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Hifi-Oldies und HiFi-Klassiker bis in die Moderne ---- Hier der technische Bereich.... => National / Panasonic / Technics => Cassetten- und Bandgeräte => Thema gestartet von: RunT am Montag, 14.September.2009 | 21:26:17 Uhr

Titel: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Montag, 14.September.2009 | 21:26:17 Uhr
Moin,

als Teenager besaß ich schon mal ein Tonbandgerät, eine Grundig TK 947, oder so, jedenfalls war es damals die größte mit 18 cm Spulen.
Schon damals schielte ich zu den _Großohren_ in der Auslage der Hifi-Händler, wobei es mir die Technics RS 1500 besonders angetan hatte, aber unereichbar.

Heute, etwas besser situiert, kann man mal wieder schielen, obwohl sich die Preise kaum geändert haben, nur heute sind die Dinger nicht neu sonder zig Jahre alt!!!

In sonem Laden mit Hifi-Klassikern in FFM entdeckte ich eines Tages wieder diese Großohren: Von Telefunken M15, über ReVoxe bis zu meiner alten Liebe.
Die Ölöfen von Telefunken waren mir zu groß und die RS 1500 optisch und haptisch eindeutig besser als die Revoxe!

Also habe ich mich auf dem Gebrauchtmarkt umgesehen und da in der heutigen Zeit die Anschaffung einer Bandmaschine eh Unfug im Großformat ist war ich wegen der fehlenden Ersatzteile völlig unvernünftig:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_1.jpg)

Technics RS 1500, 33 Jahre alt, sieht aus wie neu, auf diesem Bild aber schon geputzt

Diese Isolated Loop Bandführung ist einfach zu geil:


(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_2.jpg)

... to be continued

cu
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 14.September.2009 | 22:21:21 Uhr
Mmmmmmmhhhh....bei so einem Teil könnte ich auch noch schwach werden, wenn schon keine M-15.... :_good_:  :-handshake:
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Dienstag, 15.September.2009 | 00:19:23 Uhr
Hallo Thorsten,

Danke für den Einstieg zur Restaurationsgeschichte Deiner RS-1500, dieser war ja auch der Grund für den engeren Kontakt neben den Foren her.

Ich will an dieser Stelle auch nicht Dir vorgreifen und hier schon berichten welche Klippen und Kanten es für Dich zu umschiffen galt, bzw. welche Kippen noch immer zu nehmen sind. (übrigens das Tentolometer ist reisefähig verpackt und geht dann (mittlerweile) heute noch raus an Dich. Hinter dem Schaumstoff in der Kunststoffbox befindet sich übrigens die BDA dazu. :zwinker: Ins Päckchen habe ich Dir noch paar kleine Schmankerl reingelegt zum Ausprobieren.....)

Ich weiß nun nicht was zur RS-1500 genau vorgeschrieben als Bandzug ist, meiner Erfahrung ist aber ein Bandzug von etwa 80g (aufwickelnde Spule) zu 60g (abwickelnde Spule) im Playbetrieb und jeweils 100g je Richtig im Umspulbetrieb haben sich als sehr praktikabel und Bandschonend/Wickelschonend gezeigt.

Übrigens nich ein jedes Maxellband ist Rückseiten beschichtet, dies sind nur die Typen mit dem "B" in der Längenbezeichnung. Bei BASF/EMTEC sind die die Typen mit dem "R" oder mit "SM"in der Bezeichnung. Nur mit diesen Rückseiten beschichteten Bändern erreichst Du auch beim Umspulen glatte Wickel.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Dienstag, 15.September.2009 | 06:18:48 Uhr
Hallo Jürgen,

vielen Dank erstmal dafür :)

...weiter gehts:

Das Gerät ist wie gesagt 33 Jahre alt und laut Information des Verkäufers ist es bis Mitte 90er von seinem Schwiegervater in Betrieb gewesen. die letzten zehn Jahre hat es nur noch als Deko gedient.
So wie es aussieht ist dieses Gerät niemals aufgeschraubt und wohl auch nie gewartet worden.

Bei der ersten Inbetriebnahme in seiner neuen Heimat zeigten sich die für alte Hifi Geräte typischen Fehler: Knarzende Potis und Schalter. Der Schalter für die 2/4-Spur Wahl sorgte sogar für Totalasufälle :(
Beste Ruckzuck-Methode ist hier tatsächlich Balistol. Überall ein kleiner Sprüher dran, kurz einwirken/verteilen lassen, Schalter und Potis benutzen und eventuell nochmal hier und da ein wenig nachsprühen.
Es gibt noch die auwendigere Methode mit Schleifbahnen neu versilbern usw., aber das wollte ich mir für Später aufheben - denn es gibt größere Baustellen.

Ein typischer Fehler der RS 1500 ist das mechanische Bandzählwerk: Es kreischt beim Umspulen das einem das Blut aus den Ohren läuft. Aber auch hier hilft Balistol an der richtigen Stelle wahre Wunder. Jedoch musste ich hier etwas geduldiger sein, ich musste einige Versuche mehr starten bis es endlich still war.
Ein weiteres Problem des Bandzählwerks ist zumindest bei mir der Antrieb. Es wird über mehrere Riemen vom Idlewheel angetrieben und diese schlabbern herum, was in Ungenauigkeit des Zählwerks resultiert. Auch das will ich später machen


In den nächsten Tagen und Wochen möchte ich die Maschine komplett neu einmessen.
Als Unterlage hat mir Jürgen freundlicherweise das Servicemanual Part II: Measurements and Adjustments der RS 1500 zur Verfügung gestellt und und eben die o.g. Messlehre für den Bandzug.

Aktuell will ich die Bremsen der Wickel erneuern. Dazu erstmal ein paar Bilder von innen:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_innen_1.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/RS1500_innen_1.jpg)

hier ist die Maschine von hinten ohne Abdeckung zu sehen.
Die große Schwungmasse in der Mitte gehört zum Dierct Antrieb des Single-Capstans und stammt von einem Technics DD-Turntable

Die Wickelantriebe:
(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_innen_2.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/RS1500_innen_2.jpg)

und

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_innen_3.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/RS1500_innen_3.jpg)

Hier handelt es sich ebenfalls um Dirctantrieb

Unterhalb dieser Wickel sitzen die Bremsen, um die es in den nächsten Beiträgen geht

cu
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: PeZett am Dienstag, 15.September.2009 | 09:21:10 Uhr
Hallo !

Eine interessante Story - bitte mehr davon.

Auch das hier macht neugierig:
Zitat
....und stammt von einem Technics DD-Turntable
Kennst Du die Motortype oder besser noch die Gerätetype des Drehers, der dahinter steckt?
(Oder hat die RS nur die Schwungmasse vom Dreher, nicht aber dessen Motor)

Gruß

Peter
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 15.September.2009 | 09:28:08 Uhr
Guten Morgen  :_hi_hi_:.
Ja - die "Rs - 1500" ... :shok:.
Die wird immer wieder gesucht und entsprechend hoch gehandelt  :cray:; Die wär´ sogar noch Was für mich "Kassettenkasper"  .,70 .,a095.

MfG

Andreas
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: be.audiophil am Dienstag, 15.September.2009 | 11:35:28 Uhr
Moin Peter,

Kennst Du die Motortype oder besser noch die Gerätetype des Drehers, der dahinter steckt?

erinnert irgendwie an SP-10, SL-110 oder SL-1200 ... ich tippe einfach mal auf SL-110
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Dienstag, 15.September.2009 | 13:59:51 Uhr
Moin,

ich glaube der Motor ist die gleiche Basis wie die DD-Dreher SL110, SP10 usw. und die Schwungmasse ist für die RS anders.
Der Motor des SL1210 ist jedenfalls ne Ecke kleiner.

cu
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 15.September.2009 | 15:58:18 Uhr
Hatten die späteren RS-Versionen nicht sogar Quartz-DLL?
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Dienstag, 15.September.2009 | 16:07:14 Uhr
Hi André,

nicht nur die späteren Versionen alle RS-150x hatten einen Quarz zur Drehzalkontrolle.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Dienstag, 15.September.2009 | 16:40:16 Uhr
Hallo Thorsten,

habe mir diese Nacht einmal die Abgleichvorschriften zum Laufwerk genauer angesehen und dabei noch einiges festgestellt.
Du bräuchtest also zur Einstellung der Bremsen noch zwei unterschiedliche Federzugwaagen...... für bis 1000 g und für bis 500g hast Du diese?

Habe deshalb das Packet noch nicht losgeschickt, könnte Dir diese leihweise auch zukommen lassen. Bitte melde Dich noch mal bei mir.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 15.September.2009 | 17:01:00 Uhr
Moin,

ich glaube der Motor ist die gleiche Basis wie die DD-Dreher SL110, SP10 usw. und die Schwungmasse ist für die RS anders.
Der Motor des SL1210 ist jedenfalls ne Ecke kleiner.

cu

Jürgen,
ich fragte nur deshalb, weil die vorgenannten Player noch kein Quartz hatten, erst die zweiten Generationen als "MkII" ;)
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: be.audiophil am Dienstag, 15.September.2009 | 18:31:22 Uhr
Moin André,

richtig ... nur wurde bei den DDs nur die Motorregelung geändert ... der Motor von SL-110 und SP-10 MKI bis MKIIa blieb imho gleich ... beim SP-10MKIII wurde dann wohl noch zusätzlich das Tellerlager und nicht allein die Motorregelung geändert  ...
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Dienstag, 15.September.2009 | 18:47:59 Uhr
Hallo Thorsten,

habe mir diese Nacht einmal die Abgleichvorschriften zum Laufwerk genauer angesehen und dabei noch einiges festgestellt.
Du bräuchtest also zur Einstellung der Bremsen noch zwei unterschiedliche Federzugwaagen...... für bis 1000 g und für bis 500g hast Du diese?

Habe deshalb das Packet noch nicht losgeschickt, könnte Dir diese leihweise auch zukommen lassen. Bitte melde Dich noch mal bei mir.

Hallo Jürgen,

nee, habe ich nicht, und es kommt noch schlimmer, man braucht eine für 140 g.
Ich habe so'ne Zugwaage für Besaitungsgeräte bestellt, dass dumme ist nur die gehen bis 35 kg, zwar in 10 g Schritten, aber selbst wenn die Waage eine Genauigkeit von 2 % hat sind das bei 35 kg Skalenendwert 700 g Ungenauigkeit - ob das Teil 140 g vernünftig misst???
Naja, schlimmstenfalls kann ich mit ner Küchenwaage/Litermaß ne Referenz herstellen.

Was mir auch noch Sorge macht ist das Bezugsband. Das Manual schreibt Messpunkte bei 31,5 Hz, 63 Hz, 100/150 Hz, 8/10 kHz, 12,5/16 kHz 16/20 kHz  (19/38) bei Pegeln 4, 3,5, 3, 2,5 und 1,5 dB vor!!! wo krieg ich denn so'n Bezugsband her, außer von Technics - soll ich da mal nachfragen :0keule

Ansonsten, was gibt's für Empfehlungen für Bezugsbänder?

PS: Immer schön vorsichtig mit den Sprengringen :wallbash

danke & cu

Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 15.September.2009 | 21:10:29 Uhr
Wenn ich 140g Zugkraft einstellen soll, könnte das ja heißen, ein von der Maschine hängendes Bandende sollte mit einem drangehängten Gewicht von 140g noch hochgezogen werden? Was wenn das Gewicht schwerer ist, greift dann eine Rutschkupplung?
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Dienstag, 15.September.2009 | 22:24:40 Uhr
Hi André,

diese 140 g bedeuten folgendes......

wenn z.B. das Bandgerät aus dem Schnellen Vorlauf (oder Rücklauf, egal) auf Stop geschaltet wird, geschieht folgendes.....
auf der abwickelnden Spule werden die Bremsen (in Wirklichkeit Bremsbänder in Zusammenarbeit mit den Motoren, die auf Gegenlaufrichtung gehen) so stark angezogen dass sich eine Bremskraft von etwa 450 ±70g ergibt. So als wenn das Band ein Gegengewicht von 450 ±70g hochheben würde.
Auf der aufwickelnden Seite fasst die Bremse weniger stark zu.....
dort wird eine Bremskraft von 140 ±25g erbracht.

Somit wird im Zusammenspiel der beiden Bremsen Bandschlaufen vermieden, aber auch eine mögliche Banddehnung durch einseitiges zu Starkes Bremsen auf der abwickelnden Seite ebenfalls.

Mit Rutschkupplungen im eigentlichen Sinne hat dies nichts zu tun.....
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 15.September.2009 | 22:33:51 Uhr
Ah, danke, das hatte ich so nicht verstanden. Ich nahm erst die normale Wickelkraft an.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Dienstag, 15.September.2009 | 22:56:04 Uhr
Hallo André,

Wickelkraft? ----- Meinst Du den Bandzug? - Also die Kraft die auf das Band während des eigentliche Betriebs, also im Play, wirkt?

diese wird nur mit den unterschiedlichen Drehmomenten der Motoren selber realisiert, also in dem unterschiedliche Spannungen angelegt werden.....

So betragen die Bandzüge für die aufwickelnde Seite, gemessen nach dem Captsan 65±5g...... und für die abwickelnde Seite, gemessen vor dem Capstan 75 ±5g ....Laut der Vorgabe von Technics. Diese bezieht sich alsdann auf Langspielband.....

Da Thorsten aber auch Standartband (50µm dick im Gegensatz zu 35µm von Langspielband) gedenkt zu nutzen ist die Überlegung den Bandzug um etwa 10 g für beide Seiten zu erhöhen.
Maschinen die von Hause aus nur mit Studio-/Standartband genutzt werden haben in der Regel etwa 100 g Bandzug und knapp darüber.

Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 16.September.2009 | 01:21:16 Uhr
Moin Peter,

erinnert irgendwie an SP-10, SL-110 oder SL-1200 ... ich tippe einfach mal auf SL-110

Habe gerade ein Bild des capstanmotors gefunden.....
(http://www.hifi-wiki.de/images/5/54/Rs-1500u-motor.jpg) (http://www.hifi-wiki.de/images/5/54/Rs-1500u-motor.jpg)
© hifi-wiki ; wahrscheinlich von Uhu gepostet aus dem Bandmaschinenforum....


EDIT: Bild vergrößerbar gemacht
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 16.September.2009 | 14:00:13 Uhr
Hallo Jürgen,
........

Was mir auch noch Sorge macht ist das Bezugsband. Das Manual schreibt Messpunkte bei 31,5 Hz, 63 Hz, 100/150 Hz, 8/10 kHz, 12,5/16 kHz 16/20 kHz  (19/38) bei Pegeln 4, 3,5, 3, 2,5 und 1,5 dB vor!!! wo krieg ich denn so'n Bezugsband her, außer von Technics - soll ich da mal nachfragen :0keule

Ansonsten, was gibt's für Empfehlungen für Bezugsbänder?

PS: Immer schön vorsichtig mit den Sprengringen :wallbash

danke & cu

Zum Bezugsband, Thorsten,

wie schon am Telefon gesagt, kannst Du ein beliebig hoch ausgesteuertes Bezugsband (magnetischer Fluss in nWb/m!) nehmen, man muss nur wissen auf welchen Pegel eine 1500er abgeglichen wird (Technicsvorschrift!) oder werden soll. Das weitere ist dann nur Umrechenarbeit der Pegelgrößen.

In Deinem Fall sagt Technics 185 nWb/m für 0 dB = 775 mV, dies ergibt dann z.B. bei einem 320 nWb/m Bezugsband einen Ausgangpegel von 1340 mV = + 3,13 dB
Es wird dann mit diesem Band auf den errechneten Wert eingestellt und somit ist die RS-1500 dann in den von Technics vorgesehenen Werten.

Die von Dir angesprochenen Messpunkte, also Eckfrequenzen gilt es zu überprüfen in der (Lautstärke-)Abweichung gegenüber 1 kHz und diese dürfen bestimmte Pgelabweichungen nicht überschreiten. Das sind die von Dir angesprochenen dB-Werte.

Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Uhu am Freitag, 18.September.2009 | 10:19:26 Uhr
Hallo Thorsten,

wenn Du passendes Leder für die Bremsbeläge benötigst, dann lass es mich wissen. Ich habe noch einen riesigen Lappen, mit dem ich schon 6 oder 7 Maschinen repariert habe. Die Bremsen funktionieren bei diesen Maschinen seither tadellos. Was die Sprengringe betrifft, benutze ich inzwischen einen kleinen Greifer (da drückt man hinten drauf und vorn öffnet sich eine feine Drahtzange). Du kannst den Ring auch mit Zwirn anbinden, dann findest Du ihn wieder, wenn er in die Maschine fällt. Ich habe die Maschinen beim Abziehen und Aufdrücken der Sprengringe auch schon auf den Kopf gestellt um zu verhindern, dass der Ring irgendwo in der Elektronik landet.

Gruß von der Saarschleife, Michael
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Freitag, 18.September.2009 | 13:36:25 Uhr
Hallo Michael,

Danke für Dein promtes Reagieren.

Da Thorsten Montag oder Dienstag zu mir kommt, damit die RS-1500 mal eingemessen wird, werden wir dann sehen welche sonstigen Probleme noch bestehen sollten und entsprechend hier berichten.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: nosecrets am Freitag, 18.September.2009 | 13:43:56 Uhr
aus eigener leidvoller Erfahrung: wenn Leder auf die Bremsen aufgebracht wird, beginnt es sich nach einiger Zeit abzureiben und zu zersetzen....dann ist ne' Reinigung fällich....nur mal so als Anmerkung....bin ich mit reingefallen...
Gruß Michael
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Freitag, 18.September.2009 | 13:57:03 Uhr
Hi Michael,

klar kann man zu so einem Zweck kein Schälleder brauchen..... es sollte schon das Spaltleder sein.... dieses ist Fester in seiner Struktur und auch wesentlich abriebfester.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Uhu am Freitag, 18.September.2009 | 20:28:16 Uhr
aus eigener leidvoller Erfahrung: wenn Leder auf die Bremsen aufgebracht wird, beginnt es sich nach einiger Zeit abzureiben und zu zersetzen....dann ist ne' Reinigung fällich....nur mal so als Anmerkung....bin ich mit reingefallen...
Gruß Michael

Hallo Michael,

wenn mich nicht alles täuscht habe ich Dir dieses Leder mal zugeschickt (zumindest weiss ich noch, dass wir mal Kontakt hatten wegen einem RS-M95). Wie rum hast Du es aufgeklebt und mit was? Die rauhe Seite muss nach oben! Ich habe mit diesem Bremsbelag noch nie Probleme gehabt. Meine Maschinen gehorchen mir auf Tastendruck und Abrieb oder Zersetzung des Leders habe ich bisher noch nie gehabt. Kann es sein, dass Du die Bremsen so straff eingestellt hast, dass sie im Play-Modus noch angezogen sind? Man erkennt das an den zappelnden Umlenkrollen oder dem plötzlichen Abschalten der Maschine.

Gruß von der Saarschleife, Michael
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Sonntag, 20.September.2009 | 22:42:21 Uhr
Moin,

sooo, habe die Bremsen bei meiner Maschine gemacht und möchte im folgenden den Vorgang mit Bildern beschreiben:

Als erstes muss man die Wickelmotoren, die mit drei Schrauben befestigt sind ausbauen.
Ich weiß nicht, ob bei Matsushita nur Sumoringer arbeiten, oder ob Arnold die Schrauben in meiner RS höchstpersönlich angezogen hat?! Meine Fresse, habe ich geochst, bis ich die Schrauben gelöst hatte - ob die wohl nicht wussten, das Aluguss nur eine begrenzte Zugfestigkeit hat?  .,111

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_Bremse1.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/RS1500_Bremse1.jpg)

Man kann die Motoren dann irgendwie euf dem Kabelbaum vom Netzteil, oder Motorendstufe ablegen...

...und voilá, da sind sie, die ollen Bremsen

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_Bremse2.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/RS1500_Bremse2.jpg)

Laut Service Manual sollte man jetzt die Netzteilplatine und die Platine für die Motorendstufen ausbauen, geht aber auch ohne, wenn man einen entsprechend langen Schraubendreher hat, um die Federmimik der Bremsen etwas zu lösen, dann kommt man gut von vorne an den besagten Sprengring und kann die Plastenumpsis nach vorne abziehen, wenn man die Federmimik einwenig nach hinten kippt

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_Bremse3.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/RS1500_Bremse3.jpg)

Hier die Bremsbacken noch mit den originalen Filzbelägen: Glatt wie ein Kinderarsch.

Also mit einem Cuttermesser die alten Beläge entfernt, die Plastenumpsis gesäubert und angeschliffen und aus einem Fensterleder die neuen Beläge zugeschnitten:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_Bremse4.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/RS1500_Bremse4.jpg)

Die neuen Beläge mit Zwei-Komponenten-Kleber von UHU aufgeklebt und ab in den Backofen damit für 10 min.
Aber Vorsicht, den Kleber wirklich nur dünn auftragen, sonst suppt das Zeug durch das Leder durch und wird im Backofen Glashart; so wird man keine gute Bremswirkung bekommen.

Hier sind die DBacken neu belegt:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_Bremse5.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/RS1500_Bremse5.jpg)

... und wieder eingebaut:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_RS1500_Bremse6.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/RS1500_Bremse6.jpg)

Auf dem Bild sieht man auch den besagten Sprengring gut.
Übrigens vielen Dank für den Tipp mit dem Festbinden. Man kommt übrigens nicht wirklich gut dran, man kann nicht jeder Zange daran, und die Federmimik ganz auszubauen fehlte mir der Mut.

So jetzt muss die Bremse noch eingestellt werden. Ich habe es erstmal nach _Gefühl_ gemacht, da ich kein geeignetes Messinstrument zur Hand hatte, aber da ich ja am Montag beim Jürgen bin werden wir das richtig einstellen.

Wie das geht werde ich dann noch beschrteiben.

bis dahin erstmal

cu


hab mir mal erlaubt die Bilderlinks etwas zu korregieren
Jürgen
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 20.September.2009 | 23:23:23 Uhr
Hi Thorsten,

hast Du noch die alten Beläge? ---- Wenn ja, bitte mitbringen und auch den 2-K-Kleber.....

Ich müsste noch Spaltleder hier haben und entsprechenden Filz wird's auch hier im Haushalt finden. Normales Fensterleder ist nicht abriebfest genug.

Dann können wir uns immer noch entscheiden wie wir weiter vor gehen..... wenn die ersten Messungen hinter uns liegen.

Freue mich auf Morgen.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: m_ETUS_alem am Sonntag, 20.September.2009 | 23:38:56 Uhr
Bisher schöner Bericht (ich liebe Bilder ;)   )

Aber wie Jürgen schon schreibt ist Leder bei schweren drehenden Lasten nicht gut geeignet.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das sich nach Laufzeit eine art Klebewirkung zeigt und es dann schnell "rubbelt"
Mann stellt sich an den Teilen totein ( wasn das für ein Wort  .,a015 )
Besser ist Filz, allerdings gibt es da auch viele Unterschiede, mit unterschiedlichen Dichten und Faserlängen.
"Gewölle" ist dabei ein echter Müll.....ich nahm bei Kapstanbremsen immer extrem dichtes und kurzfaseriges Material aus der Fototechnik.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Montag, 21.September.2009 | 00:00:30 Uhr
Moin,

den Tipp mit dem Fensterleder habe ich irgendwo aus den Tiefen des Internets, wo es eine Beschreibung für das Neubelegen der Bremsen gibt.

Ich freue mich auch auf Morgen und bin super gespannt. Wichtig wäre mir die Einstellung des Tape Amps. Wenn wir auf keine größeren Probleme stoßen und noch Zeit haben können wir die Bremsen ja noch mal neu machen, weiß ja jetzt wie es geht.

cu
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 21.September.2009 | 10:20:25 Uhr
Zwei werktechnische Hinweise:

1. Die Schrauben sind oft mit elektrischen oder pneumatischen Maschinenschraubern auf maximales Drehmoment angeknallt. Manche Hersteller meinten es besonders gut und haben noch ein Tröpchen Loctite drangegeben. Dagegen gibt es mittlerweile Lösungsmittel, früher habe ich mit einem feinen Pinsel etwas Nitro einlaufen lassen, dann gingen manche Schrauben etwas leichter. Unbedingt einen absolut passenden "Kreuzer" (Schraubendreher) nehmen und sehr gewissenhaft ansetzen. Die Schrauben und somit auch deren Köpfe sind aus weichem Stahl gemacht und ensprechend schnell lutschen die Köpfe aus, bevor sich überhaupt noch was dreht. Dann helfen nur noch spezielle Bits, die Schraube muß dann ersetzt werden.

2. 2k wie z.B. UHU Endfest würde ich für die Kunststoffteile der Bremsen nicht unbedingt nehmen, da sollte auch Pattex oder Kövulfix (Lederkleber) reichen, die bekommt man im Zweifelsfall auch wieder ab, 2K-Kleber ist dann sprichwörtlich "endfest" bis in die Ewigkeit. Ein "abschmelzen" ab 200°C ist hier bei den Kunststoffteilen aus verständlichen Gründen nicht mehr möglich.

Ansonsten: Gut dokumentiert, da macht das mitlesen Spaß  :_good_:
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Montag, 21.September.2009 | 10:32:04 Uhr
Hi André,

ich hätte auch eher Patex Kontakt-Kleber genommen..... den bekommt man wenigstens wieder angelöst.....


Zu den Schrauben..... da glaube ich auch an eine Sicherung mittels Schraubensicherungslack. Erlebe ich oft genug in den Bandmaschinen, das Laufwerksschrauben die mechanisch durch die Laufwerksfunktionen belastet sind, so gesichert wurden. Die Methode mittels Nitropinsel muss dann häufig genug angewendet werden.  .,d040
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Montag, 21.September.2009 | 23:32:07 Uhr
N'abend Michael,

ich sehe Dich gerade Online, und möchte Dich auf ein Problem ansprechen welches sich heute bei der Einmessung der RS-1500 ergab.....
Der Frequenzgang war unter 300 Hz als hundsmiserabel zu bezeichnen...... Bei 19 cm/s (Band MAXELL XL-I) waren es gegenüber 1 kHz (20 dB unter Vollaussteuerung) mehr als 6 dB Abfall zu verzeichen.... bei 125 Hz -7,0 dB; bei 63 -10 dB.

Weist Du ob dies bei Deiner auch so ist?

Übrigens bei der 38er Geschwindigkeit war das Abfallmaxima bei 125 Hz und -10 dB gegenüber 1 kHz (20 dB unter Vollaussteuerung)

Ich überlege gerade ob dies über das Equalization Circut Board zu ändern wäre, bwz. ob da der Fehler zu suchen wäre......
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Uhu am Dienstag, 22.September.2009 | 01:11:39 Uhr
N'abend Michael,

ich sehe Dich gerade Online, und möchte Dich auf ein Problem ansprechen welches sich heute bei der Einmessung der RS-1500 ergab.....
Der Frequenzgang war unter 300 Hz als hundsmiserabel zu bezeichnen...... Bei 19 cm/s (Band MAXELL XL-I) waren es gegenüber 1 kHz (20 dB unter Vollaussteuerung) mehr als 6 dB Abfall zu verzeichen.... bei 125 Hz -7,0 dB; bei 63 -10 dB.

Weist Du ob dies bei Deiner auch so ist?

Übrigens bei der 38er Geschwindigkeit war das Abfallmaxima bei 125 Hz und -10 dB gegenüber 1 kHz (20 dB unter Vollaussteuerung)

Ich überlege gerade ob dies über das Equalization Circut Board zu ändern wäre, bwz. ob da der Fehler zu suchen wäre......

Hallo Jürgen,

falls Du mich gemeint hast muss ich leider passen. Ich habe das Equipment für das Einmessen nicht, und so etwas bisher auch noch nie gemacht. Von Maxell habe ich nur ein einziges XLI-Band und ein paar UDXL-Bänder. In der Regel benutze ich aber Agfa PER528 oder LPR35 von BASF und RMG.

Von der 38'er Geschwindigkeit halte ich nichts, da mal abgesehen vom hohen Bandverbrauch, die Wiedergabe der tiefen Frequenzen schlechter wird, und die Wiedergabe der hohen Frequenzen von 25.000 Hz auf 30.000 Hz erhöht wird.

Zum Thema Bremsbeläge: Der hier benutzt Kork! http://www.j-corder.com/J-Corder_Tapedecks.html siehe hier: http://www.j-corder.com/The_Restoration_Process.php

Gruß von der Saarschleife, Michael
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Mittwoch, 23.September.2009 | 22:17:50 Uhr
Moin, moin,

ich war ja am Montag mir meiner Maschine bei Jürgen und habe gestern erstmal voller Begeisterung neue Bänder aufgenommen.
Bevor ich auf unsere Tätigkeiten eingehe möchte ich sagen, dass es für mich ein sehr interessanter und lehrreicher Tag in leicht _chaotischer_ aber sehr angenehmer Umgebung war.
Ich wurde königlich mit Kaffee, Donuts und anderesn Süßigkeiten verwöhnt und durfte auch noch Rauchen. Ein Tag nach meinem Geschmack mit einem der wohl nettesten und hilfsbereitesten Menschen - danke Jürgen.

So, nun zur Technik. Da ich im Eifer des Gefechts vergessen habe Fotos zu machen, muss ich wohl mehr schreiben:
Das Messequipment:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_MessEquipment.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/MessEquipment.jpg)


Die Messassistenz:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Messassistenz.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Messassistenz.jpg)

... hier etwas gelangweilt; gutes Personal ist ja schwer zu bekommen...

Als erstes haben wir die Bremsen noch mal eingestellt, dieses mal mit nem passenden Messwerkzeug - mein Gefühl lag doch weit daneben

Die offene Maschine:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Messobjekt.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Messobjekt.jpg)

Zur Erläuterung: In dem Unteren Teil ist der Tape-Verstärker. Wenn man den unteren Deckel mit den Füßen abschraubt, kann man den ganzen Verstärler mit Frontblende nach oben herausziehen, um 90° umklappen und wieder in das Gehäuse herinschieben.
Man kommt dann wie auf dem Bild zusehen ist an alle Potis mehr oder weniger gut heran. Sieht soweit erstmal recht servicefreundlich aus, birgt aber eine Falle in die wir auch getappt sind:
Es gibt zwei Potis, für den Wiedergabepegel (19/38cms), die so halb unter der Platine für die VU-Meter liegen, an die man besser von unten dran kommt.
Den Wiedergabepegel für 19 cm/s hat Jürgen umständlich von oben eingestellt. Bei 38cm/s wollten wir uns es einfach machen und haben den Verstärker wieder aus dem Rahmen gezogen und so halb hingestellt.
Und siehe da, wir hatten Probleme bei der Einstellung, immer irgend so ein HF-Gelumpe auf dem Oszi.
Nach einer halben Stunde haben wir gemerkt, das der Verstärker so in der Luft keine richtige Masseverbindung mehr hat.
Am Rahmen festgeschraubt waren die Probleme beseitigt, also drauf achten.

Eines der Messbänder/Bezugsband:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Messband.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Messband.jpg)

Die Maschine sollte auf Maxell XL bei 19 cm/s und SM 468 bei 38 cm/s eingemessen werden.
Die Justage der VU-Meter haben wir gemacht als die Maschine auf dem Rücken lag. Da die Technics wohl hauptsächlich im stehen betrieben wird, sollten auf die VU-Meter im stehen eingestellt werden!!!
Mit dem Messband haben wir als erstes den Wiedergabeazimuth und Entzerrung eingestellt:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Azimuth1.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Azimuth1.jpg)

Auch das ist nit ganz so einfach.
Ich dachte bis jetz immer, diese Isolated Loop Bandführung sei eine _geniale_ Konstruktion.
Leider sieht sie nur gut aus, denn sie erweist sich in der Praxis als instabil, so dass es mehr Zufall ist den richtigen Azimuth zu treffen.
Hier muss ich mir mal mit meinem Kumpel (Zerspanungstechniker seines Zeichens) Gedanken machen, wie man das verbessern kann.

Hier noch ein bild vom Messmeister:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Messmeister.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Messmeister.jpg)

hier ist er gerade in der Vorbereitung zur Justage des Aufnahmezweigs.
Ich dachte ja, die Maschine wäre jungfräulich, aber wir haben festgestellt, das Maschine bereits auf 250 nWb  Bezugspegel statt der serienmäßigen 185 nWb eingestellt war.
Da dass Bezugsband ein 320 nWb Band war haben wir den Ausgangspegel per Dreisatz umgerechnet.
Zum Einstellen des Aufnahmezweigs ahben wir als erstes den  Vormagnetisierungspegel auf SM 468 Band eingestellt.
Dann hat Jürgen Azimuth des Aufnahmekopfs und die Aufnahmeentzerrung eingestellt:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_Ferequenzresponse.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/Ferequenzresponse.jpg)

Die Abgenommenen Frequengänge sind leider hundsmiserable. Ich werde da noch eine Kurve malen und dann später hier posten.
Nach dem wir die Maschine so gut es ging eingestellt haben, sind wir dann zum gemütlichen Teil übergegangen...


Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Mittwoch, 23.September.2009 | 22:38:44 Uhr
... nach dem die Pflicht erfüllt war kamen wir zur Kür: Jürgen hat mich durch sein Refugium geführt:
Hier nur sein Musik/Wohnzimmer:

Die neuen Technicse:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_J%C3%BCrgens%20Technicse.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/J%C3%BCrgens%20Technicse.jpg)

... die Dinger knallen wirklich gewaltig...

Jürgens Plattenspieler:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_J%C3%BCrgens%20Plattenspieler.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/J%C3%BCrgens%20Plattenspieler.jpg)

... und die beiden _Ölöfen_ hinter der Couch:

(http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_J%C3%BCrgens%20Tapes.jpg) (http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/J%C3%BCrgens%20Tapes.jpg)

... das ist natülich längst nicht alles.

Alles in Allem eine amtliche Sammlung von HiFi-Geräten, vornehmlich Bandmaschinen und Tonbändern.
Jürgen betreibt dieses Hobby wirklich mit vollem Herzblut!

Auch meine Frau war tief beeindruckt und wir haben uns auf der gesamt Rückfahrt noch darüber unterhalten.

cu
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: carawu am Mittwoch, 23.September.2009 | 22:50:14 Uhr
Ich überlege gerade ob dies über das Equalization Circut Board zu ändern wäre, bwz. ob da der Fehler zu suchen wäre......
Hm,
 
nach Durchsicht des SM empfehle ich den Arbeitspunkt der Treiberstufe zu kontrollieren.
Alle folgenden Seitenangaben beziehen sich auf das PDF. Für die Printausgabe eine Seite für das Deckblatt abziehen.
Seite 6 Fehlerdiagnose: Playback frequency response->siehe S. 27
Dort bitte die "Playback frequency response charts" beachten.
Den eingestellten Wert von 5k Poti VR 105 und 205 messen und notieren. Abbildung auf S. 26, PCB S. 85 (links, auf halber Höhe)
Einstellen nach den Angaben ab S. 27 folgende.
 
Bin auf das Ergebnis gespannt....
 
LG Carsten
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Kappa8.2i am Mittwoch, 23.September.2009 | 22:53:43 Uhr
Glückwunsch zur gelungenen Revision.
Wenn der Heilige eins kann dann einstellen  :_55_:

Zu Bild 1= Das Messequipment: Ganz wichtig die Fliegenklatsche
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: stefan_4711 am Mittwoch, 23.September.2009 | 23:32:26 Uhr
Hallo Jürgen,
ich habe von Tonbandmaschinen keine Ahnung, aber ich lese die Threads mit immer mehr Begeisterung. Hier sind wirklich Leute mit Fachwissen und Erfahrung am Werk. Können (oder besser müssen) eigentlich Profis sein, deshalb meine Frage:

 "Welcher Berufliche Werdegang steckt dahinter" ?

 :drinks:

  
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 23.September.2009 | 23:46:08 Uhr
Hi Stefan,

meinst Du meinen beruflichen Werdegang? ----- ich bin Pinselquäler und habe mir dies alles beigebracht..... Das kannst Du ganz bestimmt auch, davon bin ich überzeugt....

Wichtig ist die Liebe zum Hobby, die Bereitschaft erfahrenen Leuten zu zu hören..... und nicht in Aktionismus zu verfallen.

Das schöne an der Bandtechnik, es ist eine abgeschlossene Technik und wir können beruhigt und ohne hitzige Diskusionen gemeinsam verstehen lernen was dahintersteckt.
Es sind im Prinzip simple Gesetzte der Physik, die es zu beachten gilt und kein Hokuspokus.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 23.September.2009 | 23:56:36 Uhr
Hi Carsten,


die problematik ist eigentlich folgende, der Wiedergabefrequenzgang, gemessen mit dem Bezugsband sieht wesentlich weniger dramatisch aus als der Aufnahmefrequenzgang über Band gemessen (also bei der Wiedergabe).

Leider habe ich selber die Frequenzschriebe nicht hier vor Ort, diese hat Thorsten mitgenommen. Wird sie uns aber bestimmt noch nachreichen.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: AndreasTV am Donnerstag, 24.September.2009 | 04:57:21 Uhr
Guten Morgen zusammen  :_hi_hi_:.
Schöne Arbeit bisher  :_good_: - aber Das mit dem FG finde ich sehr eigenartig ... .,a015.
Leider habe ich das SM nicht ...
Bin auf jeden Fall gespannt qo Es letztendlich dran hapert.

MfG

Andreas

PS: Die Bandführung bei den Technics - TBs ist zwar etwas "futuristisch", dennoch ist vielleicht noch irgendwo Was hakelig daran denn sie sollte keinerlei Probleme bereiten (Technics war zu der Zeit durchaus innovativ was das Gerätedesign betraf).
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Donnerstag, 24.September.2009 | 18:07:58 Uhr
Hi Andreas, Thorsten,

Nach Rücksprache mit Hans-Joachim ist der Fehler in der Equalisation-Circut-Umschaltung zu suchen, diese wird in der RS-1500 elektronisch gemacht.

Zitat von: © Hans-Joachim
Für jede Bandgeschwindigkeit besitzt der Aufnahme-EQ-Umschalter S6 auf "Main Amp. Section" (S. 79 im  PDF) eine eigene Ebene mit drei Schaltkontakten, für jede EQ-Stufe einen. Abhängig von der gewählten Bandgeschwindigkeit (38, 19, 9,5) wird an den Schleifer der der jeweiligen Bandgeschwindigkeit entsprechenden Ebene über den Stecker "S"
(S. 79, Zeichnungsrand, Bildmitte ganz oben) eine Gleichspannung gelegt, deren Herkunft ich bisher nicht herausfinden konnte. Das muss aber irgendwo im Netzteil/Geschwindigkeitsumschaltung sein. Ich weiß daher nicht, wie hoch diese Gleichspannung ist; ich nehme aus meiner Erfahrung an, dass diese etwa 5 V betragen wird.
Sie muss zur Funktion des Equalizing aber vorliegen, weshalb sie an Stecker "S" bei 38,1 cm/s auf Stift "1", bei 19 auf "2", bei 9,5 auf "3"
anstehen muss.

Wenn die Gleichspannung da ist, muss man kontrollieren, ob der der jeweiligen Geschwindigkeit und Aufnahmeentzerrung entsprechende NPN-Transistor (TR115-123) aktiviert wird. Bei positiver Gleichspannung an der Transistorbasis muss der Emitter dieses Transistors von einem unbestimmten Spannungsniveau ("irgendetwas", denn der Emitter hängt bei nicht aktiviertem Transistor gleichspannungsmäßig in der Luft) definitiv auf Masse gehen. Das muss kontrolliert werden.

Wenn die Frequenzgangverbiegungen des Gerätes bei beiden Kanälen sehr unterschiedlich ausfallen, ist auch an Schäden in den Aufnahmeverstärkern zu denken. Da kommen vornehmlich zwei, drei Kondensatoren in Frage (C129, 132, 133, 134; sie sind natürlich in beiden Kanälen vorhanden).

Vorgehen, Thorsten, würde ich folgender Maßen .......

zuerst einmal das Equalisation-Circut-Board ausstecken und die Kontakte reinigen (Glasfaserstift!) und in einem prüfen ob an den Pins .....
Zitat von: © Hans-Joachim
Entweder sind die 5 V an 1,2,3 von "S" auf dem Audioprint nicht da -es sind definitiv 5 V, die über den Motorsteuerungsprint (Seiten 71 und 72 unten rechts, Steckfassung "L") vom Netzteilprint kommen- oder du hast einen generellen Schaden in den beiden (!) Aufsprechverstärkern in Gestalt eines defekten Elektrolytkondensators.
Richtige Mangelidentität ist aber nur durch die fehlenden 5 V zu erreichen.
Dass zwei Kondensatoren exakt identisch defekt sind, wird dagegen eher selten sein. insofern solltest du dich zunächst einmal um diese Umschaltspannung für das Equalizing kümmern.

die +5 Volt anliegen (gegen Masse gemessen)

=> Andreas,

willst Du das SM haben?
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: AndreasTV am Donnerstag, 24.September.2009 | 19:07:24 Uhr
...
=> Andreas,

willst Du das SM haben?

 :give_rose: ... aber gerne doch - hab´s im Netz nicht frei verfügbar gefunden - oder war / bin schlicht zu dumm  :_sorry:.
Danke dafür  :_good_:.
Ja - der Hans - Joachim  :__y_e_s: - eine wirkliche "Perle der Forenwelt"  :_good_:  .,a095.

MfG

Andreas
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: AndreasTV am Donnerstag, 24.September.2009 | 21:05:32 Uhr
Danke, Jürgen  :_good_: - werde aber erst morgen drüber schauen; vor Allem - wie am  ;0009 schon angesprochen - wo die Spannung herkommt ...  :drinks:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Donnerstag, 24.September.2009 | 21:19:44 Uhr
Moin,

ich bin zu blöd auf die Schnelle in Excel ein logaritmisches Diagram zu erzeugen, daher hier erstmal als Tabelle:

Hz|
vorher (Wiedergabe)
 mit Bezugsband
19H /320 nWb/m
-20 dB
|
eingemessen
auf Maxell XL-I
19cm/s -- -20 dB
|
eingemessen
auf SM-468 
38 cm/s -- -20 dB
| Links / Rechts|Links / Rechts|Links / Rechts
31,5|-7 / -6|
40|-5,5 / -5|
63|-4,5 / -4|
125|-2 / -2|
250|+0,4 / +0,5|
500|+1,1 / +1,3|
1000|+1 / +1,5|
2000|+1,2 / +2,4|
4000|+0,9 / +2|
6300|+0,2 / +1,3|
8000|-1,5 / +0,7|
10000|-1 / +0,4|
12500|-2,3 / +0,8|
14000|-2,7 / -1|
16000|-3,5 / -1,7|
18000|-4,5 / -2|

cu


Habe mir erlaubt das Ganze in Tabellenform zu bringen und Ergänzungen dazu gesetzt
Jürgen
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: RunT am Donnerstag, 24.September.2009 | 21:32:14 Uhr
...
Zu Bild 1= Das Messequipment: Ganz wichtig die Fliegenklatsche

... der wichtigste Teil des Messequipments habe ich aus dem Bild entfernt: rechts neben dem _Messschrank_ steht eigentlich noch ein Bügelbrett mit Bügeleisen...

vielen Dank für die _blinde_ Fehlersuche. Wenn ich in den nächsten Tagen Zeit habe, werde ich der Sache mal mit Oszi auf den Grund gehen.

cu
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Pepika am Sonntag, 17.Dezember.2017 | 23:29:33 Uhr
Hallo an alle, bin neu hier und mit großen begeisterung lese ich fast alle Beiträge um Bandmaschinen. Ich habe die Rs 1700 vom gutem Freund mehr geschenkt als Bezahlt erworben. Paar problemchen habe zu bewältigen und hoffe im Forum auf Hilfe. Bremsen sind alle, nach schnell umspulen hängt das Band an der Umlenkung nach unten, Zählwerk macht laute Geräusche......Mit Band einmessung lasse ich mir Zeit, Bremsen und Zähler wurde ich gerne machen (Oelen!). Zählwerk ausbauen- wie? Habe schon seitliche Abdeckung weggeschraubt, die elektronikeinheit mit 3 schrauben auch. Zählwerk von hinten beäugelt aber weiß nicht welche schrauben.....Bremsen, ja, was für Leder ist geeignet? Danke,
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Montag, 25.Dezember.2017 | 23:08:22 Uhr
Hi (an der Stelle wäre ein Vorname nett),

Als Bremsen würde ich entweder wie ich schon weiter oben schrieb entweder Spaltleder oder  Möbel Filzgleiter nehmen. Verklebt wird das Ganze mit einem Kontaktkleber.

Zählwerk,
Da gehört keinerlei Öl dran ..... entweder hauchdünn Baseline oder ein Molikote Fett.
Öle könne Kunststoffe versprühen lassen.

Hast du ein SM von der RS-1700?
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1700
Beitrag von: Pepika am Sonntag, 07.Januar.2018 | 18:36:22 Uhr
Hallo Jürgen,
sehr nett das du geantwortet hast, und, mein Name ist Peter, bin Kroate!
Ich wünsche nachträglich ales gute im Neuem Jahr!!!
An die Bremsen bin Rangekommen, die sind nicht so ramponiert wie hier im Forum auf Bildern. (Ich schätze das diese Gerät wenig gelaufen ist, was mir der Kumpel auch gesagt hat). Ich habe etwas nachjustiert ohne Gewichte und vorrichtungen (winzig nach oben verstellt, den reibungskontakt vergrösert) und bin zufrieden mit dem ergebnis, rutscht nicht nach, Band hängt auch nicht mehr so lose an der umlenkung unten. Vorerst OK. Jegliche Kritiken und mahnungen werde ich Akzeptieren und bin dankbar!
Zählwerk: da habe im NET 2 original Riemen gekauft (die eingebauten sind durchgerutscht, Zählwerk hat nie gestimmt, die Riemen im vergleich waren länger als die neuen...), Capstein gelöst, Riemen rein, zählwerk lauft aber macht Ohrenbetaubenden Lärm. Nach tropfen Balistol war etwas besser, aber, die Rädchen sind ausgeleiert.....kriege ich nicht mehr hin, neues Zählwerk gibt auch nicht mehr.....und jetzt meine Frage: wohin mit dem Fett, auf die Welle, zwischen die Zahnräder?
Der Output Level Poti knistert und ein wenig wackelt beim drehen (nicht immer und an verschiedenen stellen). Komplette Einheit mit Platine im unterbau habe ausgebaut wo man auf die Potis gut Rann-kommen kann. Ein Elektroniker in meinem Ehem. Betrieb (bin Rentner) sagte-schwieriges Thema-versuchen Poti zu öffnen und reinigen, ev. nachbiegen. Optimal währe, ersetzen wenn ich ersatz finde. Habe kein Laden gefunden mit solchen Potis, hast du Idee?
Ansonsten bin zufrieden mit dem Gerät. Habe vom Kumpel auch seine bespielte Bänder bekommen wo ich beim Abspielen relativ viel abrieb habe, häufig die Köpfe reinigen muss und werde wohl neue Bänder kaufen und bespielen.
Kopf Justierung? Ohne messgeräte wohl nicht, oder? Entmagnetisiert habe ich. Meine meinung nach etwas zu viel Bass. Anordnung der Köpfe finde ich nicht im Bedienungsanleitung, paar Bläter fehlen.
Ist diese Anordnung OK:
Rechts Oben=Playback Betrieb      Rechts Unten=Aufnahme/Löschen
Links Oben=Reverse Bertieb         Links Unten=Aufnahme/Löschen

Bin dankbar für deine Meinung und verbleibe mit freundlichen Grüßen, Peter

     
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 07.Januar.2018 | 20:23:25 Uhr
Hallo Peter,

Balistol ist keinerlei Öl im Sinne von Schmierwirkung.... dies zum Ersten.
Nimm Vaseline zur Schmierung des Zählwerks..... am besten mittels eines Wattestäbchen auf die Welle und die Zahnrädchen dünn auftragen.

Originalersatz der Rec- und Output Regler wirst du nicht mehr bekommen. Wenn Du die internen Potis zur Einmessung meinst da kannst Du die Potis von Piher nehmen in den Werten wie Du sie in der Maschine vorfindest.
Aber Achtung ohne ein Bezugsband (z.B. Agfa 19 H) und entsprechendes Messequipment (2-Kanal Osziloskop, NF-Milli-Voltmeter, Sinusgenerator) gelingt dies nicht. Ebenso von einer Kopfeinstellung absehen ohne diese Sachen.
Vielleicht wohnt ja ein erfahrener Forenkollege in der Nähe und ist behilflich..... von daher ist es ratsam zu wissen wo Du ungefähr wohnst.

Titel: Re: Restauration einer Technics RS1700
Beitrag von: Pepika am Sonntag, 07.Januar.2018 | 22:37:24 Uhr
Hallo Jürgen,

OK, mit Vaseline werde ich noch probieren.
Poti, nicht die internen sind gemeint, sondern Außen, der für die Lautstärke, Linkes/Rechtes Kanal habe gemeint, diese knistert-rauscht, wenn ich denn pegel dann minimal verändere ist gut. 
Mit Einmessung kenne mich gar nicht aus, Meßgeräte habe ich auch nicht, da dürfen nur erfahrene ran! Bezugsband werde ich, wenn so weit, besorgen. Ich habe diese Forum entdeckt und gelesen wie die Erfahrungen ausgetauscht werden, hoffe das ich selber etwas machen kann. Ich Wohne in Pforzheim, weiß noch nicht ob ein oder andere Forenkollege in der Nähe ist.....Ich glaube das es kaum eine Werkstadt gibt die sich mit Analogen Oldis auskennt.
Warte ich mal ab ob sich noch jemand meldet, hoffe das Thema Tonbandgeräte von Technics noch nicht eingeschlafen ist. Und Dir Jürgen, vielen dank! Aus welche Ecke bist Du, habe noch nicht rausgefunden/gelesen?
     
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Montag, 08.Januar.2018 | 13:49:03 Uhr
Hallo Peter,

ich stamme aus Rheinbach, ca. 20 km von Bonn direkt an der A-61, und lebe noch immer hier. Genaueres findest Du in meiner Profilübersicht.... siehe dort meine Google-Maps-Karte.

Wenn dir die Strecke nicht zu weit ist..... entsprechende Messgeräte und Bezugsbänder sind vorhanden.
Original Bezugsbänder wirst du nur noch gebraucht erhalten können, das was es neu zu bekommen ist, ist/sind meist sogenannte Messbänder. Original Bezugsbänder waren mindest um den Faktor 10 besser/genauer.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur die Messbänder des Forenmitglieds Peter Ruhrberg empfehlen, der zum einen die Erfahrung und im Besitz entsprechenden Bandmaterials ist was es zur Herstellung genauer Messbänder braucht.

Titel: Re: Restauration einer Technics RS1700
Beitrag von: Pepika am Mittwoch, 10.Januar.2018 | 00:00:03 Uhr
Hallo Jürgen,
in etwa weiß ich wo Rheinbach ist, bin oft vorbeigefahren, habe auch in Dein Profil geschaut. Ist das nur Hoby oder auch Beruf?
Über Bezugsbänder habe gelesen, selbst die Bezeichnung ist umstritten. Eigentlich sind das Frequenzen und Signale..... und Recht teuer ist die Geschichte. Das wird noch kommen, sehe noch kein Bedarf, muß erstmals im klaren sein das der rest Funct und das sich lohnen wird. Neben her, die Tonbänder (habe 7 stück vom Kumpel bekommen) klingen noch gut (nach meinem Gehör!), stelle aber relativ viel Bandabrieb fest. Wie oft sollen die Köpfe gereinigt werden, nach ??? Stunden? Ich meine das die Bänder nicht mehr sind, werde mir neue kaufen. Aber welche, große Angebot ist nicht mehr da? Bei Thomann?
Gestern habe den Poti Ausgebaut-Ausgelötet-Poti Geöfnet-Gereinigt und wieder Retour-Operation ist gelungen und Funct!!! Es war klebrig mit abrib...... 
Einmessung, was für Aufwand-Zeit und Umfang-was Konkret? Kostenfaktor? Redet man im Forum darüber auch?
Das war für Heute, Gruß
PS.
Hochwasser? Wie ist die Lage um Dich rum?
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Donnerstag, 11.Januar.2018 | 07:20:11 Uhr
Morgen Peter,

Ob Du bei Thomann, darklap, Berthold (Tonstudiobedarf) etc. bestellst hängt einfach vom Tagespreis ab. Für deine Maschine empfiehlt sich LPR-35 oder LPR-90 als Bandmaterial. SM-468,911,900 sind dicker und führen bei ¼-Spur Maschinen zu erhöhtem Dropout Verhalten.

Zum Zeitaufwand kann man nicht viel sagen vorab, da ich ja nicht weiß wie viel verstellt ist...... zwischen 1 Std. und derer 4 ist alles möglich.
Zum Finanziellen.... ich sage immer bezahlt wird was dem "Kunden" das ganze wert ist.

Mit Hochwasser hab ich hier so gut wie gar nichts zu tun, der Rhein ist 18 km weit weg und 100 Höhenmeter tiefer.
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Pepika am Sonntag, 14.Januar.2018 | 18:09:42 Uhr
Hallo Jürgen,
danke für die Infos, habe schon 2 LPR 35 gekauft, werde noch 2 LPR 90 kaufen (unterschied???). Aufnehmen werde ich noch nicht, nach neu Justierung sind die Aufnahmen neben der Spur!
Werde noch alle Kondensatoren tauschen auf der Platine wo die Potis sind, diese Verzehrung-Knistern-Rauschen im Rechten Kanal ist nicht weg, bzw. es ist so: im Play Betrieb stelle ich die Lautstärke ein-beide Kanäle sind gleich gut zu hören. Nach eine weile ist im Rechtem Kanal Verzehrung zu hören, dann drehe ich den Poti schnell hin und her 2-3 mal, wie ein Knall ist zu hören, und dann ist wieder alles gut für eine weile! Was sagt dir das? Bevor ich den Poti zerlegt und gereinigt habe war das gleiche.
Ich werde deine Hilfe in Anschpruch nehmen, das Finanzielle regeln wir auch. Wenn ich ca 700 KM Fahre, dann ist mir das ganze etwas wert!!! Bin Morgen beim Kumpel, werde ihm Berichten was bis jetzt entdeckt habe und Fragen ob er was zu beichten hat was die Justierung betrifft!

Jürgen, sei Gegrüßt
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1700
Beitrag von: Pepika am Sonntag, 04.Februar.2018 | 12:55:52 Uhr
Hallo Jürgen,
nach eine weile bin wieder sendefähig, Grippe hat mich lange im griff gehabt.
Jetzt mochte ich die Elkos tauschen, weiß aber nicht ob an allen Platinen oder nur an der wo die Potis sitzen? Wenn was bringt, tu ich alle! Im Internet finde leider nicht alle mit Orig. Werten ob Spanung oder Kapazität, was tun??? Hast Du eine gute Adresse wo ich besorgen kann? Habe bei Reichelt nachgefragt, noch warte ich ab. Hier die Liste was ich brauche:
6,3V    330µF      = 5 Stück   16V    10µF       = 38 Stück   25V    3.3µF        = 3 Stück   50V    0,1µF        = 4 Stück
10V    33µF         = 5 Stück   16V    33µF       = 14 Stück   25V    10µF       = 10 Stück   50V    1µF           = 6 Stück
10V    100µF       = 5 Stück   16V    220µF       = 3 Stück   25V    100µF       = 8 Stück
Ein Exot ist auch dabei, 50V-0,1µF, der ist mit Rotem Schrifft Markiert am Gehäuse!
Bin dankbar für eine Antwort, freundliche Grüße,
Peter 
   
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1500
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 04.Februar.2018 | 20:35:10 Uhr
Hi Peter,

Hauptsache die Kapazität stimmt (± 10% gegenüber dem verbauten Original).....
Die Spannungsfestigkeit darf höher sein, nur nicht niedriger als das Original......

z.B.: Alles bei RS-Online.de
5* == 330 µF | anstatt 6,3V nimmst Du 10V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/7441962/) 
5* + 14* == 33µF | anstatt 10V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/7471904/) oder 16V nimmst Du komplett -- 16V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/7471910/)
3* == 3,3 µF | anstatt 25V nimmst Du 50V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/1072722/)
6* == 1µF | 50V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/9190455/)
38* == 10µF | 16V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/4149008/)
10* == 10 µF | 25V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/8087985/)
5* == 100µF | 10V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/4148982/)
8* == 100µF | 25V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/7396812/)
3* == 220µF | 16V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/7270653/)
2* == 470µF | 25V (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/7111110/)
1* == 0,1µF | 50V  da kannst Du auch einen Tantal mit 100 nF | 50V (https://de.rs-online.com/web/p/tantal-elektrolytkondensator/1349757/) einsetzen..... RS-Online hat den zwar auch als Elko, aber 50 Stück Mindestabnahme (https://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/8396592/)


PS Werte beigefügt

Hinter den Spannungsfestigkeiten liegen Links.....
Titel: Re: Restauration einer Technics RS1700
Beitrag von: Pepika am Donnerstag, 08.Februar.2018 | 13:48:52 Uhr
Hi Jürgen,
nun, die Elkos sind wie Bestellt gekommen und geweckselt. Fehler frei, so weit ich hören kann. Aber, am Linken Kanal wie schon beschrieben, immer wieder geht der Ton in ein knistern-knacken als wenn die Lautsprechermembrane was hätte (Acustimase III Bose Qube mit Subwoofer). Nach dem ich Lautstärke Poti ganz-auf und ganz-zu drehe, stimmt wieder eine weile. Ich fürchte das der Poti was hat. So was kriege ich nirgends zu kaufen. Was meinst Du? Falls keine Antwort, melde mich per Telefon.
Gruß, Peter