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Coral / Re: Coral
« Letzter Beitrag von Calvero1960 am Heute um 20:13:39 »
Hallo auch!

Deine Ausführungen werfen - bei mir - eine ganz besondere Frage auf:
Welche Aktivweiche ist bei Dir in Verwendung?
Sollte es vielleicht eine Pioneer D-23  http://www.thevintageknob.org/pioneer-D-23.html  sein?!
Wenn dem so sein sollte, kannst Du damit sehr gut geeignete Einstellungen für die Auslegung der passiven Frequenzweiche hervorragend simulieren!


Auch wenn es von den Messungen her logisch erscheint bei 800 oder, wie im Original bei 1200 zu trennen, so klingt der 12 Zoller nicht so klar und sauber, wie der Mitteltöner. Und als ich die Trennung tiefer gemacht habe, so haben sich die Transparenz und die Details stark verbessert.

DAS überrascht mich keineswegs!
Den verbauten 12 Zöller würde ich bei spätestens 630 Hz elektrisch abtrennen ...
Er mag zwar statisch bis weit über 2 kHz (?) sauber sein, dynamisch ist er es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr.
Demgegenüber hat der Mitteltöner den großen Vorteil, in diesem Bereich auf Impulse ausreichend rasch zu reagieren.


Ich werde nun zusätzlich die Impedanz messen. Evtl. könnte eine Impedanzglättung etwas verbessern?

Mit Hilfe eines sogenannten Zobelgliedes, oder Boucherot-Schaltung genannt, lässt sich der übliche Impedanz-Anstieg gegenüber höheren Frequenzen angleichen und damit die Funktionsweise des Tiefpass einer Frequenzweiche deutlich verbessern. Dies betrifft insbesonders die Flankensteilheit des besagten Filters, weil der eingesetzte Tiefpass nun einen annähernd konstanten Scheinwiderstand "sieht". Während er im nicht korrigierten Fall einen stetig steigenden, und somit frequenzabhängigen Widerstand "zu sehen" bekommt (S. 406ff - Michael Gaedtke - Lautsprecher Jahrbuch 1987) und sich so seine beabsichtigte Steilheit doch deutlich reduziert.
Das Zobel-Glied kann aber durchaus auch entfallen. Das hat mir "in grauer Vorzeit" der Versuch von Berndt Stark gezeigt, als er für die Zeitschrift "stereoplay" eine Lautsprecherbox entwarf (war damals, irgendwann in den 80ern, im Mittelteil als Beilage eingeheftet). Eine kurze Suche danach im Netz blieb leider erfolglos. Nur so viel: er verdoppelte die Parallelkapazität bei gleichbleibender Induktivität im Tiefpass.

Als fiktionales Beispiel für einen 8 Ohm Tieftöner und einer Trennfrequenz von 600 Hz verwendete er 3,0 mH und 47 µF (statt errechneter 23,4) bei einem Butterworth Filter zweiter Ordnung [12 dB/Oktave].
Siehe auch  http://www.jobst-audio.de/tools-frequenzweiche/frequenzweiche .
Mit diesem Trick vermied er den Einsatz eines Zobel-Gliedes erfolgreich (gleichbedeutend mit vollständiger Einhaltung der Filtersteilheit sowie der Übergangsfrequenz.   :_good_:

Ich hoffe, ich konnte weiteres Licht in Deine Fragestellung bringen.

Mit lieben Grüßen aus Wien
Andi
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Coral / Re: Coral
« Letzter Beitrag von glebd am Gestern um 21:56:49 »
Hallo, Andi!

Vielen Dank!

So habe ich es mir gedacht, dass die Trennung notwendig ist. Im Moment werden die Chassis aktiv getrennt und ich habe verschiedene Frequenzen und Filter ausprobiert. Auch wenn es von den Messungen her logisch erscheint bei 800 oder, wie im Original bei 1200 zu trennen, so klingt der 12 Zoller nicht so klar und sauber, wie der Mitteltöner. Und als ich die Trennung tiefer gemacht habe, so haben sich die Transparenz und die Details stark verbessert. Ich werde nun zusätzlich die Impedanz messen. Evtl. könnte eine Impedanzglättung etwas verbessern?

Viele Grüße

Gleb
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Coral / Re: Coral
« Letzter Beitrag von Calvero1960 am Gestern um 20:45:52 »
SELBSTVERSTÄNDLICH ist der Mitteltöner (M 104) mit einem entsprechend geeigneten Netzwerk von tiefen Frequenzen zu befreien!!!
Andernfalls kommt es zu Überlastungserscheinungen, die sich vor allem durch stark ansteigenden Klirr äußerst unangenehm bemerkbar machen. Beschädigungen am Treiber wären ebenso nicht ausgeschlossen ...    .,111

Angesichts der gezeigten Frequenzgänge würde ich bei etwa 750 - 800 Hz akustisch abtrennen.
Stichwort Frequenzgang: das Mitteltonhorn gefällt mir zwischen 900 und 1100 Hz nicht sehr! Die schmalbandige Senke  von etwa 5 dB könnte sich akustisch durchaus bemerkbar machen, zumal das menschliche Gehör im Bereich der Mitten weitaus empfindlicher ist. Meine Anmerkung ist jedoch durchaus abhängig von den exakten Messbedingungen (Mikrofonqualität, Messabstand, Aufzeichnungsgeschwindigkeit, usw.)!

Da die beiden Chassis augenscheinlich wenig Resonanzerscheinungen aufweisen, dürften als Tiefpass Filter erster Ordnung [6 dB/Oktave] ausreichend sein. Beim Hochpass für den Mitteltöner würde ich jedoch tendenziell zu Filtern zweiter Ordnung greifen. Sollte aber das Original meinen Ausführungen widersprechen, würde ich es aber bei der Originallösung belassen.

Ih hoffe, ich konnte damit ein wenig hilfreich sein.

Liebe Grüße
Andi
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Coral / Re: Coral
« Letzter Beitrag von glebd am Gestern um 08:35:39 »
Die Frage nun ist, muss ich nun den M104 in den tiefen Frequenzen abschneiden? Oder kann ich ihn ganz ohne Filter einsetzen?
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Cassettengeräte / Re: Idler-Gummis Bezugsquellen - wo besorgen ?
« Letzter Beitrag von kuni am Sonntag, 10.Dezember.2017 | 18:45:06 Uhr »
hier irgendwo gesehen am Schleifstein halte ich fuer "Geflicke". Das laeft doch im Leben nicht "rund".
Doch tut es  :drinks: - hatte ich selbst probiert und dann gepostet.
Wenn man gewissenhaft arbeitet bekommt man die rund.
Ist aber überholt ..... Die letzten habe ich mit dem Cuttermesser aus Eckventildichtungen gemacht, muss man dann nur auf richtige Dicke schneiden und gut. Ausreichend rund ist das allemal und man spart sich die aufwendige Schleiferei bzw das Besorgen von Spezialwerkzeug  :_55_:
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Cassettengeräte / Re: DIY Nachbau Kopfeinstellehre für Kassettendecks (Makrolon, Metall...)
« Letzter Beitrag von kuni am Sonntag, 10.Dezember.2017 | 17:48:29 Uhr »
Zitat
Ziemlich eng? Naja, das sind wohl eher Wunschmasse. Muessen das denn wirklich 0,05mm sein?
Na diese Toleranzen kamen ja nicht von ungefähr. Schau Dir mal die Zeichnungen der professionellen Hersteller oben an, die sind auch so eng toleriert - ich meine mich zu erinnern, daß da sogar noch engere Toleranzen dabei waren.
Ob das wirklich sein MUSS weiß ich auch nicht, aber wenn die Profis das so gemacht haben wird es einen Grund gehabt haben. Aus Jux und Dollerei haben die da auch keine unnötigen Kosten versenkt.

Zitat
sind ja schon Laborbedingungen.
Jepp und genau darum geht es auch. Bei der Einstellung der Köpfe haben geringe Abweichungen schon großen Einfluß.

Zitat
Ist die Grundplatte plan und auf 1/10 "genau" reicht ein gekaufter .15" Gauge Block und alles ist fein. Irgendwelche Winkel einzuschleifen kostet alles unsummen.
Es geht ja nicht nur um die Planheit der Grundplatte, sondern auch darum, daß die Fühler und Markierungen die Einstellung vereinfachen. Man kann das alles auch anders machen, aber dann dauert's halt länger mit der Einstellung.

Zitat
Ich meine eingemessen wird das doch danach eh nochmal mit einem Referenzband.
Da hast Du den Sinn der Lehre noch nicht verstanden. Die dient zur mechanischen Grundeinstellung der Köpfe relativ zum Band, also zB Eintauchtiefe, Höhe, Spurlage ....
Das kann man anders nicht machen. Lediglich der Azimut lässt sich per Referenzband einstellen, aber auch nur, wenn die og mechanische Grundeinstellung stimmt bzw vorgenommen wurde.

Mit Einmessen hat das nichts zu tun, dabei werden nämlich die Wiedergabe- und Aufnahmeverstärker eingestellt.
Das funktioniert aber auch nur 100% wenn die Köpfe richtig stehen.

Also: Erst richtet man die Mechanik dann die Elektronik  :_good_:

Zitat
Wie waere es denn z.B. mit einer Glasplatte?
Es gibt sicher viele Werkstoffe die in Frage kommen, aberichtet man muß sie in der richtigen Stärke finden oder halt bearbeiten. Glas hat halt auch noch den Nachteil, dass man die diversen Konturen da nicht einfach rein bekommt und was "ankleben" wäre auch schwierig.

Zitat
hier ist ja auch ziemlich tote Hose wenn man das so beobachtet.
Ja leider, hat nachgelassen, war aber nicht immer so.
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Coral / Re: Coral
« Letzter Beitrag von glebd am Sonntag, 10.Dezember.2017 | 07:11:29 Uhr »
Sorry, dass ich so lange nicht geschrieben habe. Also hier sind die Messungen von den Chassis im Gehäuse ohne Filter. L 44 Onken Bassreflex. M-104  AH 502 Horn.
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Cassettengeräte / Re: Idler-Gummis Bezugsquellen - wo besorgen ?
« Letzter Beitrag von Fennec am Samstag, 09.Dezember.2017 | 05:52:50 Uhr »
Gummiplatte in der richtigen Staerke besorgen und ausstanzen. Passende Werkzeige dafuer gibt es sogar in der Bucht fuer Pfennigskram.
Gummi abdrehen oder wie hier irgendwo gesehen am Schleifstein halte ich fuer "Geflicke". Das laeft doch im Leben nicht "rund".
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Cassettengeräte / Re: DIY Nachbau Kopfeinstellehre für Kassettendecks (Makrolon, Metall...)
« Letzter Beitrag von Fennec am Samstag, 09.Dezember.2017 | 05:49:28 Uhr »
Wir hatten hier ja schon Maßzeichnungen kreiert, mit ziemlich engen Toleranzen.

Ziemlich eng? Naja, das sind wohl eher Wunschmasse. Muessen das denn wirklich 0,05mm sein? Ich kenne mich mit diesen Messplatten und Lauwerksmechaniken nicht so aus, aber 5/100 halte ich doch fuer reichlich uebertrieben, kein Wunder das das niemand machen will. Da muss schon ein surface grinder her und allein das Einrichten jedes einzelnen Werkstuecks kostet locker die Haelfte des Gesamtpreises. Ich denke 1/10 reicht da allemale aus.Da sollte man mal die Praktiker fragen was die davon halten. Ob solche extremen Toleranzen wirklich von Noeten sind.
Ja nach Material sind 5/100 ja schon Laborbedingungen.
Ist die Grundplatte plan und auf 1/10 "genau" reicht ein gekaufter .15" Gauge Block und alles ist fein. Irgendwelche Winkel einzuschleifen kostet alles unsummen.
Ist das denn wirklich noetig? Ich meine eingemessen wird das doch danach eh nochmal mit einem Referenzband.

Wie waere es denn z.B. mit einer Glasplatte? Wenn man die richtige Staerke irgendwo bekommt, ich kenne die Masse nicht,  sollte die doch allemale genuegen. Schneiden, schleifen und zwei Loecher reinbohren kann eigentlich jeder mit halbwegs Geschick.

Damit war dann schlußendlich auch mein Bedürfnis nach einer solchen Lehre gleich null

Hier im Forum vielleicht, aber hier ist ja auch ziemlich tote Hose wenn man das so beobachtet.

Sicherlich gibt es aber anderswo einiges an Interessenten.

P.S. Die Forenuhr geht vor.
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Cassettengeräte / Re: DIY Nachbau Kopfeinstellehre für Kassettendecks (Makrolon, Metall...)
« Letzter Beitrag von kuni am Freitag, 08.Dezember.2017 | 16:31:19 Uhr »
Also, das war so:
Wir hatten hier ja schon Maßzeichnungen kreiert, mit ziemlich engen Toleranzen.
Ich war dann bei verschiedenen Firmen bei mir im Umkreis, die sich das aber dann doch nicht mit der geforderten Maßhaltigkeit zugetraut haben.
Das war also noch nicht mal eine Frage des Preises, sondern die meinten sie hätten einfach nicht die Maschinen um sowas zu fertigen.

Bevor ich dann bei anderen Firmen - mit enstprechendem Maschinenpark - vorstellig werden konnte, kam der Vorschlag von Frank, einen bekannten Werkzeugmacher zu befragen.
Somit hatte ich darauf gewartet. Nachdem Frank dann aber verstorben war und sich hier herausstellte, daß es nur um einige wenige Exemplare gegangen wäre hatte ich das projekt nicht mehr weiter verfolgt, weil mir die vermuteten Kosten so hoch erschienen, daß das ein teurer Spaß geworden wäre.

Ich meine "besoe" hatte dann parallel eh mal eine Lehre aus Makrolon gebaut und ich für mich eine "low cost" Variante aus Acryl. Die liegt auch noch daheim und hatte nie einen wirklichen Einsatz.
Damit war dann schlußendlich auch mein Bedürfnis nach einer solchen Lehre gleich null  :flööt:
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