgereinigt um ja keinen Ölfilm zu belassen.
Muss sich erst herausstellen ob das auch hier die "richtige" Reinigungsmethode war.
Mit üblichem Filmmaterial ist das unbedenklich - aber hier ?




Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 15.März.2014 | 09:53:16 Uhr
Ist wie neu. Absolut perfekt.
Der vordere Teil, dort wo das Band läuft, ist mattiert

Ok,  :_good_: - d.h. das Lager ist nicht eingelaufen und das Deck hat dann auch keine 100tkm drauf  .,a095

Jedenfalls hat schon mal wer auch hier reichlich geölt.

 :wallbash

Erst vorsichtig abgetupft und dann alles mit Spiritus seeeeehr vorsichtig nachgereinigt um ja keinen Ölfilm zu belassen.
Muss sich erst herausstellen ob das auch hier die "richtige" Reinigungsmethode war.
Mit üblichem Filmmaterial ist das unbedenklich - aber hier ?

Ok. Ist halt nun wie es ist.
Hast Du eine Möglichkeit die Striche unter einer Lupe oder einem Mikroskop zu prüfen ?
Würde ich auf jeden Fall bei der gegebenen Situation machen. Wenn's nach dem Zusammenbau nicht richtig gleichlaufen sollte, dann weißt Du wenigstens ob die Scheibe iO oder niO ist und mußt nicht alles wieder zerlegen und nachschauen.

Hast Du den Capstan-Gummi schon ?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Samstag, 15.März.2014 | 11:43:10 Uhr
Ok,  :_good_: - d.h. das Lager ist nicht eingelaufen und das Deck hat dann auch keine 100tkm drauf  .,a095

Offensichtlich nicht.
Das hat auch schon der praktisch neuwertige Ton-Kopf vermuten lassen. 

Nur eben die Gummi sind teilweise steinhalt und der Wurm in der Elektronik nervt.


Ok. Ist halt nun wie es ist.
Hast Du eine Möglichkeit die Striche unter einer Lupe oder einem Mikroskop zu prüfen ?
Würde ich auf jeden Fall bei der gegebenen Situation machen. Wenn's nach dem Zusammenbau nicht richtig gleichlaufen sollte, dann weißt Du wenigstens ob die Scheibe iO oder niO ist und mußt nicht alles wieder zerlegen und nachschauen.


Ja, ich habe diverse Möglichkeiten.
So wie es fürs erste aussieht, ist kein Öl bis zu den feinen Teilstrichen gekommen.
Schlimmstenfalls gibts noch ein Scheibe im Met. (bei dem isses umgekehrt: Gummis noch einigermassen, Tonkopf fast 1mm eingelaufen, kein Öl aber dafür (Bau-)Staub in rauhen Mengen - überall)


Hast Du den Capstan-Gummi schon ?

Ja.
Ich konnte bei Hr Maul ( http://www.fernseh-maul.de/ ) Riemen mit  28x5x0,8mm als Sonderbestellung bekommen.
Die von dir angegebenen Dimension leider nicht mehr.

Das aufkleben habe ich nach deinen Erfahhrungen mit einem 2h verarbeitbaren UUH-Plus vorgenommen - und ich muss sagen, ich habe sicher fast 1 Stunde daran rumgeschoben bis ich die Riemen auf geschätzt 0,1mm in Position hatte.

Jetzt werde ich noch mit einer Diamant-Trennscheibe versuchen, die Seiten perfekt und ähnlich dem originalen Winkel zu beschneiden - auch damit hier kein harter Kragen aus Kleberresten überbleibt.


Hier noch ein Bild mit den beiden frisch aufgeklebten Flachriemchen. Ich habe hier extrem sparsam Kleber verwendet.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Samstag, 15.März.2014 | 20:01:32 Uhr
Yipiiii !
Der Kanalfehler ist gefunden.
Hatte an den FET der 1. Stufe  - gleich nach dem Kopf - gelegen.
 :_yahoo_:

Jetzt muss ich noch den Fehler im Aufnahmepfad finden. 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 16.März.2014 | 10:55:56 Uhr
Schlimmstenfalls gibts noch ein Scheibe im Met.

Eine "Scheibe im Met." ?  .,a015 - Ist das 'ne Wurst ?  ;0008

Der Kanalfehler ist gefunden.

Siehst Du, wird doch  :_good_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Sonntag, 16.März.2014 | 14:32:29 Uhr
Eine "Scheibe im Met." ?  .,a015 - Ist das 'ne Wurst ?  ;0008



Ja ja
Seeehr witzig !
 ;0001
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Sonntag, 16.März.2014 | 14:45:21 Uhr
Siehst Du, wird doch  :_good_:

Derzeit ist sogar der Gleichlauf recht gut, da ich nicht nur die Andruckrolle sondern auch den Capstan vom Met temporär ins FL-1000 eingebaut habe - bei beiden Teilen sind auch deren Gummi schon etwas hart, gehen aber noch.

Da ich nun endlich "richtiges" Stereo habe :

Die Weite, Präzision und Stabilität der räumlichen Darstellung des FL-1000 beeindrucken mich schwer !
Und dies auch bei spektral gehaltvollem Kangmaterial, welches besonders hohe Anforderungen an sensible Signal-Verarbeitung stellt, ohne den Gesamtcharakter des Geschehens aus dem Auge zu verlieren.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 16.März.2014 | 18:49:22 Uhr
...vom Met temporär ins FL-1000 eingebaut habe...

Aaaaaah jetzt  :;aha - meine Frage war kein Witz, ich hatte das mit dem "Met" nicht gecheckt, aber jetzt:
Met = Metropolitan  .,70
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Montag, 17.März.2014 | 17:28:59 Uhr
Ahh, ok - ich hatte es für ein Witzchen gehalten.
 :__y_e_s:

---


Anbei ein Bildchen von dem/n defekten FET in der ersten Stufe.
Ich hätte jetzt vermutet, dass das womöglich 2SK41 Typen sind - kann das wer bestätigen ?

So ein "richtiges" Datenblatt habe ich dafür allerdings nicht gefunden - kann mir da vielleicht wer aushefen ?
Insbesondere auch was die Zusatzbezeichnung "D8A" bedeutet ?

Die entsprechenden FET aus dem Met haben die Zusatzbezeichnung "D7B" und sind ganz offensichltich weiger steil.
Zumindest ist damit der Spannungsabfall über dem Versorgungsspannungs-RC-Filter für diese Stufe (6k8 / 100uF) um etwa 2-3V geringer. 

Als eine mögliche Ersatztype habe ich den BF245 in meinem Handbücherl gefunden, auch wenn dieser ein anderes pin out hat .
Hat irgendwer zusätzliche Vorschläge ?
 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Montag, 17.März.2014 | 17:48:14 Uhr
Hier gabs übrigens mal einen Artikel zur speziellen Schaltungsvariante der ersten Stufe nach dem Tonkopf:

http://www.praktiker.at/itm771627.htm

Im FL-1000 ist diese im Prinzip genau gleich übernommen worden

(http://www.praktiker.at/images/itm7716271.gif)

(http://www.praktiker.at/images/itm7716272.gif)

(http://www.praktiker.at/images/itm7716274.gif)
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 17.März.2014 | 18:19:43 Uhr
So ein "richtiges" Datenblatt habe ich dafür allerdings nicht gefunden - kann mir da vielleicht wer aushefen ?

Lt. ECA zum 2SK41 (ohne Zusatz):
Silizium N-Kanal J-FET, Vdg=18V, Ig=10mA, Pd=0,15W, Idss min/max=0,6/24mA, Vpmax=-5V
Ersatztyp: BFS70, 2N3821, 2N5246, 2SK161
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Dienstag, 18.März.2014 | 00:19:08 Uhr
Lt. ECA zum 2SK41 (ohne Zusatz):
Silizium N-Kanal J-FET, Vdg=18V, Ig=10mA, Pd=0,15W, Idss min/max=0,6/24mA, Vpmax=-5V
Ersatztyp: BFS70, 2N3821, 2N5246, 2SK161


Ok, danke.
in meiner ECA (Ausgabe '78) waren als Vergleichstypen - mMn ziemlich willkürlich - angegeben :
BF244, BF245, BF346, 2N3822-23

Inzwischen bin ich auf den 2SK170 gestossen, für welchen es ein vielversprechendes Datenblatt aus 2003 gibt:

http://arwill.hu/downloads/2sk170.pdf

Zumindest im Rauschen scheint der recht optimal zu sein und "MC Head Amplifier" ist sogar als Anwendung angegeben.
Das Pinout ist allerdings anders als bei den 2SK41 und wie es mit der Einstellung des Arbeitspunktes sein wird, kann dz wohl nur geraten werden.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Dienstag, 18.März.2014 | 21:23:30 Uhr
Jetzt werde ich noch mit einer Diamant-Trennscheibe versuchen, die Seiten perfekt und ähnlich dem originalen Winkel zu beschneiden - auch damit hier kein harter Kragen aus Kleberresten überbleibt.


Ist gar nicht mal so schlecht geworden
 :_yahoo_:

Auch bei genauem Hinsehen ist weder ein Höhen- noch ein Seitenschlag zu erkennen
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Dienstag, 18.März.2014 | 21:24:59 Uhr
Der Vorbereitungsaufwand war allerdings auch nicht von schlechten Eltern !

Hier noch ein paar Bildchen zum "how to":

 :_hi_hi_:

Mit der biegsamen Welle des Proxxon  auf den leicht angestellten Oberschlitten der EMCO - den Capstan in der Lünette führen - und dann bei Vollgas (Diamantscheibe) sehr langsam zustellen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Mittwoch, 19.März.2014 | 20:19:09 Uhr
Ich bin ja noch immer dem Fehler im Aufnahmezweig hinterher.
Soweit dass das Signal am Aufnahmekopf ankommt konnte ich bisher sicherstellen.
Trotzdem kommt bei Hinterbandkontrolle nichts vom Band

Wenn ich den Bandsorten-Wahlschalter wild betätige dann kommt sehr kurzzeitig ein Signal aufs Band (vielleicht 0,1s)


---

Dann habe ich mir das "HF"-Signal am Löschkopf angeschaut - uhhh das sieht für mich komisch aus !
Im Bild ist nur die Hüllkurve zu erkennen - das Signal selber ist ein recht sauberer Sinus mit  ca. 100kHz .

Was bedeutet das jetzt (ich habe da keine Erfahrung) ?

- sind 60V am Löschkopf nicht ziemlich viel ?
- und woher könnte die extreme Modulation kommen ? 

Hätte wer dazu vielleicht irgendwelche Tipps oder Ideen ?

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Donnerstag, 20.März.2014 | 05:39:36 Uhr
Ahhh

Die 60V könnten sogar passen - ich war nur nicht darauf gefasst so hohe Spannungen vorzufinden.
Im SM ist ein Testpunkt (15, 16) angegebenen - dort wird zwar nicht die Spannung über dem Löschkopf gemessen sondern effektiv der Strom durch den Löschkopf per Spannungsabfall über einem Widerstand (R48)  - aber mit den 60V könnte es dann schon hinkommen.

Offenbar wird über eine Logik der Oszillator bandwahlabhängig  freigeschaltet - da ist ein kleiner Rippel drauf - muss ich erst sehen ob die Modulation damit zusammenhängen könnte.
Die Stabilisierungslampe und dessen schon etwas marod ausschauender Versorgungswiderstand (680Ohm / 1W) scheinen funktional in Ordnung zu sein.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Freitag, 21.März.2014 | 23:09:36 Uhr
Der Fehler im Löschoszillator ist gefunden

 :_yahoo_:

Der Tantal C18 (3,3uF/ 35V) war total hinüber.

Das war dann aber leider noch immer nicht der wirkliche Grund für die eigenartige Modulation - dieser hatte im R32  (180Ohm) Fusswiderstand der Glühlampe gelegen.
Eigenartiger Weise war hier ein Widerstand mit 100Ohm eingesetzt gewesen, was ich allerdings erst nach längerer Sucherei festgestellt habe - unter anderm auch deswegen, weil dieser Widerstand schlecht einsichtig in einer Ecke untergebracht ist.

Noch komischer ist, dass dieser 100Ohm Widerstand wahrscheinlich - und entgegen dem schematic - die Originalbestückung gewesen war. Jedenfalls sahen mir die Lötstellen gar nicht danach aus, als hätte hier wer schon mal rumgemacht !
 .,a015 :shok:

Wie auch immer, nun ist der Löschoszillator jedenfalls ok und perfekt eingestellt.

Dumm nur dass Aufnahme trotzdem noch nicht klappt. Am Aufnahmekopf kommt zwar die Signalspannung an, aber offebar viel zu stark abgeschwächt - nur einige 10mV.

Wieviel ist hier so üblich ?


 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Samstag, 22.März.2014 | 16:19:46 Uhr
Nachtrag zur Fehlerbehebung beim Lösch-Oszillator.
Die fehlerhaften Teile summieren sich langsam !

 :_thumbdown_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Samstag, 22.März.2014 | 16:42:05 Uhr
Nächster Fehler aufgespürt

 :_yahoo_:

Das Problem bei Aufnahme hatte gar nicht so sehr an zu geringem Signal gelegen. Ich hatte nur nicht gleich durchschaut, dass die letzte Verstärkerstufe - welche den Aufnahmekopf des Eumig FL-1000 speist - etwas speziell ist

Im Prinzip besteht an der Basis des T112 (212) ein Stromsummenpunkt, wodurch dort logischerweise keine bzw nur sehr geringe Spannungshübe zu messen sind.

---

Da der Eumel mich mit reichlich verrückten Fehlern zu überraschen liebt - hier also das nächste Kapitel:

Der Biasstrom wird direkt vom Lösch-Oszillator abgezweigt und geht per Trim-Poti und Einstell-Poti des Einmess-"Computers" sowie  Bandwahlschalter auf obigen Stromsummenpunkt. Nebenbei geht dieses Signal zwei mal über geschirmte Leitungen und Steckverbinder.

Ich hatte natürlich erst mal den Bandwahlschalter in Verdacht, da bei wildem betätigen für sehr kurze Zeit Signal aufs Band aufgenommen wurde.
Also habe ich eine gröbere Waschaktion gestartet - erst mal nur mit Spiritus weil ja  "in der Nähe" Kabel etc  eingeölt gewesen waren.
Effekt gleich null.

Dann nochmal dem Bias-Signal über die geschirmten Käbelchen gefolgt - und siehe da:
An einem Ende wurde eingespeist aber am anderen Ende ist nichs herausgekommen.
 
Den Stecker zerlegt. Da war augenscheinlich alles bestens - sehr sauber verpresst inklusive Zugentlastung. Nur ein wenig Grünspan hat irritiert.

Dann doch abgekniffen und neu abisoliert und die Verpressung vorsichtig geöffnet:
Zwischen der Verpressung für die Kontaktierung und jene für die Zugentlastung hatte es einen Kabelbruch gegeben, offenbar einhergehend mit Korrosion/ Grünspanbildung
 
Probehalber frisch angelötet und hey:
Aufnehmen klappt schon mal grundsätzlich !
 


 
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Sonntag, 23.März.2014 | 22:58:35 Uhr
Laufwerk nun restauriert - noch etwas Einlaufen und dann den Gleichlauf vermessen - bin schon gespannt !

Kapstan Gummi neu, Andruckrolle neu, die anderen Gummis waren schon mal gegen O-Ringe getauscht worden, laufen einwandfrei und fühlen sich an wie neu, guter Grip etc.

Alles kontrolliert.
Capstan Lagerspiel nachjustiert - wäre eigentlich nicht erforderlich gewesen, war nahezu perfekt.


Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Sonntag, 23.März.2014 | 23:01:23 Uhr
War schon wer dran gewesen, eh klar.
Der hatte alles mit Fett und Öl eingesuppt - und das bei einem Laufwerk welches für Trockenlauf ausgelegt ist !
Auch die Freiläufe sind nur so "geschwommen"  - kein Wunder dass  auf den Prints in der Umgebung überall Öl zu finden war

Die Reinigung war eine Prozedur !
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 24.März.2014 | 07:43:47 Uhr
die anderen Gummis waren schon mal gegen O-Ringe getauscht worden, laufen einwandfrei und fühlen sich an wie neu, guter Grip etc.

"State of the art" ist das aber auch nicht, mit den O-Ringen. Wenn das LW schon offen ist, dann würde ich die trotzdem tauschen.

Der hatte alles mit Fett und Öl eingesuppt

Auf Deinem Bild ist die Kurvenscheibe zu sehen. Da lasse ich immer ein wenig Fett drin.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Montag, 24.März.2014 | 15:38:35 Uhr
"State of the art" ist das aber auch nicht, mit den O-Ringen. Wenn das LW schon offen ist, dann würde ich die trotzdem tauschen.


Wie mans macht, macht mans falsch
 .,c045


Original gibt es diese Gummiteile für die Wickelteller ja nicht mehr, jedenfalls konnte ich keine mehr bekommen.

Was ich hier habe sind Nachbauten, welche zwar passgenau sind aber offenbar aus Plattenmaterial herausgelasert wurden.
Das hat zwei Nachteile:
- einerseits ist Plattenmaterial schon von der Herstellung her in sich nicht so rotations-homogen wie es O-Ringe sind
- andererseits gibt es (kleine) Form-Unregelmässigkeiten vom Lasern

Die aufgezogenen Nachbaugummi hätte ich also mindestens nachschleifen müssen und das geht vom einspannen her einfach nicht so präzise wie es beim Capstan möglich war.

Da ich den Eindruck hatte, dass der Rundlauf der O-Ringe recht gut ist, habe ich diese also erst mal belassen.
Umspulen klappt mMn mehr als zufriedenstellend, der Lauf ist ruhig und die Wickel werden glatt


Die Geichlaufmessungen habe ich hier eingestellt:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=7273.msg156684#msg156684

Auf Deinem Bild ist die Kurvenscheibe zu sehen. Da lasse ich immer ein wenig Fett drin.


Ah, Ok,
Vielleicht versuche ich noch mit einem Zahnstocher da eine kleine Menge Fett hinzubringen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 25.März.2014 | 08:03:18 Uhr
Wie mans macht, macht mans falsch

Bei Eumig hat man sich damals zur Aufgabe gesetzt, etwas Erstklassiges zu schaffen. Deswegen ist dort nichts "einfach so" wie es ist, sondern man hat sich Gedanken gemacht.
In solchen Fällen würde ich persönlich immer versuchen am Original zu bleiben.
Klar, wenn's nicht geht, dann muß man improvisieren...

Original gibt es diese Gummiteile für die Wickelteller ja nicht mehr, jedenfalls konnte ich keine mehr bekommen.

Wieso nicht ? Hat Robert keine mehr ?

Was ich hier habe sind Nachbauten, welche zwar passgenau sind aber offenbar aus Plattenmaterial herausgelasert wurden.

Falls sich das auf die von Robert beziehen sollte: Die sind perfekt  :_good_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: deep am Donnerstag, 03.April.2014 | 06:21:02 Uhr
In solchen Fällen würde ich persönlich immer versuchen am Original zu bleiben.



Das schöne an unserem Hobby ist, dass es viele Spielarten erlaubt:

http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=7317.0
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Sonntag, 21.April.2019 | 09:43:47 Uhr
Hallo Allerseits,
der Fred hier ist zwar schon seit einigen Tagen nicht mehr gefüttert worden, aber vielleicht sind ja noch einige der Beteiligten mit an Bord. Ich versuche es einfach mal.

Seit einigen Tagen habe ich auch ein FL 1000 (in KS-Optik), es sieht äußerlich ganz gut aus. Alle elektrischen Lebenszeichen (Birnen, Anzeigen) sind vorhanden. Den Versuch, eine Cassette abzuspielen, habe ich allerdings schnell aufgegeben - es bewegte sich nicht viel, die "End"-Anzeige leuchtete direkt auf.

Das Laufwerk braucht also höchstwahrscheinlich auch eine Überarbeitung. Reparaturerfahrung ist dafür vorhanden. Mich würden zuvor allerdings drei Dinge interessieren:
- ohne Cassette lässt sich das Laufwerk in Bewegung versetzen: Die Tonkopfbrücke fährt hoch, die Wickel drehen (leidlich), der Capstand dreht auch. Die Bewegungsgeräusche sind allerdings erheblich, das Laufwerk rasselt regelrecht. Welche Geräuschentwicklung ist da "normal" und welche deutet auf übergroße mechanische Schäden hin?
- auf dem AW-Print gibt es ja in manchen Versionen die Löschoszillator-Birne; da die KS-Version vermutlich eine andere Seriennummernzählung hat, kann ich nicht nachvollziehen, ob sie bei mir verbaut sein müsste oder nicht. Gefunden habe ich sie nicht, und die Aufnahmefunktion konnte ich natürlich auch noch nicht testen, wie lässt sich also zweifelsfrei bestimmen, ob die Lampe vorhanden sein müsste (oder nicht)?
- auch bei mir ist offenbar etwas an der Eject-Taste abgebrochen, sie muss weit hineingedrückt werden, um das Cassettenfach öffnen zu können. Die innenliegende Schließmechanik ist extrem schwergängig, insofern muss da wohl etwas abgebrochen sein. Im Inneren des Gehäuses bin ich auf Reste eines grünlichen Kunststoffrings gestoßen, der vermutlich auf der Achse saß. Wie / womit lässt sich sowas am besten ersetzen?

Ich werde mich sicher langsam vorarbeiten und würde mich freuen, wenn dabei ein wenig Begleitung möglich ist. Die bisherigen Beschreibungen werde ich mir selbstverständlich zu Herzen nehmen, also nichts fragen, was schon beantwortet ist ;-)

Erstmal schöne Grüße (und frohe Ostern!)
Thomas
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 24.April.2019 | 09:28:57 Uhr
Hi Thomas,
herzlich willkommen im Forum und bei den Eumig Fans  .,d040

Das Laufwerk ist nicht das leiseste. So leicht malende rasselnde Geräusche sind ganz normal. Ob das in deinem Fall auch so ist kann ich nun leider nicht sagen. Vielleicht machst du eine Tonaufnahme und stellst dir ein dann kann ich das beurteilen ob die Geräusche normal sind oder nicht.

Bezüglich der Löschlampe weiß ich gerade nicht auswendig wie man die Platinen voneinander unterscheiden könnte. Es gibt zwei Schaltpläne und soweit ich mich erinnern kann eben unterschiedliche Seriennummern. Anhand vom Platinenlayout bin ich mir nicht sicher wo da die Unterschiede liegen könnten. Ich würde es aber an deiner Stelle darauf ankommen lassen, ausprobieren, und dann schauen ob es aufnimmt oder nicht. Eines vielleicht wenn du an Bord hast mit Lampe dann müsste ich sie ja auch dort sein bzw wenigstens Anschlussdrähte oder irgendwelche Reste. So ganz rückstandsfrei geht die Lampe ja nun nicht verloren.

Die grüne Unterlegscheibe gehört wie Du richtig bemerkt hast zu Eject Taste. Kannst du einfach durch andere Unterlegscheiben ersetzen die halt von der Dicke der Grünen entsprechen. Wie die Federn Hülsen und Unterlegscheiben aufeinander gehören kannst du in der Explosionszeichnung im Service-Manual sehen. Wenn der Mechanismus schwer geht dann liegt das daran dass hinten zwei schwarze Kunststoffscheiben sind und als Dämpfer dienen. Dazu ist zwischen den beiden Scheiben etwas fett. Wenn das verharzt dann geht der ganze Mechanismus schwer. Machst du das aber sauber dann geht es wahrscheinlich zu leichtgängig. Du kannst also entweder die Scheiben auseinander machen und mit einem relativ zäh viskosenFett füllen oder etwas Öl zwischen die Scheiben laufen lassen. Das sollen die wiederholen bis die Daempfung wieder angenehm leicht ist.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Freitag, 31.Mai.2019 | 12:38:46 Uhr
So, jetzt gilt's. Nachdem sich eine vorherige Reparaturwarteschlange aufgelöst hat, ist nun endlich das FL1000 an der Reihe.

Allerdings bin ich gleich völlig ausgebremst worden - von meinen untauglichen Sprengringzangen. Ohne vernünftiges Werkzeug braucht man an der Stelle gar nicht erst anfangen, wie sich sofort gezeigt hat.

Ein erster Blick auf das Laufwerk bestätigt, dass es wirklich völlig unverbastelt ist, was ich für Anfängerglück halte, denn so brauche ich keine zuvor gemachten Fehler, die ich vermutlich nicht erkennen oder nachvollziehen könnte, kompensieren. Ich kann vielmehr davon ausgehen, dass alles so original ist, wie ich es jeweils vorfinde.

Abgesehen von dem zweifellos verharzten Fett ist aber nach meinem Eindruck auch alles noch sehr gut in Schuss und macht einen wenig genutzten Eindruck. Die Andruckrolle ist zwar verstaubt und unschön anzusehen, aber noch ein Stück weit elastisch. Vielleicht lässt sie sich soweit retten und in Betrieb nehmen.

Angefügt habe ich auch ein Foto der Eject-Schwenkhebel-Mechanik. So, wie sie sich mir darstellt, ist sie verbunden mit dem Schwenkmechanismus der Tonkopfbrücke. Um nun den Eject-Bolzen herausziehen zu können, muss ja der Bolzen für die Tonkopfbrücke entfernt werden, der seinerseits mit der Madenschraube in einer höchstwahrscheinlich sehr exakten Position fixiert ist, oder? Sinnvoll wäre es jedenfalls schon, diesen Bereich zu demontieren, denn der Eject-Bolzen ist extrem schwergängig - eben auch wegen des auch da verharzten Fetts.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Samstag, 01.Juni.2019 | 15:07:44 Uhr
in einer höchstwahrscheinlich sehr exakten Position fixiert ist, oder?
Kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen, das hatte ich glaube ich nie offen.
Der Eject Bolzen läuft irgendwo in einem Loch. Man kann das eigentlich ganz gut wieder gangbar bekommen indem man dort etwas Öl reinträufelt und bewegt. Das löst dann das alte Fett an und macht es wieder konsistenter.
Wenn die Türe nur schwer auf geht, dann Obacht. Da sind zwei Kunststoffscheiben zwischen denen Fett zur Dämpfung ist. Wann das zu leichtgängig wird dann machst immer "zack" wenn die Türe aufspringt und nix mehr mit Dämpfung.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Dienstag, 04.Juni.2019 | 11:21:50 Uhr
So Leute,

wie schon erwähnt hier nun die Bilder der vorerst letzten mechansichen Aktion am Eumig #1:

Die Operation am offenen Herzen, sprich Erneuerung des Antriebsgummis am Capstan.

Und der Wiederaufbau mittels zweier, mit Uhu+ übereinander geklebter, Riemen (Gummi-Meyer Artikel-Nr. 27004 D=28,0 x 0,80 x 5,00 mm).


Hat sich an dieser Quelle und Vorgehensweise mittlerweile eigentlich etwas geändert? Den Weg, den Michael beschreibt, kann ich mangels Maschinenpark leider so nicht nehmen.

Eigentlich hätte ich es ja gern vermieden, aber das Capstan-Gummi sieht bei mir nicht gut aus. Es hat erkennbare Risse. Da werde ich also wohl doch ran müssen. Wie habt Ihr denn den Motor-Pulley saubergemacht? Der Gummiabrieb sitzt bei mir bombenfest, mit Alkohol ließ sich da nichts lösen.

Das mit der Eject-Bedämpfung werde ich hingegen tatsächlich nicht anrühren. Die Klappe öffnet sich wunderbar gleichmäßig, das kann ich nur verschlechtern.

Ach ja, der untere Freilauf war tatsächlich der Übeltäter. Das Fett darin war leicht verharzt, ich habe es komplett entfernt und werde es nicht nachschmieren, denn der obere Freilaufmechanismus ist bei mir ebenfalls fettfrei.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 04.Juni.2019 | 21:13:11 Uhr
Hat sich an dieser Quelle und Vorgehensweise mittlerweile eigentlich etwas geändert?
Alles beim Alten, es gibt keine adäquaten Gummis für den Capstan.
Also 2x übereinander kleben ist angesagt.

Wie habt Ihr denn den Motor-Pulley saubergemacht?
Ablöten, ausbauen und per Netzteil antreiben daß er sich dreht.
Dann feines Schleifpapier gegenhalten und so polieren.
Oder Gummireste z.b. mit Aceton lösen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Mittwoch, 05.Juni.2019 | 15:18:47 Uhr
Der erste Versuch ist nun leider noch kein Erfolg.

Das Laufwerk war im Prinzip weitestgehend in Ordnung, nur der untere der beiden Freiläufe (der kleinere) war, wie beschrieben, etwas verharzt.

Seit dem Zusammenbau ist es allerdings so, dass der Wickel- bzw. Laufwerkssteuermotor direkt mit der Betätigung der Power-Taste losläuft. Er reagiert nicht auf Laufwerkssteuerbefehle, lediglich der Capstanmotor läuft zusätzlich an, wenn man auf Play oder Pause drückt. Obwohl der Wickelmotor hochdreht, bewegt sich aber nichts, nichtmal auch nur ein einziger der Wickeldorne.

Ich habe die Einbaureihenfolge nochmal überprüft, im Prinzip ist alles in Ordnung. Bei Handbetätigung des Wickelmotors bewegen sich die Laufwerksfunktionen auch problemlos. Es wirkt fast so, als sei der Motor verpolt angeschlossen - was ich aber ausschließen kann, ich habe wie empfohlen alles jeweils fotografiert und entsprechend wieder angelötet / montiert. Kann etwa (jetzt schon) die Laufwerkselektronik einen Fehler haben?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Mittwoch, 05.Juni.2019 | 23:07:13 Uhr
Die Elektronik war's nicht, ich weiß auch nicht, warum man immer gleich das Schlimmste zuerst vermutet ;-)

Tatsächlich hatte ich den unteren Freilauf falsch herum zusammengebaut - mit umgedrehter Metallscheibe sind Freilauf und Blockade halt ebenfalls genau gegenläufig verdreht.

Jetzt läuft es prinzipiell wieder so wie es soll. Allerdings werden die Wickel noch immer nicht richtig angetrieben. Sowohl bei Play als auch beim Spulen bleiben sie unbewegt und auch etwas schwergängig stehen. Denn wenn ich den rechten Wickel bei »Play« von Hand drehe, schaltet es zumindest nicht auf »End«.

Ich muss es mir wohl noch einmal genauer anschauen. So schlecht sahen die Gummiringe der Wickeldorne noch nicht aus. Mir scheint eher, dass die kraftschlüssige Kopplung zwischen Wickelmotor und den Umlenkrollen für die Laufwerksfunktionen einfach nicht richtig zustande kommt ... Den oberen Freilauf hatte ich jedenfalls nicht zerlegt, er muss eigentlich richtig herum laufen.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 05.Juni.2019 | 23:20:34 Uhr
Die Gummis der Teller hattest Du noch nicht gemacht ?
Dann mach die auch. Die werden von dem kleinen schwarzen geriffelten Rad angetrieben.
Schau Dir das mal genau an. Da sind die Riffelungen minimal und wenn der Gummi da nicht weich ist, dann gibt das keinen Kratftschluß.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Freitag, 07.Juni.2019 | 15:57:47 Uhr
Die Gummis des oberen Freilaufs (~ 3/8") und der Wickelteller erschienen mir auf den ersten Blick nicht auffällig, sie sind aber im Grunde tatsächlich soweit ausgehärtet, dass sie keinen echten Grip mehr haben. Zu den letzteren habe ich keine genaueren Angaben gefunden, aber sie haben innen einen Durchmesser von ca. 21 mm und außen von ca. 27 mm. Ich werde mal die Baumärkte abklappern, was dort an passenden Flachdichtungen zu finden ist.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Sonntag, 09.Juni.2019 | 12:55:48 Uhr
Ich möchte zwar jetzt nicht jeden neuen Wasserstand melden, aber doch einen kurzen Zwischenstand schildern ...

Also Fakt scheint zu sein, dass gerade die Umsetzung vom oberen Freilauf mit dem Antriebsgummi über das geriffelte Zwischenrad hin zu den Gummis der Wickelteller absolut heikel ist. Ich habe nun verschiedene Gummiringe (Flachdichtungen) ausprobiert, mal weicher, mal härter, mal größer, mal kleiner als die Originale, schließlich mit Beischleifen auch exakt so groß wie die ausgehärteten Ringe. Es funktioniert dann mal besser, mal schlechter, aber definitiv nie richtig.

Insbesondere das Rückspulen erweist sich als größtes zu lösendes Problem. Mit den abgelöteten Tonkopfkabeln ist es ja möglich, das Laufwerk auch im ausgebauten Zustand zu testen. Dabei macht es schon einen Unterschied, ob es liegend oder wie im eingebauten Zustand seitlich stehend betrieben wird: Liegend läuft fast nichts, seitlich stehend immerhin Play und Vorspulen. Und das ist genau der Witz: Selbst beim Schalten auf »Rückspulen« wird die Cassette VORgespult. Wenn ich nun auf der Rückseite den ja leicht schwenkbaren Antrieb des Wickel- bzw. Laufwerkfunktionsmotors um wenige 10tel Millimeter gegen seinen Federzug wegbewege, spult es plötzlich wie vorgesehen rückwärts und nicht mehr vorwärts. Auch der Bandlauf bei Play sowie das (beabsichtigte) Vorspulen läuft dann ruhiger.

Hierfür lässt sich aber nach meinem Eindruck nichts justieren, kein Anschlag, keine Federkraft, nur halt die Dicke und Elastizität der Gummiringe verändern. Komischerweise bringen Veränderungen hier aber nur Verschlechterungen, und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass es SO genau auf die Dicke der Ringe ankommt, denn erstens ist jede Mechanik auch ein Stück weit tolerant, und zweitens wird das geriffelte Zwischenrad ja ebenfalls mit Federkraft flexibel zwischen dem Freilauf und den Wickeltellern gehalten.

Kurzum: Mir scheint fast, als gebe es noch irgendeinen Defekt, irgendetwas, das dafür sorgt, dass der Wickeltellerantrieb so überempfindlich reagiert und Störungen produziert. Gibt es in dieser Hinsicht vielleicht Erfahrungen mit irgendeinem Teil der Mechanik, dem besondere Beachtung zukommen sollte?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 09.Juni.2019 | 17:21:31 Uhr
Hi Tom
Ich schätze das Problem kommt von den Freiläufen. Die müssen rückwärts sicher und auf kurzem Weg sofort arretieren.
Da muss man ggf. mit der Schmierung etwas experimentieren, also ohne, nur etwas geölt, leicht gefettet.
Vorwärts darf da kein nennenswerter Widerstand sein.
Du hast recht, die Dicke der Gummis an den Wickeltellern  muss sooooo genau nicht sein.
Um sicher zu sein würde ich aber schon im 1/10 Bereich versuchen richtig zu liegen.
Lage des LW muss egal sein. Sollte in jeder Lage gleich funktionieren.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Dienstag, 11.Juni.2019 | 16:34:31 Uhr
Ok, das mit den Freiläufen überprüfe ich gerade nochmal. In jedem Fall danke für die Hilfe zwischendurch!!!

Die Gummiringe passen jetzt einigermaßen, ich würde sogar sagen, dass sie gut funktionieren. Der Schwenkmechanismus des Wickelmotors braucht aber (immer noch) erhebliche Unterstüzung - das Rückspulen klappt tatsächlich immer dann reibungslos, wenn ich ihm beim Herüberschwenken zur linken Wickelscheibe recht kräftig mithelfe.

Das bringt mich zu einer Frage, die mir das Servicemanual (aufgrund der schlechten Abbildungsqualität) nicht beantwortet: Wo genau muss der Führungsstift des Hebels (siehe Fotos), der hinten auf einer Achse sitzt, mittig in das Kurvenrad greift und vorne die Feder des Schwenkmechanismus bewegt: Zwischen den beiden Federbeinen oder links daneben? Wenn der Führungsstift dazwischen sitzt (wie es bislang wohl war), dann bewegt er den Schwenkarm beim Rückspulen nicht kräftig genug herüber in Richtung des linken Wickeltellers (sodass ich also nachhelfen muss), wenn ich ihn von oben gesehen ganz links neben dem ersten Federbeinchen positioniere, dann läuft die Kurvenradmechanik insgesamt sehr schwergängig.

Und noch eine Frage: Ist es normal, dass beim Umschalten von Vorspulen auf Stop die Tonkopfbrücke kurz noch oben ausschlägt?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 13.Juni.2019 | 19:29:05 Uhr
Booaaaah, ist jetzt ein wenig schwierig zu erklären .. ich versuch's:
(1) bezieht sich auf Dein Foto "Wickelmotor Steuerfeder.jpg" also was Du vermutlich mit "den beiden Federbeinen" meinst
(2) bezieht sich auf Dein Foto "Kurvenradhebel.jpg"
----------------------
(2) hat einen Metallstift, der kommt in die Nut des Kurvenrads. Der Kunstoffstift greift nach unten durch und kommt zwischen die beiden Federbeine von (1).
Diese Feder hat mWn eine X-förmige Verschränkung über die die Spannung aufgebaut wird. Dadurch kann man die Feder auch nur schlecht einbauen weil sie unter Spannung steht - evtl. liegt hier Dein Fehler.
Wenn man dann das darüber liegende Zahnrad einbaut kann es sein, daß die Feder darunter raus fluppt und sich unter den Sitz des Zahnrads schiebt.
Darauf auch beim Zusammenbau achten.

Zitat
Ist es normal, dass beim Umschalten von Vorspulen auf Stop die Tonkopfbrücke kurz noch oben ausschlägt?
Da kann ich mich nicht mehr 100% erinnern, ich meine schon. Müßte ich nochmal nachschauen.
Aber mach mal erst die Mechanik gut, dann schauen wir später weiter....manches erledigt sich ja auch von alleine  :_55_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Sonntag, 16.Juni.2019 | 09:17:44 Uhr
Das Ding treibt mich so langsam in den Wahnsinn.

Du hast natürlich recht, manches erledigt sich wirklich von selbst bzw. klärt sich bei genauem Hinschauen, sodass die ein oder andere Frage gar nicht erst gestellt werden muss. Aber dieses Laufwerk, von dem mir nun auch schon jede einzelne Unterlegscheibe im Traum erscheint, wehrt sich kräftig dagegen, endlich normal zu laufen.

Meine Einschätzung, dass sich alles ja im Originalzustand befinden muss, ist so jedenfalls nicht mehr haltbar. Denn nach genauer Überprüfung aller Unterlegscheiben und detailliertem Vergleich mit der Serviceanleitung zeigt sich, dass sie bei mir mitnichten wie ursprünglich vorgesehen verbaut waren. Das habe ich nun alles korrigiert, inkl. der Position des Kurvenradhebels, und nun funktionieren alle Laufwerksbefehle. Aber nur, wenn
- ich das Rückspulen aus der »Play«-Funktion aktiviere (aus »Stop« geht es sofort auf »End«),
- ich auf Vorspulen aus »Stop« schalte (aus »Play« rutscht es durch und geht ebenfalls sofort auf »End«).

Begleitet werden die Spulfunktionen auf den ersten Metern von einem Rasseln, das die Heilsarmee mit der Blech-Geldsammelbüchse nicht lauter hinbekommt. Offenbar macht das der Capstan-Motor: Wenn ich ihn wegklappe, ist auch das Geräusch weg.

Ein Freund von mir hat auch so ein FL 1000. Steht bei ihm schon seit Jahren ungenutzt im Regal. Deshalb ließ er sich bislang nicht überreden, es mal einzuschalten, er hatte Angst, dass es sofort abraucht oder bei irgendeiner Laufwerksfunktion auseinanderfliegt. Jetzt hat er sich aber doch erweichen lassen und das Ding mal in Betrieb genommen. Und siehe da: Es lief sofort anstandslos, in jede Richtung (nur die Fluoreszenzanzeige schwankt in der Helligkeit zwischen 0 und 100%, vermutlich ist die Stromversorgung der Heizung nicht i.O.). Jedenfalls zeigt sich, dass es tatsächlich normal ist, dass die Tonkopfbrücke beim Wechsel von »Vorspulen« auf »Stop« kurz ausschlägt. Insofern scheint bei mir also grundsätzlich ... alles normal zu sein. Bis auf die Tatsache, dass die Laufwerkslogik ihren eigenen Gesetzen folgt ... Ist doch irre, oder?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Sonntag, 16.Juni.2019 | 17:32:54 Uhr
Denn nach genauer Überprüfung aller Unterlegscheiben und detailliertem Vergleich mit der Serviceanleitung zeigt sich, dass sie bei mir mitnichten wie ursprünglich vorgesehen verbaut waren.
Das hat nichts zu sagen. Wie mir ein Ex-Eumig'ianer mal erzählt hat, waren die Laufwerke von hohen Toleranzen gezeichnet, was man in der Montage durch mehr oder weniger U-Scheiben ausgeglichen hat. Deswegen findet man mal mehr oder weniger davon und deswegen ist es so wichtig beim Zerlegen den Zustand zu protokollieren wie's war.

Jedenfalls zeigt sich, dass es tatsächlich normal ist, dass die Tonkopfbrücke beim Wechsel von »Vorspulen« auf »Stop« kurz ausschlägt.
Ja, war ich ja noch schuldig. Habe ich bei meinem heute auch nochmal verifiziert - ist so.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Sonntag, 16.Juni.2019 | 18:16:14 Uhr
Es läuft jetzt wie es soll.

Ich habe das ganze Laufwerk zum x-ten Mal zerlegt. Bislang hatte ich das letzte Zahnrad, unter dem sich diese überkreuzte Feder befindet, ausgespart, weil sie von einem dieser Sprengringe gehalten wird, die bei Berührung gern durch den Raum fliegen oder sich nie wieder befestigen lassen. Jedenfalls hatte das Zahnrad nach Entfernen aller Nachbarrädchen beim freien Drehen eine leichte Kante, die einen kleinen mechanischen Widerstand erzeugte, der komisch war. Also alles weiter zerlegt, gesäubert und neu montiert. Ich weiß nicht, woher die Kante kam, aber sie ist jetzt weg, das Rad dreht sich sauber ohne Widerstand.


Das hat nichts zu sagen. Wie mir ein Ex-Eumig'ianer mal erzählt hat, waren die Laufwerke von hohen Toleranzen gezeichnet, was man in der Montage durch mehr oder weniger U-Scheiben ausgeglichen hat. Deswegen findet man mal mehr oder weniger davon und deswegen ist es so wichtig beim Zerlegen den Zustand zu protokollieren wie's war.


Das ist tatsächlich ein wichtiger Hinweis. Der untere Freilauf hatte bei mir eine kleine U-Scheibe aufliegen, die eigentlich unlogisch war, denn darüber befindet sich ja das vom Wickel- / Laufwerkssteuerungsmotor angetriebene Haupt-Zahnrad, das mit einer kleinen "Nase" in diesen unteren Freilauf greift, um darüber dann das Kurvenrad anzutreiben. Jede U-Scheibe verkleinert folglich die Eintauchtiefe der Nase. Außerdem wird sie auch im Servicemanual nicht an dieser Stelle gefordert, weshalb ich sie zwischendurch weggelassen habe. Jetzt hab ich sie aber wieder montiert und damit das Spiel des oberen Freilaufs (das ja ebenfalls mit einem Sprengring gehalten wird) reduziert. Vermutlich war das auch der Zweck bei meinem Laufwerk.

Bislang hatte ich es insgesamt "einfach so" wieder zusammengebaut. Das geht schließlich deshalb, weil ja alle Teile so eindeutig codierte Formen haben, dass nur eine bestimmte Einbauposition möglich ist. Mir kam es aber, wie erwähnt, bislang schon so vor, dass der Schwenkarm des Laufwerksteuermotors nicht weit genug in Richtung des linken Wickeltellers schwenkt. Der wohl - zumindest bei mir - wichtigste Schritt beim Zusammenbau war deshalb letztlich der, das Laufwerk mit komplett nach links geschwenktem (und so gegen die Federkraft gehaltenen) Mechanismus zusammenzubauen. Eigentlich ist das Quatsch, weil der Kurvenradhebel die Verbindung zwischen dem Zahnrad für den Schwenkmechanismus, dessen Feder und dem Kurvenrad fest vorgibt. Aber durch diese Art der Montage habe ich halt vielleicht doch das eine zusätzlich Zähnchen herausgekitzelt, das nun für den entscheidenen zusätzlichen Andruck in Richtung des linken Wickeltellers sorgt.

Denn erst jetzt lassen sich alle Laufwerksbefehle aus allen Laufwerkszuständen aktivieren, ohne dass es zu falschen "End"-Abschaltungen kommt. Zumindest gilt das für die tatsächliche Einbauposition des Gesamtlaufwerks - alles andere traue ich mich aus Schutz vor Enttäuschungen nicht mehr auszuprobieren.

Ich bin aber mal gespannt, welche Überraschungen nun als nächstes auf mich zukommen. Eigentlich würde ich gern den Gleichlauf überprüfen, um zu entscheiden, ob ich das Treibradgummi erneuern muss. Aber das bedeutet ja: Tonkopfkabel an- und dann evtl. wieder ab- und dann wieder anlöten ...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Montag, 17.Juni.2019 | 06:59:37 Uhr
Noch ein kleiner Nachsatz zur Mechanik: Auf dem sogenannten Kopfträgernockenhebel befinden sich ja zwei Stellringe, von denen einer mit dem Hebel des Kurvenrads verbunden ist, worüber dann der Kopfträger in alle Laufwerkspositionen bewegt wird.

Weniger verständlich finde ich die Funktion des 2. Stellrings. Er ist im Servicemanual so beschrieben, dass er in der Stellung ">>" zwei bis drei Zehntelmillimeter Abstand vom Motorschwenkarm haben soll. Nachvollziehbar wäre nun, dass er dann in der Stop-Position den Capstanmotor mithilfe des Schwenkarms von der Capstanwelle wegbewegt, damit dort bei längeren Standzeiten keine Delle ins Gummi gedrückt wird, was eine äußerst sinnvolle Funktion wäre.

Die ist bei mir aber (knapp) nicht gegeben. Die Position des Stellrings ist noch original (versiegelte Schrauben), auf "Stop" berührt der 2. Stellring aber gerade mal den Motorschwenkarm, bewegt dadurch aber nicht den Motor von der Capstanwelle weg. Bei frischen Gummis ist der Weg dafür sicher noch etwas weiter.

Man kann ja leicht prüfen ob es funktioniert, indem man auf "Stop" die Capstanwelle von Hand dreht - bewegt sie bei Dir / Euch hörbar den Capstanmotor oder ist er ausreichend weit weggeschwenkt, sodass sich die Capstanwelle ganz leicht dreht und auch nachläuft?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Montag, 17.Juni.2019 | 12:22:21 Uhr
Und noch ein - kurzer - Nachsatz: Das Ding wandert jetzt erstmal wieder ins Regal. Bin völlig entnervt. Nachdem ich alle Tonkopfkabel penibel angelötet habe, ist das Laufwerk jetzt elektrisch tot. Es kommt nichts mehr an, die Cassettenfach-Birne leuchtet nicht mehr, der rechte Wickel sendet keine Signale ans Zählwerk bei manueller Bewegung, der Laufwerksmotor muckt sich nicht, der Capstanmotor auch nicht.
Nicht zu fassen. Alles Zerlegen, neu Zusammenbauen, An- und Abstecken der Flachbandkabel hat es klaglos überstanden, das Anlöten der Tonkopfkabel (die ich dann gleich wieder abgelötet habe - ändert natürlich nichts) hat nun aber das Laufwerk abgeschossen? Kann doch wohl nicht sein ... Alle anderen als die Tonkopfkabel sind übrigens noch einwandfrei angelötet, die Birne selbst ist auch i.O.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Montag, 17.Juni.2019 | 13:06:55 Uhr
Bislang hatte ich es insgesamt "einfach so" wieder zusammengebaut.
Also das LW ist eigentlich gar nicht mal so yickig wie man denkt. Auch die Sache mit den Toleranzen ist mEn nicht sooo wild.
Wichtig sind die folgenden Punkte:
- Gummis in der richtigen Stärke/Abmessungen
- Im ganzen LW hat eigentlich Schmiermittel nichts verloren und wenn, dann nur ein ganz klein wenig Öl an den Achsen und etwas Fett in der Kurvenscheibe. Mehr oder weniger Schmiermittel macht oft alles nur schlimmer. Das LW ist für ungeschmierten Betrieb gebaut.
- Heikel sind die beiden Freiläufe. Sind die nicht leichtgängig, bzw. sperren nicht sofort, dann macht das LW alle möglichen Mucken.

Aber das bedeutet ja: Tonkopfkabel an- und dann evtl. wieder ab- und dann wieder anlöten ...
Nein. Das LW läßt sich auch mit angelöteten TK Kabeln auf den Rücken legen. Dazu auf die Platinen eine dicke Lage alte Lappen legen und darauf dann das LW im Gerät ablegen. Bevor man einschaltet halt vorsichtig sein, daß es nirgends Kurzschlüße gibt.

Ich bin aber mal gespannt, welche Überraschungen nun als nächstes auf mich zukommen.
Da muß ich Dich leider warnen. Fast alle 1000'er die ich hatte haben nach Instandsetzen des LW erst ihre echten Macken gezeigt. Das kann ja auch schlecht anders sein, weil ohne funktionierendes LW merkt man davon ja nichts. Das macht am Ende die Aufbereitung der Eumig's so zeitaufwendig.
Gummis - alle - sind eigentlich immer Thema, die gelben Frako Elkos und einzelne Tantals machen gerne mal schlapp.
Die Steckverbindungen sind zwar verklebt damit sie sich nicht lösen, aber schlechte Kontakte hat man da überall.
Ich bin irgendwann dazu übergegangen bei meinen 2 1000'ern alle durch Goldkontakte zu ersetzen.

Auf dem sogenannten Kopfträgernockenhebel befinden sich ja zwei Stellringe
Sagt mir aktuell nichts. Ist aber auch egal - da mußte ich dann wohl noch nie ran  :flööt:

auf "Stop" die Capstanwelle von Hand dreht - bewegt sie bei Dir / Euch hörbar den Capstanmotor oder ist er ausreichend weit weggeschwenkt, sodass sich die Capstanwelle ganz leicht dreht und auch nachläuft?
Bei mir läßt sich die Capstanwelle frei, ohne Kontakt zum Capstan-Motor drehen. Wegen der kleinen Schwungmasse ist aber eh nicht viel Nachlauf.

ist das Laufwerk jetzt elektrisch tot .... Cassettenfach-Birne leuchtet nicht mehr, der rechte Wickel sendet keine Signale ans Zählwerk bei manueller Bewegung, der Laufwerksmotor muckt sich nicht, der Capstanmotor auch nicht.
Also das kann ja nu reine Kleinigkeit sein. Wenn die Lmape nicht tut bekommt vermutlich das ganze LW keinen Saft.
Masse des LW wieder angeschlossen ?
Was auch gerne passiert, daß die Käbelchen an der Lampe vom vielen LW-Klappe ab und anmontieren abgehen.
Wenn der Sensor - der eigentlich Licht von der Birne bekommt - zu viel Fremdlicht ausgesetzt ist, dann tut sich am LW übrigens auch gern mal nichts  raucher01
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Montag, 17.Juni.2019 | 13:23:54 Uhr

Also das kann ja nu reine Kleinigkeit sein. Wenn die Lmape nicht tut bekommt vermutlich das ganze LW keinen Saft.
Masse des LW wieder angeschlossen ?
Was auch gerne passiert, daß die Käbelchen an der Lampe vom vielen LW-Klappe ab und anmontieren abgehen.
Wenn der Sensor - der eigentlich Licht von der Birne bekommt - zu viel Fremdlicht ausgesetzt ist, dann tut sich am LW übrigens auch gern mal nichts  raucher01

Danke in jedem Fall nochmal für die geduldige Hilfe!

Es steht halt wohl erstmal die klassische Spannungsverfolgung an. Die 8 V (bei mir 8,8 V) kommen am Laufwerk an, der Fehler muss also vermutlich dort liegen. Leider sind in meiner Servicemanual-Kopie gerade die Seiten mit den Platinen 07 + 08 + 20 von denkbar unleserlicher Qualität. Wird also echt schwierig. Ich gehe mal auf die Suche.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Dienstag, 18.Juni.2019 | 12:39:55 Uhr

Also das kann ja nu reine Kleinigkeit sein. Wenn die Lmape nicht tut bekommt vermutlich das ganze LW keinen Saft.
Masse des LW wieder angeschlossen ?

Die fehlte - kaum sichtbar - an Stecker 14/1. Ein Drähtchen war noch dran, daher ließ sich auch noch ein Durchgang messen, allerdings mit rd. 600 Ω.
Nun ist jedenfalls alles beidseits neu verdrahtet. Und läuft jetzt.


Da muß ich Dich leider warnen. Fast alle 1000'er die ich hatte haben nach Instandsetzen des LW erst ihre echten Macken gezeigt. Das kann ja auch schlecht anders sein, weil ohne funktionierendes LW merkt man davon ja nichts. Das macht am Ende die Aufbereitung der Eumig's so zeitaufwendig.
Gummis - alle - sind eigentlich immer Thema, die gelben Frako Elkos und einzelne Tantals machen gerne mal schlapp.
Die Steckverbindungen sind zwar verklebt damit sie sich nicht lösen, aber schlechte Kontakte hat man da überall.
Ich bin irgendwann dazu übergegangen bei meinen 2 1000'ern alle durch Goldkontakte zu ersetzen.

Wie wahr ... :-/
Die Wiedergabe ist soweit ok. Bei Aufnahme löscht es jedoch nicht und nimmt die angeschlossene Quelle auch nur extrem leise und zudem stark verzerrt auf (unabhängig davon, ob HighCom zugeschaltet ist oder nicht). Es klingt beinahe, als fehle dem Aufnahmeverstärker (und dem Löschoszillator) die Spannungsversorgung.
Das Einmessen / der Computest funktioniert - vermutlich als Folge der gleichen Ursache - ebenfalls nicht. Es leuchtet auf »Pause« zunächst nur die rechte, nach Start des Einmessvorgangs nur die linke LED. Der (400-Hz-)Test-Ton fehlt dann auch bei der anschließenden Wiedergabe.

Außerdem leiert das Deck. Wenn ich den Capstanmotor ganz leicht andrücke, ist das Leiern zwar praktisch weg. Ich werde aber wohl trotzdem nicht drumherum kommen, das Gummi auf der Welle zu erneuern.
Es ist schon eine beeindruckende Baustelle.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 18.Juni.2019 | 20:31:11 Uhr
Das Einmessen / der Computest funktioniert - vermutlich als Folge der gleichen Ursache - ebenfalls nicht. Es leuchtet auf »Pause« zunächst nur die rechte, nach Start des Einmessvorgangs nur die linke LED.
Wenn ich mich recht erinnere, dann gehen die Signale zwischen linker und rechter Platine über das Flachband hin und her.
D.h. die Ursache kann links oder rechts liegen.
Auf der rechten Platine hat es einige Käbelchen die auf einzelne Pfostenstecker gesteckt sind. Sieht man nicht, weil ein Schrumpfschlauch drüber ist. Mach den mal ab und löte die fest. Auch den einen hinten unter dem Netzteil.
Dann alle anderen Kontakte prüfen.
Ansonsten natürlich Versorgungen checken, d.h. ob die auch an den Baugruppen ankommen.

Außerdem leiert das Deck. Wenn ich den Capstanmotor ganz leicht andrücke, ist das Leiern zwar praktisch weg. Ich werde aber wohl trotzdem nicht drumherum kommen, das Gummi auf der Welle zu erneuern.
Prüf mal die Lichtschranke, die die Tachoscheibe durchleuchtet.
Die optischen Teile dort mal sauber machen und das Platinchen so justieren, das an der nachfolgenden Transistorstufe ein möglichst sauberes Signal ankommt. Ggf. einfach mal leicht verschieben und schauen ob sich der Gleichlauf damit ändert.
Andruckrolle kann auch noch Ursache sein.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Dienstag, 18.Juni.2019 | 22:56:50 Uhr
Die Stecker - und auch manche Elkos - werde ich mal überprüfen, ja. Bei den Steckern müsste sich ja relativ leicht der Durchgang von Lötpunkt zu Lötpunkt auf den Unterseiten der verschiedenen Platinen prüfen lassen. Der Boden ist schließlich servicefreundlich abnehmbar.

Bzgl. der Aufnahme ist der Witz, dass die Symptome genau so sind wie in einem "Tapeheads"-Thread (https://www.tapeheads.net/showthread.php?t=26524 (https://www.tapeheads.net/showthread.php?t=26524)) beschrieben. Nur ist meines offenkundig eine Ausführung, die den Übeltäter der verbauten Birne gar nicht mehr hat. Und das nächste Problem besteht darin, dass die frei verfügbaren Service-Manuale diese Version nicht beschreiben. Ich habe also keinen Schaltplan, aus dem sich ersehen lässt, wie es denn dann anstelle der Birne (B100 oder so) gelöst worden ist und welches Bauteil stattdessen zentral ausfallen kann.

Die 30 Volt für die Spannungsversorgung auf der Aufnahme-/Löschoszillatorplatine sind jedenfalls vorhanden ... d.h. sie liegt etwas darunter (29 V), was einen Fehler durchaus andeutet ... Da so vieles zugleich ausgefallen ist (Aufnahme, Löschen, Testton / Kalibrierung) gehe ich nicht davon aus, dass ein einzelner Elko der Auslöser ist. Tauschen werde ich wohl trotzdem einige, den klangverbessernden Effekt hattest Du ja eindrücklich beschrieben.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Dienstag, 18.Juni.2019 | 23:27:38 Uhr
SM des AW Print 802 1602-0 (NEU ohne Lampe im Löschoszillator) hängt an
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Mittwoch, 19.Juni.2019 | 09:30:29 Uhr
Danke für diesen Auszug, das klärt so einiges - nicht zuletzt die Seriennummern, ab denen diese Änderungen erfolgt sind!

Anbei ein Foto von der Ursache des Komplettausfalls der Aufnahme- und Löschfunktionen. Bei der zuvor beschriebenen Vorgehensweise der Suche nach fehlenden Kabel-/Steckverbindungen (Durchgangsprüfung an den Lötpunkten der jeweils miteinander verbundenen Platinen) bin ich auf das offenbar abgegammelte rote Kabel für die Aktivierung der REC-Funktion gestoßen. Für das Foto hab ich es schon etwas zur Seite geschoben, vorher befand es sich noch unschuldig genau oberhalb des Lötstifts.

So langsam fühle ich mich wie der Indiana Jones des Eumig-Schätzchens: Ein abenteuerliches Rätsel gelöst, warten schon die nächsten.
Als da wären:
- die Gleichlaufschwankungen liegen mit leichtem manuellen Andruck des Capstanmotors nun ordentlich gemessen bei 0,2%, ohne bei 1%. Werde den Antriebsmechanismus also an der Stelle wie empfohlen zerlegen, reinigen, prüfen, justieren;
- der Aufnahmepegel scheint ok zu sein, die Aufnahmen selbst sind aber ziemlich schlecht. Sie klingen bassärmer, vor allem aber nach einem Phasenfehler (mit entsprechenden Auslöschungen). Muss ich mal mit dem Oszilloskop prüfen, meine Vermutung geht hier aber schon sehr in Richtung problematischer Elkos. Wo auch immer die im Aufnahmezweig sitzen;
- der "Computest"-Prüfton wird nun aufgezeichnet, das Verändern des Bias bewirkt auch einen hörbaren Effekt, die jeweilige LED rührt sich aber nicht. Die Computest-Schaltung befindet sich wohl auf dem Board 01, hast Du davon auch den Schaltplan? Der fehlt im verfügbaren SM leider ebenfalls;
- wenn ich auf "peak pold" schalte, wird der Spitzenwert gehalten. Und zwar für alle Ewigkeiten, mindestens aber bis zum Abschalten der Funktion bzw. des ganzen Decks. Da es beim Einschalten aber zunächst mal in der Anzeige voll durchschlägt, ist peak hold in dieser Form unbrauchbar - was wohl kaum richtig ist. Nach wie vielen Sekunden verschwindet bei Dir / Euch der nicht mehr neu erreichte oder übertroffene Spitzenwert?
- Input 2 ist, wenn an den entsprechenden Cinch-Buchsen etwas angeschlossen ist, extrem leise, es kommt voll aufgedreht fast nichts durch. Input 1 verhält sich da normal. Lt. Gebrauchsanleitung sind beide Eingänge gleich empfindlich (100 mV, 100 kOhm). Hier muss es also wohl noch einen weiteren Fehler auf dem Board 01 geben.




Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Mittwoch, 19.Juni.2019 | 13:11:16 Uhr

- der Aufnahmepegel scheint ok zu sein, die Aufnahmen selbst sind aber ziemlich schlecht. Sie klingen bassärmer, vor allem aber nach einem Phasenfehler (mit entsprechenden Auslöschungen). Muss ich mal mit dem Oszilloskop prüfen, meine Vermutung geht hier aber schon sehr in Richtung problematischer Elkos. Wo auch immer die im Aufnahmezweig sitzen;

Lt. Oszilloskop waren Sinustöne egal welcher Frequenz tatsächlich um genau 180° phasenverschoben.

 :wallbash
 :wallbash  .,c045 :wallbash  .,35

Ursache: Die Kabel der Aufnahmeköpfe waren vertauscht angelötet. Unfassbar. Ich sollte bald den Führerschein abgeben.

- wenn ich auf "peak hold" schalte, wird der Spitzenwert gehalten. Und zwar für alle Ewigkeiten, mindestens aber bis zum Abschalten der Funktion bzw. des ganzen Decks. Da es beim Einschalten aber zunächst mal in der Anzeige voll durchschlägt, ist peak hold in dieser Form unbrauchbar - was wohl kaum richtig ist. Nach wie vielen Sekunden verschwindet bei Dir / Euch der nicht mehr neu erreichte oder übertroffene Spitzenwert?

Wer lesen kann .... Die BDA sagt, peak hold sei nur für das korrekte Einpegeln VOR der Aufnahme gedacht. Es ist also normal, dass der Spitzenpegel ewig gespeichert wird.

Sry, dass bzw. wenn ich Euch mit meinen selbstgemachten Fehlern nerve.
Weiter geht's jedenfalls mit dem Rest ...
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Mittwoch, 19.Juni.2019 | 19:07:26 Uhr
habe gestern mal wieder einen Reparaturabend eingelegt  .,045, nun tut die BIAS Einstellung mit dem Einmeßcomputer wieder  :_yahoo_:

Die Einstellung selbst schien zu tun, zumindest habe ich beim Verändern des BIAS auch eine Änderung in den Höhen im Freq.gang gesehen.
Die beiden Anzeige LED's ("Balance Scope"), die das Gerät dazu an der Front hat, sollten bei optimal eingestelltem BIAS beide leuchten oder beide gleich flackern. Bei mir leuchtete aber nur die linke LED durchgehend (kein Flackern, egal was ich tat) und die rechte LED ging gar nicht.

Identisches Verhalten bei mir - nur umgekehrt: Es leuchtete nur noch die rechte LED.

Nach einigen Stunden Suche (ich hatte den Fehler nicht so offensichtlich vermutet) fand ich das Problem.
siehe da ... niederohmig.
C19 (Tantal) war durch.

Also heute mal ersetzt und jetzt tut's wieder.

DANK dieses Hinweises - danke dafür - hat die Suche nach diesem Fehler nur Minuten gedauert. Bei mir war entsprechend zum obigen Befund der Tantalelko C20 niederohmig (90 Ω) und ohne Kapazität. Hab ihn ersetzt, Computest funktioniert jetzt auch wieder.

Damit sind nun alle elektrischen Probleme (vorerst) beseitigt, abgeglichen ist das Deck aber natürlich noch nicht, dafür muss auch erst der Gleichlauf stimmen. Das gehe ich jetzt an.

Wie beschrieben, kann ich das Leiern ja schon dadurch erheblich reduzieren, dass ich den Capstanmotor nur ganz leicht gegen die Welle drücke. Da ich es nicht erwarten konnte, habe ich dabei mal ein paar Aufnahmen gemacht. Und ich muss sagen, dass es so schon richtig gut klingt. Wenn ich das Leiern also in den Griff bekomme, erwartet mich offenbar ein wirklich schönes Deck (auch, naja, im Jahr 2019)!

Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Mittwoch, 19.Juni.2019 | 21:38:23 Uhr
Ihr müsst mein öffentlich geführtes Selbstgespräch entschuldigen - oder die Moderatoren bitten, überflüssige Posts zu löschen  .,045

Jedenfalls habe ich die Capstanwelle ausgebaut und mir die Tachoscheibe näher angesehen. Selbst unter der Lupe konnte ich nur mit Ach und Krach überhaupt so etwas wie feinste Striche darauf erkennen, eigentlich sieht es ja nur nach einer eher gleichmäßig grauen Fläche aus. Ich hab sie dann zur Seite gelegt und zuerst mal die Optik wie empfohlen geputzt. Auch die Scheibe, die auf dem Deckel der Welle montiert ist, zumindest von der offenen Seite (gegenüber - dort, wo der Fototransistor hineinragt, geht es ja eng zu, dort wollte ich dann später mit einem Wattestäbchen putzen).

Ich hab mich dann gefragt, wie so eine recht grobe Lichtschranke überhaupt in der Lage ist, bei so feinen Strichen auf der Tachoscheibe ein Hell-Dunkel-Muster zuverlässig zu erkennen, geschweige denn das als Regelimpulse zu verwenden.

Wir haben damals im Kunstunterricht mal eine Art Polfilter nachgebaut - also 2 Glasscheiben mit vielen parallelen Linien bemalt, wobei die Linien der 2. Scheibe gegenüber der 1. einen leichten Winkelversatz hatten. Sah dann lustig aus, wenn man die Scheiben gegeneinander verschoben hat. Und das war der Moment, wo ich mich furchtbar erschrocken habe, dass man bei Eumig nicht nur das gleiche Prinzip angewendet haben muss, sondern ich Idiot jetzt wohl alle Linien auf der kleinen Scheibe weggeputzt haben könnte ...

Zum Glück befinden sich diese extrem feinen Striche auf der geschützteren Seite, die ich NOCH nicht geputzt hatte ... man muss also auch davor eindringlich warnen.

Anbei ein Foto, das die Wirkungsweise des Prinzips der beiden übereinanderliegen gestrichelten Scheiben zeigt. Man sieht den dunkleren Bereich in der Mitte - und so erklärt sich dann auch, wie selbst eine grobe Lichtschranke feinste Striche als Signal bzw. flächigen Hell-Dunkel-Wechsel erkennen kann ... 

:;aha

Mein persönliches Heureka. Seht's mir nach, wenn das allen außer mir längst klar war :-)
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 20.Juni.2019 | 10:20:28 Uhr
Also ich habe mich das auch immer gefragt wie genau die Tachoabtastung funktioniert, jetzt ist mir das klar  .,a095
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Donnerstag, 20.Juni.2019 | 15:03:05 Uhr
Hab's geschafft, das Deck ist fertig  :_yahoo_:

Es war halt eine Art erster Versuch: Ich habe die Capstanwelle ausgebaut und nur, dafür umso gewissenhafter, das schon etwas rissige Antriebsgummi geschliffen. Innen fing das Aluminium schon an, etwas auszublühen, auch das habe ich mit 600er Papier beigeschliffen. Dann habe ich alles penibel gesäubert und die Sinterlager mit einem Tropfen Öl geschmiert, das über Nacht, naja, einziehen konnte. Als letztes habe ich noch den Motorpulley mit Alkohol von allen erdenklichen Fettrückständen befreit, die bei einem schon recht ausgehärteten Gummi ja sofort den Grip reduzieren können.

Heute schließlich habe ich die Welle eingebaut und alles verschraubt. Die Platine mit dem Fototransistor ließ sich bei mir mit eingesetzten, aber noch nicht angezogenen Schrauben kaum noch bewegen, außerdem sitzt der hochbeinig verlötete Fototransistor ja in einer engen Öffnung, die vermutlich auch kaum Spiel hat. Will sagen: Während der Messung des Gleichlaufs ließ sich durch das Bewegen der Platine (oder durch das leichte Andrücken des Motors) keine Veränderung mehr bewirken. Die Messung an der Transistorstufe habe ich mich nicht getraut, ich wollte nicht auf den letzten Metern abrutschen und irgendwas über den Jordan schicken.

Der Witz ist nun, dass schon allein durch diese Maßnahmen der Gleichlauf ohne Fehl und Tadel ist, das Deck erreicht verlässlich einen Wert, der nur wenig um 0,13 % schwankt. Was es nun genau war, das das Leiern so wirksam beseitigt hat - das Schleifen, Säubern oder Ölen - kann ich nicht sagen. Ich möchte auch keineswegs verallgemeinernd behaupten, dass es reicht, das Gummi nur zu schleifen. Aber bei mir hat es so vollständig genügt.

Damit habe ich das Deck dann komplett zusammengebaut und auf einer BASF Chrome Maxima II Klaviermusik aufgenommen. Es leiert nicht mehr hörbar. Ich bin total begeistert!

Anbei mal ein (blödes Handy-) Foto, auf dem es sich in artgerechter Umgebung befindet. Es lässt sich natürlich jetzt noch nach Vorschrift abgleichen, aber das mache ich erst, wenn mir wirklich etwas auffallen sollte ...  :_55_:

Danke nochmals für alle Hilfe ... und den Beistand  :__y_e_s:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Donnerstag, 20.Juni.2019 | 20:21:41 Uhr
Öhaaa das ist ja das seltene Kücke  :-handshake:
Das wollte ich auch immer noch haben, wird aber selten angeboten und war mir dann bisher immer zu teuer.
Wegen dem Gleichlauf:
Die ganzen Maßnahmen am Antrieb zusammen haben 's vermutlich gebracht. Da ist ja fast keine Schwungmasse vorhanden und so reagiert der Antrieb extrem empfindlich auf Unebenheiten.
Glückwunsch also zu dem tollen Deck - klingt mMn wirklich fabelhaft  :_good_:
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Freitag, 21.Juni.2019 | 08:42:18 Uhr
Danke für die Glückwünsche!

Ja, das Eumig / Kücke macht schon richtig Spaß. Das ganze Laufwerk ist auf seine Art sehr empfindlich, hat dafür aber eine beeindruckende Gutmütigkeit auf anderen Seiten, die man erstmal entdecken muss. Bei mir ist das kurioserweise ausgerechnet das Gummi der Capstanwelle.

Klanglich ist das FL1000 inkl. des Gleichlaufs total überzeugend. Ich habe eine Reihe verschiedener Aufnahmen gemacht, die im allerbesten Sinn unauffällig sind, weil sich Vor- und Hinterband auch über Kopfhörer absolut gleichen. Selbst beim späteren Abspielen summieren sich die Gleichlaufschwankungen nicht auf ein heraushörbares Niveau. Sehr beeindruckend, nach all den Jahren.

Trotzdem muss ich es mir nochmal vornehmen. Nach längerem Betrieb fängt der Trafo an, etwas zu stark zu sirren. Gut möglich, dass hier doch der ein oder andere Elko, (Entstör-)Kondensator oder vielleicht Spannungsregler Probleme bereitet und den Trafo in die Sättigung zieht. Hast Du das Netzteil in Deinen Decks (auch) überarbeiten müssen?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Freitag, 21.Juni.2019 | 16:50:09 Uhr
Also das recht penetrante - und gefährlich klingende - Trafosirren beginnt nach ca. 15 Min. Dann hört es sich an wie eines der billigen Lampen-Schaltnetzteile bei aktiviertem Dimmer. Wenn ich das Deck kurz ein- und dann wieder ausschalte, sirrt der Trafo kurz noch stärker.

Werde mal den Spannungsreglern mit Kältespray zu Leibe rücken, aber allzu lang möchte man das Deck bei dem Geräusch eigentlich nicht betreiben ...

Hast Du im Zweifel in Deinem Ersatzteilbestand auch einen Trafo für das FL1000?
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: kuni am Freitag, 21.Juni.2019 | 19:34:33 Uhr
Nein, Trafos habe ich keine und im Netzteil musste ich auch noch nie was reparieren.
Titel: Re: Eumig FL-1000 Thread
Beitrag von: Tom am Dienstag, 25.Juni.2019 | 12:21:35 Uhr
Auch dieses Problem war dann jetzt doch noch recht einfach zu lösen: Der Trafo hat im Inneren des Gehäuses auf der linken Seite zwei mehr oder minder gut zugängliche Schrauben, die etwas locker waren. Nachdem ich sie fest angezogen und das Tapedeck ein paar Stunden laufen gelassen habe, ist das Sirren verschwunden.

Eine weitere Besonderheit des FL1000 habe ich zunächst auch für einen Fehler gehalten, faktisch ist es aber keiner: Bei Aufnahmen sieht man zwischen Vor- und Hinterband einen großen Unterschied im Ausschlag der Aussteuerungsanzeige, der sich bei kleinen Pegeln zudem noch etwas vergrößert. Es gibt aber keinen hörbaren Pegelunterschied, schon gar keinen, der so groß wäre, wie es die Anzeige andeutet.

Tatsächlich liegt das einerseits an der Höhenbetonung der Aussteuerungsanzeige und andererseits an HighCom. Wenn dies ausgeschaltet ist, verschwindet auch der Pegelunterschied. Auf diesen Umstand weißt allerdings sogar die Bedienungsanleitung hin.

Mir ist nun noch aufgefallen, dass die Tiptasten auf der linken Seite allesamt eine Schaumstoff-Federung hatten, die komplett zerbröselt ist, sodass die Tasten nicht mehr die vorherigen ca. 1,5 mm herausgedrückt werden. Das werde ich wohl auch noch reparieren.