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Hifi-Oldies und HiFi-Klassiker bis in die Moderne ---- Hier der technische Bereich.... => Allgemeines zu den Klassikern ---- Geräteklasseneinteilung => Plattenspieler und Zubehör => Thema gestartet von: 4504 am Freitag, 14.März.2008 | 12:16:48 Uhr

Titel: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: 4504 am Freitag, 14.März.2008 | 12:16:48 Uhr
Hallo Forum,

wer schon einmal den Plattenteller eines Technics SL1300 o.ä. Laufwerke der Firma abgehoben hat der weiss, dass man ohne großen Aufwand an das Lager des Teller kommt. Natürlich muss man auch Vorsicht walten lassen, schließlich liegt hier die Motorelektronik mehr oder weniger frei vor dem Auge des Betrachters. Neulich fand ein Wega JPS 350 P den Weg zu mir, sein Antriebsstrang ist gekapselt und schwer zugängig.

Wie komme ich bei so einem Plattenspieler an das Lager? Ist eine Demontage überhaupt empfehlenswert?

Gruß, Thomas!
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: Compu-Doc am Freitag, 14.März.2008 | 12:57:45 Uhr
Mahlzeit Thomas,

mir stellt sich primär die Frage: Wann-und wie-merke ich denn, wann ein Lager "überholt" werden muss?

Schmierstoffe/ Öle verharzen im Laufe der Zeit, iss klar, aBBa wann ist es Zeit zum wechseln?

Sehen und fühlen tut man es doch erst, wenn die "Marie" (teil)zerlegt ist,oder?
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: 4504 am Freitag, 14.März.2008 | 13:03:07 Uhr
Na ja,

bei einem 30 Jahre altem Gerät, Spinnenweben im Innenraum und einer Auslaufzeit von t < 10 Sekunden würde ich gerne mal genauer hinschauen.

Gruß, Thomas!
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: Armin777 am Freitag, 14.März.2008 | 13:24:34 Uhr
Hallo Thomas,

leider weiß ich nicht, ob Dein P-352 ähnlich oder genau so wie mein P-120 (ebenfalls WEGA/SONY) aufgebaut ist. Dort jedenfalls ist das Lager mit einer großen Ringmutter befestigt und der Deckel an der Unterseite ist mit einem Seegering befestigt. Öffnet man das Lager findet man in dem dortigen Fett eine Stahlkugel. Wenn man diese putzt und sie weist keine Beschädigungen auf, kann man sie getrost weiter verwenden. Ist sie beschädigt muß sie erneuert werden - evtl. kann als Ersatz eine Keramikkugel verwendet werden, diese hält erheblich länger und hat erheblch geringere Reibwerte (ergibt längere Auslaufzeiten). Solche Keramikkugeln als Lagerersatz sind bei mir als Ersatzteil erhältlich - kostet allerdings auch nicht wenig.

 :drinks:
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Freitag, 14.März.2008 | 16:00:09 Uhr
Hallo Thomas,

vom SL-1300 MK-II besitze ich das Servicemanual, eventuell hilft Dir dies... wieviel MB fasst Dein eMail-Konto?
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: 4504 am Freitag, 14.März.2008 | 16:28:33 Uhr
Hallo Jürgen,

danke, aber der SL-1300(MK I) noch ohne Quarzstabilisierung läuft innerhalb normaler Parameter.......laut Joels Auslaufzeitenliste des Tellers für diesen Dreher!

Ich habe den WEGA JPS 350 P angeführt, da er nach dem entfernen des Plattentellers keinen direkten Zugang zum Lager ermöglichte. Interessant wäre zu Wissen, ob eine Demotage der Kapselung sinnvoll/überflüssig oder gar risikoreich ist. Die Kapselung dieses Antriebes ist übrigens nicht vollständig, nach demontage der Bodenwanne kann ich seitlich an der oberen Schale vorbei einen Blick auf die Wicklung der Spulen riskieren. Zwischen unterer und oberer Schale ist ein Spalt von ca. 5mm, also genug Luft um auch Ablagerungen/Spinnweben ein Eigenleben zu ermöglichen.

Des Weiteren dreht der Wega gerade noch im Nenndrehzahlbereich, wenn beide Potis am Anschlag stehen. Zwei Bohrungen unter dem Plattenteller erwiesen sich als, trotz passender Beschriftung zur Justage der Geschwindigkeit, als nutzlos, da die Platine mit den Einstellpotis ca. 5 cm entfernt liegen. Da dort auch noch 5 Potis auf der Platine lauern, hab ich die Feinjustage der Geschwindigkeit erstmal ad acta gelegt.

Ich würde den Wega als Versuchsobjekt missbrauchen. Mein Sony PSX-50 (Du erinnerst Dich an die Nikotinbombe mit springender Nadel, Jürgen) besitzt eine ähnliche Kapselung. Ich vermute aber einen wesentlich hochwertigeren Aufbau im Anrieb des Sony. Ein Servicemanual für den PSX-50/60/70 würde mir helfen.

Grüße, Thomas!
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: Armin777 am Freitag, 14.März.2008 | 16:30:22 Uhr
Hallo Jürgen,

Thomas benötigt Hinweise für einen WEGA JPS-350 - das ist ein SONY-Gerät, kein Technics.

 :drinks:
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: 4504 am Freitag, 14.März.2008 | 16:35:54 Uhr
Ja, so ist es.

Ich sehe gerade, das bei www.vinylengine.com ein freier Download nicht mehr möglich ist, da lag das SM des Sony PS-X70. die Fragen waren auch allgemeiner Natur gehalten. Wann sollte man sich an einen gekapselten Antrieb heranwagen?

Gruß, Thomas!
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Freitag, 14.März.2008 | 20:00:31 Uhr
Hi Thomas,

habe ich übersehen.....

ich habe einen Acount bei der Vinylengine..... und haber aber auch das SM des PS-X 70..... also wie groß ist Dein Postfach?
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: 4504 am Freitag, 14.März.2008 | 21:55:15 Uhr
Hallo Jürgen,

es sollte groß genug sein, Danke!

Gruß, Thomas
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Freitag, 14.März.2008 | 22:06:47 Uhr
Hi Thomas,

ist unterwegs....
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: drizzt am Donnerstag, 05.März.2009 | 20:39:33 Uhr
Des Weiteren dreht der Wega gerade noch im Nenndrehzahlbereich, wenn beide Potis am Anschlag stehen. Zwei Bohrungen unter dem Plattenteller erwiesen sich als, trotz passender Beschriftung zur Justage der Geschwindigkeit, als nutzlos, da die Platine mit den Einstellpotis ca. 5 cm entfernt liegen. Da dort auch noch 5 Potis auf der Platine lauern, hab ich die Feinjustage der Geschwindigkeit erstmal ad acta gelegt.
Grüße, Thomas!

Hallo Thomas,

Ich hatte fast genau das gleiche Problem. Nur bei mir war eine Korrekte Justage schon nicht mehr möglich. Pl war zu langsam.
Und für den Fall das Du die Sache mit der Feinjustage noch nicht erledigt hast.
Genau in einem der 5 Potis liegt der Hund begraben.
Wenn Du den Wega mit der Front zu Dir hochkippst, mit abgenommenen Boden ist es das rechte Poti.
Mit dem stellst Du sowohl 33 wie auch 45 Upm ein.

Gruß
Michael
Titel: Re: Pflege von Tellerlagern bei gekapselten Direktantrieb
Beitrag von: 4504 am Freitag, 06.März.2009 | 12:43:13 Uhr
Hallo Michael,

gut zu Wissen welches Poti in Frage kommt, Danke. Der Wega ist in der Zwischenzeit zu einem Thorens TD280-Besitzer gewechselt und verdient seinen Unterhalt als Plattenwäscher. Unter Umständen wird er aber zum Zweitgerät aufgewertet.

Gruß, Thomas (4504)!